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vom: 26.10.2017, 13:04
Mehrgoldfüralle Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
@IrresDing

Zitat:
Und dann kam der radikale Islam.


Und wovon reden wir hier? Das Christentum war im zarten Alter von 1.400 Jahren kein Deut besser als der Islam, eher schlimmer. Ich vermute, du sprichst von Islamismus, von islamistischem Terror. Und der hat konkret aufzeigbare und nachweisliche Ursachen, was uns schnurstracks zum Thema des Fadens zurück führt.
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Wir werden in interessanten Zeiten gelebt.
vom: 26.10.2017, 14:58
IrresDing Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Das hat nicht wirklich etwas damit zu tun. Es geht um die Wissenschaft und deren Einengung in der Religion. Erkennt man heute noch, z.B. im Namen Boko Haram. Oder im damaligen Verbot der Sezierung von Leichen im Christentum. Darum gings mir eher.
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Und eben keine Klumpenrisiken eines Assets
vom: 26.10.2017, 15:58
Klecks Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Mehrgoldfüralle hat Folgendes geschrieben:
@IrresDing

Zitat:
Und dann kam der radikale Islam.


Das Christentum war im zarten Alter von 1.400 Jahren kein Deut besser als der Islam, eher schlimmer.


Dem hat auch keiner widersprochen. Radikalismus und Extremismus sind kein Monopol einer einzelnen Religion.

Mehrgoldfüralle hat Folgendes geschrieben:

Ich vermute, du sprichst von Islamismus, von islamistischem Terror. Und der hat konkret aufzeigbare und nachweisliche Ursachen, was uns schnurstracks zum Thema des Fadens zurück führt.


Islamismus und islamistischer Terror sind moderne Phänomene, die waren sicher nicht gemeint.

Ich denke eher, IrresDing meinte die schleichende Radikalisierung, die etwa ab dem 16. Jh. Fahrt aufnahm. Ursprünglich war der Islam relativ liberal, was die Fortschritte in Wissenschaft und Kultur begünstigte. Z.B. durften Juden und Christen (die aber nicht überall) an isamischen Universitäten studieren und teilweise auch lehren (natürlich nur solange es nicht um Religion ging). Mit der Zeit wurde die Auslegung des Koran jedoch immer orthodoxer und die Restriktionen gegen Nicht-Muslime immer schärfer. Allerdings nicht überall gleichzeitig, das war stark abhängig von den jeweiligen muslimischen Herrschern. Im Ergebnis jedenfalls kamen Forschung und Kultur mehr oder weniger zum Stillstand, liefen teilweise sogar Rückwärts. Das war Europas Chance, erst auf- und dann überholen zu können.

Mehrgoldfüralle hat Folgendes geschrieben:

Oder im damaligen Verbot der Sezierung von Leichen im Christentum.


Das galt allerdings auch im Islam, selbst zur Blütezeit der islamischen Wissenschaft.
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vom: 26.10.2017, 16:13
Ken.Guru Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
nicht zu vergessen die pest epedmien im mittelalter welche nachdem diese fertig hatten in europa eine sehr gesunde und starke bevölkerung hervorbrachte und damit von vielem ballast befreit die renaissance auslöste/einleitete was kunst und wissenschaft zu neuen höhenflüge verhalf.
ansonsten betreffs religionen, ich halte den islam nicht "nur" für eine religion sondern für einen lebensentwurf bzw. radikale ideologie die mit sicherheit keineswegs mit irgendeiner ausbeutung durch westeuropäer bzw. den usa zu tun hat.
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Die Diskussion mit verbildeten Akademikern und von sich überzeugten Ekschperten ist das Schlimmste was man sich nach Zahnschmerzen vorstellen kann.

Ha Ke Feng
alter chinesischer Philosoph
vom: 26.10.2017, 17:15
Ladon Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Ken.Guru hat Folgendes geschrieben:
nicht zu vergessen die pest epedmien im mittelalter welche nachdem diese fertig hatten in europa eine sehr gesunde und starke bevölkerung hervorbrachte und damit von vielem ballast befreit die renaissance auslöste/einleitete was kunst und wissenschaft zu neuen höhenflüge verhalf.
...


