Investition in Baugenossenschaft - eine gute Idee?

Hier können Mitglieder sich gegenseitig helfen, bzw. ihre Erfahrungen und Meinungen zu Grundsatzfragen posten.

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Beitrag 11.08.2012, 16:46

sverige
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siamkater,

klar ist buch recht nett zu lesen. aber das kratzt die materie nun wirklich nur gerade mal so an der oberfläche.
war ja auch nicht böse gemeint. aber immer dieses predigen von indexfonds und bloß keine kosten- ich kanns nicht mehr hören. dann auch noch der spruch: fonds seien der absolute schwachsinn und betrug...sorry, da fehlt mir jedes verständnis für solchen hirnschmalz.

ich kenne genügend fonds, die top performace lieferten und dies noch immer tun- und zwar keine indexfonds !! die kosten sogar was- ja und ??? leistung kostet geld. Top-leistung kostet eben etwas mehr. sonst würden ja alle dacia fahren- damit kommt man ja schliesslich auch ans ziel. aber deshalb alle anderen autos als schwachsinn abzutun ist dann doch eher im reich der geistig minderbemittelten zu suchen. hauptscahe index, hauptsache keine kosten....mann, mann , mann.....glaub manchmal echt die leute hier sind geiz ist geil infiziert und schalten darüber ihr hirn ab. damit meinte ich jetzt allerdings nicht dich siamkater. lies noch etwas weiter und mach insbesondere deine eigenen erfahrungen beim investieren. da sammelst du die meisten erfahrungen und lernst wirklich dabei. glaub mir, du wirst fehler machen - aber das nächste mal wirst du sie vermeiden. so läuft das nunmal. aber das ist auch gut so.
nur diese fraktion aus der ecke: i"ch weiß alles über fonds und nur index ist top und hauptsache billig ist gut, alles andere ist betrug und schei....e" die kann man in einem seriösen forum wie diesem eigentlich nicht gebrauchen. die solten am besten zur propagandafront wechseln und sich einer interessengemeinschaft gegen fonds im allgemeinen anschliessen.

also nichts für ungut. aber wenn das thema so einfach wäre dann hätte ich alle meine abschlüsse ja an einem tag machen können und nicht 2 jahre die "schulbank" drücken müssen mit unzähligen zwischenprüfungen und prüfungen.

bis dann

Beitrag 11.08.2012, 22:22

devnull
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IrresDing hat geschrieben: 2.) Bitte befasse dich EINGEHEND mit Genossenschaften und an was sie dich wie beteiligen und wer da was verdient und welchen Zweck eine Genossenschaft hat. Also sorry, so etwas plattes habe ich lange nicht gelesen.

Meine Genossenschaftsanteile (ich habs gerade bei 2 raus gesucht), rentierte sich 2011 mit einmal 6% und einmal weiteren 6% + 1% Bonus. Bitte, zeig mir im derzeitigen Zinsumfeld, wo ich solche Renditen raus bekomme? Wo? Genau deshalb ist auch die Anzahl der Anteile meist strikt begrenzt. Sonst hätte ich da schon lange eine höhere Summe eingebracht.

LG
Es gibt auch die Möglichkeit, neben Imobilien und Bankgenossenschaften, auch in diverse andere Genossenschaften, wie z.B. in Bürgerenergie-, Energieversorger- oder Konsumgenossenschaften zu investieren.
Bei diversen Bankgenossenschaften hatte ich eine Dividende von ca. 5...7,5 %, Energiegenossenschaft 4 %, Energieversorger 6 %, Immobiliengenossenschaft 4 %, Konsumgenossenschaft 8 %.

Beitrag 11.08.2012, 23:21

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MaciejP
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Wie funktioniert denn das mit der Investition in Genossenschaften genau? Ich hatte mich schon auf den Webseiten diverser Agrargenossenschaften hier in der Gegend umgeschaut, aber dort ist bzgl. Beteiligungen überhaupt nichts zu finden. Kann da nicht jemand aus erster Hand berichten, wie man geeignete Genossenschaften findet, wie die Mindestinvestitionshöhe aussieht, etc. smilie_08

Mich interessiert das Thema sehr, aber ich habe echte Schwierigkeiten, da brauchbare Informationen zu finden.

