Frage zum Silberpreis!

Diskussion zur Geldanlage in Silber. Fachwissen zu Silbermünzen, Silberbarren und Sammlermünzen

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Beitrag 04.03.2012, 01:17

Louisdor
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Hallo, ich bin neu hier smilie_23 und interessiere mich für Silber. Mit Gold habe ich ja schon ein bisschen Erfahrung,
aber bei Silber scheint die Sache komplizierter zu sein. Irgendwie muss ich schließlich kalkulieren, was ich
da habe. Es geht mir da um die Begriffe Spot, Schmelzpreis und bankhandelsfähig. Sehe ich das richtig,
für 999er Münzen oder Barren bekomme ich (fast) immer den Spot? Wie sieht es mit dem Zustand aus, ist
ein untergewichtiger oder unbekannter Barren noch bankhandelsfähig und gibt es für verkratzte Münzen
den Spot oder zählt da bereits der Schmelzpreis. 5 DM Gedenkmünzen gibt es zwar viele, trotzdem scheint
es darauf keinen Spotpreis zu geben. Gibt es da bestimmte Regeln, die vom Silbergehalt abhängig sind?
Wie bildet sich der Schmelzpreis? Einige bieten für absoluten Silberschrott mehr, als man anscheinend bei
der am meist bietenden Schmelzanstalt bekommt. Da stellt sich natürlich die Frage, ob es für Händler
Sonderkondition gibt, oder andere Schleichwege, die den Preis bilden, vorhanden sind. Ich versuche
natürlich zu unterscheiden, wo sich die Werte von der Spekulation und dem Sammerwert trennen. Freue
mich aber auch über jeden anderen Hinweis, der Licht in das Gremurkse bringt.
FG

Beitrag 04.03.2012, 10:50

frankdieter50
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smilie_23 hallo louisdor,

bin zwar auch recht neu im Forum, will versuchen, dir einige Fragen zu Beantworten.

Spot = geschäft bei sehr preisbeweglichen Produkten ( Rohstoffe, auch Finanzprodukte ), wobei der Preis eines bestimmten Termins zur Grundlage des Geschäfts wird. Daher wird auch eine schnellstmögliche Bezahlung durch den Käufer erwartet, üblicherweise 48 Stunden, ohne Feiertage.

Schmelzpreis= zb. 925 Silberbecher ( aus Sterlingsilber )1 kg, spot 26,26€/oz x 32,15 oz/kg = 844,26€ x 0,925 = 781€
abzuziehen ist der Aufwand für das Einschmelzen und die Händlerprovision, ich denke ca.1 Drittel, dh. du bekommst dafür vielleicht 520€ oder noch weniger

Bankhandelsfähig sind m.E. nur Bullionmünzen und Barren die von Anerkannten Herausgebern kommen
( Münzprägeanstalten und Scheideanstalten u.ä. ), außerdem ein übliches Handelsgewicht haben
( 1/4, 1/2 , 1, 2, 5, 10, 100 oz bzw. Barren 1g bis 1000g und mehr bei Silber bis 15 kg ), in einem möglichst herstellungsfrischen Zustand sind.
Untergewichtige Barren wird eine Bank wahrscheilich nicht ankaufen, eher ein Händler aber da wirst du wahrscheinlich nur den Schmelzpreis bekommen.

Ich hoffe, ich konnte helfen
Mfg :oops:
Zuletzt geändert von frankdieter50 am 04.03.2012, 12:35, insgesamt 1-mal geändert.

