Tafelgeschäfte nur noch bis 2000 €

Tagesgespräch zu Wirtschaftsthemen wie Geldmarkt, Börse, Währung, Finanzkrise, Inflation aus Deutschland und der Welt

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Beitrag 03.11.2019, 13:44

Klecks
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lifesgood hat geschrieben:
03.11.2019, 12:41
Diesen Artikel hatte Klecks schon gestern verlinkt ;)

lifesgood
Nö, das war Herebordus. Ich hab ihn auch nur zitiert. Lauter Plagiate hier smilie_11
Das Leben ist zu kurz, um alle Fehler selber zu machen.

Beitrag 03.11.2019, 14:56

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Oliver
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[/quote]
Lauter Plagiate hier smilie_11
[/quote]
Solange dies hier nicht bei den angebotenen Münzen der Fall ist, ist's ok smilie_02 smilie_10
smilie_37SCHAAAALKE smilie_37

Beitrag 03.11.2019, 15:57

Quinar
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lifesgood hat geschrieben:
03.11.2019, 06:28

Beim Gebrauchtwagenkauf wäre es ohnehin egal, spätestens bei der Zulassung würde den Behörden bekannt, dass man ein neues Auto hat. Und wenn es sich dann nicht um einen günstigen Gebrauchtwagen für wenige tausend Euro handelt (es gibt ja auch Gebrauchte jenseit der 50 oder 100 k€), dann sollte der Anschaffung (wenn sie bar erfolgt) doch auch ein entsprechende Auszahlung vom Konto gegenüberstehen ;)

Schon klar wie es gedacht ist, allerdings sollte man gerade in Zeiten von Null- oder Negativzins eine Nichtnutzung von Konten bei Kreditinstituten und die vermehrte Nutzung von Bargeld als das beschreiben was es ist.Eine legitime Normalität.

Beitrag 03.11.2019, 17:12

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lifesgood
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Wir kennen ja alle die Überlegungen des IWF unter der Leitung von Frau Lagarde zu Negativzinsen und selbst zur Bargeldabwertung.

Nun ist Frau Lagarde EZB-Chefin und wir können uns ausmalen, wohin der Weg führen wird. Wir werden mittelfristig mit Negativzinsen beim Normalbürger und ggf. auch mit Bargeldabwertung rechnen müssen.

Mit einer Bargeldabwertung wird die Flucht ins Bargeld zur Vermeidung von Negativzinsen unattraktiv. Bleiben noch die Edelmetalle um der Negativverzinsung zu entgehen. Hier will man dann eben wissen wer was kauft, um ggf. später Steuern erheben zu können usw..

Ja, die Nutzung von Bargeld ist legitime Normalität. Aber was legitim ist, bestimmt eben der Gesetzgeber. Und es ist ja nicht das erste mal, dass Bargeldgrenzen reduziert werden. Neu ist lediglich, dass eine bestimmte Warengruppe eigene, niedrigere Bargeldgrenzen erhält.

lifesgood

Beitrag 03.11.2019, 17:21

Quinar
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Schon klar, mir ging es eher um die Haltung welche man diesbezüglich entwickelt.

Und da defensiv tendentiell verliert begebe ich mich erst gar nicht in den Rechtfertigungsmodus.

Der Gesetzgeber ist seinerseits weder vom Himmel gefallen und welche Rolle Lobbys.Agenda oder Medien in seinen Entscheidungen treffen lassen ich mal offen ( den aktuellen Vortrag Kralls beim der Hayek-Club Hammover vom 22.10 2019 empfehle ich dennoch)

Zurück zum Bargeld.....
ob ich damit dem Negativzins entgehen will oder einfach nur die schrullige uralte Omma bin (doch ,schreibt sich in diesem Fall mit 2 "m" :D ) welche Scheine in der Matratze bunkert,ob ich den Banken mißtraue,Drogenhändler,Terrorpate oder gar Steuerhinterzieher bin oder in einem Sektor tätig in welchem Barmittel nach wie vor vollkommen üblich sind, oder ob nochmals gänzlich andere denkbare Möglichkeiten den Ausschlag fürs Bare geben ist zunächst einerlei und eben nicht erklärungsbedürftig.
Zuletzt geändert von Quinar am 03.11.2019, 17:41, insgesamt 1-mal geändert.

