Stiftung Warentest: nur 10 % in Gold anlegen

Diskussion zum Thema Investieren in Goldmünzen oder Goldbarren, Vorteile und Risiken, Medien-Hype oder sicherer Hafen

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Beitrag 08.01.2013, 11:16

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Finerus
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@Bumerang

Fakt bleibt selbst nach Deiner letzten langatmigen Erwiderung:

Den von Dir behaupteten Goldstandard mit direkter Umtauschmöglichkeit von 35 Dollar gegen eine Feinunze Gold für Jedermann, den hat es nicht gegeben. Es gab stattdessen etwas anderes.


Fakt bleibt auch:

90% des Vermögens in Gold anzulegen, stellt ein bedenklich hohes Klumpenrisiko dar.


Ebenso Fakt bleibt:

Jeder von uns kann sich jede beliebige Vorstellung von der Realität machen, die mit dieser selbst wenig bis gar nichts zu tun hat, und diese Vorstellung mit Nachdruck (!) als Dogma verbreiten. Die Rezeption dieses Dogmas ist naturgemäß Sache des Rezipienten, so sehr sich dieser restriktive Umstand auch im Konflikt mit der Vorstellung des dogmatischen Kommunikators befinden mag.
smilie_13
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Beitrag 08.01.2013, 12:41

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Bumerang
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Finerus hat geschrieben:@Bumerang

Fakt bleibt selbst nach Deiner letzten langatmigen Erwiderung:

Den von Dir behaupteten Goldstandard mit direkter Umtauschmöglichkeit von 35 Dollar gegen eine Feinunze Gold für Jedermann, den hat es nicht gegeben. Es gab stattdessen etwas anderes.
Das für jederman hast Du dazu gedichtet. Es war ein Goldstandard in welcher Ausprägung auch immer. Man kann in jedem system ein Schräubchen drehen, und behaupten es wäre ein Anderes System!
Es gab in London einen Goldmarkt, wo man Gold für 35 $ erwerben konnte, von wem auch immer!
Jedenfalls war es kein Fiatgeldsystem! Darum ging es mir!
Jetzt wird wieder das Haar in 10 Teile gespalten...

"Durch ständige Defizite in der amerikanischen Zahlungsbilanz, welche aus dem Kapitalexport herrührten, hatten sich Ende der 1950er Jahre hohe Dollarbestände im Ausland angesammelt, welche die amerikanischen Goldreserven bei weitem überstiegen. Der im Bretton-Woods-System vorgesehenen Goldeinlösepflicht hätten die USA daher nicht mehr unter allen Umständen nachkommen können. Zu einer kurzen Schieflage des Systems kam es bereits Anfang der 1960er Jahre, als sich der Basispreis des Londoner Goldmarktes (35 US-Dollar je Feinunze) nicht mehr halten ließ. Da die Diskrepanz zwischen Angebots- und Nachfrageentwicklung weiterhin fortbestand, konnte auch die Gründung eines Goldpools der großen Notenbanken ab Oktober 1961, welcher den freien Goldpreis auf der Höhe des amtlichen Preises zu halten versuchte, nur eine kurzfristige Lösung schaffen. Das Vertrauen in den Dollar wurde durch die zunehmende Instabilität der hohen Auslandsreserven belastet, obwohl - aus politischen Gründen - kein Staat den Umtausch der eigenen Dollarreserven in Gold gefordert hatte.
"
http://de.wikipedia.org/wiki/Bretton-Wo ... bruch_1973

Finerus hat geschrieben: Fakt bleibt auch:

90% des Vermögens in Gold anzulegen, stellt ein bedenklich hohes Klumpenrisiko dar.
Bumerang hat geschrieben:So würde (und auch tue) ich 90% des verfügbaren Geldes in EM ..
Erst aufmerksam lesen, dann posten!
Finerus hat geschrieben: Ebenso Fakt bleibt:

Jeder von uns kann sich jede beliebige Vorstellung von der Realität machen, die mit dieser selbst wenig bis gar nichts zu tun hat, und diese Vorstellung mit Nachdruck (!) als Dogma verbreiten. Die Rezeption dieses Dogmas ist naturgemäß Sache des Rezipienten, so sehr sich dieser restriktive Umstand auch im Konflikt mit der Vorstellung des dogmatischen Kommunikators befinden mag.
smilie_13
Dem stimme ich zu!
Gruß

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Beitrag 08.01.2013, 12:46

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lifesgood
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Bumerang hat geschrieben:Das Vertrauen in den Dollar wurde durch die zunehmende Instabilität der hohen Auslandsreserven belastet, obwohl - aus politischen Gründen - kein Staat den Umtausch der eigenen Dollarreserven in Gold gefordert hatte.
Doch Frankreich 1969 die hatten nicht nur Dollarreserven in Gold umgetauscht, sondern wollten es (und haben auch) nach Frankreich verbringen.

Auch Deutschland hat in großem Stil Dollarreserven in Gold getauscht, oder was glaubst Du, wo das Deutsche Gold in USA herkommt?

Wenn Du den, von Dir verlinkten Artikel auch gelesen hättest, hättest Du folgendes gelesen ;) :
Frankreich löste eine politische Krise aus, als es 1968 die USA aufforderte, die französischen Dollarreserven nach Frankreich zu liefern und nicht nur in Gold umzutauschen.[8] Der damalige US-Präsident Richard Nixon stoppte am 15. August 1971 die feste Bindung des Dollar an Gold („Nixon-Schock“). 1976 empfahl der IWF seinen Mitgliedern die Aufhebung der Goldbindung der Währungen.
lifesgood

Beitrag 08.01.2013, 13:11

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Bumerang
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lifesgood hat geschrieben:
Bumerang hat geschrieben:Das Vertrauen in den Dollar wurde durch die zunehmende Instabilität der hohen Auslandsreserven belastet, obwohl - aus politischen Gründen - kein Staat den Umtausch der eigenen Dollarreserven in Gold gefordert hatte.
Doch Frankreich 1969

Wenn Du den, von Dir verlinkten Artikel auch gelesen hättest, hättest Du folgendes gelesen ;) :
Frankreich löste eine politische Krise aus, als es 1968 die USA aufforderte, die französischen Dollarreserven nach Frankreich zu liefern und nicht nur in Gold umzutauschen.[8] Der damalige US-Präsident Richard Nixon stoppte am 15. August 1971 die feste Bindung des Dollar an Gold („Nixon-Schock“). 1976 empfahl der IWF seinen Mitgliedern die Aufhebung der Goldbindung der Währungen.
... umgetauscht in Gold hatten mehrere Länder, oder was glaubst Du, wo das deutsche Gold in USA herkommt? Aber Frankreich wollte es auch ausgeliefert haben ...

lifesgood
Natürlich habe ich alles gelesen. Diese Zitate beziehen sich wohl auf die die Situation Anfang der 60-er.
Ich weiß, dass Deutschland den USA versicherten dies nicht zu tun. Die Franzosen haben es massiv getan.
Gruß

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Beitrag 08.01.2013, 13:18

Silbersparer
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Zitat Bommerang

Offiziell konnte man bis 1971 die Dollarscheine in AU tauschen! Und zwar 35$:1OZ Das haben wohl zu viele getan. Durch die Wechselkurse der anderen Währungen, waren auch diese in Gold eintauschbar, also gedeckt! Ja viele (wenn nicht alle) sogar offiziell durch Gold gedeckt! Die Teildeckung war so lange OK, solange man genug Gold hatte um jeden Umtauschwunsch zu befriedigen, bzw genug Waren produziert im gleich Wert um die nicht gedeckten Scheide mit "goldwerten" Gütern doch zu

Frage wer ist man und wo ist der Unterschied zu jedermann?

