edelmetalle kursentwicklung

Bereich für Edelmetalle wie Platin, Palladium, oder Exoten wie Rhodium, Iridium, Niob, etc.

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Beitrag 28.02.2019, 10:44

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lifesgood
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saho111 hat geschrieben:
28.02.2019, 07:43
Silber ist viel mehr spekulativ, da auch abhängig von der Nachfrage der Industrie. Daher auch die großen Schwankungen.
Vergiss die Nachfrage der Industrie, die Geschichtchen werden immer danach, passend zum Kursverlauf erfunden.

Silber ist ein wesentlich engerer Markt als Gold (Palladium ist noch enger).

Letztendlich machen die Papierzocker den Preis. Es gab KEINEN EINZIGEN fundamentalen Grund, der eine Versechsfachung des Silberkurses in $ von 2008 bis Ende April 2011 gerechtfertigt hätte.

Da wurde gezockt bis der Arzt kommt. Aktuell sehen wir das bei Palladium.

Als nächstes wird wohl Platin kommen und irgendwann ist auch Silber wieder an der Reihe. Wer günstig kauft (wir hatten Palladium im Herbst 2008 gekauft und leider schon bei gut 1100 € Spot wieder abgestoßen) und Zeit hat, wird seinen Schnitt machen.

Man muss sich nur eingestehen, dass die Märkte in der Hand der Zocker liegen und der Zeitpunkt von denen bestimmt wird.

Sollte das Papiergeldsystem vorher zusammenbrechen, hat man den physischen Wert da.

lifesgood

Beitrag 28.02.2019, 18:36

saho111
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lifesgood hat geschrieben:
28.02.2019, 10:44

Vergiss die Nachfrage der Industrie, die Geschichtchen werden immer danach, passend zum Kursverlauf erfunden.

Silber ist ein wesentlich engerer Markt als Gold (Palladium ist noch enger).

Letztendlich machen die Papierzocker den Preis. Es gab KEINEN EINZIGEN fundamentalen Grund, der eine Versechsfachung des Silberkurses in $ von 2008 bis Ende April 2011 gerechtfertigt hätte.

Da wurde gezockt bis der Arzt kommt. Aktuell sehen wir das bei Palladium.

Als nächstes wird wohl Platin kommen und irgendwann ist auch Silber wieder an der Reihe. Wer günstig kauft (wir hatten Palladium im Herbst 2008 gekauft und leider schon bei gut 1100 € Spot wieder abgestoßen) und Zeit hat, wird seinen Schnitt machen.

Man muss sich nur eingestehen, dass die Märkte in der Hand der Zocker liegen und der Zeitpunkt von denen bestimmt wird.

Sollte das Papiergeldsystem vorher zusammenbrechen, hat man den physischen Wert da.

lifesgood
Bin vollkommen bei Dir, dass überwiegend die Zocker die Edelmetallpreise bis zu einem gewissen Grad bestimmen. Wenn etwas schnell nach oben schießt, wird es irgendwann wieder nach unten korrigieren.

Beitrag 28.02.2019, 19:41

Aurargint
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SteveG hat geschrieben:
27.02.2019, 22:16
Grandmaster hat geschrieben:
27.02.2019, 21:09
Bei 50% Verlust oder Schwankung in diesen Bereichen verstehe ich unter wertstabil etwas anderes. Für mich heißt wertstabil, dass eine Ware zumindest die Kaufkraft halten kann. Aber wenn jemand vor Jahren für 30€ gekauft hat und das gleiche heute 14€ wert ist und das ganze als wertstabil ansieht, ist das natürlich auch in Ordnung.
Du hast dir jetzt den Extremfall heraus gesucht.
Meinst du, eine Währung wie der Euro kann nicht 50% verlieren?
Eine Währung kann sogar auf Null fallen, ist schon des öfteren passiert. Mit Silber ist das noch nie passiert.

Gold und Silber haben nach einer Hyperinflation immer noch einen Wert. Dein Sparbuch auch?
Das meine ich mir Versicherung. Auch wenn du auf Biegen und Brechen versuchst, das nicht zu verstehen.
In den paar Jahren, in denen es den s.....ß Euro gibt, soll er 65 % an "Wert" verloren haben. Kann gerade die Quellenangabe nicht finden; vielleicht kann das Forum helfen?!

Beitrag 28.02.2019, 20:55

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lifesgood
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... na dann war man mit EM ja gar nicht so schlecht unterwegs.

Wenn der Euro 65% an Wert verloren hat, heißt das, dass ein € nur noch 35 Cent Kaufkraft hat. Das heißt im Umkehrschluß, dass ein Asset den 2,86 fachen Wert von damals haben muß, um die Kaufkraft erhalten zu haben.

Am 1.1.2002 war der Spotpreis für 1 Oz Silber bei 5,10 €, aktuell bei 13,71 €, müßte aber bei 14,58 € liegen, also Kaufkrafterhalt knapp verpaßt.

Der Spotpreis für die Oz Gold war am 1.1.2002 bei 314,24 €, müßte jetzt 898,73 € haben, aktuell 1.155,30 €, also mehr als die Kaufkraft erhalten.

Der DAX startete mit 5.110 Punkten ins Jahr 2002. Multipliziert mit 2,86 müßte er jetzt bei 14.615 Punkten stehen, steht aber bei 11.520 Punkten.

lifesgood

Beitrag 02.03.2019, 00:54

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MaciejP
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Dieser Inflationsrechner gibt für den Zeitraum von 2000 bis heute einen Kaufkraftverlust von gut 24% bzw. durchschnittlich 1,44% p.a. an. Eine Anlage müsste demnach das 1,32-fache eingebracht haben, um den Kaufkraftverlust zu kompensieren.

Eine Betrachtung "Gold seit Einführung des Euro", die auch in vielen einschlägigen Medien oftmals herangezogen wird, ist m.E. völlig verzerrt. Sie vergleicht die Zeit einer extremen Edelmetallhausse mit einer Zeit extremer Niedrigzinsen. Am schlimmsten ist dann noch, die Goldperformance als Maß für "tatsächliche" Inflation heranzuziehen. Nach derselben Logik müsste in der Zeit von 1980 bis 2000 extreme Deflation geherrscht haben, was offensichtlich Unsinn ist.
„Wenn der Durchschnittsmichel Gold kauft, kann er keine Fehler machen.“ – „Gold fliegt nicht weg.“

Beitrag 02.03.2019, 17:12

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Ladon
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Also ich finde, dass der sch...ß Euro sich garnicht so schlecht macht im Vergleich mit St. Demark
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Andere gibt es schon genug

Beitrag 03.03.2019, 01:10

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MaciejP
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Der Punkt ist eben, es ist bei den großen Währungen weniger "der Euro", "der Dollar" oder "die D-Mark", sondern im Wesentlichen das wirtschaftliche Umfeld drumherum. Mit einem Euro hätte es damals ebenso hohe Inflationsraten gegeben wie heute niedrige unter der alten oder einer neuen Mark.
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