App zum Berechnen des Gewichts bei Münzen

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Moderatoren: Ladon, Forum-Team

Beitrag 06.12.2012, 10:02

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Mitchi
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Hallo,

ich meine hier im Forum mal einen Link zu einer App gesehen zu haben, in der man den Durchmesser und die Dicke einer Münze eingeben kann und man das Gewicht in Gold bekommt. War sehr praktisch um festzustellen ob eine Münze echt ist.

Leider kann ich diese App weder hier noch bei google finden.

Hat da jemand einen Link oder kennt so eine App?

Danke euch für Tipps.
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Beitrag 06.12.2012, 10:13

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Goldhamster79
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Hallo Mitchi,

der Taschenrechner ist das Werkzeug des Goldbugs, dazu Feinwaage, Messschieber und bei Bedarf Mikrometerschraube zur Dickebestimmung (eben nicht am erhabenen Randstab).

Eine Gewichtserrechnung bedarf exaktester Werte, zudem hat jede Legierung ihre eigene Dichte, selbst gleicher Goldgehalt bedeutet nicht unbedingt gleiche Legierung, wie z.B. beim Vergleich von Krügerrand und American Eagle zeigt:
Krüger 916,7/1000 Gold, Rest Kupfer
Eagle 916,7/1000 Gold, 30 / 1000 Silber, 53,3 / 1000 Kupfer.

Mit der Zeit findet man sich schon ein in die Thematik.

Ein weiteres Stichwort ist Tauchwägung, die Suche liefert dazu entsprechende Informationen.

VG
Goldhamster
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jedoch nicht für den illegalen Grenzübertritt ohne gültigen Reisepass,
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Beitrag 06.12.2012, 11:42

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El Greco
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Hallo,

dafür brauchst du keine App. Kannsch ganz locker per rechner (handyrechner) ausrechnen.

Also:

Die Dichte von Gold beträgt 19,32 g/cm³ (diese Zahl unbedingt merken).

Du musch erscht mal das Volumen ausrechnen, das geht so:
die Zahl Pi durch 4 teilen, dann mal den Durchmesser der Münze und das ergebnis wieder mal den Durchmesser der Münze nehmen. Dieses Ergebnis mal der Höhe der Münze nehmen. Und Voila hast du das Volumen der Münze in cm³

Ganz wichtig!!! Alles in cm angeben.

Dieses Volumen nimmst du noch mal der Dichte (also die 19,32) und du hast das Gewicht der Münze in Gramm.

Der Vollständigkeit halber, die Formel fürs Volumen:

V = ( Pi/4 ) * d² *h (d entspricht dem Durchmesser, h der Höhe)

Beitrag 06.12.2012, 11:45

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El Greco
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Du kriegst dadurch natürlich das Gewicht, wenn die Münze zu 100% aus Gold wäre. Das heißt, es gibt Abweichungen zum "echten" Goldgehalt der Münze, da keine Münze aus 100%igem Gold ist.

Am genausten hast dus bei Münzen mit 999,9er Goldgehalt.

Beitrag 06.12.2012, 11:50

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Goldhamster79
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Ich habs mal so gelernt, kommt sich natürlich aufs gleiche raus (und ist mit d wohl praktikabler anzuwenden), weil Du mit der Division durch 4 das d² auf das r² reduzierst:

V = r² * Pi * h

r = Radius
h = Höhe

Die angegebene Dichte ist die von Feingold. Jede Legierung hat ihre eigene.

Das nur nebenbei angemerkt. smilie_24

Beitrag 06.12.2012, 12:08

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Ken.Guru
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das die app sich mit dem provider unterhält ist bekannt, oder ?

Beitrag 06.12.2012, 12:10

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Goldhamster79
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Ken.Guru hat geschrieben:das die app sich mit dem provider unterhält ist bekannt, oder ?
Irgendwie muss man das Volk doch abhängig machen (ver-äpp-eln...) von ihren allzeit mitgeführten Peilsendern & "gesunden" Strahlungsquellen...

smilie_10

Beitrag 06.12.2012, 12:22

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El Greco
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Richtig, mit dem Radius gehts auch, nur wie du gesagt hast ist der Durchmesser in der Praxis eher anzuwenden.

Ich stimme dem Beitrag von Ken.Guru zu. Lass lieber die App weg und nimm einen Taschnerechner. Der ist zu blöd um weiterzusagen was du für Münzen besitzt smilie_01

Beitrag 06.12.2012, 12:59

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Mitchi
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Vielen Dank für die Tipps mit der Formel. Das sollte wenigstens ein Anhaltspunkt sein.

Aber wie geschrieben,, irgendwo in einem Forum war mal von einer App die Rede, die genau das kann.
Vielleicht finde ich sie ´doch noch, werde sie dann hier bekannt geben.
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Beitrag 06.12.2012, 13:34

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maxclever
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Oh das ist eine Super-Rechnung! Erinnert mich total an den Physik-Unterricht! :D

Daher auch noch die versch. Rechnungsarten beim Durchmesser oder Radius.Bin auch der Meinung, dass der Durchmesser praktischer ist. Also braucht man doch keine App. Und wenn man jetzt Gold hat, dass nur 333er ist? Kann man dann eine einfache Prozentrechnung hinzufügen, wenn man nicht 999er Goldmünzen vor sich hat?

Beitrag 06.12.2012, 13:41

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Goldhamster79
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maxclever hat geschrieben:Daher auch noch die versch. Rechnungsarten beim Durchmesser oder Radius.Bin auch der Meinung, dass der Durchmesser praktischer ist. Also braucht man doch keine App. Und wenn man jetzt Gold hat, dass nur 333er ist? Kann man dann eine einfache Prozentrechnung hinzufügen, wenn man nicht 999er Goldmünzen vor sich hat?
Eine Volumensberechnung (übrigens Mathematik, nicht Physik :wink: ) hast noch nichts mit einer Dichte zu tun, das kannst Du mit nem Stück Baumstamm und dieser Formel genauso rechnen.

