Komplette Papier Geld in EM anlegen ?

Diskussion zum Thema Investieren in Goldmünzen oder Goldbarren, Vorteile und Risiken, Medien-Hype oder sicherer Hafen

Moderatoren: Ladon, Forum-Team

Beitrag 22.12.2019, 10:15

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Oliver
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Wäre mein Vermögen im 7 stelligen Bereich angesiedelt ...würde ich meine Koffer packen und - raus aus der EU und Europa. Da dem nicht so ist, bleibt es zunächst so wie es ist. Selbst genutztes Wohneigentum - 50 : 50 EM und Buntes papier in cash und auf dem Girokonto. Nix Aktien Investment oder vergleichbares. Allerdings schaue ich mich länger schon auf dem Markt nach einer Imobilie zu vermietungszwecken um. Jedoch ist der Markt Leer - entweder Schrott - zu teuer - oder falsche Gegend. Mein alter ( 50 )spielt natürlich auch eine Rolle.... die kids sind in den nächsten 5 jahren wohl auch Flügge :roll:
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Beitrag 22.12.2019, 11:09

Klecks
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@ Oliver: Nur als gut gemeinter Rat: Lies dir deine eigenen Posts mal durch und überlege dir, ob du wirklich so viele persönliche Details in Web stellen möchtest.
Ist nicht böse gmeint. Ich bekomme nur immer wieder Bauchschmerzen, wenn ich neben einem Nickname, der Rückschlüsse auf den Wohnort zulässt, auch noch regelmäßig Details über Alter, Vermögen und Lebensumstände lese. Vor allem in einem Forum mit terror- und geldwäscheverdachtigem Thema.
Noch vor zwei Jahren hätte ich jetzt den Ironie-Smiley gesetzt. Heute wäre der fehl am Platz.
Das Leben ist zu kurz, um alle Fehler selber zu machen.

Beitrag 22.12.2019, 11:14

Salami6
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Oliver hat geschrieben:
22.12.2019, 10:15
Wäre mein Vermögen im 7 stelligen Bereich angesiedelt ...würde ich meine Koffer packen und - raus aus der EU und Europa. Da dem nicht so ist, bleibt es zunächst so wie es ist. Selbst genutztes Wohneigentum - 50 : 50 EM und Buntes papier in cash und auf dem Girokonto. Nix Aktien Investment oder vergleichbares. Allerdings schaue ich mich länger schon auf dem Markt nach einer Imobilie zu vermietungszwecken um. Jedoch ist der Markt Leer - entweder Schrott - zu teuer - oder falsche Gegend. Mein alter ( 50 )spielt natürlich auch eine Rolle.... die kids sind in den nächsten 5 jahren wohl auch Flügge :roll:
Eine Immobilie kaufen und vermieten lohnt sich nur wenn das Objekt fremdfinanziert wird,das bedeutet Kredit und Schulden.Mit 50 Jahren ist man zu alt um solche Risiken einzugehen.
Träumer erwachet.

Beitrag 22.12.2019, 11:47

Klecks
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@ Amenhotep IV: Das ist alles sicher nicht falsch aber für meinen Geschmack etwas zu sehr auf Stammtischniveau geplättet. So simpel ist die Lage nunmal nicht.

Fakt ist: Stand heute -und auch auf absehbare Zeit- kann ich alles mit Euro kaufen. Goldmünzen müsste ich dagegen erst in Euro tauschen, um damit irgendwas bezahlen zu können. Von daher ist es eben nicht zwangsläufig unklug, Ersparnisse in Euro zu halten. Je nach persönlichem Vermögen und geplanten Ausgaben bzw. Anschaffungen kann das ein mehr oder weniger großer Anteil sein. Bei manchen wird das ihr gesamtes Vermögen sein, einfach weil die Summe schlicht zu gering ist als dass sich irgendetwas anderes lohnen würde. Wenn man für die nächste Autoreparatur die Hälfte seiner Ersparnisse einplanen muss, dann würde man mit einem Tausch in EM mit 99%iger Sicherheit nur Verlust machen.

