2017, das Jahr der nächsten Tech-Blase?

Tagesgespräch zu Wirtschaftsthemen wie Geldmarkt, Börse, Währung, Finanzkrise, Inflation aus Deutschland und der Welt

Moderatoren: Ladon, Forum-Team

Beitrag 02.01.2017, 14:17

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Zombie
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Snapchat, Airbnb, Uber, Dropbox, Spotify: Viele Tech-Konzerne der nächsten Generationen könnten 2017 an die Börse drängen. Doch nun wachsen die Zweifel, wie nachhaltig ihre Geschäftsmodelle sind.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/untern ... 27604.html


Ich sehe zwei Probleme, wenn sich die Geschäftsmodelle von Uber und AirBnB langfristig durchsetzten.

Das erste ist die Aushöhlung der Sozialversicherungen und somit der Anfang vom Ende des Wohlfahrtsstaates durch die vielen Scheinselbständigen, die quasi als Tagelöhner für Technik Giganten knechten.

Das zweite ist der Abfluss von ca. 25 - 30 % der Wertschöpfung nach Kalifornien. Jedes mal wenn jemand hier mit einem Taxi fährt oder ausser Hause übernachtet, fliesst ca. 1/3 des Geldes per Vermittlungprovisionen nach Kalifornien. Dieses Geld fehlt dann dem hiesigen Wirtschaftskreislauf.

Beitrag 03.01.2017, 11:58

Mehrgoldfüralle
Entspann dich, alles kein Problem. Wir brauchen die Amis nicht, um unsere Sozialsysteme zu ruinieren. Aktuell sind in Deutschland 22,5 % aller Arbeitnehmer im Niedriglohnsektor. Das schafft die deutsche Wirtschaft also ganz alleine.

Und wegen der Steuer musst du dir auch keine Sorgen machen, auch die deutschen Konzerne vermeiden sie, wo es geht. Alles palletti.

Beitrag 03.01.2017, 13:10

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IrresDing
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Mehrgoldfüralle hat geschrieben:Entspann dich, alles kein Problem. Wir brauchen die Amis nicht, um unsere Sozialsysteme zu ruinieren. Aktuell sind in Deutschland 22,5 % aller Arbeitnehmer im Niedriglohnsektor. Das schafft die deutsche Wirtschaft also ganz alleine.

Und wegen der Steuer musst du dir auch keine Sorgen machen, auch die deutschen Konzerne vermeiden sie, wo es geht. Alles palletti.
Jein. Eher nein.

Die 22,5% sind "schön schlecht" gerechnet.

1.) Man hat da alles drin verwurstet, was irgendwie jobbt. Schüler, Studierende, Minijobber und Rentner sind zum Beispiel mit drin. Die, die sich nebenher ein Zubrot zum Taschengeld erarbeiten, in den Semesterferien sich etwas zusammen arbeiten, nebenher noch etwas zu Sozialleistungen zuverdienen oder ihre Selbstständigkeit ins Rentenalter auf kleiner Flamme mitnehmen. Mich würde nicht wundern, wenn sie sogar schätzen wie viele Kinder fürs Rasenmähen beim Nachbar entlohnt werden...

2.) Punkt 1 wäre alles nicht so schlimm, WENN da nicht die Definition des Niedriglohnsektors quer schießen würde: So ist der Niedriglohnsektor als 2/3 des Medianeinkommens definiert und nicht 2/3 des Durchschnittseinkommens. Da beim Median eine wirtschaftlich unbedeutende Gruppe (die auch nicht wirtschaftlich bedeutsam sein sollte! Gott bewahre vor arbeitenden Kinderhorden) einen wesentlich höheren Einfluss auf das Ergebnis ausübt, wie ein Durchschnittseinkommen, wirkt dieses nochmals als Verstärkung des 1. Punktes.

3.) Ich habe keine echten aktualisierten Zahlen mehr gefunden. Bitte nicht vergessen, wir haben seit ein paar Jahren einen Mindestlohn, heuer 8,84 EUR/h. Bei einem 40h-Vollzeitjob sind das 1.530 Euro br im Monat. Nun kommen wir aber wieder auf den Niedriglohnsektor und seine Definition mit dem Median zurück: Selbst wenn es keine/kaum Beschäftigte mehr mit 7 Euro die Stunde gibt, so ändert sich bei Betrachtung des Medians nichts! Obwohl sich die Lage der in die Definition fallenden Personen verbessert hat. Theoretisch könnten alle Niedriglohnsektor-Beschäftigten nur 1 Cent unterhalb des 2/3-Medianeinkommens liegen und du würdest an der Statistik nichts daran erkennen können.

