PIIGS -- EURO IN GEFAHR

Tagesgespräch zu Wirtschaftsthemen wie Geldmarkt, Börse, Währung, Finanzkrise, Inflation aus Deutschland und der Welt

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Beitrag 19.09.2012, 19:34

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Ladon
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Der Bundesbank ist garantiert nichts auf's Auge gedrückt worden, denn das ist - wie gesagt - überhaupt nicht ihre Aufgabe, solche Entscheidungen zu treffen. Die "Bundesbank hält und verwaltet die Währungsreserven" der Bundesrepublik. So steht es im Gesetz. Und diesen Halter und Verwalter darf man nicht kontrollieren?
Was ist denn das für eine Vorstellung von Demokratie?

Und es geht auch nicht um die von Dir angesprochenen Dinge, die nicht okay laufen, sondern darum, warum man nicht nachfragen darf, WARUM sie nicht gut laufen ... da heißt's dann "die pöhse Politik" und "die gute Bundesbank". Sorry, da steigt mir die Galle hoch!

Die D-Mark war seinerzeit die reinrassigste FIAT-Währung, die je erfunden wurde. Daran hat die Bundesbank, als sie 1957 gegründet wurde nichts geändert

In einem System mit (ziemlich) starren Wechselkursen ist es für "die Hüter" einer Währung, die anfangs krass unterbewertet war und daher unter stetem Aufwertungsdruck stand, ein ziemlich leichtes - zumal am Anfang eines FIAT-Geld Zyklus - diese als "ach so stabil" auszugeben. Dabei wissen wir alle, dass bei stetem Wachstum der exponentielle Anstieg früher oder später immer steil nach oben geht. Egal ob die Stabilitätsgrenze bei 0,5% oder 5% definiert wird: Am Ende strebt die Kurve so oder so steil gegen unendlich.

Der olle Goethe ist ja nun auch nicht gerade eine Neuigkeit ... daran ist nichts neues und nichts originelles.


Von einem "Hinterhalt" habe ich keinen Ton gesagt - im Gegenteil habe ich Herrn W bestätigt, dass er seinen Job macht. Was ich nicht verstehe ist das Beklatschen von ein paar netten Worten (auch da habe ich angemerkt, dass wahr bleibt was wahr ist ... egal wer's sagt). Da darf man sich schon mal Gedanken machen.

Das bundesdeutsche Geldsystem ist gegen Widerstand deutscher Politik von den Siegern des 2. WK konstruiert und eingeführt worden.
Die Kontrolle über die "Bank deutscher Länder" (eine Tochter der Landesbanken) durch die Allierten wurde zwar eindeutig beendet ... nur fand keine Übertragung der Kontroll-Mechanismen auf die mittlerweile wieder agierenden deutschen Gewalten statt (Ich kann gern die entsprechenden Passagen raus suchen). Entsprechende Textstellen wurden einfach gestrichen. Nicht ersetzt oder so. GESTRICHEN!
Damit war Stufe 2 des Experiments gestartet: Eine Zentralbank, die sich von "ihrem" Staat loslöst. Sogar das BVG musste schon einmal darüber entscheiden, ob das Fehlen von Kontrollmechanismen überhaupt durch das GG gedeckt ist (Stichwort Gewaltenteilung). Man tat sich damals schwer, weil die Buba sich zwar wie ein Teil der Exekutive "benimmt" und exekutive Aufgaben erfüllt, aber keine parlamentarische Kontrolle installiert ist. Und sie durch das Weisungsverbot von der "eigentlichen" Exekutive, der Regierung, abgekoppelt ist.
(Und bitte! Ich weiß, dass die parlamentarische Kontrolle auch bei den normalen Organen des Staates nicht unbedingt gut funktioniert - ABER SIE IST KONSTITUTIONELL ANGELEGT. Man wollte eine solche Kontrolle durch das Legislativorgan (das Parlament) installieren, weil das eben demokratischer Grundsatz ist.)
Ganz bewusst wurde hier zum Teil über Jahrzehnte Schritt für Schritt eine Abtrennung der Zentralbank von der konstitutionellen Ordnung des Staatswesens durchgesetzt.
Die DM war, wie ihr Nachfolger der Euro, eine absolut reine FIAT-Währung (spätestens seit die Bezifferung des Gesamtvolumens der Notenmenge ebenfalls gestrichen wurde) auf Schuldbasis. Beide werden früher oder später "crashen".

