Silbermünze Frankreich 10 Euro Rooster ABZOCKE

Günstige Angebote bei Auktionshäusern und Online-Shops, Sonder-Aktionen von Händlern, Geheimtipps und kuriose Versteigerungen

Moderatoren: Ladon, Forum-Team

Beitrag 11.04.2015, 09:27

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Silberhamster
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Frankreich 10 € Rooster 2015 SIlber 17 Gramm klingt vorerst gut, dann aber 333 Silber das bedeutet rund 5,66 Gramm Silber für rund 10 € bei einem Silberwert von rund 2,50 € 400% Aufschlag, gutes Geschäft für die Monnaie Paris smilie_12
Wahre Worte sind nicht schön, schöne Worte sind nicht wahr ( Laotse)

Beitrag 11.04.2015, 09:50

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Goldfuchs25
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Der silbere französische 10 € Hahn ist ja nur das Klimpergeld. Viel besser ist da der goldene 5.000 Euro Hahn. :mrgreen:

Ab einem Goldpreis von 50 €/g übersteigt schon der Goldwert den Nominalwert.

smilie_10

Ein echt dolles Angebot aus Frankreich!

LG vom Goldfuchs
Bär und Bulle können keinen Fuchs fangen.

Beitrag 11.04.2015, 10:12

Alviola
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Ich werde seit Wochen von diversen Händlern mit Newslettern zugebombt, die diese extrem überteuerten "Anlagemünzen" in den Markt pressen. Das sind ja nicht nur die 10€ Hahn, die güldenen (500€ IIRC) sind fast genau so extrem überteuert.

Darum als oberste Regel: Errechne erstmal den EM-Anteil und berechne daraus den EM-Wert. Sind dieser Wert und der Verkaufspreis deutlich voneinander entfernt (d.h., so 10%), ist es Abzocke. Das Nominal ignoriere ich komplett, Währungen kommen und gehen.

In 100% der Fälle waren diese Angebote maßlos überteuert. Selbst ein gewisser Herr R***a kann da kaum mithalten ;)

Beitrag 11.04.2015, 10:57

Argasos
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Kann dem Geschimpfe nicht zustimmen. Die Rooster und auch vorher die Hercules sind tolle Münzen. Die Prägequali der französischen Münzen im allgemeinen und auch das Design vor allem der Gold Münzen ist den deutschen Euro Gold meiner Meinung nach weit überlegen. Und bisher hat soweit ich weiß noch keiner ne 5000 Euro aufgelegt. Ist was besonderes, leider gibts keinen besonderen Markt aufgrund der angeblich schlechten Nominal-Gold Ratio.
Dann wäre ja interessant wie man 5000 Euro besser decken kann? Also Papier scheidet wohl aus. Deutsche 10 Euro Silber? Kommt man ja wohl auch nicht hin. Ganz ehrlich, das würde ich jetzt wirklich gerne mal wissen was es da für "bessere" Wahl geben soll (und ich meine jetzt nicht einfach nur auf EM setzen sondern die direkte Deckung des Nominals).

Beitrag 11.04.2015, 13:39

CrazybutOK
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@Argasos:

Beantworte dir doch bitte selber mal folgende Frage:

Warum möchtest du gerne eine Edelmetallmünze mit einem Nennwert einer Währung kaufen, die durch ein hohes Nominal ( noch dazu eines anderen Landes ) eine Einlösung in eben dieser Währung garantiert, der du ja offensichtlich nicht vertraust, denn dann bräuchtest du ja die Münze nicht, sondern könntest bei dem von dir geschmähten Papiergeld bleiben?

Die von der Prägequalität und dem Design her ach so tolle 5000,- Euro-Münze aus Frankreich enthält trotzdem nur 100 Gramm Gold. Deswegen versuchen ja auch so viele, die Dinger mit Gewalt unters Volk zu bringen.

Entweder du traust der Währung Euro, dann brauchst du die Münze nicht, sondern halte einfach Papier.

Oder du traust der Währung nicht, dann brauchst du die Münze ebenfalls nicht. Denn dann bekommst du für deine 5000,- Euro entweder viel mehr Gold ohne die Münze, oder du investierst in andere Asset-Klassen.

Die Münzen sind einfach nur ein "von-hinten-durch-die-Brust-ins-Auge-Dings-mit-Absicherung". Und die "Absicherung" durch das Nominal bezahlst du aber mal verdammt teuer!

denkt

Crazy
Manchmal hat man Pech, dann wieder haben nur die anderen Glück.