-> Auch Gewerkschaften üben insbesondere mit ihren sehr nahen Freunden den gewerkschaftsnahen Wirtschaftsinstituten Lobbyarbeit und für ihre Interessen sehr geschönte Zahlen Druck auf die Politik aus. Das sieht man genau an solchen Werten die durch die Presse geistern. Und das nebenbei international, das ist kein deutsches Phänomen. Die "relative Armut" ist nebenbei auch so eine Mogelpackung.

4.) Mit einer Unternehmensbesteuerung von 30% ist Deutschland im oberen Drittel.
http://www.bundesfinanzministerium.de/C ... square&v=4
Steurvermeidung ist leider sicher ein Punkt, aber weniger deutscher Firmen. Eher müsste man sich einmal auf politischer Ebene in der EU einigen (siehe z.B. Irland und deren Steuersparmodelle). Aber vermutlich würden dann auch wieder alle meckern, weil dann ja der Einzelstaat zurückstecken müsste und sich jeder gleich um die nationale Souveränität bedroht fühlt.

LG
"Gleich und gleich gesellt sich gern", sagt der Volksmund. Ich sehe wenig gleiches. LG und bye.

Beitrag 03.01.2017, 14:44

Mehrgoldfüralle
Da hilft kein Erbsenzählen. Ich habe mal gesucht, was die Statistik über den Bundeszuschuss zur Rentenversicherung sagt. Hier
https://de.wikipedia.org/wiki/Gesetzlic ... eszuschuss

Ähnlich ist es bei den Krankenversicherungen. Dumm ist halt nur, daß diese Zuschüsse überwiegend aus den Taschen der Reste des Mittelstands kommen. Dank unter anderem von hirnrissigen Beitragsbemessungsgrenzen.

So, zur Steuer. Nenn mir doch mal einen international tätigen Konzern, der in Deutschland die 30 % auf seine Gewinne abführt. Darf gerne ein deutsches Unternehmen sein. Keinen gefunden? so what.

Beitrag 03.01.2017, 20:29

CrazybutOK
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"3.) Ich habe keine echten aktualisierten Zahlen mehr gefunden. Bitte nicht vergessen, wir haben seit ein paar Jahren einen Mindestlohn, heuer 8,84 EUR/h. Bei einem 40h-Vollzeitjob sind das 1.530 Euro br im Monat. Nun kommen wir aber wieder auf den Niedriglohnsektor und seine Definition mit dem Median zurück: Selbst wenn es keine/kaum Beschäftigte mehr mit 7 Euro die Stunde gibt, so ändert sich bei Betrachtung des Medians nichts! Obwohl sich die Lage der in die Definition fallenden Personen verbessert hat. Theoretisch könnten alle Niedriglohnsektor-Beschäftigten nur 1 Cent unterhalb des 2/3-Medianeinkommens liegen und du würdest an der Statistik nichts daran erkennen können. "

1. Die 8,84 Eur/h gelten erst seit Januar diesen Jahres, bis dahin waren es 8,50 Eur/h
2. Es gibt reichlich Möglichkeiten, diesen Mindestlohn elegant zu umgehen und davon wird ausgiebig Gebrauch gemacht. Außertarifliche Arbeitsverträge, insbesondere in der Gastronomie beliebt, sind nur ein Beispiel.
3. Der Mindestlohn betrifft z.B. so gut wie alle Leiharbeiter, das sind in DE mittlerweile ein paar Millionen, Tendenz stark steigend. Diese, besser gesagt die Sklavenhändler, für die sie arbeiten, sind in einem "Tarifvertrag", nämlich dem Tarifvertrag der IGZ ( Interessengemeinschaft Zeitarbeit ) organisiert. Laut diesem Vertrag beträgt die wöchentliche Arbeitszeit nicht 40, sondern 35 Stunden pro Woche, also 150-Komma-ein-paar-zerquetschte Stunden pro Monat. Das ergibt also ein Monatsbrutto von etwa 1336,- Euro pro Monat ( 1280,- Euro brutto bis Dezember letzten Jahres ), nicht mehr und nicht weniger. Wird im Hause des Kunden mehr pro Woche gearbeitet, werden diese Stunden nicht ausgezahlt, sondern erst mal einem Zeitkonto gutgeschrieben, bis dieses mit 150 Stunden gearbeiteter, aber nicht bezahlter Leistung gefüllt ist. Erst dann werden die Stunden, die über diese 150 hinausgehen, ausgezahlt. Soweit kommt es aber so gut wie gar nicht, denn fast immer wird der Leiharbeiter vorher wieder aus dem Unternehmen gekickt, für das er arbeitet, und bis dann ein neuer "Arbeitsplatz" gefunden ist werden die Gutstunden aufgebraucht, oder ersatzweise zur Überbrückung der Kündigungsfrist verwendet.
4. Ich bitte selbst nachzurechnen, was da bei einem Vollzeit-Job tatsächlich herauskommt am Ende des Monats, bzw. am 15. des nächsten Monats. Kleiner Tip: Es ist vierstellig, aber sehr knapp! Dazu kommt die ANDAUERNDE Ungewissheit, ob der versklavte Mensch auch am nächsten Tag, ja vielleicht sogar noch in der nächsten Woche für seinen Gönner arbeiten darf.
5. Wer gar nicht arbeitet bekommt als Hartzer inkl. der Nebenleistungen etwa 700,- Eur/Monat. Das impliziert, dass derjenige, der sich auf einen Arbeitsplatz mit oben beschriebenen Bedingungen einläßt, für etwas über 300,- Eur/Monat mehr an Einkommen, verbunden mit zusätzlichen Kosten wie z.B. Arbeitskleidung und Anfahrt zum Arbeitsplatz, buckeln geht.


