Immobilienkauf in Inflationsszeiten??!!

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Beitrag 14.09.2011, 19:04

Silberistsoschoen
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Hallo,
wie wärs mit diesem Thema:

wie ist das eigentlich nun mit dem Immobilienkauf auf Kredit in der Hyperinflation/ Inflation??
Ist es sinnvoll oder nicht, wovon hängt es ab??
Plane eigentlich den Hauskauf in den nächsten 1-2 Jahren.
Unabhängig von den Bankzinsen gibt es doch sicher Aspekte die auch eine Rolle spielen. Wer kennt sich damit aus??

MFG silberistsoschoen

Beitrag 14.09.2011, 19:05

Silberistsoschoen
Newcomer
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... unglaublich, kaum gebe ich das Wort Immobilie ein und poste den Thread, kommt automatisch immobilienscoutwerbung...

Beitrag 14.09.2011, 19:08

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Silberistsoschoen hat geschrieben:wie ist das eigentlich nun mit dem Immobilienkauf auf Kredit in der Hyperinflation/ Inflation??
Ist es sinnvoll oder nicht, wovon hängt es ab??
Das ist grundsätzlich eine gute Idee, solange der Sachwert (die Immobilie) einen dauerhaften Werterhalt verspricht.
Silberistsoschoen hat geschrieben:Plane eigentlich den Hauskauf in den nächsten 1-2 Jahren.
Unabhängig von den Bankzinsen gibt es doch sicher Aspekte die auch eine Rolle spielen. Wer kennt sich damit aus??
Wichtig ist, dass in der aktuellen Wirtschaftssituation kein Kredit aufgenommen werden muss.
Die Immobilie sollte aus eigenen Mitteln finanziert werden können.

Beitrag 14.09.2011, 19:33

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Ladon
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Auch hier lohnt ein Blick in die Geschichte:
Nach dem 1. WK wurden die weginflationierten "Gewinne" aus Immobilienbesitz teilweise im Nachhinein versteuert. "All in" konnte unter Umständen das Genick brechen.
Höflichkeit ist keine Schwäche - Empathie ist keine Dummheit - Moral ist nicht moralinsauer

Beitrag 14.09.2011, 19:49

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Goldhamster79
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Schulden werden Dir wohl bleiben, dazu Zwangshypotheken oder sonstige Schweinereien plus Wertverluste in der Zeit davor mit Gefahr einer Nachsicherungsforderung der Bank und ggf. Versteigerung durch selbige, ideale Idee also ;)
Immobilien
Wie der Name schon sagt, nicht mobil und dank Zensus 2011 jetzt auch staatlich natürlich vollkommen ohne Hintergedanken detailliert erfasst. Früher oder später könnte es zu finanziellen Rückgriffen auf die “reichen” Immobilienbesitzer kommen. Dazu kommt eine wohlstands- und kreditgeschuldete Überbewertung die einem zukünftigen Wegfall von Arbeitsplätzen gegenüberstehen könnte. Zum Thema Rückgriff auf Immobilien sei ein Beitrag von Andreas Popp empfohlen: http://www.wissensmanufaktur.net/zwangshypothek
Quelle ist mein Artikel unter http://www.rottmeyer.de/platin-als-alternative-zu-gold/

Nähere Ausführungen heute nicht mehr :wink:
Falls Sie in einem Land leben, in dem Sie für das Fischen ohne Anglerschein bestraft werden,
jedoch nicht für den illegalen Grenzübertritt ohne gültigen Reisepass,
dann haben Sie das volle Recht zu sagen, dieses Land wird von Idioten regiert.
M. Zeman

Beitrag 14.09.2011, 20:52

tranceaddict
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meine theorie dazu ist folgende.

steigende arbeitslosigkeit => mehr zwangsverkaufte immobilien => sinkender preis

wenn viele völlig am arsch sind dann ist ne option gold gegen immobilie einzutauschen aber in der jetzigen situation halte ich eine immobilie für keine gute anlage.
besonders nicht auf pump

