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vom: 10.03.2017, 12:43
Goldhamster79 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
lifesgood hat Folgendes geschrieben:
Das Problem ist nur, dass die Reichen ihre Kohle meist in Firmen usw. investiert sind.

Der Dumme bei den Niedrigzinsen ist der kleine Mann mit seiner privaten Altersvorsorge.

lifesgood


Richtig, es wird letztlich jeder Kleinsparer bestraft, der keine großen Schulden hat und seine Altersvorsorge, die er sich vielleicht gerade so jeden Monat vom Mund abspart, wird ihm keine Freude mehr bereiten.
Ergo: Die Zinspolitik verschärft das Problem der zukünftigen Altersarmut vehement.
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"Mit 90 % aller Menschen nicht übereinzustimmen,
ist eines der wichtigsten Anzeichen für geistige Gesundheit."
Oscar Wilde
vom: 10.03.2017, 13:07
KROESUS Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Der kleine Mann waere schoen bloed wenn er von seinem freien Ersparten Staatsanleihen kauft.

Da ist ein Guetle oder ein Aeckerle schon wesentlich klueger.
Und wenn man es schafft auf das Guetle auch noch ein Haeusle zu bauen sieht es noch besser aus.

Wenn man sich dann davon trennen muss oder will hat man in der Regel einen anstaendigen Mehrwert.

Schlimm genug dass die abhaengig Beschaeftigten in der Regel bei der Rente beschi..en werden.
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In unsicheren Zeiten kann Gold eine gute Wertanlage sein
vom: 10.03.2017, 18:55
Mehrgoldfüralle Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
@Krösus
Im Faden "Acht Menschen reicher als...." kannst du nachlesen, daß die "Ultrareichen" sich nicht mit Nullzinsen zufrieden geben. Deren Vermögen sind um etwa 10 % gestiegen, wenn ich mich recht entsinne.

Edit
Es sind 16 %.
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Wir werden in interessanten Zeiten gelebt.
vom: 10.03.2017, 20:57
lifesgood Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Die entscheidende Frage ist, sind die Vermögen der Superreichen um diese 16% gestiegen, oder ist nur der Wert des Vermögens gestiegen?

Das ist ein Unterschied, den ich an einem Beispiel verdeutlichen möchte:

Wenn Du am Jahresanfang bei einem Kurs von 1.000 € 10 Unzen Gold besitzt, hast Du ein Vermögen von 10.000 €. Wenn du im Laufe des Jahres eine Unze dazu kaufst und am Jahresende der Kurs immer noch bei 1.000 € steht, ist Dein Vermögen um 10% gestiegen. Du hast ja eine Unze mehr als vorher.

Wenn Du jedoch nichts dazu kaufst, sondern der Kurs von 1.000 € auf 1.100 € steigt, ist dein Vermögen nicht gestiegen (Du hast ja immer noch 10 Unzen), nur der Wert des Vermögens ist auf 11.000 € gestiegen.

Da die wesentlichen Bestandteile der Vermögen der Superreichen ja aus Firmenanteilen, Aktien usw. besteht, gehe ich davon aus, dass von den 16% wohl mindestens 10% auf Wertsteigerungen beruhen und nicht auf Vermögenssteigerungen.

Die können sich alle bei Herrn Draghi bedanken, der monatlich zig Milliarden in die Märkte pumpt und so die Kurse treibt.

Für uns Kleine spielt es nicht die entscheidende Rolle, ob das Vermögen steigt, oder nur der Wert desselben. Denn ob man für 11 Unzen zu 1.000 € oder für 10 Unzen zu 1100 € dann letztendlich 11.000 € bekommt ist egal. Weil wenn wir verkaufen, beeinflußt das den Wert nicht.

Anders ist es, wenn heute eine Frau Klatten die Hälfte ihres BMW-Aktienpaketes oder ein Bill Gates die Hälfte seiner Microsoft-Aktien auf den Markt wirft.

lifesgood
vom: 10.03.2017, 22:04
Mehrgoldfüralle Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Das ist lustig, du hast mich fast zum Grübeln gebracht. Der Wert meines Vermögens ist das Vermögen. Das kann schwanken, 16 % habe ich nicht geschafft. Es mag durchaus sein, daß Frau Klatten und Herr Gates eine Menge Aktien haben. Mag auch sein, daß die starken Schwankungen unterliegen. Sogar, daß sie wertlos werden, weil jemand ein ordentliches Betriebssystem ersinnt (ja, ich kenne Linux, ist sogar auf dem Rechner mit den wichtigsten Daten) oder ein billigeres besseres Auto baut. Sorgen um die Beiden mache ich mir trotzdem nicht. Da bleibt schon noch das eine oder andere Stückchen Land oder Gold übrig. Da werden wir nicht aushelfen müssen.