Beitrag 11.08.2012, 23:52

Buybuy
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Bei den Agrargenossenschaften (auch Biogas etc.) sind das eben
idR Bauern. Auch bei Südzucker stellen noch Rübenbauern die Mehrzahl
der Eigner. Zweckgemeinschaften.
Die wollen nicht unbedingt externe Kapitalanleger.

Die von mir angesprochene Wohnbaugeno ist dagegen
hauptsächlich noch zum Generieren von Vertriebsprovisionen da.

Beitrag 12.08.2012, 07:44

Siamkater
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Hallo devnull,
kannst Du noch was über das Pleiterisiko bzw. die Nachschußpflicht sagen? Wie sieht das bei deinen Genossenschaften aus?
Viele Grüße, Siamkater
Buybuy,
danke für den Hinweis, die Wohnbaugeno unterscheidet sich aber schon im Internetauftritt von klassischen Wohnbaugenossenschaften, die webseite ist sehr werbungsmäßig gemacht, um frisches Geld einzutreiben vermutlich.
devnull,
ich habe schon eine Konsumgenossenschaft gefunden, maximal kann man dort allerdings nur 1000 Euro einzahlen, also wenn man sowas angeht lohnt es sich wohl, mehreren Genossenschaften beizutreten.
PS Über Nachschußpflicht usw. steht alles in der Satzung der jeiligen Genossenschaft, ich habe eine konsumgenossenschaft ohne Nachschußpflicht gefunden und eine, bei der "man mit seinem Vermögen haftet". Da fällt die Wahl nicht schwer.

Beitrag 12.08.2012, 09:09

Siamkater
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Hallo,
inzwischen habe ich mehrere Wohnungsgenossenschaften gefunden, bei denen es keine Nachschußpflicht gibt. Das Pleiterisiko könnte man ja verringern, indem man kleinere Beträge auf mehrere Genossenschaften verteilt.
MaciejP,
bei Wohnungsgenossenschaften kann man kleinere bis mittlere fünfstellige Beträge investieren.

Beitrag 12.08.2012, 10:27

devnull
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MaciejP hat geschrieben:Wie funktioniert denn das mit der Investition in Genossenschaften genau? Ich hatte mich schon auf den Webseiten diverser Agrargenossenschaften hier in der Gegend umgeschaut, aber dort ist bzgl. Beteiligungen überhaupt nichts zu finden. Kann da nicht jemand aus erster Hand berichten, wie man geeignete Genossenschaften findet, wie die Mindestinvestitionshöhe aussieht, etc. smilie_08

Mich interessiert das Thema sehr, aber ich habe echte Schwierigkeiten, da brauchbare Informationen zu finden.
Die meisten Genossenschaften, welche auch Mitglieder suchen, haben auf Ihren Homepages oder in einer Auslage in den Filialien, die Satzung und ein Aufnahmeformular für die Genossenschaft veröffentlicht. In der Satzung sind dann die Details zur Mitgliedschaft, Aufnahme, Nachschusspflicht (=Haftung), sowie die min./max. Anzahl sowie die Höher der Geschäftsanteile zu finden.

Meine Empfehlung wäre, auf jeden Fall die Satzung zu lesen, Dich über die Genossenschaft zu informieren, und auch speziell die Satzung auf die Nachschusspflicht zu prüfen, bevor Du den Aufnahmeantrag stellst. Die Nachschusspflicht beschreibt die Höhe der Haftung pro Geschäftsanteil im Haftungsfall(Konkurs), je nach Genossenschaft gibt es diese nicht (=Haftung in höhe der Eingesetzten Geschäftsanteile), oder meist mit in der Höhe von ein paar wenigen Geschäftsanteilen.