Also Yersinia pestis (der Pest-Bazillus) kümmert sich wenig um den Gesundheitszustand desjenigen, den er befällt. Meines Wissens gibt es KEINEN EINZIGEN, auch noch so kleinen Hinweis darauf, dass die Pest nur die äh, ... sagen wir mal: Schwachen ausradiert.
Gesund, stark, ohne Ballast von Schwachen, Alten und anderen nutzlosen Elementen schwang sich Europa also auf zu wissenschaftlicher und kultureller Blüte ...
... hm, angefangen die Renaissance aber doch deutlich VOR der großen Epidemie um 1350.
Gewagte These, das mit der Gesundschrumpfung: einen Grund zu nennen, der erst NACH der angeblichen Wirkung auftritt!
Großes Kino - oder ein Quanteneffekt?

Also Leute, die ihr starke Europäer, Nachfahren der Pestüberlebenden, seid: auf nach Madagaskar! Die haben seit Anfang des Jahres schon "ein paar" Pesttote (über hundert!). Da ist es, glaube ich, in den Gefährdungsgebieten total billig zur Zeit. Und der Überlegene muss nichts fürchten!
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When the Four Horsemen galloped, a stock of gold pieces, cunningly concealed or surreptitiously carried, has often meant the difference between living and dying.

Roy W Jastram (The Golden Constant; 2009; ISBN: 978-1-84720-261-1)
vom: 26.10.2017, 19:00
Mehrgoldfüralle Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
@Klecks
Du hast recht, da hab ich geschlampert. Hätte ich sehen können, was sie meint.

@Ladon
Zitat:
Und der Überlegene muss nichts fürchten!


Geil. Da kann die Überlegenheit der weißen Rasse endgültig bewiesen werden. Ich, ähm, hab aber zu viel zu tun, ähm, ist mir zu heiß dort, nöö, also lieber doch nicht smilie_20

Und wie kommen wir jetzt zum Thema zurück?
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vom: 27.10.2017, 10:55
Ken.Guru Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
@ladon
ich hab keine ahnung welche renaissance du vor 1350 meinst.
viell. falsch rübergekommen, mit die überlebenden der pest. nicht die erkrankten sind gemeint sondern die welche insgesamt und überhaupt überlebt haben.
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Ha Ke Feng
alter chinesischer Philosoph
vom: 28.10.2017, 10:51
tdklaus Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
@KenGuru

wenn du schon die Entwicklungen des Westen preist, und gleich noch als dein genetisches Erbe vereinnamst, dann nimm doch wenigstens auch an ihnen teil.

Deine krude Vererbungslehre hört beim alten Mendel auf, und seither ist doch einiges passiert - google mal Epigenetik...

Wenn schon Rassist, dann wenigstens mit Argumenten, die auf dem Stand der Zeit sind. smilie_10
vom: 28.10.2017, 19:10
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@tdklaus
was hat das mit rassismus zu tun wenn ich schreibe das die überlebenden der pest eine gute grundlage für das überleben bildeten ? bist du so linksverstrahlt das es nicht eingängig ist das die überlebenden eine gesunde genetische grundlage hatten ? mussten sie ja schlieslich sonst hätten sie nicht überlebt, abgesehen von zufällen.
ansonsten finde ich die entwicklungen des europäischen westens nicht schlecht, wir nutzen sie ja schlieslich. übrigens wurden die meisten erfindungen von leuten gemacht welche durch evolutionszwang ( schlechte lebensbedingungen wie im kalten europa ) gezwungen waren selbige zu machen, übrigens waren es zu 95 % männer. kannst ja mal schauen wer die meisten nobelpreise gewonnen hat, ich meine mint wissenschaften und keine friedens oder kultur preise. und wenn du schon dabei bist kannst du ja noch nach schachgroßmeistern suchen. du wirst dabei sehr wenige frauen und gebürtige araber oder afrikaner finden, es sei denn sie sind in den usa oder europa aufgewachsen und haben dortige schulen besucht.
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Ha Ke Feng
alter chinesischer Philosoph
vom: 28.10.2017, 21:30
Klecks Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Ich find's echt geil wenn jemand was von Evolution und genetischen Grundlagen faselt - und dann lauter Beispiele bringt, die ausschließlich kulturelle Hintergründe haben smilie_20

Bist mein Held, Ken smilie_01 smilie_10

Edit: Die meisten Schachweltmeister kommen weder aus den USA noch aus Westeuropa sondern aus dem Kaukasus. Herzlichen Glückwunsch zur deinem gepflegten Viertelwissen (zum Halbwissen hat's offensichtlich nicht gereicht).
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Das Leben ist zu kurz, um alle Fehler selber zu machen.
vom: 29.10.2017, 00:11
Ken.Guru Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
@klecks
kannst du nur ideologisch pöpeln oder kannst du auch argumentieren ? widerlege mich doch mit fakten wenn du es kannst.
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Ha Ke Feng
alter chinesischer Philosoph
vom: 29.10.2017, 02:52
gullaldr Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Ich habe momentan sehr viel zu arbeiten, weshalb ich kaum dazu komme, mich an solchen Internet-Diskussionen zu beteiligen. Ich will mir aber doch kurz die Zeit nehmen. Es ist aber schwierig, das ganze Gesagte in ein Posting zu pressen.

