LV-Auszahlung....wohin damit

Diskussion zum Thema Investieren in Goldmünzen oder Goldbarren, Vorteile und Risiken, Medien-Hype oder sicherer Hafen

Moderatoren: Ladon, Forum-Team

Beitrag 10.02.2015, 21:27

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Sinjawski
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Gratuliere! Der Mann weiss, was er will, smilie_12
da gibts dann auch nicht in ein paar Wochen grosses Gejammer. Ein Plan, und ja: hinterher ist man immer schlauer, aber wenn man froh ist, das Thema abgeschlossen zu haben, und sich wieder mit vollem Elan anderen, wichtigeren Themen widmen kann, ist das auch schon bares Geld wert.

Ich persoenlich glaube ja, Du faehrst besser, als mit 95% der gaengigen Anlageberater ;-)
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Beitrag 10.02.2015, 21:28

Ruebe
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joecoin hat geschrieben:Wie wäre es denn mit einer Investition in ein ein einigermassen krisenfestes realweltliches Unternehmen?

Ganz banal und beispielhaft: die richtige Würstchenbude am richtigen Ort mit den richtigen Mitarbeitern ist bei solchen Beträgen schon realisierbar und je nachdem, wie "richtig" man obige Parameter eingeschätzt hat, kann sich sowas hervorragend rentieren. Gerade dann, wenn man was hat zum investieren und darum nicht erstmal Schulden abbezahlen muss mit den Erlösen.

Findet

Joe
Ist sicher eine Möglichkeit.
Aber ich wüßte nicht wie ich an "sowas rankommen" kann/soll.
Und von dem Job -ob Würstchen grillen oder kaufmännische Aspekte- habe ich keine Ahnung.
Ich bin in der Technik zu Hause...vielleicht auch deshalb meine Aversion gegenüber Finanzen.

Gruß

Ruebe

Beitrag 10.02.2015, 21:42

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IrresDing
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Hallo Ruebe,

um mal hier etwas klarer zu werden.

Wie hoch ist:

* der Rückkaufswert zzgl. Überschussanteile

* das einbezalte Kapital

* der Garantiezins

* die zuletzt in Aussicht gestellte Ablaufsumme

* die zuletzt garantierte Ablaufsumme

* die noch verbleibende Laufzeit

Des weiteren:

* wie hoch ist der Zins auf den Kredit

* welche Sondertilgungsmöglichkeiten hast du (wie viel % von welchem (Ursprungs-)Betrag)

Liebe Grüße
Zuletzt geändert von IrresDing am 10.02.2015, 21:44, insgesamt 1-mal geändert.
"Gleich und gleich gesellt sich gern", sagt der Volksmund. Ich sehe wenig gleiches. LG und bye.

Beitrag 10.02.2015, 21:43

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joecoin
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Ruebe hat geschrieben:
joecoin hat geschrieben:Wie wäre es denn mit einer Investition in ein ein einigermassen krisenfestes realweltliches Unternehmen?

Joe
Ist sicher eine Möglichkeit.
Aber ich wüßte nicht wie ich an "sowas rankommen" kann/soll.
Und von dem Job -ob Würstchen grillen oder kaufmännische Aspekte- habe ich keine Ahnung.
Ich bin in der Technik zu Hause...vielleicht auch deshalb meine Aversion gegenüber Finanzen.

Gruß

Ruebe
Das mit der Würstchenbude war beispielhaft.

Jeder findet "sowas" am leichtesten in dem Bereich, in dem er sowieso angesiedelt und kompetent ist.

Welcher technische Bereich das auch immer sein mag: auch da gibt es Raum für Innovationen, Optimierungen, auch da gibt es Marktnischen und schlafenden Wettbewerb.

Oder: überleg Dir ob es in Deinem Bereich etwas nicht gibt, worüber Du Dich die letzten fünf Jahre jedes Jahr irgendwann mal gefragt hast "Wieso hat das eigentlich noch niemand gebaut, das könnte ich jetzt brauchen!?" und investiere Dein Geld in dessen Entwicklung ;).

Dann kommt mit etwas Glück zum Return on Invest auch noch ein Selbstverwirklichungserlebnis, das gibt's bei keiner anderen Investition.