Beitrag 11.04.2015, 13:49

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Goldfuchs25
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@Argasos

Es hat ja niemand etwas gegen das Design oder die Prägequalität der französischen Rooster gesagt.

Vielmehr ging es um die Frage, ob für einen EM-Investor, derartige Münzen wirtschaftlich interessant sind.

Da bin ich der Meinung, dass man für sein Geld mehr EM bei anderen Angeboten bekommt.

Die Deckelungszusage, die nur für den Eintausch der Münzen in Frankreich gilt, ist m.E. nur ein Marketingag, der für den Investor mit weiteren Kosten und Aufwenden verbunden ist.

Und es ist nicht sehr wahrscheinlich, dass der EM-Wert jemals den Nominalwert erreicht.
Also erwirbt man, um es einmal zugespitzt zu formulieren, eine unverzinste, teilweise besicherte, französische Anleihe.

Wem der Rooster trotz des hohen Aufgelds auf den EM-Wert gefällt, der möge ihn kaufen.

LG vom Goldfuchs
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Beitrag 11.04.2015, 15:22

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gullaldr
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Kurz möchte ich zu dem Thema antworten, weil ich die Angebote nicht so negativ sehe. Für Deutsche sind die Münzen etwas weniger interessant, weil man sie nur in Frankreich in Umlaufgeld (Scheine) umwandeln kann. Für Franzosen oder Bewohner grenznaher Regionen sind sie allerdings durchaus brauchbar.
Es gibt viele (vor allem ältere) Menschen, die sich einen Währungscrash grundsätzlich nicht vorstellen können, aber zu hause Bargeld gebunkert haben, weil sie sich von einer Aufbewahrung bei einer Bank nichts versprechen. Für solche Leute wäre die Umwandlung von nicht aktuell gebrauchten Beständen in solche Münzen nützlich, weil sie ihnen ein Stück EM-Absicherung im Fall der Fälle bieten. Es sind also weniger Münzen für Edelmetall-Investoren, als vielmehr für Normalbürger, die im Fiat bleiben, aber eine Rückversicherung haben, nicht alles verlieren zu müssen, falls es doch mal schlimm kommt. Bei den Silbermünzen ist natürlich diese Wertsicherung mit Verlust verbunden, sofern nicht eine 400%-ige Wertsteigerung von Silber eintritt. Bei den Goldmünzen sieht es etwas anders aus. 50Euro/Gramm sind nicht im Bereich des Utopischen, im Falle eines Währungszusammenbruchs dürfte der Gramm-Preis auch ein ganzes Stück darüber liegen. Insofern würde ich meinem Opa, so er noch leben würde, raten, von den fiktiv 20.000 Euro, die er zu hause irgendwo im Sparstrumpf oder Tresor liegen hätte, ruhig mal 10.000 Euro in zwei dieser Goldmünzen umzuschichten.

Beitrag 11.04.2015, 15:52

Klecks
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Argasos hat geschrieben:Die Prägequali der französischen Münzen im allgemeinen und auch das Design vor allem der Gold Münzen ist den deutschen Euro Gold meiner Meinung nach weit überlegen.
Dem hat auch keiner widersprochen.
Argasos hat geschrieben:Und bisher hat soweit ich weiß noch keiner ne 5000 Euro aufgelegt.
Soweit ich weiß hat auch noch niemand eine 5000 NOK Münze aufgelegt. So what? smilie_55
Argasos hat geschrieben:Ist was besonderes, leider gibts keinen besonderen Markt aufgrund der angeblich schlechten Nominal-Gold Ratio.
Das mit dem "angeblich" musst du mir mal erklären.... smilie_08
100g Gold zum aktuellen Wert von rund 3.660 EUR mit 5.000 EUR zu bezahlen ist nicht nur eine angeblich schlechte Ratio, das ist sogar eine verdamt miese Ratio. 40% Aufschlag für eine Münze, die praktisch keinen Sammlermarkt hat und dessen Nennwert nur und ausschließlich in Frankreich gilt?????
Die Dinger werden in ganz Europa verkauft (nur in Frankreich selbst kaum, da erhebliche behördliche Hindernisse beim EM-Kauf), die 5 Riesen auch tatsächlich wieder eintauschen ist aber nur in Frankreich selbst möglich, da die Münze nur und ausschließlich in Frankreich als gesetzliches Zahlungsmittel gilt. Das ist keine Absicherung, das ist eine verdammt clevere Geschäftsidee der Franzosen smilie_12

Kurz und gut: Für die allermeisten, egal ob Sammler oder Anleger, ist das Besondere an den französischen Münzen lediglich die besonders dreiste Abzocke. Die Dinger haben nicht einmal im Ansatz die numismatische Bedeutung, die einen derart hohen Aufschlag zum Material rechtfertigen würde.
Argasos hat geschrieben:Dann wäre ja interessant wie man 5000 Euro besser decken kann? Also Papier scheidet wohl aus. Deutsche 10 Euro Silber? Kommt man ja wohl auch nicht hin. Ganz ehrlich, das würde ich jetzt wirklich gerne mal wissen was es da für "bessere" Wahl geben soll (und ich meine jetzt nicht einfach nur auf EM setzen sondern die direkte Deckung des Nominals).


