Diskussionen zu Gold, Silber und Wirtschaft. Willkommen im Forum von Gold.de Preisvergleich für Gold und Silber - sowie im Marktplatz
(private Angebote und Gesuche) mit Edelmetallen, Münzen, Barren und Zubehör.
FORUM LOGIN
Zugangsdaten vergessen? Hier klicken
NEU HIER?
Als registriertes Mitglied hast du vollen Zugriff auf
alle Funktionen des Forums und den privaten Marktplatz.
zurück 1 2 3 
 ... 
 12 13 14 15 weiter
vom: 14.01.2017, 11:27
lifesgood Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
... sollte die Inflation wirklich nachhaltig steigen, wird es spannend, ob dann in Folge auch die Zinsen steigen. Bei den extremen Staatsverschuldungen, hätten Zinserhöhungen fatale Folgen für die Haushalte.
Selbst im relativ soliden Deutschland, würde 1% höhere Zinsen schon mit über 20Milliaren € zu Buche schlagen, also einem Vielfachen des aktuellen Überschusses.

Sieht man sich die letzten Bundeshaushalte an, so sind die kleinen Überschüße der letzten Jahre nicht durch besondere Leistungen des Finanzministeriums entstanden, sondern schlicht und ergreifend, gesparte Zinsen.

Hält man bei anspringender Inflation am aktuellen Zinsniveau fest, so ist der kleine Sparer und Altersvorsorger der Dumme.

lifesgood
vom: 14.01.2017, 11:34
VfL Bochum 1848 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
lifesgood hat Folgendes geschrieben:
...
Hält man bei anspringender Inflation am aktuellen Zinsniveau fest, so ist der kleine Sparer und Altersvorsorger der Dumme.

lifesgood


... und die Gefahr einer immer höher steigenden und sich aufschaukelnden Inflationsrate steigt dann rapide.
Aber vielleicht ist ja genau das beabsichtigt.
_________________
VfL Bochum? -Find ich gut!
vom: 14.01.2017, 17:49
Mehrgoldfüralle Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Die EZB wird die Zinsen nicht steigen lassen, weil sie das nicht kann. Ein positiver Realzins würde in kurzer Zeit einen Verfall der Eurozone auslösen. Die Sparer und Vorsorger werden also weiter gemolken, das hatten wir ja kürzlich schonmal, das Thema meine ich.
_________________
"Ich fürchte nicht die Rückkehr der Faschisten in der Maske der Faschisten, sondern die Rückkehr der Faschisten in der Maske der Demokraten"
Adorno
vom: 07.03.2017, 10:34
VfL Bochum 1848 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Rufe nach einer Zinswende

EZB-Chef Draghi tanzt auf dem Drahtseil

Die Inflation steigt, und die EZB wird - vor allem in Deutschland - gedrängt, ihre ultralockere Geldpolitik zu beenden. Die Notenbank wird dem am kommenden Donnerstag wohl nicht nachkommen. Dennoch wird EZB-Chef Draghi auf der Sitzung sehr gefordert sein:

http://www.n-tv.de/wirtschaft/EZB-C....seil-article19732447.html
_________________
VfL Bochum? -Find ich gut!
vom: 10.03.2017, 07:08
KROESUS Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Ehrlich gesagt finde ich die Quasinullzinsen auf Staatsanleihen gut, da muessen sich die Ultrareichen bzw Fonds usw wenigstens ihre Hirnwindungen bemuehen um die Teuerung zu schlagen.
Viele hochbezahlte Manager schaffen das nicht.
Und der gemeine Haeuslesbauer bekommt immer noch Kredite fuer 2% wenn er mit dem Banker ab und zu ein Schnaepsle trinkt
_________________
In unsicheren Zeiten kann Gold eine gute Wertanlage sein
vom: 10.03.2017, 09:26
lifesgood Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Das Problem ist nur, dass die Reichen ihre Kohle meist in Firmen usw. investiert sind.

Der Dumme bei den Niedrigzinsen ist der kleine Mann mit seiner privaten Altersvorsorge.

lifesgood
vom: 10.03.2017, 12:43
Goldhamster79 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
lifesgood hat Folgendes geschrieben:
Das Problem ist nur, dass die Reichen ihre Kohle meist in Firmen usw. investiert sind.

