Schweizer Rentenversicherung AHV setzt jetzt auf GOLDBARREN

Tagesgespräch zu Wirtschaftsthemen wie Geldmarkt, Börse, Währung, Finanzkrise, Inflation aus Deutschland und der Welt

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Beitrag 06.06.2018, 10:25

Knudelhuber
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Bisher hat die Schweizer Rentenversicherung nur Gold-Swaps eingesetzt, jetzt will man wohl mehr in Goldbarren investieren. In physisch tatsächlich vorhandene. Statt 1% des Vermögens will man 2% darin investieren, wenn ich das richtig verstanden habe: https://anlagegold24.blog/2018/06/05/sc ... ches-gold/

Ob man für den Rest italienische Staatsanleihen kauft ?

Beitrag 06.06.2018, 15:34

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Titan
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So,so--nur was hat das mit meiner Rente in D. zu tun smilie_08

T.
"Das Leben ist Schwingung.Verändere Deine Schwingungen--
und Du veränderst Dein Leben"
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Beitrag 06.06.2018, 20:22

Knudelhuber
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So,so--nur was hat das mit meiner Rente in D. zu tun smilie_08
Die Renten in Deutschland sind sicher. Nur die Höhe nicht. Und wenn die deutsche Rentenversicherung auch zukünftig nicht in Gold investiert, wird die Höhe immer fraglicher. Schon heute können viele Rentner von der Rente nicht leben.

Beitrag 06.06.2018, 22:16

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MaciejP
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Knudelhuber hat geschrieben:Und wenn die deutsche Rentenversicherung auch zukünftig nicht in Gold investiert, wird die Höhe immer fraglicher.
Der Norwegische Pensionsfonds scheint allerdings auch ganz ohne Gold auszukommen. Edelmetalle sollten für die Altersvorsorge m.E. nicht der Anlageschwerpunkt sein, schon gar nicht, wenn man im Milliardenbereich anlegt.
„Wenn der Durchschnittsmichel Gold kauft, kann er keine Fehler machen.“ – „Gold fliegt nicht weg.“

Beitrag 07.06.2018, 05:10

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Ladon
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@ Titan
Nun grummel doch nicht gleich!
Das hat mit GOLD zu tun und ist insofern völlig richtig hier positioniert.

Allgemein gesagt ist das wieder so eine komische Meldung.
Ich rate jedem mal die Internetseite aufzurufen ... und zwar nicht die verlinkte, sondern die www.ahv.ch .

Hier das Zitat:
Woher stammt das Geld für die AHV?
Hauptsächlich von den Versicherten und den Arbeitgebern.
Die wichtigste Einnahmequelle der AHV sind die Beiträge der Wirtschaft, der Arbeitgeber, der Versicherten und des Bundes. Seit 1. Januar 1999 wird zudem ein Teil der Mehrwertsteuer für die Finanzierung der AHV erhoben.
Die AHV wird nach dem so genannten Umlageverfahren finanziert. Das heisst: Die eingenommenen Beiträge werden innerhalb der gleichen Zeitperiode für Leistungen an die Rentenberechtigten wieder ausgegeben, also «umgelegt». Im Unterschied zur beruflichen Vorsorge oder zum Sparbüchlein wird damit bei dieser Finanzierungsart nicht über Jahre gespart. Die AHV gibt stattdessen etwa aus, was sie jährlich einnimmt.
Schwer vorstellbar, dass die in großem Umfang in ein hoch volatiles Gut investieren, oder? Es wären etwa 2,2%. Wäre für eine Versicherung auf Umlagebasis schon ziemlich hoch.
Und sagen wir es nochmal deutlich: der GS-Schreiber hatte Zugang zu einer Anfrage nach "Lagerplatz". Das ist schon ziemlich dünn für eine solche kesse Aussage.
Naja, man muss ja seine Klicks zusammenbringen. Und es klappt ja auch, wenn man das Schlüsselwort richtig benutzt: Wie viele haben allein hier den Link jetzt geklickt? Bares Geld für eine reichlich dünne "Es könnte ja sein dass"-Meldung.
Manchmal nervt der goldene Tunnelblick.
Andere gibt es schon genug

Beitrag 07.06.2018, 07:21

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Sinjawski
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Na ja, den Tender selbst habe ich nicht eingesehen, aber er wird auch hier zitiert:

https://www.ipe.com/news/mandates/swaps ... ullarticle

Ob diese Seite serioeser ist :?: Grosse Blaetter findet man nicht, wenn man nach Tender QN-2447 sucht, ist also auch in der Schweiz kein grosses Thema im Gegensatz zur Frage nach dem Vollgeld.

