Hilfe, in welche münzen sollte ich anlegen

Diskussion zur Geldanlage in Silber. Fachwissen zu Silbermünzen, Silberbarren und Sammlermünzen

Moderatoren: Ladon, Forum-Team

Beitrag 15.01.2011, 08:26

hanshans
½ Unze Mitglied
Beiträge: 5
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Danke für soviel antworten und hinweise zu meiner frage
Ich denke ich werde mir langsam in kleinen mengen etwas anschaffen
so annonym wie möglich und vieleicht klappt es ja, das ich diesigen
Heiligabend 1oz in meinen händen halte..funkelfunkel. :D
smilie_14 smilie_24

Beitrag 16.01.2011, 05:04

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TimmThaler
10 Unzen Mitglied
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Kleine Mengen sind zwar auch ok, aber es ist zu bedenken, daß Du dann pro Materialmenge viel mehr Geld ausgibst als bei 'handelsüblicheren' Stückelungen, und da ist eben die Feinunze (oz) immer noch 1. Wahl, bei den Barren auch 50 oder 100 gr..
Der teuerste 'Spaß' sind 1 gr.-Barren, und der neue Unfug mit 1/20-oz-Mini-Münzen oder den 1-gr-11-mm-Münzchen ist auch eher Geldschneiderei als Geldanlage.
Besser man sammelt zunächst etwas Geld an, und beobachtet die Preisentwicklung (sie kann durchaus ja auch mal runtergehen in Euro wie letzte Woche, 5% abwärts). Ist der Kurs dann auf attraktivem Niveau, kauft man ein größeres Stück, in Deinem Fall also vielleicht 1/4 oz für aktuell 287,6 EUR, dagegen der 1/10 kostet 122,1, das sind immerhin 305,25 je 1/4-Unze, also ein Aufgeld von um die 6%. Gegenüber der Feinunze (1 oz KR kosten 1.071,6 €) beträgt das Aufgeld sogar knapp 14%.
Dagegen im Ankauf beim Händler bekommst Du 1/10, wenn Du auch nur 1/10 Material abgibst. Denn einen 'Sammlerwert' haben die millionenfach geprägten KR naturgemäß nicht.

Vielleicht kommen für Dich auch Souvereigns in Frage, das sind Anlagemünzen aus alter Zeit, Gold-Feingewicht: 7,3224 g = 0,2354 oz., also knapp unter der 1/4 Unze, die bekommt man mit ungefähr 2,4 bis 3% Aufgeld auf den Materialwert, da sie auch in Millionenauflage geprägt wurden, bereits umgelaufen, also ggf. abgegriffen sind, da sie jahrzehntelang im britischen Empire ganz normales Zahlungsmittel waren (bis die Engländer dann den Goldstandard abschafften). Souvereigns sind, wie die Krugerrands, 917/1000-er Gold, also mit Kupferbeimischung, etwas rötlicher/dunkler und etwas größer (und schwerer) als 999,9/1000-er wie z.B. die kanadische Marple Leaf oder die Goldbarren.

Für Souvereigns trommeln natürlich die Münzhändler nicht so stark, da es keine aktuellen Prägungen sind, die man direkt von den jeweiligen Münzen mit hübschen Aufschlägen an das Publikum weiterverkauft.

Wenn Du z.B. eine verheerende Inflation, Zusammenbruch des Weltwirtschaftsystems etc. erwartest, dann kann, später, diese kleine Stückelung ohnhin von Vorteil sein. Denn dann sind gut transportierbare, möglichst kleine Wertgegenstände 1. Wahl. Der 1 oz-KR wäre dann, um sich z.B. Lebensmittel zu kaufen, viel zu unhandlich.

Deshalb denke auch an Silbermünzen, die aber leider MWSt. kosten, zum Glück (bisher) nur 7%.

