Differenz zwischen An- und Verkauf von Goldbarren zu hoch.

Diskussion zum Thema Investieren in Goldmünzen oder Goldbarren, Vorteile und Risiken, Medien-Hype oder sicherer Hafen

Moderatoren: Ladon, Forum-Team

Beitrag 08.07.2010, 08:02

Fluxi
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Hatte mich bei einer sehr renomierten Scheideanstalt erkundingt wie hoch der Unterschied zwischen An+Verkauf von Goldbarren ist.
Nimmt man einen großen Barren von 1Kg so liegt die Differenz bei ca. 8%. Das ist däftig.
Bei kleineren Barren kommen noch mehr Kosten zusammen.
Auf die Frage warum das so hoch ist erkärte man mir: Wenn sie ein neues Auto kaufen ist es an nächsten Tag auch schon viel weniger wert. Der Vergleich mit dem Auto ist etws dümmlich. Gold altert nicht . Es kommt auch kein neues Model auf den Markt.
Auf meine Frage was den beim Ankauf noch an Arbeit zu leisten ist, kam die Antwort : keine
Der Barren ist nicht aufwendig zu analysieren,weil er eingeschweißt ist und ein Zertifikat beiliegt. Eine chem. Analyse würde deshalb nicht durchgeführt. Zudem gibt es evtl. eine Unterlage wann, wo und von wem der Barren erworben wurde.
Warum ist den dann die Differenz zwischen An+Verkauf so hoch?
Gibt es preiswertere Möglichkeiten Gold zu kaufen?

Grüße Fluxi

Beitrag 08.07.2010, 09:26

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Eine Differenz von 8% bei einem Kilobarren ist schon beträchtlich. Es gibt sicherlich einige Händler, auch Online-Händler, die 1kg-Barren für unter 3% Aufschlag anbieten.

Und beim Verkauf solltest du für einen vernünftig erhaltenen Barren immer mindestens den Spotkurs dafür erhalten.

Für den Fall, dass du weniger als 1.000.000 € anzulegen hast, würde ich allerdings eher von einem Investment in Kilobarren absehen :?

Beitrag 08.07.2010, 09:34

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Depot-Inhaber hat geschrieben:Eine Differenz von 8% bei einem Kilobarren ist schon beträchtlich. Es gibt sicherlich einige Händler, auch Online-Händler, die 1kg-Barren für unter 3% Aufschlag anbieten.
Die Stadtsparkasse München liegt bei einem 1 kg-Goldbarren bei einem Spread von rund 2,5 %:
https://www.sskm.de/sskmssl/sskmssl_pro ... /WWWEM.pdf

Über einen Privatverkauf sollte der Mittelwert zwischen dem aktuellen An- und Verkaufskurs zu erzielen sein, du müsstest also mit einem Verlust von 1,25 bis 1,5 % rechnen (bei einem Barren von der "Good delivery"-Liste, original eingeschweisst und mit Zertifikat und natürlich mit Eigentumsnachweis/Kaufrechnung mit Seriennummer).

Beitrag 08.07.2010, 11:46

MapleHF
... ich habe mir gerade mal meine Rechnung von 2008 (von einem renomierten Edelmetallhändler) angesehen. Da stehen die Seriennummern nicht auf der Rechnung.

MapleHF

Beitrag 08.07.2010, 11:55

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MapleHF hat geschrieben:... ich habe mir gerade mal meine Rechnung von 2008 (von einem renomierten Edelmetallhändler) angesehen. Da stehen die Seriennummern nicht auf der Rechnung.

MapleHF
Wenn ein Artikel eine Seriennummer hat, dann gehört diese selbstverständlich mit auf die Rechnung (der gekaufte Artikel ist eindeutig zu bezeichnen). Wenn ein Rechnungsaussteller bei solchen Selbstverständlichkeiten Ärger macht, dann kaufe ich woanders.

Beitrag 08.07.2010, 11:58

MapleHF
... offen gestanden hatte ich darauf nicht geachtet. Mir war wichtig, dass ein Zertifikat dabei ist.

Erst durch diesen Thread bin ich auf das Theme "Seriennummer auf der Rechnung" gekommen.

MapleHF

Beitrag 08.07.2010, 12:08

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MapleHF hat geschrieben:... offen gestanden hatte ich darauf nicht geachtet. Mir war wichtig, dass ein Zertifikat dabei ist.

Erst durch diesen Thread bin ich auf das Theme "Seriennummer auf der Rechnung" gekommen.

MapleHF
Nehmen wir an, der Goldbarren und/oder das Zertifikat wären gefälscht, wie willst du dann beweisen, wo du den Goldbarren gekauft hast, wenn die Seriennummer des Goldbarrens nicht auf der Rechnung steht? Für die Echtheit garantieren muss nach deutschem Recht immer der Verkäufer, nicht irgendein (womöglich auch noch ausländischer) Aussteller irgendeines "Zertifikates". Den Aussteller des "Zertikates" kenne ich meistens nicht und ausserdem habe ich mit dem keinerlei vertragliche Beziehung, so dass ich aus dem "Zertifikat" auch keinerlei Rechte herleiten kann.

