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vom: 31.07.2018, 21:25
Mehrgoldfüralle Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
@Goldwürfel

Jetzt hör mal auf zu weinen. Falls du Gold und/oder Silber gekauft hast, um zu spekulieren, hast du alles falsch gemacht. Preise gehen rauf und runter, der Wert bleibt langfristig. Das ist der Sinn der Sache.
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Wir werden in interessanten Zeiten gelebt.
vom: 31.07.2018, 22:22
goldwürfel Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Mehrgoldfüralle hat Folgendes geschrieben:
@Goldwürfel

Jetzt hör mal auf zu weinen. Falls du Gold und/oder Silber gekauft hast, um zu spekulieren, hast du alles falsch gemacht. Preise gehen rauf und runter, der Wert bleibt langfristig. Das ist der Sinn der Sache.


Ganz so einfach ist es nicht. 1. Was ist langfristig? 2. Wer 1980 Gold gekauft hat und es 2001 verkauft hat, hat inflationsbereinigt rund 70 % verloren. Wer hingegen 2001 Gold gekauft hat und es 2011 wieder verkauft hat, hat sein Geld inflationsbereinigt ver-5!-facht.

Ganz offensichtlich ist Gold ein sehr trendunterworfenes spekulatives Investment. Es ist auch nicht völlig ausgeschlossen, das es nicht einmal ein Wissenschaftler fertigbringt, Gold wirtschaftlich im Labor herzustellen so wie es bei Diamanten der Fall ist.
vom: 31.07.2018, 23:45
Mehrgoldfüralle Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Doch. Es ist so einfach. 5000 Jahre als Zeithorizont sollten reichen. Gold künstlich herzustellen ist vollkommen ausgeschlossen. Es entsteht in Supernovae, Das ist eine andere Liga ais die Umwandlung von Kohlenstoff.
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vom: 31.07.2018, 23:56
Grandmaster Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Das ganze ist recht einfach. Die ganzen Personen, die Gold kaufen oder gekauft haben, teilen sich in zwei Gruppen auf.

Zum Einen diejenigen, die ihr Gold (zumindest den Großteil davon) für wahrscheinlich unter 500€ oder 600€ gekauft haben. Vor der Blase der Edelmetalle an der Börse. Also vor über 10 Jahren. Die finden Gold natürlich (immer noch) richtig toll. Sind immer noch gut im Plus. Für die Gruppe zählen die ganzen Faktoren, die immer wieder ins Gefecht geführt werden: Absicherung, Werterhalt, Null-Risikoprinzip, frei von Ansprüchen Dritter, Gold ist nur strategisch und kein Investment, usw usf.

Zum Anderen diejenigen, die Gold für vielleicht bei 1200€ oder mehr gekauft haben. Die der Finanzindustrie nicht mehr getraut haben und ihr Vermögen absichern wollten. Die finden Gold halt nicht mehr so toll. Die stehen mit ihrem Gold in den roten Zahlen, sehen quasi ihre "Wertsicherung" wegbrechen. Und das seit mittlerweile mehreren Jahren. Denen muss man nichts von Werterhalt erzählen. Oder von Absicherung. Die fühlen sich verarscht oder sind einfach nur enttäuscht. Von wem? Vielleicht von der Finanzindustrie, der man entkommen wollte und welche einem jetzt trotzdem an den Eiern hat, weil sie die Preise beliebig manipulieren kann. Vielleicht von sich selbst, weil man so blöd war und hat sich verarschen lassen. Vielleicht auch von denen, die immer wieder gesagt haben und immer noch sagen, Gold wäre so toll. Vielleicht auch ein Mix aus allem.

Das ist wie mit dem Bitcoin (BTC), der vor einiger Zeit groß im Gerede war. Da gibt es auch diejenigen, die den BTC richtig toll finden. Nicht, weil es da so eine tolle Blockchain gibt oder das der BTC von 16.000€ auf 7.000€ gefallen ist, sondern weil die den BTC für unter 1.000€ gekauft haben. Deswegen finden die den so toll. Mehr nicht. Und dann gibt es diejenigen, die den BTC halt nicht mehr so toll finden, weil die den BTC für vielleicht 10.000€ gekauft haben. Die haben halt Pech gehabt.

Beides das gleiche Prinzip.

