Physisches Gold oder Goldbesitz auf dem Papier?

Hier können Mitglieder sich gegenseitig helfen, bzw. ihre Erfahrungen und Meinungen zu Grundsatzfragen posten.

Moderatoren: Ladon, Forum-Team

Beitrag 22.01.2010, 17:25

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Admin
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Physisches Gold oder Goldbesitz auf dem Papier?
Hallo Forumsgemeinde,

in Ergänzung zu den „FAQ Edelmetalle“ können hier weitere Punkte und Ansichten zu dem oben genannten Thema gepostet und diskutiert werden.
Da diese Informationen vor allem auch für Neueinsteiger eine Hilfe darstellen sollen, bitten wir um sachliche Beiträge, die mit dem Thema zu tun haben.

Sicherlich wird es aufgrund der persönlichen Situation, Geldmittel, Familie etc. zu sehr unterschiedlichen Meinungen bzw. Darstellungen kommen, aber genau dies ist ja für Einsteiger wichtig, um sich eine eigene Meinung zu bilden.

Admin

Beitrag 22.01.2010, 19:18

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999.9
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Ich rate grundsätzlich von Papieren aller Art ab. Edelmetallbesitzer ist man meines Erachtens nach nur, wenn man die Barren oder Münzen wirklich im Besitz hat. Jedes Papier ist in großen Krisenzeiten nichts oder nur noch sehr wenig wert. Kauft Euch lieber Münzen und Barren, denn was man hat, dass hat man!
Und: wer einmal eine Unze Feingold in der Hand hatte, kann den Glanz und die Schönheit von Gold erst so richtig schätzen. Laßt das sein mit dem Papierbesitz. :wink:
Nichts hasst der im Denken geschulte mehr als die Negation der Logik.
Eine Unze bleibt eine Unze bleibt eine Unze! Mittler zwischen Hirn und H�nden muss das Herz sein!

Beitrag 22.01.2010, 19:26

pandafan
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Ich teile da 999.9s Meinung.

Als bestes Beispiel dazu kann man Lehman Brothers nehmen, denn wenn der Emittent eines Gold-Zertifikats zahlungsunfähig wird - wie bei Lehman, dann ist das Geld - weg.

Und physisch ist doch viel schöner als ein Blatt Papier smilie_16

Beitrag 23.01.2010, 11:58

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Oscar
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Noch ein Grund mehr, in physisches Godld oder überhaupt im EM zu inverstieren.

http://www.wiwo.de/finanzen/barren-bess ... ld-419087/
Fülle die Jahre mit Leben und nicht das Leben mit Jahren!

Beitrag 23.01.2010, 14:05

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dr.springfield
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Ich sehe es eher so das Papiere nicht schlecht sein müssen aber es gehört mehr dazu als sie einfach nur zu besitzen, ! Für den Laien ist es doppelt gefährlich so holter di polter einfach mal Aktien zu kaufen ! Es ist ein kompliziertes Geschäft mit vielen Harken und Ösen ,wer sich da blind auf seine Finanzberater verlässt ist auch ganz schnell verlassen wenn es schief geht ,daher sind Aktien nicht für Leute die einfach nur investieren wollen aber sich nicht weiter damit beschäftigen möchten !
Allgemein gilt Streuung ist gut , d.h. auch Papiere wenn man sich auskennt , alles nur in EM zu stecken ist auch nicht unbedingt der wahre Jakob aber es ist tausendmal besser als alles in Papiere zu stecken !
Ich hab nicht viel und auch nicht viel Ahnung vom Aktiengeschäft , zum Glück habe ich jemanden in der Familie der sich auskennt sonst hätte ich wohl möglich zwangsweise noch mehr in EM weil ich eben keine erwähnenswerte Ahnung habe !
Aktien sind keine gute Wahl für den kleinen Mann der sich auf seine Bank und deren Aussagen verlassen muss ! smilie_16
dr. springfield
Nicht alles was glänzt ist Gold !

Beitrag 26.01.2010, 09:47

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Goldmaus
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Ich denke, dass Papiere eine gute Investition sein könnten, wenn man sie richtig kennt. Allerdings hat die Geschichte uns gezeigt, dass in Krise-Zeiten ist es besser etwas in den Hände zu haben als nur fremde, instabile Werte in den Hände von andere zu lassen.
• Goldmaus Münzinvest
[ http://goldmaus.muenzinvest.de ]

Beitrag 27.01.2010, 09:59

detonic96
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sehe das wie gold maus, mann sollte nur investieren wo man sich auskennt! und bei den Papieren ist häufig eine gewisse intransparenz vorhanden!

Beitrag 09.12.2010, 10:23

Fin
Bei mir gingen große Mengen an phys. Material gar nicht, da ich beruflich immer mal wieder umziehen muß. Phys. Material kann doch nur der haben, der über einen festen – am besten eigenen und dauerhaften – Wohnsitz verfügt. Wer mobil bleiben muß, hat das Tresortransportproblem oder bei Grenzübertritten das Zollproblem.