Eine korrekte und vollständige Kaufrechnung hat daher rechtlich eine wesentlich höhere Bedeutung, als irgendein "Zertifikat". Im übrigen auch, wenn der Goldbarren mal gestohlen werden sollte und man gegenüber einer Versicherung oder der Polizei Eigentumsnachweise erbringen muss.

Beitrag 08.07.2010, 12:35

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999.9
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Datenreisender, das ist vielleicht bei einigen Händlern so, generell ist so etwas aber nicht üblich.

Kilobarren werden auch von Banken einfach abverkauft OHNE die Seriennummer auf dem einzelnen Kaufbeleg explizit zu erwähnen.

Die Echtheit eines Barrens ergibt sich auch nicht zwingend aus irgendeiner beigefügten Rechnung, noch ist sie eine wirkliche Echtheitsgarantie.

Bei großen Edelmetallhändlern kann man sich noch nicht mal den Barren aussuchen, ja man weiß noch nicht mal von welcher Firma er hergestellt wurde beim Zeitpunkt des Kaufes.
Nichts hasst der im Denken geschulte mehr als die Negation der Logik.
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Beitrag 08.07.2010, 12:38

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999.9
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Depot-Inhaber hat geschrieben:Für den Fall, dass du weniger als 1.000.000 € anzulegen hast, würde ich allerdings eher von einem Investment in Kilobarren absehen :?
Wieso das denn?

Ein Kilo Gold kostet knapp 31.000 €, was hat das mit der zwingenden Anlagesumme von 1 Million € zu tun?

Ich kenne einfache Angestellte, die haben auch Kilobarren Au.

Was ist daran jetzt der Denkfehler?
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Beitrag 08.07.2010, 12:45

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999.9 hat geschrieben:Datenreisender, das ist vielleicht bei einigen Händlern so, generell ist so etwas aber nicht üblich.

Kilobarren werden auch von Banken einfach abverkauft OHNE die Seriennummer auf dem einzelnen Kaufbeleg explizit zu erwähnen.
Ich kenne das anders. Muss der Kunde halt im Zweifel auch einfach verlangen. Grundsätzlich gehören die Seriennummern aller Artikel, die Seriennummern haben, auch auf die Rechnung, egal ob es sich um Goldbarren, Fahrräder, Autos, Fernseher, Handys oder Notebooks handelt.
999.9 hat geschrieben:Die Echtheit eines Barrens ergibt sich auch nicht zwingend aus irgendeiner beigefügten Rechnung, noch ist sie eine wirkliche Echtheitsgarantie.
Das ist richtig, allerdings muss nach deutschem Recht der (gewerbliche) Verkäufer die Echtheit des Goldbarrens garantieren. Meine Rechte als Käufer gegenüber dem Verkäufer kann ich jedoch nur dann durchsetzen, wenn ich die Herkunft eines Barrens auch zweifelsfrei nachweisen kann.
999.9 hat geschrieben:Bei großen Edelmetallhändlern kann man sich noch nicht mal den Barren aussuchen, ja man weiß noch nicht mal von welcher Firma er hergestellt wurde beim Zeitpunkt des Kaufes.
Das ist unterschiedlich. Bei vielen Versandhändlern/Onlineshops wird der Hersteller durchaus mit angegeben, dann habe ich auch Anspruch auf den entsprechenden Barren. Und bei einem Tafelgeschäft, egal ob in einer Bankfiliale oder einer Filiale eines Edelmetallhändlers, kann ich mir selbstverständlich einen Barren aussuchen.

Beitrag 08.07.2010, 13:14

MapleHF
... um die Echtheit mache ich mir bei dem Händler keine Gedanken.

Und 31.000 hat er pro Stück 2008 auch nicht gekostet, sonder 18.595,27 € :D

MapleHF

Beitrag 08.07.2010, 13:19

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MapleHF hat geschrieben:... um die Echtheit mache ich mir bei dem Händler keine Gedanken.
Aber möglicherweise gibt es Probleme bei einem Verkauf oder bei einem Diebstahl/Einbruch, wenn ein Herkunfts- und Eigentumsnachweis nicht erbracht werden kann.

Beitrag 08.07.2010, 13:24

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999.9
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Rechnung nebst Fotos reichen den meisten Versicherern als Eigentumsbeweis aber vollkommen.

Hatten wir bei silber.de auch mal im Vergleich, was bereits die normale Hausrat so alles abdeckt und wo evtl. eine zusätzliche Erhöhung der Versicherungssumme nötig ist.