Beitrag 04.03.2012, 11:54

jaeger19
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Louisdor hat geschrieben:Hallo, ich bin neu hier smilie_23 und interessiere mich für Silber. Mit Gold habe ich ja schon ein bisschen Erfahrung,
aber bei Silber scheint die Sache komplizierter zu sein. Irgendwie muss ich schließlich kalkulieren, was ich
da habe. Es geht mir da um die Begriffe Spot, Schmelzpreis und bankhandelsfähig. Sehe ich das richtig,
für 999er Münzen oder Barren bekomme ich (fast) immer den Spot? Wie sieht es mit dem Zustand aus, ist
ein untergewichtiger oder unbekannter Barren noch bankhandelsfähig und gibt es für verkratzte Münzen
den Spot oder zählt da bereits der Schmelzpreis. 5 DM Gedenkmünzen gibt es zwar viele, trotzdem scheint
es darauf keinen Spotpreis zu geben. Gibt es da bestimmte Regeln, die vom Silbergehalt abhängig sind?
Wie bildet sich der Schmelzpreis? Einige bieten für absoluten Silberschrott mehr, als man anscheinend bei
der am meist bietenden Schmelzanstalt bekommt. Da stellt sich natürlich die Frage, ob es für Händler
Sonderkondition gibt, oder andere Schleichwege, die den Preis bilden, vorhanden sind. Ich versuche
natürlich zu unterscheiden, wo sich die Werte von der Spekulation und dem Sammerwert trennen. Freue
mich aber auch über jeden anderen Hinweis, der Licht in das Gremurkse bringt.
FG
Hallo und herzlich willkommen hier im Forum "Louisdor".
Das sind sehr viel Fragen auf einmal.
Wenn du schon Erfahrungen mit Gold hast, ist es mit Silber nicht sehr viel anders.
Zu nächst solltest Du für dich klären, warum du Silber haben willst.
So wie ich es aus deinen Zeilen lese, geht es um reine Anlagemöglichkeiten, sprich Wertsicherung.
Dann rate ich zum Kauf von Feinsilberunzen in Münzform wegen der geringeren MWSt.
Die Kurststeigerungen in den nächsten Jahren, sind bei Silber denke ich weit höher als beim Gold zu erwarten.
Für die Sache mit dem Schmelzschrott solltest Du dich selber ganz langsam einarbeiten, das braucht Zeit und ist nich ganz Risiko los. Ich rate da Neulingen von ab.
Mit 5 und 10 DM Münzen machst du nichts falsch, die sind noch problemlos zu bekommen auch nahe am Spot.
Die kannste dann auch im absoluten Ernstfall auch zum Bezahlen nehmen.
Wenn du Schrott in einer Scheideanstalt scheiden lassen willst, ist das als Privatperson nicht so einfach.
Da sind auch mindestens 10 kg nötig um einen einigermaßen sinnvollen Kosten/ Nutzen zuhaben.
Ich hoffe ich konnte etwas helfen. smilie_24

Beitrag 04.03.2012, 13:46

Louisdor
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Für die Antworten bedanke ich mich. Wenn ich das richtig verstanden habe, ist für die
Bankhandelsfähigkeit nicht nur das Gewicht maßgebend, sondern auch der Zustand.
Bei den gebrauchten Silberbarren ist mir zum Teil aufgefallen, dass sie wegen ihrem
Gewicht schon mal stark bestoßen oder durch das Anfassen angelaufen sind. Das
würde aber auch heißen, dass alte Sachen nicht überwiegend eingeschmolzen werden,
sondern so wieder in den Handel geraten? Bei älteren Bullionmünzen würde sich dann
ja die Frage stellen, ob es in 30 Jahren dafür noch einen Markt gibt. Die Abwertung
von Spot zum Schmelzpreis fühlt sich irgendwie sehr herb an. :shock: Zum Beispiel gibt es die
Degussa nicht mehr und demnach würde irgendwann bei den Barren die
Bankhandelsfähigkeit enden?
Mit freundlichen Grüßen!

Beitrag 04.03.2012, 14:12

Louisdor
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Bei 5 DM Stücken traue ich mich nicht so recht ran! Der Spot würde nach meiner Rechnung bei 6 Euro
liegen mit einem Schmelzpreis von 4,60. Irgendwie fehlt mir da die Grundlage, mit welchen Marktpreisen
ich ernstlich rechnen muss! :P
FG

Beitrag 04.03.2012, 17:09

frankdieter50
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Entscheidendt für den Sammlerwert ist die Auflagenhöhe, der Zustand bzw. Erhaltungsgrad (bei älteren Münzen oder auch Barren ), das Motiv ( zB. Lunare 2, akatuell, Jahr des Drachen, 1oz 300.000 Stück limitiert)die Anzahl der Sammler ( weltweit- Lunare 2 oder mehr Regional- DM oder € Gedenkmünzen ).