Wenn das kein Niedriglohnsektor ist ( und ich habe bewusst nur von den paar Millionen Leiharbeitern gesprochen, es gibt sooooo viele mehr, die in die gleiche "Gehaltskategorie" fallen! ), dann glaube ich auch, dass Zitronenfalter Zitronen falten.

Und ehrlich gesagt ist mir dabei die Definition des Niedriglohnsektors aber mal sowas von scheißegal. Ob mit oder ohne Median - es IST Niedriglohn, moderne Sklaverei, nenne es wie immer du willst.

denkt

Crazy
Manchmal hat man Pech, dann wieder haben nur die anderen Glück.

Beitrag 03.01.2017, 21:01

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IrresDing
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Mehrgoldfüralle hat geschrieben:Da hilft kein Erbsenzählen. Ich habe mal gesucht, was die Statistik über den Bundeszuschuss zur Rentenversicherung sagt. Hier
https://de.wikipedia.org/wiki/Gesetzlic ... eszuschuss

Ähnlich ist es bei den Krankenversicherungen. Dumm ist halt nur, daß diese Zuschüsse überwiegend aus den Taschen der Reste des Mittelstands kommen. Dank unter anderem von hirnrissigen Beitragsbemessungsgrenzen.
Nein. Die Sozialversicherungen waren nie dazu gedacht und gemacht ein soziales Umverteilungssystem zu sein. Daher ergeben sich auch die Beitragsbemessungsgrenzen. Nebenbei sind die Zuschüsse des Bundes genau darin begründet, dass genau das der Bund gemacht hat, wenn er mal wieder nicht in den Bundeshaushalt greifen wollte, sondern die Lasten für die nächsten Regierungen aufheben möchte und daher in die Sozialsysteme greift.
So, zur Steuer. Nenn mir doch mal einen international tätigen Konzern, der in Deutschland die 30 % auf seine Gewinne abführt. Darf gerne ein deutsches Unternehmen sein. Keinen gefunden? so what.
Klar. Sogar aus dem Stehgreif:

Allianz nach IFRS 2015
9.763 Mio. vor Steuern
6.616 Mio nach Steuern
->
32,2%

Siemens 2016
7.270 Mio vor Steuern
5.348 Mio nach Steuern
->
26,5%

Wobei es natürlich extrem unwahrscheinlich ist, dass ein international tätiger Konzern exakt x oder y% an Steuern abführt. Es kommen viel zu viele Unbekannte dazu (z.B. Bildung von Rückstellungen und deren Auflösung die das Ergebnis verringern bzw. wieder erhöhen. Aber das muss eben sein und dürfte auch nicht bemängelbar sein.).
"Gleich und gleich gesellt sich gern", sagt der Volksmund. Ich sehe wenig gleiches. LG und bye.

Beitrag 03.01.2017, 21:18

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IrresDing
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CrazybutOK hat geschrieben:
1. Die 8,84 Eur/h gelten erst seit Januar diesen Jahres, bis dahin waren es 8,50 Eur/h
Du kennst das Wort "heuer"?
2. Es gibt reichlich Möglichkeiten, diesen Mindestlohn elegant zu umgehen und davon wird ausgiebig Gebrauch gemacht. Außertarifliche Arbeitsverträge, insbesondere in der Gastronomie beliebt, sind nur ein Beispiel.
Das interessiert mich nun aber. Außertarifliche Arbeitsverträge? In der Gastronomie? Und damit den Mindestlohn umgehen? Bitte um Erläuterung. Ich kenne mich damit wenig aus, daher finde ich das sehr interessant.
3. Der Mindestlohn betrifft z.B. so gut wie alle Leiharbeiter, das sind in DE mittlerweile ein paar Millionen, Tendenz stark steigend.
Falsch.