Fakt ist auch: Aktien sind reale Werte. Es sind verbriefte Anteile an real existierenden Unternehmen, die real existierende Waren produzieren oder Dienste leisten und damit real existierende Werte schaffen (Unternehmen, die diese Bedingungen nicht erfüllen, kommen für mich nicht in Betracht). Einige dieser Unternehmen haben bereits mehrere Krisen und Kriege uberstanden. Die kann man durchaus auch als relativ sichere Anlage werten.

Fakt Nr. 3: Der reale Wert "Immobilie" kann ganz schnell real wertlos werden, eben weil er immobil ist. Damit ist er u.U. nicht verfügbar weil außerhalb des persönlichen Zugriuffsbereichs, jederzeit zerstörbar und vor allem ideal geeignet für alle Arten von Enteignung weil er fremden Zugriffen nicht entzogen werten kann.
Ich bin kein Gegner von Immos, im Gegenteil. Aber sie in punkto "sichere Anlage" mit EM gleichzusetzen halte ich für etwas naiv.

Und der vierte: Sowohl Immos auch als Aktien befinden sich derzeit in einer Blase. Wann die platzt, weiß keiner. Nur eines ist klar: Egal welcher zuerst die Luft ausgeht, die andere crasht mit. Und bei beiden werden imense Vermögen vernichtet.
Der Unterschied: Während kaum ein Privatanleger Aktien auf Pump gekauft hat, sind die in den letzten Jahren erworbenen Eigenheime fast alle mit billigen Krediten finanziert, teilweise zu100% (gibt da ein paar schöne Rechenmodelle, z.B. den Bausparkredit als Eigenkapital berücksichtigen). Wenn der Immobilienblase die Luft ausgeht und die Preise erst mal in den Keller rauschen, müsste dann so mancher Häuslebauer seine Hütte zum doppelten Wert finanzieren -obwohl er schon 10 Jahre getilgt hat. Das macht keine Bank, also ist er die Hütte los und hat noch Schulden an der Backe.
Für viele wäre also die Aktie die sicherere Geldanlage gewesen, denn mit der kann man die Talfahrt aussitzen. Da sitzt keine Bank im Nacken, die jetzt ihr Geld will.

Fazit: Nur auf EM und Immo zu setzen ist genauso unklug wie andersrum. Was in den nächsten Jahren passiert, weiß keiner von uns. Lediglich ein paar Tendenzen sind absehbar.Und die zielen alle darauf ab, die Herz-Lungen-Maschine für den Euro noch möglichst lange am Laufen zu halten. Das kann durchaus noch 10 Jahre klappen.
Das Leben ist zu kurz, um alle Fehler selber zu machen.

Beitrag 22.12.2019, 14:05

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lifesgood
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Salami6 hat geschrieben:
22.12.2019, 11:14
Eine Immobilie kaufen und vermieten lohnt sich nur wenn das Objekt fremdfinanziert wird...
Warum? Ich sehe das genau andersrum, je geringer die Fremdkapitalquote ist, umso besser.
Klar die Eigenkapitalverzinsung wird höher, weil niedrig verzinstes Fremdkapital einen Hebel auf das Eigenkapital darstellt. Aber es steigen auch die Risiken. Denn bei Mietausfällen, hat man nicht nur keine Einnahmen, man muss auch noch die Kosten tragen und dann zudem den Kapitaldienst leisten.
Salami6 hat geschrieben:
22.12.2019, 11:14
... das bedeutet Kredit und Schulden.Mit 50 Jahren ist man zu alt um solche Risiken einzugehen.
Hier stimme ich Dir zu.

@Klecks: smilie_01

Letzendlich muss jeder nach seiner persönlichen Situation für sich die optimale Strategie finden. Diese muss man dann auch von Zeit zu Zeit überprüfen, ob sie noch zur Lebenssituation und zum Lebensabschnitt passen.