Geh davon aus, dass DM und € Silbergedenkmünzen im Regelfall mindestens den aktuellen Kurs in € wert sind eher mehr da hier sehr viele Sammler am Markt sind. Eine solche Münze wird nur zum Schmelzwert abzusetzen sein, wenn sie stark beschädigt oder zerstört ist. Außerdem übersteigt momentan der Silberwert bei allen deutschen Silbergedenkmünzen den aufgeprägten Zahlungswert.

Eine Patina auf älteren Silbermünzen muss den Sammlerwert nicht unbedingt mindern !!
Sie lässt sich mit geeigneten Bädern leicht entfernen.

Auch bei den unlimitierten Anlagemünzen wie Wiener Philharmoniker, Libertad, American Eagle, Maple Leaf( die bekanntesten ) gibt es eine kleine Wertsteigerung bei deutlich älteren Jahrgängen, da damals wesentlich geringere Auflagen geprägt wurden als das heute der Fall ist.( weltweit steigende Zahl an Sammlern )

Wenn du nur Werterhalt mit deinem Geld betreiben willst, sind die o.g. Münzen die erste Wahl.
Setzt du auf Wertzuwachs durch Sammeln, dann sind die australischen Münzen wie Känguruh, Koakaburra, Koala, der neuseeländische Kiwi, chinesischer Panda, die Britannia und andere wie BRD-Silbergedenkmünzen,
die bessere Wahl.
Natürlich gehört dazu eine große Portion Geduld und gute Nerven, da speziell Silber starke Preisschwankungen haben kann.
Jedoch schätze ich persönlich ( kann hier nur für mich sprechen!! ), das Silber perpektivisch die besten Wertsteigerungschancen je oz hat.
MfG smilie_07

Beitrag 04.03.2012, 18:38

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Titan
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Louisdor hat geschrieben: Die Abwertung von Spot zum Schmelzpreis fühlt sich irgendwie sehr herb an. :shock: Zum Beispiel gibt es die Degussa nicht mehr und demnach würde irgendwann bei den Barren die
Bankhandelsfähigkeit enden?
Mit freundlichen Grüßen!
Hallo Neuling smilie_24
Du unteliegst hier einem gewaltigen Irrtum:

Auch HEUTE werden die alten DEGUSSA-Barren normal gehandelt....die sind LBMA-zertifiziert.
Die Firma selbst gibt es so wie vor vielen Jahren NICHT mehr.Habe bei pro aurum selbst alte Barren
schon ge-und auch verkauft...

Und schau Dir mal diese Seite an,der alte Name wurde von einer Gesellschaft (Schweiz) gekauft...und das Geschäft in München gibt es seit vorigem Jahr :

http://www.degussa-goldhandel.de/

Sogar Werbebanner auf der gold.de-Seite ist vorhanden!!
T.
Ergänzung: trenn Dich von "bankhandelsfähig"--Münzen und Barren müssen "handelsfähig" sein,auch außerhalb von Banken
"Das Leben ist Schwingung.Verändere Deine Schwingungen--
und Du veränderst Dein Leben"
"Die kürzesten Wörter ( ja,nein ) erfordern das meiste
Nachdenken"
Pythagoras von Samos

Beitrag 04.03.2012, 19:48

olymp78
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Ist zwar leicht OT, aber ich denke falls es zu einem großen Crash kommen sollte sich kein Schwein für die Sammlermünzen interessiert. Solange das System gut weiter läuft kann ich mir schon Vorstellen das Sammler für die Lunare und co. mehr zahlen, aber wenn z.B. eine Situation wie in den 20er Jahren oder nach den beiden Weltkriegen (insbesondere dem 2.) dann wird dir keiner mehr geben als den reinen Materialwert. Ich denke nicht das eine solche Notlage eintritt, und ich hoffe es auch nicht, aber da viele hier ja gerade deshalb EM horten um sich vor derlei Katastrophen so gut wie es geht zu schützen sollte dieser Aspekt auch erwähnt werden.
Anfänger in EM :-)

