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vom: 22.02.2018, 09:36
Ladon Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Indiana Jones hat Folgendes geschrieben:
Der Mann ist kein Politiker sondern Business Man. ...


Genau.
Ich geh aber auch nicht zum besten Orthopäden der Welt (was noch zu beweisen wäre), wenn ich Zahnweh habe.


Und, Butter bei die Fische, selbst wenn man seine Politik gut findet, was jedermanns gutes Recht ist, kann man doch auch mal die echt schrägen Dinge beim Namen nennen:

Ehrlich mal: Was würdest Du oder andere Trumpisten sagen, wenn Angela Merkel ihre ganze Familie auf Schlüsselpositionen im Kanzleramt setzen würde?

Und, wie auch immer verargumentiert: er gibt Geld aus (und zwar in unvorstellbarer Größenordnung), von dem man lediglich HOFFT, dass es wieder rein kommt.
Das machen sie in Brüssel und den Hauptstädten Europas grad genauso.

Make Armerica Great Again ist ein Aufruf an seinen Nachfolger, kein Programm. Wink
_________________
Als Kind war ich jünger
vom: 22.02.2018, 10:02
Indiana Jones Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Ladon hat Folgendes geschrieben:


Ehrlich mal: Was würdest Du oder andere Trumpisten sagen, wenn Angela Merkel ihre ganze Familie auf Schlüsselpositionen im Kanzleramt setzen würde?

Und, wie auch immer verargumentiert: er gibt Geld aus (und zwar in unvorstellbarer Größenordnung), von dem man lediglich HOFFT, dass es wieder rein kommt.
Das machen sie in Brüssel und den Hauptstädten Europas grad genauso...



Dass Vetternwirtschaft in Deutschland etwas gänzlich unbekanntes sein soll wäre mir neu.
Und da du mich so direkt fragst. Ich würde die geschäftsführende Bundeskanzlerin wahrscheinlich zur der späten Geburt ihres Erstgeborenen beglückwünschen. smilie_16

Der Vergleich Steuerreform USA mit Brüssel hinkt. In Deutschland sind die Steuer Sätze wesentlich höher. Eine Reform ist ebenso wenig wie eine handlungsfähige Regierung in Sicht. Ganz im Gegenteil. Das neueste Kind der Brüsseler Bürokraten ist eine "Stausteuer". Und Infrastukturprojekte müssen sowieso ausfallen, da England als einer der Hauptfinanziers den Wahnsinn nicht mehr mit macht und man uns in Brüssel sowieso das Autofahren verbieten möchte. Oder habe ich da etwas falsch verstanden in Sachen Dieselfahrverbote? Warten wir also ab, wie heute das Bundesverwaltungsgericht in Sachen Fahrverbote entscheiden wird. http://www.spiegel.de/wirtschaft/so....ahrverbote-a-1194797.html
vom: 22.02.2018, 10:16
Ladon Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Indiana Jones hat Folgendes geschrieben:
...
Ich würde die geschäftsführende Bundeskanzlerin wahrscheinlich zur der späten Geburt ihres Erstgeborenen beglückwünschen
...


So brauche ich nicht diskutieren.
Das ist für manchen vielleicht ganz witzig, aber durchschaubar ein Versuch sich aus der Antwort rauszustehlen.
Und selbst wenn DU es tatsächlich machen würdest, garantiere ich für einen Aufschrei.

Ich habe nicht Steuersätze oder sonstwas verglichen.
Ich habe gesagt, dass DT, wie europäische Staatenlenker, hemmungslos Geld raushaut, das er nicht hat.


Du antwortest weder darauf, noch erklärst Du mir, warum das da drüben besser sein soll, weil es andere Steuersätze gibt.