Tatsache ist, dass ich mal kurz nachgedacht habe, wieviel Platz Gold fuer 700 Mio Franken benoetigen wuerde, und in der Tat wuerde das ja locker in eine Ecke meiner Garage passen.
Man kann sich ja mal bewerben, vl. will die Schweiz Ihre Goldreserven auch etwas diversifiziert lagern.
Half of what he said meant something else,
and the other half didn't mean anything at all.
(Rosencrantz And Guildenstern Are Dead)

Beitrag 08.06.2018, 04:56

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Ladon
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Ups.
Ne, ich hatte doch nicht AN der Meldung gezweifelt (sorry, Knudelhuber, wenn das so erschienen ist - Du hast selbstredend und dankenswerterweise bloß den Link eingestellt)!
Mir schien es etwas zu sein, was von Leuten mit dem "goldenen Tunnelblick" immer sofort zu einer Meldung aufgebauscht wird, weil das Reizwort "Gold" enthalten ist. Und damit bedient man die Kundschaft (Leserschaft etc.)
Wie immer und bei allen Medien, sollte man das im Hinterkopf behalten, meine ich.
Andere gibt es schon genug

Beitrag 08.06.2018, 10:50

Goldunze
Knudelhuber hat geschrieben:Schon heute können viele Rentner von der Rente nicht leben.
Diese Rentner konnten aber auch schon nicht von ihrem Arbeitseinkommen leben ... daher hat sich für sie nicht viel geändert.

Wer als heutiger Rentner nicht auskommt, hat entweder nie ein nennenswertes Einkommen gehabt, nicht in die Rente eingezahlt oder gar nichts verdient.
Das ne Putzfrau nicht von ihrer Rente leben kann sollte niemanden überraschen. Oder die vielen Frauen, die sich vor 50 Jahren bei Ihrer Heirat ihre Rente haben auszahlen lassen (meine Mutter auch).

Wer heute nicht von seiner Rente leben kann, hat früher irgendwas falsch gemacht. Dafür ist aber nicht die Deutsche Rentenversicherung oder das Rentenniveau verantwortlich.

Beitrag 08.06.2018, 17:01

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goldmoney
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Goldunze,

das Einzige das diese Rentner falsch gemacht haben, war, dem Staat zu vertrauen.
"The gold standard is the only method we have yet found to place a discipline on government, and government will behave reasonably only if it is forced to do so"
Friedrich August von Hayek

Beitrag 08.06.2018, 17:36

Klecks
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Goldunze hat geschrieben:
Knudelhuber hat geschrieben:Schon heute können viele Rentner von der Rente nicht leben.
Diese Rentner konnten aber auch schon nicht von ihrem Arbeitseinkommen leben ... daher hat sich für sie nicht viel geändert.
...
Wer heute nicht von seiner Rente leben kann, hat früher irgendwas falsch gemacht. Dafür ist aber nicht die Deutsche Rentenversicherung oder das Rentenniveau verantwortlich.
Mein lieber Goldunze, an dieser Stelle möchte ich dir Dieter Nuhr empfehlen: Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Schnautze halten.

Wer 2001 sagen wir mal 2.700,- DM netto verdiente, konnte davon sehr wohl leben, und das nicht mal schlecht. Für einen Handwerker war das guter Durchschnitt. Wenn dieser Handwerker ein Jahr später mit krumm gebuckeltem Rücken vorzeitig in den Ruhestand musste, hatte er (und hat bis heute) dummerweise die Arschkarte. Mit vielleicht 900,- € Rente kommst du nämlich nicht weit...

Der Mann hat sein Leben lang gearbeitet, ordentlich eingezahlt und darf sich zum Dank nicht nur vom Staat bescheissen sondern auch noch von der Generation Egoismus&Zuckerindenarschgeblasen dafür blöd anmachen lassen.

goldmoney hat nicht ganz Recht: Dem Staat zu vertrauen war nicht ganz das Einzige, das diese Rentner falsch gemacht haben. Sie haben auch Kinder wie dich hochgepampert, die ihnen jetzt den Mitelfinger zeigen.
Das Leben ist zu kurz, um alle Fehler selber zu machen.

