Tafelgeschäfte nur noch bis 2000 €

Tagesgespräch zu Wirtschaftsthemen wie Geldmarkt, Börse, Währung, Finanzkrise, Inflation aus Deutschland und der Welt

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Beitrag 28.11.2019, 08:14

saho111
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Focus Money:

https://www.focus.de/finanzen/boerse/go ... 81232.html

Das wäre u. a. das aus von Goldhändlern.

Beitrag 28.11.2019, 19:17

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MaciejP
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saho111 hat geschrieben:
27.11.2019, 19:29
Wie soll das funktionieren? Der Händler hat eine Dokumentationspflicht und wird in aller Regel sich den Ausweis kopieren.
Das war ja eben die Frage, wieviel er wirklich muss und was er letztlich auch nicht darf. Wenn es nur darum geht, die Identität des Kunden festzuhalten (sofern das erfolderlich ist), würde es reichen, sich den Ausweis zeigen zu lassen und Name mit Anschrift zu notieren.
„Wenn der Durchschnittsmichel Gold kauft, kann er keine Fehler machen.“ – „Gold fliegt nicht weg.“

Beitrag 28.11.2019, 22:40

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IrresDing
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Habt ihr echt noch nie online über 10.000/15.000 Euro gekauft? Wer von euch musste da jemals vorher seinen Ausweis an den Händler schicken? :mrgreen:

Jetzt weiß ich wenigstens, warum der Adeos Media GmbH so wenig an der Administration des Forums liegt. Keine Kundenrelevanz.
"Gleich und gleich gesellt sich gern", sagt der Volksmund. Ich sehe wenig gleiches. LG und bye.

Beitrag 28.11.2019, 22:49

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IrresDing
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san agustin hat geschrieben:
26.11.2019, 17:43
IrresDing hat geschrieben:
26.11.2019, 16:27
Welche Meldepflicht?

...........

Kauft jemand gut gekleidetes für 1.000.000 Euro Gold und lässt das von einem Wertdienstleister direkt zum Bankschließfach fahren ist das NICHT verdächtig und er wird auch keineswegs gemeldet.
vielleicht in Deiner eigenen Welt
Im Gegensatz zu deiner Arroganz ist meine eigene Welt nahe an der Realität.

2017 gab es 64 Verdachtsmeldungen und 2018 gabs 175 Verdachtsmeldungen aller dt. Goldhändler. Würden die Händler anhand der Höhe einmelden wären die Zahlen grotesk bei einer Nation die Weltspitze in der Goldnachfrage ist.
"Gleich und gleich gesellt sich gern", sagt der Volksmund. Ich sehe wenig gleiches. LG und bye.

Beitrag 29.11.2019, 08:33

saho111
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MaciejP hat geschrieben:
28.11.2019, 19:17
saho111 hat geschrieben:
27.11.2019, 19:29
Wie soll das funktionieren? Der Händler hat eine Dokumentationspflicht und wird in aller Regel sich den Ausweis kopieren.
Das war ja eben die Frage, wieviel er wirklich muss und was er letztlich auch nicht darf. Wenn es nur darum geht, die Identität des Kunden festzuhalten (sofern das erfolderlich ist), würde es reichen, sich den Ausweis zeigen zu lassen und Name mit Anschrift zu notieren.
Das wird kein Händler so machen. Beim handschriftlichen notieren können Fehler entstehen. Er wird beim Erstgeschäft immer den Ausweis kopieren. Danach kann er immer wieder eine Kopie von einer Kopie machen.

Beitrag 29.11.2019, 09:33

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iwbrar
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Habt ihr echt noch nie online über 10.000/15.000 Euro gekauft? Wer von euch musste da jemals vorher seinen Ausweis an den Händler schicken?
Gegenfragen:
Hast du deinen Onlineeinkauf in Bar bezahlt oder übers Konto?
Hast du mit dem Händler eine Übergabe am Bahnhof vereinbart, oder nach Hause/ins Büro liefern lassen?
Hast du deine Bestellbestätigung per Flaschenpost oder E-Mail bekommen?
Alle Wahrheit durchläuft drei Stufen. Zuerst wird sie lächerlich gemacht oder verzerrt. Dann wird sie bekämpft. Und schließlich wird sie als selbstverständlich angenommen.

Beitrag 29.11.2019, 11:02

kribelboble
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Einhaltung der DSGVO.
Jeder der private Daten aufnimmt muss diese Datensparsam aufbewahren.
Ich bezweifel daß ein Goldhänler (wenn er nicht über eine Verordnung oder Gesetz dazu verpflichtet ist was ich nicht weiß) eine Kopie des Personalausweis verlangen darf. Denn spätestens wenn er die Daten in seine EDV eingetragen hat und den Käufer erfasst hat müsste er eigentlich die eventuell vorhandene Ausweiskopie vernichten.

