Globalisierung vs Protektionismus

Tagesgespräch zu Wirtschaftsthemen wie Geldmarkt, Börse, Währung, Finanzkrise, Inflation aus Deutschland und der Welt

Moderatoren: Ladon, Forum-Team

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Beitrag 17.03.2018, 09:25

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Mehrgoldfüralle
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Ich schlag mal auf, und zwar mit einem Artikel aus der "österreichischen" Ecke.
Hier
http://www.misesde.org/?p=18094
Wir werden in interessanten Zeiten gelebt.

Beitrag 18.03.2018, 09:18

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Indiana Jones
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Professor Dr. Hans Werner Sinn bei Lenzen am 15.03.2018 zum

+ angeblichen "Handelskrieg" ab Minute 7
+ Deutschen Umverteilungsstaat eingangs der Sendung
+ und zur EU Transferunion ab Minute 14

"Die Italiener sagen heute im Grunde entweder Geld her oder wir treten aus",
O Ton Prof. Sinn Minute 17

https://www.youtube.com/watch?v=duzwTblnuMY

"Die EU Südländer können künftig machen, was sie wollen weil die Sperrminorität der Nordländer ohne die Briten fallen wird" - so Prof. Dr. Sinn ab Minute 22

"Die Deutschen merken erst wenn es zu spät ist, dass ihre Konten geplündert werden" - so Prof. Dr. Sinn ab Minute 23/24

Beitrag 12.07.2018, 08:07

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goldjunge01
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Un dich mach mal weiter, habe keine passendere Ecke gefunden.

Was zählt

Geld ist die Grundlage der Zivilisation und unserer Kultur. Wer es gering schätzt, verliert mehr als ein bisschen Kohle.


https://www.brandeins.de/magazine/brand ... um=parkett
Nichts ist so schlimm wie Halbwissen!

Beitrag 13.07.2018, 23:00

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Mehrgoldfüralle
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@Goldjunge01

Tauschhandelswirtschaften hat es nie gegeben, nirgendwo. Anfangs war es gemeinsames Wirtschaften, später gab es Kreditsysteme. Das Münzgeld kam in die Welt durch Kriege, Bezahlung von Söldnern und Annahmezwang für die Bevölkerung. Ein Heer konnte nur schlecht die Versorgung mitschleppen. Soviel dazu.

Das heutige Geldsystem ist mitnichten Grundlage von Zivilisation und Kultur, sondern das Gegenteil. Es ist buchstäblich mörderisch, ausbeutend, menschenverachtend. Die Globalisierung, wie sie stattfindet, ist eine der Bedingungen dafür.

Binswanger zu zitieren ist einfach. Besser wäre, wenn der Autor ihn auch verstanden hätte. Wenn ich ihn benoten müsste: Setzen. Sechs.
Wir werden in interessanten Zeiten gelebt.

Beitrag 14.07.2018, 05:54

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Ladon
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Tauschwirtschaften gibt und gab es selbstverständlich.
Der Knackpunkt ist, dass es keine KOMPLEXEN Tauschwirtschaften und auch keinen Hinweis auf vergangene gibt! Also keine bereits irgendwie funktionierende Wirtschaft mit intensivem Handel, die die "Erfindung" von Geld zur besseren Abwicklung nötig machen würde.

Mir scheint die Erklärung des Geldursprungs im kultischen Bereich einleuchtend. Das symbolische Opfer, das endlich verhindert, dass man irgendwelchen Göttern dauernd real wichtige Nahrungsmittel geben muss, ist weitaus zwingender als der Rat der Kaufleute, die im Kämmerlein zusammensitzend "Geld" erfinden um ihre komplexen Transaktionen zu vereinfachen.
Das Aufbewahren von Staatschätzen in Tempeln deutet auch auf eine enge Verknüpfung von Ritus und archaischem Geld hin. Und das ist praktisch in jeder historisch erfassbaren Zeit überall üblich gewesen.

Wenn man das so sieht, also den Ursprung des Geldes einleuchtend in Kult und Ritus verorten kann, dann ist Geld schon ein Baustein von Kultur ... bloß anders eben.
Andere gibt es schon genug

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