Immer mehr Falschgeld im Umlauf

Tagesgespräch zu Wirtschaftsthemen wie Geldmarkt, Börse, Währung, Finanzkrise, Inflation aus Deutschland und der Welt

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Beitrag 03.05.2016, 13:35

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VfL Bochum 1848
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Immer mehr Falschgeld eingezogen

Der Boom der "Napoli-Blüten"

Es ist ein Boom, der den Ermittlern Sorgen bereitet: In Deutschland ist immer mehr Falschgeld in Umlauf. Im vergangenen Jahr nahm die Zahl der eingezogenen "Blüten" um 48 Prozent zu. Sie werden vor allem über das Internet vertrieben - und kommen meistens aus Italien:

https://www.tagesschau.de/inland/falsch ... a-101.html
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Beitrag 03.05.2016, 13:39

ChrisJ11
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Ob man das glauben kann, wahrschenlich nur Propaganda gegen Bargeld.
"Tue immer das Gegenteil von dem was Goldman Sachs sagt, damit liegt man meistens richtig"

"it's called the American dream, cause you have to be asleep to believe it" George Carlin

Beitrag 03.05.2016, 15:53

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Titan
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VfL Bochum 1848 hat geschrieben:Immer mehr Falschgeld eingezogen
https://www.tagesschau.de/inland/falsch ... a-101.html
Wenn det nich so blöd wäre...dann ist ein diabolisches Lachen zu diesem
Artikel genau richtig.
Merke:
JEDER GELD-Schein ist ein SCHEIN-Geld-SCHEIN,also eine "Blüte"
smilie_16
Zur Info:
Die am wenigsten gefälschten "Falsch-Geldscheine" sind die
500,-€-Scheine---(und genau da haben wir die Begründung GEGEN den Erhalt der 500,-)
DAS ist ja GENAU der Grund,weswegen die auch gehortet werden,
denn jeder seriöse Mafiosi (Icke ebenso smilie_16 ...) möchte keine
"falschen Falscheld-Scheine" in seinem Koffer zum nächsten Deal tragen...

Im Artikel gehts nur um 20,-/50,-Euronen--
die sind mir nominell zu kleen--und zu viele Stil-Blüten darunter

smilie_24
T.
"Das Leben ist Schwingung.Verändere Deine Schwingungen--
und Du veränderst Dein Leben"
"Die kürzesten Wörter ( ja,nein ) erfordern das meiste
Nachdenken"
Pythagoras von Samos

Beitrag 03.05.2016, 18:06

Aurargint
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Titan hat geschrieben:
VfL Bochum 1848 hat geschrieben:Immer mehr Falschgeld eingezogen
https://www.tagesschau.de/inland/falsch ... a-101.html
Wenn det nich so blöd wäre...dann ist ein diabolisches Lachen zu diesem
Artikel genau richtig.
Merke:
JEDER GELD-Schein ist ein SCHEIN-Geld-SCHEIN,also eine "Blüte"
smilie_16
Zur Info:
Die am wenigsten gefälschten "Falsch-Geldscheine" sind die
500,-€-Scheine---(und genau da haben wir die Begründung GEGEN den Erhalt der 500,-)
DAS ist ja GENAU der Grund,weswegen die auch gehortet werden,
denn jeder seriöse Mafiosi (Icke ebenso smilie_16 ...) möchte keine
"falschen Falscheld-Scheine" in seinem Koffer zum nächsten Deal tragen...

Im Artikel gehts nur um 20,-/50,-Euronen--
die sind mir nominell zu kleen--und zu viele Stil-Blüten darunter

smilie_24
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Und dabei hieß es doch bei Einführung des Falschg... äh Euros, daß dieser viel zu sicher sei, um gefälscht zu werden...