Denkt

Joe

Beitrag 10.02.2015, 21:51

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IrresDing
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joecoin hat geschrieben:
Das mit der Würstchenbude war beispielhaft.

Jeder findet "sowas" am leichtesten in dem Bereich, in dem er sowieso angesiedelt und kompetent ist.

Welcher technische Bereich das auch immer sein mag: auch da gibt es Raum für Innovationen, Optimierungen, auch da gibt es Marktnischen und schlafenden Wettbewerb.

Oder: überleg Dir ob es in Deinem Bereich etwas nicht gibt, worüber Du Dich die letzten fünf Jahre jedes Jahr irgendwann mal gefragt hast "Wieso hat das eigentlich noch niemand gebaut, das könnte ich jetzt brauchen!?" und investiere Dein Geld in dessen Entwicklung ;).

Dann kommt mit etwas Glück zum Return on Invest auch noch ein Selbstverwirklichungserlebnis, das gibt's bei keiner anderen Investition.

Denkt

Joe
Er soll 10 Jahre vor der Rente noch eine Selbstständigkeit aufbauen? Ich glaube viele unterschätzen hier das Arbeitspensum eines Selbstständigen. Unter einer 45+x Stunden-Woche kommt da niemand raus. Die Kraftanstrengung so etwas zu schultern ist nicht einfach. Und das mit 50+? Will man sich das wirklich antun? Insbesondere bei dem Risiko. Man darf nicht vergessen: Die meisten Unternehmungen gehen in den ersten Jahren bankrott. Dann ist das Geld weg. Und viele die schießen nach, schließlich hat man doch eine solch tolle Idee... Am Ende winkt die Grundsicherung trotz einem arbeitsreichen Leben.

Nein, also Selbstständigkeit so anzupreisen halte ich für fahrlässig. Mein Vater war 40 Jahre selbstständig. Ich habe ihn in meiner Kindheit kaum zu Gesicht bekommen. Dafür war er sehr erfolgreich, keine Frage. Aber wenn der das mit über 50 hätte schaffen sollen (6 Tage-Woche, 9-10 Stunden pro Tag netto) weiß ich nicht.

LG
Marina
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Beitrag 10.02.2015, 22:05

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Sinjawski
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Vor der Wuerstchenbude wuerde ich auch eher eine Garage kaufen und vermieten.
Ausserdem habe ich das Gefuehl, dass er in seinem aktuellen Job besser verdient, als der durchschnittliche Wuerstchenverkaeufer.

Zu Deinen Fragen Irres Ding, schoen, dass sich noch jemand vom Fach einschaltet.
Ich haette da naemlich auch noch eine Frage: bislang gab es ja die Moeglichkeiten, Kapital-LV zu verkaufen, womit der Erloes gegenueber dem Rueckkaufswert deutlich zu steigern ist (je nach Laufzeit sind da schon mal 10 - 20% drin).
Nun habe ich irgendwo gelesen (Steuermitteilung bla, weiss nicht wo), dass es gerade ein Verfahren gibt, wonach beim Verkauf der LV der Erloes nicht mehr den gleichen steuerbefreienden Regeln unterliegt, wie beim Ablauf einer LV, sprich, u.U. wird da noch einiges vom Fiskus geschluckt. Hat da jemand belastbare Quellen?
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Beitrag 10.02.2015, 22:06

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IrresDing
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Ein Anlageberater würde erst einmal eine Analyse des Bedarfs und der Situation machen, bevor er/sie wild Möglichkeiten in den Raum wirft. Ich weiß, hier sind LVs nicht gern gesehen. Nicht ohne Grund halte ich mich von dem Faden "Können LVs pleite gehen" auf völliger Distanz.

Problem ist, dass hier eigentlich niemand erst mal überlegt wie die Istsituation aussieht und die Rahmenbedingungen laufen. 10 jahre vor Ende eine LV zu kündigen ist meist ein völliger Schwachsinn, zumindest wenn die schon mehrere Jahrzehnte läuft. Es gibt andere Möglichkeiten. Die muss man ausloten. Kann aber ein guter Anlageberater nicht, wenn er noch nicht einmal die Eckdaten hat. Hatte hier niemand. Trotzdem wurden schöne Vorschläge gemacht. Das sind genau die "Anlageberater" über die ihr euch den Mund zerreißt, wenn irgendwo in der Presse wieder Stimmung gemacht wird. Et voila, ihr seid es selbst...

