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vom: 09.02.2018, 19:22
Indiana Jones Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Hallo liebe Finanzexperten,

und ein herzliches grüß Gott an die lieben Goldfans,

ich habe eine Frage, die sich etwas kompliziert gestaltet.

Ich möchte hierfür meine Einschätzung zu den Kryptos eingangs wie folgt darlegen : Bitcoin oder andere Kryptowährungen möchte ich mir nicht kaufen, da es mir aus technisch bedingten Gründen einfach zu unsicher ist. Hat nichts mit "cold oder hot wallets" zu tun. Sondern mit der Tatsache, dass die Börsenhandelsplätze für Kryptos nach allgemeiner Erfahrung einfach unsicher sind.

Nach kurzer Vorrede zu meiner Frage:

Seit Dezember 2017 kann man nun endlich auch Zertifikate kaufen, welche den Kurs des Bitcoins spiegeln. Zwar "zentral" von der das jeweilige Zerti ausgebenden Bank verwaltet, aber doch dem Bitcoinkurs nahe.

Beim Kauf von Xetra Gold hat sich die Deutsche Finanzverwaltung lange gesträubt, Gewinne nicht der Steuer zu unterwerfen. Erst mit Urteilen BFG (Az: VIII R 4/15 und VIII R 35/14) wurden die Inhaberschuldverschreibungen höchstrichterlich als börsengehandelter Rohstoff, also als Exchange Trades Commodities (ETCs), eingestuft. Damit ist Xetra-Gold also in steuerlicher Hinsicht genauso wie Münzen und Barren als physisches Gold zu behandeln. Wenn der Anleger es also länger als zwölf Monate hält, unterliegen die beim Verkauf erzielten Gewinne nicht der Abgeltungssteuer.

Gewinne mit Bitcoin scheinen als private Veräußerungsgeschäfte aktuell noch der Spekulationssteuer zu unterliegen und könnten so nach einem Jahr Haltedauer vom jeweiligen Besitzer steuerfrei einkassiert werden?

Also nun meine eigentliche Fragen auf den Punkt gebracht:

" Papiergold " (Xetra Gold) wird von der Deutschen Finanzverwaltung nach obiger Rechtsprechung nun wie echtes Gold behandelt. Meint Ihr, dass Gewinne aus Bitcoinzertifikaten eines Tages auch steuerfrei gestellt werden oder Gold, sei es in Echt oder auf Papier seitens der Finanzämter bis auf Weiteres gegenüber Kryptocoins priveligiert bleibt ?
vom: 09.02.2018, 22:35
Cardy Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Es kommt wahrscheinlich auf die Ausgestaltung der Zertifikate an, speziell ob die mit dem Basiswert unterlegt sind und ob ein Anspruch auf physische Lieferung besteht. Soweit ich weiß, ist das bei Xetra Gold der Fall und sie wurden deshalb als ETC eingestuft.
Wenn das Zertifikat nur Barausgleich vorsieht, wird es vermutlich wie jedes andere Derivat der Spekulationssteuer unterliegen.
vom: 09.02.2018, 22:56
Indiana Jones Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
DANKE. Aber im Grundsatz schon klar. Beim Xetra war das mit der Auslieferung ja auch schon immer möglich. Trotzdem wurden Xetra Gold Investoren von der Deutschen Finanzverwaltung erst mal über mehrere Jahre kräftig zur Kasse gebeten. So lange bis der Bundesfinanzgerichtshof aus wahrscheinlich sehr gut durchdachten Gründen ein deutliches Machtwort gesprochen hat.

Meine Frage ging also eher in die Richtung:

Wird im Fall der Fälle der Bundesfinanzgerichtshof die Bedeutung des Bitcoins dem Gold gleich setzen oder künftig ausschließlich Derivate auf Gold priveligieren?

Vielleicht drücke ich mich auch etwas unverständlich aus. Also nochmal:

Es ist mir klar, dass die Finanzbehörden hierzulande immer wieder auf maximale Steuereinnahmen drängen. Unter einem SPD Finanzminister wird das wahrscheinlich optimiert. Man will schließlich auch als 18 % Partei kräftig umverteilen.

Aber ich denke ehrlich gesagt nicht, dass die Privilegien des Papiergoldes auf Papierbitcoins seitens der Finanzverwaltung 1 zu 1 umgemünzt werden. Schließlich lag es schon immer im Interesse der Hochfinanz, Gold gerade als "Papiergold" ganz besonders wertzuschätzen.

Die Rothschilds wurden mit Gold reich und werden es mit demselben Gedanken bleiben wollen.
Aus dem Ölgeschäft sind sie kurz vor dem Kurssturz ausgestiegen. Nach alldem könnten Kryptocoins wie Bitcoins bei noch relativ geringer Marktkapitalisierung von den Großbanken als geringwertige Konkurrenz abgestraft werden. Entsprechende Finanzinstrumente wurden im Dezember 2017 auf der Wallstreet längst platziert.

Eine Einschätzung als "geringwertiges" Finanzinstrument muss Papiergold seitens der Großbanken nicht befürchten, da die Großbanken ganz genau wissen, wessen Kind sie sind. Genau deshalb sind sie eben nach wie vor über die Maßen daran interessiert,Papiergold dem echten Gold im Wert gleich zu stellen.
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