Zum Thema Dichte von Legierungen siehe oben, da lässt sich nichts rechnen, für die Dichte von speziellen Legierungen gibt es Tabellen, die meist nicht frei verfügbar sind.

Beitrag 06.12.2012, 14:04

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Ballou
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@Goldhamster79

Ein Juwelier sagte mal, dass in einem Schmuckstück, das zb. mit 333er Gold angegeben ist, 33,3% des Gesamtgewichtes Gold beinhalten würde. Kann man diese Aussage als ungefähre Grösse gelten lassen, oder ist es doch komplizierter den tatsächlichen Goldgehalt zu ermitteln?

Beitrag 06.12.2012, 14:12

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El Greco
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@ Ballou

Ja das geht. Du rechnest einfach nach der Formel das Volumen aus. Dann rechnest du mit der Dichte das Gewicht aus, dieses Gewicht entspricht der Münze mit 100% Goldanteil. Das heißt, du musst dieses errechnete Gewicht durch 3 teilen und dann hast du das Goldgewicht in dem Teil.

Ich kenne jetzt keine Münzen mit 333er Gold, das heißt, du beziehst dich bestimmt auf Schmuck. Da ist eben die Berechnung des Volumens komplexer.

Entweder man überschlägt das Volumen, indem man den Schmuck in mehrere Teile aufteilt, die sich leicht berechnen lassen, oder man muss zu komplizierten Integralrechnungen greifen.

Beitrag 06.12.2012, 14:14

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El Greco
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Sorry, hab überlesen, dass du dich auf Schmuck beziehst. Dachte du würdest von Münzen sprechen, die keinen vollen Goldgehalt haben.

Beitrag 06.12.2012, 14:17

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Ballou
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smilie_14

Beitrag 06.12.2012, 14:51

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Goldhamster79
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Ballou hat geschrieben:@Goldhamster79

Ein Juwelier sagte mal, dass in einem Schmuckstück, das zb. mit 333er Gold angegeben ist, 33,3% des Gesamtgewichtes Gold beinhalten würde. Kann man diese Aussage als ungefähre Grösse gelten lassen, oder ist es doch komplizierter den tatsächlichen Goldgehalt zu ermitteln?
Ja, diese Aussage ist richtig, weil sie nur das Gewicht berücksichtigt.

Allerdings geht es um Volumina und Dichte spezifischer Legierungen, vereinfach gesagt ein Kilo Federn braucht mehr Platz als ein Kilo Holz.

Wenn Du eine "Legierung" aus einem Kilo Holz und einem Kilo Federn hast, dann sind das zwei Kilo, aber wenn du diese nicht trennen kannst, ist ein nicht ohne weiteres möglich das Volumen einer unbekannten Mischung zu berechnen. Da hast Du dann zwei Unbekannte im Spiel, nämlich das Mischverhältnis und die Dichte der Mischung.

Dafür gibt es Tabellen der Dichte von Legierungen, damit eine Überprüfung einer Münze in bekannter Legierung über das Volumen möglich wird.

Beitrag 06.12.2012, 15:23

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k1
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hallo Ballou,
bei Schmuck unbekannter Legierung oder zweifelhafter Herkunft wirst du um eine Röntgenfluoreszenzanalyse nicht herumkommen. Damit lässt sich sich binnen Sekunden die Edelmetallzusammensetzung genau bestimmen.

VG
K1
Just landed at John Galt´s gulch,

gern gehandelt mit silberbaron

Beitrag 06.12.2012, 15:53

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Sapnovela
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Sonderlich genau ist die Berechnung nach V = r² * Pi * h aber nicht, denn Münzen sind ja keine ebenen Plättchen... sie haben

- einen Münzrand, der idR über die Münzfläche hinausragt
- eine Prägung, daher ist auch die Münzfläche nicht eben
- oftmals eine Riffelung am Rand

Ich hab´s bei diversen Münzen nachgemessen und gerechnet, ist oft nicht hingekommen...
:(

Beitrag 06.12.2012, 15:56

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Sapnovela
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k1 hat geschrieben:hallo Ballou,
bei Schmuck unbekannter Legierung oder zweifelhafter Herkunft wirst du um eine Röntgenfluoreszenzanalyse nicht herumkommen. Damit lässt sich sich binnen Sekunden die Edelmetallzusammensetzung genau bestimmen.

VG
K1
Laserplasmaanalyse (LIBS - Laser Induced Breakdown Spectroscopy) funktioniert auch ganz gut, geht bei allen Legierungen. Blöd nur, dass man die Kisten nicht an der Hand hat, wenn man sie braucht...

Beitrag 06.12.2012, 16:17

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Goldhamster79
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Sapnovela hat geschrieben:Sonderlich genau ist die Berechnung nach V = r² * Pi * h aber nicht, denn Münzen sind ja keine ebenen Plättchen... sie haben

- einen Münzrand, der idR über die Münzfläche hinausragt
- eine Prägung, daher ist auch die Münzfläche nicht eben
- oftmals eine Riffelung am Rand

Ich hab´s bei diversen Münzen nachgemessen und gerechnet, ist oft nicht hingekommen...
:(
Ja richtig, Tauchwägung ist hier das zuverlässigere Mittel der Wahl.

Daher o.g. Hinweis auf eine Mikrometerschraube um die Messung wenigstens etwas annähernder vornehmen zu können, wenn man schon messen will ;)

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