Beitrag 14.09.2011, 20:56

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31,1
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tranceaddict hat geschrieben:meine theorie dazu ist folgende.

steigende arbeitslosigkeit => mehr zwangsverkaufte immobilien => sinkender preis

wenn viele völlig am arsch sind dann ist ne option gold gegen immobilie einzutauschen aber in der jetzigen situation halte ich eine immobilie für keine gute anlage.
besonders nicht auf pump
smilie_01

Gruß 31,1
Sei gut zu Deinen Kindern - sie suchen dein Pflegeheim aus.

Beitrag 14.09.2011, 21:04

halligalli
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Registriert: 30.11.2010, 23:18
Zwangshypotheken mit EM decken ?
Hm, dann wird offensichtlich wer welches hatte.
Das wird sicherlich durchleuchtet werden, wenn jemand plötzlich 'ne Hypothek von 20 T Euro decken kann.
Und wenn' s zeitgleich ein Goldverbot gibt ?
Ja, jedenfalls werden sich die Multi-Häusles-Besitzer noch vergucken.
Weiss nicht, wer dann besser dasteht: der, der eh nichts hatte oder dem, dem sauer Verdientes wieder genommen wird.
Ich schau mir vorsichtshalber mal die beste Brücke in der Umgebung an... smilie_04

Beitrag 14.09.2011, 21:25

halligalli
10 Unzen Mitglied
Beiträge: 148
Registriert: 30.11.2010, 23:18
Noch etwas: wie war das denn bei den letzten Zwangshypotheken -
mussten sie im Laufe eines bestimmten Zeitraumes beglichen werden ? Oder können sie 'vererbt' werden ?
Muss der Erbe halt mit weniger auskommen,wenn er die Immobilie verkauft; aber jedenfalls müsste sie dann zu Lebzeiten nicht zwangsversteigert werden.

Fiel eine Zwangshypothek nur bei bereits bezahlten Immobilien an oder bei allen ?

Beitrag 14.09.2011, 22:02

liam
10 Unzen Mitglied
Beiträge: 131
Registriert: 16.09.2010, 18:02
Kommt auf viele Varianten an:
- a und o ist Arbeit
- bleibt meine Arbeit oder kann ich immer Arbeit im Umkreis meiner Immobilie finden
- welche finanziellen Belastungen kann meine Familie aushalten
- wieviel Lebensqualität (Reisen, Möbel, Kleider) brauche ich
- Wirtschaftslage (Politik)
- wie lange muß ich abzahlen (unsichere Zeiten beachten)
- es muß unbedingt noch möglich sein, Geld auf die Kante legen (lange Krankheit, Auto usw.)
Ich weiß heute nicht, ob ich mich nochmal für eine Immobilie entscheiden würde. Man
ist in vielen Entscheidung sehr eingeschränkt. Neben den Raten muß man auch die Versicherungen,
Wasser, Strom, Abfall usw. beachten.

Die Entscheidung kann man niemand abnehmen, aber wenn ich damals in der Lage gewesen
wäre, alles zu sehen - hätte ich heute kein Haus.

Liam

Beitrag 15.09.2011, 00:12

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alibaba
Gold-Guru
Beiträge: 2159
Registriert: 05.01.2011, 18:35
halligalli hat geschrieben:Zwangshypotheken mit EM decken ?
Hm, dann wird offensichtlich wer welches hatte.
Das wird sicherlich durchleuchtet werden, wenn jemand plötzlich 'ne Hypothek von 20 T Euro decken kann.
Und wenn' s zeitgleich ein Goldverbot gibt ?
Ja, jedenfalls werden sich die Multi-Häusles-Besitzer noch vergucken.
Weiss nicht, wer dann besser dasteht: der, der eh nichts hatte oder dem, dem sauer Verdientes wieder genommen wird.
Ich schau mir vorsichtshalber mal die beste Brücke in der Umgebung an... smilie_