Und Bargeld kann durchaus auch ein sinnvoller Bestandteil einer Diversifikation sein, siehe mein Posting vom 27.9. auf Seite 1 dieses Threads.

lifesgood

Beitrag 22.12.2019, 14:55

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Treuhand
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Amenhotep IV hat geschrieben:
21.12.2019, 23:57
Ersparnisse in Euro zu halten ist unklug. Auf Tagesgeld und Festgeldkonten gibt es keine Zinserträge mehr.
Im nächsten Jahr wird es voraussichtlich flächendeckend Negativzinsen geben (müssen).
Die Banken geben den Zinssatz für Sichteinlagen nun mehr und mehr an die Kunden weiter.

An EM geht kein weg mehr vorbei. Wer seine Kröten retten will sollte sich Gold beschaffen
Naja, Wer z.B. Anfang Oktober 2019 in EM investiert hat der hat, stand heute, auch 2% verloren.
Das schafft „noch“ kein Minuszins in der kurzen Zeit.

Beitrag 22.12.2019, 15:57

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Argentum Amicum
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Salami6 hat geschrieben:
22.12.2019, 11:14
...Eine Immobilie kaufen und vermieten lohnt sich nur wenn das Objekt fremdfinanziert wird,das bedeutet Kredit und Schulden...
Wie kommst Du darauf, Salami6?

Herr Müller kauft 2009 ein kleines Mehrfamilienhaus mit 500.000 Euro Eigenkapital. Er generiert eine jährliche Kaltmiete in Höhe von 40.000 Euro jährlich. 2020 verkauft er das Mehrfamilienhaus für 800.000 Euro, kassiert den Veräußerungsgewinn steuerfrei nach Par. 23 EStG, geht in Rente und hat zusätzlich zu seinem EM-Bestand und sonstigen Rücklagen weitere 800k€ zur freien Verfügung.
Und das hat sich jetzt nicht gelohnt, weil er das nicht fremdfinanziert hat?
Salami6 hat geschrieben:
22.12.2019, 11:14
...Mit 50 Jahren ist man zu alt um solche Risiken einzugehen.
Mit solchen Glaubenssätzen bremst man sich nur, finde ich viel zu pauschal.

Ich kaufe mit 50 noch genau so viele Immobilien mit oder ohne Kredit, wie sie lohnenswert für mich und meine Strategie erscheinen.
Wenn ich privat kaufe, muss ich lediglich den gesetzlichen Vorgaben (bspw. Basel III, Wohnimmobilienkreditrichtlinie) oder den bankinternen Richtlinien (bspw. Kapitaldienst, Höhe des Eigenkapitals, Beleihungswert der Immobilie) entsprechen.
Solange die Immobilie bzw. der Kredit bis zum Rentenbeginn gezahlt ist, sehe ich überschaubare Risiken.

Warum soll "man" mit 50 Jahren ganz pauschal zu alt dafür sein?
Viele Grüße
Argentum Amicum

Beitrag 22.12.2019, 16:01

Salami6
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@lifesgood
wenn ich wie unser Schalke Fan als Eigenheimbesitzer an eine Zweitimmobilie denke will ich damit Gewinn erzielen,das lohnt sich nur mit Fremdkapital,höhere Rendite bedeutet höheres Risiko.
Mit eigenem Geld für 3-4% Mietrendite zu erzielen lohnt sich für Kleinanleger nicht.
Schalke hat sein Vermögen zu 50% im selbstgenutzten Haus und 50% in EM,Giro und Cash. Die 50% im eigenen Haus sind nicht verfügbares Vermögen,mit dem Rest eine weitere Immobilie zu kaufen ist Klumpenbildung,ich nenne das finanziellen Selbstmord.
Mit seiner Aussage:" Nix Aktien",gehört Schalke vermutlich zu den eher risikoscheuen Anlegern,da wäre die Zweitimmobilie eh der falsche Weg.
Mit 50 Jahren wäre aber noch genug Zeit ein Teil vom Giral und Bargeld in Aktien zu investieren.
Aktien und Edelmetalle lassen sich schnell zu Geld machen,Immos leider nicht.
Träumer erwachet.

