Solar und Windenergie

Diskussion zum Thema Investieren in Goldmünzen oder Goldbarren, Vorteile und Risiken, Medien-Hype oder sicherer Hafen

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Beitrag 19.06.2011, 09:59

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Glückskreuzer
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Ich muss gestehen, daß ich vor 10 Jahren nach der Liberalisierung des Strommarktes direkt nach meinem Wechsel zu Ökostrom noch von nunmehr gezählten Tagen der Stromriesen ausgegangen bin. Wenn man sich mal anschaut, wer alles gegen Atomstrom war/ist ist es jetzt, 10 Jahre später, für mich immer noch unbegreiflich warum der Verbraucher hier seine Macht nicht nutzt.

Vielleicht isses einfacher in einer Demo mit zu marschieren als persönliche Konsequenzen zu ziehen.
Sehr merkwürdig smilie_08

Gruß
Glückskreuzer

Beitrag 19.06.2011, 10:44

Querulant
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@Glückskreuzer und @mapleHF smilie_01 vollste Zustimmung
Suedwester hat geschrieben:Energie sparen ist durchaus ein interessantes Thema! Nur, wo wird die meiste Energie verbraucht? Die verbotenen Gluehbirnen brauchten gerade mal 1%. Erzaehlt doch mal der Industrie, dass sie nur noch halbtags produzieren soll. Oder heizt im Winter nicht bis 24 Grad, sondern nur bis 18, und nehmt ein paar Decken und Wollpullover stattdessen.
da stimme ich Dir zu
Suedwester hat geschrieben:Atomausstieg ist an sich eine nette Idee. Dann importieren wir eben den Atomstrom aus Frankreich oder Osteuropa.
auch wieder eine Frage des politischen Willens und der Atomlobby. Wenn alle an einem vernünftigen (und weniger geldgierigen) Strang ziehen würden, dann könnte in allen Ländern der grüne Strom favorisiert werden. Außerdem, soviel ich weiß hatte z.B. Norwegen mal angeboten, nach Deutschland grünen Strom zu exportieren, aber "irgendwer" stäubt sich dagegen. Frag mal warum smilie_08
Suedwester hat geschrieben:Man sollte in Forschung investieren, aber eben auch in die Sicherheit und die Weiterentwicklung von Kernkraftwerken
was ich gehört habe, kann man rein technisch gesehen manche alte AKW's gar nicht sicherer machen. Die müssten abgerissen und völlig neu aufgebaut werden. Selbst wenn sie sicherer wären - eine 100%ige Sicherheit wird nie zu erreichen sein. In keinem Lebensbereich wird man das erreichen können, Restrisiken gibt es immer. Die Frage ist nur, wie schlimm die Auswirkungen sind und ob man diese in Kauf nehmen will. Den Atombefürworter sind diese verheerenden Risiken offensichtlich leider egal
Suedwester hat geschrieben:Ich frage mich nur, wenn die Alternativen so toll waeren, und noch dazu profitabel, warum wurden sie nie in Erwaegung gezogen und durchgefuehrt? Richtig, weil sie eine Menge Geld kosten, subventioniert werden muessen, und zum Teil auch nach Jahrzehnten nicht ausgereift sind
Da gebe ich Dir z.T. Recht, zum anderen Teil ist es aber auch einfach so, dass dies alles von der Atomlobby aus bekannten Gründen unterdrückt wird.
Suedwester hat geschrieben:Ach so, und Windraeder oder Stauseen vor dem eigenen Haus will auch keiner.
Da ist auch was dran, aber wenn genug Forschungsgelder bereit gestellt worden wären und es politisch gewollt wäre, gäbe es sicher schon optimale Lösungen (es gibt ja als Alternativen nicht nur Sonne, Wind und Wasser, sondern z.B. auch Erdwärme usw)
Suedwester hat geschrieben:Frage mich uebrigens auch, wie die ganzen erwachenden Volkswirtschaften, allen voran China, ihren Energiebedarf decken wollen? Wenn sie guenstigen Atomstrom nehmen, dann haben sie einen weiteren Wettbewerbsvorteil ....
Was ist auf lange Sicht an Atomstrom günstiger? Da reichen schon allein die Kosten der Endlagerung, die irgendwie auch auf die Verbraucher abgewälzt werden...
Suedwester hat geschrieben:Muessen halt tausende Kilometer an neuen Ueberlandleitungen gebaut werden (am besten nach Frankreich zum naechsten Meiler).
Warum Überland und nicht Erdkabel? Ja, ich weiß, zu teuer, aber das ist auch alles eine Frage des guten Willens von Politik und Atomlobby. Wie gesagt, die Endlagerung ist auch teuer und wird den nächsten Generationen noch viel teurer zu stehen kommen oder ganz um die Ohren fliegen (ich sage nur Asse z.B.)
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PS: die Atomlobby fährt genug Gewinne ein (was machen die eigentlich mit dem ganzen überschüssigen Geld). Davon könnten die sicher locker paar Erdkabel finanzieren, ohne die gesamten Kosten auf den Verbraucher umlegen zu müssen
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Zuletzt geändert von Querulant am 19.06.2011, 10:54, insgesamt 1-mal geändert.