Der Niedriglohnsektor stieg bis 2007 an. Seitdem schwankt er um diesen Wert. Eine stark steigende Tendenz kann ich die letzten 10 Jahre nicht entdecken. Neuere Daten sind mir nicht bekannt.
http://www.iaq.uni-due.de/iaq-report/20 ... 014-02.pdf
4. Ich bitte selbst nachzurechnen, was da bei einem Vollzeit-Job tatsächlich herauskommt am Ende des Monats, bzw. am 15. des nächsten Monats.
Richtig? Ich behaupte auch nicht, dass es im Niedriglohnsektor viel zu gewinnen gibt.
5. Wer gar nicht arbeitet bekommt als Hartzer inkl. der Nebenleistungen etwa 700,- Eur/Monat. Das impliziert, dass derjenige, der sich auf einen Arbeitsplatz mit oben beschriebenen Bedingungen einläßt, für etwas über 300,- Eur/Monat mehr an Einkommen, verbunden mit zusätzlichen Kosten wie z.B. Arbeitskleidung und Anfahrt zum Arbeitsplatz, buckeln geht.
Ok. Alternative? Zurück zu Kohl? Dann werden die Werke eben wieder im Ausland gebaut. (Aus-)Bildung, Arbeitsleistung, Kosten und Lohn müssen sich immer die Waage halten.

Ich bin auf deine ausgeklügelte Alternative gespannt.
Und ehrlich gesagt ist mir dabei die Definition des Niedriglohnsektors aber mal sowas von scheißegal. Ob mit oder ohne Median - es IST Niedriglohn, moderne Sklaverei, nenne es wie immer du willst.
Na wenn du denkst, dass ein Schüler und eine Studentische Aushilfe den Deutschen Wohlstand mit einem Ferienjob sichert. Ok. Dein Ding.


LG
"Gleich und gleich gesellt sich gern", sagt der Volksmund. Ich sehe wenig gleiches. LG und bye.

Beitrag 03.01.2017, 22:44

CrazybutOK
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"Du kennst das Wort "heuer"? "

Selbstverständlich. Und seine Bedeutung ist mir bewusst. Das ändert nichts an der Tatsache, dass auch mit einem Stundenlohn von 8,84 Euro kein menschenwürdiges Leben möglich ist. Noch ist der erste dieser Löhne auch nicht mal ausgezahlt.... Deshalb zählen für mich NOCH die alten Sätze.

"Das interessiert mich nun aber. Au�ertarifliche Arbeitsvertr�ge? In der Gastronomie? Und damit den Mindestlohn umgehen? Bitte um Erl�uterung. Ich kenne mich damit wenig aus, daher finde ich das sehr interessant."

Aber gerne: In vielen Hotels werden die Zimmermädchen, die Köche und andere Beschäftigte heute mit sogenannten außertariflichen Arbeitsverträgen ausgestattet, damit sind sie aus eventuell vorhandenen Tarifverträgen jedweder Art heraus. Ursprünglich waren diese Arbeitsverträge mal dafür angedacht, Menschen, die in einem bestimmten Beruf arbeiten, aber HÖHER qualifiziert sind bzw. über die eigentliche Arbeitsplatzbeschreibung hinausgehende Tätigkeiten ausüben, BESSER zu bezahlen. Jetzt werden diese außertariflichen Arbeitsverträge dazu genutzt, den im Tarifvertrag beschriebenen Arbeitsplatz und die daraus resultierende Bezahlung auszuhebeln, indem z.B. sämtliche Überstunden mit dem "Gehalt" abgegolten sind. Das Gehalt entspricht in dem Fall natürlich dem Mindestlohn, nur das dafür dann nicht 150, sondern z.B. 260 Stunden im Monat zu leisten sind. Entsprechend sieht dann der TATSÄCHLICHE Stundenlohn aus. Dieses Verfahren findet nicht nur in der Gastronomie, sondern auch im Wachdienst, bei Taxi- und LKW-Fahrern Anwendung. Und das sind nur die mir bekannten Branchen.

"Falsch.

Der Niedriglohnsektor stieg bis 2007 an. Seitdem schwankt er um diesen Wert. Eine stark steigende Tendenz kann ich die letzten 10 Jahre nicht entdecken. Neuere Daten sind mir nicht bekannt.
http://www.iaq.uni-due.de/iaq-report/20 ... 014-02.pdf "

Nicht falsch, sondern absolut RICHTIG.