Beitrag 05.07.2016, 10:50

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VfL Bochum 1848
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Kampf dem \"falschen Fuffziger\"

Heute wird neuer 50-Euro-Schein vorgestellt

Europas Währungshüter treiben die Überarbeitung der Banknoten voran. Nun wird ein neuer 50-Euro-Schein vorgestellt. Bezahlen kann man damit allerdings nicht sofort:

http://www.n-tv.de/ratgeber/Heute-wird- ... 60091.html
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Beitrag 05.07.2016, 14:31

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Titan
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VfL Bochum 1848 hat geschrieben:Kampf dem "falschen Fuffziger"

Europas Währungshüter treiben die Überarbeitung der Banknoten voran.
Nun wird ein neuer 50-Euro-Schein vorgestellt.
Bezahlen kann man damit allerdings nicht sofort:...

smilie_20
Da stellen "falsche Fuffziger" einen überarbeiteten "(Falsch-)Geld-Schein" vor...
tolle "Hüter einer Währung"--mir graust vor solchen Worten und deren Anmaßung
"Europas..."

smilie_18
T.
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Beitrag 05.07.2016, 18:52

Aurargint
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Titan hat geschrieben:
VfL Bochum 1848 hat geschrieben:Kampf dem "falschen Fuffziger"

Europas Währungshüter treiben die Überarbeitung der Banknoten voran.
Nun wird ein neuer 50-Euro-Schein vorgestellt.
Bezahlen kann man damit allerdings nicht sofort:...

smilie_20
Da stellen "falsche Fuffziger" einen überarbeiteten "(Falsch-)Geld-Schein" vor...
tolle "Hüter einer Währung"--mir graust vor solchen Worten und deren Anmaßung
"Europas..."

smilie_18
T.
Und da die alten Fuffziger weiterhin ihre Gültigkeit behalten, werden einfach DIESE weiter gefälscht... smilie_20

Beitrag 05.07.2016, 19:35

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Titan
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Aurargint hat geschrieben:Und da die alten Fuffziger weiterhin ihre Gültigkeit behalten,
werden einfach DIESE weiter gefälscht... smilie_20
Mann,det iss eene tolle Logik smilie_01 ...
und dette iss echt ehrlich jemeint oder eben janz
unverfälscht
smilie_20

T.
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Beitrag 06.07.2016, 11:21

Herebordus
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Polizeigewerkschaft hält neuen 50-Euro-Schein für fälschbar

http://www.spiegel.de/wirtschaft/sozial ... 01517.html



Auch da kann gefälscht werden. smilie_20

Nur die Rente ist sicher. smilie_10

Beitrag 06.07.2016, 11:30

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Goldhamster79
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Geldfälschung ist strafbar. Warum? Die Zentralbanken hassen Konkurrenz.

Aktuell beläuft sich der tatsächliche Falschgeldumlauf auf 9,8 Billionen Euro (=Geldmenge M3).

Gold is money, nothing else.

smilie_24
Falls Sie in einem Land leben, in dem Sie für das Fischen ohne Anglerschein bestraft werden,
jedoch nicht für den illegalen Grenzübertritt ohne gültigen Reisepass,
dann haben Sie das volle Recht zu sagen, dieses Land wird von Idioten regiert.
M. Zeman

Beitrag 07.07.2016, 15:41

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Ladon
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Goldhamster79 hat geschrieben:...
Gold is money, nothing else.
...
Blöd halt, dass die Herren des Falschgeldes das partout nicht wahrhaben wollen und man daher mit dem Falschgeld buchstäblich alles - inklusive Gold - kaufen kann.

Wie sagt man da? Die normative Kraft des Faktischen, oder?
Das ist die Crux mit "Wahrheiten", die keiner haben will.
Höflichkeit ist keine Schwäche - Empathie ist keine Dummheit - Moral ist nicht moralinsauer

Beitrag 07.07.2016, 16:33

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Goldhamster79
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Ladon hat geschrieben:
Goldhamster79 hat geschrieben:...
Gold is money, nothing else.
...
Blöd halt, dass die Herren des Falschgeldes das partout nicht wahrhaben wollen und man daher mit dem Falschgeld buchstäblich alles - inklusive Gold - kaufen kann.

Wie sagt man da? Die normative Kraft des Faktischen, oder?
Das ist die Crux mit "Wahrheiten", die keiner haben will.
Alles nur vorübergehend, Ladon....

