Münze aus Einwurfeinschreiben entwendet

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Moderatoren: Ladon, Forum-Team

Beitrag 29.02.2012, 14:53

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Datenreisender
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olymp78 hat geschrieben:Kann sein, muss man mal genau in den AGB nachlesen. Aber 500 €, seien wir mal ehrlich, ist für EM wie Gold ein Witz.
Dann fasse ich das DHL-Problem mal kurz zusammen:
Gold fällt dort unter die Valorenklasse II und ist bis max. 500 € pro Paket versichert. Bei Aufteilung auf mehrere Pakete darf nur ein Paket pro Tag und pro Empfänger versandt werden. Wichtig: Befindet sich Gold im Wert von beispielsweise 600 € im Paket, dann ist es gar nicht mehr versichert, auch nicht mit 500 €.

Also bitte nicht an den Versandkosten sparen und im Zweifel Wertlogistiker wie z. B. intex-paketdienst.de oder externe Valorenversicherungen buchen.

Beitrag 29.02.2012, 14:58

Silberpfeil
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Wertvolle Info! Danke!

Beitrag 29.02.2012, 15:07

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K
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Datenreisender hat geschrieben: Befindet sich Gold im Wert von beispielsweise 600 € im Paket,
dann ist es gar nicht mehr versichert, auch nicht mit 500 €.
Also - wer dann doch eine Tube Philies mir der Post verschickt ( heute so ca. 600 € ),
sollte im Falle eines Verlustes 500€ als Wert angeben. smilie_02

Beitrag 29.02.2012, 15:14

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Fellenteee
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Traurig aber wahr
Erfolgreich gehandelt mit "eu_nord"

Beitrag 29.02.2012, 15:36

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Datenreisender
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K hat geschrieben:
Datenreisender hat geschrieben: Befindet sich Gold im Wert von beispielsweise 600 € im Paket,
dann ist es gar nicht mehr versichert, auch nicht mit 500 €.
Also - wer dann doch eine Tube Philies mir der Post verschickt ( heute so ca. 600 € ),
sollte im Falle eines Verlustes 500€ als Wert angeben. smilie_02
Anleitung zum Betrug? smilie_08

Beitrag 29.02.2012, 15:41

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K
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Datenreisender hat geschrieben: Anleitung zum Betrug? smilie_08
Du hast mich erwischt. smilie_50

Beitrag 29.02.2012, 16:46

herb
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Hi

Ich hab bisher alle Händlerbestellungen via DHL bekommen. Warenwert immer > 500€.
Generell ist das doch dann aber seitens der Händler (grob) fahrlässig, oder? Oder ham die andere Konditionen was Versicherung betrifft, weil sie gewerblich versenden?

Grüße

Beitrag 29.02.2012, 16:59

tomtom
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Ich hatte mal das Versicherungsproblem bei einer 1/2 Oz Maple Leaf, die ich für etwas mehr als 500 Euro verkauft hatte.
Laut (schriftlicher) Auskunft von DHL ist die Münze versichert, wenn ich sie für 500 Euro verkaufen würde, auch wenn sie bei einem Händler mehr kostet.
Ich habe sie dann offiziell für 500 Euro verkauft, die Versandkosten waren dann halt etwas höher smilie_16 und diese habe ich mir getrennt überweisen lassen.
Ich war aber froh, dass die Münze gut angekommen ist. Ganz wohl war mir bei dieser "Lösung auch nicht.

Beitrag 29.02.2012, 18:48

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Datenreisender
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herb hat geschrieben:Hi

Ich hab bisher alle Händlerbestellungen via DHL bekommen. Warenwert immer > 500€.
Generell ist das doch dann aber seitens der Händler (grob) fahrlässig, oder? Oder ham die andere Konditionen was Versicherung betrifft, weil sie gewerblich versenden?