Beitrag 04.03.2012, 21:10

Louisdor
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Das mit den Degussabalken hört sich wirklich erfreulich an. Aber was ist in dem Sinn "handelsfähig"? Im
Nachbarthema quält sich auch jemand mit der Frage, was sein -1 Pound giant silver- an Wert hat. Eingangs
wollte ich die Frage eventuell mit dem Silberanteil von 999 klären und ob es da eine Abhängigkeit vom Zustand
gibt. Den ideellen Wert bei Medaillen möchte ich natürlich gerne ausschließen, um später in keine
Abhängigkeit vom Zustand zu geraten.
Bedanke mich für die Antworten!

Beitrag 05.03.2012, 07:38

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AuCluster
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Bei den Silbergedenkmünzen gibt es ein größeres Problem. Es fehlt die Standardisierung! Es gibt jahrgangsabhängig DM/€-Münzen aus 625 bzw. 925 Silber, aber auch Gedenkmünzen, die überhaupt kein Silber enthalten. Bei den Euro-Münzen kommt erschwerend hinzu, dass es auch noch 17 verschiedene Prägeländer gibt bzw. geben könnte. Wenn alle 17 Euroländer Gedenkmünzen mit verschiedenen Silbergehalt herausgeben, steigt da doch kein Mensch mehr durch. Also alles ab in die Schmelze zum Schmelzpreis!

Beitrag 05.03.2012, 10:40

silverscout
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Meines Erachtens eignen sich die DM-/Euro-Silbergedenkmünzen derzeit nicht zur Kapitalanlage.

Die derzeitigen Verkaufsangebote liegen alle (weit) über Spotpreis, zumal in diesem Segment auch eine eher irrationale Silbernachfrage greift (Börsianer würden sagen "Putzfrauen-Börse" oder "Schatullen-Sammeln".

Wenn man nicht gerade passionierter Motiv-Sammler ist oder wenn man nicht eine ungeheuren Spaß an den enorm arbeits- und kostenintensiven ebay-Verkäufen hat, dann gibt es für diese Münzen keine leicht zu nutzende, vernünftige Marktgängigkeit zu Sammlerwerten. Ein aktuelles ebay-Angebote zeigt, das selbst die bei Sammlern begehrte Silber-Gedenkmünzen in pp-Qualität, im Blister, in größerer Stückzahl (hier 350 Stück) keine Interessenten finden, die den Spotpreis zahlen. Ausnahme allerdings 5DM-Silberadler

Im Zweifelsfall ist der nachhaltige Wert "Schmelzpreis" und nicht Spotpreis (aktuell: Spot: 836 €/kg, Schmelzpreis ca. 650€/kg bzw rd. 150 - 200 €/kg unter Spot).

Aber einen Trostpreis habe ich noch: Auch bei den begehrten Bullionmünzen (z.B. Maple oder Philharmoniker) liegen zwischen Verkauf und Ankauf rd. 10 -15 % "Wertverlust". Diesen "Schmerzfaktor" sollte man einkalkulieren - und dann erscheinen auch Anlage in DM- oder Euromünzen wieder attraktiver.Preise auf Höhe oder 5 % unter Spot sind ok.

Beitrag 05.03.2012, 12:33

sonstwer
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silverscout hat geschrieben:Meines Erachtens eignen sich die DM-/Euro-Silbergedenkmünzen derzeit nicht zur Kapitalanlage.

