Erster Anlagegoldkauf - Bitte um Feedback zu meinen Gedanken

Diskussion zum Thema Investieren in Goldmünzen oder Goldbarren, Vorteile und Risiken, Medien-Hype oder sicherer Hafen

Moderatoren: Ladon, Forum-Team

Beitrag 11.03.2019, 22:00

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VfL Bochum 1848
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@Carloz

Danke, wieder was gelernt, konsequenterweise sollte man um die genannten Jahrgänge einen Bogen machen.
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Beitrag 11.03.2019, 22:58

HansBF
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Sapnovela hat geschrieben:
11.03.2019, 18:03
VfL Bochum 1848 hat geschrieben:
11.03.2019, 14:04
Vor allem für Newbies ein relativ interessanter Artikel über das Vreneli...


Gold-Investment: Darum ist die Vreneli-Münze ein Hit!

Neben den klassischen Gold-Anlagemünzen zu einer Unze setzen erfahrene Investoren auch auf kleinere Goldeinheiten, die ebenfalls nahe am Goldpreis zu kaufen sind und die in einer möglichen Krise entscheidende Vorteile bieten können. Das Schweizer Vreneli gehört dazu:

https://www.goldreporter.de/gold-invest ... old/82217/
Es ist nicht alles Gold was glänzt, auch beim Vreni nicht.
Bei den Jahrgängen 47, 49 und 35 L(ingot) ist der Käuferkreis eingeschränkt, da diese aus Zahlgold aus KZs sein sollen. Ältere Jahrgänge, die zudem eine geringere Auflage haben, sind daher klar zu bevorzugen.

Andererseits haben die USA kein Problem damit gehabt die Wissenschaftler der "Mörder Nazis" in die USA zu holen um da für sie zu Arbeiten, von den ganzen Patenten die sie Deutschland gestohlen ganz zu schweigen .
Wo bleibt da der Aufschrei.
Johann Saiger sagte in einem Video das damals so viel negativ Propaganda gemacht wurde und nachdem das Böse Nazigold in den Richtigen Händen war, war es plötzlich auch kein Böses Nazigold mehr.
Heuchelei nennt man so was

Beitrag 12.03.2019, 00:26

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gullaldr
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VfL Bochum 1848 hat geschrieben:
11.03.2019, 22:00
@Carloz
Danke, wieder was gelernt, konsequenterweise sollte man um die genannten Jahrgänge einen Bogen machen.
Umso besser. Je weniger Käufer auf der einen Seite, umso günstiger kommt der andere an die Ware. Mir kann es recht sein.

Jetzt mal ernsthaft. Niemand kauft hier die Zähne, die gerade einem Ermordeten aus dem Mund gerissen wurden und an denen noch das Zahnfleisch hängt.

Es wird nun darüber spekuliert, dass in den Vreneli ein Anteil von Zahngold enthalten sein könnte.

Angeführte Quelle 1:
"Englische Wissenschaftler fanden jetzt in zwei Münzen extrem hohe Quecksilberwerte – womöglich steckt in den `Vrenelis´, die bis heute gültig sind, Zahngold von Ermordeten."

Angeführte Quelle 2:
"Abrechnungen der Schweizerischen Nationalbank mit der Eidgenössischen Münzstätte zeigen nun, dass solche Barren mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sowohl in die 1947er wie in die 1949er Vreneli eingingen."

Also, es gab Barren. Von denen sind womöglich oder wahrscheinlich Teile in den Guss der Vrenelis eingeflossen. Wo hoch der Anteil dieses Zahngoldes an besagten Vrenelis ist, weiß heute keiner mehr. 80%, 40%, 10%?

Viele hier kaufen Gold, aber wie sieht es denn mit der Vergangenheit der scheinbar ganz pazifistisch erworbenen Goldmünzen aus?
Mit der 1 Oz Philharmoniker zum Beispiel, die in ihrer Historie bereits 5 mal umgeschmolzen wurde? Ursprünglich wurden vielleicht 25% des darin enthaltenen Goldes von einem Conquistator im heutigen Peru erworben, der dafür 10 Indios den Kopf eingeschlagen hat. Oder mit dem 20 Franc Napoleon? Das Gold geraubt aus dem Chateau einer gräflichen Familie, die unter der Guillotine landete, dann eingeschmolzen und mit dem Konterfei des Empereurs versehen? Oder wie viel Zahngold von Gulag-Häftlingen findet sich eigentlich in russischen Goldmünzen? Von antiken Sammelbeständen ganz abgesehen. Da dürfte viel gemordet und gequält worden sein für die Stücke, die heute in den Alben unserer Numismatiker liebevoll bewundert werden.