Grüße
Gewerbliche Händler können eine externe Valorenversicherung abschliessen. Meines Wissens sind 5.000 € pro Sendung mit einem regulären "besseren" Paketdienst wie z. B. DHL oder UPS dann kein Problem. Das ist dann aber ein privater Versicherungsvertrag zwischen dem Online-Händler und einer Versicherungsgesellschaft mit eigenen Sonderbedingungen, die der Händler einhalten muss (z. B. "Tarnung" der Sendungen durch entsprechende Verpackung und Absenderangabe usw.). Über 5.000 € sind aber auch Händler dann auf Wertlogistiker/Werttransporte angewiesen, das macht dann niemand mehr über den "normalen" Versandweg.

Beitrag 29.02.2012, 18:58

Elektron
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Datenreisender hat geschrieben:Über 5.000 € sind aber auch Händler dann auf Wertlogistiker/Werttransporte angewiesen, das macht dann niemand mehr über den "normalen" Versandweg.
Das ist vermutlich so nicht ganz richtig, da ich bereits bei etablierten und seriösen Händler(n) deutlich über diesem Wert bestellt habe, und die Lieferung via DHL bekam. Ein Paket lag übrigens wie fast immer beim Nachbarn...

Eventuell liegt die Grenze über 10k €. Das hab ich noch nicht "getestet".

Elektron
Zuletzt geändert von Elektron am 29.02.2012, 19:01, insgesamt 1-mal geändert.

Beitrag 29.02.2012, 19:00

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tomtom hat geschrieben:Ich hatte mal das Versicherungsproblem bei einer 1/2 Oz Maple Leaf, die ich für etwas mehr als 500 Euro verkauft hatte.
Laut (schriftlicher) Auskunft von DHL ist die Münze versichert, wenn ich sie für 500 Euro verkaufen würde, auch wenn sie bei einem Händler mehr kostet.
Ich habe sie dann offiziell für 500 Euro verkauft, die Versandkosten waren dann halt etwas höher smilie_16 und diese habe ich mir getrennt überweisen lassen.
Ich war aber froh, dass die Münze gut angekommen ist. Ganz wohl war mir bei dieser "Lösung auch nicht.
In den AGB von DHL steht zum Thema Haftungsgrenze bei Paketen wörtlich bis zu einem Wert von 500 € und nicht bis zu einem Kaufpreis von 500 €. Und der Wert einer halben Unze Maple Leaf dürfte sich wohl relativ einfach feststellen lassen. Diese Münze hätte nach den AGB von DHL gar nicht mit einem normalen Paket verschickt werden dürfen und somit hat sich das mit der Haftung - für den Fall daß man es trotzdem tut - natürlich erledigt.

Beim Verkauf unter Privatleuten trifft das Versandrisiko natürlich den Käufer. Der Verkäufer muß im Zweifel lediglich nachweisen können, daß er das Paket eingeliefert hat. Das geht auch ohne Versicherung. Aber will man das?

Beim Versand von Gold würde ich an den Versandkosten nicht sparen. Ich verweise an dieser Stelle noch einmal auf den intex-paketdienst.de. Verschicken kann man damit sowieso (bis zu einem Wert von 25.000 €), aber als Käufer kann man mit dem Verkäufer auch einen Preis exklusive Versandkosten aushandeln und den Wertlogistiker dann selbst und auf eigene Kosten mit der Abholung der Ware beim Verkäufer beauftragen. Das hätte am Beispiel der halben Unze Maple Leaf ca. 22-23 € gekostet (niedrigste Versicherungsstufe bis 2.500 €).

Beitrag 29.02.2012, 19:05

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Datenreisender
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Elektron hat geschrieben:
Datenreisender hat geschrieben:Über 5.000 € sind aber auch Händler dann auf Wertlogistiker/Werttransporte angewiesen, das macht dann niemand mehr über den "normalen" Versandweg.
Das ist vermutlich so nicht ganz richtig, da ich bereits bei etablierten und seriösen Händler(n) deutlich über diesem Wert bestellt habe, und die Lieferung via DHL bekam. Ein Paket lag übrigens wie fast immer beim Nachbarn...

Eventuell liegt die Grenze über 10k €. Das hab ich noch nicht "getestet".
Das ist wie gesagt ein externer Versicherungsvertrag zwischen dem Online-Händler und seiner Versicherungsgesellschaft, da können diese beiden Vertragspartner letztlich vereinbaren was sie wollen. Mir hat ein bekannter Händler mal erzählt, daß er bei seiner Versicherung DHL-Pakete mit 5.000 € versichern konnte, mit UPS ging es wohl noch höher.