Weiß jeman ob Goldhändler eine amtliche Erlaubnis oder Verpflichtung eine Kopie des Ausweises lagern zu müssen hat. Ansonsten müsste die DSGVO (Sparsamkeit von persönlichen Daten auf das notwendige Maß) die übergeordnete Rechtsnorm sein und eine schnelle Vernichtung (sobald die Daten erfasst sind) der Kopie verlangen.
Das Geldwäschegesetz verlangt eine 5-jähriges Speichern von Personalien der relevanten Käufern, aber ich habe nirgenswo gelesen daß dafür eine Kopie des Persos notwendig ist.
Ich dachte es reicht immer die Angabe: persönliche Daten mit Anmerkung "Personalausweis hat vorgelegen"

Beitrag 29.11.2019, 11:35

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Kursprophet
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IrresDing hat geschrieben:
28.11.2019, 22:49


Im Gegensatz zu deiner Arroganz ist meine eigene Welt nahe an der Realität.
wie man an deinem Avatar schon deutlich erkennen kann smilie_11
und wenn hier einer Dr. Arroganto ist das bist du es wohl :wink:

aber is schon Ok ist unterhaltsam , weitermachen smilie_15

Beitrag 29.11.2019, 12:19

saho111
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Im Zweifel würde ich ins Gesetz schauen nach Dokumentationspflichen. Da heißt es Identifizierungsdokumente. Nicht alle Käufer haben einen Personalausweis !

Beitrag 29.11.2019, 12:34

kribelboble
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Gesetz - guter Tip:
Geldwäschegesetz §8 Aufzeichnungs und Aufbewahrungspflicht
.... (2) Zur Erfüllung der Pflicht nach Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 Buchstabe a sind in den Fällen des § 12 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 auch die Art, die Nummer und die Behörde, die das zur Überprüfung der Identität vorgelegte Dokument ausgestellt hat, aufzuzeichnen. Soweit zur Überprüfung der Identität einer natürlichen Person Dokumente nach § 12 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 oder 4 vorgelegt oder zur Überprüfung der Identität einer juristischen Person Unterlagen nach § 12 Absatz 2 vorgelegt oder soweit Dokumente, die aufgrund einer Rechtsverordnung nach § 12 Absatz 3 bestimmt sind, vorgelegt oder herangezogen werden, haben die Verpflichteten das Recht und die Pflicht, vollständige Kopien dieser Dokumente oder Unterlagen anzufertigen oder sie vollständig optisch digitalisiert zu erfassen. Diese gelten als Aufzeichnung im Sinne des Satzes .....


§ 12 Identitätsüberprüfung, Verordnungsermächtigung
1) Die Identitätsüberprüfung hat in den Fällen des § 10 Absatz 1 Nummer 1 bei natürlichen Personen zu erfolgen anhand
1. eines gültigen amtlichen Ausweises, der ein Lichtbild des Inhabers enthält und mit dem die Pass- und Ausweispflicht im Inland erfüllt wird, insbesondere anhand eines inländischen oder nach ausländerrechtlichen Bestimmungen anerkannten oder zugelassenen Passes, Personalausweises oder Pass- oder Ausweisersatzes,

..... (es folgen noch weiteres .....)


Es scheint also tatsächlich zu sein daß bei den gegebenen Voraussetzungen des GWG eine Ausweiskopie herzustellen ist. Später heißt es dann dass diese 5 Jahre beim Händler aufzubewahren ist und danach vernichtet werden muss.
Kommt also tatsächlich etwas Arbeit auf die Goldhändler zu, wenn ab 1000 Euro eine Identitätsfeststellung zu erfolgen ist. Frage: wie macht es dann ein Internet-Goldhändler, muss der zunächst ein Post-Ident-Verfahren anstrengen?

Nachtrag zu meiner Frage: Das Gesetz regelt auch daß zur Identitätsnachweis der elektronische Personalausweis möglich ist, und das läßt sich technisch sehr leicht (per Dienstleister der den Webshop liefert oder betreibt) in einen Webshop integrieren.

Beitrag 29.11.2019, 12:46

kribelboble
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Noch ein schöner Nebeneffekt:

In §10 Geldwäschegesetz wird definiert was abgefragt werden muss:

So auch
4. die Feststellung mit angemessenen, risikoorientierten Verfahren, ob es sich bei dem Vertragspartner oder dem wirtschaftlich Berechtigten um eine politisch exponierte Person, um ein Familienmitglied oder um eine bekanntermaßen nahestehende Person handelt, und ...

Verstehe ich das richtig?
Sind Politiker also per Gesetz wegens im Verdacht korrupt zu sein und damit Geld zu waschen?
Mir scheint also das Gesetz ist tatsächlich aus Geldwäsche zu verhindern und nicht uns Bürger grundlos zu entmündigen.