Beitrag 03.11.2019, 17:28

saho111
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lifesgood hat geschrieben:
03.11.2019, 17:12

Mit einer Bargeldabwertung wird die Flucht ins Bargeld zur Vermeidung von Negativzinsen unattraktiv. Bleiben noch die Edelmetalle um der Negativverzinsung zu entgehen. Hier will man dann eben wissen wer was kauft, um ggf. später Steuern erheben zu können usw..
Wie soll das funktionieren?
Man könnte später behaupten, dass der Goldbestand den man z.B. vor 5 oder 10 Jahren gekauft hatte, sich schon lange nicht mehr im eigenen Besitz befindet. Nur wenn der Besitz noch nachweisbar wäre, ist es m.M. nach möglich Abgaben darauf zu erheben.

Wenn tatsächlich eine Besteuerung von Gewinnen kommen sollte, dann kann das nur zukünftige Käufe betreffen.

Beitrag 03.11.2019, 18:25

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lifesgood
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Du hast es ja selbst fett markiert, ich schrieb von Steuern, nicht von einem Goldverbot und Einziehung.

Steuern fallen immer dann an, wenn Gewinne realisiert werden, also wenn man verkauft. Und dann ist der Gewinn die Differenz zwischen Verkaufspreis und Kaufpreis.

Es würde mich nicht wundern wenn, wie seinerzeit bei den Aktien, die Steuerfreiheit von Gewinnen nach 1 Jahr Haltefrist auch bei den Edelmetallen wegfällt. Dies würde dann, wie seinerzeit bei den Aktien, alle Edelmetalle betreffen, die nach dem Stichtag gekauft wurden.

Mir persönlich ist es egal, meine Anlagekäufe sind durch und ich kann für jeden Kauf, auch die Tafelgeschäfte, das Kaufdatum und damit, dass es vor einem eventuellen Stichtag lag, nachweisen.

Natürlich kann die Besteuerung dieser Gewinne erst für Käufe nach dem Stichtag erfolgen, aber gerade hier erscheint es doch sinnvoll, zu wissen wer wieviel nach dem Stichtag gekauft hat. Verkauft man jedoch in Stückelungsgrößen die unter der Meldegrenze liegen an einen Händler (beim Privatverkauf sieht es anders aus), wird es wohl am Verkäufer liegen nachzuweisen, dass das EM vor dem Stichtag erworben wurde. Was dann nur mit entsprechenden Belegen möglich ist.

lifesgood

Beitrag 03.11.2019, 18:39

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Oliver
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lifesgood hat geschrieben:
03.11.2019, 18:25


Steuern fallen immer dann an, wenn Gewinne realisiert werden, also wenn man verkauft. Und dann ist der Gewinn die Differenz zwischen Verkaufspreis und Kaufpreis.

Das ist so nicht ganz richtig. Nur beim Verkauf innerhalb des ersten Jahres nach dem Kauf
https://www.gold.de/steuern-edelmetalle/
smilie_37SCHAAAALKE smilie_37

Beitrag 03.11.2019, 18:44

Quinar
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Auf Börsen und Messen waren (und sind) irgendwelche Papiernachweise Jahre- und Jahrzehntelang schlicht nicht üblich.

Im Laufe der Jahre summiert sich das zu einer Größenordnung auf welche in meinem Fall sogar leicht über meinen belegbaren Investkäufen liegen.

Letzere lagern mitsamt den zugehörigen Zetteln aber ohnehin dort wo auch der Erwerb stattfand. Nicht in D.

Ob ich den "Guten" zutraue auch die steuerfreie Haltefrist für Edelmetralle weiter herabzusetzen?

Den zugrunde liegenden Gestus gewiß, jedoch wäre das praktisch ohnehin nicht durchsetzbar.



.