Beitrag 29.02.2012, 19:11

Elektron
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Datenreisender hat geschrieben:Das ist wie gesagt ein externer Versicherungsvertrag zwischen dem Online-Händler und seiner Versicherungsgesellschaft, da können diese beiden Vertragspartner letztlich vereinbaren was sie wollen. Mir hat ein bekannter Händler mal erzählt, daß er bei seiner Versicherung DHL-Pakete mit 5.000 € versichern konnte, mit UPS ging es wohl noch höher.
Nur für den Fall, dass es bei irgendwem so ankam: Der generellen Aussage wollte ich auch gar nicht widersprochen haben, nur dem möglichen Betrag. smilie_06

Elektron

Beitrag 29.02.2012, 19:40

Elektron
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tomtom hat geschrieben:Ich hatte mal das Versicherungsproblem bei einer 1/2 Oz Maple Leaf, die ich für etwas mehr als 500 Euro verkauft hatte.
Laut (schriftlicher) Auskunft von DHL ist die Münze versichert, wenn ich sie für 500 Euro verkaufen würde, auch wenn sie bei einem Händler mehr kostet.
Datenreisender hat geschrieben:In den AGB von DHL steht zum Thema Haftungsgrenze bei Paketen wörtlich bis zu einem Wert von 500 € und nicht bis zu einem Kaufpreis von 500 €. Und der Wert einer halben Unze Maple Leaf dürfte sich wohl relativ einfach feststellen lassen. Diese Münze hätte nach den AGB von DHL gar nicht mit einem normalen Paket verschickt werden dürfen und somit hat sich das mit der Haftung - für den Fall daß man es trotzdem tut - natürlich erledigt.
Das passt jetzt vielleicht nicht so ganz hier her, doch wo es gerade angesprochen ist:

Wie sieht es denn nun genau aus mit dieser Regelung, kann das jemand "juristisch" sagen? Schliesslich ist das eine interessante Frage und eine "definitive" Lösung wäre nicht zuletzt für den hiesigen Kleinanzeigenteil ganz nett. Intex e.a. sind natürlich auch eine gute Lösung, doch bei einem Wert von 550 € für Münze(n) recht happig beim Aufpreis.

Dabei würde ich erstmal zwei Fälle unterscheiden:

1. Mit schriftlicher Aussage des Versanddienstleisters
2. ohne

Vermutlich läuft es auch auch auf die Frage hinaus, was denn in diesem Zusammenhang der Unterschied zwischen Wert und Preis ist. Dies betrifft ja nicht nur Edelmetalle und ist von Händler zu Händler verschieden und kann, wenn's dumm läuft, gerade so und tagesaktuell über irgendwelche Versicherungsgrenzen huschen. Ach, Fragen über Fragen...

Elektron

Beitrag 29.02.2012, 20:16

herb
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Datenreisender hat geschrieben:
herb hat geschrieben:Hi

Ich hab bisher alle Händlerbestellungen via DHL bekommen. Warenwert immer > 500€.
Generell ist das doch dann aber seitens der Händler (grob) fahrlässig, oder? Oder ham die andere Konditionen was Versicherung betrifft, weil sie gewerblich versenden?

Grüße
Gewerbliche Händler können eine externe Valorenversicherung abschliessen. Meines Wissens sind 5.000 € pro Sendung mit einem regulären "besseren" Paketdienst wie z. B. DHL oder UPS dann kein Problem. Das ist dann aber ein privater Versicherungsvertrag zwischen dem Online-Händler und einer Versicherungsgesellschaft mit eigenen Sonderbedingungen, die der Händler einhalten muss (z. B. "Tarnung" der Sendungen durch entsprechende Verpackung und Absenderangabe usw.). Über 5.000 € sind aber auch Händler dann auf Wertlogistiker/Werttransporte angewiesen, das macht dann niemand mehr über den "normalen" Versandweg.
THX4Info,
dann läuft da ja alles im Rahmen und ist sicher.

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