Fazit: Diejenigen, die noch gut im Plus stehen, werden das ganze so lange toll finden und positiv reden, bis zu dem Zeitpunkt, wo auch sie komplett ins Minus rutschen. Dann ist da auch Ruhe. Diejenigen, die jetzt schon tief im Minus stehen, werden sich irgendwann frustriert einer nach dem anderen abwenden.
vom: 01.08.2018, 07:25
Siesta Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Und wenn wir in einigen Jahren einen POG von 1500€/oz haben, werden sich auch diejenigen erfreuen, die ( aus heutiger Sicht ) zu teuer eingestiegen sind. Blöd nur, wenn sie in der Zwischenzeit kapitulieren und Ihre Bestände veräußert haben.

Wer nicht auf Pump gekauft hat und keinen kurzfristigen Liquiditätsbedarf befriedigen muss, braucht sich imho keine Sorgen machen.
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vom: 01.08.2018, 10:21
Peter L Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Ich mag der Argumentation von Grandmaster durchaus etwas abgewinnen, Natürlich fällt es einem leichter sein Investment positiver zu sehen, wenn man damit im Plus ist.

Es soll aber auch Leute geben, die ein Investment nicht ausschließlich aus der Renditeperspektive sehen sondern als Absicherung für den Fall einer schnell aufkommenden Inflation, die man evtl. auf Anhieb gar nicht so merkt, weil offizielle Zahlen sie verschleiern.

Zum anderen ist nicht von der Hand zu weisen, dass viele Assets im Moment gnadenlos überbewertet sind. Mal sehen, was passiert, wenn da so langsam die Luft entweicht.

Ich fühle mich mit meinem Goldinvestment nach wie vor wohl, da ich in den nächsten 10 Jahren aufgrund massiver Ausweitung der weltweiten Schuldenpolitik eben eher nicht ein weiter so bei den Aktien-, Immobilien- oder Anleihemärkten sehe.
vom: 01.08.2018, 18:29
Mehrgoldfüralle Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Man darf aber nicht vergessen, dass der wahnwitzigen Schuldenausweitung die andere Seite der Bilanz gegenüber steht, die Vermögen. Seit 2008 haben sich die Schulden verdoppelt, in wessen Büchern stehen die Forderungen? Bei mir finde ich nichts, nada.
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vom: 01.08.2018, 19:36
Siesta Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Mehrgoldfüralle hat Folgendes geschrieben:
... Seit 2008 haben sich die Schulden verdoppelt, in wessen Büchern stehen die Forderungen? ...


Wohl weniger in den Büchern von Privatpersonen, vielmehr in den Bilanzen der großen Zentralbanken ( FED, EZB, BOJ ). Unbedingt erwähnenswert sind hier auch die sogenannten Target2Salden...
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vom: 01.08.2018, 19:57
Mehrgoldfüralle Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
@Siesta
Auch bei den Privaten tut sich was. Die sehr großen Vermögen wachsen deutlich über 10 % p.A. Wer Lust und Zeit hat, kann das in den Forbes-Listen nachlesen. Ausnahmen gibt´s auch, der arme Zuckerberg hat gerade ein paar Milliarden verloren. Vielleicht kann er ein Spendenkonto einrichten.

Die Vereinigten Staaten brauchen jetzt 4 Dollar für einen Dollar BIP-Wachstum. Zieht man die Inflation ab, ist das Wachstum nahe null. Bemerkenswert.

Ja, die Target-Salden, knapp eine Billion €. Hauptsache Exportweltmeister. Deutschland exportiert neben den Waren auch Arbeitslosigkeit, anstatt Lohnerhöhungen zuzulassen und damit den Wohlstand im Land zu steigern. Und wenn die EU mit ihrer Selbstzerlegung weiter macht, ist das Geld nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch verloren.
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vom: 01.08.2018, 20:09
saho111 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Die Probleme sind noch vielschichtiger durch unterschiedliche Bewertungen (z. B. durch unterschiedliche Accounting Standards) von Forderungen/Verbindlichkeiten.

Derivate (insb. OTC) müssen noch zusätzlich als ein möglicher Brandherd gesehen werden. Eigentlich ein Nullsummenspiel am Ende einer Laufzeit, ist es aber nicht. Deshalb wächst es immer weiter um das System/Spiel am laufen zu halten. 2017 betrug es nominal 767 Billionen US-Dollar.
Sollte, wenn alle gleich bewerten würden auf null aufgehen.
Eine neue Systemkrise kann über Nacht auftreten. Dann kann es schon zu spät sein für Goldkäufe.
vom: 01.08.2018, 20:17
Siesta Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
@MGfA

Stimmt natürlich, dass die Vermögen der Reichen zuletzt drastisch angestiegen sind.
Allerdings werden sie verhältnismäßig wenig im Anleihenbereich investiert haben und bilden dementsprechend kaum die bilanzielle Spiegelseite der stark gestiegenen globalen Verschuldung ab. Warum sollten sie auch? Da gibt's etliches lukrativeres und weniger risikoreicheres. Dieses Feld wird dann eben, verständlicherweise, den Zentralbanken überlassen...