Beitrag 12.08.2012, 10:38

devnull
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Siamkater hat geschrieben:Hallo devnull,
kannst Du noch was über das Pleiterisiko bzw. die Nachschußpflicht sagen? Wie sieht das bei deinen Genossenschaften aus?
Die Enegriegenossenschaft, Energieversorger, Konsumgenossenschaft haben keine Nachschusspflicht. Bei den Banken je nach Genossenschaft zwischen keiner Nachschusspflicht und einer Nachschusspflicht in der Höhe eines Geschäftsanteils.

Ich seh das Pleiterisiko bei den Genossenschaften als relativ gering an. In der Regel wirtschaften die Genossenschaften Solide, Nachhaltig und mit Bedacht und haben in der Regel auch hohe Eigenkapitalquoten bzw. Invests in die entsprechenden Sachwerte. Ich seh das Risiko geringer an als bei einem Invest in Aktien.
Aber, in der Regel haben alle Genossenschaften, wie "Irres Ding" schon schrieb, eine Kündigungsfrist von meist einem Jahr. D.h. Du kommst, wenn Du dass Geld brauchst nur nach Ablauf der Kündigungsfrist ran.

Beitrag 12.08.2012, 19:29

struppi
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Hallo,
bitte entschuldigt, dass ich hier so reinplatze. Ich hatte mich gerade mit der Möglichkeit, in eine Wohnungsbaugenossenschaft zu investieren, beschäftigt, und habe als passiver Leser dieses Forums, als ich nun den Beitrag hier gesehen habe, entschieden, mich anzumelden um ein Frage stellen zu können...

Die Frage also: Wenn der Euro den Bach runtergehen sollte, ist mein (Wohnungsbau-)Genossenschaftsanteil dann ein prozentualer Anteil an einer eventuell gut aufgestellten Genossenschaft, deren Vermögen attraktive Immobilien sind und deren Gecshäftsmodell eventuell prima funktioniert? Oder ist mein Genossenschaftsanteil dann nur ein Eurobetrag, den mir die Baugenossenschaft schuldet, bzw. die fast wertlose Entsprechung in der neuen Währung?

Viele Grüße, struppi

Beitrag 12.08.2012, 19:42

Siamkater
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Registriert: 19.02.2012, 19:03
Hallo Struppi
und herzlich willkommen hier! Schwierig. Ich glaube eher, daß die Dividenden mit der Inflation steigen. Ich für mich werde mich vermutlich dazu entschließen, neben Em und Aktien etwas Geld in Genossenschaftsanteile zu investieren, aber jetzt auch keinen überwiegenden Anteil. Der Gedanke ist schon verlockend, abseits von Immobilienfonds was in Immobilien zu investieren - aber die Geschäftsanteile sind eben keine Aktien, und ich würde nicht drauf hoffen, daß die im Wert steigen. Das kann ich mir nicht vorstellen.
Viele Grüße, Siamkater

Beitrag 12.08.2012, 20:52

MapleHF
struppi hat geschrieben:
Die Frage also: Wenn der Euro den Bach runtergehen sollte, ist mein (Wohnungsbau-)Genossenschaftsanteil dann ein prozentualer Anteil an einer eventuell gut aufgestellten Genossenschaft, deren Vermögen attraktive Immobilien sind und deren Gecshäftsmodell eventuell prima funktioniert? Oder ist mein Genossenschaftsanteil dann nur ein Eurobetrag, den mir die Baugenossenschaft schuldet, bzw. die fast wertlose Entsprechung in der neuen Währung?

Viele Grüße, struppi
In der Regel wurden ja Wohnungsbaugenossenschaften nicht deshalb gegründet, um Anlegern abseits der eigenen Immobilie die Möglichkeit zu bieten in attratkive und renditestarke Immobilien zu investieren, sondern um günstigen Wohnraum für Arbeiterfamilien zu schaffen. Deshalb sind häufig auch große Arbeitgeber bei den Gründungsmitgliedern mit entsprechend großen Anteilen zu finden.

Deshalb ist die teure City-Lage in der Regel nicht im Bestand von Wohnungsbaugesellschaften zu finden, aber häufig große Wohnsiedelungen, die hin und wieder auch einen gewissen Getto-Charakter aufweisen.