Ich würde mir so sehr wünschen, dass in diesem Thema es mal nicht nur Schwarz und Weiß gibt.
Ich wiederhole: es ist eine Sache die Politik (wenn man es denn so nennen will) gutzuheißen oder abzulehnen. Es ist eine andere Sache, vor den manchmal hanebüchenen Ungereimtheiten die Augen zu verschließen, zu den konkreten Fragen nichts zu sagen, sondern Witzchen zu machen usw usf

3% Zinsen auf Staatsanleihen? Von was träumst Du in der Nacht? Wie sollen die USA denn das bedienen können, bei massiv sinkenden Steuereinnahmen ODER völliger Abhängigkeit von der wirtschaftlichen Entwicklung, die eben NICHT nur durch die Politik bestimmt wird!
Daraus folgt direkt eine noch größere Abhängigkeit vom Establishment. Erpressbarkeit sogar! Nach dem Motto: ooch, wir könnten die Arbeitsplätze auch wieder nach Bangladesh verlegen. Sowieso billiger da ... außer wir bekommen weitere "Taxcuts" für die Reichen. Dann gibt's noch 'nen Schwung prekärer Arbeitsplätze.
_________________
Als Kind war ich jünger
vom: 22.02.2018, 11:10
Indiana Jones Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Ladon hat Folgendes geschrieben:


Ich habe gesagt, dass DT, wie europäische Staatenlenker, hemmungslos Geld raushaut, das er nicht hat...




Ein Staat kann sich über Steuern oder Schuldenneuaufnahme finanzieren. Einen anderen Weg gibt es noch nicht. Vielleicht werden Staaten bald eigene Kryptowährungen auflegen? Das wäre dann der dritte Weg. Dafür ist der mit Öl gedeckte Venezuela Pedro scheinbar ein Versuchsballon.

Ich denke, dass wir uns einigen können, dass die Finanzierung über Steuern grundsätzlich gegenüber der Schuldenneuaufnahme für die Bürger weniger mit Nachteilen behaftet ist als die oft gewählte bequeme Neuverschuldung. Ganz einfach deshalb weil bei der Neuverschuldung die Bürger und Enkelkinder für die Zinszahlungen aufkommen müssen.

Ladon hat Folgendes geschrieben:


...Du antwortest weder darauf, noch erklärst Du mir, warum das da drüben besser sein soll, weil es andere Steuersätze gibt....




Eine Neuverschuldung würde für die Bürger nur dann Sinn machen, wenn die Inflation die Zinsen übersteigt. In USA liegen die Zinsen für die zehnjährigen Bonds bei knapp 3 % in Europa bei gut einem Prozent. http://pigbonds.info

Bei vergleichbar hoher Inflation würde für einen „Europäischen Haushalt“ eine Finanzierung über Neuverschuldung also mehr Sinn ergeben also für die USA. Deshalb hast du Recht, dass „das“ da drüben nicht besser ist weil es "andere Steuersätze" gibt.

Aber darauf wollte ich mit meinem post nicht hinaus. Es ging mir weniger um die Einnahmeseite der Staaten. Schließlich kann mir Niemand erklären, wer die ganzen Schulden überhaupt zurückzahlen könnte. Die Steuerzahler wohl kaum, da diese zumeist selbst überschuldet sind.

Es ging mir darum aufzuzeigen wofür Trump das Geld ausgibt. Und das ist eben z. B. das 1,5 Billionen Dollar Infrastrukturprojekt. Zeitgleich kurbelt er die Wirtschaft mit Steuersenkungen an und in Sachen Zurückzahlung hast du uns ja schon erklärt, dass Donald ein Experte in Sachen Unternehmensinsolvenzen ist. Von welchem Wirtschaftsminister stammt der Spruch ?

Der Dollar ist unsere Währung, aber euer Problem "
vom: 22.02.2018, 11:33
lifesgood Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Indiana Jones hat Folgendes geschrieben:


Ich denke, dass wir uns einigen können, dass die Finanzierung über Steuern grundsätzlich gegenüber der Schuldenneuaufnahme für die Bürger weniger mit Nachteilen behaftet ist als die oft gewählte bequeme Neuverschuldung. Ganz einfach deshalb weil bei der Neuverschuldung die Bürger und Enkelkinder für die Zinszahlungen aufkommen müssen.


