CORONA: Fake oder nicht?

Tagesgespräch zu Wirtschaftsthemen wie Geldmarkt, Börse, Währung, Finanzkrise, Inflation aus Deutschland und der Welt

Moderatoren: Ladon, Forum-Team

Antworten

Beitrag 12.05.2020, 17:50

delaboetie
10 Unzen Mitglied
Beiträge: 413
Registriert: 21.09.2012, 23:04
@ Sap

was meinst Du mit "Stichwort intubieren bei Lungenembolie?" Und dass beatmete Patienten auf Intensiv eher sterben als die nicht-beatmeten? Ist ja klar! Das sind ja auch die Kränkeren!

Niemand wird ohne Grund intubiert. Auch wenn in der Zeit irgendein Palliativmediziner ein inkompetentes Interview gibt. Das kannst Du mir glauben, da kenn ich mich aus.

Und NEIN. Es sterben nicht nur Alte und Kranke. Es werden auch Kinder schwer krank. "Stichwort Kawasaki" sag ich nur. Es nützt auch nichts wenn 50% asymptomatisch sind wenn es genug gibt, die mangels Betten auf den Fluren verrecken wie in Italien, Spanien, Frankreich, England, USA und Brasilien zum Beispiel

Aber vielen Dank für Deine Bemerkung zur Lega. Covid 19 Fälle ins Altenheim zu legen ist echt unglaublich. Ich hatte das schon vergessen. Das sind echt die Allerschlausten!
Hell is empty-all the devils are here!
Shakespeare

Beitrag 12.05.2020, 18:20

halligalli
10 Unzen Mitglied
Beiträge: 148
Registriert: 30.11.2010, 23:18
Auch sehr empfehlenswert zum Thema !

https://youtu.be/N-Gf5Li_jz4

Beitrag 13.05.2020, 00:11

Benutzeravatar
lifesgood
Gold-Guru
Beiträge: 2808
Registriert: 07.10.2012, 10:27
Wohnort: zwei
Igolide hat geschrieben:
12.05.2020, 15:50

Tja, Statistiken und ihre Fallstricke ...
Die ALLGEMEINE durchschnittliche Lebenserwartung betrug nach GESUNDHEITSBERICHTERSTATTUNG DES BUNDES 2016/2018 ohne Berücksichtung des Geschlechts bei der Geburt 78,48 Jahre.
Aber im Alter von 80 jahren hat der/die durchschnittliche Deutsche aber immer noch 8 Jahre DURCHSCHNITTÖLICHE Lebenserwartung (weil es natürlich welche geben muß die über dem Durchschnitt liegen und das sind logischerweise die Alten).
Sogar mit 100 hat man statistisch noch 1,82 Jahre ...
... auch diese Zahlen sind mir natürlich bekannt. Aber wenn Du auch meinen anderen Link gelesen hast, in dem das Durchschnittsalter der Corona-Toten zu lesen ist, steht da auch "Das Robert-Koch-Institut benennt weitere Einzelheiten zu den bislang registrierten Todesfällen in Deutschland. 86 Prozent der Gestorbenen sind 70 Jahre oder älter. Bei den Gestorbenen habe der Altersdurchschnitt bei 81 Jahren gelegen."
Also gibt es auch hier einen deutlichen Anteil an Menschen die den Durchschnitt auf diese 81 Jahre "drücken".

Der Grund liegt doch darin, dass in einem gewissen Alter einfach die Kraft des Körpers, sich gegen jedwede Infektion zu wehren nachläßt, genauso bei Menschen mit Vorerkrankung. Und genau das sind doch die Menschen, die eine Corona-Infektion nicht überleben.

Die Frage die man hier durchaus stellen kann ist die, ob nicht auch eine Influenza oder ein stärkerer Schnupfen tödlich verlaufen wäre. Ich habe mit dem Vater meiner Lebensgefährtin einen Menschen 100 Jahre alt werden gesehen. Zumindest für die letzten 5 Jahre läßt sich feststellen, dass jeder Infekt vermutlich tödlich verlaufen wäre.

Natürlich ist jeder Infizierte Verstorbene an Corona verstorben, aber die Frage muss erlaubt sein, ob beim Einzelnen nicht auch eine andere, leichtere Infektion zum Tod geführt hätte. Zudem sind natürlich auch durch die Hygienemaßnahmen wegen Corona, andere Infektionskrankheiten zurückgegangen. Irgendwann wird man Bilanz ziehen müssen/können, wie viele Menschen in normalen Jahren verstorben sind und wie viele während der Corona-Pandemie. Dieser Saldo ist dann die tatsächliche Zahl der Toten, die durch Corona zusätzlich verstorben sind.
Igolide hat geschrieben:
12.05.2020, 15:50
Ich kann nur wiederholen.
Außer hier im Lande selbst finden in der ganzen Welt alle das Handling hier beispielhaft.
Und die Zahlen sprechen für sich. da gibt es nichts zu deuteln. Aber auch gar nichts.

Panik sehe ich vor allem bei denen die glauben es mache sie zu unfreien menschen, wenn sie eine Gesichsmaske beim Einkaufen anziehen sollen. Uiuiuiui das sind aber echte Rebellen, die darin die Apokalypse der Freiheit sehen. Habt ihr keine anderen Sorgen? Dann muss es das Paradies sein.
Es wird doch alles zurückgefahren! Herrjeh, was denn noch? Aufgepasst! Ja!!! Aber:
HIER findet doch öffentliche Diskussion statt (wie man sieht)!
Das ist in anderen Ländern nicht unbedingt üblich.
Es ist so, wie es sein soll.
Das Handling hier ist notwendig, um das Versagen am Anfang zu kompensieren (hatte ich weiter oben schon geschrieben). Gerade die Masken sind hier ein gutes Beispiel. Es wurde uns doch wochenlang erzählt, dass einfache Masken nichts bringen und nun soll selbst ein Schal vor Mund und Nase etwas bringen.
Irgendwann wird man wohl die Omas in den Altersheimen noch bitten Mund-Nasenschutzmasken zu häkeln smilie_10

Letztens habe ich eine Umfrage im TV gesehen. 25% derer die Stoffmasken tragen, waschen diese täglich, 15% mehrmals pro Woche und 60% gar nicht - na toll! Da wird auch die Maske zur Virenschleuder.

