Tafelgeschäfte nur noch bis 2000 €

Tagesgespräch zu Wirtschaftsthemen wie Geldmarkt, Börse, Währung, Finanzkrise, Inflation aus Deutschland und der Welt

Moderatoren: Ladon, Forum-Team

Antworten

Beitrag 13.06.2020, 03:56

Benutzeravatar
MaciejP
Gold-Guru
Beiträge: 2301
Registriert: 08.03.2012, 05:49
lifesgood hat geschrieben:
12.06.2020, 21:48
... besteht da nicht der Zusammenhang darin, dass zweimal dieselbe Person kauft?
Nein, sonst dürfte jede Person überhaupt nur einmal bei einem Händler für 2000 Euro kaufen, ohne den Ausweis vorlegen zu müssen. Was hier zwei unterschiedliche Geschäftvorfälle sind, liegt aber zunächst tatsächlich im Ermessen des Händlers. Zweimal am Tag anonym Edelmetalle zu kaufen, ohne das dort ein Zusammenhang bestehen soll, erscheint mir in der Praxis aber sehr unrealistisch. Da brauchst du als Kunde wohl schon eine sehr gute Begründung oder einen sehr wohlwollenden Händler. Und im Zweifelsfall gilt die Einschätzung einer Behörde, was zusammengehörig ist und was nicht.
„Wenn der Durchschnittsmichel Gold kauft, kann er keine Fehler machen.“ – „Gold fliegt nicht weg.“

Beitrag 13.06.2020, 04:28

Benutzeravatar
Oliver
10 Unzen Mitglied
Beiträge: 476
Registriert: 19.10.2019, 07:34
Wohnort: Nordpool
Dem zur folge dürften dann ja auch keine Ehepartner die gleichzeitig den laden betreten für jeweils 2 k kaufen, den da besteht wohl eindeutig ein zusammenhängender Geschäftsvorfall.
Hoffentlich ließt Mama Merkel diesen Threat nicht - sonst kommen die noch auf die Idee da nach zu bessern....
smilie_37SCHAAAALKE smilie_37

Beitrag 13.06.2020, 04:43

Benutzeravatar
lifesgood
Gold-Guru
Beiträge: 2899
Registriert: 07.10.2012, 10:27
Wohnort: zwei
Wenn beide anonym unterwegs sind, weiß und muss der Händler auch nicht wissen, dass es sich um Ehepartner handelt. Selbst wenn, kann er nicht wissen, in welchem Güterstand sie verheiratet sind. Im Falle der Gütertrennung sind es vermögenstechnisch zwei unterschiedliche Fälle. Hier sehe ich es relativ eindeutig.

Zwei unterschiedliche Geschäftsvofälle mit einem Käufer erscheinen mir sehr hypothetisch.

Ich stelle mir in solchen Fällen immer die Frage, wie ich selbst als Händler agieren würde. Kenne ich einen Kunden und weiß, dass er kein "Testkäufer" ist, würde ich wohl ein Auge zudrücken und ihm auch zweimal an einem Tag was verkaufen.

Kenne ich den Kunden nicht, könnte der mir erzählen was er will, ich würde mich strikt an die Grenze halten.

Für mich stellt sich ja zum Glück diese Frage nicht mehr, aber wenn es so wäre, würde ich es wohl so handhaben wie Goldmedaille vorschlägt und würde an einem Tag zu zweit mehrere Händler abklappern.

lifesgood

Beitrag 13.06.2020, 09:39

Klecks
1 kg Barren Mitglied
Beiträge: 1911
Registriert: 28.11.2011, 14:16
lifesgood hat geschrieben:
12.06.2020, 21:48
Und wieso sollte man beim Kauf eines Geschenkes, Wert auf anonymen Erwerb legen, wenn es sich nicht gerade um Schwarzgeld handelt?
Oh, guten Tag Herr Seehofer-Schäuble! Ich wusste ja gar nicht, dass sie hier vertreten sind smilie_16