Verkehrt ist eine zusätzliche Dokumentation natürlich auch nie.

smilie_24
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Beitrag 08.07.2010, 18:12

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Goldmaus
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999.9 hat geschrieben:Hatten wir bei silber.de auch mal im Vergleich, was bereits die normale Hausrat so alles abdeckt und wo evtl. eine zusätzliche Erhöhung der Versicherungssumme nötig ist.
* Gute Hausratversicherung?! - bei Gold.de
* tresor empfehlen - bei Silber.de
999.9 hat geschrieben:Verkehrt ist eine zusätzliche Dokumentation natürlich auch nie.
* Quittung bei Privatverkauf
• Goldmaus Münzinvest
[ http://goldmaus.muenzinvest.de ]

Beitrag 08.07.2010, 19:33

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999.9 hat geschrieben:Wieso das denn?

Ein Kilo Gold kostet knapp 31.000 €, was hat das mit der zwingenden Anlagesumme von 1 Million € zu tun?

Ich kenne einfache Angestellte, die haben auch Kilobarren Au.

Was ist daran jetzt der Denkfehler?
Angenommen, du hast 1.000.000€ und möchtest in Gold anlegen, dann bekommst du dafür rund 30 Kilobarren als Langfristinvestment/Spekulation. In den Tresor und gut ist.

Hast du aber "nur" 31.000€ und kaufst dir davon einen solchen Barren, dann ist das am falschen Ende gespart, Stichwort unpassende Stückelung. Mehr als einer hat es aus meiner Erfahrung schon bereut, dass er nicht ein paar Prozent mehr bezahlt hat und später unter zusätzlichen Gebühren umgetauscht. Abgesehen davon greift das Geldwäschegesetz hier.

Wenn man natürlich einen Kilbarren kauft, weil man unbedingt einen solchen haben will, dann ist das völlig OK, ein schöner Briefbeschwerer macht schon was her smilie_01

Viele Grüße
Zuletzt geändert von Depot-Inhaber am 08.07.2010, 21:30, insgesamt 1-mal geändert.

Beitrag 08.07.2010, 20:36

MapleHF
... und ich dachte schon ich sei versnobbt, weil ich einen kg-Barren Silber als Briefbeschwerer nutze :D

MapleHF

Beitrag 08.07.2010, 20:37

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999.9
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Manche haben auch Platin-Dinger. :shock:

Das ist dann schon dekadent.

:lol:
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Beitrag 08.07.2010, 22:06

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Götz von Berlichingen
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Wohl noch mit Diamanten besetzt, was?

Sachen gibts...naja Jedem das Seine.
"Unser großer Landsmann Götz sprach: jetzt geht die Sache letz, aber - eh ich soll verrecken, könnt ihr mich am Arsche lecken. Goethe hört dies große Wort, gibt ihm einen Dichterhort, und er schafft mit dieser Tat Deutschlands häufigstes Zitat."

Beitrag 02.08.2010, 13:45

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tdklaus
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Sorry wenn ich das hier nochmal aufwärme, ich habe ein ähnliches Problem, dessen
einer Aspekt hier gut reinpasst.

Zwei Barren von zwei Händlern, ohne Zertifikat, und bei beiden Rechnungen steht die Seriennummer
nicht drauf.

Auch wenn ich beiden Händlern vertraue, ich finde schon, die Seriennummer gehört auf die Rechnung.

Nur mal angenommen:

Barren 1 von Händler A erweist sich irgendwann als Fälschung, Händler A schon lange im Knast und nichts mehr zu holen.

Barren 2 von Händler B ist ok, Händler B ist ehrlich und immer noch im Geschäft.
Was hindert mich, von Händler B Ersatz für den gefälschten Barren 1 zu fordern? Eine Rechnung über
einen nicht näher bezeichneten Barren passenden Gewichts habe ich ja von ihm...

Was ich damit eigentlich sagen will: es müßte doch auch im guten eigenen Interesse der Händler sein,
die Schmelze/Seriennummer des gelieferten Barrens auf die Rechnung zu schreiben.

Warum ist das dann unüblich / muß man als Kunde extra danach fragen?

danke für Aufklärung
tdklaus

Beitrag 02.08.2010, 14:49

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Goldmaus
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tdklaus hat geschrieben:Was ich damit eigentlich sagen will: es müßte doch auch im guten eigenen Interesse der Händler sein, die Schmelze/Seriennummer des gelieferten Barrens auf die Rechnung zu schreiben.

Warum ist das dann unüblich / muß man als Kunde extra danach fragen?

danke für Aufklärung
tdklaus
In der Regel, wenn man etwas anbietet, macht man es ohne die Seriennummern. Sie gehören zur Beschreibung des Produkts nicht. Deswegen werden sie oft auf der Rechnung nicht geschrieben.

Allerdings würde ich es machen. Das würde nicht nur im eigenen Interesse sein aber auch des Käufers.

Mit Münzen ist es anders, weil sie normalerweise keine Seriennummer darauf haben.
• Goldmaus Münzinvest
[ http://goldmaus.muenzinvest.de ]

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