Beitrag 29.11.2019, 13:14

Klecks
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kribelboble hat geschrieben:
29.11.2019, 12:46
Mir scheint also das Gesetz ist tatsächlich aus Geldwäsche zu verhindern und nicht uns Bürger grundlos zu entmündigen.
Das Gesetz vielleicht schon -aber nicht dessen Missbrauch.

Bei gerade mal vier konkreten Verdachtsfällen und einem einzigen Ermittlungsverfahren wegen Geldwäsche mit EM-Bezug in den letzten zwie Jahren braucht man sich nicht mal fragen, ob die Absenkung der Tafelgeschäftsobergrenze noch im ursprünglichen Sinne des Gesetzes ist. Hier wird das Gesetz schlicht und ergreifend als Mittel zum Zweck vergewaltigt. Und die Regierung gibt dabei sogar offen zu, dass das Argument "Geldwäsche" nur Lüge und Verarsche ist.
Das Leben ist zu kurz, um alle Fehler selber zu machen.

Beitrag 29.11.2019, 14:07

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Kursprophet
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amen

Beitrag 29.11.2019, 18:47

Quinar
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Ich gehe sogar davon aus daß die Mehrzahl derer welche in den letzten 15 - 20 oder 25 Jahren vergleichbare Gängelungs"gesetzte" formuliert,befürwortet und erlassen haben tatsächlich an ihren eigenen Narrativ glaubten und meinten sinnvoll zum Wohle des Volkes oder zumindest der Bevölkerung zu handeln.

Macht es um kein Jota besser.

Beitrag 29.11.2019, 23:13

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MaciejP
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kribelboble hat geschrieben:
29.11.2019, 12:34
Gesetz - guter Tip [...]
Danke fürs Raussuchen. In der Liste der Verpflichteten nach §2 findet sich dann auch ganz unten die Kategorie "Güterhändler", d.h. diese Vorschriften gelten nicht nur für Banken, Versicherungen etc. Was mich dann aber wundert, dass Banken zur Kontoeröffnung prinzipiell ein Post- oder VideoIdent-Verfahren verlangen. Entweder gibt es dort nochmal verschäfte Vorschriften oder die Edelmetallhändler gehen bei Online-Bestellungen noch relativ liberal mit dem Geldwäschegesetz um.
„Wenn der Durchschnittsmichel Gold kauft, kann er keine Fehler machen.“ – „Gold fliegt nicht weg.“

Beitrag 29.11.2019, 23:35

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Spätlese
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IrresDing hat geschrieben:
28.11.2019, 22:40
Habt ihr echt noch nie online über 10.000/15.000 Euro gekauft? Wer von euch musste da jemals vorher seinen Ausweis an den Händler schicken? :mrgreen:
Wir. Ein Kauf über besagte Summe direkt bei der Münze Österreich.
Verlangten Perso-Kopie von Vorder- und Rückseite.
Trotz (logischerweise) erfolgter Überweisung.
Du kannst es nie allen Recht machen. Selbst wenn du über’s Wasser laufen kannst, kommt sicher einer und fragt, ob du zu blöd zum Schwimmen bist

Beitrag 29.11.2019, 23:51

Klecks
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Quinar hat geschrieben:
29.11.2019, 18:47
Ich gehe sogar davon aus daß die Mehrzahl derer welche in den letzten 15 - 20 oder 25 Jahren vergleichbare Gängelungs"gesetzte" formuliert,befürwortet und erlassen haben tatsächlich an ihren eigenen Narrativ glaubten und meinten sinnvoll zum Wohle des Volkes oder zumindest der Bevölkerung zu handeln.

Macht es um kein Jota besser.
Macht es sogar schlimmer.

Das würde nämlich bedeuten, dass die Leute, die mit Wählerauftrag, also in unserem(!) Auftgrag über unsere Lebensbedingungen entscheiden, nicht einmal ansatzweise in der Lage sind, Sinn, Auswirkung und Tragweite ihrer Beschlüsse zu erfassen.

Ich denke eher: Sie wissen es. Sie haben nur noch nicht begriffen, dass diese Auswirkungen letztendlich auch sie selbst treffen werden.
Das Leben ist zu kurz, um alle Fehler selber zu machen.

Beitrag 30.11.2019, 03:38

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Oliver
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Registriert: 19.10.2019, 07:34
Wohnort: Nordpool
Aktualisierung in dem Mordfall Anonymus
https://www.goldreporter.de/gold-kaufen ... old/90456/
smilie_37SCHAAAALKE smilie_37

Beitrag 30.11.2019, 08:45

Quinar
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So recht eigentlich passt folgendes nicht in meine finanzielle Planung, aber ich werde kommende Wo. zusehen wenigstens nochmals 2 x 100 Gramm Barren zu sichern.

Beitrag 30.11.2019, 13:07

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Kursprophet
500 g Barren Mitglied
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nimm vielleicht lieber 20x10 Gramm :lol:

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