Gegenfrage: Warum nicht? Es geht dem Staat doch wohl einen feuchten Dreck an,wer wem was schenkt, solange es im Rahmen der Steuerfreigrenzen liegt.
lifesgood hat geschrieben:
13.06.2020, 04:43
Wenn beide anonym unterwegs sind, weiß und muss der Händler auch nicht wissen, dass es sich um Ehepartner handelt. Selbst wenn, kann er nicht wissen, in welchem Güterstand sie verheiratet sind. Im Falle der Gütertrennung sind es vermögenstechnisch zwei unterschiedliche Fälle. Hier sehe ich es relativ eindeutig.
So manches Amt sieht das ebenfalls eindeutig - allerdings in die andere Richtung: Gerade weil der Händler weder den Beziehungs- noch den Güterstand des Käuferpaares kennt, muss er von einem Zusammenhang augehen.

Beide Auffassungen sind pauschal nicht zu halten. Das muss der Händler im Einzelfall selbst abschätzen. Und da wird der eine lieber mal öfters den Ausweis verlangen und der andere eher großzügig drüber wegschauen. Dank des Gummiparagraphen handelt weder der eine noch der andere unrecht.
Das Leben ist zu kurz, um alle Fehler selber zu machen.

Beitrag 13.06.2020, 15:27

Benutzeravatar
lifesgood
Gold-Guru
Beiträge: 2899
Registriert: 07.10.2012, 10:27
Wohnort: zwei
Na dann smilie_01

Beitrag 14.06.2020, 16:34

Benutzeravatar
FloTom
10 Unzen Mitglied
Beiträge: 116
Registriert: 14.08.2015, 12:07
Wohnort: NRW
In der rheinischen Großstadt in der man Bier aus Reagenzgläsern zu trinken pflegt gibt es 10min fußläufig voneinander entfernt fünf Edelmetallhändler die ein Tafelgeschäft anbieten (nur zwei haben vernünftige Preise), wer also mehr als 2000€ pro Tag kaufen will kann das so gut umsetzen.
Dementsprechend sind alle Argumente bzgl. Kriminalitätsbekämpfung, Geldwäsche und so weiter nur albern, das Ziel ist und bleibt eine Datengrundlage zu schaffen bei der man im Falle eines Besitzverbots von Edelmetallen weiß bei wem sich frühmorgens das Anklopfen lohnt.

Beitrag 14.06.2020, 18:18

Benutzeravatar
Spätlese
500 g Barren Mitglied
Beiträge: 610
Registriert: 29.09.2019, 15:35
FloTom hat geschrieben:
14.06.2020, 16:34
............. sind alle Argumente bzgl. Kriminalitätsbekämpfung, Geldwäsche und so weiter nur albern, das Ziel ist und bleibt eine Datengrundlage zu schaffen bei der man im Falle eines Besitzverbots von Edelmetallen weiß bei wem sich frühmorgens das Anklopfen lohnt.
So hatte ich das seinerzeit auch vermutet.
Aber je mehr ich drüber nachgedacht hatte, desto unwahrscheinlicher wäre dieses wohl langfristige Ziel.
Gut, als Nebeneffekt kann die Behörde noch min. 10 Jahre lang bei gewerblichen Verkäufern nachsehen, wer was, wann gekauft hat. Aber ob der Käufer dieses EM noch besitzt ist damit nicht bewiesen. Auch nicht ob der Käufer auch tatsächlicher Eigentümer dessen ist, bzw. gewesen ist.
Eine Begrenzung auf 2000€ nur für gewerbliche Händler und nicht für private Transaktionen macht die Sache noch konfuser. Innerhalb kürzester Zeit können sich so enorme Mengen an EM verschieben, ohne das irgendwer wüsste wohin das gegangen ist. Die Eigentumsverhältnisse können sich trotz der 2000€-Grenze für gewerbliche Händler völlig legal gravierend verändern, und das theoretisch täglich.
Sollte irgendwann mal der gesamte EM-Handel, Gewerbe wie Privat, u.U. unabhängig der Verkaufssumme meldepflichtig (Anzeigepflicht zum Kauf/Verkauf, Pflicht zur Dokumentation, etc) werden, so wird da wohl was im Busch sein.
Bei Silber und Platin sehe ich da sowieso keine Probleme, ich beziehe mich da nur auf das EM Gold.
Du kannst es nie allen Recht machen. Selbst wenn du über’s Wasser laufen kannst, kommt sicher einer und fragt, ob du zu blöd zum Schwimmen bist