Beitrag 03.11.2019, 18:51

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lifesgood
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Oliver hat geschrieben:
03.11.2019, 18:39
lifesgood hat geschrieben:
03.11.2019, 18:25


Steuern fallen immer dann an, wenn Gewinne realisiert werden, also wenn man verkauft. Und dann ist der Gewinn die Differenz zwischen Verkaufspreis und Kaufpreis.

Das ist so nicht ganz richtig. Nur beim Verkauf innerhalb des ersten Jahres nach dem Kauf
https://www.gold.de/steuern-edelmetalle/
Lesen - denken - verstehen lieber Oliver.
lifesgood hat geschrieben:
03.11.2019, 18:25

Steuern fallen immer dann an, wenn Gewinne realisiert werden, also wenn man verkauft. Und dann ist der Gewinn die Differenz zwischen Verkaufspreis und Kaufpreis.

Es würde mich nicht wundern wenn, wie seinerzeit bei den Aktien, die Steuerfreiheit von Gewinnen nach 1 Jahr Haltefrist auch bei den Edelmetallen wegfällt. Dies würde dann, wie seinerzeit bei den Aktien, alle Edelmetalle betreffen, die nach dem Stichtag gekauft wurden.
Hättest Du weiter gelesen, hättest Du auch erkannt, dass ich genau dieses angesprochen habe.

lifesgood

Beitrag 03.11.2019, 19:19

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VfL Bochum 1848
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Oliver lernt halt noch als Gold-Novize.

Aber ne geile Signatur hat er!
VfL Bochum? -Find ich gut!

Beitrag 03.11.2019, 19:41

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Spätlese
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Werde noch einmal für unterhalb 10k was ordern, dann ist für dieses Jahr Zupf.
Vielleicht Anfang des Jahres, also kurz vor Glocke, nochmal und dann erst mal eine längere Pause. Gucken was die hohen Herren sich noch so alles einfallen lassen und vor allem: Marktbeobachtung und das ganze Drumherum zu dem hochbeschworenen "Crash". EM ist ja nu auch nicht alles, was diesen "Crash", wenn er denn kommt, abfedert. Gibt da ja noch mehr Optionen.
Wenn es nach Dr. Marcus Krall oder Marc Friedrich ginge, so wäre ich als Teilzeitalkoholiker auch mit ein paar Paletten Jim Beam oder Johnny Walker im heimischen Keller gut beraten.................. smilie_02 smilie_02 smilie_06
Prima Anlage, prima Tauschmittel und wenn´s keiner will: Schmeckt mir´s auch........... 8)
Mein Hauptproblem ist allerdings, das ich theoretisch das Geld schneller rausballern könnte, als es wieder hereinkommt................... smilie_28 Da gilt es noch dran zu arbeiten.
Du kannst es nie allen Recht machen. Selbst wenn du über’s Wasser laufen kannst, kommt sicher einer und fragt, ob du zu blöd zum Schwimmen bist

Beitrag 03.11.2019, 20:06

Quinar
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Zwischen Krall und Friedrich sehe ich allerdings eine komplette Liga Distanz.

Hatte den Vortrag vom 22.10 auch nicht aufgrund irgendwelcher Crashzenarien erwähnt,sondern weil in diesem Vortrag auch andere grundsätzliche Punkte und Ursachen angesprochen werden.

https://www.youtube.com/watch?v=ZtUGCJZsMgY

Jim Beam? Johnny Walker?

Guts Gütle, es gibt für relativ schmales Geld auch trinkbare Whiskys,selbst auf der Hohlraumverdichtungsebene.

Preis-/Leistungsverhältis passt z.B. hier: https://www.lidl.de/de/teacher-s-blende ... gKCR_D_BwE

Beitrag 03.11.2019, 20:09

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Sapnovela
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"Keep calm and stack on."