Beitrag 19.06.2011, 10:53

bau_deine_arche
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Nun es gibt auch hier unterschiedliche Ansätze. Entweder man investiert in Solar oder Windkraftunternehmen, als Alternative zu Aktien & Co., oder man beteiligt sich als Investor an bspw. privaten PV- Anlagen, oder und das sehe ich als wichtiger an, man investiert in eine PV Anlage auf dem eigenen Dach.

Natürlich ist alles immer eine Frage des zur Verfügung stehenden Kapitals. Die eigenen 4 Wände bilden die Basis, diese auch noch schuldenfrei selber zu bewohnen, ist ideal. Ein Brunnen im Garten, oder im Keller für die autake Wasserversorgung - noch idealer. Eine PV Anlage auf dem Dach ist dann eher der krönende Bonus, aber aufgepaßt: Die Stromversorger zahlen einen Betrag X in EUR über 20 Jahre für eine bestimmte Energieleistung. Geht die erbrachte Leistung weit über den Eigenbearf an Energie hinaus, sollte man sich allerdings Gedanken machen, denn bei einer langsamen oder auch schnelleren Entwertung des EUR, spendet man in einigen Jahren die überschüssige Energie dem Energieversorger, da es keine Anpassungsklauseln gibt.

Den Eigenbedarf abdecken ist eine gute und sicher Investition, vorausgesetzt man benötigt keine Kredite für die Anlage. Bei größeren Anlagen, die den Eigenverbrauch drastisch übersteigen, sollte man sich rechtzeitig Gedanken machen, wie man die verbleibende Energie selber nutzen kann, bevor der Energieversorger sie für Nüsse einstreicht. Denn das Speichern der gewonnenen und überschüssigen Energie stellt derzeit noch ein großes Problem dar, oder ist völlig unrentabel.

Im schlimmsten Fall muß man sich aber helfen können. Speichern der Energie in Akkus und bei Bedarf Umwandlung in Wechselstrom, Elektroauto betanken, Herstellung von Wasserstoff, Heizen oder Kühlen, Warmwasseraufbereitung, u.v.m. Viele der aufgeführten Punkte müssen jedoch geplant werden und man tut gut daran, sich rechtzeitig Gedanken darüber zu machen.

Aber dennoch stehen im Vordergrund, die Grundversorgung, Lebensmittel, Trinkwasser und ein Dach über dem Kopf, Sicherstellung der medizinischen Versorgung, danach kommt erst alles andere. Das Leben ist derzeit spannend und bunt. Zulange hat man sich daran gewöhnt, daß das Leben aus Selbstverständlichkeiten besteht.