Der Dumme bei den Niedrigzinsen ist der kleine Mann mit seiner privaten Altersvorsorge.

lifesgood


Richtig, es wird letztlich jeder Kleinsparer bestraft, der keine großen Schulden hat und seine Altersvorsorge, die er sich vielleicht gerade so jeden Monat vom Mund abspart, wird ihm keine Freude mehr bereiten.
Ergo: Die Zinspolitik verschärft das Problem der zukünftigen Altersarmut vehement.
_________________
"Mit 90 % aller Menschen nicht übereinzustimmen,
ist eines der wichtigsten Anzeichen für geistige Gesundheit."
Oscar Wilde
vom: 10.03.2017, 13:07
KROESUS Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Der kleine Mann waere schoen bloed wenn er von seinem freien Ersparten Staatsanleihen kauft.

Da ist ein Guetle oder ein Aeckerle schon wesentlich klueger.
Und wenn man es schafft auf das Guetle auch noch ein Haeusle zu bauen sieht es noch besser aus.

Wenn man sich dann davon trennen muss oder will hat man in der Regel einen anstaendigen Mehrwert.

Schlimm genug dass die abhaengig Beschaeftigten in der Regel bei der Rente beschi..en werden.
_________________
In unsicheren Zeiten kann Gold eine gute Wertanlage sein
vom: 10.03.2017, 18:55
Mehrgoldfüralle Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
@Krösus
Im Faden "Acht Menschen reicher als...." kannst du nachlesen, daß die "Ultrareichen" sich nicht mit Nullzinsen zufrieden geben. Deren Vermögen sind um etwa 10 % gestiegen, wenn ich mich recht entsinne.

Edit
Es sind 16 %.
_________________
"Ich fürchte nicht die Rückkehr der Faschisten in der Maske der Faschisten, sondern die Rückkehr der Faschisten in der Maske der Demokraten"
Adorno
vom: 10.03.2017, 20:57
lifesgood Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Die entscheidende Frage ist, sind die Vermögen der Superreichen um diese 16% gestiegen, oder ist nur der Wert des Vermögens gestiegen?

Das ist ein Unterschied, den ich an einem Beispiel verdeutlichen möchte:

Wenn Du am Jahresanfang bei einem Kurs von 1.000 € 10 Unzen Gold besitzt, hast Du ein Vermögen von 10.000 €. Wenn du im Laufe des Jahres eine Unze dazu kaufst und am Jahresende der Kurs immer noch bei 1.000 € steht, ist Dein Vermögen um 10% gestiegen. Du hast ja eine Unze mehr als vorher.

Wenn Du jedoch nichts dazu kaufst, sondern der Kurs von 1.000 € auf 1.100 € steigt, ist dein Vermögen nicht gestiegen (Du hast ja immer noch 10 Unzen), nur der Wert des Vermögens ist auf 11.000 € gestiegen.

Da die wesentlichen Bestandteile der Vermögen der Superreichen ja aus Firmenanteilen, Aktien usw. besteht, gehe ich davon aus, dass von den 16% wohl mindestens 10% auf Wertsteigerungen beruhen und nicht auf Vermögenssteigerungen.

Die können sich alle bei Herrn Draghi bedanken, der monatlich zig Milliarden in die Märkte pumpt und so die Kurse treibt.

Für uns Kleine spielt es nicht die entscheidende Rolle, ob das Vermögen steigt, oder nur der Wert desselben. Denn ob man für 11 Unzen zu 1.000 € oder für 10 Unzen zu 1100 € dann letztendlich 11.000 € bekommt ist egal. Weil wenn wir verkaufen, beeinflußt das den Wert nicht.

Anders ist es, wenn heute eine Frau Klatten die Hälfte ihres BMW-Aktienpaketes oder ein Bill Gates die Hälfte seiner Microsoft-Aktien auf den Markt wirft.

lifesgood
vom: 10.03.2017, 22:04
Mehrgoldfüralle Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Das ist lustig, du hast mich fast zum Grübeln gebracht. Der Wert meines Vermögens ist das Vermögen. Das kann schwanken, 16 % habe ich nicht geschafft. Es mag durchaus sein, daß Frau Klatten und Herr Gates eine Menge Aktien haben. Mag auch sein, daß die starken Schwankungen unterliegen. Sogar, daß sie wertlos werden, weil jemand ein ordentliches Betriebssystem ersinnt (ja, ich kenne Linux, ist sogar auf dem Rechner mit den wichtigsten Daten) oder ein billigeres besseres Auto baut. Sorgen um die Beiden mache ich mir trotzdem nicht. Da bleibt schon noch das eine oder andere Stückchen Land oder Gold übrig. Da werden wir nicht aushelfen müssen.