Hier muss ich mal nachhaken, ob ich Dich auch richtig verstehe.

Du glaubst also, dass es für die Bürger weniger Nachteile hat, wenn sie mehr Steuern bezahlen und damit weniger Geld zur Verfügung haben, als wenn der Staat mehr Schulden hat???

Ich habe offen gestanden noch niemanden gehört, der gerne mehr Steuern bezahlen würde, damit die Staatsverschuldung sinkt. Wenn man mit Leuten diskutiert, fordern die eher ein sparen des Staates (zwei plakative Beispiele Stuttgart 21 und BER).

Staatsschulden wurden doch noch nie getilgt ... würde für uns in D auch nichts bringen, weil uns dann die Schulden der europäischen Partner aufgedrückt würden, wie man ja an den diversen Stabilitätspakten sieht.

Was wir momentan in Europa erleben ist ein Spiel auf Zeit mit niedrigen Zinsen. Das läßt sich ja rational irgendwo noch nachvollziehen und kann wohl noch einige/etliche Jahre gutgehen.

Was in den USA passiert ist gänzlich anders. Da werden die Staatseinnahmen durch Steuervergünstigungen (nicht mal da, wo sie für Konsum sorgen) verringert und gleichzeitig die Ausgaben durch steigende Zinsen steigen. Ob das auf Dauer gutgeht und ob sich die erwarteten positiven Effekte der Steuerreform auf die Wirtschaft bestätigen, muss sich zeigen.

Wenn man bei einem Haushalt, der zuvor schon nicht ohne Neuverschuldung auskam (Government Shutdown kam ja mit schöner Regelmäßigkeit), die Einnahmen verringert und die Ausgaben erhöht, wird das auf Dauer nicht klappen.

lifesgood
vom: 22.02.2018, 12:03
Indiana Jones Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
lifesgood hat Folgendes geschrieben:
Indiana Jones hat Folgendes geschrieben:

Ich denke, dass wir uns einigen können, dass die Finanzierung über Steuern grundsätzlich gegenüber der Schuldenneuaufnahme für die Bürger weniger mit Nachteilen behaftet ist als die oft gewählte bequeme Neuverschuldung. Ganz einfach deshalb weil bei der Neuverschuldung die Bürger und Enkelkinder für die Zinszahlungen aufkommen müssen.


Hier muss ich mal nachhaken, ob ich Dich auch richtig verstehe. Du glaubst also, dass es für die Bürger weniger Nachteile hat, wenn sie mehr Steuern bezahlen und damit weniger Geld zur Verfügung haben, als wenn der Staat mehr Schulden hat???

...Staatsschulden wurden doch noch nie getilgt ...

lifesgood


Es ist weniger eine Frage des Glaubens, sondern die Überlegung, dass entweder der Steuerzahler alles sofort oder der Steuerzahler später für die Kreditaufnahme noch zusätzlich Zinsen an die Banken und Investoren bezahlt.

Wenn du beim Hauskauf dein Erspartes einbringst ist das Haus schließlich auch günstiger, als wenn du es über ein Hypothekendarlehen finanzierst.

Aber in der Ausnahmesituation, dass der Zinssatz für die Hypotheken niedriger als die Inflationsrate (negative Realzinsen) ist werden Spekulanten nur all zu schnell leichtsinnig und leben über ihre Verhältnisse. Man feiert Party auf Kosten der Sparer.

Dieser Typ Mensch kauft sich "seine" Immobilie trotz seiner Ersparnisse auf Kredit und legt sein „Geld“ in Bitcoin und/oder die viel zitierten Optionen auf Schweinebauchhälften an. Die Frage ist nicht ob das gut geht, sondern wann „es“ vorbei ist.

