Ist das wirklich NORMAL bei Bullion Goldmünzen?

Edelmetall-Themen, neue Bullion- und Sammlermünzen, historische Hintergründe, Fachwissen

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Beitrag 16.01.2018, 16:21

HenryMorgan
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Habe bei GoldSilber.be in Belgien eine Queens Beast Goldmünze gekauft. Habe schon mehrfach dort bestellt (jedoch nur Silber) und war immer sehr zufrieden.

Jetzt hatte ich auch eine Goldmünze bestellt und bekam die Goldmünze in diesem Zustand:

[img]https://imagizer.imageshack.com/v2/640x ... gPZ1rh.jpg[/img][/URL]

https://imageshack.com/a/img922/3797/gPZ1rh.jpg

Habe dies reklamiert und wollte die Münze umgetauscht bekommen und bekam als Antwort

That's typical a production trace.
This is usual for a BU coin.

You won't see this on a proof coin.

Ich habe bisher 4 Goldmünzen gekauft. Keine hatte so einen Makel. Bei den hier angebotenen Goldmünzen hatte ich das auch noch nie gesehen.
Für mich ist das eine faule Ausrede.

Jetzt wollte ich hier mal nachfragen, hat Goldsilber.be Recht oder wollen die sich nur um einen Austausch drücken?
Zuletzt geändert von HenryMorgan am 18.01.2018, 12:29, insgesamt 1-mal geändert.

Beitrag 16.01.2018, 18:56

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Kursprophet
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Bu Coins bekommen im Ankauf bei Banken / Händler ...zb auch Abzüge bei schlechtem Münzerhalt , heisst es ist ein Wertminderungsgrund und normalerweise kannst du zumindest vom Kauf zurücktreten da du eben keine gebrauchte Münze bestellt hast nehme ich an , keine Umlaufmünzen bei denen beistand Erhaltungszustand gebrauchte Umlaufmünzen sondern da stand wahrscheinlich nichts dergleichen bei bei dem Angebot !

Bei Rücksendung und Stornierung könnte der Anbieter eventuell diverse Kursschwankungen dir gegenüber geltend machen was sich aber aktuell so maginal verhalten wird das das wohl eher absurd wäre da wenige Groschen auszuschachern ....jedenfalls gibt es bei EM Käufen diesbezüglich meist derartigen Passus ....

Ich würde einen schriftlichen Wiederruf schicken und auf den Erhalt einwandfreier Ware pochen , sollte der Anbieter dies nicht können oder wollen würde ich vom Kaufvertrag zurücktreten , dazu die AGBs studieren und sich klar machen wie dabei verfahren wird mit Versandkosten Versicherung Fristen ....usw !
( räusper : Zum Glück hattest du das Paket ja in Anwesenheit deiner Frau o.ä. geöffnet die bezeugen konnte das die Münze schon mit der Macke so ankam ... oder hatte ich das woanders gelesen ...na ja egal )

Am Ende ist die Frage ob sich der Aufwand an Nerven und Zeit wirklich lohnt und darüber hinaus lernt man das nur der Preis nicht immer alles ist , Händler denen es wichtig ist das ihre Kunden zufrieden sind haben eben auch ihren Wert ! 8)

das es sich um einen Händler handelt der nicht in Deutschland positioniert ist macht die Sache jedenfalls nicht klarer für dich .

Good Luck

Beitrag 16.01.2018, 21:05

Knudelhuber
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1. solche relativ neuen Münzen kommen ja i.d.R. nicht aus dem Umlauf, sondern sind Neuware.... da hätte ich erwartet, dass eine einwandfreie Münze ankommt
2. Genau das ist der Grund, warum ich so etwas NIE in Belgien bestellen würde. Alleine schon die Frage, wie man die Münze jetzt wieder versichert nach Belgien bekommt, könnte Kopfschmerzen bereiten :-) - von den Fragen einer Rechtsverfolgung mal ganz abgesehen.