Wenn es ums Gold geht, darum dass die BuBa 1998 (oder 99) auf einmal "Goldforderungen" und "Gold" in ihrem Rechnungsabschluss (es ist KEINE "Bilanz" - das Wort wurde auch im Laufe der Zeit aus dem BuBa Gesetz entfernt) nicht mehr unterscheidet, dann ist das Geschrei groß und ihr glaubt den Zentralbänkern kein Wort ... wenn deren Chef aber mal öffentlich einen Pups lässt, der so ähnlich wie "Papiergeld ist eigentlich nix wert" klingt, wird jetzt gleich ein Hoffnungsträger (ausgerechnet für Goldbesitzer) aus ihm gemacht.
Der Mann tut seine Arbeit - es gäbe auch sicher schlechtere für den Job - aber er verkörpert so ziemlich alles, was "uns" hier an der ganzen Sache stinkt. Irgend so eine Sonntagsrede ändert das in meinen Augen nicht. Sorry.

Wohin es führt, wenn die Staaten KEINE (oder nur noch sehr eingeschränkte) Kontrolle über ihre Zentralbanken haben, haben wir in der jüngeren Geschichte doch auch schon häufig gesehen. Hat sich was geändert seit es das Dogma der Unabhängigkeit von Zentralbanken gibt? Weniger Krisen? Weniger Kriege? Weniger Ungerechtigkeit? Stabilere Währungen?
Nicht dass ich wüsste.



Die Schweizer Zentralbank ist eine AG. Also eine Gewinn orientierte Bank, die Dividende an private Anteilseigner ausschüttet, statt sich um die Geldpolitik zu kümmern smilie_10
Oder anders herum: Die Geldpolitik der Schweiz wird - wie fast überall in der "westlichen Welt" - unkontrolliert von der "unabhängigen" Nationalbank gestaltet. Und diese ist ihren Aktionären zumindest genauso verpflichtet, wie dem Staat für den sie eigentlich agieren sollte. Das ist in der Tat NOCH schlimmer als bei uns.
Zuletzt geändert von Ladon am 20.09.2012, 09:21, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag 19.09.2012, 20:36

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k1
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Fata.Sibyllina hat geschrieben:Es wird immer kruder: EU-Kommissarin Reding leugnet, dass ein Bailout-Verbot jemals existiert habe!

Hat die Dame einfach ihre Tabletten vergessen, oder funktioniert die Wahrnehmung in der Brüsseler Duma schon grundsätzlich in Pippi-Langstrumpf-Manier: "Ich mach mir die Welt wie sie mir gefällt!?
PMS.

Irgendwie fühl ich mich an 1919 erinnert:
Figaro: „Maastricht ist wie Versailles ohne Krieg“.
Deutschland trage die alleinige Kriegsschuld am finanziellen Niedergang der para-afrikanischen Südländer, und müsse mit seiner geballten Wirtschaftskraft bürgen;
ähnlich wie heute waren die Jahre 1919/20/21 durch eine große Kreditausweitung gekennzeichnet.
Ergo ähnlich wie damals kann es auch heute durch das neu geschaffene Geld zu einer mangelhaften Ressourcenallokation in der Produktionsstruktur kommen, was eine anschliessende Depression in der gesamten EU immer wahrscheinlicher machen wird.
Dass D die Frechheit besitzt, seine Haftungsobergrenze von gewissen Reformen im Club Med abhängig zu machen, schafft ihm plötzlich unerwartete Feindschaften, der hypertrophe Bürgermeister from Lüxembürg nimmt sogar das K-Word (Krieg) in seinen multilingualen Mund.

Danke Jens, Faust II ist die angemessene Antwort, du überforderst leider das Niveau auf literarischem Parkett, Zypern und Malta werden dich überstimmen.
Weidmanns Dank.



