100g Goldbarren in Blisterpackung. Echtheit Prüfen?

Diskussion zum Thema Investieren in Goldmünzen oder Goldbarren, Vorteile und Risiken, Medien-Hype oder sicherer Hafen

Moderatoren: Ladon, Forum-Team

Beitrag 08.10.2019, 18:46

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amabhuku
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ckktwo hat geschrieben:
08.10.2019, 11:52
Hallo,

es gibt verschiedene Möglichkeiten geblisterte Barren etc. zu prüfen. Dies geht durch die Platikverpackung hindurch.

Eine Methode ist eine Magnetwaage. Hier wird der Diamagnetismus von Gold gemessen indem ein Magnet auf einer Waage plaziert wird und darüber ein Käfig der von der Waage entkoppelt ist. Wird ein diamagnetischer Gegenstand auf den Käfig gelegt wird der entkoppelte Magnet nach unten abgedrückt es entsteht auf der genullten Waage ein positives Gewicht.

Eine andere Methode ist ein Leitfähigkeitsmessgerät dass die Leitfähigkeit anhand eines Wirbelstromes der an das zu prüfende Objekt angelegt wird misst.

Beide Geräte werden von allen seriösen EM Händlern eingesetzt und liefern sichere Werte bei Barren bis mind. 100 Gramm. Bei größeren Barren gibt es noch Messmethoden die anhand der Schallausbreitung die homogenität des Materials prüfen

Grüße

ckktwo
Eine Leitfähigkeitsmessung funktioniert durch Blisterverpackung NICHT, das geht nur bei sehr dünner Folie (hauchdünn).
Allgemein, Leitfähigkeitsmessung hat nur Sinn bei Barren BIS 50g, um Feingehalt und Homogenität festzustellen.

Ultraschallmessung zur Homogenitätsbestimmung bei Barren nur AB 100g, der Barren hier mit 100g in Blistervepackung ist ein Grenzfall. Außerdem, ein dünn vergoldeter massiver Wolframbarren (bei alibaba zu beziehen) würde in Blister als homogen gemessen werden.

Fazit, seriöse Messung dieses Barrens nur mittels RFA. Alternativ durchsägen und Säurebestimmung.
Bei beiden Tests kommt man nicht drumrum, den Barren vorher aus dem Blister zu nehmen.

Auf der Website der ESG nachlesbar....

Übrigens, Schmelzgoldpreis ist doch verkraftbar. Besser als falsche Goldbarren im Blister mit sich rumschleppen.
Folien und Plastik ("Plaschte und Elaschte aus Schkopau") gehören in die gelbe Tonne, alternativ gelber Sack.
:mrgreen:

Beitrag 08.10.2019, 21:28

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Kursprophet
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Blister hin und her

aufmachen und prüfen auf jede erdenkliche Art und Weise
denn das Gold macht den Wert nicht das Plastik :lol:

Und wenns dann noch nicht klar ist dann eben die Astschere her und mal reingucken
danach nen eigenen netten Motivbarren draus gießen , oder ne Pyramide , nen Würfel ...what ever smilie_07

Wer dafür nicht das Werkzeug hat soll eben zum nächsten Goldschmied gehen und den mal bitten das einzuschmelzen , so ein 100gramm Gußgoldklumpen hat doch auch was

und vorallem nach wie vor seinen Wert smilie_02
Shitty wirds nur wenn dann wirklich Wolfram drinn is und nach dem auspacken wirds kaum möglich sein den Verkäufer in Haftung zu nehmen , bleibt wohl nur ein unabhängiges Gutachten erstellen zu lassen oder so !?

Beitrag 09.10.2019, 13:19

DagobertDuck001
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Ja danke an alle. Ehrlich gesagt habe ich mittlerweile keine Zweifel mehr daran dass er echt ist.
Die geprägten Barren schauen bei Heraeus wohl einfach so aus.
https://www.heraeus-gold.de/de/shop/pro ... n-gepraegt

Und wenn es Wolfram wäre, dann wäre der Barren magnetisch. Ich sehe nicht wie er nicht magnetisch sein kann, das richtige Gewicht haben und gleichzeitig aus Wolfram bestehen könnte. Selbst wenn nur ein geringer Teil aus Wolfram wäre, wäre er stark magnetisch und nicht diamagnetisch.

Beitrag 09.10.2019, 15:38

saho111
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DagobertDuck001 hat geschrieben:
09.10.2019, 13:19

Und wenn es Wolfram wäre, dann wäre der Barren magnetisch. Ich sehe nicht wie er nicht magnetisch sein kann, das richtige Gewicht haben und gleichzeitig aus Wolfram bestehen könnte. Selbst wenn nur ein geringer Teil aus Wolfram wäre, wäre er stark magnetisch und nicht diamagnetisch.

Wolfram ist auch nur schwach magnetisch (Paramagnetismus). Habe es selbst an einem Stab aus Wolfram ausprobiert. Mit so einem Neodym Magneten: 50x50x30mm, vernickelt, Grade N52 schwimmt Gold weg.

Ansonsten hast Du alles richtig gemacht.

Beitrag 09.10.2019, 18:22

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amabhuku
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saho111 hat geschrieben:
09.10.2019, 15:38
DagobertDuck001 hat geschrieben:
09.10.2019, 13:19

Und wenn es Wolfram wäre, dann wäre der Barren magnetisch. Ich sehe nicht wie er nicht magnetisch sein kann, das richtige Gewicht haben und gleichzeitig aus Wolfram bestehen könnte. Selbst wenn nur ein geringer Teil aus Wolfram wäre, wäre er stark magnetisch und nicht diamagnetisch.

Wolfram ist auch nur schwach magnetisch (Paramagnetismus). Habe es selbst an einem Stab aus Wolfram ausprobiert. Mit so einem Neodym Magneten: 50x50x30mm, vernickelt, Grade N52 schwimmt Gold weg.

Ansonsten hast Du alles richtig gemacht.
Genau, nur Kobalt, Nickel und Eisen ist magnetisch.

Beitrag 09.10.2019, 19:16

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Kursprophet
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und Dummheit die ist auch irgendwie magnetisch
stößt sich vom Gegenteil ab und zieht ihresgleichen an
neigt zur Verklumpung

siehe

FFF
Extinction Rebellion
Grüne

etc

Beitrag 09.10.2019, 19:38

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amabhuku
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Da ist was dran.....

Der wichtigste Fakt wurde aber vor lauter Prüfungen und Prüfbarkeit vergessen: Die Haltbarkeit von 100g Goldbarren ist sehr gering, wenn du nicht aufpasst ist er wech......

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