Als Erfahrung verbuchen.

Beitrag 17.01.2018, 14:00

EM_Sammler
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Die Royal Mint hatte in der Vergangenheit bei manchen Serien ein Qualitätsproblem, ich dachte eigentlich die hätten es in den Griff bekommen. Deshalb glaube ich eigenlich nicht an Beschädigungen aus der Produktion.

Ich hatte bisher nie einen solchen Einschlag auf einer meiner Neukäufe. Ich würde es bei meinen Händlern nicht hinnehmen, ich persönlich bestelle aber auch nicht bei jedem Händler Gold, die müssen sich vorher mein Vertrauen verdienen.

Ich würde versuchen das Ding zurück zu geben und davon abhängig machen, dort in der Zukunft wieder zu bestellen. Kannst ja mal Deinen Händler fragen, ober er im Einkauf für eine solche Münze gleich viel bezrahlen würde, wie für eine tadellose.

Beitrag 17.01.2018, 15:02

HenryMorgan
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Naja, der GoldSilber.be ist ein anerkannter Goldseller und hatte bei meinen Bestellungen vorher auch nie Probleme.
Die Goldmünze hatte ich mir mit Silbermünzen mitbestellt., die da halt deutlich günstiger waren als in Deutschland.

Beitrag 17.01.2018, 17:14

blubb
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Danke für die Info! Jetzt weiß zumindest jeder, dass er dort nichts bestellen sollte. Ob es in deren Sinne ist, müssen die selbst wissen. Halte uns auf dem Laufenden!

Beitrag 17.01.2018, 18:22

Rwischd
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Das ist eine 2te Wahl Münze! Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass man mir am Schalter Münzen herausgegeben hat, die Fehler hatten. Dabei hat die Verkäuferin selbst am Schalter erstmal die Münzen genau angeschaut und mir dann die Auswahl vorgezeigt. Hier am besten gleich sagen, dass man sich zuerst die Münzen anschauen möchte. Und ich habe bisher oft Fehler finden können. Einmal hatte ich 4 Münzen. Von diesen waren 3 mit Fehler (Dellen). Eine hatte sogar wirklich eine große Delle. Diese wollte ich nicht und habe gesagt das ich eine nehme und ich bitte 3 andere möchte. Die Verkäuferin hat sich die Münzen angeschaut und meinte oh die hier ist zweite Ware. Wie die hier bloß reinkommt. Man versucht den Kunden hier über den Tisch zu ziehen. Ganz klar. Denn wenn die 2te Ware als 1te Ware verkauft wird, ist doch super. Die 2te Ware wurde sicherlich nicht als 1te Ware gekauft. Und angekauft wird die 2te Ware sicherlich nicht wie die 1te Ware. Also aufpassen.

Beitrag 18.01.2018, 12:32

HenryMorgan
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Nochmal hingeschrieben, dass ich mit der Münze nicht einverstanden bin und gerne eine andere hätte.
Antwort:

I have contacted the Royal Mint and as soon as I get their reaction, I'll get back to you.
But in our opinion, this is normal for a BU coin.
If you want a flawless coin, you should buy proof coins.
Explanations on next link:
https://goldsilver.be/en/content/11-fre ... -questions

A BU coin is never perfect, never.

Für mich ist zwischen "Perfekt" und diesem Cut doch eine sehr große Differenz vorhanden. :roll:

Beitrag 18.01.2018, 13:23

Bastian78
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Gut zu wissen.
Ich stand schon mal kurz vor einer Bestellung bei denen, habe es dann aber verworfen.
Jetzt kommen die erst gar nicht mehr in Frage.

Das man bei BU kleine Abstriche in Kauf nehmen muss, kann ich noch verstehen und akzeptieren. Den Grand Canyon da allerdings nicht.