Ich war immer davon überzeugt, dass die Maskenpflicht kommt und bin jetzt davon überzeugt, dass uns die Masken noch sehr lange begleiten werden. Ich hatte als Normalbürger sicherlich weniger Informationen aus China als die politisch Verantwortlichen und dennoch habe ich meine Masken Mitte Februar gekauft, als Herr Maaßen die noch im Flieger nach China gebracht hat.. Und ich habe diese auch schon beim Einkaufen getragen, als das noch keine Pflicht war und man noch komisch angesehen wurde. Und das aus zweierlei Gründen. Zum Einen weil ich mich nicht selbst infizieren möchten und zum Anderen auch, weil ich (sofern ich unbewußt das Virus trage) auch nicht Schuld an der Infektion Anderer sein möchte. Das ist eine Frage des Anstands und des Respekts Anderen gegenüber. Das mußte ich heute beim Einkaufen leider noch bei vielen Mitmenschen vermissen. Das sind dann vermutlich diejenigen, die ihre wochenlang nicht gewaschenen Stoffmasken tragen, die meinen die Abstandregeln nicht einhalten zu müssen.
Igolide hat geschrieben:
12.05.2020, 15:50
Sorry, das dauernde weinerliche getue wie schlecht es uns geht, nervt.
Glas kann halbvoll oder halbleer gesehen werden.
Unseres ist mindestens dreiviertel voll (aber das ist natürlich einviertel leer, schon klar, da kann man schon mal jammern).
Ich bin der Meinung (wie weiter oben schon mal geschrieben), dass es gar nicht so weit hätte kommen brauchen, wenn die Politik bereits am Anfang die Sache ernst genommen hätte und ich fühle mich schlecht "regiert".

Ganz ehrlich, es ist doch erbärmlich, wenn es in einem Land Pandemie-Pläne gibt und wenn dann tatsächlich mal eine Pandemie kommt, ist man darauf angewiesen, dass Konzerne wie BMW Hunderttausende ans Masken spenden, um zumindest das medizinische und Pflegepersonal mehr schlecht als recht mit Schutzmaterial ausstatten zu können. Und man ist darauf angewiesen, dass Spirituosenhersteller Neutralalkohol zur Verfügung stellen, damit wenigstens Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen mit Desinfektionsmittel versorgt werden können. Das klingt doch mehr nach Bananenrepublik, als nach einem der hochtechnologisiertesten Länder der Welt.

Die Normalbürger hat man dabei zum Spielball der Geschäftemacher gemacht. Heute bezahlt man, wenn man günstig rankommt für OP-Masken zwischen 15 und 25 € für den 50er Pack, das sind 30 - 50 Cent pro Stück. Von Medpex kam vorgestern ein mail rein, die verlangen im 10er Pack 1,-- € pro Stück und im 50er Pack über 70 Cent pro Stück. Meine Lebensgefährtin, die in einem Biotechbetrieb beschäftigt ist, hatte sich kürzlich mal mit dem Einkäufer unterhalten. Vor der Corona-Krise hatte ein 50er Pack OP-Masken zwischen 1,50 und 2,-- € gekostet, also zwischen 3 und 4 Cent pro Stück.

Mein persönliches Fazit: Jeder Tote, der an Corona verstorben ist (und nicht auch wegen seiner schwachen Gesamtkonstitution an jeder anderen Infektion verstorben wäre) ist einer zu viel.
Es ist kein Jammern, wenn man Fehler aufzeigt, sondern die einzige Möglichkeit es in Zukunft besser zu machen. Denn jedes halbwegs intelligente Lebewesen auf diesem Planeten verfügt über die Gabe, aus Fehlern zu lernen. Voraussetzung dafür ist natürlich, den Fehler erstmal als solchen zu erkennen.

Sich hier auf die Position zurückzuziehen, dass andere Länder es noch schlechter gemacht haben, ist nicht zielführend. Gerade wenn es um Menschenleben geht, sollte das volle Glas das Ziel sein. Der Verstorbene und dessen Angehörige haben nichts davon, dass in anderen Ländern noch mehr Menschen verstorben sind.

lifesgood

Beitrag 13.05.2020, 01:35

Benutzeravatar
Sinjawski
10 Unzen Mitglied
Beiträge: 399
Registriert: 17.11.2012, 23:44
zu S. Homburg: Dann sollte man aber auch das mal lesen und versuchen, zu verstehen:
https://correctiv.org/faktencheck/2020/ ... rz-greifen
Behaupten kann man viel, obwohl: streng genommen hat Makrooekonomik mit Medizin gemein, dass beides keine exakten Wissenschaften sind, aber ein bisschen sachlicher duerfte es schon gehen.
Wenn ich dann die blinde Begeisterung sehe, und Aufforderungen, er solle in die Politik gehen, muss ich mich sehr wundern: diese Propagandisten sind doch laengst politisch aktiv: an Sprache und nhalt erkennt man doch, dass es nur um Meinungen geht, und Einfluss genommen werden soll, nicht darum, sachliche Inhalte zu vermitteln. Das ist in keinster Weise wissenschaftliche Aufklaerung, sondern er laesst sich vor einen politischen Karren spannen.
Half of what he said meant something else,
and the other half didn't mean anything at all.
(Rosencrantz And Guildenstern Are Dead)

Beitrag 13.05.2020, 09:39

Benutzeravatar
Sapnovela
1 kg Barren Mitglied
Beiträge: 1414
Registriert: 05.11.2011, 21:59
delaboetie hat geschrieben:
12.05.2020, 17:50
@ Sap

was meinst Du mit "Stichwort intubieren bei Lungenembolie?" Und dass beatmete Patienten auf Intensiv eher sterben als die nicht-beatmeten? Ist ja klar! Das sind ja auch die Kränkeren!