Beitrag 08.01.2013, 15:54

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Bumerang
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Silbersparer hat geschrieben:Zitat Bommerang

Offiziell konnte man bis 1971 die Dollarscheine in AU tauschen! Und zwar 35$:1OZ Das haben wohl zu viele getan. Durch die Wechselkurse der anderen Währungen, waren auch diese in Gold eintauschbar, also gedeckt! Ja viele (wenn nicht alle) sogar offiziell durch Gold gedeckt! Die Teildeckung war so lange OK, solange man genug Gold hatte um jeden Umtauschwunsch zu befriedigen, bzw genug Waren produziert im gleich Wert um die nicht gedeckten Scheide mit "goldwerten" Gütern doch zu

Frage wer ist man und wo ist der Unterschied zu jedermann?
Du bist anstrengend!

An der LBMA wurde damals wie heute Gold gehandelt! Dort konnte und kann auch heute nicht Jederman Gold kaufen oder verkaufen! Man konnte aber, und zwar Zentralbanken, Bullion Banken, Minengesellschaften, Industrielle, aus Aller Welt Gold kaufen und verkaufen! Gold war damals nicht überall auf der Welt für jederman verboten. Diese jedermänner, einfachen Menschen, kleine Händler Juweliere etc bezogen es von den Größeren die an der LBMA Gold kaufen konnten. Und zwar für 35$ die OZ! An Dollar kamen sie entweder durch vorhandene Währungsreserven, oder durch Exporte, die in Dollar bezahlt wurden!
Gruß

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Beitrag 08.01.2013, 16:11

Silbersparer
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@ Boomerang

Danke für die Erläuterung ich wußte nicht, dass du über den Handel an der Börse sprachst.

Ich dachte die ganze Zeit es ging um die Verpflichtung der FED gegenüber anderen Notenbanken Gold mit einem festen Kurs gegen Dollar auszuliefern.

Mir war auch nicht klar, dass es bei der LMBA einen festen Kurs von 1 OZ gegen 35 USD gab. Sozusgen eine Börse mit festen Kurs.

Manchmal schon sehr verwirrend dem ganzen zu folgen.

Falls ich den Ironie Smile vergessen habe, ich hab ihn nicht gefunden... smilie_13

Beitrag 08.01.2013, 16:23

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Goldhamster79
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Nun erkenne ich den Zusammenhang, den Rest bitte in enteignungsfähige Staatsanleihen und Versicherungsprodukte anlegen, die wiederrum darin investieren müssen smilie_10

Beitrag 08.01.2013, 18:21

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AuCluster
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Finerus hat geschrieben:@Bumerang

Fakt bleibt selbst nach Deiner letzten langatmigen Erwiderung:

Den von Dir behaupteten Goldstandard mit direkter Umtauschmöglichkeit von 35 Dollar gegen eine Feinunze Gold für Jedermann, den hat es nicht gegeben. Es gab stattdessen etwas anderes.

smilie_13
Goldfinger hat sein Gold für 35$ die Unze in UK erworben und für 115$ in Pakistan verkauft. smilie_12
Einen weltweit einheitlchen Goldpreis hat es seinerzeit nie gegeben. Heute, wo Informationen binnen µs um die Welt gejagt werden, schon eher.
Within our mandate, the ECB is ready to do whatever it takes to preserve the euro. And believe me, it will be enough.

Beitrag 08.01.2013, 20:37

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Finerus
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Bumerang hat geschrieben:
Finerus hat geschrieben:@Bumerang

Fakt bleibt selbst nach Deiner letzten langatmigen Erwiderung:

Den von Dir behaupteten Goldstandard mit direkter Umtauschmöglichkeit von 35 Dollar gegen eine Feinunze Gold für Jedermann, den hat es nicht gegeben. Es gab stattdessen etwas anderes.
Das für jederman hast Du dazu gedichtet. Es war ein Goldstandard in welcher Ausprägung auch immer. Man kann in jedem system ein Schräubchen drehen, und behaupten es wäre ein Anderes System!
Es gab in London einen Goldmarkt, wo man Gold für 35 $ erwerben konnte, von wem auch immer!
...
Deine Behauptung der Existenz eines Goldstandards mit freier Goldkonvertibilität im fraglichen Zeitraum habe ich durch die Verdeutlichung "für Jedermann" ergänzt. Sieh diese erläuternde Ergänzung einfach als redundante Paraphrase an, denn eine Eigenschaft des von Dir zitierten Goldstandards, wie er bis zum Ersten Weltkrieg, also lange vor dem von Dir genannten Zeitraum, bestanden hat, war nunmal, daß das gesetzliche Zahlungsmittel direkt und durch Jedermann bei Geschäftsbanken bzw. bei der Zentralbank in Gold umgetauscht werden konnte. Im späteren Bretton-Woods-System standen nur die Zentralbanken im Genuss dieser direkten Umtauschbarkeit. Immerhin schriebst Du ja selbst auf die begriffliche Richtigstellung durch Ladon:
Bumerang hat geschrieben: Hat eine OZ Gold zwischen '34 und '71 35 Dollar nun gekostet oder nicht? Jetzt erklärst Du hier, dass bis 1971 kein Goldstandard herrschte? Nun gut, ist deine Position, die aber so ziemlich gegen alles was man so in offiziellen Quellen finden kann! Du darfst eine Andere Meinung als die offizielle haben, aber, ich nicht .
Leicht ausfallend bist Du auch!
Da Du hier gerne Wikipedia zitierst, der Einfachheit halber ein kurzes Zitat aus dem Wiki-Artikel zum Goldstandard:
"Das Währungsregime des Goldstandards war von 1870 bis zum Ersten Weltkrieg vorherrschend. Der Goldstandard verlor nach dem Ersten Weltkrieg an Bedeutung und fand schließlich durch die Sterlingkrise 1931 sein Ende."

An seine Stelle trat 1944 ein Gold-Dollar-Standard, der bis Mitte 1971 Bestand hatte. Ein kleiner semantischer, aber funktional entscheidender Unterschied.

Wenn Du nun nach Belieben umschwenkst und Deine ursprüngliche Aussage zum Goldstandard generell auf einen Umtausch im weltweiten Goldmarkt beziehst, wird daraus nochmal eine komplett andere Geschichte.

Übrigens gibt es den freien Handel mit Gold - einen Goldmarkt - zu jeder Zeit der Geschichte zumindest an irgendeinem Ort der Welt. Deine Logik konsequent fortgesetzt, müsste man daraus folgern, daß es zu jeder Zeit der Geschichte den Goldstandard gab, zumindest irgendwo auf der Welt, und zwar vom Sumerischen Königreich bis heute. Aber das wäre natürlich Unsinn.


Und nun nochmal zum eigentlichen Thema des Fadens, dem Anteil von Gold am Vermögen:
Bumerang hat geschrieben:
Finerus hat geschrieben: Fakt bleibt auch:

90% des Vermögens in Gold anzulegen, stellt ein bedenklich hohes Klumpenrisiko dar.
Bumerang hat geschrieben:So würde (und auch tue) ich 90% des verfügbaren Geldes in EM ..
Erst aufmerksam lesen, dann posten!
Dies war zur Klarstellung gedacht, weil es zuvor durch Deine ellenlange Auflistung unterschiedlichster Vermögenswerte schon wieder zur Begriffswerwirrung gekommen war. Entgegen des eingangs erwähnten und danach eingehend von allen diskutierten Vermögensanteils beziehst Du Dich plötzlich auf den Anteil des verfügbaren Geldes.

Deshalb ebenso von anderer Seite:
lifesgood hat geschrieben: 90% des verfügbaren Geldes mag in Ordnung sein. 90% des Gesamtvermögens in Edelmetallen ist definitiv zu viel.
Auch ich habe das lediglich nochmal klargestellt, woran Du ja inhaltlich offensichtlich nichts auszusetzen hast. Den Unterschied zwischen Vermögen und Geldmitteln hatte man Dir ja zuvor schon erklärt, wenn auch die beiden Kategorien wieder einmal durcheinandergeraten sind.
;)
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Beitrag 08.01.2013, 21:06

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Die Definition von Geld und Geldvermögen aus Bankersicht:

Die Geldvermögensbestandteile:
– Unter Geld im eigentlichen Sinne versteht man die Forderungen der Nichtbanken an den Bankensektor
mit einer Laufzeit von bis zu zwei Jahren
– Unter Geldkapital versteht man Forderungen an den Bankensektor mit Laufzeiten von über zwei Jahren.
– Das Netto-Geldvermögen einer Nichtbank, also der legitime Anspruch auf reale Güter, besteht aus:
• dem Geld und dem Geldkapital,
• abzüglich der Verbindlichkeiten gegenüber dem Bankensektor.
• Hinzu kommt der Saldo aus Forderungen und Verbindlichkeiten der Nichtbanken untereinander (Netto
der sonstigen Finanzanlagen) sowie
• der Saldo von Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Banken und Nichtbanken des Auslands.


aus http://www.google.de/url?q=http://banke ... IDdKazLuzA

Demzufolge kann Gold kein Geld sein, da es keine Forderung beinhaltet.

um die Verwirrung komplett zu machen:

www.bankenverband.de/downloads/wissens- ... rte-c1.pdf
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Beitrag 08.01.2013, 21:29

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Ken.Guru
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ist gold ein zahlungsmittel ? ja wenn zb. 100 euro draufsteht. ist damit gold=geld ? ja.

ihr könnt dünne bretter bohren, ich nehm da nen nagel und nen hammer. smilie_13

btw, ist geld überhaupt ein zahlungsmittel ?

Beitrag 08.01.2013, 22:16

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plutokrat
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10% in Gold zu gehen, ist doch in Ordnung, wenn das jeder BRD Bürger macht...
man kann auch 30% oder 40% in Gold anlegen, wer noch genug ZEIT hat, um zu warten...
blos nur auf Gold zu setzen wäre der falsche Weg

Die Gedanken die uns lenken führen oft in ein großes Nichts
Wir illusionieren das Vollkommene und vergessen die Welt in der wir leben

Beitrag 08.01.2013, 22:24

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Datenreisender
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plutokrat hat geschrieben:blos nur auf Gold zu setzen wäre der falsche Weg
Stimmt, es gibt ja auch noch Silber ... :wink:

Beitrag 08.01.2013, 22:39

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Sapnovela
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Datenreisender hat geschrieben:
plutokrat hat geschrieben:blos nur auf Gold zu setzen wäre der falsche Weg
Stimmt, es gibt ja auch noch Silber ... :wink:
... und natürlich Wein und Single-Malt.
Insb. Single-Malt ist sehr haltbar und schmeckt auch nach dem crash

smilie_16

Beitrag 09.01.2013, 11:15

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Bumerang
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Finerus hat geschrieben:
Deine Behauptung der Existenz eines Goldstandards mit freier Goldkonvertibilität im fraglichen Zeitraum habe ich durch die Verdeutlichung "für Jedermann" ergänzt. Sieh diese erläuternde Ergänzung einfach als redundante Paraphrase an .....

Wenn Du nun nach Belieben umschwenkst und Deine ursprüngliche Aussage zum Goldstandard generell auf einen Umtausch im weltweiten Goldmarkt beziehst, wird daraus nochmal eine komplett andere Geschichte.

Übrigens gibt es den freien Handel mit Gold - einen Goldmarkt - zu jeder Zeit der Geschichte zumindest an irgendeinem Ort der Welt. Deine Logik konsequent fortgesetzt, müsste man daraus folgern, daß es zu jeder Zeit der Geschichte den Goldstandard gab, zumindest irgendwo auf der Welt, und zwar vom Sumerischen Königreich bis heute. Aber das wäre natürlich Unsinn.
Finerus, was willst Du eigentlich sagen, außer, dass ich Unrecht habe?
Wo ist Deine Position, wenn "das gegen mich sein" weg bleibt?
Wovon willst Du mich den konkret überzeugen, außer dass ich "prinzipiell Unrecht" habe? Ist das der Inhalt Deiner Botschaft?