Beitrag 14.06.2020, 18:53

Klecks
1 kg Barren Mitglied
Beiträge: 1911
Registriert: 28.11.2011, 14:16
Spätlese hat geschrieben:
14.06.2020, 18:18
Sollte irgendwann mal der gesamte EM-Handel, Gewerbe wie Privat, unabhängig der Verkaufssumme meldepflichtig (Anzeigepflicht zum Kauf/Verkauf, Pflicht zur Dokumentation, etc) werden, so wird da wohl was im Busch sein.
Genau das ist das Ziel. Autos und sogar Schmuck kannst du immer noch bis 15.000,- bar und anonym kaufen, bei Anlage-EM wurde zuerst auf 10.000, dann auf 2.000 gesenkt und die Absenkung auf 1.000,- EUR ist auch schon länger im Gespräch. Und das obwohl unsere Politikere wissen und auch offen zugeben, dass EM bei der Geldwäsche praktisch keine Rolle spielt.

2017 & 2018 gab es insgesamt rund 137.000 Verdachtsmeldungen bie der Zentralstelle für Finanztransaktionsuntersuchungen (FIU).
Ganze 239 davon standen im Zusammenhang mit EM.
Zwei davon wurden näher betrachtet.
In nur einem einzigen Fall wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet!

Ein einziger Fall von möglicher(!) Geldwäsche mit EM innerhalb von zwei Jahren! Der Bundestag weiß davon, der Bundesrat auch und die zuständigen Minister sowieso. Trotzdem wird das Scheinargument "Geldwäsche" weiter in die Medienwelt geschrien. Ganz nach dem Motto: "Ja, es ist gelogen und wir wissen, dass ihr es wisst. Wir lügen aber trotzdem weiter weil eine bessere Ausrede haben wir nicht".

Fazit: Es geht nicht um Verbrechensbekämpfung. Ginge es darum, wären nach dem Panama-Paper-Skandal Konsequenzen gegen die Banken gezogen worden. Die großen Geldschiebereien und -wäschen laufen sowieso schon seit Jahrzehnten unbar.
Es geht einzig und allein darum, die Vermögen derer erfassen zu können, die keine Fluchtmöglichkeit haben - also unsere!
Das Leben ist zu kurz, um alle Fehler selber zu machen.

Beitrag 14.06.2020, 18:56

Benutzeravatar
Oliver
10 Unzen Mitglied
Beiträge: 476
Registriert: 19.10.2019, 07:34
Wohnort: Nordpool
Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen das es in - für uns - absehbarer Zeit sowas wie ein Goldverbot kommen wird. Viel eher denke ich das mögliche Gewinne beim Verkauf " Grundsätzlich" zu versteuern sind - ab einem gewissen Freibetrag. Eine Haltefrist nachdem es Steuerfrei ist wird schlicht abgeschafft. Und wer dann keinen Kaufpreiß nachweisen kann wird einfach geschätzt. Und den Handel unter der Hand dann zu verschleiern wird eh immer schwieriger da die Zukunft - ob nun in 5 - 10 oder 20 Jahren - fast nur noch per Plastik oder Überweisung geht.
smilie_37SCHAAAALKE smilie_37

Beitrag 14.06.2020, 19:06

Benutzeravatar
FloTom
10 Unzen Mitglied
Beiträge: 116
Registriert: 14.08.2015, 12:07
Wohnort: NRW
Die 1000€ Grenze wurde seinerzeit vom Bundesrat vorgeschlagen mit dem Ziel die 1 Unzen Feingold Münzen unter die Meldepflicht fallen zu lassen, im Entwurf stand sogar als Begründung dass dadurch die Käufer auf kleinere Münzen mit höheren Aufpreis zurückgreifen müssten, was die Sache unattraktiver macht.