Eine Lösung wäre im eigenen Haus etwas zurückzulassen (einzumauern oder vergraben) – nur ist dieses ja dann vermietet. Man kann also auch nicht einfach mal vorbeifliegen und sagen „Lieber Mieter ich muß mal in den Keller und den Boden aufschlagen“. Und was ist bei einem Schaden am Haus und ein findiger Klempner findet und klemmt dann?

Bei Mamma und Papa im Keller lassen? Im Koffer mit den Jugendbüchern? Tolle Idee, aber warum ich dann jedesmal bei einem Besuch an meine Kinderbücher wollte, würde mich womöglich irgendwann in Erklärungsnot bringen.

Oder das gepriesene Bankschließfach?

Ein schnelles Handeln fiele dann immer wegen pers. Abwesenheit aus.

Also bleiben nur Gold ETF und Goldminenaktien um ein Goldexposure zu bekommen. Das läßt mich handlungsfähig bleiben.

Bei Papiergold sollte man allerdings wirklich darauf achten, daß eine phys. Hinterlegung da ist. Ich erinnere noch als Bear Stearns wackelte – Gold stieg, aber deren Gold-Derivate fielen.

Ich lese auch die Texte der Weltuntergangster. Aber an die Geschichten, daß ein Leben anstünde, wie für den Silber Philharmoniker gibt es dann einen Korb Eier etc., sowas wäre m.M.n. nur innerhalb einer Übergangszeit in einem W-C-Szenario möglich. Kein normaler Mensch kann einen totalen Kollaps der Weltwirtschaft auf Dauer wollen. Und dafür ist etwas phys. G/S eine gute Absicherung.

Ich hätte gerne mehr phys. Material, da ich an eine in der Zukunft liegende, wie auch immer geartete Teil-Golddeckung glaube. Käme das, wären die Krügerrands im Keller na klar Gold wert! :mrgreen:

Beitrag 09.12.2010, 10:29

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Datenreisender
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Fin hat geschrieben:Bei mir gingen große Mengen an phys. Material gar nicht, da ich beruflich immer mal wieder umziehen muß.
Definiere "große Mengen" - Gold hat eine ziemlich hohe Wertdichte. Ein 1 kg-Barren ist gerade mal so groß wie eine Schachtel Zigaretten. Du könntest also bequem einige Kilogramm Gold in deinen Hosen- und Jackentaschen mit dir herumtragen. :wink:

Beitrag 09.12.2010, 10:31

rapi
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999.9 hat geschrieben:Ich rate grundsätzlich von Papieren aller Art ab. Edelmetallbesitzer ist man meines Erachtens nach nur, wenn man die Barren oder Münzen wirklich im Besitz hat. Jedes Papier ist in großen Krisenzeiten nichts oder nur noch sehr wenig wert. Kauft Euch lieber Münzen und Barren, denn was man hat, dass hat man!
Und: wer einmal eine Unze Feingold in der Hand hatte, kann den Glanz und die Schönheit von Gold erst so richtig schätzen. Laßt das sein mit dem Papierbesitz. :wink:
warum eine unze - die kleine wilhelm II. 1889 - reicht schon, um zu erkennen, wie das ist.
papierkram- ist für mich auch schrecklich, weil ich die zahlen nie kontrollieren kann.
deshalb habe ich nach langem, wirklich langem überlegen (nach 12 jahren) eine private rentenversicherung gekündigt.
ich kam mit den zahlen nicht mehr zurecht - oben weniger und unten mehr- was soll das.
nachfragen haben nur schwämmige erklärungen ergeben.

lg

Beitrag 09.12.2010, 10:33

Spongebob
Die Österreiche Münze hat keine Ronden mehr in Silber.

Jetzt wird es lustig.

Beitrag 09.12.2010, 10:35

silverlion
Also so ein kleines Vermögen in EM und besonders Gold wiegt ja nicht wirklich viel
und Platz braucht es auch kaum, wie Datenreisender schon sagte.
Ein kleines Versteck findet jeder und beim Umzug ist das auch kein wirkliches Problem,
ausser wenn es durch den Zoll muss.
Wer derart reich ist, dass er die Massen an EM kaum unterbringt, hat sicher andere
Möglichkeiten.

Beitrag 09.12.2010, 10:37

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Datenreisender
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Spongebob hat geschrieben:Die Österreiche Münze hat keine Ronden mehr in Silber.

Jetzt wird es lustig.
American Silver Eagle gibt es demnächst auch keine mehr
(die US-Mint darf nur Silber verarbeiten, das in den USA gefördert wurde).
Zuletzt geändert von Datenreisender am 09.12.2010, 10:41, insgesamt 2-mal geändert.