Um das Jahr 2007 waren Leiharbeiter in der Industrie noch kein so großes Thema, die Zahl der in Leiharbeit dort Beschäftigten lag unter 1 Million, Stand 2016 sind es bereits 3,5 Millionen. Deutschland ist übrigens das einzige Land in der EU, in dem Leiharbeiter nicht MINDESTENS das Gleiche verdienen müssen, wie die Festangestellten des ausleihenden Betriebes, die die gleiche Arbeit machen. Die Leiharbeiter haben einen Teil des alten Niedriglohnsektors ersetzt und erobern gerade zusätzlich einen großen Teil der ehemals ordentlich bezahlten Arbeitsplätze in der Industrie. Wenn ich mich richtig erinnere, arbeitest du in einer Bank. Tu dir doch mal den Gefallen, und lese am Wochenende die Stellenanzeigen in der produzierenden Industrie. Es gibt fast kein Unternehmen mehr, dass dort etwas anderes als Leiharbeiter einstellt. Wie anders wäre auch die mehr als Verdreifachung der Leiharbeit in den letzten 10 Jahren erklärbar?

"Richtig? Ich behaupte auch nicht, dass es im Niedriglohnsektor viel zu gewinnen gibt. "

Korrekter ist die Aussage, dass eigentlich sämtliche im Niedriglohnsektor arbeitenden Menschen einen an der Waffel haben. Hartz4 und zwei Wochenenden kellnern bedeuten das gleiche Geld wie Vollzeit arbeiten gehen in diesem Bereich. Der Unterschied von staatlich alimentiertem Leben und in Vollzeit arbeitenden Menschen ist einfach so gut wie nicht vorhanden.

"Ok. Alternative? Zur�ck zu Kohl? Dann werden die Werke eben wieder im Ausland gebaut. (Aus-)Bildung, Arbeitsleistung, Kosten und Lohn m�ssen sich immer die Waage halten."

Deutschland ist schon lange kein Land mehr, in dem die ach so hohen Löhne einen entscheidenden Einfluss auf die Gesamtkosten eines Unternehmens haben. Deutschland ist zu einem Billiglohnland verkommen und zwar flächendeckend. Inzwischen ist es soweit gekommen, dass Nachbarländer wie die Schweiz auf unsere billigen Löhne schimpfen, weil sie deren Lohngefüge angreifen. Merkwürdiger Weise können Leiharbeiter in all unseren Nachbarländern gleich bezahlt werden, wie die festangestellten Menschen mit gleichen Arbeitsplätzen, ohne das dort die Betriebe reihenweise in die Insolvenz gehen. Siehe Niederlande, Skandinavien, Frankreich und andere. Fakt ist einfach, dass für ehrliche Arbeit, gleich welcher Art, anständige und den im jeweiligen Land entsprechenden Lebenshaltungskosten gezahlt werden können und müssen. Ich arbeite in der Zulieferindustrie für Automobile und dort machen Leiharbeiter seit Jahren den gleichen Job wie die Festangestellten. Mit dem Unterschied, dass die Leiharbeiter für etwa die Hälfte des Stundenlohns arbeiten. Zusätzlich mit der Ungewissheit, ob sie ein paar Tage später überhaupt noch dort arbeiten.

Du scheinst ernsthaft zu denken, dass im Niedriglohnsektor ausschließlich "Underperformer", Ungebildete und sonstwie für einen normalen Beruf ungeeignete Menschen arbeiten, da diese ja ansonsten aufgrund der reichlich vorhandenen Alternativen sicher einen "ordentlichen" Beruf und Arbeitsplatz hätten. Dem ist nicht so. In der Fabrik, in der ich arbeite, sind zwei Bauingenieure, ein Industrie- ein Elektro- und ein Maurermeister, ein Diplom-Psychologe, sowie viele weitere hochqualifizierte Mitarbeiter als Leiharbeiter in der Produktion beschäftigt. Alles Einzelschicksale?

Ausbildung, Arbeitsleistung, Kosten und Lohn müssen sich immer die Waage halten.

Genau. Das tun sie aber nicht. Und zwar schon lange nicht mehr. Den Teil des Lohnes, den die Leiharbeitsfirmen sich heute einstecken ( in unserer Firma sind das knapp 50% des tatsächlich bezahlten Stundenlohnes, den die Leiharbeitsfirma oben drauf legt ), haben zuvor die Arbeiter bekommen. Bei gleicher Bildung und Arbeitsleistung.

Eine Alternative ist ganz einfach: Gleicher Lohn für gleiche Arbeit. So wie bei all unseren Nachbarn. Es funktioniert dort, also funktioniert es auch hier. Oder werden wieder Millionen Arbeitsplätze verloren gehen, wie vor der Einführung des Mindestlohnes prognostiziert? Das zur Leiharbeit, aber auch ansonsten kann es nicht sein, dass die Arbeit in diesem Land so unterschiedlich bewertet und bezahlt wird. Die Schere zwischen oben und unten klafft immer weiter auseinander. Bei jeweils gleichen oder wenig geänderten Voraussetzungen auf beiden Seiten. Also ist in diesem System etwas faul.