Grüße

Beitrag 18.01.2018, 17:43

STTL
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EM_Sammler hat geschrieben:Die Royal Mint hatte in der Vergangenheit bei manchen Serien ein Qualitätsproblem, ich dachte eigentlich die hätten es in den Griff bekommen. Deshalb glaube ich eigenlich nicht an Beschädigungen aus der Produktion.
Bei den damaligen Problemen haben die deutschen Händler durchweg darauf hingewiesen, dass die Qualität miserabel war. Es handelte sich um Silber-Britannias nach der Legierungsumstellung. Mancher Händler pries sie als Scratched Uncirculated an, weil die Queen von Kratzern übersät war. Beim Lunar-Pferd hatte ein Händler den Zusatz: Schlechte Prägequalität, Kauf auf eigenes Risiko.
Dann ist auch klar, was einen erwartet.

Die Delle ist keine normale Abnutzung - stimme zu, dass hier eher 2. Wahl vorliegt (ab in die Schmelze).

Wenn 5 bis 10 Leute aus dem Goldforum dem Herrn mal eine freundliche Anfrage per Mail schickten, ob man bei Goldbestellungen bei ihm grundsätzlich mit solchen Fehlern (wie hier auf gold.de zu sehen) bei seinen BU-Goldies rechnen muss, käme er vielleicht zur Einsicht, dass sein Geschäftsgebaren - TROTZ der Hinweise in den AGB - bedenkenswert ist.

Beitrag 18.01.2018, 19:01

puffi
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Abgesehen von der Definition des be shops, hier mal die die Definition Stempelglanz=BU von Künker (auch Wikiu.ä.):

Stempelglanz (Stgl.)
Eine Prägung des Erhaltungsgrades Stempelglanz sollte keine mit dem bloßen Auge erkennbaren Fehler aufweisen. Es dürfen keine Anzeichen eines Umlaufs oder gar Beschädigungen (Kratzer, Randfehler, etc.) an der Münze erkennbar sein. Feld und Relief der Münze sollten den gleichen metallischen Prägeglanz und die gleiche Tönung aufweisen.

Allerdings mischt der in seiner Beschreibung BU und unc. was schon mehr als fragwürdig ist.

Auch verstehe ich nicht was die Mint damit zu tun hat, die Ansprüche richten sich gegen den Händler. Wenn allerdings das vorrangige Geschäftsziel ist Kunden los zu werden ist ein solches Gebaren wohl zielführend.

Beitrag 13.02.2018, 11:41

HenryMorgan
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Auf Mails von mir wird mittlerweile gar nicht mehr geantwortet.
Wirklich ein Drecksladen.
Faseln was von "Normal" für bullion. Wenn das so wäre, wäre ein Umtausch wohl kein Problem, zumal ich anbot die Portokosten zu bezahlen.

5 mal hatte ich da schon gekauft (aber nur Silber) ,aber anscheinend ist das denen wurscht, dass sie so die Kunden vergraulen.

Muss mal schauen, ob es in Belgien einen Verband wie in Deutschland den Berufsverband des Deutschen Münzfachhandels gibt.
Weil ansonsten habe ich schlechte Karten.

Beitrag 13.02.2018, 12:14

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Indiana Jones
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Die Münze im Eingangspost sollte in einem einwandfreien Zustand, also ohne Kratzer an dem Rand, eher so aussehen :

Bild

Da aber die Queens Beasts 1/4 oz Goldmünzen nicht von Hand gehobene Bullion sind und regelmäßig nicht in Kapseln ausgeliefert werden wird man trefflich streiten können, ob die im Eingangspost abgebildete Münze mangelhaft im Sinne des BGB ist. Freilich vorausgesetzt, dass hier auf Grund des Händlerstandortes nach den Grundsätzen des sogen. Internationalen Privatrechtes überhaupt das Deutsche Recht Anwendung findet:

" Die Sache ist frei von Sachmängeln, wenn sie bei Gefahrübergang die vereinbarte Beschaffenheit hat. Soweit die Beschaffenheit nicht vereinbart ist, ist die Sache frei von Sachmängeln,

1. wenn sie sich für die nach dem Vertrag vorausgesetzte Verwendung eignet, sonst
2. wenn sie sich für die gewöhnliche Verwendung eignet und eine Beschaffenheit aufweist, die bei Sachen der gleichen Art üblich ist und die der Käufer nach der Art der Sache erwarten kann.