Bis dahin geht es mir persönlich nicht um Profitmaximierung sondern um Vermögenserhalt. Deswegen lasse ich die Finger von Aktien und Bitcoin. Muss aber jeder für sich selbst entscheiden und ist einfach eine Frage der Risikobereitschaft und des Lebensalters. Desto jünger desto mehr Risiko kann man fahren. Mit Familie wird man sowieso eher konservativ an ein eigenes Haus denken. Jedenfalls so lange die Zinsen noch so günstig sind.

Und um nicht ab zu schweifen. Um den Donald Trump mache ich mir keine Sorgen. Der hat seinen „Laden“ USA bestens im Griff. Aber wenn ich nach Brüssel schaue smilie_18
vom: 22.02.2018, 13:19
lifesgood Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Indiana Jones hat Folgendes geschrieben:


Es ist weniger eine Frage des Glaubens, sondern die Überlegung, dass entweder der Steuerzahler alles sofort oder der Steuerzahler später für die Kreditaufnahme noch zusätzlich Zinsen an die Banken und Investoren bezahlt.


... wenn man bei den Deutschen Haushalten mal die jüngere Vergangenheit ausblendet, dann war doch bis vor eingien Jahren die Neuverschuldung stets höher als die Zinslast (irgendwo müssen 2 Bio € Schulden ja herkommen). Das heißt doch aber auch dass die Zinsen nicht über Steuern, sondern über Neuverschuldung finanziert wurden.

Ich bin zwar nicht so der große Kenner der Finanzgeschichte wie z.B. Ladon, aber nach meinen Kenntnisstand hat sich noch kein Land über Schuldentilgung entschuldet.

Dies erfolgte meist über Schuldenschnitte, Währungsreformen usw. (häufig leider auch in Verbindung mit kriegerischen Auseinandersetzungen).

lifesgood
vom: 22.02.2018, 13:42
Indiana Jones Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Währungsreform und Schuldenschnitt hat Trump nicht nötig. Der ist erst mal damit zufrieden, dass Powell die Geschicke der Weltleitwährung mitbestimmen kann. Wohin die Reise dabei geht dürfte die letzten Wochen klar geworden sein. Steigende Zinsen und steigende Staatsausgabe, also ein riesiger Schuldenberg, der die Goldrakete zum zünden bringt. Und das Gerücht, dass Staats - Schulden nie zurück gezahlt werden (müssen) sieht der Bund der Steuerzahler schon etwas realistischer als du:

Seit 2000 waren es über 240 Milliarden Euro alleine an Zinsen, die der Deutsche Steuerzahler bis auf den letzten Cent bezahlen musste: https://www.steuerzahler.de/files/1....net_Zinsausgaben_2017.pdf
Quelle: https://www.steuerzahler.de/Verschuldung/7688c8973i1p477/

Der Betrag entspricht dem Bundeshaushalt 2017 in den Ressorts Arbeit und Soziales, Verteidigung, Verkehr und digitale Infrastruktur, Bildung und Forschung und Gesundheit. Quelle: https://wolfgang-stefinger.de/bunde....-2017-neue-schulden-7137/
vom: 22.02.2018, 13:50
lifesgood Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Indiana Jones hat Folgendes geschrieben:


Seit 2000 waren es über 240 Milliarden Euro alleine an Zinsen. die der Deutsche Steuerzahler auf den Cent bezahlen musste: https://www.steuerzahler.de/files/1....net_Zinsausgaben_2017.pdf
Quelle: https://www.steuerzahler.de/Verschuldung/7688c8973i1p477/


... das bestätigt doch meine Aussage, dass die Zinsen in der Regel eben über Neuverschuldung bezahlt werden.

Denn wenn seit 2000 rund 240 Milliarden an Zinsen bezahlt wurden, in derselben Zeit aber die Neuverschuldung um mehr als 800 Milliarden gestiegen ist (im Jahr 2000 unter 1,25 Bio €), dann war doch die Neuverschuldung mehr als dreimal so hoch wie die Zinslast.