Der Schritt die Goldanleger zu kriminalisieren war absehbar. Es ist schlichter Unfug, dass Gold in der Geldwäsche eine bedeutende Rolle spielt. Auf die Anfrage des FDP Abgeordneten Schäffler musste die Regierung Zahlen bereistellen, aus denen hervorgeht, dass die Absenkung der Grenze für Tafelgeschäfte von 10.000 Euro gerade mal vier (!) Fälle in zwei Jahren als sachliche Handlungsgrundlage hat:
https://www.welt.de/wirtschaft/article2 ... rfung.html

Es ist wie immer bei dieser Regierung. A sagen und B meinen. Warum nur muss die Grundsteuer wertbasiert sein, obwohl das einen extrem hohen Aufwand verursacht? Weil es nur vordergründig um die Grundsteuer geht! Hat der Fiskus erst einmal die Immobilienwerte, steht der Wiedereinführung der Vermögenssteuer nichts mehr im Wege. Da wäre es unglaublich ärgerlich, wenn jemand aus der Steuerpflicht schlüpfen könnte, wenn er sein Geld mittels Tafelgeschäften in Sicherheit bringt.

Zur allgemeinen Steuergier der Finanzminister gesellt sich noch eine offenkundige Abneigung gegen jeden, der es wagen will die eigene Rente aufzubessern. Wer als normaler Renter mit 42% vom letzten Netto nicht klarkommt, hätte halt Politiker werden sollen. Pensionen ohne je eingezahlt zu haben, herrlich. Aktien dagegen sind reaktionäre Kapitalistenschei....e. Daher muss die Finanztransaktionssteuer her, die so konstruiert ist, dass sie vor allem Kleinanleger abschöpft. Die Profis kennen ihre Umgehungsmethoden schon.
https://www.welt.de/finanzen/geldanlage ... -hart.html

So wie bei der Grunderwerbssteuer. Ist ja nicht so, dass bei dem Erwerb eines Hochhauses in Frankfurt irgendjemand Steuern zahlen würde. Schließlich wird eine GmbH verkauft, die das Gebäude besitzt. Im Grundbuch ändert sich gar nichts, daher keine Steuern. Nur der dumme kleine Privatmann, der ein Reihenhaus kauft, der darf fleissig blechen... und das jedes Jahr mehr.
https://de.statista.com/statistik/daten ... erbsteuer/

Das alles ist kein Zufall. Auch Politiker wissen, dass das Geld hinter den Target-2 Salden weg ist. Sie wissen um die demographische Bombe und um die ungedeckten Pensionsversprechen für sich und die Beamten. Sie machen jetzt Nägel mit Köpfen solange sie noch die Mehrheit haben. Sobald die Baby-Bommer in Rente gehen, platzt die Wohlstandsblase in Deutschland. Das ist schlichte Mathematik.

Wer dann noch Geld hat, wird vom Staat ausgepresst. Länger arbeiten (Rente mit 70
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/bu ... e-101.html), höhere Steuern ("Für´s Klima") und Vermögensabgaben.

Wer jetzt meint noch mal schnell die Schweiz zu reisen und da einen Tresorplatz anzumieten, dem sei Geduld, eine kleine Stückelung und ein gutes Fahrrad ans Herz gelegt. Die Grenze für die anmeldefreie Ausfuhr beträgt - tata - 300 Euro. Also schön die Freundin in Freiburg im Hotel mit der Tube Vrenis warten lassen und dann hin und her und hin und her. :mrgreen:
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empfehlungen-bewertungen-fuer-mitgliede ... 7-s20.html

Beitrag 03.11.2019, 20:20

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lifesgood
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Quinar hat geschrieben:
03.11.2019, 20:06
Zwischen Krall und Friedrich sehe ich allerdings eine komplette Liga Distanz.

Hatte den Vortrag vom 22.10 auch nicht aufgrund irgendwelcher Crashzenarien erwähnt,sondern weil in diesem Vortrag auch andere grundsätzliche Punkte und Ursachen angesprochen werden.
Lustigerweise finden die Vorträge von Krall und F. u. W. am Freitag bei der Edelmetallmesse zeitgleich um 11.35 Uhr statt. Man muss sich also entscheiden, wem man zuhören möchte.

Ich werde mir wohl den Krall anhören.

lifesgood
Zuletzt geändert von lifesgood am 03.11.2019, 20:24, insgesamt 1-mal geändert.