die erhöhen die Mieten und setzen die Schulden von der Steuer ab , der gemeine Mieter

trägt die Last von der unfähigen Politik und der Verschenkerorgasmen von Euroeisschirme smilie_02

so wie bei allen Fehlentscheidungen muss auch da das Volk den Kopf hin halten ,iss doch logisch smilie_02

oder haste schon mal gesehen das ein Politiker sein Kopf zu Markte trägt ,

da wird eher noch ein falsches Ehrenwort geflüsstert , wie bei Onkel Bill den Zigarrenverstecker smilie_02

" Monica haste meine Zigarre gesehn "

Gruss
alibaba (grins)
"unter 12 Jahre oder über 12 Jahre" nun bin ich drauf gekommen ,
reale zeitnahe Info's im eigenen Land werden von Kinder nicht erkannt ;
Ich bin für mein Textinhalt verantwortlich ,nicht für das was du verstehst .

Beitrag 15.09.2011, 06:17

chrom
10 Unzen Mitglied
Beiträge: 296
Registriert: 11.08.2011, 12:42
Falls es in D so weitergeht, werden sich die ein oder anderen ausländischen Mitbürger
zurück in ihr Abstammungsland absetzen, weil es ihnen dort besser geht.
Womöglich zieht bald die Türkei wirtschaftlich an uns vorbei. Bzw. wenn diese
einen Krieg mit Israel beginnen, werden wohl sehr viele "eingezogen" werden.
Viel Wohnraum wird frei.

Manche behaupten (Popp), wir haben jetzt schon eine Immo-blase, welche 2013/14 platzen wird.

Ein Haus sollte man sich leisten können! (Dirk Müller)
Wer sein leben lang mit Eigenleistungen das Haus Instand halten muss
macht sich zum Sklaven der Im-mobilie.
Am Samstag stehen die Häuslesbesitzer sehr früh im Baumarkt und geben Geld aus.
(Man kauft ja nicht das Schlechteste)
Dann nimmt man das Eingekaufte und arbeitet den ganzen Tag damit am Haus.
Und wenns nicht das Haus ist, dann ist es der Garten, Garage oder Vorplätze.

Alles in allem:
-Eigenleistungen,
-eingebrachte Zeit,
-Zins und Zinseszins (evtl. Damnum etc.)
-Reparaturen
-staatliche Forderungen
-viele schlaflose Nächte (psychische Belastung)

Von der Vernunft her ist absolut davon abzuraten.
Dieses Hobby muss man schon sehr lieben.
Und lasst ja keine Scheidung kommen.
(Blöd genug, wer heute als Mann noch heiratet etc..)

Und wenn der Häuslesbesitzer mit 60 alles abbezahlt hat,
dann dauert es nicht mehr lange, dann kommt das Pflegeheim!
Die Sterbeindustrie holt sich den Wert des Häusleins. Nix vererben.
Die Medizin läßt einen heutzutage ziemlich lange leben (leiden).
(Human sterben, darf eh nur der Hund oder die Katze)
Zumindest bis alles kassiert wurde.
Derjenige welcher nix hat - übernimmt das Sozialamt.
Und liegt im Bett nebenan.
Im Grunde ist das Haus mit der Riester zu vergleichen!
Dieses Kapital kommt in die Vermögensberechnung mit rein.

Die Banken freut das, dass der Immobiliensklave freiwillig den Wert des Hauses
durch Geld und körperliche Arbeit erhält. Schließlich gehört das Haus der Bank bis zur
letzten Rate.

Wer genügend Geld hat und alles machen lassen kann, und die Immo selber benutzt: Ok
Is wie ein Porsche, den man sich eben leisten kann oder nicht.
Die Sache mit der Steuerersparnis ist ein ganz großer Witz.