Thumbnail, Klicken um zu vergrößern.


Ergo hat der deutsche Steuerzahler keinen Cent dieser Zinsen bezahlt.

lifesgood

P.S.: An den Bund der Steuerzahler habe ich diese Woche die Kündigung der Mitgliedschaft rausgeschickt. Wink
vom: 22.02.2018, 14:03
Indiana Jones Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Dann bleibt mir nur noch, dich zu der Erfindung des Perpetuum Mobiles zu beglückwünschen, wenn das so einfach ist, dass man Zinsen mit neuen Schulden bezahlt.

Das ist aber nicht der Fall. Peter Böhringer, der Vorsitzende des Bundeshaushaltsausschusses, übrigens ein bekennender Goldbug, könnte dir das vielleicht besser als meine Wenigkeit erklären. Aber ich versuche trotzdem.

Hätte Deutschland die 240 Milliarden an Zinsen nicht bezahlen müssen, so hätte man das Geld ohne Belastung der Steuerzahler in 2017 für folgende Ressorts verwenden können:

Indiana Jones hat Folgendes geschrieben:


Der Betrag (240 Milliarden) entspricht dem Bundeshaushalt 2017 in den Ressorts Arbeit und Soziales, Verteidigung, Verkehr und digitale Infrastruktur, Bildung und Forschung und Gesundheit. Quelle: https://wolfgang-stefinger.de/bunde....-2017-neue-schulden-7137/



Übrigens ist eine Vergemeinschaftung der nationalen Haushalte verfassungswidrig: https://www.youtube.com/watch?v=y7AEvFaOre4
vom: 22.02.2018, 15:49
lifesgood Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Perpetuum wird das mobile nicht sein. Irgendwann kracht es, die Schulden werden über Schuldenschnitt oder Währungsreform vernichtet und das Spiel geht wieder von Neuem los. So war es doch bisher immer.

... ich weiss ja nicht, was Dich irgendwann mal veranlaßt hat, in Edelmetalle zu gehen.

Bei mir war es nicht zuletzt die Josephspfennigrechnung, die ja das exponentielle Wachstum eines Zinseszinssystems verdeutlicht. Auch wenn diese durch die aktuell niedrigen Zinsen verlangsamt wird.

Sieh Dir einfach die Verschuldungsentwicklung verschiedener Länder an, alles Exponentialkurven mit minimalen Abweichungen.

Was wir momentan in Deutschland sehen sind nichts Anderes als Taschenspielertricks. Da wird uns im Haushalt eine schwarze 0 oder gar ein Überschuß vorgegaukelt.

Wodurch entsteht der?

1.) durch sinkende Zinsausgaben
2.) durch die florierende Wirtschaft, die wir uns durch extrem steigende Target II Salden teuer erkaufen.

Wie gesagt, mir ist kein Staatshaushalt bekannt, der sich nachhaltig durch Tilgungen seiner Schulden entledigt hat. Wenn Du einen kennst, bitte gerne ...

lifesgood

P.S.: Weil´s gerade per mail reinkam: "Goldman warnt: US-Fiskalpolitik führt in die Katastrophe"
https://www.cashkurs.com/wirtschaft....oekonomische-katastrophe/
vom: 22.02.2018, 17:59
KROESUS Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
@lifeisgood:

Russland hat sich ziemlich gut entschuldet, von einst 70% auf jetzt 17%

es gibt auch Staaten ohne Schulden wie Hongkong oder Brunei:

https://de.wikipedia.org/wiki/Liste...._nach_Staatsschuldenquote

nicht überall haben die FED-Banken die Finanzen der Staaten unter Kontrolle



Very Happy
_________________
In unsicheren Zeiten kann Gold eine gute Wertanlage sein
vom: 22.02.2018, 18:25
lifesgood Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
... nur ist das in einem Land, das einerseits im Gegensatz zu Russland kostspielige Sozialsysteme unterhält und andererseits im Gegensatz zu Brunei nicht auf sprudelnden Ölquellen sitzt, nicht möglich.

lifesgood
vom: 22.02.2018, 20:12
Cardy Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
lifesgood hat Folgendes geschrieben:


Was wir momentan in Deutschland sehen sind nichts Anderes als Taschenspielertricks. Da wird uns im Haushalt eine schwarze 0 oder gar ein Überschuß vorgegaukelt.