Da steckt schon gehörig viel Absicht und Böswilligkeit dahinter, es ist denen auch völlig egal ob sie alle Transaktionen treffen, es reicht aus bei denen die sich haben registrieren lassen ein Exempel zu statuieren.
War in den USA beim Goldverbot auch nicht anders, viele haben Münzen und Barren über die Jahre erfolgreich verstecken können, aber es gab auch viele öffentlichkeitswirksame Hausbesuche "bei den Reichen" nachdem das Verbot in Kraft getreten ist und die Abgabefrist abgelaufen war.

Das Goldverbot ist der letzte Schritt, vorher wird man den Kauf von Gold besteuern und die Meldepflicht für jede Transaktion unabhängig vom Wert verlangen, aber wer weiß es kann schnell gehen, vor wenigen Jahren konnte man noch einen 500g Goldbarren im anonymen Tafelgeschäft erwerben.

Beitrag 14.06.2020, 19:28

Benutzeravatar
Spätlese
500 g Barren Mitglied
Beiträge: 610
Registriert: 29.09.2019, 15:35
Also wenn da tatsächlich was in der Mache wäre, so würde ich das so wie "Oliver" sehen.
Was an der MwSt-Schraube drehen um die Goldkäufe als solches einzudämmen oder der Gewinn muss versteuert werden. Irgendwie sowas in der Richtung.
Solange wir noch ein halbwegs demokratisches EU-Land sind, werden Szenarien eines drohenden Goldverbots nicht so einfach um zusetzen sein. Das wird wohl auch diverser Gesetzesänderungen im Vorfeld bedürfen. Bestandsbesitzer kann man in einer Demokratie nicht per Erlass enteignen.
Nunja..........wenn wir das dann rechtzeitig mitkriegen so müsste ich nochmal den Spaten schärfen und die runde Schüppe suchen................ smilie_02 smilie_02
Du kannst es nie allen Recht machen. Selbst wenn du über’s Wasser laufen kannst, kommt sicher einer und fragt, ob du zu blöd zum Schwimmen bist

Beitrag 14.06.2020, 19:38

Benutzeravatar
FloTom
10 Unzen Mitglied
Beiträge: 116
Registriert: 14.08.2015, 12:07
Wohnort: NRW
Spätlese hat geschrieben:
14.06.2020, 19:28
Das wird wohl auch diverser Gesetzesänderungen im Vorfeld bedürfen. Bestandsbesitzer kann man in einer Demokratie nicht per Erlass enteignen.
Doch das geht, man muss es nur clever genug anstellen. Ein Beispiel? Pistole PSM oder Revolver .22 Rem Jet wurden 2008 obwohl sich im legalen Besitz befindlich und auf Waffenbesitzkarte ordnungsgemäß eingetragen über Nacht als "verbotene Waffen" deklariert und eingezogen. Es gab keine finanzielle Entschädigung nur den Hinweis beim BKA eine Ausnahmegenehmigung einzuholen, welche natürlich niemand bekommen hat oder die Waffe an einen Sammler/Händler zu verkaufen der eine Ausnahmegenehmigung bereits hatte (welche es nicht gab).
Alle Waffen wurden dann im Hochofen von der Behörde entsorgt, die Austragungsgebühr aus der WBK in Höhe von 18,50€ mussten die Besitzer natürlich auch zahlen.

https://www.gesetze-im-internet.de/waff ... age_2.html
"1.2.5
mehrschüssige Kurzwaffen sind, deren Baujahr nach dem 1. Januar 1970 liegt, für Zentralfeuermunition in Kalibern unter 6,3 mm, wenn der Antrieb der Geschosse nicht ausschließlich durch den Zündsatz erfolgt"

Beim Goldverbot wird es eine Entschädigung geben, allerdings dann zu einem schlechten Umtauschkurs.