Ich will dies allerdings unter dem Aspekt machen, der die Reaktionen sozialpsychologisch einzuordnen versucht. Und zwar folgendermaßen: Wir leben noch in einem Land mit einer florierenden Wirtschaft, einer funktionierenden Infrastruktur, einer Wohlstandszone, die noch weltweit bewundert wird und Ziel von Zuwanderungswilligen ist. Ein Land, in dem nicht nur bemerkenswerte künstlerische, philosophische, literarische Werke entstanden sind, sondern seit dem 19. Jahrhundert auch ein Großteil technischer Entwicklungen, ohne die die Welt nicht die heutige wäre. Zu nennen wären nur das moderne Papier, die Glühbirne, das Dynamo, die Straßenbahn, das Automobil, der Plattenspieler, das Gleitflugzeug, die Röntgenstrahlung, Aspirin, Zahnpasta, Kaffeefilter, das Tonband, das Fernsehen, der Computer usw.
(https://www.welt.de/wirtschaft/karr....ie-Welt-veraenderten.html)

Statt diese Leistung, die in unserem Land von unseren Vorfahren entstand, anzuerkennen und sich ihrer freuen, sie auch als Produkt eines besonderen Genius, einer Zeit hoher Intelligenz zu verstehen, haben die Nachkommen nichts besseres zu tun, als das Verdienst zu relativieren. Da wird dann scherzend auf die alten Chinesen verwiesen, auf Byzanz, während die Deutschen ihre Intelligenz "ziemlich lange ziemlich gut geheim gehalten" hätten. Nicht zu vergessen natürlich der Islam, der uns vor 1000 Jahren so überlegen gewesen wäre.

Was soll uns aber dieser Verweis auf frühere Jahrhunderte bringen, die lange vor der industriellen Revolution lagen? Jahrhunderte, von denen eine heutige Geschichts-Interpretation vorherrschend ist, was aber nichts mit unserer heutigen Lebenswirklichkeit zu tun hat. Das ist wie der stete relativierende Hinweis auf die Kreuzritter, wenn mal wieder ein Salafist mit einem Lastwagen in eine Menschenmenge gerast ist. Der Salafist ist heute und hier präsent. Es sind keine katholischen Traditionalisten, die auf der Straße mit Macheten auf Polizisten einhauen. Und von dem Kreuzritter des Mittelalters, seinem damaligen Tun und Denken und seinem Beweggründen, versteht ein heutiger Polit-Diskutant überhaupt nichts. Es sind schlicht unzulässige Vergleiche bzw. Gleichsetzungen, die nur dazu dienen, die eigene Kultur herabzusetzen und die Bedrohung durch fremde Element kleinzureden.

Natürlich ist nicht zu verkennen, dass es immer Auf- und Abstieg gibt, Werden und Verfall. Der "deutsche Genius" der letzten beiden Jahrhunderte war ein enormer Aufstieg, die heutige Häme werte ich als Zeichen des Verfalls. Das muss natürlich nicht jeder so werten, der meint, der Wohlstand scheint vom Himmel gefallen oder sei uns von den alten Byzantinern geschenkt, um nie wieder zu vergehen.

Irres Ding geht noch einen Schritt weiter, indem sie unseren Wohlstand als Produkt von "Unterdrückung" bezeichnet. Der Wohlstand hätte "teils sogar mit der strategischen Lage. Und diese sogar etwas mit völlig Willkürlichem wie mit Fruchtbarkeit, Bodenschätzen, Handelswegen und sogar Vorurteilen und Bündnissen" zu tun. Natürlich hat alles mit allem zu tun, aber nach diesen Gesichtspunkten hat Deutschland sehr schlechte Ausgangsbedingungen (schlechte strategische Mittellage, wenig Bodenschätze, Bündnisse oft gegen sich; inwiefern Vorurteile für die wirtschaftliche Entwicklung förderlich sind, erschließt sich mir nicht ganz.).