Edit

Falls Frau Klatten oder Herr Gates nennenswerte Pakete anbieten, bekommen sie mehr als den jeweiligen Aktienkurs. Sie werden sie weder dir noch mir noch Hinz oder Kunz anbieten, sondern dem, der sie brauchen kann und das bezahlt.
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Wir werden in interessanten Zeiten gelebt.
vom: 11.03.2017, 06:10
Ladon Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Mehrgoldfüralle hat Folgendes geschrieben:
...
Falls Frau Klatten oder Herr Gates nennenswerte Pakete anbieten, bekommen sie mehr als den jeweiligen Aktienkurs. Sie werden sie weder dir noch mir noch Hinz oder Kunz anbieten, sondern dem, der sie brauchen kann und das bezahlt.
...


Deswegen sagte er wohl mit Bedacht: "auf den Markt wirft" ...

smilie_16
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When the Four Horsemen galloped, a stock of gold pieces, cunningly concealed or surreptitiously carried, has often meant the difference between living and dying.

Roy W Jastram (The Golden Constant; 2009; ISBN: 978-1-84720-261-1)
vom: 11.03.2017, 09:30
lifesgood Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Genau so ist es Ladon, und wenn dieses Aktienpaket weder die Chance der feindlichen Übernahme, noch die Möglichkeit der Einflußnahme bietet (die sind ja nicht doof), wird auch niemand bereit sein, in großem Stil über Kurs zu bezahlen, sondern das Angebot wird den Kurs senken.

Wir Kleinen haben die Möglichkeit, durch den verkauf unserer Vermögenswerte, das Geld 1:1 auf den tisch zu legen, oder für etwas Anderes zu verwenden. Diese Möglichkeit hat der Superreiche nicht. Wobei sich aber hier mein Mitgefühl in engen Grenzen hält Wink

Aber es war nur ein Denkanstoß, den ich mal so reinsetzen wollte, ohne ihn totdiskutieren zu wollen.

Gerade wir Edelmetallbugs wissen doch, dass sich Wertsteigerungen auch wieder in Luft auflösen können.

Was hatte z.B. der Silberanleger von den 50$ im April 2011, wenn er nichts verkauft hat? NOTHING!

Der Grundansatz meiner Überlegungen ist eben, dass Wertsteigerungen von Vermögen nicht zwangsläufig nachhaltig sind. Diese Erfahrungen machen wir bei den Edelmetallen, das läßt sich aber auch auf andere Vermögenswerte übertragen, wie der Immo-Crash in den USA gezeigt hat.

Wird jedoch das Vermögen an sich gesteigert durch den Zukauf der 11. Unze Gold, so ist dieser Zuwachs nachhaltig.

Die Superreichen, profitieren von den EZB-QE-Programmen, die Unternehmenswerte in meines Erachtens, nicht fundamental begründete Höhen treiben. Aber das wird nicht auf Dauer Bestand haben können. Und wenn irgendwann nicht mehr zig Milliarden € monatlich in den Markt gepumpt werden, werden wieder fundamentale Fakten zählen. Da man aber dazu die Bevölkerung als Käufer braucht, sehe ich in diesem Fall die Aussichten nicht so prickelnd. Und wenn so ein Unternehmen nicht mehr rentabel arbeiten kann, sinkt der Wert rapide. Das kann sogar unter 0 gehen, wenn entsprechende Altlasten vorhanden sind.