Oder geht es hier um Inflation, zu der DU keine einzige Aussage getroffen hast in diesem Thread, die entschiedenen ist für die Wahl der Vermögensklassen!
Das ist doch der Kern der Diskussion!

Ist meine "falsche Behauptung" ein Grund meine grundsätzlich Pro Gold Position zu zerreden und schlecht zu reden?

Am Ende kommt mir vor, Du willst wirklich sagen, Fiat ist unvermeidbar, also schön vorsichtig mit EM? Mehr erkenne ich nicht an Botschaften von Dir, außer natürlich die Trotzreaktionen mir gegenüber!


Finerus hat geschrieben: Und nun nochmal zum eigentlichen Thema des Fadens, dem Anteil von Gold am Vermögen:
Bumerang hat geschrieben:
Finerus hat geschrieben: Fakt bleibt auch:

90% des Vermögens in Gold anzulegen, stellt ein bedenklich hohes Klumpenrisiko dar.
Bumerang hat geschrieben:So würde (und auch tue) ich 90% des verfügbaren Geldes in EM ..
Erst aufmerksam lesen, dann posten!
Dies war zur Klarstellung gedacht, weil es zuvor durch Deine ellenlange Auflistung unterschiedlichster Vermögenswerte schon wieder zur Begriffswerwirrung gekommen war. Entgegen des eingangs erwähnten und danach eingehend von allen diskutierten Vermögensanteils beziehst Du Dich plötzlich auf den Anteil des verfügbaren Geldes.
Du machst genau das, was Du mir vorwirfst, "nach Belieben umschwenken" und wenns nicht reicht "ergänzt" Du einfach mein Worte.

Ich hatte weder ellenlange Vermögenswerte aufgelistet, noch mich unklar ausgedrückt! Wenn Du nicht begreifst, was verfügbare Geldmenge bedeutet, dann liegt das ausschließlich an Dir!
Der Beitrag von lifesgood zeigt doch nur das er es offensichtlich verstanden hat!
lifesgood hat geschrieben: 90% des verfügbaren Geldes mag in Ordnung sein. 90% des Gesamtvermögens in Edelmetallen ist definitiv zu viel.
Wer laut und viel spricht hat nicht automatisch Recht! Lass es also einfach gut sein. Mir macht es keinen Spaß mit Dir zu Diskutieren, weil Du, um es gelinde auszudrücken, viel zu subjektiv bist! Auch hast Du mir noch keine neue Erkenntnis geliefert! Durch Deine Beiträge bin ich bzgl Investitionsmöglichkeiten nicht schlauer geworden.
Bin auch deshalb aus dem Silberforum weg! Musst auf meine Beiträge nicht mehr reagieren! Verschwende also keine Zeit mehr.
Gruß

Bumerang
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Beitrag 09.01.2013, 11:38

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Ladon
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@ AuCluster

Der Banker verklausuliert das natürlich in der typisch verquasten Sprache der Ökonomen ...

Das hier Unter Geld im eigentlichen Sinne versteht man die Forderungen der Nichtbanken an den Bankensektor
mit einer Laufzeit von bis zu zwei Jahren
ist nichts anderes als Bargeld und Sichtguthaben (also die Geldmenge M1).

Dazu kommen - wie von mir schon mehrfach gesagt - weitere Geldaggregate UND (!) Geldsurrogate, also das, was in dem Zitat als Geldkapital und den "Forderungen der Nichtbanken untereinander" bezeichnet ist.
Mit anderen Worten: Guthaben und Forderungen JEDER Art!!! Eine Forderung von "Nichtbanken untereinander" ist z.B. ein Wechsel oder ein Schuldschein.
In dem Moment, wo ich Gold an jemanden weiter gebe, um von ihm etwas zu erhalten, entsteht übrigens sehr wohl eine Forderung! Ich will ja was dafür. Diese Forderung mag realiter innerhalb von Sekunden erloschen sein, aber trotzdem. Beim Ausüben der Geldfunktion "Zahlungsmittel" durch ein Goldstück ist diese Forderung durchaus existent.