Ich durfte einmal vor vielen vielen Jahren meine IHK Prüfung als Finanzassistentin machen und war ebenso Anlageberaterin. Viele Jahre her, viel hat sich geändert. Aber schon damals gehörte ein Standard dazu.

Sorry, meinte ich nicht böse. Erst recht nicht gegen dich Sinjawski, ich weiß dass du es nicht so meintest. Und ich schätze gerade dich sehr.

Hier kündigt einer seine LV und keinen interessieren die Eckdaten. Dagegen kommen Weltuntergangsphrasen. Von denen sprechen manche seit Jahrzehnten - erinnert einen an die Zeugen Jehovas. Die erzählen das auch mit stoischer Ruhe seit über 130 Jahre. Verkehrte Welt.
Zuletzt geändert von IrresDing am 10.02.2015, 22:28, insgesamt 2-mal geändert.
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Beitrag 10.02.2015, 22:23

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IrresDing
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Sinjawski hat geschrieben:Vor der Wuerstchenbude wuerde ich auch eher eine Garage kaufen und vermieten.
Ausserdem habe ich das Gefuehl, dass er in seinem aktuellen Job besser verdient, als der durchschnittliche Wuerstchenverkaeufer.

Zu Deinen Fragen Irres Ding, schoen, dass sich noch jemand vom Fach einschaltet.
Ich haette da naemlich auch noch eine Frage: bislang gab es ja die Moeglichkeiten, Kapital-LV zu verkaufen, womit der Erloes gegenueber dem Rueckkaufswert deutlich zu steigern ist (je nach Laufzeit sind da schon mal 10 - 20% drin).
Nun habe ich irgendwo gelesen (Steuermitteilung bla, weiss nicht wo), dass es gerade ein Verfahren gibt, wonach beim Verkauf der LV der Erloes nicht mehr den gleichen steuerbefreienden Regeln unterliegt, wie beim Ablauf einer LV, sprich, u.U. wird da noch einiges vom Fiskus geschluckt. Hat da jemand belastbare Quellen?
Habs gerade nochmal nachgelesen. Und es ist kompliziert. Ich gehe von einer Police vor 2005 aus. Diese sind steuerfrei.

Kündigst du, kommt es weiterhin drauf an ob die Voraussetzungen für die Steuerfreiheit gegeben sind. Diese haben mit Beitragszeit, Laufzeit, etc. zu tun.

Was man NIE machen darf ist diese Policen umzustellen. Diese dürfen nicht wieder angefasst werden. Ansonsten kann das schnell mal die Steuerfreiheit und den Bestandsschutz kosten.
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Beitrag 10.02.2015, 22:39

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Sinjawski
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Na siehst Du, das hat sich doch gelohnt noch einmal reinzuschauen, es wird doch noch eine richtig kontroverse Diskussion und Ruebe ist wieder am Anfang :?:
Und so sehen wir betroffen / Den Vorhang zu und alle Fragen offen.
@ Irres Ding: an meinem "soliden Halbwissen" merkst Du dann wahrscheinlich auch gleich, dass ich selbst bestens bestueckt bin mit Kapital LV etc. Da muss man dann schon wieder aufpassen, dass das selbst kein Klumpenrisiko bildet, aber als Selbstaendiger war das dereinst eine sinnvolle Absicherung, und mittlerweile - bei Vertraegen die seit > 15 Jahren laufen - haette mancher gerne den Garantiezins von damals.
Insofern habe ich schon manchmal interssiert über Verkaufsmoeglichkeiten gelesen, war fuer mich aber nie Not am Mann, und bislang passt das alles so. Was aber nicht heisst, dass ich alle Vertraege bis 65 oder 75 laufen lassen muss.
Ich kann aber auch gut verstehen, wenn jemand aus seinen Vertraegen raus will, und glaubt, seine zusaetzliche Altersvorsorge anderweitig besser parken zu koennen, zumal wenn man noch eine genuegend hohe Rente (gesetzlich, Betriebsrente) hat.
Komisch, dass noch niemand empfohlen hat, das Geld aus der LV freiwillig in die Gesetzliche Rente zuzuzahlen.
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Beitrag 10.02.2015, 22:50