Beitrag 22.12.2019, 16:13

Salami6
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@Argentum Amicum
Es geht hier um Ottonormalverbraucher die Geld durch Arbeit erwirtschaften,die können keine Häuser für 500000€ bauen,dazu fehlt das Geld.
In Deutschland verdient ein Arbeitnehmer im Schnitt 2500€ netto,der ist froh wenn das selbstgenutzte Haus bezahlt ist.
Mit 50 Jahren sollte man möglichst schuldenfrei sein,da fährt man auf Sicherheit und Vorsorge fürs Alter und für die Familie.
Träumer erwachet.

Beitrag 22.12.2019, 16:17

Klecks
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Salami6 hat geschrieben:
22.12.2019, 16:01
wenn ich wie unser Schalke Fan als Eigenheimbesitzer an eine Zweitimmobilie denke will ich damit Gewinn erzielen,das lohnt sich nur mit Fremdkapital,höhere Rendite bedeutet höheres Risiko.
Mit eigenem Geld für 3-4% Mietrendite zu erzielen lohnt sich für Kleinanleger nicht.
Aha. Aber wenn ich für fremdes Geld von diesen 3-4% Mietzins mehr als die Hälfte an die Bank abdrücken muss, lohnt sich das plötzlich? smilie_08
Für diese Rechnung bin ich wohl zu dumm... smilie_34
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Beitrag 22.12.2019, 17:13

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lifesgood
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@salami: Erst machst Du folgende Pauschalaussage: "Eine Immobilie kaufen und vermieten lohnt sich nur wenn das Objekt fremdfinanziert"

Wenn dann Widersprüche kommen relativierst Du in folgender Weise: "Mit eigenem Geld für 3-4% Mietrendite zu erzielen lohnt sich für Kleinanleger nicht".

Welcher Kleinanleger hat denn ein paar Hunderttausend rumliegen, mit denen er eine Immobilie bezahlen könnte ... ist er dann noch ein Kleinanleger?

Mal gesetzt den Fall, der "Kleinanleger" ist durch Erbschaft oder Lottogewinn in die Situation gekommen eine Vemiet-Immobilie cash zu bezahlen. Wieso sollte sich das nicht lohnen? Wenn man die Immobilienpreisentwicklung der letzten 10/15 Jahre so betrachtet, hätte er ja nicht nur die Mietrendite erwirtschaftet, sondern auch noch eine Wertsteigerung generiert, die er beim Verkauf (nach 10 Jahren Vermietung) steuerfrei realisieren könnte.

Wie die Immobilienpreise sich in den nächsten Jahr(zehnt)en weiterentwickeln wissen wir alle nicht. Aber in den letzten 10 - 15 Jahren war eine Immobilie sicher nicht die schlechteste Anlage. Ganz unabhängig davon, ob diese fremd- oder eigenenfinanziert waren.

lifesgood

Beitrag 22.12.2019, 17:17

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Oliver
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@Salami meine selbst genutzte Immo zähle ich im Grunde nicht zu meinem Vermögen - klar ist es das - jedoch wohne ich darin ...und werde sie sicher unter keinen Umständen verkaufen. Würde ich das tuhn - soll ich dann zur Miete wohnen oder unter einer Brücke ? Und - selbst wenn ich auf einmal zu Millionen komme....werd ich zwar umziehen aber dennoch nicht verkaufen.
------
Falls ich eine weitere Immo kaufen sollte mit dem Hintergrund zu vermieten, geschieht dies sicher nicht auf Pump - selbst wenn mir 0 % angeboten werden - steuerersparniss hin oder her. Meine jetzige Hütte hab ich mit Sondertilgerei innerhalb von 16 jahren ab gezahlt und ich bin froh darum, jedem dürfte klar sein was ich dadurch gespart habe.
-------
Es sind andere (zins) Zeiten schon klar....aber eine Immobilien Geldanlage zu finanzieren kann nicht euer Ernst sein.
-------
Zum Thema Aktien usw - klar gut möglich das das sinnvoll ist - jedoch wie richtig angemerkt - bin ich zu sehr auf Sicherheit ausgelegt.....und vor allem hab ich davon zu wenig Ahnung!!!
Zu wenig Ahnung von Aktien ? :roll: dazu sagte mir mein Bankberater - brauche ich nicht - dafür gibts Experten die einem das für eine kleine provision abnehmen.
So wie zb der Kellyfamily oder Bayern Ulli oder Papa Graf....die liste ist unendlich
Und fast viel wichtiger für mich - wen ich meine Gelddinge in fremde Hände abgebe : wo bleibt mein spaß ?
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Beitrag 22.12.2019, 17:34