Zudem stelle ich mir für Wohnungsbaugenossenschaften dieselben Fragen, die ich mir auch für meine eigenen Immobilien stelle:

- wie wird sich die demografische Entwicklung auf die Vermietbarkeit der Wohnungen auswirken?
- wie wird der Sozialstaat die Bezahlung des Wohnraumes zukünftig handhaben, es ist heute nicht selten, dass ein Hartz-IV-Paar, zwei getrennte Wohnungen als Single bewohnt (meist leben sie dann in einer), weil sie dadurch finanziell besser gestellt sind.
- was wird an gesetzlichen Renovierungs- und Sanierungsvorgaben kommen und wie hoch ist der Finanzbedarf hierfür?
- kommt eine Deckelung der Mieten?
- kommt eine Deckelung der Nebenkosten?
- können die Mieter im Krisenfall die Miete und die Nebenkosten bezahlen?
- wenn die Mieter das nicht zahlen können, muss man dennoch Strom, Heizung, Wasser usw. bereitstellen?

usw. usw.

Ich habe selbst nicht auf alle dieser Fragen eine Antwort und wollte sie nur mal in den Raum stellen, weil sie bei einer Investition in Anteile einer Wohnungsbaugenossenschaft eben auch eine Rolle spielen.

Grundsätzlich ist eine Investition in eine genossenschaftliche Organisation sicher nicht schlecht. Aber rein vom Bauchgefühl her würde ich mich bei einer Genossenschaft für alternative Energieerzeugung momentan wohler fühlen als bei einer Wohnungsbaugenossenschaft.

Just my two cents ...

MapleHF

Beitrag 12.08.2012, 22:37

Siamkater
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Hallo Maple HF,
danke Dir! - Allerdings wird von Windkraftfonds oder -Beteiligungen auch eher abgeraten, da scheint es sich zumindest zum Teil um windige Geldanlagen zu handeln.....ich informiere mich weiter.
Viele Grüße

Beitrag 13.08.2012, 08:36

MapleHF
Habe ich von Windkraftfonds geschrieben?

Nein, ich schrieb von einer genossenschaftlichen Organisation!

Von Windkraftfonds oder sonstigen Energiefonds kann ich ebenso wie von Immobilienfonds nur abraten. Vor gut 25 Jahren hatte ich mal mit einem Immofonds (mit betrügerischem Geschäftsführer) 100 kDM in den Sand gesetzt. Zum Glück blieb wenigstens die Verlustzuweisung erhalten, so dass der Schaden nicht ganz so groß war.

MapleHF

Beitrag 13.08.2012, 09:09

Siamkater
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Hallo Maple HF,
SORRY! Ja, da habe ich was durcheinandergeschmissen! Ich hatte eigentlich Genußscheine im Kopf (dafür wird ja massiv geworben, ist aber auch riskant) , aber das hat ja auch mit einer Genossenschaft nix zu tun.
Viele Grüße Siamkater

Beitrag 13.08.2012, 14:15

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IrresDing
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sverige hat geschrieben:siamkater,

klar ist buch recht nett zu lesen. aber das kratzt die materie nun wirklich nur gerade mal so an der oberfläche.
war ja auch nicht böse gemeint. aber immer dieses predigen von indexfonds und bloß keine kosten- ich kanns nicht mehr hören. dann auch noch der spruch: fonds seien der absolute schwachsinn und betrug...sorry, da fehlt mir jedes verständnis für solchen hirnschmalz.

ich kenne genügend fonds, die top performace lieferten und dies noch immer tun- und zwar keine indexfonds !! die kosten sogar was- ja und ??? leistung kostet geld. Top-leistung kostet eben etwas mehr. sonst würden ja alle dacia fahren- damit kommt man ja schliesslich auch ans ziel. aber deshalb alle anderen autos als schwachsinn abzutun ist dann doch eher im reich der geistig minderbemittelten zu suchen. hauptscahe index, hauptsache keine kosten....mann, mann , mann.....glaub manchmal echt die leute hier sind geiz ist geil infiziert und schalten darüber ihr hirn ab. damit meinte ich jetzt allerdings nicht dich siamkater. lies noch etwas weiter und mach insbesondere deine eigenen erfahrungen beim investieren. da sammelst du die meisten erfahrungen und lernst wirklich dabei. glaub mir, du wirst fehler machen - aber das nächste mal wirst du sie vermeiden. so läuft das nunmal. aber das ist auch gut so.
nur diese fraktion aus der ecke: i"ch weiß alles über fonds und nur index ist top und hauptsache billig ist gut, alles andere ist betrug und schei....e" die kann man in einem seriösen forum wie diesem eigentlich nicht gebrauchen. die solten am besten zur propagandafront wechseln und sich einer interessengemeinschaft gegen fonds im allgemeinen anschliessen.