Die derzeitigen Verkaufsangebote liegen alle (weit) über Spotpreis, zumal in diesem Segment auch eine eher irrationale Silbernachfrage greift (Börsianer würden sagen "Putzfrauen-Börse" oder "Schatullen-Sammeln".
Das sehe ich nicht so!
Man kann zumindes in kleinem Umfang 925er Silberzehner für unter 15 Euro erjagen. Inkl. Versand!
Die haben kein Sammlerpotential, aber das hat eine Unze Philharmoniker für 29,50Euro auch nicht.
Wenn mich 2x16g Silber mit Versand also weniger kosten, als im Vergleich eine "Standard-Unze" wüsste ich nicht, warum das nicht zur Anlage in Silber geeignet sein soll.
Sicherlich haben die keinen Sammlerwert mehr. I.d.R. ist das, was man da bekommt zwischen vz und ss+ einzuschätzen. Gelgentlich sind aber auch bessere dabei :-)
Ich bin mir sicher, dass ich die jederzeit zum ähnlichen Preis wie das Silber in Standard-Unzen hier oder drüben loswerden würde.
silverscout hat geschrieben: Wenn man nicht gerade passionierter Motiv-Sammler ist oder wenn man nicht eine ungeheuren Spaß an den enorm arbeits- und kostenintensiven ebay-Verkäufen hat, dann gibt es für diese Münzen keine leicht zu nutzende, vernünftige Marktgängigkeit zu Sammlerwerten. Ein aktuelles ebay-Angebote zeigt, das selbst die bei Sammlern begehrte Silber-Gedenkmünzen in pp-Qualität, im Blister, in größerer Stückzahl (hier 350 Stück) keine Interessenten finden, die den Spotpreis zahlen. Ausnahme allerdings 5DM-Silberadler
Das Angebot ist an mir sicherlich vorbei gegangen.
Allerdings bin ich bei Silberzehnern auch nur auf "Material mit Nennwertabsicherung" aus und Kleininvestor. 350 Stück wären mir auf einen Schlag einfach zu viel.
silverscout hat geschrieben: Im Zweifelsfall ist der nachhaltige Wert "Schmelzpreis" und nicht Spotpreis (aktuell: Spot: 836 €/kg, Schmelzpreis ca. 650€/kg bzw rd. 150 - 200 €/kg unter Spot).
Auch wenn Angaben pro kg üblich sind, finde ich die Angabe in "Unze" einfacher. (Aktuell bei esg z.B. 20,56Eur/Oz)
Gelegentlich sollte man sich einen Überblick darüber verschaffen, wie viel Euro man jetzt aus seinen Sachwerten machen kann.
In meiner, zugegebenermaßen sehr konservativen und vorsichtigen, Berechnung setze ich für EMs ebend nur den Schmelzwert an. Da kann ich mir sicher sein, für diesen Betrag auch meine EMs loszuwerden. (Nicht, dass ich das vorhätte. Gelegentlich ist ein Überblick über die gesamten eigenen Finanzen aber notwendig)
silverscout hat geschrieben: Aber einen Trostpreis habe ich noch: Auch bei den begehrten Bullionmünzen (z.B. Maple oder Philharmoniker) liegen zwischen Verkauf und Ankauf rd. 10 -15 % "Wertverlust". Diesen "Schmerzfaktor" sollte man einkalkulieren - und dann erscheinen auch Anlage in DM- oder Euromünzen wieder attraktiver.Preise auf Höhe oder 5 % unter Spot sind ok.
MapleHF hatte es mal erwähnt, dass bei der aktuellen Volatilität 10% irgendwie fast nicht's sind ;-)
Du sprichst für den "neueinsteiger" aber eine wichtige Sache an:
Den Spread!
Die Spanne zwishcen Ankauf und sofortigem Verkauf ist von Münze zu Münze teilweise sehr unterschiedlich! Bei Barren natürlich noch höher.
Das gibt einem einen guten Überblick darüber, wie die einzelnen Stücke 'akzeptiert' werden.

Beitrag 05.03.2012, 15:07

Louisdor
10 Unzen Mitglied
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Registriert: 04.03.2012, 00:53
Interessanter Gedanke mit den unterschiedlichen Silberanteilen bei Gedenkmünzen! Mit der 625er
Legierung habe ich auch ein komisches Gefühl im Bauch. Den Deutschen hat man ja damals nicht
unbedingt viel Silber in die Hand gedrückt. 625er ist fast der Gipfel an Münzverschlechterung.
Ein eigenwilliger Stil, wenn Demokraten gleich so ihr Geschäft beginnen. Ich mag mir auch nicht
vorstellen, dass man mit ein paar Gedenkmünzen Reparationsleistungen begleichen wollte!