Da man Gold und Silber nicht essen kann, wirst Du in der Krise auf Deine Schätze zurückgreifen müssen. Reich werden dann, wir kennen das nach dem Krieg, die Bauern. Die hatten damals so viele Perserteppiche in der Scheune rumstehen, die wußten gar nicht wohin damit.
Manche sagen, die Regierung sei unfähig. Das stimmt nicht. Die sind zu allem fähig!
*
Erfolgreich gehandelt mit: Joschi, silverlion, Horst, MelXX, Wetterfrosch, nameschonweg, Jimpanse, Todeja, Edelmetallinvestor, xmio, Robin8888, Goldschürfer, eugene

Beitrag 16.01.2011, 08:22

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Ladon
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TimmThaler hat geschrieben:Kleine Mengen sind zwar auch ok, aber es ist zu bedenken, daß Du dann pro Materialmenge viel mehr Geld ausgibst als bei 'handelsüblicheren' Stückelungen, ...
Hallo TimmThaler - erstmal willkommen hier (mit Deinem Lachen ist alles ok, ja? smilie_24 )

Ich würde den o.a. Satz nur eingeschränkt gelten lassen. Solange keine "Notsituation" da ist, verkaufst du heute eine kleine Stückelung ja auch mit dem (Kleinstückelungs-)Aufschlag wieder, weil sich jeder an den vorhandenen (Händler-) Angeboten orientiert. Ich rate immer dazu auch mal was zu verkaufen. Zwischendurch, einfach so. Das gibt einem "ein gutes Gefühl" (gerade für Leute, die "neu" im Metier sind (Gewinne sind auch im ersten Jahr bis 600 (?) Euronen steuerfrei)). Man spürt, dass man tatsächlich mit dem gehorteten EM was werthaltiges hat und dass es tatsächlich praktisch umsetzbar ist.

Zu den kleineren Stückelungen: Neben Sovereigns gibt es oft auch Kaiserreich-Mark, 2 Rand Stücke, Vrenelis usw. nahe am Spot.
Höflichkeit ist keine Schwäche - Empathie ist keine Dummheit - Moral ist nicht moralinsauer

Beitrag 16.01.2011, 08:39

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Circle
500 g Barren Mitglied
Beiträge: 620
Registriert: 26.12.2010, 20:10
Ich mag auch kleinere Münzen, man kann sich auch mal eine leisten ohne lange zu sparen.
Und wie heisst es: Kleinvieh macht auch Mist :lol:

Ladon hat natürlich recht wenn er darauf hin weist, dass der höhere Aufschlag meist auch wieder reinkommt. Wer verkauft schon bankhandelsfähige Münzen zum Schmelzpreis?

Und selbst in einer Krise hätte ich lieber 10x 1/10 Unze als eine große Münze wenn ich zum Bauern oder Bäcker einkaufen gehe.
Last not least: Vergiss Silber nicht! Gold wurde zu allen Zeiten immer mal wieder verboten, der Handel staatlich kontrolliert. Silber als "Verbrauchsmaterial" war davon frei.
Nein, eine Kristallkugel habe ich nicht -
aber eine eigene Meinung ;-)

Beitrag 16.01.2011, 15:34

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Silberhamster
1 kg Barren Mitglied
Beiträge: 1258
Registriert: 22.12.2010, 19:54
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Hallo, ich würde ABRATEN Goldmünzen bei Händlern zu kaufen ( generell) da man da aufscheint und bei einem allfälligen Goldverbot dann der Dumme wäre. Wenn irgendwo im Umkreis von 50 km ein Händler ist dort bar kaufen und sei es 1/10 Unhze pro Monat und 50,oo € weglegen für die erst Viertelunze. Rechnungen immer erschön aufheben !!Banken kann man als Käufer und Verkäufer einfach vergessen, mit wenigen Ausnahmen, die wollen Daten haben !! Beim Kauf vom privat über internet die Versandkosten mitberücksichtigen, wenn also ein seriöser Händler in der Nähe ist, dort nachfragen. Besser eingie Zehntelunzen als bunt bedrucktes Papier. Immer nur das anlgen, was man in a b s e h ba r e r Zeit nicht benötigt.
Wahre Worte sind nicht schön, schöne Worte sind nicht wahr ( Laotse)

Beitrag 16.01.2011, 22:08

gummersbacher
10 Unzen Mitglied
Beiträge: 117
Registriert: 12.04.2010, 22:40
Ladon hat geschrieben:
TimmThaler hat geschrieben:Kleine Mengen sind zwar auch ok, aber es ist zu bedenken, daß Du dann pro Materialmenge viel mehr Geld ausgibst als bei 'handelsüblicheren' Stückelungen, ...
Hallo TimmThaler - erstmal willkommen hier (mit Deinem Lachen ist alles ok, ja? smilie_24 )