Edit

Falls Frau Klatten oder Herr Gates nennenswerte Pakete anbieten, bekommen sie mehr als den jeweiligen Aktienkurs. Sie werden sie weder dir noch mir noch Hinz oder Kunz anbieten, sondern dem, der sie brauchen kann und das bezahlt.
_________________
"Ich fürchte nicht die Rückkehr der Faschisten in der Maske der Faschisten, sondern die Rückkehr der Faschisten in der Maske der Demokraten"
Adorno
vom: 11.03.2017, 06:10
Ladon Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Mehrgoldfüralle hat Folgendes geschrieben:
...
Falls Frau Klatten oder Herr Gates nennenswerte Pakete anbieten, bekommen sie mehr als den jeweiligen Aktienkurs. Sie werden sie weder dir noch mir noch Hinz oder Kunz anbieten, sondern dem, der sie brauchen kann und das bezahlt.
...


Deswegen sagte er wohl mit Bedacht: "auf den Markt wirft" ...

smilie_16
_________________
When the Four Horsemen galloped, a stock of gold pieces, cunningly concealed or surreptitiously carried, has often meant the difference between living and dying.

Roy W Jastram (The Golden Constant; 2009; ISBN: 978-1-84720-261-1)
vom: 11.03.2017, 09:30
lifesgood Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Genau so ist es Ladon, und wenn dieses Aktienpaket weder die Chance der feindlichen Übernahme, noch die Möglichkeit der Einflußnahme bietet (die sind ja nicht doof), wird auch niemand bereit sein, in großem Stil über Kurs zu bezahlen, sondern das Angebot wird den Kurs senken.

Wir Kleinen haben die Möglichkeit, durch den verkauf unserer Vermögenswerte, das Geld 1:1 auf den tisch zu legen, oder für etwas Anderes zu verwenden. Diese Möglichkeit hat der Superreiche nicht. Wobei sich aber hier mein Mitgefühl in engen Grenzen hält Wink

Aber es war nur ein Denkanstoß, den ich mal so reinsetzen wollte, ohne ihn totdiskutieren zu wollen.

Gerade wir Edelmetallbugs wissen doch, dass sich Wertsteigerungen auch wieder in Luft auflösen können.

Was hatte z.B. der Silberanleger von den 50$ im April 2011, wenn er nichts verkauft hat? NOTHING!

Der Grundansatz meiner Überlegungen ist eben, dass Wertsteigerungen von Vermögen nicht zwangsläufig nachhaltig sind. Diese Erfahrungen machen wir bei den Edelmetallen, das läßt sich aber auch auf andere Vermögenswerte übertragen, wie der Immo-Crash in den USA gezeigt hat.

Wird jedoch das Vermögen an sich gesteigert durch den Zukauf der 11. Unze Gold, so ist dieser Zuwachs nachhaltig.

Die Superreichen, profitieren von den EZB-QE-Programmen, die Unternehmenswerte in meines Erachtens, nicht fundamental begründete Höhen treiben. Aber das wird nicht auf Dauer Bestand haben können. Und wenn irgendwann nicht mehr zig Milliarden € monatlich in den Markt gepumpt werden, werden wieder fundamentale Fakten zählen. Da man aber dazu die Bevölkerung als Käufer braucht, sehe ich in diesem Fall die Aussichten nicht so prickelnd. Und wenn so ein Unternehmen nicht mehr rentabel arbeiten kann, sinkt der Wert rapide. Das kann sogar unter 0 gehen, wenn entsprechende Altlasten vorhanden sind.

lifesgood

P.S.: Ich bin weit davon entfernt, hier für die Superreichen Partei zu ergreifen, aber wenn hier einfach mal Zahlen wie 16% Vermögenszuwachs in den Raum gestellt werden, hinterfrage ich das.
vom: 12.03.2017, 06:33
Ladon Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Zwei Faktoren gibt es, die Unwägbarkeiten mit sich bringen:
Bei der "nominalen" Preisentwicklung für einen materiellen Vermögenswert (oder Rendite aus einem solchen) ist es ja auch wichtig, das Umfeld einzubeziehen. Nominale Inflation ist "kein Problem", wenn sie gleichmäßig auf ganzer Front stattfinden würde.
Tut sie aber nicht. Alle Bezieher fester Einkünfte haben ein Problem. In der Regel stiegen Löhne und Gehälter langsamer als die Preise (und Mieten). Das führte Anfang der 1920er zu diesen legendär schlechten Zuständen.
Es geht also nicht nur um die "Fundamentalwerte", sondern auch darum, mit welchem Maßstab sie bestimmt werden.
Zweitens ist das "Diversifizieren" eines sehr großen Vermögens etwas anderes, als das , was unsereins darunter versteht. Es ist für kleine, mittlere, ja auch noch große, in der Gesamtheit (!) ein nach unten abgesichertes System.
Bei einem sehr großen Vermögen wird jedes einzelne Standbein so groß sein, dass es alleine "reicht". Fließt das Geld hier nicht mehr, tut es das in einem anderen Bereich ausreichend (klassisch: Aktien, Immo, Edelmetall; geht aber natürlich erheblich differenzierter). Die eventuellen Verluste trägt man ja nicht aus eigener Tasche.
Der Geldfluss bestimmt sich letztlich aus dem "Wert" der Vermögensanlage.
Der wiederum wird dann auf breiter Front wiederum (jetzt gleich mit den kleineren Vermögen) ausgeglichen.
Dabei ist zu beachten: 10% von 10 Milliarden ist 1 Milliarde. 10% von 500.000 sind 50.000
Den jeweiligen Besitzern dürfte Steigerung und Verlust um 10% die gleiche Freude oder den gleichen Schmerz bereiten. Aber härter auf Kante genäht ist das alles beim kleinen Vermögen.
Oder: selbst bei riesigen nominalen Wertverlusten des "Superreichen" ist das anteilsmäßig vielleicht gar nicht so viel.
_________________
When the Four Horsemen galloped, a stock of gold pieces, cunningly concealed or surreptitiously carried, has often meant the difference between living and dying.