Zu der Beschaffenheit nach Satz 2 Nr. 2 gehören auch Eigenschaften, die der Käufer nach den öffentlichen Äußerungen des Verkäufers, des Herstellers (§ 4 Abs. 1 und 2 des Produkthaftungsgesetzes) oder seines Gehilfen insbesondere in der Werbung oder bei der Kennzeichnung über bestimmte Eigenschaften der Sache erwarten kann, es sei denn, dass der Verkäufer die Äußerung nicht kannte und auch nicht kennen musste, dass sie im Zeitpunkt des Vertragsschlusses in gleichwertiger Weise berichtigt war oder dass sie die Kaufentscheidung nicht beeinflussen konnte.
" https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__434.html
Zuletzt geändert von Indiana Jones am 21.02.2018, 06:58, insgesamt 2-mal geändert.

Beitrag 13.02.2018, 16:06

HenryMorgan
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Wie gesagt, wenn der Händler sagt, der Cut ist normal, dann hätte er jakeinen Schaden, würde er die Münze gegen einen ohne Cut austauschen. Kundenservice nennt man sowas halt.

Ich habe 5 der bekanntesten Goldverkäufer in D angeschrieben und gefragt, ob der Cut normal ist.
4 haben geantwortet. Drei haben gesagt, der ist nicht normal und sie hätten die Münze so nicht verschickt oder umgetauscht.
Einer hat gesagt,kann der ein oder andere as Normal ansehen. Es wurde sich da eher schwammig ausgedrückt.
Wobei ich mal behaupte, dass wenn ich meine Münze genau diesem Händler anbiete und du deine Unbeschädigte,müsste mir der Händler die gleiche Summe zahlen wie dir. Weil ist ja "Normal". Und das wird nie und nimmer der Fall sein, sollte der Ankaufspreis über dem Schmelzpreis liegen. Somit hätte ich mangelhafte Ware bekommen.

Problem ist halt,dass Goldsilver.be halt in Belgien sitzt. War bei den 4 Silberkäufen zuvor absolut zufrieden und habe beim 5ten Silberkauf die eine Goldmünze dazu bestellt. Tja, großer Fehler,da der Laden mir wissentlich oder unwissentlich minderwertige Ware verkauft hat.

Beitrag 13.02.2018, 17:13

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Indiana Jones
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Zunächst möchte ich der Fairness zu Liebe nicht unerwähnt lassen, dass ich bei meiner Bestellung bei dem in Belgien ansässigem Edelmetallhändler alles in allem sehr zufrieden war. Ich bezog dort mehrere Scottsdale Mint Blister mit 100 Cedis / Ghana 1oz Silber Leoparden (Erstausgabe) in wirklich einwandfreiem Top Zustand und die Lieferung erfolgte gut verpackt binnen weniger Werktage. Die zuverlässige Auslieferung erfolgte obwohl zwischenzeitlich klar wurde, dass es sich bei den von mir bestellten 100 Cedis Stücken höchstwahrscheinlich um äußerst rare und seltene Fehlprägungen handelt !

Herzlichen Dank - auch an dieser Stelle - mal nach Belgien !