Niemand wird ohne Grund intubiert. Auch wenn in der Zeit irgendein Palliativmediziner ein inkompetentes Interview gibt. Das kannst Du mir glauben, da kenn ich mich aus.
Beim Intubieren dehst Du die Druckverhältnisse in der Lunge um. Normalerweise wird durch die Bewegung des Zwerchfells ein Unterdruck in der Lunge erzeugt, worauf eingeatmet wird. Beim Intubieren gibst Du Überdruck auf die Lunge.
Das ist, wenn eine durch Thrombosen ausgelöste Lungenembolie vorliegt, mit das schädlichste was man machen kann. Durch Druck werden die ohnehin schon belasteten Blutgefäße noch weiter zusammengedrückt ohne dass es was bringt, denn der Mangel an Blut verhindet ohnehin die Aufnahme des vorhandenen Sauerstoffs. Besser ist es den Sauerstoffpartialdruck zu erhöhen und das vorhandene Blut stärker mit Sauerstoff anzureichern. Bevor ich mich intubieren lassen, gehe ich lieber in den Keller und staube die eiserne Lunge ab, die ist nicht so gefährlich.
Da mir von einer echten Fachkraft versichert wurde, dass ich absolut keine Ahnung habe, sollten alle von mir verfassten Posts als das gesehen werden, was sie sind: ironische Auslassungen eines verhinderten Komödianten. smilie_02

Beitrag 13.05.2020, 09:53

Benutzeravatar
Sapnovela
1 kg Barren Mitglied
Beiträge: 1414
Registriert: 05.11.2011, 21:59
lifesgood hat geschrieben:
13.05.2020, 00:11
Irgendwann wird man Bilanz ziehen müssen/können, wie viele Menschen in normalen Jahren verstorben sind und wie viele während der Corona-Pandemie. Dieser Saldo ist dann die tatsächliche Zahl der Toten, die durch Corona zusätzlich verstorben sind.

.....

Das Handling hier ist notwendig, um das Versagen am Anfang zu kompensieren (hatte ich weiter oben schon geschrieben). Gerade die Masken sind hier ein gutes Beispiel. Es wurde uns doch wochenlang erzählt, dass einfache Masken nichts bringen und nun soll selbst ein Schal vor Mund und Nase etwas bringen.
Irgendwann wird man wohl die Omas in den Altersheimen noch bitten Mund-Nasenschutzmasken zu häkeln smilie_10

Letztens habe ich eine Umfrage im TV gesehen. 25% derer die Stoffmasken tragen, waschen diese täglich, 15% mehrmals pro Woche und 60% gar nicht - na toll! Da wird auch die Maske zur Virenschleuder.

...

Ich war immer davon überzeugt, dass die Maskenpflicht kommt und bin jetzt davon überzeugt, dass uns die Masken noch sehr lange begleiten werden. Ich hatte als Normalbürger sicherlich weniger Informationen aus China als die politisch Verantwortlichen und dennoch habe ich meine Masken Mitte Februar gekauft, als Herr Maaßen die noch im Flieger nach China gebracht hat.. Und ich habe diese auch schon beim Einkaufen getragen, als das noch keine Pflicht war und man noch komisch angesehen wurde.

....

Ich bin der Meinung (wie weiter oben schon mal geschrieben), dass es gar nicht so weit hätte kommen brauchen, wenn die Politik bereits am Anfang die Sache ernst genommen hätte und ich fühle mich schlecht "regiert".

Ganz ehrlich, es ist doch erbärmlich, wenn es in einem Land Pandemie-Pläne gibt und wenn dann tatsächlich mal eine Pandemie kommt, ist man darauf angewiesen, dass Konzerne wie BMW Hunderttausende ans Masken spenden, um zumindest das medizinische und Pflegepersonal mehr schlecht als recht mit Schutzmaterial ausstatten zu können. Und man ist darauf angewiesen, dass Spirituosenhersteller Neutralalkohol zur Verfügung stellen, damit wenigstens Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen mit Desinfektionsmittel versorgt werden können. Das klingt doch mehr nach Bananenrepublik, als nach einem der hochtechnologisiertesten Länder der Welt.

...

Sich hier auf die Position zurückzuziehen, dass andere Länder es noch schlechter gemacht haben, ist nicht zielführend. Gerade wenn es um Menschenleben geht, sollte das volle Glas das Ziel sein. Der Verstorbene und dessen Angehörige haben nichts davon, dass in anderen Ländern noch mehr Menschen verstorben sind.

lifesgood
smilie_01

Wir sind ja nicht gerade immer einer Meinung, aber hier hast Du mir so was von aus der Seele gesprochen.

Mich stören inzwischen nicht mehr die vielen Fehler am meisten, mich stört die Arroganz am meisten, mit der versucht wird "durchzuregieren", auf dem Verordnungsweg ohne Gesetze, von Leuten, die Ihre Fehler nicht zugeben können und daher sinnlose Maßnahmen verordnen, über die nicht diskutiert werden soll. Alternativlos ist in einer Demokratie nur die Debatte, sonst nichts. Außer bei uns... das läßt tief blicken ins Selbstverständnis diverser Handelnder in Politik und Medien.
Da mir von einer echten Fachkraft versichert wurde, dass ich absolut keine Ahnung habe, sollten alle von mir verfassten Posts als das gesehen werden, was sie sind: ironische Auslassungen eines verhinderten Komödianten. smilie_02

Beitrag 13.05.2020, 10:05

rcp48
10 Unzen Mitglied
Beiträge: 169
Registriert: 16.06.2015, 10:53
lifesgood hat geschrieben:
13.05.2020, 00:11
Igolide hat geschrieben:
12.05.2020, 15:50

Tja, Statistiken und ihre Fallstricke ...
Die ALLGEMEINE durchschnittliche Lebenserwartung betrug nach GESUNDHEITSBERICHTERSTATTUNG DES BUNDES 2016/2018 ohne Berücksichtung des Geschlechts bei der Geburt 78,48 Jahre.
Aber im Alter von 80 jahren hat der/die durchschnittliche Deutsche aber immer noch 8 Jahre DURCHSCHNITTÖLICHE Lebenserwartung (weil es natürlich welche geben muß die über dem Durchschnitt liegen und das sind logischerweise die Alten).
Sogar mit 100 hat man statistisch noch 1,82 Jahre ...
... auch diese Zahlen sind mir natürlich bekannt. Aber wenn Du auch meinen anderen Link gelesen hast, in dem das Durchschnittsalter der Corona-Toten zu lesen ist, steht da auch "Das Robert-Koch-Institut benennt weitere Einzelheiten zu den bislang registrierten Todesfällen in Deutschland. 86 Prozent der Gestorbenen sind 70 Jahre oder älter. Bei den Gestorbenen habe der Altersdurchschnitt bei 81 Jahren gelegen."
Also gibt es auch hier einen deutlichen Anteil an Menschen die den Durchschnitt auf diese 81 Jahre "drücken".