Allerdings fasst die Ökonomik den Geldbegriff ein klein wenig weiter:
Kurz und prägnant steht es bei Obst/Hintner (und wird so des öfteren auch von der Bundesbank zitiert) (aus: Geld-, Bank- und Börsenwesen; 39. Auflage 1993; S.3): Als Geld gilt, was Geldfunktion ausübt.
Gold ist also auch wenn es nicht "aktiv" wird Geld, weil es die Geldfunktion "Wertaufbewahrungsmittel" recht gut erfüllt.

@ Ken.Guru
Damit dürfte klar sein, dass Geld eben zu einem Teil Zahlungsmittel ist. Nämlich genau dann, wenn es in irgendeiner Form für diesen Zweck benutzt wird. Das Standardzahlungsmittel (Geldmenge M1: Bargeld und Sichtguthaben) für den täglichen Verkehr ist aber wiederum nur ein Teil des Geldes.
Höflichkeit ist keine Schwäche - Empathie ist keine Dummheit - Moral ist nicht moralinsauer

Beitrag 09.01.2013, 12:02

ghel
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Bumerang hat geschrieben:Auch hast Du mir noch keine neue Erkenntnis geliefert! Durch Deine Beiträge bin ich bzgl Investitionsmöglichkeiten nicht schlauer geworden.
Mir war nicht bewusst dass man hier nur posten bzw. Dir antworten soll, um Dir einen Erkenntnisgewinn zu bescheren. Eine interessante, wenn auch weit hergeholte Forderung von Dir.
Bumerang hat geschrieben:Bin auch deshalb aus dem Silberforum weg! Musst auf meine Beiträge nicht mehr reagieren! Verschwende also keine Zeit mehr.
Meine ganz persönliche und damit subjektive Meinung: könntest Du uns den Gefallen tun und Deine Zeit woanders verschwenden? Denn, wieder subjektiv, erfüllst Du die an andere gesetzten Erwartungen (s.o.) selbst nicht wirklich.

Beitrag 09.01.2013, 12:14

Geldsammler
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Für alle, die diese Diskussion auf volkswirtschaftlicher Basis interessiert und die kein Interesse mehr am Bumerang-Diskussions-Gehack haben, hier eine interessante Grafik:
http://www.crp-infotec.de/01deu/finanze ... _netto.gif

Das Privatvermögen teilt sich also ca. 60:40 in Geld- und Sachvermögen.
Beim Sachvermögen sind lt. Steinbeis-Studie sind rund 7000 Tonnen Gold in Privatbesitz (die Zahlen sind alle nur ungefähr und geben nur eine Größenordnung an!). Das macht gerade mal ca. 294 Mrd. Euro in Gold aus. Um die 10% bei Gold zu erreichen müssten also noch 728 Mrd. € (wahrscheinlich vom Geldvermögen) in Gold umgemünzt werden. Damit hätten die Deutschen Bürger dann über 17% des weltweiten Goldes in privater Hand, das wären dann ca. 16.800 Tonnen! Das doppelte der offiziellen amerikanischen Zentralbankreserven in deutscher Hand.
Daran sieht man, dass Finanztest/Stiftung Warentest die angegebenen Zahlen noch nie wirklich durchgerechnet hat.
Dabei müsste jeder pro Kopf nur max. 4 Unzen Gold kaufen, damit wir die 10% erreichen. Ist natürlich für viele scheinbar nicht machbar, weil man ja sein Sparbuch, sein Termingeld, sein dickes Auto etc. nicht in Gold umwandeln will. Aber der Preis für Gold müsste dann durch die Decke gehen. Dann wäre ein Goldstandard faktisch in Deutschland da.
Fazit: die Empfehlung von Stiftung Warentest ist aus volkswirtschaftlicher Sicht zu begrüßen, wird allerdings nie eintreten.

Beitrag 09.01.2013, 12:36

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Ken.Guru
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@ladon
mein letzter beitrag betreffs dieses thema´s sollte mehr oder weniger ein joke sein.

" Als Geld gilt, was Geldfunktion ausübt. " sehe ich genau so und nicht anders.

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