K1
Just landed at John Galt´s gulch,

gern gehandelt mit silberbaron

Beitrag 23.09.2012, 11:27

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Datenreisender
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Staatshaushalt
Griechenland fehlt angeblich doppelt so viel Geld

Neue Hiobsbotschaft aus Athen: Die Haushaltslücke ist offenbar doppelt so groß wie zuletzt angenommen. Folge könnte ein Schuldenerlass sein, bei dem Deutschland viele Milliarden verlieren würde.

http://www.welt.de/wirtschaft/article10 ... -Geld.html

Beitrag 23.09.2012, 13:28

Fata.Sibyllina
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Staatshaushalt
Griechenland fehlt angeblich doppelt so viel Geld

Neue Hiobsbotschaft aus Athen: Die Haushaltslücke ist offenbar doppelt so groß wie zuletzt angenommen. Folge könnte ein Schuldenerlass sein, bei dem Deutschland viele Milliarden verlieren würde.

http://www.welt.de/wirtschaft/artic.... ... -Geld.html
Soso, die Lücke ist also doppelt so hoch wie zuletzt oder besser gesagt 'zuvorletzt' angenommen....
http://www.ftd.de/politik/europa/:troik ... 78416.html
diese Lücke war wiederum höher als zuvor angenommen, denn für 2012 wurde ein Primärüberschuss eingeplant:
http://www.sueddeutsche.de/politik/grie ... -1.1193753
Da frage ich mich: Gibt es einen Unterschied zwischen den diversen Lücken-Termini, und warum werden nunmehr absolute Mrd-Werte angegeben im Gegensatz zur Berichterstattung der vergangenen Jahre, wo immer nur von prozentualen BIP-Relationen die Rede war?
http://www.tagesspiegel.de/politik/grie ... 82388.html
http://www.handelsblatt.com/politik/int ... 65496.html
Wird hier mehr vernebelt als aufgeklärt, nur ein dumpfes Faß-ohne-Boden-Gefühl vermittelt, welches später leichter wieder umdefiniert werden kann, weil jeder die Isolation in der reaktionären Ecke fürchtet? Was hat die ganze Sache denn nun wirklich gekostet, wieviel Geld braucht(e) Griechenland wirklich, welche Prognosen haben sich bewahrheitet und welche in welchem Umfang nicht? Warum käst jeder nur vom Spiegel ab?
http://www.fr-online.de/schuldenkrise/g ... 92870.html
http://www.focus.de/finanzen/news/staat ... 25117.html
http://www.swr.de/nachrichten/-/id=396/ ... index.html
Um zumindest eine chonologische Aufarbeitung der Krise hat sich ein österreichisches Blatt, wie ich finde, sorgfältig bemüht: http://www.format.at/articles/1237/931/ ... onik-krise
Sapere aude, incipe!

Beitrag 23.09.2012, 13:45

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AuCluster
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Datenreisender hat geschrieben:Staatshaushalt
Griechenland fehlt angeblich doppelt so viel Geld

Neue Hiobsbotschaft aus Athen: Die Haushaltslücke ist offenbar doppelt so groß wie zuletzt angenommen. Folge könnte ein Schuldenerlass sein, bei dem Deutschland viele Milliarden verlieren würde.

http://www.welt.de/wirtschaft/article10 ... -Geld.html
Null Problemo. ELA-Kredit raus und gut is.

Europa gefällt mir! smilie_02
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Beitrag 23.09.2012, 18:31

noses
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AuCluster hat geschrieben:Europa gefällt mir! smilie_02
Klar, die kann jeder flachlegen, der behauptet, Zeus zu sein. Und damit haben die Griechen ja Übung.


noses.

Beitrag 24.09.2012, 08:57

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goldjunge01
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EU plant Rettungspaket XXL

Die Euro-Zone bereitet einen Rundumschlag zur Hilfe für die EU-Sorgenkinder vor: Bis November soll ein gemeinsames Programm für Griechenland, Spanien und Zypern beschlossen werden. Besondere Sorge bereitet ein neues Loch im griechischen Haushalt.

http://www.ftd.de/politik/europa/:griec ... 94627.html

Das wievielte Programm ist das? Hat jemand mitgezählt? smilie_09

Beitrag 24.09.2012, 12:12

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Datenreisender
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Draghis Staatsstreich: Eurobonds durch die Hintertür, Finanzpolitik per EZB-Dekret und versteckte Banklizenz

Sechs Gründe, warum das neue unbegrenzte Anleiheaufkaufprogramm der Europäischen Zentralbank bedeutend mehr ist, als uns die Massenmedien glauben machen wollen.