Zurück zu deiner Ausgangsfrage. Man kann auf dem von dir hier eingestellten Link, wirklich sehr gut erkennen, wie tief der kleine Kratzer am Rand geht:

https://imageshack.com/a/img922/3797/gPZ1rh.jpg

Aber selbst wenn du sämtliche auf Gold.de gelisteten Händler in der Sache anschreiben würdest käme es wahrscheinlich in einem Prozess überhaupt nicht darauf an, ob ein gerichtlich bestellter und vereidigter Sachverständiger eindeutig klärt, ob das aus Belgien gelieferten Stück „eine Beschaffenheit aufweist, die bei Sachen der gleichen Art üblich ist und die du nach der Art der Sache erwarten konntest“. https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__434.html

Die juristische Crux liegt m. E. nämlich darin, dass ein Gericht nicht prüfen würde, ob die gelieferte Goldmünze die von dir erwartete Beschaffenheit aufweist. Das Amtsgericht würde nämlich vorrangig prüfen, ob sich die Streit gegenständliche Münze zur " gewöhnlichen Verwendung " einer „Bullionmünze“ eignet. Schließlich lautet der Gesetzestext des BGB wie folgt:

... "Soweit die Beschaffenheit nicht vereinbart ist, ist die Sache frei von Sachmängeln,
1...wenn sie sich für die nach dem Vertrag vorausgesetzte Verwendung eignet, sonst
2.wenn sie sich für die gewöhnliche Verwendung eignet

und..."
"

...nachfolgender Gesetzeswortlaut v o l l s t ä n d i g ebenda nachzulesen; https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__434.html

"Die gewöhnliche Verwendung " von Bullion Münzen ist aber seit jeher, den jeweils aktuellen Gold bzw. Silberkurs mit möglichst geringem Aufpreis / Premium für Edelmetallanleger quasi ohne Gegenparteirisiko für die Zukunft wieder zu "geben". Der Vorteil für die Anleger liegt dabei darin, echtes Gold mit möglichst wenig Aufpreis tatsächlich, also physisch, besitzen zu können !

Bei den Queens Beasts Goldbullion hat die Royal Mint es weder für nötig befunden, Auflagenzahlen zu veröffentlichen, noch die wirklich gut gelungenen Münzen an die Zwischenhändler in original Kapseln auszuliefern. Diese Versäumnisse der Mint sprechen dafür, dass auch ein gerichtlich bestellter Sachverständiger zu dem Schluss käme, dass es sich trotz deiner wirklich gut nachvollziehbarer Bedenken, eben um Bullion Ware und nicht um eine Sammlermünze handelt.

Diese Einschätzung gilt selbst dann, wenn dir jüngst 3 von 5 Händlern geantwortet haben, dass der „cut“ nicht normal ist. Anders gesagt: Klar entspricht eine Münze mit einem dermaßen tiefem cut nicht der Norm, aber die hier abgebildete Qualität dürfte trotz allem der oben beschriebenen "gewöhnlichen Verwendung von Bullion Goldmünzen" entsprechen.

Um die Gemüter der Edelmetallfans etwas zu beruhigen. Nach meiner Erfahrung sind die Goldhändler beim Ankauf solcher Münzen bei weitem nicht so „kleinlich“, wie von dir befürchtet.

Unter Sammlern kann selbst die hier abgebildete Münze trotz allem in einigen Jahren Aufpreis erzielen. Falls du das Stück in eine Kapsel steckst fällt der Kratzer nur geschulten "Sammler Auge" auf. Übrigens liegt der beste, also aktuell möglichst hoch ausgelobte Händlerankaufspreis, für ¼ oz Queens Beasts tagesaktuell bei ca. 280 Euro, was auf die Unze hochgerechnet 1.120 Euro entspricht. Goldspot liegt tagesaktuell bei 1.075 Euro. Wir reden hier also über einen Streitwert* in Höhe von ca. 45 Euro : 4 , also ungefähr 10 Euro !

* PS. zum Streitwert: Ein in Deutschland zugelassener Anwalt würde höchstwahrscheinlich im Rahmen eines strittigen Verfahrens den von dir bezahlten Kaufpreis als Streitwert zu Grunde legen, zumal seine Gebühren nach Fristsetzung zur Lieferung einer "Mangel freien Münze " gemäß der Rechtsanwaltsgebührenverordnung aus dem Streitwert zu berechnen sind.

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