Beitrag 14.06.2020, 19:56

Benutzeravatar
Spätlese
500 g Barren Mitglied
Beiträge: 610
Registriert: 29.09.2019, 15:35
Deine Antwort als Solches finde ich total spannend und auch erschreckend, was die Staatswillkür angeht.
Aber ich denke, das die deutsche Bevölkerung pro Kopf mehr Anlagegold hortet als Schusswaffen.
Obwohl..................... smilie_08 smilie_08
so schlecht wäre diese Kombination auch nicht.............rein aus sicherheitstechnischen Gründen, wohlgemerkt.
Meinen meine ich allerdings, das sich deswegen keiner groß aufgeregt hat, bis auf die paar Betroffenen.
Schusswaffen sind meines Wissens auch nicht zwingend Anlage-Vermögen.
Wer von jetzt auf gleich einfach so "Anlagestrategien" enteignen will, der sollte sich eines Volksaufstands schon bewusst sein.
Hat doch keiner Zeit seines Lebens gearbeitet und sich was zurückgelegt, damit irgendein spinnertes Polit-Konsortium daherkommt und mal eben enteignet. :evil:
Du kannst es nie allen Recht machen. Selbst wenn du über’s Wasser laufen kannst, kommt sicher einer und fragt, ob du zu blöd zum Schwimmen bist

Beitrag 14.06.2020, 20:10

Benutzeravatar
FloTom
10 Unzen Mitglied
Beiträge: 116
Registriert: 14.08.2015, 12:07
Wohnort: NRW
Das war kein Anlagevermögen, wobei der Revolver schon vierstellig gehandelt wurde in neuwertigem Zustand...
Der Hintergrund bei dem Verbot aus Anlage 1.2.5 war ein ganz anderer, das war die Zeit in der eine Waffe aus Belgien "FN Five Seven" in der BILD als "Cop Killer" beschrieben wurde, weil sie weichballistische Schutzwesten durchschlagen konnte, wenn man sie mit speziellen Geschossen geladen hat.
Die dafür nötige Munition fiel aber sowieso schon unter das Kriegswaffenkontrollgesetz und wäre nirgendwo in der EU legal zu kaufen gewesen, aber irgendein fleißiger Referent hat das aufgegriffen und ein Änderung ins Gesetz gebastelt der diese eine Waffe verbieten würde.
Da man das nicht direkt "Verbotsgesetz Pistole Five Seven" nennen konnte oder wollte, ging man den Umweg über die Klassifizierung des Kalibers, der Zündart der Patrone und des Baujahrs, hat aber übersehen dass auch andere Kurzwaffen darunter fallen die völlig unkritisch sind.
War den Beteiligten dann egal, es gab keinen Widerstand von den Besitzern und jetzt sind die Dinge so wie sie sind.

Denkbar auch, dass man ein Goldverbot über drei Umwege mit Geldwäsche, organisierter Kriminalität und Solidarität mit dem Eurosystem oder ähnlichem begründet bekommt. Der Deutsche wird es schlucken, denn die meisten haben keine Edelmetalle und ein gönnerhafter Freibetrag für ein bisschen Schmuck und vielleicht eine Münze als Erbstück wird die Masse schon besänftigen. Der Rest freut sich dass es "den Reichen" endlich mal an den Kragen geht.

Beitrag 14.06.2020, 20:46

Klecks
1 kg Barren Mitglied
Beiträge: 1911
Registriert: 28.11.2011, 14:16
Gleiches Spiel bei den 4mm M20 Revolvern und den LEP-Umbauten. Obwohl die Energie dieser Waffen unter 7,5 Joule liegt (also vergleichbar zu einer frei erwerbbaren Lusftpistole) wurden diese Waffen WBk-pflichtig und damit zig tausende legale Besitzer mehr oder weniger über Nacht kriminalisiert und immense Sammlerwerte vernichtet. Und das alles unter dem Vorwand, uns Bürger vor pösen Waffennarren zu schützen.