Beitrag 08.06.2018, 20:25

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IrresDing
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@Klecks,

wie kommst du auf diese Werte?

2.700 DM netto waren Pi*Daumen 2001 ein Durchschnittsverdienst (2001: gestutztes Mittel 55.216 DM Jahresbrutto).

Hat der Handwerker 2001 45 Rentenpunkte (Eckrentner) und geht 2002 in Rente, wie du angibst, bekommt dieser Rentner heute 1.441 EUR monatlich. Versteuern muss er nichts. Zieht man die Krankenversicherung der Rentner mit 120 Euro hiervon ab bleiben dem Rentner 1.321 EUR monatlich.

Das sind immerhin 47% mehr als von dir behauptet. Hat der Handwerker, wie viele damals, noch ein Eigenheim in seiner Berufszeit abgezahlt, gehts dem ziemlich gut. Denn mal ehrlich, wie du schreibst konnte man von den 2.700 EUR ganz gut leben. Und ja, bereits in den 90ern hieß es zu mir, dass die Rente ein nicht finanzierbares Instrument ist und man privat vorsorgen muss. Dieser Rentner hatte also viele Jahre Zeit auch etwas wegzulegen.

Diese Briefmarke wurde 1989 aufgelegt. Man glaubt es kaum aber es ist nicht vom Himmel gefallen und wer heute behauptet "er habe auf den Staat vertraut", der hat entweder in einer rosa Welt gelebt oder heult heute sehr dreist herum und es war ihm damals egal. Ist doch heute genauso. Schau dir die Konsumclowns mit ihren BMWs und Mercedes an. Was kommt da, wenn man vom Sparen spricht? Doch meist das Dummenargument "ja ich lebe jetzt und heute...". Ich sag mal so. Pech.
https://www.briefmarken-bilder.de/brd-b ... ntwicklung

Als der Blüm '86 überall in der Republik seine sichere Rente plakatieren ließ, war das schon dem Großteil der Bevölkerung klar. Die Jahre drauf wurde es immer mehr diskutiert und kommuniziert. Nur der Blüm blieb dabei. Aber das ist menschlich. Vermutlich denkt der Rösler auch, dass er ein guter Vizekanzler war.
inaktiv smilie_24

Beitrag 09.06.2018, 00:20

Salami6
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Wenn Euer Handwerker-Rentner heute mit 65 Jahren in Rente geht hat sein Arbeitsleben ca. 1968 begonnen.1975 war der Durchschnittslohn ca.800 bis 1000 DM.Danach ist der Lohn bis zur Euroeinführung 2002 auf ca. 2500 DM gestiegen
Richtig Rentenpunkte sammeln konnte er erst in den letzten 25 Jahren.
Die wenigsten schaffen 45 Punkte,wer es schafft hat für 50 Jahre Berufstätigkeit ca.1300€.
Wenn er letzten Monat noch ca. 2500 bis 3000€ Lohn bekommen hat und diesen Monat nur noch 1300€ Rente da wirds eng.
Da gabs früher immer den Spruch:
Mietfrei im eigenen Haus ist die beste Altersvorsorge.
Wenn er darauf gehört hat ist er zum Renteneintritt zwar schuldenfrei aber Rücklagen hat er auch fast keine,die stecken im Haus.
Miete zahlt er zwar keine,dafür Reparaturkosten an der Hütte.Da wirds mit 1300€ recht eng.
Ich würde jedem raten rechtzeitig fürs Alter selbst vorzusorgen.
Wie Norbert Blüm schon sagte: Die Rente ist sicher....???? 1€ gibts immer
Träumer erwachet.

Beitrag 09.06.2018, 04:11

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IrresDing
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Wenn Euer Handwerker-Rentner heute mit 65 Jahren in Rente geht hat sein Arbeitsleben ca. 1968 begonnen.1975 war der Durchschnittslohn ca.800 bis 1000 DM.Danach ist der Lohn bis zur Euroeinführung 2002 auf ca. 2500 DM gestiegen
Richtig Rentenpunkte sammeln konnte er erst in den letzten 25 Jahren.
Hä?
Oje oje oje. Bitte nochmal mit unserem Rentensystem auseinander setzen. Danke! Da klaffen eklatante Lücken.
inaktiv smilie_24

Beitrag 09.06.2018, 10:36

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iwbrar
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Ernstgemeinte Frage:
@Klecks, du scheinst ja schlechte Erfahrungen gemacht zu haben. Hast du ein Problem mit einer ganzen Generation, oder sind nur die Kinder und Enkel aus deinem Umfeld egoistisch, zuckerärschig und gepampert? Um das verstehen zu können, müsste man jetzt noch wissen, aus welcher Generation du bist und über wen du dich beschwerst. (Boomer? X? Y? Z?)