Der Grund liegt doch darin, dass in einem gewissen Alter einfach die Kraft des Körpers, sich gegen jedwede Infektion zu wehren nachläßt, genauso bei Menschen mit Vorerkrankung. Und genau das sind doch die Menschen, die eine Corona-Infektion nicht überleben.

Die Frage die man hier durchaus stellen kann ist die, ob nicht auch eine Influenza oder ein stärkerer Schnupfen tödlich verlaufen wäre. Ich habe mit dem Vater meiner Lebensgefährtin einen Menschen 100 Jahre alt werden gesehen. Zumindest für die letzten 5 Jahre läßt sich feststellen, dass jeder Infekt vermutlich tödlich verlaufen wäre.

Natürlich ist jeder Infizierte Verstorbene an Corona verstorben, aber die Frage muss erlaubt sein, ob beim Einzelnen nicht auch eine andere, leichtere Infektion zum Tod geführt hätte. Zudem sind natürlich auch durch die Hygienemaßnahmen wegen Corona, andere Infektionskrankheiten zurückgegangen. Irgendwann wird man Bilanz ziehen müssen/können, wie viele Menschen in normalen Jahren verstorben sind und wie viele während der Corona-Pandemie. Dieser Saldo ist dann die tatsächliche Zahl der Toten, die durch Corona zusätzlich verstorben sind.
Igolide hat geschrieben:
12.05.2020, 15:50
Ich kann nur wiederholen.
Außer hier im Lande selbst finden in der ganzen Welt alle das Handling hier beispielhaft.
Und die Zahlen sprechen für sich. da gibt es nichts zu deuteln. Aber auch gar nichts.

Panik sehe ich vor allem bei denen die glauben es mache sie zu unfreien menschen, wenn sie eine Gesichsmaske beim Einkaufen anziehen sollen. Uiuiuiui das sind aber echte Rebellen, die darin die Apokalypse der Freiheit sehen. Habt ihr keine anderen Sorgen? Dann muss es das Paradies sein.
Es wird doch alles zurückgefahren! Herrjeh, was denn noch? Aufgepasst! Ja!!! Aber:
HIER findet doch öffentliche Diskussion statt (wie man sieht)!
Das ist in anderen Ländern nicht unbedingt üblich.
Es ist so, wie es sein soll.
Das Handling hier ist notwendig, um das Versagen am Anfang zu kompensieren (hatte ich weiter oben schon geschrieben). Gerade die Masken sind hier ein gutes Beispiel. Es wurde uns doch wochenlang erzählt, dass einfache Masken nichts bringen und nun soll selbst ein Schal vor Mund und Nase etwas bringen.
Irgendwann wird man wohl die Omas in den Altersheimen noch bitten Mund-Nasenschutzmasken zu häkeln smilie_10

Letztens habe ich eine Umfrage im TV gesehen. 25% derer die Stoffmasken tragen, waschen diese täglich, 15% mehrmals pro Woche und 60% gar nicht - na toll! Da wird auch die Maske zur Virenschleuder.

Ich war immer davon überzeugt, dass die Maskenpflicht kommt und bin jetzt davon überzeugt, dass uns die Masken noch sehr lange begleiten werden. Ich hatte als Normalbürger sicherlich weniger Informationen aus China als die politisch Verantwortlichen und dennoch habe ich meine Masken Mitte Februar gekauft, als Herr Maaßen die noch im Flieger nach China gebracht hat.. Und ich habe diese auch schon beim Einkaufen getragen, als das noch keine Pflicht war und man noch komisch angesehen wurde. Und das aus zweierlei Gründen. Zum Einen weil ich mich nicht selbst infizieren möchten und zum Anderen auch, weil ich (sofern ich unbewußt das Virus trage) auch nicht Schuld an der Infektion Anderer sein möchte. Das ist eine Frage des Anstands und des Respekts Anderen gegenüber. Das mußte ich heute beim Einkaufen leider noch bei vielen Mitmenschen vermissen. Das sind dann vermutlich diejenigen, die ihre wochenlang nicht gewaschenen Stoffmasken tragen, die meinen die Abstandregeln nicht einhalten zu müssen.
Igolide hat geschrieben:
12.05.2020, 15:50
Sorry, das dauernde weinerliche getue wie schlecht es uns geht, nervt.
Glas kann halbvoll oder halbleer gesehen werden.
Unseres ist mindestens dreiviertel voll (aber das ist natürlich einviertel leer, schon klar, da kann man schon mal jammern).
Ich bin der Meinung (wie weiter oben schon mal geschrieben), dass es gar nicht so weit hätte kommen brauchen, wenn die Politik bereits am Anfang die Sache ernst genommen hätte und ich fühle mich schlecht "regiert".

Ganz ehrlich, es ist doch erbärmlich, wenn es in einem Land Pandemie-Pläne gibt und wenn dann tatsächlich mal eine Pandemie kommt, ist man darauf angewiesen, dass Konzerne wie BMW Hunderttausende ans Masken spenden, um zumindest das medizinische und Pflegepersonal mehr schlecht als recht mit Schutzmaterial ausstatten zu können. Und man ist darauf angewiesen, dass Spirituosenhersteller Neutralalkohol zur Verfügung stellen, damit wenigstens Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen mit Desinfektionsmittel versorgt werden können. Das klingt doch mehr nach Bananenrepublik, als nach einem der hochtechnologisiertesten Länder der Welt.