Bei den LEP-Waffen (LuftEnergiePatrone) war der Vorwand die Kombination aus einem(!) kriminellen Büchsenmacher, der eine handvoll Waffen so umbaute, dass sie wieder scharf gemacht werden konnten, und einem(!) stinkfaulen/inkompetenden/korrupten BKA-Beamten,der diese Waffenumbauten als irreversibel abgenommen und gestempelt hatte (obwohl die problemlose Rückbaumöglichkeit selbst für Laien offensichtlich war).

Beim Gold wird ja -wie oben beschrieben- weiterhin vehement die Geldwäschefahne geschwenkt obwohl diese offensichtliche Lüge sogar schon vor dem Parlament zugegeben wurde. Wie viel ist die Demokratie noch wert, wenn Gesetze nicht nur auf Basis von Lügen beschlossen werden sondern dabei auch noch schamlos zugegeben wird, dass die Begründung für das Gesetz erstunken und erlogen ist?
Das Leben ist zu kurz, um alle Fehler selber zu machen.

Beitrag 14.06.2020, 20:48

Benutzeravatar
Spätlese
500 g Barren Mitglied
Beiträge: 610
Registriert: 29.09.2019, 15:35
FloTom hat geschrieben:
14.06.2020, 20:10
Denkbar auch, dass man ein Goldverbot über drei Umwege mit Geldwäsche, organisierter Kriminalität und Solidarität mit dem Eurosystem oder ähnlichem begründet bekommt. Der Deutsche wird es schlucken, denn die meisten haben keine Edelmetalle und ein gönnerhafter Freibetrag für ein bisschen Schmuck und vielleicht eine Münze als Erbstück wird die Masse schon besänftigen. Der Rest freut sich dass es "den Reichen" endlich mal an den Kragen geht.
Eine gängige Empfehlung ist ja, das man ca. 5-10% des Vermögens in EM investieren sollte.
Sollte die Mehrzahl der "Reichen" das so handhaben, so könnten die sich eins drauf lachen.
Wer eine Million Euronen Vermögenswerte hat, und bis zu 100.000€ EM welches ihm weggenommen werden soll (davon abzüglich z.B. Freibetrag plus Entschädigung) der hat zwar eine bittere Pille zu schlucken, dem geht es letztlich nicht an den Kragen.
Gut, die Bildzeitung wird das natürlich so ausformulieren und die Linken werden sicherlich auch irgendeinen Stuss von Umverteilung von oben nach unten brabbeln.
Verlierer werden nicht unbedingt die "Superreichen" oder normalen "Reichen", sondern die Sammler und Anleger in kleinen bis durchschnittlichen Gehaltsverhältnissen sein. Die, die sich eine Münze vom Mund absparen um ihrem Hobby zu frönen.
Das werden sicherlich nicht wenige sein.
Du kannst es nie allen Recht machen. Selbst wenn du über’s Wasser laufen kannst, kommt sicher einer und fragt, ob du zu blöd zum Schwimmen bist

Beitrag 15.06.2020, 08:55

Benutzeravatar
SteveG
10 Unzen Mitglied
Beiträge: 257
Registriert: 13.04.2018, 07:52
Spätlese hat geschrieben:
14.06.2020, 20:48
Verlierer werden nicht unbedingt die "Superreichen" oder normalen "Reichen", sondern die Sammler und Anleger in kleinen bis durchschnittlichen Gehaltsverhältnissen sein. Die, die sich eine Münze vom Mund absparen um ihrem Hobby zu frönen.
Das werden sicherlich nicht wenige sein.
Aber auch nicht wirklich viele, jedenfalls nicht im Verhältnis. Und zudem nicht gerade diejenigen, die bisher als protestier- und randaleerprobter Mob aufgefallen sind.