Hunger - Imbis, Restaurant, oder Supermarkt, wer denkt schon an Garten oder Bauernhof?
Durst - Wasserhahn aufdrehen, Getränkemarkt, etc.
Krankheit - Arzt, Krankenhaus, Apotheke
Kein Geld - zur Bank latschen, oder ggfs. Kredit aufnehmen
Strom - Stecker in die Steckdose
Heizen - Ventil aufdrehen
Tanken - zur Tankstelle fahren und den Rüssel reinhalten

Dies und noch viel mehr sind wir seit der Kinderwiege so gewöhnt. Wenn sich die Zeiten mal ändern sollten und nicht mehr alles so selbstverständlich ist, werden viele sparsam aus der Wäsche gucken. Gold und Silber gehören sicherlich auch in den Katalog der Selbstversorger, denn fast alle hier haben Angst vor Entwertung und Verlust des Ersparten. Der Verlust ist aber erst der Anfang der oben angesprochenen Nöte. Mit Geld, Gold und Silber kann man sicherlich eine Menge erreichen, aber eben nicht alles. Auf die Prioritäten kommt es eben an.
Der Tag wird kommen wie ein Dieb in der Nacht, der Tag wird kommen wenn es keiner erdacht.. Gold kann Vermögen schützen, aber nur Jesus kann ewiges Leben geben.

Beitrag 19.06.2011, 13:07

Suedwester
Seit es in Namibia immer wieder zu Wasserrohrbruechen bzw. Wasserrationierungen kommt, habe ich immer mindestens 50 Liter Trinkwasser im Haus. Man kann sich gar nicht vorstellen, wie schnell eine kleine Wasserreserve aufgebraucht ist, zum Trinken, Kochen, Waschen, Toilette spuelen. Dabei ist Wasser ja normalerweise spottbillig und im Ueberfluss vorhanden. Aber ohne Wasser - hat man ein grosses Problem!

Ein anderes Beispiel. Als ich 2007 in Zimbabwe war, wollte ich eine Kleinigkeit zum Essen kaufen. Aber: In drei Lebensmittelgeschaeften waren alle Regale leer. Voellig leer. Da ueberkommt einen dann schon leichte Panik. Die Taschen voller Banknoten, aber es gibt nichts zu Essen!

Da ist dann alles andere ploetzlich weniger wichtig.

Beitrag 19.06.2011, 13:15

HDFatBob
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Hi an Alle !!

Also zum Thema Windenergie hab ich auch was zu sagen.
Wenn ich so an einem lauen Sommerabend mit meiner Harley durch den Odenwald fahre und mir der Wind durchs Gesicht säuselt, dann ist das für mich auch die pure Windenergie !!!!!
Gibts ne schönere Form von Energiegewinnung ?? smilie_02

Gruß
Ihr Politiker und Bänker: eines Tages, wenn Ihr uns weiterhin so abzockt und ausblutet, wird das Volk sich erheben und es wird Euch richten- dann gnade Euch Gott !!!!
Klagt nicht-kämpft !!

Beitrag 19.06.2011, 15:44

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HerrHansen
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Vieles ist hier ja bereits gesgt.

Jeder hat die Möglichkeit seinen Stromanbieter zu wechelsn, und wenn es halt jährlich ist. Mein Anbieter liefert "grünen" Strom unterhalb des Preises meines Grundversorgers. Nein die Diskussion, ob der Strom wirklich grün ist, der hier ankommt ist nicht zu führen, weil es eh nur bilanziell ist.

Es steht auch jedem frei, sich mit Genossenschaftanteilen z.B. bei Greenpeace energy zu beteiligen und auch so eine Unterstützung zu gewähren. Nein ich arbeite nicht dort, bin aber selbst sein vielen Jahren dort Genosse.

Das Problem der erneuerbaren Energien ist das Leitungsnetz in Europa und auch insbesondere in D. Das aktuelle Netz basiert auf Auslegungen und Planungen der 50er und 60er Jahre. Energie wurde zentral erzeugt und musste verteilt werden. Der regenerative Ansatz geht von einer überwiegend dezentralen Erzeugung aus (Ausnahme Desertec und andere Ideen sowie Offshore-Windparks). Die ehemaligen Netzbetreiber, sprich die alten Energieriesen, die sich mittlerweile von ihren Netzen trennen mussten, haben über Jahrzehnte keine Investitionen in die Netze vorgenommen und bis vor wenigen Jahren den Ausbau erneuerbaren Energien wo immer es ging versucht zu verhindern. Schikanen und alle möglichen Hemmnisse gegenüber Betreibern von EEG-Anlagen standen an der Tagesordnung bzw. stehen es heute noch!
Netzanschlusspunkte werden so gelegt, wie es dem Netzbetreiber am liebsten passt, Kontingente nicht reserviert, Sanierungen von Umspannwerken werden umgelegt und die Zeche zahlt stets der EEG-Betreiber. Obwohl die gültigen Gesetze definitiv anderes vorgeben - weitere Details tuen auch nichts zur Sache.