Geschichte ist nun einmal Mord und Totschlag gewesen. Wer ganz politisch korrekt sein will, muss eben Überaschungseier-Figuren aus Plastik sammeln oder - noch besser - Muscheln am Strand.

Aber, wie gesagt, niemand sei abgehalten nicht zu kaufen. Umso besser.

Beitrag 12.03.2019, 09:47

Herebordus
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Mein Tip: Bleib bei bekannten Münzen, die man im Notfall überall wieder verkaufen kann. Damit sind besonders Krugerrand gemeint. Du kannst damit wenig falsch machen.

Beitrag 12.03.2019, 11:01

kribelboble
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Ein nicht unbedeutender Anteil des mittelalterlichen Goldes in Mitteleuropa kam letzendlich von ermordeten Inkas, Mayas, indigenen Völker in Amerika. Es wurde entwendet, die Völker betrogen hundertausende wegen des Goldes (vordergründig der Religion) ermordet, geschädet und vernichtet.
All dieses Gold ist in den europäischen Bestand des Goldes gekommen. Im späten Mittelalter ist Europa schier von Blut-Gold geflutet worden, dieses Gold ist in allen historischen Münzen Europas eingeflossen.
Heutiges Gold beruht oft auf Ausbeutung, Umweltzerstörung, Recourcenverbrauche primärenergie.
Wir alle die Gold horten, sammeln, besitzen wissen dies und akzeptieren es.

Wenn es wirklich so ist dass manche Jahrgänge der Vrenelies erhöhte Quecksilberspuren wegen der Plomben ermordeter Juden aufweist, dann ist das ein großartiges Zeitzeugnis die das Vergessen der schrecklichen Taten der deutschen unumkehrbar und für immer (solange es die Vrenelies gib) beweisbar macht.

Solche Dinge beeinflussen aber sicherlich nicht den Wert des Goldes und sollten Sammler nicht von diesen Jahrgängen abhalten.
Im Gegenteil ein Zeitzeugnis. Sehr interessant ... werde mal Nachrecherchieren.

Beitrag 12.03.2019, 11:55

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VfL Bochum 1848
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kribelboble hat geschrieben:
12.03.2019, 11:01
....Wenn es wirklich so ist dass manche Jahrgänge der Vrenelies erhöhte Quecksilberspuren wegen der Plomben ermordeter Juden aufweist, dann ist das ein großartiges Zeitzeugnis die das Vergessen der schrecklichen Taten der deutschen unumkehrbar und für immer (solange es die Vrenelies gib) beweisbar macht.

Solche Dinge beeinflussen aber sicherlich nicht den Wert des Goldes und sollten Sammler nicht von diesen Jahrgängen abhalten.
Im Gegenteil ein Zeitzeugnis. Sehr interessant ... werde mal Nachrecherchieren.

Auch wieder richtig.

Falls Du noch was interessantes zu dem Thema findest teil es uns bitte mit, ich bin auch historisch interessiert.

Als Ergänzung: In den KZ wurden neben Juden auch andere Verfolgte ermordet: Homosexuelle, Regimegegner, religiös und politisch Verfolgte, "Asolziale und Berufsverbrecher", etc.
Hinzu kommen die Ermordeten der Euthanasie, deren Zahngold nachweislich auch geraubt wurde.
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Beitrag 12.03.2019, 12:08

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Argentum Amicum
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Interessant welchen Verlauf die Antworten zu meiner Fragestellung aus dem Vorjahr nehmen.

Die Frage, welchen Anteil Anlagegold aus historischen Begebenheiten haben könnte, habe ich mir tatsächlich noch nicht gestellt.

Bedeutet dies, dass man aus ethischen Gründen bestimmte Münzen oder spezielles Gold nicht erwerben sollte?

Sollte man es -gegenteilig gesehen- allerdings gerade dann erwerben und vorhalten, wenn man die Erinnerungen historischer Begebenheiten aufrecht erhalten möchte?