Und die Zentralbanken bedeutet letztlich ' der kleine Mann ' ( denn die Allgemeinheit, der Steuerzahler, haftet letzten Endes )und so nimmt die Umverteilung von unten nach oben seinen Lauf. Traurig, aber wahr...
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vom: 01.08.2018, 20:31
Mehrgoldfüralle Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
@Siesta
Ich dachte, Vermögen können nur wachsen, wenn auch die Schulden steigen, oder? Wir müssten mal sehen, wie hoch die Bilanzverlängerungen der Notenbanken im fraglichen Zeitraum waren. Wir reden immerhin von etwa 125.000.000.000.000 Dollar. Da muss eine alte Frau lange stricken.
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vom: 01.08.2018, 21:07
Siesta Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Die volkswirtschaftliche Gleichung lautet S=I (Schulden = Investitionen).

Die Entwicklung der Vermögen muss sich nicht immer zwangsläufig im Gleichlauf mit dem Anstieg der Verschuldung befinden.
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vom: 02.08.2018, 10:32
goldwürfel Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Siesta hat Folgendes geschrieben:
Die volkswirtschaftliche Gleichung lautet S=I (Schulden = Investitionen).



Und wenn Privatpersonen ihr Konto überziehen und versaufen, dann kann man das doch nicht Investition nennen?
vom: 02.08.2018, 10:58
Siesta Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
sorry, ich sehe gerade, dass ich gestern etwas zu schnell geschrieben habe. So macht es Sinn:
S=I
d.h.
savings=investments
Die Summe der gesamtwirtschaftlichen Ersparnisse entspricht der Summe der gesamtwirtschaftlichen Investitionen.

Wenn nun der 'Dispo' versoffen wird, kann man natürlich nicht von volkswirtschaftlichen Investitionen sprechen ( ausser evtl. von persönlichen Investitionen in die eigene Gefühlslage Smile

Danke für den Hinweis.
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vom: 02.08.2018, 22:14
MaciejP Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Mehrgoldfüralle hat Folgendes geschrieben:
Ich dachte, Vermögen können nur wachsen, wenn auch die Schulden steigen, oder?

Betrachtet man alle Vermögen, dann trifft das nicht zu. Vor allem bei Wertpapieren können die Vermögen auch steigen, wenn es überhaupt keine neuen Schulden gibt. Es reicht für ein Aktienunternehmen ja theoretisch, wenn nur ein einzelner Anleger bereit ist, einen Euro mehr für die Aktie zu zahlen, Millionen von weiteren Euros Buchwert/Vermögen zu generieren.
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„Wenn der Durchschnittsmichel Gold kauft, kann er keine Fehler machen.“ – „Gold fliegt nicht weg.“
vom: 03.08.2018, 13:24
Herebordus Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Heute zu lesen



Das „Krisenmetall“ Gold gerät selbst in eine Krise
https://www.welt.de/finanzen/geldan....selbst-in-eine-Krise.html
vom: 03.08.2018, 15:43
goldwürfel Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Herebordus hat Folgendes geschrieben:
Heute zu lesen



Das „Krisenmetall“ Gold gerät selbst in eine Krise
https://www.welt.de/finanzen/geldan....selbst-in-eine-Krise.html


Und nach der Artikelveröffentlichung startet die Goldrakete ordentlich durch Smile
vom: 03.08.2018, 16:10
Kleinvieh Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Wassereinbruch gestopt, Boot steigt, Herr Kaleun....




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Ich möchte mit Gold und Silber nicht reich werden, ich hoffe nur mit diesen später nicht arm zu sein... smilie_48
vom: 03.08.2018, 18:04
Siesta Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
goldwürfel hat Folgendes geschrieben:
...Und nach der Artikelveröffentlichung startet die Goldrakete ordentlich durch Smile


In einer range von 15$ beim POG sprichst Du von ' Talfahrt ' und 'Goldrakete'.
Das sind nicht mal +/-1,5% !!
Bei einem so schwachen Nervenkostüm solltest Du vielleicht nicht in so risikoreiche Anlageklassen wie Gold investieren.
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