http://www.propagandafront.de/1134320/d ... izenz.html

Beitrag 27.09.2012, 07:44

Fata.Sibyllina
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Bröckelt die Allianz der (ex ante selbst ernannten) Retter? Der IWF will angeblich einen weiteren Schuldenschnitt für Griechenland erreichen: http://deutsche-wirtschafts-nachrichten ... rden-euro/
Zitat: "Der IWF ist mit der Taktik der Europäer ganz und gar nicht einverstanden: Der IWF will jetzt einen Schuldenschnitt, weil Griechenland unter der Schuldenlast zusammenbrechen werde. Offenbar machen vor allem Russland, China, Saudi Arabien und Japan Druck, dass die Europäer jetzt erkennen, dass für sie bald Zahltag ist."
Man darf gespannt sein, wer als 'letzter Troikaner' übrig bleiben wird, um die Konsequenzen des Desasters zu stemmen! :(
Sapere aude, incipe!

Beitrag 30.09.2012, 16:03

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Goldhamster79
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Polizei verprügelt Spaniens Wutbürger

http://www.ftd.de/politik/europa/:prote ... 97970.html

Die Polizei ging am Neptun-Platz in der Nähe des Parlaments mit Schlagstöcken gegen Demonstranten vor, die sich zu einem Sitzstreik niedergelassen hatten und Barrikaden bauen wollten.


smilie_18

Ohne weitere Worte
Falls Sie in einem Land leben, in dem Sie für das Fischen ohne Anglerschein bestraft werden,
jedoch nicht für den illegalen Grenzübertritt ohne gültigen Reisepass,
dann haben Sie das volle Recht zu sagen, dieses Land wird von Idioten regiert.
M. Zeman

Beitrag 30.09.2012, 16:49

nameschonweg
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Registriert: 20.03.2010, 19:38
Gratulationen an den Hamster bitte hier posten:

https://forum.gold.de/goldhamsters-stra ... t2557.html

Die bestehenden sind dorthin verschoben worden ...

[mod:nsw]

smilie_14
“The greatest tragedy in mankind's entire history may be the hijacking of morality by religion.”, Arthur C. Clarke
"Papierwährungen sind die Glasperlen des Industriezeitalters"

Beitrag 10.10.2012, 10:47

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Datenreisender
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Eurovisionen
IWF: Deutschland muss Banken in Südeuropa retten, sonst zerbricht der Euro

Der Internationale Währungsfonds macht weiter Druck: Er will schnellstmögliche Zahlungen aus dem EFSF und ESM an die südeuropäischen Banken. Sonst werde auch Deutschland von einer sich verschärfenden Euro-Krise erfasst. Es bestünden sehr große Risiken, dass der Euro zerbricht.

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten ... icht-euro/

Beitrag 10.10.2012, 11:44

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Pfennigfuchser
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Wohnort: Heidelberg
Datenreisender hat geschrieben:Es bestünden sehr große Risiken, dass der Euro zerbricht.
Wird ja auch Zeit, wir warten schon lange genug. smilie_09

Beitrag 10.10.2012, 11:59

frankdieter50
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Genau, dem versenktem Geld noch mehr " gutes " Geld hinterherschmeißen.

Die Griechen fordern Kohle von den anderen und dafür müssen wir uns noch beschimpfen lassen.
Verkehrte Welt.
Auch wenn es den Griechischen Bürgern schlechter geht.
Es braucht sich keiner zu beschweren. Mehr als ein Jahrzehnt haben alle daran profitiert, da hat sich auch keiner beschwert. Oder hat irgendjemand von Demonstrationen gegen die explodierende Staatsverschuldung gehört? Ich nicht.

Griechen hin oder her. Wenn diese den gleichen Wohlstand für sich beanspruchen, wie der normale deutsche Durschnittsbürger, dann müssen sie auch bereit sein, den gleichen Einsatz zu bringen.
Aber genau darab habert es, aber nicht erst seit 10 Jahren.