Die Auswirkungen schwindender Kaufkraft in immer größeren Teilen der Bevölkerung sind ja im Handel bereits seit etlichen Jahren immer stärker sichtbar. Das zeitgleich exponentiell wachsende Vermögen/Einkommen ein paar weniger kann dies ja auch gar nicht ausgleichen, da dieses Geld zu großen Teilen nicht in den Konsum geht, sondern eher in irgendeiner Anlageklasse geparkt, und somit dem Kreislauf entzogen wird.

Wenn ich eine ausgeklügelte Alternative hätte, die sich in der Praxis bereits bewährt hat, müsste ich mir keine Gedanke zu diesem Thema mehr machen. Das ich es trotzdem mache, zeigt, dass ich keine Universal-Lösung habe. Allerdings sehe ich die fortschreitende Enteignung großer Teile unserer Bevölkerung mit wachsender Sorge.

"Na wenn du denkst, dass ein Sch�ler und eine Studentische Aushilfe den Deutschen Wohlstand mit einem Ferienjob sichert. Ok. Dein Ding. "

Diese Aussage ist eine Diskreditierung sämtlicher im Niedriglohnsektor arbeitenden Menschen allererster Güte. Und wie oben beschrieben sind das beileibe nicht nur Studenten, Schüler und Ferienjobber, sondern zu guten Teilen hochqualifizierte und hervorragend ausgebildete Menschen.

Herzlichen Glückwunsch, das zeigt doch hervorragend deine Einstellung gegenüber all denjenigen, die in diesem Bereich arbeiten. Ob gewollt, oder ungewollt. Verschuldet oder nicht verschuldet.

Und da du gerade vom "Deutschen Wohlstand" sprichst, du redest über den in der Tat immer weiter wachsenden Wohlstand einer immer kleiner werdenden Gruppe. Bei gleichzeitiger, vollständiger Verarmung eines immer größeren Anteils unserer Bevölkerung, auch der arbeitenden.

Na wenn du denkst, dass das so schon alles seine Richtigkeit hat, so lange du nur auf der richtigen Seite stehst. OK. Dein Ding.

ERBÄRMLICH.


LG
Manchmal hat man Pech, dann wieder haben nur die anderen Glück.

Beitrag 04.01.2017, 09:01

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Ladon
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So eine interessante Diskussion, so interessante Fakten und Sichtweisen.

Und so blödsinniges Angegifte.
Herrgott nochmal!
Wenn Ihr Euch beharken wollt, macht das per PN.
Ihr habt es geschafft einen interessanten Thread völlig zu demontieren.
Diese Endlospostings liest kein Mensch.
Hängen bleiben die gegenseitigen Anwürfe.

100 Punkte! Vielen Dank.

Zitieren BITTE mit der entsprechenden Funktion - sonst folgt dem wirklich keiner mehr.

Okay?
Dann fangt doch nochmal von vorne an. Punkt für Punkt, damit auch die anderen was davon haben. Was Ihr voneinander haltet will eigentlich keiner wissen.
Andere gibt es schon genug

Beitrag 04.01.2017, 10:28

25rubel
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ich habe den (kompletten) beitrag von crazy mit interesse gelesen und stimme ihm zu 100% zu. manche müssen eben aus ihrem dornröschenschlaf geweckt werden und der realität ins auge blicken.

Beitrag 04.01.2017, 20:05

Mehrgoldfüralle
Von mir natürlich auch volle Zustimmung, lediglich die Bewertung hätte ich mir verkniffen. Ergänzend noch folgendes: Österreich hat die Beitragsbemessungsgrenzen abgeschafft, mit bemerkenswerten Konsequenzen. Darüber kann wer will sich selber schlau machen. Darüber hinaus will mir nicht in den Kopf, daß ein Land mit Exportüberschüssen wie Deutschland seine Erwerbsbevölkerung nicht auskömmlich bezahlen können soll. Das ist neoliberales Denken in Reinkultur und eine Verhöhnung aller arbeitenden Menschen, die nicht nur für Niedriglohn schuften, sondern die zum Erwerb ihrer Produkte notwendigen Kredite noch mit erzeugen. Dazu kommt dann noch, daß ja auch die besser bezahlten Einbußen hinnehmen.

Bild

Deutschland ist auf dem besten Weg in ein Renten- und Krankenkassenfiasko ohnegleichen. Wenn es wer nicht sehen will, soll sich überraschen lassen.