lifesgood

P.S.: Ich bin weit davon entfernt, hier für die Superreichen Partei zu ergreifen, aber wenn hier einfach mal Zahlen wie 16% Vermögenszuwachs in den Raum gestellt werden, hinterfrage ich das.
vom: 12.03.2017, 06:33
Ladon Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Zwei Faktoren gibt es, die Unwägbarkeiten mit sich bringen:
Bei der "nominalen" Preisentwicklung für einen materiellen Vermögenswert (oder Rendite aus einem solchen) ist es ja auch wichtig, das Umfeld einzubeziehen. Nominale Inflation ist "kein Problem", wenn sie gleichmäßig auf ganzer Front stattfinden würde.
Tut sie aber nicht. Alle Bezieher fester Einkünfte haben ein Problem. In der Regel stiegen Löhne und Gehälter langsamer als die Preise (und Mieten). Das führte Anfang der 1920er zu diesen legendär schlechten Zuständen.
Es geht also nicht nur um die "Fundamentalwerte", sondern auch darum, mit welchem Maßstab sie bestimmt werden.
Zweitens ist das "Diversifizieren" eines sehr großen Vermögens etwas anderes, als das , was unsereins darunter versteht. Es ist für kleine, mittlere, ja auch noch große, in der Gesamtheit (!) ein nach unten abgesichertes System.
Bei einem sehr großen Vermögen wird jedes einzelne Standbein so groß sein, dass es alleine "reicht". Fließt das Geld hier nicht mehr, tut es das in einem anderen Bereich ausreichend (klassisch: Aktien, Immo, Edelmetall; geht aber natürlich erheblich differenzierter). Die eventuellen Verluste trägt man ja nicht aus eigener Tasche.
Der Geldfluss bestimmt sich letztlich aus dem "Wert" der Vermögensanlage.
Der wiederum wird dann auf breiter Front wiederum (jetzt gleich mit den kleineren Vermögen) ausgeglichen.
Dabei ist zu beachten: 10% von 10 Milliarden ist 1 Milliarde. 10% von 500.000 sind 50.000
Den jeweiligen Besitzern dürfte Steigerung und Verlust um 10% die gleiche Freude oder den gleichen Schmerz bereiten. Aber härter auf Kante genäht ist das alles beim kleinen Vermögen.
Oder: selbst bei riesigen nominalen Wertverlusten des "Superreichen" ist das anteilsmäßig vielleicht gar nicht so viel.
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Roy W Jastram (The Golden Constant; 2009; ISBN: 978-1-84720-261-1)
vom: 12.03.2017, 10:35
lifesgood Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Nun ich denke nicht einmal, dass die Reichen deutlich mehr Rendite erwirtschaften, als die Kleinen.

Aber sie haben einen entscheidenden Vorteil. Durch die Höhe des Einkommens ist der Anteil des Einkommens, das man für die Lebenshaltung (auch bei höherem Lebensstandard) benötigt, deutlich geringer und der Anteil am Einkommen, der dem Vermögenszuwachs zufließt eben größer.

Der Kleine muss, wenn er sich was schaffen will, wie z.B. eine eigengenutze Immobilie, sogar noch finanzieren und Zinsen bezahlen. Das heißt er muss aus seiner geringeren Sparquote auch noch Zinsen bezahlen, da geht der Vermögenszuwachs ungleich langsamer.

Und hier kommen wir zu einem Punkt, wo ich unserer Regierung massive Vorwürfe machen muss.

Wenn ich zurückdenke, als ich 1989 unser Haus gekauft hatte, so gab es da für eigengenutzten Wohnraum nach §10b oder 10e EStG und auch mit Baukindergeld, doch Förderungen, die heute in dem Mass nicht mehr bestehen.

Andererseits werden Hunderttausende Menschen ins Land geholt (nein, ich möchte keine Flüchtlingsdiskussion anfangen, aber eben Fakten festhalen), ohne Wohnungsbauprogramme aufzulegen.

Selbst bei uns hier auf dem flachen Land sind die Mieten bei Neuvermietung seit 2015 um 1,-- € bis 1,50 € pro qm gestiegen. Das heißt die Einnahmen der Vermieter steigen und die Kosten der Mieter steigen auch. Also wächst das Vermögen des Reichen noch Schneller und das Vermögen des Kleinen noch langsamer, weil mit der Miete die Lebenshaltungskosten steigen.

Da hätte es sich doch angeboten, in Zeiten niedriger Zinsen die Anschaffung von eigengenutzten Immobilien ein wenig zu fördern, denn mit jedem Mieter, der in ein Eigenheim zieht, wird ja auch eine Mietwohnung frei und entspannt die Situation auf dem Wohnungsmarkt. Aber offensichtlich ist das nicht gewollt Sad

lifesgood
vom: 12.03.2017, 11:02
Mehrgoldfüralle Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Doch, wer reich ist, "erwirtschaftet" deutlich mehr. Man nennt das den Cantillon-Effekt. Wo das Geld zuerst ist, unterliegt es noch keiner Inflation. Je weiter es "nach unten" geht, desto weniger Kaufkraft hat es. Erwirtschaftet steht in Gänsefüsschen, weil Geld quasi von allein mehr wird, je mehr man hat. Dies wird der Realwirtschaft gestohlen. Ich habe das in mehreren Beiträgen erläutert.
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vom: 12.03.2017, 11:44
lifesgood Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Der Cantillon-Effekt bezieht sich ja auf die Geldschöpfung und bestätigt ja nur meine Aussage weiter oben, dass die Reichen an der QE-Politik der EZB profitieren. Aber wenn die Aktienkurse steigen, spielt es keine Rolle ob diese Aktien vom Reichen oder vom kleinen Mann gehalten werden. Wenn die Microsoft-Aktie um einen $ steigt, gilt das für die Aktie von Herrn Gates genauso wie für die Aktie des kleinen Mannes. Hier ist eben der auch von Ladon beschriebene Effekt, dafür ausschlaggebend, dass das bei den Reichen schneller wächst.