Geld ist doch nur ein ziemlich genau 100 Jahre inzwischen verwässertes Substitut von Gold, das Verfallsdatum längst überschritten und nur durch vielfache Rechtsbrüche noch nicht vollumfänglich verdorben...

Es geht der Krug zum Brunnen bis er bricht... bzw das Vertrauen in die "Krüge" der Europäischen Zentral Betrüger...

Wir werden es noch erleben


Eine schöne Stelle aus Stefan Zweigs autobiographischem Werk Die Welt von Gestern: Erinnerungen eines Europäers (erschienen 1942) lautet da

Von Woche zu Woche wurde das Chaos größer, die Bevölkerung aufgeregter. Denn von Tag zu Tag machte sich die Entwertung des Geldes fühlbarer. Die Nachbarstaaten hatten die alten österreichisch-ungarischen Noten durch eigene ersetzt und dem winzigen Österreich mehr oder minder die Hauptlast der alten ›Krone‹ zur Einlösung zugeworfen. Als erstes Zeichen des Mißtrauens in der Bevölkerung verschwand das Hartgeld, denn ein Stückchen Kupfer oder Nickel stellte immerhin ›Substanz‹ dar gegenüber dem bloß bedruckten Papier. Der Staat trieb zwar die Notenpresse zur Höchstleistung an, um möglichst viel solchen künstlichen Geldes nach Mephistopheles' Rezept zu schaffen, kam aber der Inflation nicht mehr nach; so begann jede Stadt, jedes Städtchen und schließlich jedes Dorf sich selbst ›Notgeld‹ zu drucken, das im Nachbardorf schon wieder zurückgewiesen und später in richtiger Erkenntnis seines Unwerts meist einfach weggeworfen wurde. Ein Nationalökonom, der alle diese Phasen plastisch zu beschreiben wüßte, die Inflation in Österreich zuerst und dann in Deutschland, könnte nach meinem Gefühl an Spannung leicht jeden Roman übertreffen, denn das Chaos nahm immer phantastischere Formen an. Bald wußte niemand mehr, was etwas kostete. Die Preise sprangen willkürlich; eine Schachtel Zündhölzer kostete in einem Geschäft, das rechtzeitig den Preis aufgeschlagen hatte, das Zwanzigfache wie in dem anderen, wo ein biederer Mann arglos seine Ware noch zum Preise von gestern verkaufte; zum Lohn für seine Redlichkeit war dann in einer Stunde sein Geschäft ausgeräumt, denn einer erzählte es dem andern, und jeder lief und kaufte, was verkäuflich war, gleichgültig ob er es benötigte oder nicht. Selbst ein Goldfisch oder ein altes Teleskop war immerhin ›Substanz‹, und jeder wollte Substanz statt Papier.
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Beitrag 08.07.2016, 05:36

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Ladon
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Ach, ich bewundere Dich für Deinen Optimismus. So eine tiefe Überzeugung, dass diesmal, jetzt aber wirklich, dem maroden alten, ein "gutes" neues Geldsystem folgen werde, kann ich (leider) nicht teilen.
Warum auch? War doch noch nie so.

Das Problem ist ja auch nicht das Papiergeld an sich (aus welchem Material es auch immer sei) - das ist so alt wie die Idee eines "Zahlungsmittels" überhaupt (das als Ergänzung, denn dieser Aspekt findet sich nur in der Formulierung "inzwischen verwässert" - ist aber wichtig).
Zu glauben, dass das Geldsystem vor mehr als 100 Jahren "gerechter" oder "besser" gewesen sei weil es auf Gold fußte, darf man jedoch keinesfalls daraus schließen! Aber das tut im Grunde auch niemand, der auch nur rudimentäre historische Kenntnisse hat.

Woher aber kommt der fröhliche Optimismus?
Wann hätten je die korrumpierten und korrumpierenden, zynischen Machtmenschen tatenlos zugesehen, wie die Anständigen etwas aufbauen?