Übrigens waren es weniger die Franzosen, die Deutschland nach dem zweiten Weltkrieg zum Agrarstaat umbauen wollten, sondern der US-Finanzminister Henry Morgenthau. Auch eine Durchsetzung dieses Planes, auf den die Amerikaner aus guten Gründen des Eigeninteresses verzichteten, hätte die zuvor entstandenen Erfindungen und Entwicklungen aus Deutschland nicht ungeschehen gemacht. Die Erfindungen waren ja historisch getätigt worden.

Generell aber ging es gar nicht so sehr nur um Deutschland (solche Diskussionen verselbständigen und verrennen sich ja auch regelmäßig), sondern um die gesamt Mittel- und Westeuropäische Welt incl. ihrer Ableger.

Zitat:
Oder wie ist die USA dann zur Weltmacht aufgestoßen? So viele Völker mehr oder minder vereint. Oder darf man dann darauf schließen, dass Multi-Kulti noch intelligenter macht? Hui, die These würde noch nicht mal ich hier wohl bei vielen als "Links" verschrieene aufstellen.


Nein, "Multi-Kulti" macht nicht intelligenter, denn der Begriff ist so unkonkret und verschleiernd wie "Migrationshintergrund". Ein Luxemburger und ein Somali, die nach Deutschland kommen, werden durch den Begriff "Migrationshintergrund" als eine Gruppe dargestellt, dabei verbindet sie wenig mehr als eine Nase und zwei Augen. Eine "multikulturelle Gesellschaft" aus Schweden, Dänen und Norwegern wäre etwas völlig anderes als eine "multikulturelle Gesellschaft" aus Kreolen, Süd-Indern und Javanern (z.B. in Surinam). Schaust Du Dir die historische Bevölkerungszusammensetzung der USA an, dann siehst Du rasch, welches die größte und wohl prägendste Gruppe für den Aufstieg dieses Landes darstellt. Generell sind die USA, sieht man von den Schwarzen in den Südstaaten ab, vor allem durch Nord- und Mitteleuropäer geprägt worden. Die Hispanics wachsen erst in den letzten Jahrzehnten und sind ein Anzeichen der demographischen Veränderungen in dem Land.
(http://www.fnp.de/nachrichten/wisse....ind-deutsch;art746,636648)

Zurück zur "Unterdrückungs"-These. Es ist, was ich weiter oben als "Die Black Power- oder Frantz Fanon-Sicht" bezeichne. Das ist immerhin ehrlich und konsequent. Ich teile diese Sicht nicht. Für mich ist unser Land das Produkt der Leistung, der Intelligenz und der Disziplin meiner Vorfahren, meiner Familie und mir.