Beitrag 03.11.2019, 20:24

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Spätlese
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@ Quinar:
Das mit "Jim Beam" und "Johnny Walker" war eher beispielhafter Natur. Aber da geht es in einer Krise mit Tauschkultur vermutlich um "In der Not frisst der Teufel Fliegen". Man wird da sicherlich nicht jeden Geschmack treffen können. Ich denke aber, dann sind die Anprüche auch nicht so hochgeschraubt.

"Zwischen Krall und Friedrich sehe ich allerdings eine komplette Liga Distanz."

Dieser Satz überrascht mich ein wenig, da (mal vom zeitlichen Versatz abgesehen) eigentlich beide ähnliche Meinungen vertreten.
Welchem von den beiden wärst Du denn eher zugetan? Wegen dem verlinkten Video eher Dr. Krall?
Du kannst es nie allen Recht machen. Selbst wenn du über’s Wasser laufen kannst, kommt sicher einer und fragt, ob du zu blöd zum Schwimmen bist

Beitrag 03.11.2019, 20:46

Quinar
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Spätlese hat geschrieben:
03.11.2019, 20:24

Welchem von den beiden wärst Du denn eher zugetan? Wegen dem verlinkten Video eher Dr. Krall?
Ja.

Allerdings:

1. Friedrich habe ich bislang nur sehr oberflächlich wahrgenommen, mag Sprache sowie Stil nicht und habe in dieser oberflächlichen Wahrnehmung auch nada gesehen was über den üblichen Keynsianismus hinauslangt.

2.Pflege selbst Sympathien gegenüber der österreichischen Schule (von Hayek/ von Mieses).

Ergo bin ich hinten und vorne weder neutral noch auf auch nur annähernd gleichem Informationsstand was die Arbeit Kralls respektive Friedrichs angeht.

Beitrag 03.11.2019, 22:23

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Spätlese
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@Quinar:
Habe mir jetzt den verlinkten Beitrag mal komplett angesehen.
Manche Sachen finde ich persönlich erstrebenswert, anderes allerdings nicht.
Ich hadder da noch mit mir selbst rum, aber im Grunde denke ich, das wenn Dr. Krall bzw. seine "Ideologien" mal Realität werden würden, wir uns alle hier warm einpacken dürfen.
Vieles zum Wohle der deutschen Gesellschaft aber auch vieles zum Nachteil diverser Bevölkerungsschichten.
Ein personeller Komplettumbau des Systems hinsichtlich der Kompetenz der "Machtinhaber" halte ich ebenfalls für dringlichst angebracht. Siehe Kramp-Karrenbauer (Verteidigungsministerin), Scheuer (Verkehrsminister), Spahn (Gesundheitsminister) und, und, und. Alles eine Besetzung über politische Karrieren, nicht über Gelerntes, geschweige denn über Erfahrung in den Bereichen. Die Liste lässt sich mittlerweile beliebig fortführen.
Bin mal gespannt, was Lifesgood so zu berichten hat, wenn es sich das live angehört hat.
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Beitrag 03.11.2019, 23:08

Quinar
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Grundsätzliche Nähe zur österreichischen Schule muß sich nicht zwingend in Kralls Ansätzen manifestieren.

Wenn man von Hayek/von Mieses als "Ideologie" benennen will darf man aber nicht vergessen daß der gegenwärtig dominierende Keynsianismus sehr viel anpassungsfähiger an gesellschaftspolitische Ideologien (vom NS bis hin zum aktuellen globalistischen Linksliberalismus) ist als es die österreichische Schule je sein könnte.

Die Frostperiode und das "warme Einpacken" steht ohnehin an.
Halte ich es jedoch für plausibel daß nah an Kralls Ansätzen die Winterklamotten zügiger wieder abgelegt werden könnten als mit dem nächsten keynsianischen (von dem durchaus drohenden sozialistischen ganz zu schweigen) Anlauf.

Zudem entfallen mit der österreichischen Schule die strukturellen Webfehler welche eine keynsianisch geprägte Struktur zwingend und IMMER zu dem Punkt führen muß an welchem wir in historischer Perspektive angekommen sind.