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IrresDing
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Sinjawski hat geschrieben:Na siehst Du, das hat sich doch gelohnt noch einmal reinzuschauen, es wird doch noch eine richtig kontroverse Diskussion und Ruebe ist wieder am Anfang :?:
Und so sehen wir betroffen / Den Vorhang zu und alle Fragen offen.
@ Irres Ding: an meinem "soliden Halbwissen" merkst Du dann wahrscheinlich auch gleich, dass ich selbst bestens bestueckt bin mit Kapital LV etc. Da muss man dann schon wieder aufpassen, dass das selbst kein Klumpenrisiko bildet, aber als Selbstaendiger war das dereinst eine sinnvolle Absicherung, und mittlerweile - bei Vertraegen die seit > 15 Jahren laufen - haette mancher gerne den Garantiezins von damals.
Insofern habe ich schon manchmal interssiert über Verkaufsmoeglichkeiten gelesen, war fuer mich aber nie Not am Mann, und bislang passt das alles so. Was aber nicht heisst, dass ich alle Vertraege bis 65 oder 75 laufen lassen muss.
Ich kann aber auch gut verstehen, wenn jemand aus seinen Vertraegen raus will, und glaubt, seine zusaetzliche Altersvorsorge anderweitig besser parken zu koennen, zumal wenn man noch eine genuegend hohe Rente (gesetzlich, Betriebsrente) hat.
Komisch, dass noch niemand empfohlen hat, das Geld aus der LV freiwillig in die Gesetzliche Rente zuzuzahlen.
Keine Sorge, auch ich hab da mittlerweile nur noch Halbwissen. Es ist unglaublich wie viel man über die Jahre vergisst. Ich bin mittlerweile Fachidiotin, reine Prägung auf Sach-Schaden. Ein Wechsel wäre mittlerweile undenkbar.

Auch ich halte zwei LVs, eine kapitalbildende BU und für meine Branche typische betriebliche Altersvorsorgen. Manchmal hab ich sie schon mehr als verflucht. Du bestimmt auch. Zum Glück kommt dieses Jahr eine zur Auszahlung. Und meine werden das 61 Lebensjahr auch nie sehen.

Verkaufen würde ich sie, solltest du das Geld nicht dringend nötig haben, auch nicht. Es reicht meist eine Beitragsfreistellung. Man hat eben den Schlussüberschuss, der ist der größte Verlust beim Verkauf oder Kündigung.

Und ich kanns auch verstehen eine LV zu kündigen. Gerade heute. Natürlich! Aber auch das muss man durchrechnen. Wenn man dann die Folgen und alle Pros und Kontras kennt, muss der Versicherungsnehmer letztlich selbst abwägen und entscheiden. Aber man sollte nie ohne Wissen eine Entscheidung treffen. Das pranger ich an. Von mir aus darf hier eine sehr hohe Abneigung gegen LVs im Forum täglich gelebt werden. Interessiert mich nicht, bzw. ich kann es ja sogar zu großen Teilen durchaus verstehen (aber auch nicht alles). Nur man muss eben wissen was man tut. Und da bin ich mir bisher noch nicht so sicher ob das der Realität von Ruebe entspricht.

Aber schon mal danke an dich, dass du meinen durchaus schaf formulierten Beitrag nicht gegen dich gemünzt siehst. Das wäre mir nämlich sehr arg.