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MaciejP
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Oliver hat geschrieben:
22.12.2019, 17:17
Zum Thema Aktien usw - klar gut möglich das das sinnvoll ist - jedoch wie richtig angemerkt - bin ich zu sehr auf Sicherheit ausgelegt.....und vor allem hab ich davon zu wenig Ahnung!!!
Entsprechende Lektüre gibt es im Netz heute wie Sand am Meer (Finanzwesir, Zendepot, Wertpapierforum etc.). Ich kann dir nur raten, mal ein paar Stunden zu opfern und dich in die Thematik einzulesen. Danach kannst du ja immer noch entscheiden, ob das was für dich ist oder nicht. Den US-amerikanischen Markt mal ausgeklammert, sind Aktien m.E. heute noch immer nicht zu teuer, um einen Einstieg zu wagen. Der STOXX Europe 600 hat bspw. gerade erst einen 20 Jahre alten Widerstandsbereich nach oben durchbrochen.
„Wenn der Durchschnittsmichel Gold kauft, kann er keine Fehler machen.“ – „Gold fliegt nicht weg.“

Beitrag 22.12.2019, 17:43

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Argentum Amicum
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Salami6 hat geschrieben:
22.12.2019, 16:13
@Argentum Amicum
Es geht hier um Ottonormalverbraucher die Geld durch Arbeit erwirtschaften,die können keine Häuser für 500000€ bauen,dazu fehlt das Geld.
In Deutschland verdient ein Arbeitnehmer im Schnitt 2500€ netto,der ist froh wenn das selbstgenutzte Haus bezahlt ist.
Mit 50 Jahren sollte man möglichst schuldenfrei sein,da fährt man auf Sicherheit und Vorsorge fürs Alter und für die Familie.
Ich habe hier nicht entnehmen können, warum sich eine Immobilie nur dann lohnen soll, wenn sie fremdfinanziert ist. Führst Du das noch aus?
Viele Grüße
Argentum Amicum