Genau, an den Schmelzpreis (zu 650/kg) kommt man nur in sehr geringen Umfang ran. Auch das mit
der -Putzfauen-Börse- ist einleuchtend. Aber immer wenn es zwischendurch nach professionellen
Handel riecht, liegt die unterste Grenze bedeutend über dem Preis (von 650 Euro je kg). Zudem kommt
mitunter eine unheimliche Schwankungsbreite dazu. smilie_08

Nehmen wir die 5 DM in Silber. Schmelzpreis 4,60 Euro, in der Bucht im unteren Durchschnitt für 4,50
ohne Porto zu bekommen. Markttechnisch ist nicht viel mehr drin! Führt Porto zu einem höhern
Silberpreis als an der Börse? :P
Zuletzt geändert von Louisdor am 05.03.2012, 16:13, insgesamt 2-mal geändert.

Beitrag 05.03.2012, 15:26

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eurone
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Titan schrieb:
Ergänzung: trenn Dich von "bankhandelsfähig"--Münzen und Barren müssen "handelsfähig" sein,auch außerhalb von Banken
"bankhandelsfähig" bedeutet doch nicht das diese zertifizierte Barren und Münzen nur mit oder innerhalb von Banken gehandelt werden!
Alle Münzen und Barren sind "handelsfähig",genau wie altes Silberbesteck oder Zahngold.
Versuche aber mal 1 Kg Barren von Cook Island an eine Bank zu verkaufen oder die neueren von Degussa.Selbst einige Händler nehmen diese nicht an.

siehe dazu auch hier:
Ich selbst kaufe nur "good delivery".

Also der Gedanke sich von den Begriff "bankhandelsfähig" zu trennen ist ein Ratschlag für Göde,MDM und Co
Fans die nicht die Sicherheit brauchen genau das Gewicht und den Silber/Goldgehalt zu bekommen welcher
vom Hersteller versprochen wird.
Der sicherste Reichtum ist die Armut an Bedürfnissen.

Beitrag 05.03.2012, 15:43

MapleHF
eurone hat geschrieben: Versuche aber mal 1 Kg Barren von Cook Island an eine Bank zu verkaufen oder die neueren von Degussa.Selbst einige Händler nehmen diese nicht an.
... als ich letztes Jahr Ende April einen Teil meiner Silberbestände verkauft hatte, waren da unter anderem auch CookIsland Münzbarren und Heraeus Barren dabei.

Händler zahlen ja nur Nettopreise, aber für den Cook-Island kg-Münzbarren habe ich damals mit 1.020 € deutlich mehr bekommen, als für den Heraeus-Barren mit 969 €.

War alles am selben Tag, bei einem großen Händler.

Soviel dazu, dass die Händler keine CookIsland Münzbarren nehmen ...

MapleHF

Beitrag 05.03.2012, 15:48

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eurone
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MapleHF
Soviel dazu, dass die Händler keine CookIsland Münzbarren nehmen ...
habe ich nicht behauptet.
Bitte richtig lesen.
Der sicherste Reichtum ist die Armut an Bedürfnissen.

Beitrag 05.03.2012, 16:13

MapleHF
... Du hattest geschrieben, dass selbst einige Händler CookIsland-Barren nicht annehmen.

Welche denn, nenne doch ein paar!!! Wer die verkauft, hat auch einen Ankaufspreis drinstehen.

Der ist teilweise, wie z.B. bei auragentum sogar höher als der Ankaufspreis des normalen Barren.

Ich selbst habe ja keine mehr, weil ich den ganzen Agenturkäse weghaben wollte. Aber man sollte die Leute nicht in die Irre führen und ihnen 19%-MWSt.-Barren empfehlen, die sie teurer kaufen müssen und für die sie dann mitunter weniger bekommen, als für die 7%-MWSt.-Münzbarren.