Äh, keine Ahnung. Aber warum zum Teufel sollte ich das Nominal(!) absichern wollen? Mal ganz ehrlich: eine direkte EM-Deckung für Fiat-Nominale? Finde den Denkfehler! *such! such!*
"Die Universität Heidelberg hat verlauten lassen, dass sie keine Anfragen zur Quadratur des Kreises mehr annimmt".

Wie Crazy schon geschrieben hat: Entweder ich setze auf das Nominal, dann kann es mir auch egal sein, ob das Ding aus Blech oder Papier ist. Oder ich will mich gegen den schleichenden Verfall des Euro absichern, dann bekomme ich mit anderen Münzen fürs gleiche Geld knapp 40% mehr EM. Was bedeutet: Sollte der Gold- und Silberpreis tatsächlich die auf den französischen Münzen aufgeprägten Nominale erreichen, machst du trotzdem Verlust. Denn dann hast du immer noch die selben 100g Gold für 5.000 EUR, die du heute für eben diese 5.000 EUR gekauft hast, während ich rund 140g Gold habe, die ich heute für 5.000 gekauft habe und dann jedoch für 7.000 verkaufen kann. quod erat demonstrandum [img]http://www.smilies.4-user.de/include/Fr ... py_076.gif[/img]
Das Leben ist zu kurz, um alle Fehler selber zu machen.

Beitrag 11.04.2015, 19:27

Argasos
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Ich sehs wie Gullaldr. Ist ne Art Bargeldbunkern nur in schön und evtl. mit nem Urlaub in Frankreich verbunden wenn man davon etwas kaufen möchte. Fürs Alter nicht das schlechteste Szenario.
Darüberhinaus kann man meiner Meinung nach dennoch auf eine kleine Wertsteigerung hoffen. Kurzfristig sind das bei der 5000er immerhin schon gut 10 Prozent.

Beitrag 11.04.2015, 20:02

CrazybutOK
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@Argasos:

Wo zum Teufel siehst du bei der 5000er Goldmünze eine Wertsteigerung von 10%?

Verwechselst du das eventuell damit, dass einige Händler sogar die Frechheit besitzen, die Dinger auch noch mit Aufschlägen auf das Nominal zu verkaufen?

Ganz im Ernst, man kann sich wirklich alles schön quatschen. Vorausgesetzt, man lässt jegliche Fakten außer Acht...

Ich klinke mich hier aus, das wird mir echt zu doof.

Crazy
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Beitrag 15.04.2015, 22:15

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Silberhamster
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Die 10 € Silbermünze hat den Franzosen nicht genügt, nun gibt es eine 100,00 € SIlbermünze Rohgewicht 50 gramm, Feingewicht 45 Gramm (900 er silber) Edelmetllwert ca 22,50 € Das mag (je 1-2 Stück ) interessant sein, wenn man Frankreich sammelt und die Auflage niedrig ist. Sonst bekomme ich für 100 € derezti etwa 5 1/2 Unzen Silber = 165 Gramm statt 45 Gramm.
Unter dem Aspekt eines Edelmetallinvestments sind die 10 € und 100 € Frankreich betriebswirtschaftlich ein Verlustgeschäft und ein schöner Gewinn für Frankreich.
Rechenbeispiekl: Silber steigt um 400% in 3 Jahren-
A) der Käufer der 100 Franc Münze hat denn glücklich den Nominalwert erreicht
B) Der Käufer der 5 1/2 Unzen ( oder 5 OZ)hat dann Silber im Wert von rund 400 €.
Ein deutscher Händler vertreibt massiv Frankreich mit dem Agtument, daß man dabei nichts falsch machen kann. smilie_13 der Kauf dieser Münzen wäre bereits ein Fehler, insbes. werden diese in Rollen angeboten.
Beim Gold ist die Differenz nicht so extrem, doch gibt Deutschland eine 1/2 OZ Gold mit 50 € Aufschlag in limitierter Auflage heraus, was einem Aufschlag von etwa 7-9% entspricht.
Wenn der Euro eines Tages nicht mehr bestehen sollte, wovon ich ausgehe, was nützt einem dann eine 5.000 € Münze, die nur in Frankreich Kaufkraft hatte und dann DORT umgetauscht werden müßte.
Grüße Silberhamster
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Beitrag 15.04.2015, 23:44