Beitrag 24.12.2019, 00:22

Salami6
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Argentum Amicum hat geschrieben:
22.12.2019, 17:43
Salami6 hat geschrieben:
22.12.2019, 16:13
@Argentum Amicum
Es geht hier um Ottonormalverbraucher die Geld durch Arbeit erwirtschaften,die können keine Häuser für 500000€ bauen,dazu fehlt das Geld.
In Deutschland verdient ein Arbeitnehmer im Schnitt 2500€ netto,der ist froh wenn das selbstgenutzte Haus bezahlt ist.
Mit 50 Jahren sollte man möglichst schuldenfrei sein,da fährt man auf Sicherheit und Vorsorge fürs Alter und für die Familie.
Ich habe hier nicht entnehmen können, warum sich eine Immobilie nur dann lohnen soll, wenn sie fremdfinanziert ist. Führst Du das noch aus?
Weil sie sich durch Mieteinnahmen und Steuervorteile teilweise selbst finanziert.
Mit dem eigenen Geld wird Rendite erwirtschaftet,es dient gleichzeitig als Sicherheit für z.b.Mietausfälle.
Ob Wertsteigerungen aus der Vergangenheit auch in der Zukunft möglich sind kann niemand vorhersagen.Nur sollte niemand Geld ausgeben dass noch nicht vorhanden ist.(Wertsteigerung)
Ich gehe immer von einem deutschen Michel aus,der mit Arbeit sein selbstgenutztes Eigenheim mühsam abgezahlt hat und versucht seine Ersparnisse zu sichern und zu erhöhen.
Jetzt eine zweite Immobilie als Barzahler kaufen und vermieten ist für mich finanzieller Selbstmord,die Ersparnisse sind dann weg,das Risiko von Mietausfällen ist nicht gesichert,nicht zu vergessen die Klumpenbildung bei der Geldanlage,
Erbschaft oder Lottogewinn sind fromme Träume die ich nicht habe.
Ich lese hier immer wieder den Satz:" Von Aktien habe ich keine Ahnung."
Mal eine Gegenfrage,wer hat von Immobilien eine Ahnung?Wer kann sein Eigenheim bewerten?
Der deutsche Michel mit 2500€ im Monat kann es nicht,er sollte deshalb eine Geldanlage in Immobilien vergessen,Ausnahme selbstgenutzt um Miete zu sparen.
Was bleibt sind Aktien und Edelmetalle da schnell und problemlos verwertbar.
Träumer erwachet.

Beitrag 27.12.2019, 21:45

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Spätlese
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Salami6 hat geschrieben:
22.12.2019, 16:13
In Deutschland verdient ein Arbeitnehmer im Schnitt 2500€ netto,der ist froh wenn das selbstgenutzte Haus bezahlt ist.
Mit 50 Jahren sollte man möglichst schuldenfrei sein,da fährt man auf Sicherheit und Vorsorge fürs Alter und für die Familie.
Hier mal die statistisch gesehene reale Zahl zum durchschnittlichen Nettoeinkommen von um die 1.900€ aller (!) Arbeitnehmer: https://de.statista.com/themen/293/durc ... einkommen/
Die Problematik des "Häuslebauers" bzw. "Häuslekäufers" wird dadurch natürlich noch größer, wenn man den Schnitt so betrachtet.
Andersherum betrachtet war das schon immer irgendwie so. Meine Eltern hatten Mitte der 60er gebaut und Ende der 80er war abbezahlt. (Vater selbständig, Mutter erst Hausfrau, dann Dazuverdienerin).
Will sagen: Ein Häusschen auf Keif braucht halt bis zu 30 Jahre bis es abbezahlt ist. Man will sich ja auch nicht selbst die Luft zuschnüren wegen überhöhten Raten.
Wenn das so im Allgemeinen heutzutage immer noch so ist, dann ist doch alles beim alten......... :roll:
Du kannst es nie allen Recht machen. Selbst wenn du über’s Wasser laufen kannst, kommt sicher einer und fragt, ob du zu blöd zum Schwimmen bist

Beitrag 28.12.2019, 10:10

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cavallo
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Kontaktdaten:
@Salami6 "Weil sie sich durch Mieteinnahmen und Steuervorteile teilweise selbst finanziert.
Mit dem eigenen Geld wird Rendite erwirtschaftet,es dient gleichzeitig als Sicherheit für z.b.Mietausfälle.
Ob Wertsteigerungen aus der Vergangenheit auch in der Zukunft möglich sind kann niemand vorhersagen.Nur sollte niemand Geld ausgeben dass noch nicht vorhanden ist.(Wertsteigerung)
Ich gehe immer von einem deutschen Michel aus,der mit Arbeit sein selbstgenutztes Eigenheim mühsam abgezahlt hat und versucht seine Ersparnisse zu sichern und zu erhöhen.
Jetzt eine zweite Immobilie als Barzahler kaufen und vermieten ist für mich finanzieller Selbstmord,die Ersparnisse sind dann weg,das Risiko von Mietausfällen ist nicht gesichert,nicht zu vergessen die Klumpenbildung bei der Geldanlage,
Erbschaft oder Lottogewinn sind fromme Träume die ich nicht habe.
Ich lese hier immer wieder den Satz:" Von Aktien habe ich keine Ahnung."
Mal eine Gegenfrage,wer hat von Immobilien eine Ahnung?Wer kann sein Eigenheim bewerten?
Der deutsche Michel mit 2500€ im Monat kann es nicht,er sollte deshalb eine Geldanlage in Immobilien vergessen,Ausnahme selbstgenutzt um Miete zu sparen.
Was bleibt sind Aktien und Edelmetalle da schnell und problemlos verwertbar."