LG
Marina
Zuletzt geändert von IrresDing am 10.02.2015, 22:52, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag 10.02.2015, 22:51

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Sinjawski
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Und das wusste ich ja auch noch nicht

http://mitglied.relaunch.steuerzahler.d ... index.html -> letzter Absatz
Bei einem Verkauf an einen Zweitverwerter erhält der Versicherte mehr für den Vertrag als bei einer direkten Kündigung. Ein erzielter Veräußerungsgewinn ist regelmäßig steuerpflichtig. Der Aufkäufer kassiert hingegen die Versicherungssumme am Ende der Vertragslaufzeit.
Darüber hinaus lässt sich eine Kündigung mit einem Policendarlehen vermeiden. Bei einem Policendarlehen leiht sich der Versicherte einen Teil des Geldes, das er bereits eingezahlt hat, zu einem bestimmten Zinssatz vom Versicherer. Die Steuervorteile bei späterer Auszahlung der Versicherungsleistung bleiben erhalten.
Und das koennen wahrscheinlich auch die Aufkaeufer so machen. Um den Steuernachteil zu umgehen, kann der "Aufkaeufer" die LV einfach stehen lassen, und zahlt fuer die Ueberschreibung der Police ein Darlehen. Fuer jedes steuerliche Problem gibt es gleich schon wieder eine Loesung ;-)

Klingt nach einem super Geschaeft: Geld am Kapitalmarkt zu 1 - 2 % leihen und bei einer aufgekauften Versicherung 3,75 - 4% oder mehr kassieren.
Vielleicht sollten wir eine neue Rubrik aufmachen: Angebote / Gesuche zu LV.
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Beitrag 10.02.2015, 22:52

Ruebe
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Also ich muß leider gleich in die Haia, werde morgen ausführlich berichten.

Zur Selbstständigkeit (Würstchenbudenmodell): Geht nicht, bin 100% im Job eingebunden und der ist hart genug.

Wieso wird erstmal grundsätzlich davon ausgegangen daß man einfach so eine LV kündigt, ohne die geringste Recherche/Beratung?

Zur LV:
Meine LV hat mir in den letzten Jahren immer geringere Auszahlungsangaben gemacht.
Die Verluste zu den Anfangsversprechen sind schon eklatant.
Da waren auch schon Berater dran.
Auch habe ich natürlich selbst andere Möglichkeiten vorab ausgelotet.
CashLife hat den Ankauf abgelehnt, "weil der Vertrag so schlecht ist" und unter deren Ankaufs-Richtlinien liegt.
Policendirekt hat ca. 3.500,- Euronen unter dem Rückkaufswert (den ich im März bekomme) angeboten.

Zu Weltuntergangsszenarien:
Die sehe ich hier nicht.
Meiner Meinung nach sind die hier gemachten Aussagen durchaus zutreffend, zumindest denkbar und somit im Bereich des Möglichen.

Gruß

Ruebe

Beitrag 10.02.2015, 23:01

sverige
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@Irres Ding und alle anderen

war auch vom fach. habe intensive ausbildung genossen vom fachberatzer über den fachwirt (für finanzberatung IHK) bis hin zum financial planner. na und ? was nützt einem das denn alles ? man lernt in den komplizierteseten formen zu rechnen bis auf mehrere zehntel nach dem komma und weiß zum schluss alles über irgendwelche produkte und produktgruppen. na und ? was nützt es ? gar nichts. alles aber auch wirklich alles (auch das system an sich) hat sich selbst ad absurdum geführt. kein noch so hochgepriesenes produkt hat auch nur annäherungsweise das eingebracht, was damals so lobpreisend versprochen wurde. die ganze branche ist ein tummelplatz für zwar teilweise hochqualifizierte "berater" jedoch ohne produkte, die dem wissen dieser berater annähernd gerecht würden. was nützt einem handwerker ein schraubenzieher, wenn die schrauben, die er einschrauben soll so rund sind, dass der schraubenzieher nicht mehr greift ??? ich für mich kann heute- fast 30 jahre intensivster "arbeit" in dieser widerwärtigen finanzbranche behaupten, dass wirklich sehr vieles auf betrug aufgebaut und nur den provisionserlösen gewisser konzerne dienlich ist. da nutzt die beste ausbildung nichts. es gibt einfach kaum seriöse produkte und der markt selbst hat sich dazu noch so gravierend verändert, dass alle in der vergangenheit entwickelten produkte einfach gar nicht mehr funktionieren können, selbst wenn sie mit löblichen absichten entwickelt wurden (was eher selten der fall war ).
haltet euch an "greifbares" wie EM und ein paar....ja was denn ???? keine ahnung- ehrlich. was heute gesagt wird ist morgen schon wieder schrott und ungültig- das ist das dilemma. und nein- es gibt keine seriöse bank- bitte ganz schnell von dem gedanken lösen. habe in gehobener position jahrelang auch dort verbracht. wenn ihr den film "der pate" kennt dann kommt ihr der vorstellung sehr nahe wie es dort intern ab einer gewissen etage wirklich funktioniert.
wie sagte mir noch vor kurzem ein ex-kjollege, der noch immer in einer dieser banken arbeitet: "klar weiß ich, dass der kunde hier ganz sicher nicht mal das rausbekommt, was er einbezahlt- aber was solls. erstens merkt er es gar nicht und zweitens muß ich ja auch von irgendwas leben. und der bmw da draussen kostet jeden monat auch richtig geld"