Und ne Eigentumswohnung, bei welche ich einzig der Besitzer der Luft zwischen den Tapeten bin
ist die Rentabilität noch schlechter.

Es ist natürlich individuell verschieden.
Der eine hat ne gute Finanzierung mit viel Eigenkapital und
geerbtem Bauland. Schwiegervater ist Bauunternehmer.

Der andere ist mittellos und hat keine Unterstützung.
Finanziert sein Haus womöglich zu 70% und alles Eigenleistung
(Forget it)

Ich schließe mit Voltaire:
In der einen Hälfte des Lebens opfern wir die Gesundheit, um Geld zu erwerben
in der anderen opfern wir Geld, um die Gesundheit wieder zu erlangen.
Und während dieser Zeit gehen Gesundheit und Leben von dannen.
Zuletzt geändert von chrom am 15.09.2011, 06:23, insgesamt 2-mal geändert.

Beitrag 15.09.2011, 06:18

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Rentner
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alibaba hat geschrieben:
halligalli hat geschrieben:Zwangshypotheken mit EM decken ?

die erhöhen die Mieten und setzen die Schulden von der Steuer ab , der gemeine Mieter

trägt die Last von der unfähigen Politik und der Verschenkerorgasmen von Euroeisschirme Gruss
alibaba (grins)

Ja, so einfach ist das !

Der Mieter kann zahlen oder unter eine Brücke ziehen.

Lange vor Goldinvestition kommt beim Rentner die Immobilie.

Mehr Wertbeständigkeit geht nicht.

Ev. vorhandene Schulden zahlt der
Mieter ab.

Gut, ein Risiko ist immer dabei, aber hier das kleinste. WENN die Immobilie in einer guten Lage steht, in gutem Zustand ist und mindestens 3 Zimmer hat.

Auch die Zwangshypothek nach dem Krieg war vom Betrag erträglich. Glaube (!!!) waren 8% vom Hauswert zu erträglichen Konditionen.




.


.
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Beitrag 15.09.2011, 07:24

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Ladon
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Ich fasse nochmal kurz zusammen, um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen:

Die sogenannte "Zwangshypothek" nach dem 2.WK wurde im Rahmen des Lastenausgleichsgesetzes geregelt. Die Begründung war, dass diejenigen, denen Besitz erhalten geblieben war (Grundbesitz, unbeschädigter Immobilienbesitz) zur Finanzierung von Aufbaudarlehen für Ausgebombte, Siedlungshilfe für Flüchtlinge, Investitionshilfen zur Existenzgründung herangezogen wurden.
Im allgemeinen "Zustand" des Zusammenhaltens und der gegenseitigen Hilfe, der die (West-)Deutschen in den Nachkriegsjahren geprägt hat, war die Zustimmung übrigens recht groß. Das Lastenausgleichsgesetz wurde mehrheitlich eben als Ausgleich, den diejenigen denen was erhalten geblieben ist an diejenigen, die alles verloren hatten zahlten, gesehen.
Letzten Endes war DIESE "Zwangshypothek" eine Art Sondersteuer auf Immobilien und Grundbesitz, nachdem die Währungsreform sehr einseitig die Besitzer von Geldvermögen gegenüber den Besitzern von Sachvermögen benachteiligt hatte.

In der Höhe habe ich mal was von im Endeffekt ca. 0,6% des "Nettowertes" gelesen. Über 30 Jahre lang musste das vierteljährlich gezahlt werden. Aber das kann man sicher im Bundesgesetzblatt recherchieren, wenn man will.