Dass die Gewinne, die in der globalen Finanzwirtschat generiert werden, in der Realwirtschaft verdient werden müssen und dann abgezogen werden, sehe ich genauso. Da bin ich vollkommen bei Dir.

Und nein Geld wird nicht von selbst mehr. habe gerade den Cash-Bestand im Tresor angesehen, hat sich kein Scheinchen von selbst dazugeschlichen Wink.

Geld wird nur dann von selbst mehr, wenn es irgendwo angelegt ist. Und wie wir wissen, bedeutet höhere Rendite meist auch höheres Risiko. Hier kann sich der Reiche leisten weiter zu streuen und die eine oder andere riskantere Anlage zu tätigen. Selbst wenn dann eine Anlage negativ performt, kann das eine andere Anlage die top performt mehr als ausgleichen.

Die Frage ist, wie kann man das gerechter gestalten. Ich bin kein Freund der Substanzbesteuerung von Vermögen, weil sie jedes Vermögen betrifft, unabhängig davon ob es Ertrag erwirtschaftet oder nicht.

Als müßte man ans Einkommen, insbesondere an Kapitaleinkünfte. Hier werden die Reichen in D durch die fixe Kapitalertragsteuer, die deutlich unter dem Spitzensteuersatz liegt, bevorzugt. Dennoch ist der Steuersatz so hoch, dass es sich für viele Konzerne rechnet, die Gewinne in andere Länder zu transferieren.

Denn das Problem liegt eben darin, das Kapital sehr mobil ist. Also müßte es eine global einheitliche Steuer geben, damit Kapitalerträge nicht in Länder mit niedrigerer Kapitalertragsteuer transferiert werden. Solange man sich hier nicht politsch einigen kann, sondern im Gegenteil noch in Konkurrenz zueinander tritt, trifft jede Maßnahme nur maximal den Mittelstand, der zu klein ist, international zu agieren.

lifesgood
vom: 12.03.2017, 20:24
Mehrgoldfüralle Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Das Problem liegt darin daß ganz oben in der Nahrungskette das Risiko gleich Null ist. Wer mit dem Löffel isst, sichert sich wichtige Nahrungsvorteile und wer sich das Geld zum Spekulieren selber machen kann, eben auch. Da muss man ansetzen, regulieren oder noch besser, das Privileg der Gelderzeugung dahin zu geben, wohin es gehört, zu den Staaten und deren Bevölkerungen. Leider geht es gerade wieder in die umgekehrte Richtung.
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vom: 13.03.2017, 07:56
KROESUS Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
vielleicht schafft es Trump ja den Oberbankstern in den USA den Dollar abzunehmen
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In unsicheren Zeiten kann Gold eine gute Wertanlage sein
vom: 13.03.2017, 08:57
lifesgood Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Mehrgoldfüralle hat Folgendes geschrieben:
Das Problem liegt darin daß ganz oben in der Nahrungskette das Risiko gleich Null ist.


... gleich null ist etwas übertrieben, kannst ja mal Frau Schickedanz fragen Wink Auch Herr Merckle ist ein tragisches Beispiel, dass das Risiko nicht gleich Null ist.

Aber einigen wir uns auf "gering" Wink

lifesgood
vom: 13.03.2017, 22:09
Mehrgoldfüralle Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Neinnein, die sind nicht am oberen Ende, bei Weitem nicht. Ganz oben sitzen die Großbanken und die Bietergruppe. Die haben tatsächlich Nullrisiko, falls sie sich doch mal verzocken, hilft der Staat.
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vom: 14.03.2017, 07:11
lifesgood Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Die Diskussion entstand ja über den 16%igen Vermögenszuwachs der "Reichen" und nicht um Banken.

Ich denke wir stimmen überein, dass eine Frau Schickedanz und ein Herr Merckle dieser Gruppe durchaus zuzurechnen waren.

Banken mit der Möglichkeit der Geldschöpfung sind eine andere Baustelle.