ja das ist traurig- aber man sollte alle naivität über bord werfen, in sich kehren und mal ganz reale überlegungen anstellen warum was passiert oder nicht passiert. hier im forum gibt es dazu bereits viele hinweise und berichte. datenreisender stellt ja genügend infos ein beispielsweise.

so, nun aber schluß. das leben ist viel zu schön, um nur über diesen blödsinn nachzudenken. geniesst es und gönnt euch auch mal was. wer weiß wie lange das noch möglich ist in der jetzigen form ;-)) smilie_24

p.s. rechtschreibfehler bitte ich heute ausnahmsweise zu entschuldigen, da ich mit 39 fieber vor der kiste hocke und kaum aus den augen schauen kann. :roll:

Beitrag 10.02.2015, 23:08

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Sinjawski
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Fehlt nur noch der Spruch des Finanzberaters:
" Sie ehaben das Geld, wir die Erfahrung.
Hinterher ist es umgekehrt"

Gute Nacht sverige und co
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Beitrag 10.02.2015, 23:08

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joecoin
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Sinjawski hat geschrieben:Vor der Wuerstchenbude wuerde ich auch eher eine Garage kaufen und vermieten.
Ausserdem habe ich das Gefuehl, dass er in seinem aktuellen Job besser verdient, als der durchschnittliche Wuerstchenverkaeufer.
Was genau hast Du denn an dem Wort "beispielhaft" nicht verstanden?

Fragt sich

Joe

Beitrag 10.02.2015, 23:23

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joecoin
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IrresDing hat geschrieben:
Er soll 10 Jahre vor der Rente noch eine Selbstständigkeit aufbauen? Ich glaube viele unterschätzen hier das Arbeitspensum eines Selbstständigen. Unter einer 45+x Stunden-Woche kommt da niemand raus. Die Kraftanstrengung so etwas zu schultern ist nicht einfach. Und das mit 50+? Will man sich das wirklich antun? Insbesondere bei dem Risiko. Man darf nicht vergessen: Die meisten Unternehmungen gehen in den ersten Jahren bankrott. Dann ist das Geld weg. Und viele die schießen nach, schließlich hat man doch eine solch tolle Idee... Am Ende winkt die Grundsicherung trotz einem arbeitsreichen Leben.

Nein, also Selbstständigkeit so anzupreisen halte ich für fahrlässig. Mein Vater war 40 Jahre selbstständig. Ich habe ihn in meiner Kindheit kaum zu Gesicht bekommen. Dafür war er sehr erfolgreich, keine Frage. Aber wenn der das mit über 50 hätte schaffen sollen (6 Tage-Woche, 9-10 Stunden pro Tag netto) weiß ich nicht.

LG
Marina
Eieiei. Niemand soll hier. Irgendwas.

Du hälst mich für _fahrlässig_, weil ich in einem Thread, in dem seit vier Seiten darüber diskutiert wird, wie man Kapital am besten von einer Anlage in die andere umschichtet, darauf hinweise, dass man Kapital übrigens auch in die eigene Kreativität und Produktivität investieren kann (oder in die anderer).

FAHRLÄSSIG nennst du das.