Die Normalbürger hat man dabei zum Spielball der Geschäftemacher gemacht. Heute bezahlt man, wenn man günstig rankommt für OP-Masken zwischen 15 und 25 € für den 50er Pack, das sind 30 - 50 Cent pro Stück. Von Medpex kam vorgestern ein mail rein, die verlangen im 10er Pack 1,-- € pro Stück und im 50er Pack über 70 Cent pro Stück. Meine Lebensgefährtin, die in einem Biotechbetrieb beschäftigt ist, hatte sich kürzlich mal mit dem Einkäufer unterhalten. Vor der Corona-Krise hatte ein 50er Pack OP-Masken zwischen 1,50 und 2,-- € gekostet, also zwischen 3 und 4 Cent pro Stück.

Mein persönliches Fazit: Jeder Tote, der an Corona verstorben ist (und nicht auch wegen seiner schwachen Gesamtkonstitution an jeder anderen Infektion verstorben wäre) ist einer zu viel.
Es ist kein Jammern, wenn man Fehler aufzeigt, sondern die einzige Möglichkeit es in Zukunft besser zu machen. Denn jedes halbwegs intelligente Lebewesen auf diesem Planeten verfügt über die Gabe, aus Fehlern zu lernen. Voraussetzung dafür ist natürlich, den Fehler erstmal als solchen zu erkennen.

Sich hier auf die Position zurückzuziehen, dass andere Länder es noch schlechter gemacht haben, ist nicht zielführend. Gerade wenn es um Menschenleben geht, sollte das volle Glas das Ziel sein. Der Verstorbene und dessen Angehörige haben nichts davon, dass in anderen Ländern noch mehr Menschen verstorben sind.

lifesgood
smilie_01 smilie_01 smilie_01

Beitrag 13.05.2020, 13:03

KOCOS
10 Unzen Mitglied
Beiträge: 121
Registriert: 11.10.2016, 16:50
Natürlich gabs auch Fehleinschätzungen - hinterher ist man immer schlauer. Jetzt irgendwelche Nebenkriegsschauplätze aufzumachen (z.B. Masken ja/nein) ist völlig Banane.

Pauschal die handelnden Personen in Deutschland als inkompetent und arrogant zu verunglimpfen ist aus meiner Sicht schäbig. Entscheidungen können immer nur auf einer aktuellen Faktenlage heraus getroffen werden. Und die hat sich in den letzten Monaten oft stündlich geändert. Von daher kann man Entscheidungen, die vor Monaten in der damaligen Situation so getroffen wurden nicht mit dem Wissen von heute bewerten. Darüber sollte man mal nachdenken. Jedenfalls wäre das besser als das permanente Wiederholen falscher Aussagen und kruder Verschwörungstheorien. Das macht diese nicht wahrer.

Was bleibt, ist letztendlich die Erkenntnis, dass wir in Deutschland bisher sehr gut dastehen, ob das jetzt dem Gesundheitssystem, den von der Politik ergriffenen Maßnahmen oder dem Zufall geschuldet ist, ist sicherlich diskutabel. Der ach so tolle schwedische "Sonderweg" hat übrigens zu massiv höheren Todesraten als in den vergleichbaren anderen skandinavischen Ländern geführt. Auch hier kann man sicherlich über Ursachen und Wirkung diskutieren.



Das man in der Akutphase auch mal schnell reagieren musste (Stichwort "durchregieren"), darüber kann man im Nachhinein auch wohlfeil diskutieren. Was wäre wohl los, wenn man das ganze im "üblichen" Gesetzgebungsverfahren erst 4 Wochen später gemacht hätte? Wie wären die Kommentare von den hier anwesenden "Spezialisten" ausgefallen, wenn wir in den Krankenhäusern dann "italienische" Zustände gehabt hätten?

Was das Thema "Grundrechtseinschränkungen" betrifft, hier ein meiner Meinung nach sehr lesenswerter Artikel:
https://www.zeit.de/politik/deutschland ... massnahmen
Wenn ich einen Ignoranten ignoriere, bin ich dann ein Ignoranten-Ignorant?

Beitrag 13.05.2020, 13:34

Benutzeravatar
lifesgood
Gold-Guru
Beiträge: 2808
Registriert: 07.10.2012, 10:27
Wohnort: zwei
KOCOS hat geschrieben:
13.05.2020, 13:03
Entscheidungen können immer nur auf einer aktuellen Faktenlage heraus getroffen werden.
Genau das hat man nicht gemacht. Bereits am 3.2. hat das ZDF berichtet, dass die Provinz Wuhan mit 50 Mio Menschen abgeriegelt wurde. Spätestens da war mir persönlich klar, dass das kein Spass ist und dass uns das treffen wird.

Ich hatte das Ganze vorgestern schon mal in einem Posting zusammengefaßt: aktuelles-zu-wirtschaft-boerse-und-nach ... ml#p203757

Um die Frage im Threadtitel zu beantworten - ich bin der Überzeugung dass Corona KEIN Fake ist. Aber objektiv betrachtet muss man schon konstatieren, dass es noch nie seit dem 3. Reich so leicht war die Bürger in ihrer Freiheit zu beschneiden, wie momentan. Dass da der eine oder andere Politiker geneigt wäre, die Gelegenheit zu nutzen um ein wenig über das Notwendige hinauszuschießen, wäre nur menschlich.

Die "Verschwörungstheorie" entwickelt sich zum Unwort. In den ersten Berichten über Verschwörungstheoretiker sah man auch Eurokritiker wie Dr. Krall (ich bin kein Fan von ihm aber der Mann hat eine Reputation) über den Bildschirm wischen. Heute nun werden Verschwörungstheoretiker mit absurden Thesen, dass Politiker Kinderblut trinken in Verbindung gebracht.

Für mich erweckt das den Eindruck, dass gewisse Leute bewußt jetzt schon diskreditiert werden sollen, damit sie keiner mehr ernst nimmt, wenn im Nachgang der Corona-Krise das Schulden-Kartenhaus in Europa vor dem Einsturz steht.