Aber, man kann diese "wir sind Ausbeuter"-These natürlich vertreten. Nur frage ich mich dann immer, weshalb man sich auf einem Portal wie gold.de herumtreibt, wenn man unseren Wohlstand nur als Produkt von Unterdrückung und Ausbeutung der armen Länder der Welt bewertet? Ich könnte keine Minute mit einer solchen moralischen Last existieren, sondern würde es als moralisch unverantwortlich halten, hier Goldmünzen zu kaufen, während von mir und meinen Vorfahrungen unterdrückte Menschen darben. Nein, konsequent sein heißt dann, die Goldmünzen an eine Familie in Bangla Desh zu schicken und Buße anzubieten. Der dortige Familienvater soll künftig zu hause bleiben und das Leben mit seinen Kindern genießen können, während man selbst statt seiner in der T-Shirt-Näherei schuftet. Also, voran! Nicht mehr hier am Computer herumsitzen. Gold endlich wegschenken. Ein ehrliches Leben beginnen.
vom: 29.10.2017, 02:55
gullaldr Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Zu glaubnix: Es mag sein, dass Du Dir nicht im Klaren darüber bist, dass Du marxistische Welterklärungsschemata vertrittst. Das ändert aber nichts daran, dass es ein marxistisches Schema ist, von einer Zweiteilung der Welt in zwei Klassen auszugehen, innerhalb derer Unterschiede irrelevant bzw. nur das Produkt der "Aufhetzung" durch die herrschende Klasse sei. Möglichenfalls hast Du dieses Muster einmal in der Jugend aufgeschnappt, es verinnerlicht, ohne zuordnen zu können, woher es eigentlich stammt. Das wäre vergleichbar einem Diskutanten, der äußern würde, dass "Nigger der letzte Dreck sind, und sie deshalb nicht in der Straßenbahn fahren dürfen", dem dann gesagt wird, er vertrete rassistische Denkschemata, und der dann antwortet: "Nein, Rassist bin ich nicht. Da kenne ich mich auch gar nicht aus." Aber, ich habe ja geschrieben, dass es keinen Sinn macht, gegen ein marxistisches Schema anzudiskutieren, weil es in sich logisch geschlossen ist. Du nennst das "Tatsache". Ein christlicher Fundamentalist, würde es auch als Tatsache bezeichnen, wenn die Frage nach der Jungfräulichkeit Marias oder Jesu Himmelfahrt aufkäme. Für ihn ist es eben eine Tatsache. Wenn man widerspricht, ist man eben vom Glauben verlassen worden.
Nun sage ich gar nichts dagegen, dass jemand auf Tatsachen pocht. Ich bin also kein Dekonstruktivist, der alles in Frage stellt. Aus Lebenserfahrungen oder Statistiken erwachsen für die Menschen eben Tatsachen. Wenn einer wahrnimmt, dass im Bus die Kopftücher immer mehr werden, ist das eine von ihm festgestellte Tatsache. Wenn einer zu bemerken glaubt, dass seine Kaufkraft immer mehr abnimmt, weil sein Lohn stagniert, ist es eine Tatsache für ihn. Wenn einer meint, dass immer weniger Eichhörnchen oder Marienkäfer in seinem Garten anzutreffen sind, dann ist es eine Tatsache für ihn, beruhend auf seiner Beobachtung und Erfahrung. Schwieriger wird es bei Welterklärungsmodellen. Ich rede dann nicht von Verschwörungstheorien, denn ich glaube an die Existenz geheimer Absprachen von mächtigen Menschen. Aber angebliche globale Strategien einer weniger Reicher, die die Marionettenstrippen ziehen, damit es religiöse und kulturelle Konflikte gibt (und nur deshalb), ist eben eine Theorie, ein Welterklärungsmuster. Es als Tatsache zu beweisen, dürfte weit schwerer sein, als diese Theorie in einem solchen Forum zu posten.
vom: 29.10.2017, 05:00
Kursprophet Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
wann schreibt eigentlich mal wieder jemand was zum Thema`` Sozialismus für Reiche`` ?
vom: 29.10.2017, 07:11
Siesta Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
gullaldr hat Folgendes geschrieben:
...Aber, man kann diese "wir sind Ausbeuter"-These natürlich vertreten. Nur frage ich mich dann immer, weshalb man sich auf einem Portal wie gold.de herumtreibt, wenn man unseren Wohlstand nur als Produkt von Unterdrückung und Ausbeutung der armen Länder der Welt bewertet? Ich könnte keine Minute mit einer solchen moralischen Last existieren, sondern würde es als moralisch unverantwortlich halten, hier Goldmünzen zu kaufen, während von mir und meinen Vorfahrungen unterdrückte Menschen darben. Nein, konsequent sein heißt dann, die Goldmünzen an eine Familie in Bangla Desh zu schicken und Buße anzubieten. Der dortige Familienvater soll künftig zu hause bleiben und das Leben mit seinen Kindern genießen können, während man selbst statt seiner in der T-Shirt-Näherei schuftet. Also, voran! Nicht mehr hier am Computer herumsitzen. Gold endlich wegschenken. Ein ehrliches Leben beginnen.


Ja, Du bist moralisch integer und die Andersdenkenden nicht smilie_10

Mal im Ernst: Du glaubst also nicht, dass Teile unseres Wohlstands in der westlichen Welt auch auf Ausbeutung schwächerer Länder und Kontinente beruhen. Gleichzeitig willst Du diejenigen, welche genau davon ausgehen ( und das sollte doch eigentlich wissenschaftlicher common sense sein ) in die moralische Schmuddelecke schieben, da sie es wagen Gold zu kaufen und nicht ihren kompletten Wohlstand wieder zurückgeben??

Diese Argumentation kann nicht korrekt sein und zeigt lediglich mangelnde Reflexion...

gullaldr hat Folgendes geschrieben:
Zu glaubnix: Es mag sein, dass Du Dir nicht im Klaren darüber bist, dass Du marxistische Welterklärungsschemata vertrittst. Das ändert aber nichts daran, dass es ein marxistisches Schema ist...