Der OP ist in einer Pole-Position, in der besten Position, selbst was zu unternehmen. Er ist offensichtlich wirtschaftlich abgesichert, schuldenfrei und hat Geld übrig, das heisst er ist entspannt. Er hat Berufserfahrung und Kompetenz aufgebaut, d.h. he knows his shit. Er muss sich nichtmal Geld leihen um was ausgeben zu können, d.h. er hat alle Zeit der Welt und keinen Stress. Er muss nicht mal selbst ran, wenn er etwas in externe Entwicklung oder auch alles in die Geschäftsidee jemandes anderen, an den und an die er glaubt, investiert.

Er ist in der Königsposition wenn es darum geht, in irgendwiner Art und Weise selbst unternehmerisch aktiv zu werden und Du hälst meinen Hinweis darauf an dieser Stelle für _fahrlässig_.

Na Halleluja!

Und gute Nacht!

Joe, kopfschüttelnd.
Zuletzt geändert von joecoin am 11.02.2015, 09:17, insgesamt 1-mal geändert.

Beitrag 11.02.2015, 02:01

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Sinjawski hat geschrieben:Fehlt nur noch der Spruch des Finanzberaters:
" Sie ehaben das Geld, wir die Erfahrung.
Hinterher ist es umgekehrt"
Vier gute Gründe für den Ausstieg aus der Kapital-Lebensversicherung:
1. Selbst bei moderater Inflation ist die KLV ein Verlustgeschäft.
2. Sachwerte, die eine globale Finanzkrise halbwegs überstehen könnten, spielen in der KLV nur eine marginale Rolle.
3. Die Qualität der von den Versicherern gehaltenen Schuldtitel ist viel geringer, als allgemein angenommen.
4. Die politischen Risiken (z. B. Sonderbesteuerung, Enteignung) nehmen in den kommenden Jahren drastisch zu.
Quelle: http://www.wissensmanufaktur.net/media/ ... -22-24.pdf


Buchempfehlung:
Der Crash der Lebensversicherungen: Die enttarnte Lüge von der angeblich sicheren Vorsorge
http://www.amazon.de/Crash-Lebensversic ... rsicherung


Ein Beispiel aus der Praxis:
Allianz Lebensversicherungspolice aus dem Jahr 1932, geplanter Ablauf im Jahr 1955:
http://www.wissensmanufaktur.net/media/ ... e_1932.pdf

Schreiben der Allianz Lebensversicherung aus dem Jahr 1957:
"Da Sie nicht unter die Bestimmungen des Gesetzes zur Regelung von Ansprüchen aus Lebens- und Rentenversicherungen vom 5.8.1955 fallen, müssen wir Ihnen leider sagen, dass wir eine Leistung aus der Versicherung nicht erbringen können."
http://www.wissensmanufaktur.net/media/ ... _10_30.pdf

Schreiben der Allianz Lebensversicherung aus dem Jahr 1990:
"Leider müssen wir Ihnen mitteilen, daß nach derzeit geltendem Recht aus Versicherungsverträgen, die bis zur Währungsreform im Jahre 1948 in Reichsmark abgeschlossen worden sind, keinerlei Leistungen beansprucht werden können."
http://www.wissensmanufaktur.net/media/ ... _11_26.pdf

Beitrag 11.02.2015, 05:58

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lifesgood
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... ist letztendlich alles eine Frage der Risikoabwägung.

Meine Partnerin z.B. hat eine KLV die schon rund 30 Jahre läuft und in 3 Jahren fällig wird.

Der Garantiezins liegt bei 3%.

Wir haben uns schon mehrmals darüber unterhalten und auch wenn ich kein Freund der KLV bin und meine beiden KLVs schon 2006 in Edelmetalle getauscht hatte, fällt es mir schwer, ihr reinen Gewissens zum aktuellen Zeitpunkt zur Auflösung zu raten. Zumal auch der Auszahlungszeitpunkt vermutlich besser in ihre Lebensplanung passen würde, als ein momentaner Rückkauf.

Da muss man eben auch darauf hoffen, dass es gutgeht. Und IMHO stehen die Chancen so schlecht nicht, dass sich das System über diesen überschaubaren Zeitraum noch Zeit erkaufen kann.