Wenn ich die Wahl hätte, würde ich sofort meine Rentenbeitragszahlungen einstellen und nur noch privat vorsorgen.
Ich würde nicht darauf wetten, dass das aktuelle System die nächste Krise oder die nächsten zehn Jahre übersteht.
Alle Wahrheit durchläuft drei Stufen. Zuerst wird sie lächerlich gemacht oder verzerrt. Dann wird sie bekämpft. Und schließlich wird sie als selbstverständlich angenommen.

Beitrag 09.06.2018, 11:21

Salami6
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@Irres Ding
Da klaffen keine Lücken.
Hier Zahlen aktuell aus der Rentenberechnung eines Verwandten:
Bauschlosser,47 Jahre gearbeitet,aktuell 42,4560 persönliche Entgeltpunkte
dafür bekommt er bei Renteneintritt nach Abzug von Kranken und Pflegevers. rund 1200€
Vor 14 Tagen habe ich seine Steuererklärung gemacht: Brutto: 41600€ im Jahr 2017.
Das ergibt nach Abzug von Steuern und Sozialabgaben ein Monatslohn von 2436€
Bei Renteneintritt hat er ein Finanzloch von 1236€ monatlich.
Will er noch 20 Jahre Leben ist das Rentenloch: 1236€x12 Monate= 14832€ im Jahr,das ganze x 20 jahre= 296640€
Natürlich braucht man im Alter nicht mehr soviel Geld,Strom Wasser,Heizung,Versicherungen werden für Rentner billiger.Essen gibts bei der Tafel und Kleidung braucht man auch weniger,1x Socken wechseln im Monat reicht doch.
Dazu braucht man keine Rentenberechnug zu verstehen
Alle Zahlen sind aktuelle Fakten, 1 zu 1 übernommen und kein Wunschdenken, keine Träumereien und kein Schönrechnen.
Träumer erwachet.

Beitrag 09.06.2018, 18:33

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goldmoney
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iwbrar,

eine private Vorsorge wäre auch in diesem System und deshalb keineswegs besser. Somit können die Menschen kaum flüchten. Nur Wenige würden das Richtige tun (können). Selbst „wir goldbugs“ sind nicht sofort dahinter gekommen.

Das Problem des Umlagesystem ist, dass die Entscheider nicht betroffen sind! Das ist ein Teilaspekt der repräsentativen Demokratie.
Ansonsten gibt es kein System, das jederzeit neu beginnen kann bzw nich kaputt zu kriegen ist.
Zuletzt geändert von goldmoney am 10.06.2018, 07:48, insgesamt 1-mal geändert.
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Friedrich August von Hayek

Beitrag 09.06.2018, 19:51

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IrresDing
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Sorry Salami ich wollte nicht so wüst sein.

Die Bezugsgröße zum Erhalt eines Rentenpunktes wird jedes Jahr anhand des Durchschnittsverdienstes bis zur BBG in der GRV neu gerechnet. D.h. wer damals 800-1.000 DM erwirtschaftet hat, was auch in etwa das Durchschnittseinkommen war, hat auch da einen Rentenpunkt erhalten.

Wer wenig Rentenpunkte auf dem Konto hat der hat auch wenig verdient und damit wenig einbezahlt. Die Rente hatte NIE eine soziale Ausgleichsfunktion und war in der Einführung auch nie so gedacht. Teils hat man sie mit Fremdleistungen aufgebläht die aber idR durch die Staatskasse bezuschusst werden. Also anders als z.B. die Krankenversicherung (wobei es da auch erst anders war). Diese soziale Sicherungsfunktion übernimmt bei der Rente die Grundsicherungsleistung. Und das ist auch gut so.