Ich würde den o.a. Satz nur eingeschränkt gelten lassen. Solange keine "Notsituation" da ist, verkaufst du heute eine kleine Stückelung ja auch mit dem (Kleinstückelungs-)Aufschlag wieder, weil sich jeder an den vorhandenen (Händler-) Angeboten orientiert. Ich rate immer dazu auch mal was zu verkaufen. Zwischendurch, einfach so. Das gibt einem "ein gutes Gefühl" (gerade für Leute, die "neu" im Metier sind (Gewinne sind auch im ersten Jahr bis 600 (?) Euronen steuerfrei)). Man spürt, dass man tatsächlich mit dem gehorteten EM was werthaltiges hat und dass es tatsächlich praktisch umsetzbar ist.

Zu den kleineren Stückelungen: Neben Sovereigns gibt es oft auch Kaiserreich-Mark, 2 Rand Stücke, Vrenelis usw. nahe am Spot.
Genauso.Ich fahre öfter zur Münzmesse nach Moers.Da bekommt man die von Ladon genannten fast
immer ca. 3 % über Spot.
Die 1/4 Unzen kaufe ich nur bei einem Händler.
Mit etwas Glück hat dieser Händler auch 1/4, 1/2 Unzen oder sogar 1/10 Unzen und der
verkauft einfach nach Gewicht. Also 1/10 Unze kostet genau 10% der Unze.
Bei den Online-Händlern wäre mir 1/10 Unze wie TimmThaler schon schrieb allerdings auch zu teuer.
Zudem wird man bei diesen Tafelgeschäften nicht registriert.

Beitrag 19.01.2011, 17:58

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Enno+Tara
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Hallo Forenmitglieder,

hier meine Meinung zum Investieren in (Silber-)Münzen:

Silbermünzen sind in Deutschland mit dem ermäßigten Mehrwertsteuersatz von 7 % belegt, für Silberbarren sind hingegen 19 % fällig. Darum empfehle ich Privatleuten grundsätzlich den Kauf von Münzen.
Kookaburra und Koalas bieten sich an, die bessere Investition ist nach meiner Ansicht allerdings die Lunarmünze! Sie hat den größten Sammlerwert!
Maple Leaf, American Eagle, Philharmoniker, Libertad usw. sind zwar bei gleichem Gewicht in der Regel etwas preisgünstiger, sind aber wohl "nur" reine Investitionsmünzen. Sie haben in der Regel immer ein konstantes Münzbild und entwickeln so keine richtigen Sammlermärkte.
Das australische Münzprogramm (u.a. Lunar, Koala, Kookaburra) lohnt sich dagegen viel eher. Das weitaus interessanteste Investitionsobjekt hiervon ist die australische Lunarmünze! Es gibt 12 verschiedene Münzen, die sich am chinesischen Tierkreiszeichenkalender orientieren. Somit ist eine Lunar-Serie nach 12 Jahren abgeschlossen. Die Münzen werden nur im Ausgabejahr geprägt und in späteren Jahren nicht nachgeprägt! Es kommt zu unterschiedlichen Prägezahlen und damit zu deutlichen Sammleraufschlägen.
Interessant ist zudem die Stückelung dieser Münzen: Es gibt sie in 1/2, 1, 2, 5, 10 Oz sowie Kg und dazu noch in "normal" Silber, coloriert und gildet (Goldauflage).

Zusammenfasend halte ich das Lunarprogramm für Silverinvestoren mit begrenzten Mitteln für sehr interessant.
Also dann mal viel Spaß beim richtigen Sammeln und Investieren.

Enno+Tara

Beitrag 19.01.2011, 18:06

silberjunge
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Registriert: 17.04.2010, 10:22
Wohnort: Hessen
Hallo @all:

ich kann meinem Vorredner (Enno+Tara) nur zustimmen.
Mein Schwerpunkt liegt auch bei den australischen Lunarer ( div. Größen) und den chinesischen
Pandas. Auch wenn hier die Auflage stark erhöht wurde, haben die meiner Meinung nach trotzdem
ein hervorragendes Wertsteigerungspotential!!!

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