Roy W Jastram (The Golden Constant; 2009; ISBN: 978-1-84720-261-1)
vom: 12.03.2017, 10:35
lifesgood Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Nun ich denke nicht einmal, dass die Reichen deutlich mehr Rendite erwirtschaften, als die Kleinen.

Aber sie haben einen entscheidenden Vorteil. Durch die Höhe des Einkommens ist der Anteil des Einkommens, das man für die Lebenshaltung (auch bei höherem Lebensstandard) benötigt, deutlich geringer und der Anteil am Einkommen, der dem Vermögenszuwachs zufließt eben größer.

Der Kleine muss, wenn er sich was schaffen will, wie z.B. eine eigengenutze Immobilie, sogar noch finanzieren und Zinsen bezahlen. Das heißt er muss aus seiner geringeren Sparquote auch noch Zinsen bezahlen, da geht der Vermögenszuwachs ungleich langsamer.

Und hier kommen wir zu einem Punkt, wo ich unserer Regierung massive Vorwürfe machen muss.

Wenn ich zurückdenke, als ich 1989 unser Haus gekauft hatte, so gab es da für eigengenutzten Wohnraum nach §10b oder 10e EStG und auch mit Baukindergeld, doch Förderungen, die heute in dem Mass nicht mehr bestehen.

Andererseits werden Hunderttausende Menschen ins Land geholt (nein, ich möchte keine Flüchtlingsdiskussion anfangen, aber eben Fakten festhalen), ohne Wohnungsbauprogramme aufzulegen.

Selbst bei uns hier auf dem flachen Land sind die Mieten bei Neuvermietung seit 2015 um 1,-- € bis 1,50 € pro qm gestiegen. Das heißt die Einnahmen der Vermieter steigen und die Kosten der Mieter steigen auch. Also wächst das Vermögen des Reichen noch Schneller und das Vermögen des Kleinen noch langsamer, weil mit der Miete die Lebenshaltungskosten steigen.

Da hätte es sich doch angeboten, in Zeiten niedriger Zinsen die Anschaffung von eigengenutzten Immobilien ein wenig zu fördern, denn mit jedem Mieter, der in ein Eigenheim zieht, wird ja auch eine Mietwohnung frei und entspannt die Situation auf dem Wohnungsmarkt. Aber offensichtlich ist das nicht gewollt Sad

lifesgood
vom: 12.03.2017, 11:02
Mehrgoldfüralle Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Doch, wer reich ist, "erwirtschaftet" deutlich mehr. Man nennt das den Cantillon-Effekt. Wo das Geld zuerst ist, unterliegt es noch keiner Inflation. Je weiter es "nach unten" geht, desto weniger Kaufkraft hat es. Erwirtschaftet steht in Gänsefüsschen, weil Geld quasi von allein mehr wird, je mehr man hat. Dies wird der Realwirtschaft gestohlen. Ich habe das in mehreren Beiträgen erläutert.
_________________
"Ich fürchte nicht die Rückkehr der Faschisten in der Maske der Faschisten, sondern die Rückkehr der Faschisten in der Maske der Demokraten"
Adorno
vom: 12.03.2017, 11:44
lifesgood Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Der Cantillon-Effekt bezieht sich ja auf die Geldschöpfung und bestätigt ja nur meine Aussage weiter oben, dass die Reichen an der QE-Politik der EZB profitieren. Aber wenn die Aktienkurse steigen, spielt es keine Rolle ob diese Aktien vom Reichen oder vom kleinen Mann gehalten werden. Wenn die Microsoft-Aktie um einen $ steigt, gilt das für die Aktie von Herrn Gates genauso wie für die Aktie des kleinen Mannes. Hier ist eben der auch von Ladon beschriebene Effekt, dafür ausschlaggebend, dass das bei den Reichen schneller wächst.