Beitrag 17.06.2020, 18:02

Benutzeravatar
Deichgraf
10 Unzen Mitglied
Beiträge: 435
Registriert: 18.07.2011, 18:49
Sehe ich das richtig, dass hier einige ehrliche und anständige User mit ehrlich und anständige erworbenem Geld Gold kaufen wollen, ohne dem Staat Name und Adresse angeben zu müssen, um dann, wenn jener innovative Gesetze zum Wohle der Allgemeinheit erlässt, sich in die vorbereitete Kriminalität zu begeben, indem sie dem Staat die ihm zustehenden Vermögensteile hinterziehen? Da würde ich doch heute schon anfangen und Steuern hinterziehen. Warum erst morgen kriminell werden?
Nein, nein, nein. Das sehe ich bestimmt falsch.
smilie_06

Beitrag 17.06.2020, 20:19

Benutzeravatar
Spätlese
500 g Barren Mitglied
Beiträge: 610
Registriert: 29.09.2019, 15:35
Deichgraf hat geschrieben:
17.06.2020, 18:02
Sehe ich das richtig, dass hier einige ehrliche und anständige User mit ehrlich und anständige erworbenem Geld Gold kaufen wollen, ohne dem Staat Name und Adresse angeben zu müssen, um dann, wenn jener innovative Gesetze zum Wohle der Allgemeinheit erlässt, sich in die vorbereitete Kriminalität zu begeben, indem sie dem Staat die ihm zustehenden Vermögensteile hinterziehen?
Jepp.............. 8) allerdings unter Ausnutzung aller legalen Möglichkeiten der Verschleierung und unter Hinzunahme der Unschuldsvermutung aufgrund meiner dann attestierten Demenz. smilie_02 smilie_02
Deichgraf hat geschrieben:
17.06.2020, 18:02
Da würde ich doch heute schon anfangen und Steuern hinterziehen. Warum erst morgen kriminell werden?
Nein, nein, nein. Das sehe ich bestimmt falsch.
smilie_06
Den Spaß mit all den Steuern lasse ich mir doch nicht entgehen. smilie_01
Ich zahle gerne Steuern um dem Staat und der Gesellschaft etwas zurück zu geben, was ich selber eigentlich in dem Umfang nie bekommen habe. Ich lese auch sehr interessiert das "Schwarzbuch des Steuerzahlers" und finde es Klasse, auf welch innovative Ideen unsere Steuergeldverwerter so kommen können.
Nur bei dem Wort "kriminell" fällt mir ein kleiner Bilderwitz ein:
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Du kannst es nie allen Recht machen. Selbst wenn du über’s Wasser laufen kannst, kommt sicher einer und fragt, ob du zu blöd zum Schwimmen bist

Beitrag 17.06.2020, 20:41

Benutzeravatar
Deichgraf
10 Unzen Mitglied
Beiträge: 435
Registriert: 18.07.2011, 18:49
[quote=Spätlese post_id=204508 time=1592421577 user_id=9273]
[quote=Deichgraf post_id=204505 time=1592413354 user_id=3434]
Sehe ich das richtig, dass hier einige ehrliche und anständige User mit ehrlich und anständige erworbenem Geld Gold kaufen wollen, ohne dem Staat Name und Adresse angeben zu müssen, um dann, wenn jener innovative Gesetze zum Wohle der Allgemeinheit erlässt, sich in die vorbereitete Kriminalität zu begeben, indem sie dem Staat die ihm zustehenden Vermögensteile hinterziehen?
[/quote]

Jepp.............. 8) allerdings unter Ausnutzung aller legalen Möglichkeiten der Verschleierung und unter Hinzunahme der Unschuldsvermutung aufgrund meiner dann attestierten Demenz. smilie_02 smilie_02
[/quote]

Ja, wo bin ich den hier gelandet?! Ist ja wie bei mir zuhause!
Unrecht Gut ist steuerfrei.
smilie_01

Antworten