Die haben andere Risiken, wie diverse Strafzahlungen in Milliardenhöhe z.B. der Deutschen Bank zeigen.

Hier mal eine Aufstellung der Eigenkapitalrendite deutscher Banken seit 1994: http://www.bundesbank.de/Redaktion/....df?__blob=publicationFile

So prickelnd ist das auch nicht und vor allem zumeist deutlich von den 16% entfernt.

Selbst ein Dr. Ackermann hat es trotz hohem Fremdkapitalanteil (das ja bekanntlich einen Hebel auf das Eigenkapital darstellt) nicht geschafft sein Ziel von 25% Eigenkapitalrendite zu erreichen.

Hier mal die Eigenkapitalrendite der Deutschen Bank von 2006 - 2015: https://de.statista.com/statistik/d....ite-der-deutsche-bank-ag/

Die Frage wird sein, ist es den Staaten möglich, bei einer erneuten Bankenkrise, nochmal in großem Stil zu helfen (Einzelinstitute wie jetzt in Italien mal ausgenommen). Die letzte Bankenrettung hatte ja alleine in D über 400 Milliarden € gekostet. Und als der Sonderhaushalt refinanziert wurde, waren die Deutschen Schulden ganz plötzlich, ohne große Medienrummel von 1,6 Billionen auf über 2 Billionen € gestiegen. Ein Anstieg der Staatsverschuldung auf einen Schlag von über 25%. Das wird sich in Zukunf kein Land der Welt leisten können und wollen. Vor allem dann nicht, wenn die Zinsen, die auf diese Staatsverschuldung zu bezahlen sind, mal wieder deutlich über 0 % liegen. Stellen wir uns mal vor, die Zinsen für Staatsanleihen liegen mal wieder bei 6% (das gab es durchaus schon). Dann würden alleine die Zinsen für die Bankenrettung bei 24 Milliarden € und damit mehr als 7% des derzeitigen Bundeshaushalts von 328 Milliarden liegen ...

Das ist ja das große Dilemma der EZB. Man kann die Zinsen kaum erhöhen. Selbst bei Deutschland als noch einem der wohlhabendsten Länder der Eurozone, würde 1% Zins über 20 Milliarden Euro oder gut 6% des Bundeshaushalts kosten. Bei anderen Ländern ist das noch gravierender.

Wie man da wieder rauskommen will, wenn die Inflation tatsächlich anspringt, wird die spannendste Frage der nächsten Jahre werden.

Letzendlich ist es wohl so, dass der kleine Sparer keine Zinsen bekommen darf, damit die Länder nicht pleite gehen.

lifesgood
vom: 14.03.2017, 21:07
Mehrgoldfüralle Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Ja. So ist es. Keine Zinsen, keine Vorsorge und wenn ihnen die Bargeldabschaffung gelingt, der direkte Zugriff auf die Reserven der 99 %. Ich denke nicht, daß nochmal eine Bankenrettung möglich sein wird, vor allem aus politischen Gründen. Nicht, bevor das Bargeld abgeschafft ist, dann wäre ein direkter Zugriff möglich, aber das würde wohl zu Widerstand führen, selbst in Deutschland.

Zumal wenn man sieht, wie z. B. die Commerzbank ihre Rettung gedankt hat, mit Cum-Cum und Cum-Ex zu Lasten der Steuerzahler, Schäuble weiß es und schaut zu. Den Trick werden sie nicht wieder vorführen können.
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Wir werden in interessanten Zeiten gelebt.
vom: 17.03.2017, 16:09
Zombie Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Kleine Anekdote: "Bei der Hyperinflation während der Französischen Revolution drohten zwanzig Jahre Kerker, wenn man nur schon Preisangaben in Silbergeld machte."
vom: 27.03.2017, 17:25
hubsi Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Hab den Satz von Zombie (auch) mal ins gurgl rein "gepastet" und da kommt nur dieser Weltwochebericht.

Den müsste man doch sicherlich auch in einem gedruckten Buch wieder finden können?!

Wenn ich lang genug in einem meiner Carl Friedrich Weizäcker Büchern suchen würde könnte wohl etwas ähnliches raus kommen.
vom: 30.03.2017, 16:25
VfL Bochum 1848 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Inflation sinkt stärker als erwartet

Nach dem stärksten Anstieg der Inflation seit vier Jahren im Februar kühlt sich die Teuerung im März ab und bleibt hinter den Erwartungen von Volkswirten zurück:

http://www.n-tv.de/wirtschaft/Infla....rtet-article19773136.html
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VfL Bochum? -Find ich gut!
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