Europawahl

Tagesgespräch zu Wirtschaftsthemen wie Geldmarkt, Börse, Währung, Finanzkrise, Inflation aus Deutschland und der Welt

Moderatoren: Ladon, Forum-Team

Beitrag 21.05.2019, 14:32

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senimut
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Ich denke, es hängt doch davon ab, welcher Klientel die Nichtwähler angehören. Würde ich die größte Partei wählen, wenn ich wählen ginge, schwäche ich die größte Partei, wenn ich nicht wähle. Würde ich eine kleine wählen, ginge ich zur Wahl, schwäche ich die kleine, wenn ich nicht wähle. Sind es überwiegend "Jungwähler", die nicht zur Wahl gehen, werden wahrscheinlich eher grün-alternative Parteien geschwächt, bleiben eher die "Altwähler" zu Hause, geht es wohl zu Lasten der konservativen Parteien. Ich schwäche immer die Partei, die ich wählen würde, wenn ich nicht gehe.
Oder irre ich mich da?

LG senimut

Beitrag 21.05.2019, 15:04

Chucky
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Mit so einem Ansatz (senimut) kommen wir einer vernünftigen Aussage doch gleich viel differenzierter und fundierter näher. smilie_01

Hater? Ich? Warum? Weil ich anderer Ansicht bin? Oder woran machst du das fest? Und wie ordnest du dabei im Vergleich deine eigenen Einlassungen ein, z. B.
warum sollte ich Hatern wie dir auf derartig provokanten Müll antworten :wink:

wenn du selbst nicht rechnen kannst dann such dir von mir aus Nachhilfeunterricht oder sowas

ich bin für dein Unvermögen nicht verantwortlich 8)

und troll doch einfach woanders wenn dir das Thema hier nicht gefällt
und du auch nichts dazu zu sagen hast

du darfst dich hier gerne fernhalten , ist genehmigt smilie_06
?

Beitrag 21.05.2019, 18:29

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Kursprophet
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wurde alles von sapnovela anschaulich und selbsterklärend dargestellt

daher editiert
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Beitrag 21.05.2019, 19:01

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Sapnovela
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Chucky hat geschrieben:
21.05.2019, 10:54
Wer vermeintliche Fakten behauptet, sollte auf Nachfrage auch beweisen können. Du hast dich auf "simple Mathematik" berufen. Dann leg mal los (mit mathematischen Beweisen), ich bin gespannt.
Ich war jetzt zwar nicht angesprochen... aber so schwer ist das doch nicht.

Natürlich profitiert die stärkste Partei vom Nichtwählen am stärksten. Eine zusätzlich abgegebene Stimme (statt eines Nichtwählers) erzeugt bei Ihr relativ mehr Abweichung, als bei kleineren Parteien.

Anschaulich:
xxx.JPG
Ich hab der Einfachheit halber mal mit 100 und 101 Stimmen gearbeitet, da ist der Effekt natürlich größer als bei 44 Millionen rsp. 44 Millionen +1
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
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Beitrag 21.05.2019, 19:06

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Kursprophet
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Danke für die Veranschaulichung Sapnovela smilie_01

Beitrag 21.05.2019, 19:10

blubb
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Ist jetzt nicht relevant für die Europawahl, aber gleiches gilt auch für Wähler einer Partei, die nicht über die 5%-Hürde kommt.
https://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%BCnf ... ntroversen

Beitrag 21.05.2019, 19:22

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Kursprophet
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Beitrag 21.05.2019, 20:43

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Kursprophet
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Beitrag 22.05.2019, 05:36

Gladius
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Wollte gerade den Wahl-O-Mat bemühen um mir die Fragen anzusehen. Leider ist dieser offline.

Beitrag 22.05.2019, 08:22

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Kursprophet
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Beitrag 22.05.2019, 08:43

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senimut
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Ich kann die Entscheidung des Verwaltungsgerichtes gut nachvollziehen, ohne Böses dabei zu denken.
Was würdest Du als Vorsitzender einer kleinen Splitterpartei dazu sagen, dass in allen Medien Reklame für den Wahlomaten gemacht wird, Deine eigene Partei in der Auswahlliste gar nicht erscheint. Damit liegt Wahlbeeinflussung vor. Ich finde, die Entscheidung folgt rechtsstaatlichen Kriterien.

LG senimut

Beitrag 22.05.2019, 11:16

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Kursprophet
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Beitrag 22.05.2019, 12:09

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senimut
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ich muss gestehen, ich habe mir den Wahlomaten gar nicht angeschaut, nur die Kommentare zu dem Gerichtsurteil gelesen und heute morgen auf WDR 5 ein Interview mit dem Politologen gehört, der das Programm entwickelt hat. Und da kam es so rüber, dass es nicht alle Parteien im Angebot hatte. Der Entwickler hat sogar gesagt, dass er die VOLT-Partei, von der das Urteil erstritten wurde, in der näheren Auswahl hatte, dann aber aussortiert hatte. Was das dann zu bedeuten hat, weiß ich nicht.
Dass ich anscheinend einen auf falschen Überlegungen basierenden unqualifizierten Kommentar abgegeben habe, tut mir leid. Sorry!