Offen gestanden habe ich bei den Mainstream-Medien immer mehr das Gefühl man schaut die "Wochenschau" und soll massiv manipuliert werden. Ebenso bei den einschlägigen Youtube-Kanälen, die in die andere Richtung berichten. Seht und hört Euch beide Seiten an und bildet Euch eine eigene Meinung. Die Wahrheit liegt meist in der Mitte.

lifesgood

Beitrag 13.05.2020, 16:57

Alteisen
5 Unzen Mitglied
Beiträge: 62
Registriert: 23.12.2010, 21:50
Lifesgood hat geschrieben:
[quote] Seht und hört Euch beide Seiten an und bildet Euch eine eigene Meinung.[/quote]

Jawohl! Und das tue ich schon von Anfang an.

Natürlich existiert die neue Corona-Virus Variante und ist damit kein reiner Fake.
Aber es gibt gute Argumente gegen die Panikmache und die Maßnahmen; diese muss man auch ernstnehmen.
Ganz gut zusammengefasst finde ich die berechtigte Kritik in folgendem:
[url]https://harald-walach.de/2020/04/29/gem ... ona-krise/[/url]
Natürlich kann ich dem auch nicht in vollem Umfang zustimmen, aber die Tenzend (und der Titel) passt schon.

Im Falle Corona haben Faktenlage und Maßnahmen noch nie zusammengepasst.
Aussagen der offiziellen Experten und Entscheidungstrräger sind meist entweder komplett unlogisch oder es werden falsche Schlussfolgerungen suggeriert.
Die WHO warnt z.B., dass man sich auch nach durchgestender Krankheit nochmal "infizieren" könne, verschweigt aber, dass es den Infizierten aber dann nichtsmehr ausmacht, weil er nicht nochmal erkrankt.
Oder es wird FFP2-Mundschutz mit Ausatemventil gezeigt als Beispiel wie man andere schützen kann.

Die Sachlage ist zwar komplex, aber im Endeffekt doch ziemlich eindeutig: die Maßnahmenkeule darf nicht so pauschal geschwungen werden, sondern es muss viel differenzierter vorgegangen werden, nämlich müssen die Risikogruppen geschützt werden während der Rest möglichst schnell eine (Herden-)Immunität aufbauen soll. Nur so kann in Absehbarer Zeit wieder ein normales Gesellschaftsleben funktionieren.
Fazit: SARS-CoV2 ist noch verhältnismäßig harmlos, und ich persönlich möchte gerne mein Immunsystem damit auffrischen, um gewappnet zu sein, wenn doch irgendwann eine wirklich gefährliche Variante daherkommt. Momentan erlaubt das die Regierung nicht und bedroht damit meine/unsere Zukunft.

Beitrag 13.05.2020, 19:10

Benutzeravatar
Sapnovela
1 kg Barren Mitglied
Beiträge: 1414
Registriert: 05.11.2011, 21:59
KOCOS hat geschrieben:
13.05.2020, 13:03

Pauschal die handelnden Personen in Deutschland als inkompetent und arrogant zu verunglimpfen ist aus meiner Sicht schäbig. Entscheidungen können immer nur auf einer aktuellen Faktenlage heraus getroffen werden. Und die hat sich in den letzten Monaten oft stündlich geändert. Von daher kann man Entscheidungen, die vor Monaten in der damaligen Situation so getroffen wurden nicht mit dem Wissen von heute bewerten. Darüber sollte man mal nachdenken. Jedenfalls wäre das besser als das permanente Wiederholen falscher Aussagen und kruder Verschwörungstheorien. Das macht diese nicht wahrer.
Wieso stellt Du Kritik als "schäbig" und "Verunglimpfung" oder gleich als "Verschwörungstheorie" dar? Es wurde doch schon oft genug dargelegt, dass viele Entscheidungen willkürlich waren. Einige sind daraufhin von Gerichten ja auch aufgehoben worden, langsam sickert es inzwischen auch in den Massenmedien durch. Der Mangel an Kritikfähigkeit und das Sekundantentum anderen Menschen den Mund zu verbieten, sind ein echtes Problem geworden. Darüber solltest Du mal nachdenken.

KOCOS hat geschrieben:
13.05.2020, 13:03
Was bleibt, ist letztendlich die Erkenntnis, dass wir in Deutschland bisher sehr gut dastehen, ob das jetzt dem Gesundheitssystem, den von der Politik ergriffenen Maßnahmen oder dem Zufall geschuldet ist, ist sicherlich diskutabel.
An die Eitelkeit und Überheblichkeit hat bisher noch jeder deutsche Politiker erfolgreich appellieren können. Wir sind Exportweltmeister und stehen gut da. Weiter so Deutschland. smilie_10
Da mir von einer echten Fachkraft versichert wurde, dass ich absolut keine Ahnung habe, sollten alle von mir verfassten Posts als das gesehen werden, was sie sind: ironische Auslassungen eines verhinderten Komödianten. smilie_02

Beitrag 13.05.2020, 20:11

Klecks
1 kg Barren Mitglied
Beiträge: 1882
Registriert: 28.11.2011, 14:16
Alteisen hat geschrieben:
13.05.2020, 16:57
nämlich müssen die Risikogruppen geschützt werden während der Rest möglichst schnell eine (Herden-)Immunität aufbauen soll.
Diskutiere das doch mal mit den Angehörigen derer, die zu keiner Risikogruppe gehörten und dennoch jämmerlich daran verreckt sind. Da sind mitlerweile auch Kinder und Jugendliche drunter.
Alteisen hat geschrieben:
13.05.2020, 16:57
Fazit: SARS-CoV2 ist noch verhältnismäßig harmlos, und ich persönlich möchte gerne mein Immunsystem damit auffrischen, um gewappnet zu sein
Nein, das möchtest du nicht. Glaub mir.