MapleHF

Beitrag 05.03.2012, 16:46

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eurone hat geschrieben: bankhandelsfähig" bedeutet doch nicht das diese zertifizierte Barren und Münzen nur mit oder innerhalb von Banken gehandelt werden!
Alle Münzen und Barren sind "handelsfähig",genau wie altes Silberbesteck oder Zahngold.
Versuche aber mal 1 Kg Barren von Cook Island an eine Bank zu verkaufen oder die neueren von Degussa.Selbst einige Händler nehmen diese nicht an.
siehe dazu auch hier:
Ich selbst kaufe nur "good delivery".
Also der Gedanke sich von den Begriff "bankhandelsfähig" zu trennen ist ein Ratschlag für Göde,MDM und Co
Fans die nicht die Sicherheit brauchen genau das Gewicht und den Silber/Goldgehalt zu bekommen welcher
vom Hersteller versprochen wird.
Hallo eurone smilie_24

Hier eine Klarstellung zu "handelsfähig":
In ganz Berlin gibt seit Jahren bei KEINER Bank einen EM-Schalter mehr--verkaufen geht nur privat
oder eben bei EM-Händlern wie pro aurum,gold-exchange...
Übrigens:der NEUE Degussa-Goldbarren ist (eine Unze) LBMA-zertifiziert,schau mal auf die Internetseite

http://shop.degussa-goldhandel.de/1-oz- ... goldbarren
T.
"Das Leben ist Schwingung.Verändere Deine Schwingungen--
und Du veränderst Dein Leben"
"Die kürzesten Wörter ( ja,nein ) erfordern das meiste
Nachdenken"
Pythagoras von Samos

Beitrag 05.03.2012, 16:57

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eurone
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MapleHF
Händler welche den Kram verkaufen werden ihn auch sicherlich wieder ankaufen.
Händler haben ihrerseits wiederum Handelspartner von denen Sie ihre Ware vertraglich beziehen,hat nun ein Händler
keine Geschäftbeziehung zu solchen Agenturen oder solche Münzbarren nicht gelistet wird er diese auch nicht annehmen,wobei hingegen auch ohne Geschäftbeziehung z.B. Perth Mint er Lunare annehmen würde da sie
LBMA zertifiziert sind.
Ich hätte auch Andorra schreiben können,Cook sollten nur als Beispiel einer Agenturausgabe dienen.

Nochmal die Bitte "richtig lesen"und mir nicht irgendetwas unterstellen.
Eine Empfehlung Barren zu kaufen habe ich nicht gegeben,weder direkt noch indirekt.

Aber eines macht mich ja neugierig.Warum ist jetzt plötzlich was du anpreist Agenturkäse, den du selbst weg haben wolltest.
Schon merkwürdige Argumentation.
Der sicherste Reichtum ist die Armut an Bedürfnissen.

Beitrag 05.03.2012, 17:05

MapleHF
... ich will mich ja nicht mit Dir streiten.

Mir geht es nur darum, dass man in der momentanen Situation mit einem Standardbarren Geld verschenkt.

Und das doppelt, einmal beim Kauf und einmal beim Verkauf.

Es freut mich ja für Dich, dass Du es Dir leisten kannst Geld zu verschenken (Zitat: "Ich selbst kaufe nur good delivery") und kann Dir bei Bedarf gerne meine Konto-Nr. per PN schicken smilie_10 , aber für die Mehrheit der User hier gilt das eben nicht.

Was meine Argumentation zu den Agenturgeschichten angeht. Ich denke, dass ich im Aufbau meiner Bestände schon deutlich weiter bin als die meisten hier, weil ich es eben schon deutlich länger mache ;). Da ändern sich die Schwerpunkte. Und wenn man dann bei einer Kursübertreibung etwas abgibt, dann natürlich das woran man am wenigsten hängt. Ist doch logisch, oder?

Würde ich heute anfangen, würde ich wie damals das kaufen, wo es am meisten Silber fürs Geld gibt, um eben möglichst schnell möglichst viel Silber zu haben.

MapleHF

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