Ein guter Trick ist auch, dass die schwarze Null nur für den Bundeshaushalt gilt. Viele Kommunen und Städte sind total überschuldet, dort ist keine Rede von der Null. Sie können sich nur durch die Bürgschaft des Bundes refinanzieren.
vom: 22.02.2018, 21:11
KROESUS Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
@lifeisgood:
Dänemark hat ein üppiges Sozialsystem und auch nur 32% Staatsschuldenquote

die machen halt beim Eurowahnsinn nicht mit und begrenzen auch den Zuzug von Mitessern

NATOkosten sind auch wesentlich weniger weil Dänemark dazu oft nein sagt

auch Russland hat jetzt schon ein beginnendes Sozialsystem, vor einiger Zeit gab es eine Babyprämie von umgerechnet 10000$ pro Kind, aber nicht für Einwanderer so wie in Deutschland wo man sogar im Ausland lebende Kinder finanzieren lassen kann (konnte?) wenn man Türke ist, für Kinder von Deutschen im Ausland gibt es nichts
_________________
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vom: 22.02.2018, 21:40
lifesgood Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Zitat:
Zwar hat Dänemark seine Überschüsse – und damit die Möglichkeit zum Schuldenabbau – zu einem Gutteil seinen Gewinnen aus dem Ölexport zu verdanken


Hinzu kommt ein MWSt.-Satz von 25% (ohne ermäßigte Steuer) und ein Spitzensteuersatz von 63% bei der Einkommensteuer.

Quelle: https://www.focus.de/finanzen/news/....r-weltmeister_aid_557498.

Und auch Russland hat ja nicht unerhebliche Einnahmen aus Bodenschätzen (Gas - Öl usw.).

Aber das alles hat natürlich mit "Trump wie lange noch" eigentlich nichts mehr zu tun.

lifesgood
vom: 23.02.2018, 07:20
Ladon Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
@ lifesgood
smilie_01
Kurz und knackig das "Cherrypicking" entlarvt!



Staatsverschuldung super ... Auslandsschulden hüstel ... Gesamtsituation ?
Gesamtsituation beschissen. Der niedrige Ölpreis vor allem ist Gift.
Die Gesamtsituation kann man der im März 2017 erschienen Publikation der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer gut entnehmen. Ist im Internet frei verfügbar (Link habe ich jetzt nicht parat, aber das PDF selbst hatte ich heruntergeladen. Falls es jemand nicht findet, an mich wenden)


===============
BTT:

Ich habe mir die Tweets der vergangenen Tage durchgelesen. Ein alter Mann, dessen einzige Sorge es zu sein scheint, dass man auch ja nicht seinen grandiosen Sieg infrage stellen kann (Wer tut das?)

@ lifesgood
Ich kann Dir sehr genau sagen, warum IJ das Thema verbogen hat:
Er hätte sonst auf mein Nachhaken eingehen müssen,das jetzt natürlich schon längst vergessen ist.
Nicht einer Meinung zu sein ist das eine. Sich um Sachdiskussion zu drücken das andere.
Da gibt es in neun von zehn Fällen nur eine Erklärung: es gibt keine Argumente.
_________________
Als Kind war ich jünger
vom: 23.02.2018, 11:58
Indiana Jones Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Ladon hat Folgendes geschrieben:


3% Zinsen auf Staatsanleihen? Von was träumst Du in der Nacht? Wie sollen die USA denn das bedienen können, bei massiv sinkenden Steuereinnahmen ODER völliger Abhängigkeit von der wirtschaftlichen Entwicklung, die eben NICHT nur durch die Politik bestimmt wird!