Beitrag 05.01.2017, 05:28

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MaciejP
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Ich schlage vor, den Titel des Threads zu ändern. Die Diskussion hier hat ja überhaupt nichts mit dem Titel zu tun.
„Wenn der Durchschnittsmichel Gold kauft, kann er keine Fehler machen.“ – „Gold fliegt nicht weg.“

Beitrag 05.01.2017, 06:25

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lifesgood
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Mehrgoldfüralle hat geschrieben:Von mir natürlich auch volle Zustimmung, lediglich die Bewertung hätte ich mir verkniffen. Ergänzend noch folgendes: Österreich hat die Beitragsbemessungsgrenzen abgeschafft, mit bemerkenswerten Konsequenzen. Darüber kann wer will sich selber schlau machen. Darüber hinaus will mir nicht in den Kopf, daß ein Land mit Exportüberschüssen wie Deutschland seine Erwerbsbevölkerung nicht auskömmlich bezahlen können soll. Das ist neoliberales Denken in Reinkultur und eine Verhöhnung aller arbeitenden Menschen, die nicht nur für Niedriglohn schuften, sondern die zum Erwerb ihrer Produkte notwendigen Kredite noch mit erzeugen. Dazu kommt dann noch, daß ja auch die besser bezahlten Einbußen hinnehmen.

Bild

Deutschland ist auf dem besten Weg in ein Renten- und Krankenkassenfiasko ohnegleichen. Wenn es wer nicht sehen will, soll sich überraschen lassen.
... irgendwie steht Dein Text im Widerspruch zu der Grafik.

Liest man Deinen Text bekommt man den Eindruck, die Leute würden heute für weniger Geld arbeiten.

Betrachtet man die Reallohnentwicklung so stellt man fest, dass aus 100 € Reallohn Ende 2007 bis Ende 2015 doch 107,83 € geworden sind.

Ich gebe Dir ja Recht, dass eine Reallohnentwicklung + 7,83 % innerhalb von 8 Jahren nicht wirklich prickelnd ist, aber es widerspricht eben auch der Aussage, dass die Leute heute weniger Geld zur Verfügung haben, als vor 8 Jahren.

Ich denke, das ist der Preis, den wir für Exportüberschüsse (die ich wegen Target 2-Salden sehr kritisch sehe) und Globalisierung bezahlen.

Nur stellt sich die Frage, ob wir ohne diesen Exportüberschuß dieselbe Beschäftigungssituation hätten. An einer stärkeren Reallohnerhöhung hätten ja nur die partizipiert, die auch Beschäftigung haben.

Bei einem vereinten Europa mit gemeinsamer Währung mußte jedem klar sein, dass die Löhne und der Lebensstandard sich tendenziell angleichen.

Dass hier ein Land wie D mit einem zuvor deutlich über dem Durchschnitt liegenden Lohnniveau und Lebensstandard nicht dieselben Steigerungen erfahren kann, wie andere Länder mußte jedem klar sein, mir zumindest war es das.

Ja, Deutschland ist auf dem Weg in ein Renten- und Krankenkassenfiasko, weil das immer noch überwiegend über die Arbeit finanziert wird. In Zeiten zunehmender Automatisierung (wird durch höheres Lohnniveau noch beschleunigt) wird dies auf Dauer nicht mehr gutgehen. Hier ist die Politik gefordert, die Weichen entsprechend zu stellen. Und es ist nicht die Lösung, diejenigen noch mehr zu belasten, die sich nicht wehren können, sondern es müßte konsequent die legale Steuervermeidung bekämpft werden. Denn die Steuern für Gewinne, die in einem Land generiert werden, sollten auch dort bezahlt werden und der dortigen Bevölkerung zu Gute kommen.

Da vergewaltigt man einerseits den kleinen Imbissbetreiber sich ab 2017 eine neue Kasse anzuschaffen, um zu vermeiden dass der mal ne Currywurst schwarz verkauft (geht ja nicht, dass der auch auf einen Stundensatz auf Mindestlohnniveau kommt), wohlwissentlich dass 2020 schon wieder eine neue Kasse (mit bisher unbekannten Standards) fällig wird. Aber andererseits ermöglicht man es Konzernen ganz legal Milliardengewinne mit einem Bruchteil der deutschen Steuer im Ausland zu versteuern.

Wie im richtigen Leben: Die kleinen hängt man, die Großen läßt man laufen.