Ach, ich wünsch' mir so, dass Ihr/Du Recht habt. Man wird sehen, denn ... wir werden es wohl erleben.
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Beitrag 08.07.2016, 08:08

kribelboble
1. Ich habe mal gelesen dass pro "EU-Bürger" ca. 50ct Falschgeld im Umlauf ist.
Von der Anzahl der gefälschten Stückelung ist aber überraschend die 2-Euro-Münze am meisten betroffen, vom Wert der 50Euro Schein. Schweizer Franken und Dollar werden noch häufiger gefälscht.

2. Es ist doch überhaupt nicht überraschend, dass kurz vor Erscheinen der neuen 50Euro-Scheine die Geldfälscher noch versuchen diese vermehrt in Verkehr zu bringen. Deswegen sind die Überschriften reine Effekthascherei. Mit 10 bis 15 gefälschten Scheinen pro 100000 Einwohner in Deutschland die Warscheinlichkeit aber recht klein solch einen Schein zu bekommen.
Aber - Der 50 Euro Schein bekommt der Normalbürger eigentlich immer von der Bank - die ihre Bankautomaten (immer?) mit geprüften Geld der Bundesbank füllt. Somit nur ein Problem des Handels - anders sieht es natürlich bei den kleineren Stückelungen aus.

3. Es wurde schon vor Jahren überlegt ob man den höheren Scheinen (damals ab 50 Euro) einen RFID-Chip mit Echtheitszertifika implantieren sollte - das scheitert bisher an den Kosten für diesen Chip. Datenschutzrechltiche Gründe wurden zwar auch angesprochen (Nachverfolgbarkeit von Banknoten) der Grund aber warum es das noch nicht gibt sind die Kosten. Es wäre aber möglich gewesen einen neuen 500Euro-Schein mit RFID-Chip auszustatten (da wäre der Mehrpreis anteilig kleiner) wenn es der EZB wirklich um die Verhinderung von Schattenwirtschaft gegangen wäre.

Beitrag 08.07.2016, 22:42

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Goldhamster79
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Ladon hat geschrieben:Ach, ich bewundere Dich für Deinen Optimismus. So eine tiefe Überzeugung, dass diesmal, jetzt aber wirklich, dem maroden alten, ein "gutes" neues Geldsystem folgen werde, kann ich (leider) nicht teilen.
Warum auch? War doch noch nie so.

Das Problem ist ja auch nicht das Papiergeld an sich (aus welchem Material es auch immer sei) - das ist so alt wie die Idee eines "Zahlungsmittels" überhaupt (das als Ergänzung, denn dieser Aspekt findet sich nur in der Formulierung "inzwischen verwässert" - ist aber wichtig).
Zu glauben, dass das Geldsystem vor mehr als 100 Jahren "gerechter" oder "besser" gewesen sei weil es auf Gold fußte, darf man jedoch keinesfalls daraus schließen! Aber das tut im Grunde auch niemand, der auch nur rudimentäre historische Kenntnisse hat.

Woher aber kommt der fröhliche Optimismus?
Wann hätten je die korrumpierten und korrumpierenden, zynischen Machtmenschen tatenlos zugesehen, wie die Anständigen etwas aufbauen?

Ach, ich wünsch' mir so, dass Ihr/Du Recht habt. Man wird sehen, denn ... wir werden es wohl erleben.
Ich bedauere Dich für deinen Pessimismus.
Denn Du verkennst wissentlich oder ungebußt die Macht der Masse und damit die Macht des Volkes, was Dir aber verziehen sei, das geht den meisten aus dem Volk genauso.

Das aktuelle ungedeckte Schuldgeldsystem wird mit dem Vertrauen der Masse fallen und ist damit wesentlich weniger abhängig von der bösen Elite, wie Du den Anschein vermitteln willst. Warum das eigentlich? Die Opferrolle ist nicht bequem, jeder mit funktionierendem Verstand ist seines goldenen Glückes Schmied :wink:

Ich behaupte gerade wegen vorhandener Geschichtskenntnissen, dass das Geldsystem vor gut 100 Jahren wesentlich besser war, denn dessen (zumindest partielle) Golddeckung war ein Hort des Friedens (im Gegensatz zum heute praktizierten totalitären Bürokratie-Zentralismus).
Erst die Abschaffung des Goldstandards hat es ermöglicht die Kriege des 20ten Jahrhunderts mittels Druckerpresseneinsatz zu finanzieren. Unter einem Goldstandard oder einem partiellen wäre dies schlichtweg nicht möglich gewesen, das Geld dafür wäre innerhalb von Tagen ausgegangen.
Erst das Betrugssystem eines vollkommen ungedeckten Geldes und seiner Vermehrung aus dem Nichts hat ausnahmslos alle Kriege des letzten Jahrhunderts möglich gemacht. Diese Erkenntnis an sich ist auch nicht neu im Kreise der tiefer mit der Materie vertrauten Goldbugs, daher wundert mich dass sie Dir nun abhanden gekommen scheint?

Goldene Grüße
Goldhamster

Beitrag 09.07.2016, 15:30

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Ladon
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Goldhamster79 hat geschrieben:...
... was Dir aber verziehen sei, das geht den meisten aus dem Volk genauso.
...
Du meinst so was ernst, oder?
Muss ich für diesen Ablass irgendwas bezahlen?
Goldhamster79 hat geschrieben:...
Das aktuelle ungedeckte Schuldgeldsystem wird mit dem Vertrauen der Masse fallen und ist damit wesentlich weniger abhängig von der bösen Elite, wie Du den Anschein vermitteln willst. Warum das eigentlich? Die Opferrolle ist nicht bequem, jeder mit funktionierendem Verstand ist seines goldenen Glückes Schmied
...
Du musst besser lesen lernen.
Nicht der Fall des Geldsystems ist es. Es geht um die Errichtung eines neuen.
Bin gespannt, wie die Masse da eingebunden sein wird, denn Du sagst ja, dass wir das noch erleben.
Warum ist der [s]Realist[/s] Pessimist ein Opfer?
Der Optimist ist doch tatsächlich viel gefährdeter zum Opfer zu werden, da er die Gefahren nicht sieht oder (und das ist noch wichtiger) sie auch nur in Erwägung zieht.

Du findest im Übrigen nicht, dass es die (wie Du es erstaunlicherweise irgendwie abwertend nennst) "böse Elite" ist, die heute die Macht in Händen hält? Das ist ja interessant.
Du findest also die heutigen Machtstrukturen okay?

Dass mir implizit, aber doch sehr deutlich, ein nicht funktionierender Verstand zugeschrieben wird - na ja okay - das klingt alles ein wenig überhitzt bei Dir. Ich will's einfach gut sein lassen.
Goldhamster79 hat geschrieben:...
Ich behaupte
...
Genau.
Goldhamster79 hat geschrieben:...
gerade wegen vorhandener Geschichtskenntnissen,
...
Jaja, schon gut. Ich neige ja mein Haupt.
Goldhamster79 hat geschrieben:...
dass das Geldsystem vor gut 100 Jahren wesentlich besser war, denn dessen (zumindest partielle) Golddeckung war ein Hort des Friedens (im Gegensatz zum heute praktizierten totalitären Bürokratie-Zentralismus).
Kann mich nur wiederholen: sei so gut und raste nicht immer gleich aus, wenn was gesagt wird, was Du als Angriff auf den heiligen Goldstandard betrachtest.
Da wirst Du immer gleich hibbelig, statt einfach nochmal zu schauen, ob es wirklich so gemeint war.

SOGAR im Goldstandard gelang es den "bösen Eliten" (ich würde den etwas albernen Audruck nicht benutzen, aber weil Du ihn halt eingeführt hast ...) das System zu hintertreiben und zu korrumpieren! Sie haben dieses Geldsystem aus den Angeln gehoben.
Bezweifelst Du das? Dann wäre allerdings jedes weitere Wort vergebens.
Goldhamster79 hat geschrieben:...
Erst die Abschaffung des Goldstandards hat es ermöglicht die Kriege des 20ten Jahrhunderts mittels Druckerpresseneinsatz zu finanzieren. Unter einem Goldstandard oder einem partiellen wäre dies schlichtweg nicht möglich gewesen, das Geld dafür wäre innerhalb von Tagen ausgegangen.
JETZT hast Du es verstanden!
Es WÄRE! Es WAR aber nicht so.
Das eine ist gesunder Menschenverstand - das andere Geschichte.