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gullaldr
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Ich denke, es muss nochmals erklärt werden. Diese Münzen sind natürlich, wie bereits oben erwähnt, nichts für Edelmetallinvestoren (abgesehen vielleicht von Sammlern), die an den absehbaren Zusammenbruch des Euro glauben. Das ist etwas für Leute, die grundsätzlich im Fiat-Geld bleiben und eher Angst vor einer Anlage in Gold und Silber haben, also z.B. vor Fiat-Verlusten durch Kursrisiken. Das sind Münzen für die alte Oma, der der Enkel sagt: "Omi, statt 10.000 Euro in Scheinen unter deinem Kopfkissen zu haben, kannst Du Dir doch zwei Münzen kaufen. Die Münzen kannst Du (in Frankreich) immer wieder in Scheine umwandeln. Wenn aber mal etwas mit der Währung passiert, dann hast Du eine Versicherung, ein Auffangnetz in Gold." Für diese Leute, und von denen gibt es genug, sind die Münzen (die goldenen sicher mehr als die silbernen) sicherlich interessant. Dass das nichts für die bewusst kalkulierenden puren Edelmetallinvestoren dieses Forums ist, ist klar, und darüber braucht doch auch gar nicht diskutiert werden.

Beitrag 16.04.2015, 22:40

Chrysos79
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Ob die französischen 10er als Abzocke zu sehen sind oder nicht ist für die echten Goldkäfer eher nebensächlich.

Doch das schizophrenste sind tatsächlich die 5000€-Gold-Münzen aus Frankreich.
Das ist zwar Gold, und auch wenn dessen Preis jemals wieder auf den historischen Preis von 35USD/oz zurückfallen sollte, steht immer noch 5000€ drauf.

Was das aber bedeutet ist unklar.

Da es keine Münze gemäss EZB-Standard ist, also ist sie nur bzw. allenfalls in Frankreich Zahlungsmittel.

Allerdings handelt es ich um ein ILLEGALES GESETLICHES ZAHLUNGSMITTEL!

Warum? Aktuell ist es in Frankreich verboten, Beträge von mehr als 3000€ in bar zu bezahlen. Erst jüngst ist dies verschärft worden: Ab Herbst ist das Limit auf 1000€ gesenkt.

Was wird wohl passieren, wenn einer mit 5000€-Münze in Frankreich zahlen will?

Beitrag 17.04.2015, 09:36

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Goldfuchs25
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@Chrysos79

Die genannten Obergrenzen für die Barzahlung gelten nur für französische Staatsbürger.
Es gibt für andere Staatsangehörige höhere Obergrenzen.

smilie_10

Wäre aber eine tolle Schlagzeile für die Boulevardpresse, wenn jemand beim Eintausch des gallischen Hahns in Gewahrsam genommen wird. smilie_20

LG vom Goldfuchs
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Beitrag 17.04.2015, 17:46

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gullaldr
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Chrysos79 hat geschrieben:Was wird wohl passieren, wenn einer mit 5000€-Münze in Frankreich zahlen will?
Ich verstehe nicht, weshalb hier aus dieser Münze ein solches künstliches Problem gemacht wird. Niemand wird mit 5000 Euro Gold einkaufen gehen. Er wird vorher zur Bank gehen, sich dafür kleine Scheine geben lassen und dann einkaufen. Ist aber eigentlich auch jedem klar, sollte jedenfalls. :wink:

Beitrag 19.04.2015, 09:52

Chrysos79
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@gullaldr
Es geht gar nicht darum, ob es jemand ein Zahlungsmittel benützen will,
sondern darum, ob er es kann und ob er es darf.
Viele Tankstellen weisen mit Schildern darauf hin, dass sie keine Scheine zu 200€ oder 500€ annehmen. 10€-Münzen habe ich gelegentlich versucht zahlungshalber zu verwenden (wofür sonst ist Geld da???). Das klappt durchaus nicht immer. Aber es ist nicht verboten, mit 200€-Scheinen oder 10€-Münzen zu zahlen. Da es gesetzliche Zahlungsmittel sind, besteht grundsätzlich Annahmezwang, d.h. ein Gläubiger muss diese Zahlungsmittel mit schuldbefreiender Wirkung annehmen. Was die genannten Tankstellen tun fällt unter die Vertragsfreiheit. Es wird vor dem Geschäft darauf hingewiesen, dass die Zahlung mit den hohen Nominalen nicht akzeptiert wird.