lifesgood

Beitrag 05.01.2017, 08:59

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Dragonh3art
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Ich würde gerne mal wissen woher Ihr wisst das die Zeitarbeitsfirmen und Leiharbeiter den Leuten nur den Mindestlohn zahlen ???
Wenn ich mich bei uns auf der Firma mit den Leiharbeitern unterhalte sind die alle recht zufrieden bei denen geht keiner unter 2000netto nach Hause. Die bekommen genausoviel wie die festangestellten und auch alle zulagen Nacht/Wochenend u.s.w. und in der Regel wenn die sich nicht wie der letzte honk verhalten bekommen die Leute die arbeiten können nach 2 Jahren den Fest vertrag.
Selbst in zeiten wo bei uns die Kurzarbeit geherscht hat wurden die guten eingestellt, weil die Bereichsleiter für die Leute gekämpft haben.
Und wenn ich überlege das bei uns ein ungelernter ohne Ausbildung oder richtigen Schulabschluss als Tranporteur den ganzen Tag auf dem Stapler nur durch die Hallen fährt im schnitt 2200 hat.
Damit möchte ich nur sagen das wenn man sich vernünftig anstellt jeder auch irgendwo einen Job finden kann.
Und dazu kommt das muß ich leider mal sagen die ganzen scheiß Jobs die echt dreckich und mit schwerer maloche zu tun haben, nicht schlecht bezahlt, bei uns fast nur von Kollegen mit Immigration gemacht werden weil sich der ein oder andere der hier geboren ist zu fein dafür ist.

@CrazyBut wer sucht den heute noch einen Job in der Zeitung, bei meinem Arbeitgeber werden die ganzen Jobs auf der Webseite angeboten, da werden vom Anlagenführer bis zum Meister oder Ingeneur über den Koch und zur Aushilfe alle gesucht Handwerker und Verkauf alles dabei. In D über 700 ausschreibungen und Weltweit noch viel mehr. Da steht nichts von Leiarbeit oder der gleichen. Ok ein paar Jobs sind Zeitlich begrenzt und bei allen muß man durch die Probezeit aber ansonsten.

Sry bin etwas vom Thema abgekommen
Dragonh3art

Beitrag 05.01.2017, 11:17

Mehrgoldfüralle
@lifesgood
Wir wissen alle, daß die offiziellen Preissteigerungsraten nur eingeschränkt mit der Realität zu tun haben. Das gilt um so mehr für Leute, die ihr gesamtes Einkommen ausgeben müssen.

@Dragonh3art

Kann ich bei euch anfangen? Spass beiseite, wenn das so ist, ist es gut so, aber sicher nicht repräsentativ. Das ist auch nicht repräsentativ, aber frag mal im Frühling oder Sommer die Aushilfsbedienungen in einem beliebigen Ausflugslokal. Manche geben Auskunft, da geb ich freiwillig mehr Trinkgeld.

Beitrag 05.01.2017, 11:59

inselwanderer
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Wohnort: NRW
Leiharbeit ist und bleibt bei um die 8 - 9 Euro/Std. moderner Sklavenhandel und wurde zur Schönung der Arbeitslosenzahlen ins Leben gerufen .
Fragt mal bei unserem grossen Buchhändler oder Schlachtereien nach im Land .
Nach zwei Jahren Festvertrag...wie witzig .

Beitrag 05.01.2017, 12:40

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Tiras
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Auf der einen Seite werden immer neue Rekorde bei der Gesamtzahl der Erwerbstätigen gemeldet, auf der anderen Seite stagniert seit Jahren die Lohnquote. Diese war in der 90ern und Anfangs der 2000er sogar höher.

OK, über die genaue Aussagekraft der Lohnquote kann man sicherlich einige Diskussionen führen, dennoch wird die bittere Erkenntnis gestärkt, dass die Einkommensverteilung zwischen Kapital und Arbeit immer ungleicher wird.
Das Universum entstand, als Gott durch Null dividierte.

Beitrag 05.01.2017, 15:10

GGGoldi
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Mehrgoldfüralle hat geschrieben: Das ist auch nicht repräsentativ, aber frag mal im Frühling oder Sommer die Aushilfsbedienungen in einem beliebigen Ausflugslokal. Manche geben Auskunft, da geb ich freiwillig mehr Trinkgeld.
Ah, okay.
Hatte mich gefragt wie du auf den Unsinn kommst...aber die Kellner sind halt nicht blöd ;)
Da arbeitet niemand unter Mindestlohn, nicht mal Flüchtlinge.

Beitrag 05.01.2017, 15:18

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lifesgood
Gold-Guru
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... und vor allem haben die Aushilfsbedienungen, die als geringfügig Beschäftigte arbeiten, den Mindestlohn netto in der Tasche. Nebenkosten führt der Arbeitgeber pauschal ab und das Trinkgeld kommt on top.

Da braucht man als Festangestellter schon einen sehr hohen Stundensatz um unterm Strich auf denselben Nettolohn pro Stunde zu kommen ;)

lifesgood

Beitrag 05.01.2017, 18:21

Mehrgoldfüralle
@gggoldi und lifesgood

Da habe ich eine Idee. Probiert´s doch einfach mal aus, bei den Spitzenverdiensten smilie_24
Kellnern im Sommer, alles an der frischen Luft, viel Spaß.

Edit @lifesgood
War das nicht oben das Thema, die geringen Einzahlungen in die Sozialkassen. Bei geringfügig Beschäftigen? Ich mein ja bloß.

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