Und auch hier weisst Du ' wie der Hase läuft ', anstatt die Erläuterungen von glaubnix zu akzeptieren.
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vom: 29.10.2017, 08:48
KROESUS Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
@siesta: glaubst Du nicht dass der relativ hohe Wohlstand hierzulande durch intelligentere Nutzung der vorhandenen Ressourcen entstanden ist?

wie schrieb Ephraim Kishon:

'wenn Du einen Deutschen in den Urwald jagst kommt er mit einer Lokomotive wieder heraus'
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In unsicheren Zeiten kann Gold eine gute Wertanlage sein
vom: 29.10.2017, 12:08
Mehrgoldfüralle Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
@Kroesus

Das hat mit Glauben nichts zu tun, sondern mit Fakten. Nur ein Beispiel: Die EU lässt nur unverarbeitete Agrarrohstoffe aus Afrika zu. Wenn du das als intelligentere Nutzung von Resourcen begreifst, bitteschön. Man kann das aber auch anders sehen.
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vom: 29.10.2017, 13:59
gullaldr Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
glaubnix, ich treibe niemanden irgendwo hin. Jeder muss mit sich selbst ausmachen, was er für moralisch hält. Ich weise nur auf Widersprüche hin, z.B. die eigene Teilhabe an einem Ausbeutungsapparat zu beklagen, und sich dann in einem Goldanlegerforum herumzutreiben. Ist für mich wie über den Klimawandel klagen und sich dann einen Porsche SUV kaufen. Kann natürlich jeder machen, wie er möchte.

Dass ich wüsste, "wie der Hase läuft", hast allein Du behauptet bzw. mir unterstellt. Ich habe es von mir jedenfalls nicht behauptet.

Dass ich die Erläuterungen von glaubnix nicht akzeptiere, stimmt nicht ganz. Ich muss sie ja insofern akzeptieren, als ich nicht das Recht habe, ihm das Recht auf freie Meinungsäußerung zu beschneiden. Ich teile seine Auffassung aber nicht und nehme mir das Recht, sie zu kritisieren. Das stimmt.
vom: 29.10.2017, 15:47
Siesta Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
gullaldr hat Folgendes geschrieben:
glaubnix, ich treibe niemanden irgendwo hin. Jeder muss mit sich selbst ausmachen, was er für moralisch hält. Ich weise nur auf Widersprüche hin, z.B. die eigene Teilhabe an einem Ausbeutungsapparat zu beklagen, und sich dann in einem Goldanlegerforum herumzutreiben. Ist für mich wie über den Klimawandel klagen und sich dann einen Porsche SUV kaufen...


1. war's nicht glaubnix, sondern meine Wenigkeit
2. halte ich Deine Kernaussage für falsch und den gebrachten Vergleich in keinster Weise stimmig

@Kroesus
bitte nochmal meine Aussage genau lesen, dann erübrigt sich Deine Frage. Wobei die Antwort von MGfA durchaus plausibel und einen Teil einer möglichen Antwort darstellen könnte.
Der Ausspruch von Kishon gefällt mir trotzdem und ja es ist richtig, dass im' Land der Dichter und Denker ' beispielsweise überproportional viele Patente entwickelt und angemeldet wurden...
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*Now back to the future and forward to the past*NMZS
vom: 29.10.2017, 18:57
Mehrgoldfüralle Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
@gullaldr

Zitat:
Für mich ist unser Land das Produkt der Leistung, der Intelligenz und der Disziplin meiner Vorfahren, meiner Familie und mir.


Und für mich ist das eine Beleidigung aller Menschen und Völker, denen es schlechter geht als uns. Denn sie sind ja dümmer, fauler und undisziplinierter als wir. Hätten sie den Leistungswillen, den Verstand und die Disziplin wie wir, ginge es ihnen genau so gut. Logisch, nicht wahr? Dumm daran ist nur, dass sich nirgendwo auf Welt solche Zusammenhänge beobachten lassen. Je ärmer eine Volkswirtschaft ist, desto mehr müssen diejenigen, die überhaupt Arbeit haben, schuften um zu überleben. Das fängt vor unserer Haustür, in Südeuropa, schon an.

Wusstest du übrigens, dass es auch nationalistisch-kapitalistische Welterklärungsschemata gibt? Und dass die Wahrheit zwischen denen und den unterstellten marxistischen liegen könnte?
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