Ich verstehe deine Einstellung immer noch nicht, bitte verzeihe mir. Sollte ich eine zweite Immo bar bezahlen können würde ich dies jedem raten. Grund dafür wäre, ich bin Bank unabhängig. Benötige keine Grundschuld, muss mich nicht bis auf die Unterhosen ausziehen, spare dabei Nebenkosten beim Kauf usw. Deine Anmerkung Mietausfall, greift hier leider auch nicht, dass sitzt jeder aus der bar bezahlt hat. Er hat lediglich das Hausgeld zu bezahlen, dass ist sehr wohl gering im Verhältnis. Dein Ansatz der Wertsteigerung und dem nicht vorhersagen können, dieser gebe ich dir in Sachen Aktien gerne zurück. Es dürfte dir klar sein, wenn eine Aktie mal 50% verloren hat muss diese 100% steigen damit du dein Geld wieder bekommst. Ich weiss das wäre bei der Immo auch so, nur wenn es gut geht bekomme ich jeden Monat meine Miete. Dein Argument die Ersparnisse wären dann weg, ja ich gebe dir hier halb recht. Da erstens müssen und sollten nicht die ganzen Ersparnisse weg sein und zweitens liegt der Rest zwar auf dem Konto, wird aber in Zukunft auch immer weniger. Des weiteren sollte ja jeden Monat die Miete eingehen und meine Ersparnisse würden wieder steigen. Ich glaube es ist egal welchen Weg man geht. Alles Retten kann man nicht. Es geht nur darum nach der Krise nicht schlechter dazu stehen als da wo man Heute steht. Mit Glück steht man besser da aber dafür braucht man eine breite Streuung. Dies bedeutet wiederum, lieber von allem ein wenig als von einem alles.
Ich bin bereit jeden Weg zu gehen, solange es nach vorne ist.

Beitrag 28.12.2019, 10:26

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goldmoney
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Salami6 hat geschrieben:
24.12.2019, 00:22
Argentum Amicum hat geschrieben:
22.12.2019, 17:43
Salami6 hat geschrieben:
22.12.2019, 16:13
@Argentum Amicum
Es geht hier um Ottonormalverbraucher die Geld durch Arbeit erwirtschaften,die können keine Häuser für 500000€ bauen,dazu fehlt das Geld.
In Deutschland verdient ein Arbeitnehmer im Schnitt 2500€ netto,der ist froh wenn das selbstgenutzte Haus bezahlt ist.
Mit 50 Jahren sollte man möglichst schuldenfrei sein,da fährt man auf Sicherheit und Vorsorge fürs Alter und für die Familie.
Ich habe hier nicht entnehmen können, warum sich eine Immobilie nur dann lohnen soll, wenn sie fremdfinanziert ist. Führst Du das noch aus?
Weil sie sich durch Mieteinnahmen und Steuervorteile teilweise selbst finanziert.
Mit dem eigenen Geld wird Rendite erwirtschaftet,es dient gleichzeitig als Sicherheit für z.b.Mietausfälle.
Die Steuervorteile sind tatsächliche kaum welche. Die Zinsen von 1% sind nicht der Rede wert, die Abschreibung auf das Gebäude auch, wenn es sich nicht um ein MFH > 3 Einheiten handelt.
Pro 100.000 sind es 1000€ Zinsen und ca 1500€ AfA (Grundstückt abgezogen). Also ca 2500€ absetzen was bei einem Steuersatz von 40% gerade mal 1000€ Netto Ersparnis p.a. ausmacht. Die Mieteinnahmen mit 40% zu versteuern dürfte ein mehrfaches an Steuern bedeuten. Ich kann den Vorteil nicht erkennen. Tatsächlich zahlen Investoren einen höheren Zinssatz als Selbstnutzer. Somit wird kaum etwas übrig vom Steuervorteil bleiben.