Du unterliegst wie viele andere auch dem (menschlich nachvollziehbaren aber dennoch gefährlichen) Selbstbetrug, "verhältnismäßig harmlos" mit "harmloser Erkältung" gleichzusetzen. Wobei noch nicht einmal raus ist, ob eine Erkrankung langfristig wirklich "verhältnismäßig harmlos" ist. Meine nicht lebensbedrohlich verlaufene COVID-19 Erkrankung liegt mittlerweile fast 8 Wochen zurück und ich leide immer noch an starker Kurzatmigkeit. Und nein, ich gehöre zu keiner Risikogruppe.
Das Leben ist zu kurz, um alle Fehler selber zu machen.

Beitrag 13.05.2020, 23:23

Benutzeravatar
aerox
10 Unzen Mitglied
Beiträge: 158
Registriert: 19.02.2020, 17:13
@lifesgood
ja, jede Regierung wußte mehr und ihre Aktivitätszeit hat eher "Geopolitische/Strategische" Gründe, als reine medizinische, wobei man einfach in der geographischen Mitte von vielen Staaten liegend, die Wirtschaft nicht einfach so zumachen kann.

Globalisierungswahn und Neoliberalismus waren die Mantren, eigentlich seit Trump geht es auch für DE um Neuausrichtung...

Es geht auch nicht um "hochtechnologisiertem Land", sondern die Art und Weise der einfachen Solidarität.
Ich kann die Forderung, der Staat hat alles immer bereitzustellen, nicht akzeptieren.
Völlig unabhängig davon, was ich von Spahn halte...

I.Ü. wieviele haben sich an dem Notfallplan des Katastrophenschutzes gehalten? Warum die Hamsterkäufe?

Masken: die Preiserhöhung kann mit anderen Umständen zusammenhängen (allgemeine Logistikschwierigkeit usw).
Ich selbst verwende Nesseltücher(Käsetrennung) / große Baumwolltaschentücher/ (1 EUR pro Stück...mehrfach waschbar).
---Humor und EM's in diesen Tagen...sind lebensschonende Maßnahmen...
...Down with the SPY-Phone...

Beitrag 14.05.2020, 07:00

Alteisen
5 Unzen Mitglied
Beiträge: 62
Registriert: 23.12.2010, 21:50
Hallo Klecks,
danke für Deine Meinung.
Natürlich ist es für den einzelnen, der etwas schwerer erkrankt, nicht lustig, das wünsche ich natürlich niemanden, auch Dir oder mir nicht.

Eines sollte man nie vergessen: unsere Flatten-the-curve Strategie bedeutet nur, dass das unweigerliche hinausgezögert wird! Egal wie man es anstellt, am Ende werden 70-80% infiziert gewesen sein.
Sich einzusperren (Lockdown), und auf einen Impfstoff zu hoffen, der vielleicht in 2 Jahren kommt, ist Blödsinn - bis dahin ist das ganze Land, d.h. die Volkswirtschaft und die Gesellschaft, kaputt.

Einzelfälle als Totschlagargument zu benutzen, wie es auch die Sensations-Medien machen, lasse ich da nicht gelten. Stattdessen sollte man das Grundwissen in Naturkunde (Biologie) auffrischen.

Risikofaktoren für schere Verläufe einer Infektion durch Corona-Viren (oder andere Atemwegsinfekte) sind hinlänglich bekannt:
* schwaches Immunsystem durch Hohes alter
* schwaches Immunsystem durch entsprechende Vorerkrankungen
* schwaches Immunsystem durch entsprechende Medikation
* direkter Infektionsweg (z.B. tiefes Einatmen infektiöser Tröpfchen)
* große Menge in kurzer Zeit aufgenommener Viren
* nicht auf den Körper hören (Sport oder schwere Arbeit, wenn angeschlagen)
* fehlende Grundimmunisierung (nicht-vertrautheit des Immunsystems mit ähnlichen Viren)

Das Hauptproblem bei Covid19 ist, dass sich dieser Virenstamm etwas mehr von den bekannten unterscheidet, und daher die Grundimmunisierung oft nicht ausreicht um die Krankheit asymptomatisch zu überstehen. Aber wirklich aggressiv-tödlich ist er nicht.

Es gibt immer wieder solche Krankheiten. Zum Jahreswechsel - ganz ohne Corona - hatten wir hier eine Hustenwelle, bei mir hat es etwa 10 Wochen gedauert, bis ich die lästigen Symptome los war.
Das trifft einen halt alle paar Jahre mal (oder sogar öfter) - allgemeines Lebensrisiko halt.
Am Ende gilt besonders für's Immunsystem: was uns nicht umbringt macht uns stark.

Die momentan geltenden Verbote und Pflichten, sowie die Strafen bei Nichteinhaltung, sind absolut Natur- und Menschen-verachtend. Jeder sollte sich eigenverantwortlich um seine Gesundheit kümmern dürfen. Und wenn einer sich Sorgen macht, weil er sich gerade nicht stark genug fühlt eine Krankheit gut zu überstehen, dann soll er gerne seine "Maske" aufsetzen, und die anderen sollen darauf einfach Rücksicht nehmen. Ein bisschen Anstand und Vorsicht im Bezug auf bekannte Risikofaktoren, mehr braucht es eigentlich nicht.
Dazu muss man allerdings sachlich informieren anstatt Panik zu schüren.
Aber die Angst in der Bevölkerung hat halt ihren Reiz für die Mächtigen bzw Machtgeilen. Ob es nun die Angst vor dem bösen Flüchtling (2015..2019), vor dem bösen Juden (~1940), oder dem bösen Corona-Superspreader (2020) ist, die Masche ist immer dieselbe: Angst schüren, mit Einzelfällen belegen, Fakten verdrehen, Trugschlüsse wiederholen, die Menschen misstrauisch machen gegenüger einander, Freiheiten einschränken und Macht ausüben, Krieg führen....
Wie immer gibt es etliche Lobbys, die die Situation für sich ausnutzen wollen. Da braucht es keine Verschörungstheorien. Die größte Verschwörungstheorie ist sowieso jene, die besagt dass es keine Verschwörungen gibt ;-)

Beitrag 14.05.2020, 10:43

rcp48
10 Unzen Mitglied
Beiträge: 169
Registriert: 16.06.2015, 10:53
Alteisen hat geschrieben:
14.05.2020, 07:00
Hallo Klecks,
danke für Deine Meinung.
Natürlich ist es für den einzelnen, der etwas schwerer erkrankt, nicht lustig, das wünsche ich natürlich niemanden, auch Dir oder mir nicht.