Dass die Gewinne, die in der globalen Finanzwirtschat generiert werden, in der Realwirtschaft verdient werden müssen und dann abgezogen werden, sehe ich genauso. Da bin ich vollkommen bei Dir.

Und nein Geld wird nicht von selbst mehr. habe gerade den Cash-Bestand im Tresor angesehen, hat sich kein Scheinchen von selbst dazugeschlichen Wink.

Geld wird nur dann von selbst mehr, wenn es irgendwo angelegt ist. Und wie wir wissen, bedeutet höhere Rendite meist auch höheres Risiko. Hier kann sich der Reiche leisten weiter zu streuen und die eine oder andere riskantere Anlage zu tätigen. Selbst wenn dann eine Anlage negativ performt, kann das eine andere Anlage die top performt mehr als ausgleichen.

Die Frage ist, wie kann man das gerechter gestalten. Ich bin kein Freund der Substanzbesteuerung von Vermögen, weil sie jedes Vermögen betrifft, unabhängig davon ob es Ertrag erwirtschaftet oder nicht.

Als müßte man ans Einkommen, insbesondere an Kapitaleinkünfte. Hier werden die Reichen in D durch die fixe Kapitalertragsteuer, die deutlich unter dem Spitzensteuersatz liegt, bevorzugt. Dennoch ist der Steuersatz so hoch, dass es sich für viele Konzerne rechnet, die Gewinne in andere Länder zu transferieren.

Denn das Problem liegt eben darin, das Kapital sehr mobil ist. Also müßte es eine global einheitliche Steuer geben, damit Kapitalerträge nicht in Länder mit niedrigerer Kapitalertragsteuer transferiert werden. Solange man sich hier nicht politsch einigen kann, sondern im Gegenteil noch in Konkurrenz zueinander tritt, trifft jede Maßnahme nur maximal den Mittelstand, der zu klein ist, international zu agieren.

lifesgood
vom: 12.03.2017, 20:24
Mehrgoldfüralle Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Das Problem liegt darin daß ganz oben in der Nahrungskette das Risiko gleich Null ist. Wer mit dem Löffel isst, sichert sich wichtige Nahrungsvorteile und wer sich das Geld zum Spekulieren selber machen kann, eben auch. Da muss man ansetzen, regulieren oder noch besser, das Privileg der Gelderzeugung dahin zu geben, wohin es gehört, zu den Staaten und deren Bevölkerungen. Leider geht es gerade wieder in die umgekehrte Richtung.
_________________
"Ich fürchte nicht die Rückkehr der Faschisten in der Maske der Faschisten, sondern die Rückkehr der Faschisten in der Maske der Demokraten"
Adorno
vom: 13.03.2017, 07:56
KROESUS Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
vielleicht schafft es Trump ja den Oberbankstern in den USA den Dollar abzunehmen
_________________
In unsicheren Zeiten kann Gold eine gute Wertanlage sein
vom: 13.03.2017, 08:57
lifesgood Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Mehrgoldfüralle hat Folgendes geschrieben:
Das Problem liegt darin daß ganz oben in der Nahrungskette das Risiko gleich Null ist.


... gleich null ist etwas übertrieben, kannst ja mal Frau Schickedanz fragen Wink Auch Herr Merckle ist ein tragisches Beispiel, dass das Risiko nicht gleich Null ist.

Aber einigen wir uns auf "gering" Wink

lifesgood
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
zurück 1 2 3 
 ... 
 12 13 14 15 weiter

Gehe zu:
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.

Copyright © 2009-2017 by Gold.de - Alle Rechte vorbehalten

Konzept, Gestaltung und Struktur, sowie insbesondere alle Grafiken, Bilder und Texte dieser Webseite sind urheberrechtlich geschützt. Missbrauch wird ohne Vorwarnung abgemahnt. Alle angezeigten Preise in Euro inklusive MwSt. (mit Ausnahme von Gold), zzgl. Versandkosten, sofern diese anfallen. Verfügbarkeit, Abholpreise, Goldankauf und nähere Informationen über einzelne Artikel sind direkt beim jeweiligen Händler zu erfragen. Alle Angaben ohne Gewähr. Sie betrachten die Seite: Gold.de - Gold und Silber kaufen im Preisvergleich

Handcrafted with in Baden-Württemberg, Germany