Was du weggelassen hast, sind die Inflationsvorteile. Erst diese machen solch eine Anlage rentabel!

Salami6 hat geschrieben:
Ob Wertsteigerungen aus der Vergangenheit auch in der Zukunft möglich sind kann niemand vorhersagen.Nur sollte niemand Geld ausgeben dass noch nicht vorhanden ist.(Wertsteigerung)
Das stimmt uneingeschränkt!

Salami6 hat geschrieben:
Jetzt eine zweite Immobilie als Barzahler kaufen und vermieten ist für mich finanzieller Selbstmord,die Ersparnisse sind dann weg,das Risiko von Mietausfällen ist nicht gesichert,nicht zu vergessen die Klumpenbildung bei der Geldanlage,

Ich lese hier immer wieder den Satz:" Von Aktien habe ich keine Ahnung."
Mal eine Gegenfrage,wer hat von Immobilien eine Ahnung?Wer kann sein Eigenheim bewerten?
Es kommt auf den Preis an. Er dürfte tatsächliche i.d.R. zu hoch sein. Andererseits muss das Geld irgendwo hin, wo mindestens der Wert erhalten bleibt. Und da trennen sich die Ansichten. Ein konservativer Anleger wird Immobilien und Gold bevorzugen. Auf der anderen Seite sind die meist selbsternannten i.d.R. aber erfolglosen Börsengurus. Währe die Miete fast immer fließt (wenn man einige wenige dafür aber strikte Regeln bei der Vermietung einhält) können Dividende über Jahre wegfallen. Die Ahnung bei Immobilien kann man sich für einmalige 1000€ kaufen, beim Immobilienerwerb. Bei Aktien kauft man Theorien als "Beratung", die in 99% der Fälle auch noch unehrlich sind.

Salami6 hat geschrieben:
Der deutsche Michel mit 2500€ im Monat kann es nicht,er sollte deshalb eine Geldanlage in Immobilien vergessen,Ausnahme selbstgenutzt um Miete zu sparen.
Was bleibt sind Aktien und Edelmetalle da schnell und problemlos verwertbar.
Ja, die selbst genutzte Immo ist seit mindestens 10 Jahren die bessere Alternative. Die Aktien sind zwar schnell verwertbar, nur der Preis ist oft ein Problem.
"The gold standard is the only method we have yet found to place a discipline on government, and government will behave reasonably only if it is forced to do so"
Friedrich August von Hayek

Beitrag 28.12.2019, 23:49

Quinar
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Übrigens steht Nirgendwo geschrieben daß Bargeldbestände durchgängig oder auch nur überwiegend in Draghi-Papers bevorratet werden können.

Meinereiner nutzt dahingehend aktuell zwei weitere Fremdwährungen und wird zügig min. eine weitere Sorte dem Barvorrat hinzufügen.

Beitrag 29.12.2019, 06:14

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KROESUS
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Also ich glaube langfristig sind Edelmetalle besser als Papiergeldsorten, zumindest in der Vergangenheit war das so

Und dank den Händlern und Privatkaeufern lassen sich Edelmetalle auch recht schnell in Bargeld verwandeln

Ich würde also die Troetfrage mit nicht komplett aber groesstenteils ja beantworten

Gut, Rubel und Yuan Vorräte sind wahrscheinlich auch nicht dumm, lassen sich aber auf die Schnelle nur mit größeren Abschlägen verkaufen, da fährt man mit Gold besser

Langfristig fährt man mit Edelmetall besser als mit jeder Papierwährung!
In unsicheren Zeiten kann Gold eine gute Wertanlage sein

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