Es muss uns keiner am A..ch lecken, aber eine helfende hand noch zu beissen--
einen Hund würde man dafür erschießen. smilie_02
Wissen ist Macht und Nichtwissen macht nichts, da wirst Du nur über den Tisch gezogen

Beitrag 10.10.2012, 20:23

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Argentum13
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Ich denke, von einem nicht unerheblichen Teil der griechischen Bevölkerung wird die Schuldenkrise als ein Ausbeutungsproblem gesehen - das würde zumindest teilweise die Ressentiments gegenüber der deutschen Regierung (hoffe nicht grundsätzlich gegen DIE DEutschen) erklären.
Da Deutschland noch relativ gut dasteht und die PIIGS auf ihren Finanzkurs verpflichten möchte (was allerdings mit Merkels Einknicken bereits Schnee von gestern ist), fragt man sich, warum das so ist. Also MUSS DEutschland sich doch an den ärmeren Staaten bereichert haben.
So ähnlich sieht es die kommunistische Theorie doch auch: der ausbeutende 'Bourgeois' betrügt den Arbeiter um seinen gerechten Lohn. Ausweg: Diktatur des Proletariats. Eine Verständigung kann es nicht geben.
Die Straßenschlachten in Athen scheinen dieses Modell zu realisieren.

Merkel wiederum betreibt lediglich Beschwichtigungspolitik: Außenpolitisch signalisiert sie: Gut wäre sparen, aber wenn's halt nicht geht, dann kommt das erforderliche Geld auch so. Innenpolitisch will sie vermitteln: ich beschwöre immer wieder den Sparmodus, aber Geld müssen wir schon geben, sonst bricht alles zusammen.

Mit Draghis EZB-Politik sind sowieso schon alle Dämme gebrochen. Auflagen werden nur noch verkündet, nicht mehr durchgehalten.

Was das für die Währungsstabilität im Euroraum bedeutet, mag sich jeder ausrechnen
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Beitrag 11.10.2012, 16:18

Chinese
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Registriert: 30.07.2011, 13:46
das ist hohe Politik, versteht der einfache Deutsche nicht. Man kann nur mehr lachen, wenns nur nicht so ernst wäre....
»Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muss man vor allem ein Schaf sein.« Albert Einstein

Beitrag 11.10.2012, 16:38

ANNO1966
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Registriert: 17.09.2011, 13:29
nur weiter so... es verstreichen noch ein bis zwei winter und das F und D gesellen sich zum "club"

PFIDIGS -> ist doch orginell 8)

Beitrag 14.10.2012, 12:05

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Eurokrise
Ex-WestLB Vorstand Poullain: Euro-Crash ist unvermeidlich

Für den Ex-WestLB Vorstand Ludwig Poullain ist der Euro nicht zu retten: Er bezeichnet die Euro-Rettung als ein einziges Fiasko und erwartet einen „währungspolitischen Urknall“, nach dem alle Staaten von vorne beginnen müssten.

http://www.deutsche-mittelstands-nachri ... /10/47407/

Beitrag 14.10.2012, 12:21

frankdieter50
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Ich bin irgendwo zwischen Hoffen und Bangen.
Einerseits wünsche ich, dass es diesen Urknall gibt, andererseits bin ich gespannt wie unsere Volksverdreher die Kurve kriegen wollen.
So oder so,immense Vermögensverluste der deutschen Bürgern werden der jeweilige Preis sein. smilie_02
Wissen ist Macht und Nichtwissen macht nichts, da wirst Du nur über den Tisch gezogen

Beitrag 14.10.2012, 14:20

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frankdieter50 hat geschrieben:Ich bin irgendwo zwischen Hoffen und Bangen.
Einerseits wünsche ich, dass es diesen Urknall gibt, andererseits bin ich gespannt wie unsere Volksverdreher die Kurve kriegen wollen.
So oder so,immense Vermögensverluste der deutschen Bürgern werden der jeweilige Preis sein. smilie_02
Eurorettung ist gaaanz einfach! smilie_02

Vater Staat [s]greift[/s] lenkt die Beiträge für LV's, RV's etc. in Richtung ESM um und schon ist der Euro gerettet. Welcher Dösbaddel, der so eine "Versicherung" hat, fragt denn schon nach, wohin die ganze eingezahlte Kohle hin geht. Insgesamt über 100 Mrd. Euro sollten somit dem ESM jedes Jahr zugeführt werden können.
Sollte dies nicht ausreichen, könnte Vater Staat noch Panik bzgl. Altersarmut verbreiten und schon werden 20 Mrd. Euro mehr eingezahlt.

http://de.wikipedia.org/wiki/Lebensvers ... schland%29
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