Goldhamster79 hat geschrieben:...
Diese Erkenntnis an sich ist auch nicht neu im Kreise der tiefer mit der Materie vertrauten Goldbugs, daher wundert mich dass sie Dir nun abhanden gekommen scheint?
Das ist doch kein Wunder! Du hast doch oben schon einen nicht richtig funktionierenden Verstand diagnostiziert.
smilie_20
Höflichkeit ist keine Schwäche - Empathie ist keine Dummheit - Moral ist nicht moralinsauer

Beitrag 10.07.2016, 10:37

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Goldhamster79
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Ladon hat geschrieben:Warum ist der [s]Realist[/s] Pessimist ein Opfer?
Der Optimist ist doch tatsächlich viel gefährdeter zum Opfer zu werden, da er die Gefahren nicht sieht oder (und das ist noch wichtiger) sie auch nur in Erwägung zieht.
Fehlinterpretation, lies nochmal oben den Teil mit "Glückes Schmied".
Es geht darum Eigenverantwortung zu übernehmen, auch unter dem aktuellen System, und sich eben nicht passiv in eine Opferrolle zu betten, denn wie man sich bettet, so liegt man.
Ladon hat geschrieben:Du findest im Übrigen nicht, dass es die (wie Du es erstaunlicherweise irgendwie abwertend nennst) "böse Elite" ist, die heute die Macht in Händen hält? Das ist ja interessant.
Du findest also die heutigen Machtstrukturen okay?
Nächste Fehlinterpretation oder sogar bewusste Fehlauslegung aus Provokation?
Goldhamster79 hat geschrieben:Dass mir implizit, aber doch sehr deutlich, ein nicht funktionierender Verstand zugeschrieben wird - na ja okay - das klingt alles ein wenig überhitzt bei Dir. Ich will's einfach gut sein lassen.
Deine Interpretation, nur Deine Sichtweise einiger Dinge kritisiere ich. Mehr bewerte ich gar nicht, für dein Auftreten im Forum bist Du eh selbst verantwortlich ;) - und ich genauso smilie_02
Ladon hat geschrieben:
Goldhamster79 hat geschrieben: ..., dass das Geldsystem vor gut 100 Jahren wesentlich besser war, denn dessen (zumindest partielle) Golddeckung war ein Hort des Friedens (im Gegensatz zum heute praktizierten totalitären Bürokratie-Zentralismus).
Kann mich nur wiederholen: sei so gut und raste nicht immer gleich aus, wenn was gesagt wird, was Du als Angriff auf den heiligen Goldstandard betrachtest.
Da wirst Du immer gleich hibbelig, statt einfach nochmal zu schauen, ob es wirklich so gemeint war.
Wenn ich ausraste sieht das anders aus, und das willst Du dann nicht erleben, vor allem nicht persönlich :P
Dich zu kritisieren traue ich mich dennoch, trotz deiner Stellung und deines Auftretens...

Meine Aussage war komparativer Natur und nicht absoluter (und für aufmerksame Leser sicher erfassbar), einen heiligen Goldstandard gibt es nicht, obwohl er wesentlich menschlicher ist als jede Form ungedeckten Geldes, u. a. aus den genannten Gründen. Wenn das Geldsystem über Krieg und den Tod von Hunderttausenden mitbestimmt, dann kann man das natürlich ins Lächerliche ziehen. Kann ja jeder Forist selbst beurteilen, ob das angemessen ist...
Ladon hat geschrieben:SOGAR im Goldstandard gelang es den "bösen Eliten" (ich würde den etwas albernen Audruck nicht benutzen, aber weil Du ihn halt eingeführt hast ...) das System zu hintertreiben und zu korrumpieren! Sie haben dieses Geldsystem aus den Angeln gehoben.
Bezweifelst Du das? Dann wäre allerdings jedes weitere Wort vergebens.
Es genügt vollkommen aufmerksam zu lesen, dann erschließt sich auch Dir, dass ich die Korrumpierung keineswegs ausschließe, sondern gleichsam mit der Abkehr vom Goldstandard aufs Schärfste verurteile.
Ladon hat geschrieben:
Goldhamster79 hat geschrieben:...
Erst die Abschaffung des Goldstandards hat es ermöglicht die Kriege des 20ten Jahrhunderts mittels Druckerpresseneinsatz zu finanzieren. Unter einem Goldstandard oder einem partiellen wäre dies schlichtweg nicht möglich gewesen, das Geld dafür wäre innerhalb von Tagen ausgegangen.
JETZT hast Du es verstanden!
Es WÄRE! Es WAR aber nicht so.
Das eine ist gesunder Menschenverstand - das andere Geschichte.
Nochmals zur Verdeutlichung und für ein leichteres Verständnis:

Das Geld vor der Abschaffung des Goldstandards war endlich.
Das Geld nach der Abschaffung ein völlig anderes und beliebig vermehrbar.

Trotz unveränderter Scheine und Münzen kann man von einer Währungsreform sprechen, denn das zugrundeliegende System wurde vollständig über den Haufen geworfen, nur die optische Deckschicht des Bargeldes unverändert belassen.

Ersteres Geldsystem gab es nicht mehr, es war endlich und damit faktisch nicht ausreichend für die Kriegsführung, genau das war ja der Grund der Abschaffung der noch vorhandenen Golddeckung 1914.

Goldhamster

Beitrag 10.07.2016, 11:51

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tut.anch.amun
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Kontaktdaten:
... egal dahingehend ob Goldstandart oder moderes Papiergelumpe.
Einfachstes Beispiel dafür, die 10 € Gedenkmünzen und der Materialpreis:
a) am Anfang 10 € Nennwert .925 ag 16,65 gr. von 2002 bis Ende 2010
b) 10 € Nennwert, .625 ag 10,00 gr. Anfangs 2011 (einmalig, danach nur noch bis Ende 2015 in pl)
c) 20 € Nennwert, .925 ag 16,65 gr. ab 2016
...
Macht untern Strich ne klassische Münzverwässerung, bzw. eine Halbierung der Kaufkraft, könnte man ja auch so sehen, der aktuelle 20er ist nix anderes als der ursprüngliche Zehner, also Nennwert 10 durchstreichen, 20 reinprägen und fertisch.
Aber vermutlich ist auch nur das böse Silber schuld smilie_08
Grüsse
Tut
Grübel: Wieso tuts die Überschrift hier nicht? Da stand, bzw. steht beim Überarbeiten:
...und die klassische Münzverwässerung gibt es auch noch...
" Um klar zu sehen genügt oft schon eine geringe Veränderung des Blickwinkels "

Beitrag 10.07.2016, 14:03

Mehrgoldfüralle
Dazu mal noch folgendes, ergänzend: Die "Massen" werden nicht den geringsten Einfluß auf Ende oder Fortbestand des jetzigen Geldsystems haben, den hatten sie nie. Sie werden - traurig aber wahr - ganz so wie z. B. 1923 die Geldschubkarren schieben.

Dieses Geldsystem wird enden wie die bisher etwas über 160 FIATgeldsysteme auch. Nicht die kleinen Leute werden es aber beenden, sondern die "Finanzindustrie" selbst. Höchstwahrscheinlich werden sie es mit den Derivaten um die Ecke bringen. Schönes Beispiel war der Crash von LTCM
(Long term capital management). Dabei musste die gesamte Wallstreet alles zusammen kratzen, um einen umfassenden Crash zu verhindern. Es braucht nur eine Bank oder ein Fond zu krachen, auf dessen Untergang in Form von CDS genügend gewettet wurde.

Die zweite Möglichkeit, die ich im Moment in näherer Zukunft als Ursache sehe, ist die Akzeptanz des US-Dollars. Wenn z. B. China zu dem Schluß kommt, dass es ohne Greenbacks besser dran wäre, ist ebenfalls Ende. Die Saudis könnten das ebenfalls bewerkstelligen. Lassen wir uns überraschen.