Das Kuriose bei den 5000€-Münzen aus Frankreich ist, dass es einerseits als Geld bezeichnet wird, es den Franzosen aber verboten ist, dieses Geld auch zahlungshalber zu verwenden.
Ein Staat gibt Zahlungsmittel heraus, stellt deren Gebrauch aber unter Stafe.
Da fehlen mir dir Worte. Als was würden Sie das bezeichen?

Beitrag 19.04.2015, 19:33

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Goldistan
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Registriert: 15.07.2013, 14:11
In den Annahmen hier fehlt zudem, dass 5K EUR heute nicht zwingend zum Eintauschzeitpunkt der Münze dieselbe Kaufkraft haben. So gesehen ist das im Best-Case-Szenario ein Negativkredit im franz. Zahlungssystem.

Wenn ich heute in eine Vreneli-Goldmünze "5000 Schweizer Franken" einstanze und die Rücknahme zu 5K Franken garantiere, habe ich nichts anderes als eine sehr spezielle Anleihe aufgelegt. Geht der Goldpreis hoch, hättest Du für 5K Franken deutlich mehr Gold kaufen können, geht der Goldpreis runter, ebenfalls. Gäbe es den Franken nicht mehr... tausch ich nicht mehr zurück. In der Zwischenzeit hab ich mit meiner Wertschöpfung meines Einkaufspreises Gold zum Verkaufspreis 5K Franken die Wertschöpfung hingelegt, die sich sonst nur portguisische Textilhändler trauen und den Käufer über den Tisch gezogen. Ach ja, in die Werbung hab ich noch "gesetzliches Zahlungsmittel" geschrieben. Klingelt's?

Der Quark, man "könne damit bezahlen" scheitert zudem nicht an der 3K EUR-Grenze sondern schon ganz praktisch daran, dass das Zahlungsmittel im regulären täglichen Gebrauch dem Gegenüber/Händler nicht bekannt sein wird und die meisten diese Münzen skeptisch ablehnen würden. Kann man auch in D bei gültigen Zahlungsmitteln beobachten, die nicht täglich im Supermarkt gewechselt werden, obwohl sie jeder Banker tauscht.

Beitrag 31.12.2016, 18:05

Orini
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Aktuell in Ebay sogar portofrei:

Silber: http://www.ebay.de/itm/25er-Rolle-10-Eu ... rmvSB=true

Gold: http://www.ebay.de/itm/1000-Euro-Gold-F ... Sw-0xYSDeJ

Ich finde es immer noch besser, als Barreserve 1000 Euro in GOLD zu haben, als 1000Euro in zehn 100-Euro-Papierbanknoten.

Noch optimaler wäre es natürlich, eine 1000-Euro-Goldmünze zu haben, wo für 970 Euro Gold drin ist, - die gibts aber nicht :-)

Beitrag 31.12.2016, 18:09

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Goldhamster79
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Wohnort: EUdSSR
Genau, und dann wirst Du den Schrott nur bei der Zentralbank in Paris wieder los,
weil die nur in Frankreich Zahlungsmittel sind und dort die wahrscheinlich auch niemand annimmt.

Dass die so verramscht werden müssen, hat schon seinen guten Grund.

Goldhamster
Falls Sie in einem Land leben, in dem Sie für das Fischen ohne Anglerschein bestraft werden,
jedoch nicht für den illegalen Grenzübertritt ohne gültigen Reisepass,
dann haben Sie das volle Recht zu sagen, dieses Land wird von Idioten regiert.
M. Zeman

Beitrag 31.12.2016, 18:14

Orini
5 Unzen Mitglied
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Registriert: 09.04.2011, 19:14
Schrott besteht üblicherweise aus Nicht-Edelmetallen :-)

"Loswerden" bei der französischen Zentralbank war ebenso wie bei einer Societe Generale-Filiale kein Problem... damit bezahlen tut natürlich kein Mensch.

Ich erinnere mich an österreichische 5-Euro-Münzen, mit denen ich in Österreich mal bezahlen wollte, -hat kein Mensch akzeptiert, noch nicht mal auf dem Prater...

Auch in Deutschland wirst Du in so manchem Geschäft mit 10 Euro-Münzen Deine Probleme haben.

Auf ebay verkauft auch pro Aurum manchmal Krügerrands zum Spot oder kurz darüber...glaube nicht, dass das was mit "Schrott verramschen" zu tun hat... sondern solche Aktionen dienen vermutlich der Neukundengewinnung.

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