also nichts für ungut. aber wenn das thema so einfach wäre dann hätte ich alle meine abschlüsse ja an einem tag machen können und nicht 2 jahre die "schulbank" drücken müssen mit unzähligen zwischenprüfungen und prüfungen.

bis dann
1.) Ich hab auch die Schulbank gedrückt. Aber den eigenen Kopf darf man trotzdem anstrengen.

2.) Ich habe mich jetzt auf eine fachliche Diskussion auf hohem abstrakten Niveau gefreut. Und was kam raus? Nichts als Luft. Was sind das? Wo sind deine Argumente? Ich finde kein einzige Quelle. Kein einzig nachprüfbares Argument.

3.) Zu deinen Fondsmanagern sei folgendes gesagt: In meinem zweiten Fach musste ich Fehlerrechnung belegen. Es ging um die Aussage einer Stichprobe über einen Versuch, die Stichprobenvarianz. (zumindest wenn ich mich korrekt erinner).

Uns wurde ein Beispiel erzählt:

Versuchsaufbau: Eine studentische Hilfskraft nimmt als Aufsichtsperson an einem Test teil. Er wird mit einem Hellseher in ein Hotel gebracht. Im Hotelzimmer steht ein Tisch. Auf diesem stehen 2 Taster. Ein roter und ein grüner Taster. Daneben steht ein rotes und grünes Licht.

Die Aufgabe war nun folgende: Nachdem eine der Tasten gedrückt wird, wird ein Zufallsautomatismus in Gang gesetzt, welcher einer der beiden Lampen erleuchten lässt. Ist die Farbe des Tasters gleich mit der aufleuchtenden Farbe, geht das Experiment in die nächste Runde und wiederholt sich. Der Hellseher soll mit einem Pendel herausfinden, welchen Taster er betätigen muss. Die Hilfskraft ist als neutraler Beobachter im Zimmer und notiert die Ergebnisse.

Folgend lief das Experiment ab:

Hellseher: Grün - Licht: Grün
Hellseher: Grün - Licht: Grün
Hellseher: Rot - Licht: Rot
Hellseher: Grün - Licht: Grün
Hellseher: Rot - Licht: Rot
Hellseher: Rot - Licht: Rot
Hellseher: Rot - Licht: Rot
Hellseher: Grün - Licht: Grün
Hellseher: Grün - Licht: Grün
Hellseher: Grün - Licht: Grün

Alles richtig! Die studentische Hilfskraft ist beeindruckt! Der Hellseher hat wirklich die Gabe Dinge vorauszusehen. Er kann es nicht fassen und zweifelt an seinem bisherigen Weltbild. Er öffnet die Hotelzimmertür. Und auf einmal sieht er, dass im ganzen Gang die Türen aufgehen und Studenten mit Hellsehern treten auf den Gang. An der Rezeption erfährt er zu allem Überfluss: Das Hotel hat 1024 Zimmer.

Was sagt dir das Beispiel, wenn du hier erzählst, dass manche Fondsmanager seit Jahren gute Performance bringen? Oder anders gefragt: Sage du mir, was wird die nächste Farbe sein: Rot oder Grün? Denke mal drüber nach. Und dann darfst du gerne entsprechende Literatur lesen.