Daraus folgt direkt eine noch größere Abhängigkeit vom Establishment.




Bild: 2,9 % aktueller Zinssatz der 10jährigen USA Staatsanleihen (25,3 % Anstieg in 3 Monaten)

Im Jahr 2017 betrugen die Staatseinnahmen der USA geschätzt rund 6,08 Billionen US-Dollar, während sich die Staatsausgaben auf geschätzt rund 6,92 Billionen US-Dollar belaufen haben.
Quelle: https://de.statista.com/statistik/d....taatsausgaben-in-den-usa/

Ende Januar 2018 betrug die Staatsverschuldung der USA rund 20,5 Billionen US-Dollar. Bei einem Zinsanstieg von 2 auf 3 % bei den Zehnjährigen wären das auf die Gesamtverschuldung gerechnet 200 Milliarden Mehrkosten.Da allerdings nicht alle Anleihen in einem Jahr sondern über 10 Jahre verteilt auslaufen sehe ich allenfalls 1/10 der 200 Milliarden, also 20 Milliarden Mehrkosten für den USA Haushalt. Das sind ca. 3 % der Gesamteinnahmen des USA Haushaltes 2017 oder der Marktkapitalisierung von Apple. http://www.boersennews.de/markt/akt....hste-marktkapitalisierung
Also nun wirklich kein Problem für Trump und das "Establishment" kann ganz beruhigt in Trumps Golfclubs an seinen Handicaps arbeiten.
vom: 23.02.2018, 16:00
Ladon Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Na,, wenn steigende Zinsen keine Probleme für den Staatshaushalt darstellen. Dann ist ja alles gut - und nicht nur in Amerika.
Puh. Und ich dachte schon.

Im Bild ist doch wohl auch nicht der aktuelle Zinssatz zu sehen (25,3% ? Da will ich auch welche), oder? Das wäre ja der Hammer.

"... ich sehe allenfalls ... "schreibst Du. Hm. Allenfalls siehst Du, denke ich.

Da ich bislang wirklich ausschließlich gelesen habe, dass eine Zinserhöhung richtig problematisch für die hoch verschuldeten Länder (auch und gerade des "Westens") sein würde, bin ich schon etwas erstaunt, in einem Internetforum zu erfahren, dass es doch kein Problem ist.
Schön.

Aber was weißt Du, was alle anderen nicht wissen?
_________________
Als Kind war ich jünger
vom: 23.02.2018, 16:08
Ladon Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Aber es geht ja um Trump.

Und da sage ich jetzt mal was ganz anderes:
Es ist mittlerweile von niemandem bestritten, dass es einen Angriff Rußlands gab und eine weiterer im Herbst geplant ist.

Warum verteidigt der Präsident nicht endlich sein Land und seine Verfassung, indem er sagt, was Sache ist?
Und wenn er nur so wenig wie sein Vorgänger machen würde, wäre schon was gewonnen. Aber er beschimpft seine eigenen Leute, politische Gegner, unterminiert die Verfassungsorgane und Behörden ... und sagt nur so ein wenig Eididei-Schimpfe gegen Putin oder Rußland.
Mueller nennt 13 Personen ... der Präsident tut nichts, außer zu versichern, dass sein Wahlsieg rein sein Verdienst wäre (was mittlerweile keinen mehr interessiert ...)!

Ich finde das nicht mehr lustig.
Da ist ein äußerer Feind. Jeder spricht vom Info-War.
Und der Führer der angegriffenen Nation findet keine klaren Worte, geschweige denn Maßnahmen.
Bemüht sich nicht, sein "House divided" (das berühmte von Lincoln) zu einen und zu reagieren, sondern verzettelt sich in kindische Wortgefechte.
Looser. Um mal seine Worte zu gebrauchen.
_________________
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