Beitrag 11.07.2016, 11:54

Klecks
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Goldhamster79 hat geschrieben:
Das aktuelle ungedeckte Schuldgeldsystem wird mit dem Vertrauen der Masse fallen und ist damit wesentlich weniger abhängig von der bösen Elite, wie Du den Anschein vermitteln willst. Warum das eigentlich? Die Opferrolle ist nicht bequem, jeder mit funktionierendem Verstand ist seines goldenen Glückes Schmied :wink:
Ein Blick auf zig Währungsreformen zeigt: Fiat wird doch nur wieder durch Fiat ersetzt und das ungedeckte Schuldgeldsystem bleibt weiter aktuell. Übrigens praktisch immer mit begeisterter oder zumindest erleichterter Zustimmung der Massen. Ich muss Ladon zustimmen: Woher der feste Glaube kommt, diesmal wäre alles anders und ein ungerechtes Geldsystem würde erstmalig durch ein gerechteres ersetzt, ist auch mir schleierhaft. Die Geschichte lehrt jedenfalls das genaue Gegenteil.

Goldhamster79 hat geschrieben: Ich behaupte gerade wegen vorhandener Geschichtskenntnissen, dass das Geldsystem vor gut 100 Jahren wesentlich besser war, denn dessen (zumindest partielle) Golddeckung war ein Hort des Friedens (im Gegensatz zum heute praktizierten totalitären Bürokratie-Zentralismus).
Genaauuuuuu! Das 19. Jh. war die friedlichste Epoche der Menschheitsgeschichte, geprägt von dezentralisierter Demokratie in Reinkultur und frei von jeder bürokratischen Gängelung. Zentral-absolutistische Herrscher wie Ludwig XIV. mitsamt ihrer Allmacht über das Geldwesen (und dessen Missbrauch) sind eine pöse Erfindung des FIAT-Zeitalters. smilie_10
Goldhamster79 hat geschrieben: Erst die Abschaffung des Goldstandards hat es ermöglicht die Kriege des 20ten Jahrhunderts mittels Druckerpresseneinsatz zu finanzieren. Unter einem Goldstandard oder einem partiellen wäre dies schlichtweg nicht möglich gewesen, das Geld dafür wäre innerhalb von Tagen ausgegangen.


Hmmm... Ich frag mich gerade, warum der 30-jährige Krieg "30-jähriger Krieg" heißt... wo denen doch innerhalb von Tagen das Geld ausgegangen ist...
Goldhamster79 hat geschrieben: Ersteres Geldsystem gab es nicht mehr, es war endlich und damit faktisch nicht ausreichend für die Kriegsführung, genau das war ja der Grund der Abschaffung der noch vorhandenen Golddeckung 1914.


100-jähriger Krieg, 30-jähriger Krieg, Franzosenkriege, Krim-Kriege, um nur mal die großen zu nennen. Alle finanziert in einer Zeit nicht nur des Goldstandards sondern echtem Gold- und Silbergeldes!
Gerettet hat damals das ach so kriegsverhindernde EM-Geldsystem niemanden. Gemessen an der damals verfügbaren Millitärtechnik und der Bevölkerungsdichte zur jeweiligen Zeit war die Zahl der Toten auch unter der Zivilbevölkerung exorbitant.

Der 1. WK begann noch zu Zeiten des Goldstandards. Ausreichend Gelmittel waren ganz sicher kein Problem, dazu musste lediglich die Deckungsquote verwässert werden. Unsummen an Krediten wurden einzig und allein mit der zur erwartenden Kriegsbeute "besichert" (den Trick hatten schon die alten Griechen drauf). Das reichte um die Entwicklung und Serienproduktion neuer Waffen mit bis dato ungeahntem Vernichtungspotential (U-Boote, Kampfflugzeuge, Feldpanzer, automatische Waffen) zu bezahlen - mit Papier. Alles zu Zeiten des Golstandards.

Man muss schon jede Menge Fakten ignórieren um ernsthaft zu glauben, unter dem Goldstandard wäre die Welt friedlicher oder auch nur ein wenig besser gewesen.
Das Leben ist zu kurz, um alle Fehler selber zu machen.

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