LG
Marina

P.S.: Der Hellseher war gelernter Bäcker. Wenn du den nicht verstehst, dann hast du noch keine Erfahrung mit Aktien...
Ich möchte den Weg des Forums nicht weiter mit beschreiten. Ich wünsche allen Mitgliedern viel Erfolg und danke für die schöne Zeit bis dahin. Bye bye

Beitrag 13.08.2012, 14:43

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IrresDing
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Ach ja: Die Dartpfeilmethode gibt es nebenbei wirklich und wurde auch mittlerweile wissenschaftlich untersucht. An vorderster Front ist hier Burton Malkiel, Abschluss in Harvard, ehemaliger Analyst, Mitglied im Rat der Wirtschaftsberater, Präsident der American Finance Association, Dekan der Yale School of Management; heute: Professor für Wirtschaftswissenschaften an der Universität Princeton, mit seinem Bestseller "A Random Walk Down Wall Street". Er ist verfechter der Hypothese über den effizienten Markt. Wenn dir also jemand erzählt, dass er mehr weiß, als die Marktteilnehmer, dann ist er entweder ein Insider (welches aber strafrechtlich verfolgt wird) oder ein Schwätzer. So einfach ist das. Jedes Detail, welches über Reuters o.ä. veröffentlicht wird, ist im Preis der Aktie schon eingepreist. Ansonsten wäre der Markt ineffizient und würde es sofort einpreisen. Oder anders gesagt: Jeder Chance steht ein adäquates Risiko gegenüber, welches sich in der Regel durch Aufpreise gegenüber dem Buchwert manifestiert.

So, und jetzt bin ich auf deine Hypothesen, Ansätze, Quellen, etc. gespannt. Und nein: Ich muss nicht recht haben... Aber man sollte das Köpfchen anstrengen.

LG

P.S.: Das mit den Abschlüssen, etc. von Malkiel habe ich extra heraus gearbeitet. Der ist nicht nur 2 Jahre auf einer Schulbank gesessen.
Zuletzt geändert von IrresDing am 13.08.2012, 15:04, insgesamt 2-mal geändert.
Ich möchte den Weg des Forums nicht weiter mit beschreiten. Ich wünsche allen Mitgliedern viel Erfolg und danke für die schöne Zeit bis dahin. Bye bye

Beitrag 13.08.2012, 14:59

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IrresDing
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Mensch, was man so alles noch im Datennirvana des Netzes findet:

"Anleger, die 1970 die besten 20 Fonds der 60er Jahre gekauft hatten, mussten zehn Jahre später feststellen, dass sie deutlich weniger verdient hatten, als wenn sie ein Indexprodukt gekauft hätten. Wenn Sie die besten Zertifikate der 70er, der 80er oder der 90er Jahre gekauft hätten, wäre das Ergebnis auch nicht anders ausgefallen."

So, ich glaub ich hab genug gebracht.
Ich möchte den Weg des Forums nicht weiter mit beschreiten. Ich wünsche allen Mitgliedern viel Erfolg und danke für die schöne Zeit bis dahin. Bye bye

Beitrag 13.08.2012, 15:25

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IrresDing hat geschrieben: Mensch, was man so alles noch im Datennirvana des Netzes findet:
"Anleger, die 1970 die besten 20 Fonds der 60er Jahre gekauft hatten, mussten zehn Jahre später feststellen, dass sie deutlich weniger verdient hatten, als wenn sie ein Indexprodukt gekauft hätten. Wenn Sie die besten Zertifikate der 70er, der 80er oder der 90er Jahre gekauft hätten, wäre das Ergebnis auch nicht anders ausgefallen." So, ich glaub ich hab genug gebracht.
Ja,stimmt....Du hättest Dir die letzten Beiträge KOMPLETT sparen können.... smilie_24

Mach mal den Test der vergangenen 10 Jahre zw. DAX,einer Aktie daraus (Dartpfeil :mrgreen: ),
irgendeinen Zerti-Produkt,irgendeinem der besten Fonds....
...und der Preisentwicklung von EM (Spotpreis in US-Dollar!!) bzw. generell Rohstoffen.
T.
"Das Leben ist Schwingung.Verändere Deine Schwingungen--
und Du veränderst Dein Leben"
"Die kürzesten Wörter ( ja,nein ) erfordern das meiste
Nachdenken"
Pythagoras von Samos

Beitrag 13.08.2012, 16:24

Siamkater
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Registriert: 19.02.2012, 19:03
Hallo,
das ist eigentlich eine andere Diskussion als die von mir initiierte, vielleicht sollte sie in einem passenden Thread weitergeführt werden. Irres Ding, mach doch einen Thread über die Theorie des effizienten Markts auf! :wink:
Viele Grüße, Siamkater
Zuletzt geändert von Siamkater am 13.08.2012, 16:52, insgesamt 1-mal geändert.