Beitrag 09.12.2010, 10:38

nameschonweg
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silverlion hat geschrieben:Wer derart reich ist, dass er die Massen an EM kaum unterbringt, hat sicher andere
Möglichkeiten.
Der kauft dann solche Sammlermünzen, wie wir sie hier im Forum neulich besprochen hatten - knapp 30k für eine Münze. Das erhöht die Wertdichte selbst von Goldmünzen schon nochmal deutlich und löst so manches Lager-, Transport- oder Zollproblem :lol:

Beitrag 09.12.2010, 10:41

Spongebob
@Datenreisender

Das ist nur eine Frage der Zeit, bis der US Senat das Gesetz aufhebt und auch ausländisches Silber erlaubt.
Diese Geldquelle lassen die nicht so einfach versiegen, glaub mir.

Beitrag 09.12.2010, 10:46

silverlion
Vielleicht annektieren die auch Kanada als neuen Bundesstaat - schon ist das Problem gelöst...

Beitrag 09.12.2010, 11:02

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Datenreisender
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silverlion hat geschrieben:Vielleicht annektieren die auch Kanada als neuen Bundesstaat - schon ist das Problem gelöst...
Kanada fördert nur halb so viel Silber wie die USA,
Mexiko wäre die bessere Wahl. :wink:

World Silver Production by Country:
http://www.zerohedge.com/article/silver ... on-country

Beitrag 09.12.2010, 11:12

silverlion
An Mexiko hatte ich auch gedacht...aber ich glaube eher gehen die Südstaaten zu Mexiko,
als dass die USA Mexiko haben wollen.

Beitrag 09.12.2010, 11:25

Fin
Datenreisender hat geschrieben:
Fin hat geschrieben:Bei mir gingen große Mengen an phys. Material gar nicht, da ich beruflich immer mal wieder umziehen muß.
Definiere "große Mengen" - Gold hat eine ziemlich hohe Wertdichte. Ein 1 kg-Barren ist gerade mal so groß wie eine Schachtel Zigaretten. Du könntest also bequem einige Kilogramm Gold in deinen Hosen- und Jackentaschen mit dir herumtragen. :wink:
Das Problem mein Freund ist der Zoll.

Und weil ich noch etwas Zeit habe, erzähl ich Dir ne Geschichte:

Ich lebe derzeit in Lummerland. Und alles ist schwierig und teuer. Als ich in D war und nach Lummerland zurückflog, ging ich auf dem Zubringerflughafen zum Zoll. Ich hatte 13.000 Euro bei mir und mußte diese (weil mehr als 10T) anmelden. Der freundliche Beamte sagte, ich müsse dies in FF tun, da ich D ja über FF verlasse. Er gab mir das Formular, damit ich es auf dem Zubringerflug ausfüllen könnte. Die Stewardess brachte den Whisky und ich füllte das Formular aus.
In FF wird man dann wie ne Kuh durch den Schlachthof geschleust. Auf dem Weg stand ein Polizistenpärchen und ich fragte nach dem Zoll. "Hinter der Paßkontrolle im 1.Stock". Ich ging folglich durch die Pk und in den 1.Stock und was sagte der Zöllner?
"Da ham se aber Schwein gehabt, daß keiner meiner Kollegen Sie hinter der Paßkontrolle kontrollierte sonst wären jetzt 15% (Anm.: ich glaube es waren 15%) weg!"
Da zog ich stolz das Formular und sagte "nicht bei mir ich war schon beim Kollegen!" - Antwort: "Da gibt es keine Ausnahmen!"

Ich bekam bei seinen Worten eine Gänsehaut. Woran mich dieser Auftritt staatlicher Gewalt erinnerte, dürfte wohl klar sein.
Und wofür sei das Geld? Für meine Ausgaben in den nächsten 12 bis 18 Monaten.

Und da willst Du, daß ich ihm den Kilobarren zeige? Und was mache ich bei einer Rückkehr?
Nein, das geht einfach nicht. Ich käme in schlimme Erklärungsnöte. Der gläserne Bürger ist Realität. Ich bin weder Schmuggler noch sonst irgendwie anrüchig - aber die Kontrollen treffen auch mich.

Es macht mich nicht glücklich diese Seite meiner Heimat kennengelernt zu haben, aber vorsichtig.

Beitrag 09.12.2010, 11:37

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Datenreisender
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Fin hat geschrieben:
Datenreisender hat geschrieben:
Fin hat geschrieben:Bei mir gingen große Mengen an phys. Material gar nicht, da ich beruflich immer mal wieder umziehen muß.
Definiere "große Mengen" - Gold hat eine ziemlich hohe Wertdichte. Ein 1 kg-Barren ist gerade mal so groß wie eine Schachtel Zigaretten. Du könntest also bequem einige Kilogramm Gold in deinen Hosen- und Jackentaschen mit dir herumtragen. :wink:
Das Problem mein Freund ist der Zoll.
Wenn du oft umziehst und ständig fliegst, dann miete dir doch ein Bankschließfach in der Schweiz. Das Gold auch dort vor Ort kaufen und direkt einlagern. Wenn du "große Mengen" hast und ständig unterwegs bist, könnte es sich auch anbieten, in mehreren Ländern Bankschließfächer anzumieten und das Gold zu verteilen.

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