LG senimut

Beitrag 22.05.2019, 12:33

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Kursprophet
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Beitrag 22.05.2019, 12:51

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HerrHansen
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Der Wahl-O-Mat war auch in diesem jahr wieder spannend, mein persönliches Ergebnis bei konstanter politischer Einstellung aber zu 50% anders. Auf Bundesebene sah es beim letzten Mal deutlich anders aus – bei Standardgewichtung der Fragen ohne weitere Anpassungen.

Trotzdem habe ich meine Entscheidung nicht vom Wahl-o-Maten abhängig gemacht.
Erschreckender ansich fand ich den knapp 87cm langen Wahlzettel, auf dem man gerade einmal ein kleines Kreuz platzieren durfte. Das war schon höhere Faltkunst, den wieder im Umschlag zu versenken.
Und ja, ich habe wieder einmal per Brief gewählt, weil ich persönlich es einfach besser finde. So habe ich – gerade bei diesem Mal – Zeit mir den Wahlzettel von oben bis unten durchzulesen. In der Kabine schafft man das nicht. Ich wähle seit über 20 Jahren nur noch per Briefwahl und werde es weiter so machen. Die aktuelle Diskussion zur Briefwahl finde ich übertrieben. Mir ist eine Briefwahlbeteiligung von 40% lieber als dass die meisten dieser Wähler gar nicht zur Wahl gehen würden. Und mal ehrlich, das Argument, das aktuell immer wieder vorgebracht wird, dass die Wahl eine Stichtagswahl ist und Ereignisse in den Tagen vor der Wahl diese noch maßgeblich beeinflussen können ist zwar vorhanden, aber wer wirklich eine Partei wählen will und von dieser überzeugt ist, wird diese so oder so wählen. Wackelwähler haben es dabei vielleicht schwieriger. Wer aber einen Kandidaten nur wählt, weil er bei einem aktuellen Hochwasser mit Gummistiefeln durch die Weiten der Republik läuft, sollte seine politische Einstellung vielleicht einmal überdenken.
bisher >40 erfolgreich abgeschlossene Transaktionen

Beitrag 22.05.2019, 14:15

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Kursprophet
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schönes Post Herr Hansen thx smilie_01

Beitrag 22.05.2019, 23:19

blubb
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Beitrag 23.05.2019, 07:15

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Igolide
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Igolide hat geschrieben:
21.05.2019, 06:03
Wenn kleinere Parteien ihre Wähler mobilisiert: dann nutzt es wenn insgesamt weniger wählen.
5 Wähler von 100 sind 5% - 5 von 50 sind 10%
Ich habe es nicht verstanden.
Was ist an meiner Überlegung falsch?
Es bliben doch die Enttäuschten weg. Die kommen von den großen.
Kleine Parten haben einen Kernstamm. Der ist einfacher zu mobilisieren.
Ich habe nicht verstanden was an diesem gedankengang falsch ist.
(Habe die Erwiderungen gelesen! Stehe trotzdem auf dem Schlauch)

Wahl-O-Mat:
Wurde abgechaltet wegen benachteilgung von Splitterparteien.
Nur die Dummen zweifeln nicht an ihrem Weltbild

Beitrag 23.05.2019, 07:40

kribelboble
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Du liegst überhaupt nicht falsch.
Es gibt gute Untersuchungen (vorallem nach Bundestagswahlen) über die Wählerwanderungen.
Bei der AFD ist ein nicht unerheblicher Teil der Wähler aus den Nichtwählern zur AFD gewandert, bei den Etablierten Parteien (außer FDP und Grüne) wanderte zahlenmäßig auch beachtlicher Teil der Wähler zu den Nichtwählern.

Fakt ist: Jeder der den rechten Rand klein genug halten will (so dass es Deutschland nicht schadet) sollte zur Wahl gehen auch wenn ihm manches der großen Parteien auf den Sack geht. Eine radikale Opposition kann immer alles fordern, sie müssen nie liefern.

Eine kleine Wahlbeteiligung hilft der AFD und den kleinen vorallem jetzt ohne die 5% Hürde.
Also - Demokraten - Europäer - geht wählen - vorallem wenn euch die Zukunft nicht egal ist und ihr in Europa keine Kriege mehr wollt.

Beitrag 23.05.2019, 07:44

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VfL Bochum 1848
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kribelboble hat geschrieben:
23.05.2019, 07:40
...
Eine kleine Wahlbeteiligung hilft der AFD und den kleinen vorallem jetzt ohne die 5% Hürde.
...

Ja, das ist wichtig zu wissen: Bei der Europawahl gibt es keine 5 %-Hürde.
Ist vor allem für die Unentschlossenen ein Grund, sich vielleicht mal mit den Wahlprogrammen der "kleineren" Parteien zu befassen.
VfL Bochum? -Find ich gut!

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