Vor 5 - 10 Jahren hätte ich nicht geglaubt, dass es so lange gutgeht, aber mittlerweile kann ich mir schon gut vorstellen, dass man den toten Gaul noch ein Weilchen reiten wird.

lifesgood

Beitrag 11.02.2015, 06:40

Louisdor
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Registriert: 04.03.2012, 00:53
Es geht hier doch um die nächsten 20 Jahre und so wie es aussieht, werden wir in dieser Zeit die
krassesten Veränderungen unserer Gesellschaft erleben. In zehn Jahren, soviel ist sicher, wird es keine
Rente geben, weder eine Ergänzung zum Lebensminimum, noch etwas anderes, da die Staaten auch in
ganz anderen Bereichen keine finanziellen Mittel ausreichend zur Verfügung haben. Deflation bedeutet
Arbeitslosigkeit in einem bislang noch nicht gekanntem Ausmaß und da werden die Leute andere
Problem haben, als sich mit dem Goldkauf oder einem anderen Investment zu beschäftigen. Sonst würde
es auch nicht Deflation heißen. Es ist dann völlig egal, wohin eine Investition vorher fließt, es wird
gnadenlose Verluste geben, sonst ergibt das Spiel keinen Sinn. Selbst eine neue Währung ist in der Regel
undenkbar, da es einer Bankrotterklärung und Handlungsunfähigkeit der Staaten gleichkäme. Einfach
neues Fiat und ein neues Spiel ist nur eine halbwegs glimpfliche Vorstellung, dass alles anschließend so
weiter geht wie bisher. Dazwischen ist noch eine Menge Spielraum für entsetzlich finstere Zeiten.
Wir sollten uns auch nicht für so schlau halten, da es keinen Menschen gibt, der es in diesem Moment
unterlässt, seine Vermögenswerte zu retten und gerade in dieser Aktion liegt der Denkfehler, weil sich
das Problem so nur schwer lösen lässt. Die Gesellschaft, wir müssen uns umstrukturieren, falls wir eine
Chance haben wollen. Marode Finanzen führen unweigerlich zu einem Versorgungsproblem, welches
am Ende ausschließlich zu einer kriegerischen Auseinandersetzung führt, sobald es um das Überleben
geht. Zur Zeit sind es Aspekte die im Vordergrund stehen. EU Erweiterung in Richtung Osten, um
Rohstoffe zu sichern oder Waffenlieferungen für einzelne islamischen Gruppen. Es sind Lösungsansätze,
weil weder eine Lebensversicherung, noch die Rente oder gar Arbeitsplätze eine nachhaltige
Existenzsicherung gewährleisten. Gold ist zwar eine sinnvolle Anlage, sie kann aber weder ein
Einkommen oder die Altersbezüge ersetzen. In letzter Konsequenz gilt es eben dieses Schwierigkeiten
zu bewältigen. smilie_08

Beitrag 11.02.2015, 07:54

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lifesgood
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Ich denke (hoffe), hier siehst Du zu schwarz für die Zukunft.

Natürlich wird es Verwerfungen geben, aber an den von Dir beschriebenen Szenarien hat niemand ein Interesse und man wird sie mit allen Mitteln zu verhindern versuchen.

Ich sehe eher bei den nächsten Währungsverwerfungen eine weitere Umverteilung von unten nach oben (Mittelstand stirbt aus) und eine weitere Entwicklung hin zur NWO.

Und dagegen kann man sich mit Edelmetallen zumindest ein wenig schützen, auch wenn sie nicht das häufig propagierte Allheilmittel sind.

Kommt es zu den von Dir beschriebenen Szenarien, kann man ohnehin nichts machen und muss sich in sein Schicksal fügen. Aber es wäre doch eine sehr schwarze Zukunftsperspektive, die ich mir so - zumindest über einen längeren Zeitraum - nicht vorstellen kann.

Aber grundsätzlich spricht im Rahmen der Diversifikation auch nichts gegen einen gewissen Cash-Bestand, um sich auch für ein länger anhaltendes Deflationsszenario vorzubereiten. Auch wenn ich selbst eher von einer kurzen Deflationsphase ausgehe, wenn es tatsächlich dazu kommen sollte.

lifesgood

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