Jeder Bürger der in die GRV 5 Jahre einbezahlt hat bekommt ab dem 27. Lebensjahr jährlich eine Renteninformation. Da steht es ziemlich allgemeinverständlich drin. Wer es spätestens dann nicht kapiert, dass man etwas tun muss und dem Medien und Informationen egal waren, ja was soll man dann machen? Oft war die neue Karre vor der Tür, die Poggenpohl-Küche und der teure Urlaub wichtiger weil man sich vor den Nachbarn behaupten muss. Rente ist ja noch so weit hin. Und wer weiß, vielleicht kratz' ich morgen auch ab...

Klar gibt es Menschen die zu wenig verdienen um vorzusorgen. Das sehe ich und es tut mir auch weh. Ein Bauschlosser wird aber nicht zu dieser Personengruppe gehören.

Und der Bauschlosser ist nebenbei auch nicht mit dem Beispiel von oben zu vergleichen. Im oberen Beispiel ist der Rentner 2002 in Rente gegangen. Hier gab es keine nachgelagerte Besteuerung.

LG
inaktiv smilie_24

Beitrag 11.06.2018, 20:07

Knudelhuber
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Hätten die Rentner all die Rentenversicherungsbeträge in Gold angelegt, könnten sie jetzt nach 45 Jahren Gold kaufen im Alter gut davon leben. Nur die paar nicht, die mit 35 im Rathaus erwerbsunfähig geschrieben werden.

Beitrag 11.06.2018, 20:12

Knudelhuber
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Der Ausgleichsfonds AVS / AHV verfügt ja offensichtlich aktuell über 37 Milliarden Franken und es gibt eine Webseite, wo man relativ genau nachlesen kann, wieviel davon in Rohstoffen / commodities angelegt ist, siehe:

http://www.compenswiss.ch/asset/de/?pag ... et_Classes

Ist ja kein Geheimnis. Und wenn die da was verdoppeln wollen oder von Swaps auf physisch ausgelieferte Barren umswitchen, halte ich das schon für bemerkenswert.

Mir ist auch lieber, wenn die Bundesbank die Goldbarren physisch im Keller liegen hat, statt ein Fax von Trump, dass die alle noch ganz sicher in den USA liegen :-)

Beitrag 11.06.2018, 22:34

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Sinjawski
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Mir ist auch lieber, wenn die Bundesbank die Goldbarren physisch im Keller liegen hat, statt ein Fax von Trump, dass die alle noch ganz sicher in den USA liegen Smile
Im Gegenteil: die werden dann als Geiseln genommen, fuer Strafzoelle auf die letzten 25 Jahre...

Ich denke, auch fuer die AHV ist das nicht nur ein Investment, sondern auch ein Anker, oder Sicherheitsreserve. Sozusagen die Diversifikation der Bargeldreserve, die dort ja auch vorhanden ist. Wenn Du aber 5 - 10 Milliarden in "Bargeld" auf der hohen Kante hast, darf ein Teil davon auch in EM gehen, ohne dass man beim naechsten Abschmieren der Kurse gleich verkaufen muss.

Schliesslich: um welches Geld geht es eigentlich: ich darf mal Wikipedia zitieren:
Der AHV-Ausgleichsfonds dient als Reserve für Schwankungen der Mittelzuflüsse und soll gemäss Gesetz die Renten eines Jahres auf Reserve haben, d. h., er soll so hoch sein, dass ohne Mittelzuflüsse die Leistungen eines Jahres daraus finanziert werden könnten.
Das klingt eigentlich fast wie eine Arbeitslosenversicherung.

Es ist also nicht die Frage, wie Du Deine Altersvorsorge investierst, hier gehen wir ja von Umlage aus, also im Privatbereich ohne AHV und co waeren das Deine Kinder, die Dich spaeter finanzieren.
Denke Dir aber, Du waerst kurz- oder mittelfristig arbeitsunfaehig, und haettest fuer solche Faelle ohne Versicherungen einfach das Geld fuer ein Jahr auf der hohen Kante, um fuer 12 Monate Deine Verpflichtungen erfuellen zu koennen. Das wuerde man schon anders investieren. Hier klingen 1 -2 % immer noch moderat, angesichts eines hohen Bargeldanteils; eine Steigerung der Goldinvestments um 100 % waere dann aber schon geradezu gewagt ;-)
Immer unter der Praemisse, dass bei schlechter wirtschaftlicher Entwicklung das Geld dieses Ausgleichsfonds unter Umstaenden innerhalb eines Jahres realisiert werden muss.
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