Aber zurück zu den Netzen: Die Höchstspannungsnetze in Deutschland gehören aktuell einen niederländischen Staatsunternehmen und einem australischen Pensionsfonds. Mit denen eine Modernisierung zu diskutieren wird ein Spaß werden, der aus meiner Sicht im Neubau neuer Netze in vielen Bereichen durch einen Dritten ggf. ein Staatsunternehmen, nach sich ziehen wird. Aus meiner Sicht hätte der Staat die Netze stets selbst betreiben müssen (aber das ist ein anderes Thema). Ein Thema, das aus meiner Sicht auch das Schienennetz der Bahn betrifft.

Jetzt, wo vielen Planern, die sich insbesondere im Bereich der Offshore-Windparks versucht haben, geht mittlerweile das Geld aus. Die Projektrechte haben nun die Riesen gekauft, die jahrelang geschriehen haben und versuchen sich nun grüner darzustellen. Dass EEG 2009 trägt bereits eine eindeutige Lobby_Handschrift und auch das update 2011 lässt nichts anderes erwarten.

Und ganz ehrlich: Die Zeiten, in denen sich viele Kleinanleger an EEG-Projekten direkt beteiligen konnten sind vorbei. Nach dem Boom in den Jahren 1998-2003, Jahre in denen auch viel Schindluder getrieben wurde, ist die Luft langsam raus. Der Staat hat durch Änderungen des ESTG mittlerweile dafür gesorgt, dass es steuerlich nicht mehr lukrativ ist entsprechende Beteilgungen vorzunehmen. Und des weiteren werden kaum noch Projekte angeboten - die Projekte werden heute fast ausschließlich an institutionelle Anleger verkauft. Was heute noch angeboten wird, sind Genussrechte. Bei denen muss man schon auf das Konzept und das Unternehmen schauen - und da gibt es so einige von denen ich die Finger lassen würde.

Sollte aber einer von Euch z.B. die Möglichkeit haben, sich an einem Bürger(wind/solar)Park zu beteiligen, der nicht in Form von prospektierten Beteiligungsmodellen aufgezogen, sondern wirklich durch den Zusammenschluss von Bürgern vor Ort entstehen sollte - lohnt definitiv eine detaillierte Prüfung des Projektes.
bisher >40 erfolgreich abgeschlossene Transaktionen

Beitrag 20.06.2011, 06:10

ACR11
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Registriert: 07.01.2011, 19:10
ich bin zu dem schluß gekommen bei meinen stadtwerken zu bleiben und nicht zum billigeren anbieter zu wechseln. viele der alternativanbieter produzieren ja selbst nicht sondern "handeln" nur mit strom. das wäre zwar gut für meinen geldbeutel, andererseits fehlt dann den stadtwerken das kapital in bereits genannte alternativen langfristig zu investieren. und wenns pro jahr nur ein paar prozent vom umsatz sind die in wind, sonne, wasser etc. investiert werden solls mir recht sein.

was meine eigene energiesparmaßnahmen betrifft: heizen muss ich eh kaum, verwende fast nur mein netbook statt PC, beleuchte nur mit LED's und tausche nach und nach die alten stromverschwendenden elektrogeräte gegen neue, effizientere aus. sparen muss ja nicht gleich verzichten sein. auf der einkaufsliste steht noch das hier

stromverbrauchszähler
http://www.amazon.de/Inspector-Stromver ... XERPVEQPAI

steckerleiste 5 fach, einzeln schaltbar
http://www.amazon.de/Brennenstuhl-Premi ... XERPVEQPAI

und ein paar anständige LED-birnen, die von OSRAM und BIOLEDX kann ich empfehlen, laufen seit 1 jahr ohne probleme sind allerdings in der anschaffung nicht ganz billig.

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