Beitrag 13.08.2012, 16:47

sverige
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Registriert: 30.09.2011, 15:52
@IrresDing (ist der Name Programm ??)

Ich frage mich die ganze Zeit, worüber Du Dich eigentlich so aufregst ??
Lies doch einfach nochmal meine Ausführungen und Du wirst feststellen, dass es darum geht, dass einige immer wieder behaupten "Fonds seien alle Schwachsinn und schlichtweg Betrug und Indexfondas sind das alleinige gelbe vom Ei" !
Dem ist jedoch nicht so. Dieser Wahrheit wirst auch sicherlich nicht Du ganz verschliessen können. Und hier irgendwelche Harvard Absolventen ins Feld zu führen oder zweifelhafte und sinnlose "Feldversuche" zu erläutern- auch das ist mir gerade unverständlich. Ich freue mich darüber, dass auch Du die Schulbank gedrückt hast und etwas vom Fach verstehst- jedoch erspare Dir (uns) hier Fachvorträge über das Thema zu halten. Glaube mir: es bringt nichts ! Es wird immer diese zwei Lager geben- egal was man hier ins Feld führt.

Ich vertrete diese meine Meinung und habe lediglich angeprangert, dass man alle Fonds (ausser natürlich diese sagenumwobenen und unschlagbaren, wahnsinnig tollen Indexfonds) über einen Kamm schert und diese sogar noch als Betrug und Schwachsinn abstempelt. Aber wer lesen kann ist klar im Vorteil.

Ich werde es mir ersparen nun mit irgendwelchen Zitaten aus meiner Fachliteratur zu argumentieren, da ich keine Volkshochschule im Forum spielen werde. Warum auch ?
Wenn Du Fragen hast dann gerne per PN. Nur soviel sei gesagt: es kommt immer darauf an welche Fonds man über welchen Zeitraum betrachtet und vor allem mit was man diese vergleicht.
Ich hatte z.B. das Vergnügen in der Vergangenheit Herrn Eduoard Carmignac kennenlernen zu dürfen. Und nun sag mir bitte, dass seine Fonds alle Schwachsinn und Betrug sind. Der Vergleich der danach noch von einem Forumsmitglied gemacht wurde wäre ganz sicher anders ausgefallen, wenn man diese Fonds herangezogen hätte. Aber man vergleicht eben immer lieber genau das, was einem gerade in den Kram passt und man sich selbst "glücklich" belügen kann. Außer Garmignac gibt es übrigens noch genügend andere Top-Performer- alles keine Indexfonds. Und eine Einzelaktie als sicheren Hafen gegenüber einem ausgewogenen Fonds mit gesundem Risikoprofil darzustellen grenzt schon an "vorsätzlichen Betrug und Vortäuschung falscher Tatsachen" !!

Aber bitte nicht den ursprünglichen Grund meines ersten Beitrages vergessen: es geht darum mit solchen schwachsinnigen Pauschalaussagen Schluß zu machen, die die gesamtze Fondsbranche in Verruf bringt. Ich stimme damit überein, dass es leider zu viele Schrottfonds gibt. Aber es gibt auch in jeder anderen Branche Schrott und /oder Qualität. Siehe mein Beispiel mit den Autos. Nur darum geht es mir. Fachliche Auseinandersetzung habe ich täglich mit irgendwelchen Klugsch........ Da muß ich mir das nicht noch hier im Forum geben. Aber wie gesagt gerne per PN.

So long

Es leben die GUTEN FONDS und EM !

Gruß

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