Ohne zynisch werden zu wollen, frage ich mich, ob wir dann Bananen dann auch nicht mehr im Supermarkt, sondern nur noch als Fairtrade-Banane im Biomarkt kaufen müssten?
Gleiches gilt für Schokolade, Kaffee und Unmengen anderer Güter des täglichen Lebens wie Kleidung etc.

Wo fängt man damit an, wo hört man auf?

Wohlmöglich muss das jeder für sich ganz individuell beantworten.
Viele Grüße
Argentum Amicum

Beitrag 12.03.2019, 14:32

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lifesgood
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Argentum Amicum hat geschrieben:
12.03.2019, 12:08

Bedeutet dies, dass man aus ethischen Gründen bestimmte Münzen oder spezielles Gold nicht erwerben sollte?
... wenn man sieht, welche Umweltsauereien beim Goldabbau passieren, ist das ethisch auch nicht einwandfrei. Bliebe dann höchstens noch Flussgold.

lifesgood

Beitrag 12.03.2019, 15:16

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Sapnovela
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Argentum Amicum hat geschrieben:
12.03.2019, 12:08

Wo fängt man damit an, wo hört man auf?

Wohlmöglich muss das jeder für sich ganz individuell beantworten.
Das ist wohl so.
Um beim Thema zu bleiben: Bei den Vrenis halte ich die Zahlgold-Thematik für einen echten Nachteil eines ansonsten guten Produktes. Daher bevorzuge ich klar die älteren Jahrgänge. Soll ja Händler geben, die vom Service her so was auch möglich machen.
Meine Bewertungen:
empfehlungen-bewertungen-fuer-mitgliede ... 7-s20.html

Beitrag 13.03.2019, 14:39

kribelboble
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Einen kleinen (englischen) Beitrag über die Vrenelis. Dort wird auch auf vermeindliche Quecksilbergehalt einiger L-Prägungen eingegangen.

http://numistoria.altervista.org/blog/?p=10131

Ergo. Nix genaues weiß man nicht. Es wird verwiesen auf eine englischen Fernsehbericht wo zwei britische Wissenschaftler einen erhöhten Quecksilbergehalt in Vrenelis gefunden haben wollen. Leider habe ich die Originalquelle bisher noch nicht gefunden. Somit "vom hören sagen" und kein wissenschftlich belegte Quelle bisher.

Ergebnis:
Die Aussage soll in der britische Dokumentation: "History Channel: "Dead Men's Secrets - Tracking Nazi Gold" gemacht worden sein. (gesendet wohl um die 2005). Werde mir aber jetzt nicht die 2006 erschienene DVD im Gebrauchtmarkt besorgen.

Ist also tatsächlich möglich dass diese Aussage stimmt.

Beitrag 13.03.2019, 14:57

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VfL Bochum 1848
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@kribelboble

Danke, poste bitte was Du noch so in Erfahrung bringst.

Ich hab noch einen leider nicht so ergiebigen Artikel aus dem Focus von 1997 (!) gefunden:

https://www.focus.de/panorama/boulevard ... 66321.html
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Beitrag 13.03.2019, 16:37

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Ladon
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Da es 1939 keinerlei Gold in der Reichsbank mehr gab ...
- das ist durch den Brief von Schacht an Hitler selbst fraglos -
... ist alles von da ab Raubgold - oder "Totengold".
Die (unfassbare) Menge des "Totengoldes" ist relativ leicht nachzuweisen, weil es über das sogenannte "Melmerkonto " gewaschen wurde. So etwas war Aufgabe der vielen "Eichmanns" der Diktatur und die haben das pingelig genau gemacht.

Danach wird es etwas schwieriger. Die Reichsbank hat es nämlich in (zum Teil rückdatierte) Barren gegossen.

Da nach dem Krieg wieder kein Gold bei der Reichsbank war (die hatte immer noch eine Menge ausländischer Aktionäre, die das gern gesehen hätten) und es keine geheimen "Staatstresore" gegeben hat, ist folglich zwischen '39 und '45 jedes Gramm, egal woher und wie geraubt, in Barrenform wohl für die kriegswichtigen Importe ins Ausland gegangen.
Dort verliert sich logischerweise die Spur.
Ob die Barren bei den Zentralbanken (v.a. der Schweiz, als Makler in Kriegszeiten) noch immer liegen oder zu Münzen verarbeitet worden sind, ist ohne jeden einzelnen Barren und seinen Weg zu kennen, nicht herauszufinden.
Andere gibt es schon genug

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