Edit(h) meint noch:
Zum Vergleich die Situation nach dem 1. WK. Hier wurde im Nachhinein mit der "Hauszinssteuer" der "Gewinn" den Immobilienbesitzer durch die Inflationsentschuldung gemacht hatten direkt besteuert, d.h. es wurde nicht pauschal der Immobilienbesitz herangezogen, sondern die tatsächliche die inflationsbedingte Entschuldung! Das muss nicht unerheblich gewesen sein. Ich meine mich zu erinnern, dass diese Steuer bis zu 1/5 der Einnahmen von Städten und Gemeinden ausmachte.
Das erscheint mir wichtig zu erwähnen, weil doch immer wieder welche von der wunderbaren Immobilienbesitzergreifung unt Entschuldung durch Inflation träumen! Die "Inflation" wird vorüber gehen ...
Zuletzt geändert von Ladon am 15.09.2011, 07:32, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag 15.09.2011, 07:25

silverlion
Es gibt aber auch die Möglichkeit einer staatlichen
Deckelung der Miete und Zwangseinquartierungen
etc., von wegen die Kosten auf den Mieter abschieben smilie_24

Beitrag 15.09.2011, 07:33

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Rentner
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Ladon hat geschrieben:In der Höhe habe ich mal was von im Endeffekt ca. 0,6% des "Nettowertes" gelesen. Über 30 Jahre lang musste das vierteljährlich gezahlt werden. Aber das kann man sicher im Bundesgesetzblatt recherchieren, wenn man will.
Es war jedenfalls kein Betrag der Hauseigentümer wesentlich belastet hat.

Und alle Mieter sind auch nach dem Krieg in den Wohnungen geblieben. Und es waren Einnahmen da!
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Beitrag 15.09.2011, 07:47

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Ladon
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Rentner hat geschrieben:...
Es war jedenfalls kein Betrag der Hauseigentümer wesentlich belastet hat.
...
Das war wohl so, bestätigt meine Mutter auch. Und ich weise nochmal darauf hin, dass der Zeitgeist damals auch ein "solidarischer" war. Ich glaube "Zwangshypothek" war damals eine wenig benutzte Vokabel und wird viel mehr heute in der Rückschau benutzt.

Wenn man allerdings darauf spekuliert hatte durch die Inflation die Immobilie zu finanzieren belastete das vielleicht schon!
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Beitrag 15.09.2011, 07:54

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niniel
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Registriert: 24.05.2011, 08:21
Wohnort: oberbayern
was ist bzw. war daran solidarisch wenn es mir als normal sterblichen als "zwangshypothek" aufs auge gedrückt wird?
ja früher war der zusammenhalt noch da.
ich mußte in den letzten drei jahren hier in der pampa lernen dass es sowas wie solidarität nicht gibt.
jeder ist sich selbst am nächsten.

traurig aber wahr smilie_04
the last goodbye is not always the end

Beitrag 15.09.2011, 08:00

halligalli
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Es gibt aber auch die Möglichkeit einer staatlichen
Deckelung der Miete und Zwangseinquartierungen
etc., von wegen die Kosten auf den Mieter abschieben
Eben, diese Möglichkeit gibt es auch noch.
Zwangseinquartierung, Überschuss an Leuten, die gar keine Miete mehr bezahlen können, Überschuss an Wohnraum, sodass man sich als Vermieter noch mit anderen streiten muss, wer die paar wirklich guten Mieter noch abbekommt.

Leute, heute ist ein schöner Tag, die Sonne scheint, es ist noch etwas zu essen im Kühlschrank, keine Kündigung im Briefkasten, mir tut nichts weh ... morgen wird's wohl noch genauso sein...und weiter soll man nicht sorgen.

Das Zitat weiter oben von Voltaire find' ich sehr ansprechend. danke.

Beitrag 15.09.2011, 08:01

liam
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Auch ich habe mich mit meiner Oma über diese Zeiten unterhalten.
Meine Oma hat mir erzählt, daß die Vertriebenen, die alles verloren hatten, meistens auch die
Männer, nicht gerne aufgenommen wurden. Die hätte man auch am liebsten weiter verjagt.
Vieles wurde nur unter Zwang erreicht (Politik), nicht aus Einsicht der Bevölkerung. Statt Solidarität
mußten viele Vertriebene Demütigungen erfahren.

liam

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