Werden es zwar kaum in den Kommentarspalten eines Edelmetalforums mal eben kurz herunterbrechend in die Tastatur hauen können was denn nun der Weisheit letzter Schluß zur Karre im Dreck sein mag, aber weder ein weiter so mim bissl zukleisternder Kosmetik noch grünrotbraune Sozialismen wollen mir da zusagen.

Beitrag 04.11.2019, 08:38

saho111
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Sapnovela hat geschrieben:
03.11.2019, 20:09
"Keep calm and stack on."

Der Schritt die Goldanleger zu kriminalisieren war absehbar. Es ist schlichter Unfug, dass Gold in der Geldwäsche eine bedeutende Rolle spielt. Auf die Anfrage des FDP Abgeordneten Schäffler musste die Regierung Zahlen bereistellen, aus denen hervorgeht, dass die Absenkung der Grenze für Tafelgeschäfte von 10.000 Euro gerade mal vier (!) Fälle in zwei Jahren als sachliche Handlungsgrundlage hat:
https://www.welt.de/wirtschaft/article2 ... rfung.html

Es ist wie immer bei dieser Regierung. A sagen und B meinen. Warum nur muss die Grundsteuer wertbasiert sein, obwohl das einen extrem hohen Aufwand verursacht? Weil es nur vordergründig um die Grundsteuer geht! Hat der Fiskus erst einmal die Immobilienwerte, steht der Wiedereinführung der Vermögenssteuer nichts mehr im Wege. Da wäre es unglaublich ärgerlich, wenn jemand aus der Steuerpflicht schlüpfen könnte, wenn er sein Geld mittels Tafelgeschäften in Sicherheit bringt.

Zur allgemeinen Steuergier der Finanzminister gesellt sich noch eine offenkundige Abneigung gegen jeden, der es wagen will die eigene Rente aufzubessern. Wer als normaler Renter mit 42% vom letzten Netto nicht klarkommt, hätte halt Politiker werden sollen. Pensionen ohne je eingezahlt zu haben, herrlich. Aktien dagegen sind reaktionäre Kapitalistenschei....e. Daher muss die Finanztransaktionssteuer her, die so konstruiert ist, dass sie vor allem Kleinanleger abschöpft. Die Profis kennen ihre Umgehungsmethoden schon.
https://www.welt.de/finanzen/geldanlage ... -hart.html

So wie bei der Grunderwerbssteuer. Ist ja nicht so, dass bei dem Erwerb eines Hochhauses in Frankfurt irgendjemand Steuern zahlen würde. Schließlich wird eine GmbH verkauft, die das Gebäude besitzt. Im Grundbuch ändert sich gar nichts, daher keine Steuern. Nur der dumme kleine Privatmann, der ein Reihenhaus kauft, der darf fleissig blechen... und das jedes Jahr mehr.
https://de.statista.com/statistik/daten ... erbsteuer/

Das alles ist kein Zufall. Auch Politiker wissen, dass das Geld hinter den Target-2 Salden weg ist. Sie wissen um die demographische Bombe und um die ungedeckten Pensionsversprechen für sich und die Beamten. Sie machen jetzt Nägel mit Köpfen solange sie noch die Mehrheit haben. Sobald die Baby-Bommer in Rente gehen, platzt die Wohlstandsblase in Deutschland. Das ist schlichte Mathematik.

Wer dann noch Geld hat, wird vom Staat ausgepresst. Länger arbeiten (Rente mit 70
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/bu ... e-101.html), höhere Steuern ("Für´s Klima") und Vermögensabgaben.

Wer jetzt meint noch mal schnell die Schweiz zu reisen und da einen Tresorplatz anzumieten, dem sei Geduld, eine kleine Stückelung und ein gutes Fahrrad ans Herz gelegt. Die Grenze für die anmeldefreie Ausfuhr beträgt - tata - 300 Euro. Also schön die Freundin in Freiburg im Hotel mit der Tube Vrenis warten lassen und dann hin und her und hin und her. :mrgreen:

Sehr guter Beitrag von Dir, da hast du die Situation auf den Punkt gebracht.
Besser ist es noch, wenn die Freundin eine schweizerische Staatsbürgerin ist welche mit dem Fahrrad hin und her fährt.

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