Eines sollte man nie vergessen: unsere Flatten-the-curve Strategie bedeutet nur, dass das unweigerliche hinausgezögert wird! Egal wie man es anstellt, am Ende werden 70-80% infiziert gewesen sein.
Sich einzusperren (Lockdown), und auf einen Impfstoff zu hoffen, der vielleicht in 2 Jahren kommt, ist Blödsinn - bis dahin ist das ganze Land, d.h. die Volkswirtschaft und die Gesellschaft, kaputt.

Einzelfälle als Totschlagargument zu benutzen, wie es auch die Sensations-Medien machen, lasse ich da nicht gelten. Stattdessen sollte man das Grundwissen in Naturkunde (Biologie) auffrischen.

Risikofaktoren für schere Verläufe einer Infektion durch Corona-Viren (oder andere Atemwegsinfekte) sind hinlänglich bekannt:
* schwaches Immunsystem durch Hohes alter
* schwaches Immunsystem durch entsprechende Vorerkrankungen
* schwaches Immunsystem durch entsprechende Medikation
* direkter Infektionsweg (z.B. tiefes Einatmen infektiöser Tröpfchen)
* große Menge in kurzer Zeit aufgenommener Viren
* nicht auf den Körper hören (Sport oder schwere Arbeit, wenn angeschlagen)
* fehlende Grundimmunisierung (nicht-vertrautheit des Immunsystems mit ähnlichen Viren)

Das Hauptproblem bei Covid19 ist, dass sich dieser Virenstamm etwas mehr von den bekannten unterscheidet, und daher die Grundimmunisierung oft nicht ausreicht um die Krankheit asymptomatisch zu überstehen. Aber wirklich aggressiv-tödlich ist er nicht.

Es gibt immer wieder solche Krankheiten. Zum Jahreswechsel - ganz ohne Corona - hatten wir hier eine Hustenwelle, bei mir hat es etwa 10 Wochen gedauert, bis ich die lästigen Symptome los war.
Das trifft einen halt alle paar Jahre mal (oder sogar öfter) - allgemeines Lebensrisiko halt.
Am Ende gilt besonders für's Immunsystem: was uns nicht umbringt macht uns stark.

Die momentan geltenden Verbote und Pflichten, sowie die Strafen bei Nichteinhaltung, sind absolut Natur- und Menschen-verachtend. Jeder sollte sich eigenverantwortlich um seine Gesundheit kümmern dürfen. Und wenn einer sich Sorgen macht, weil er sich gerade nicht stark genug fühlt eine Krankheit gut zu überstehen, dann soll er gerne seine "Maske" aufsetzen, und die anderen sollen darauf einfach Rücksicht nehmen. Ein bisschen Anstand und Vorsicht im Bezug auf bekannte Risikofaktoren, mehr braucht es eigentlich nicht.
Dazu muss man allerdings sachlich informieren anstatt Panik zu schüren.
Aber die Angst in der Bevölkerung hat halt ihren Reiz für die Mächtigen bzw Machtgeilen. Ob es nun die Angst vor dem bösen Flüchtling (2015..2019), vor dem bösen Juden (~1940), oder dem bösen Corona-Superspreader (2020) ist, die Masche ist immer dieselbe: Angst schüren, mit Einzelfällen belegen, Fakten verdrehen, Trugschlüsse wiederholen, die Menschen misstrauisch machen gegenüger einander, Freiheiten einschränken und Macht ausüben, Krieg führen....
Wie immer gibt es etliche Lobbys, die die Situation für sich ausnutzen wollen. Da braucht es keine Verschörungstheorien. Die größte Verschwörungstheorie ist sowieso jene, die besagt dass es keine Verschwörungen gibt ;-)


Hallo Alteisen...

Ein Wort dazu: FALSCH

Leider gibt es hier keinen Kotz smily .... Admin.. wir brauchen einen KOTZ smily

Das einzige was stimmt ist das man keine Angst haben muss.
DO (Situation analysieren. Massnahmen ergreifen.) LOOP
Leider sind viele zu doof zur Analyse und zu viel zögerlich bei den Massnahmen.
Auserdem lassen sich von "Randbedingungen" welche die Analyse sowie die Massnahmen betreffen beieinflussen. Richtg ANGST bringt nichts und hat noch nie was gebracht. Ein bischen Angst schadet aber auch nicht.. es fördert das man Vorsichtig ist.

Das schlimmste ist das immer von Personen das Ganze beeiflusst wird welche keine Ahnung haben. (Politiker etc.)
Bzw. meinen ... ein wenig Internet... und schon bin ich Spezialist.

Zu dem Satzt: "Jeder sollte sich eigenverantwortlich um seine Gesundheit kümmern dürfen."
Jeder der die Meinung vertritt sollte mit sofortger Wirkung vom Gesundheitssystem ausgeschlossen werden.

Wenn man sich selbst kümmert ist man bittschön auch selbst dafür verantwortlich und zahlt auch selbst.

Das heist. In Zukunft zahlt er alle Behandlungen selbst. Nur noch das absolut nötigste wird bezahlt. (so wie in den USA). Wenn er andere nachgewiesenermaßen ansteckt kann er auch auf Schadensersatz verklagt werden. :-)

Menschen mit dieser einstellung belasten seit Jahren unser Gesundheitssystem. WIR ALLE zahlen für die mit. "ich weis was ich tu"....

NEIN Ihr wisst es nicht. Selbst Spezialisten wissen bei Coronaviren nicht genau was sie tun bzw. nur bedingt..... denn Coronaviren vor allem neue sind nicht wirklich erforscht. Und bei dem neuen wie Covid19 gibt es auch noch keine Medikamente dagegen geschweige denn einen Impfung.
Bei Masern weis man es... und doch gibt es viele die es wie immer alles "besser" wissen.

Und KEINER weis was die Folgeschäden sind. Welche Folgeschäden auftreten können stellt sich nach Jahren heraus. Was das Virus bewirkt etc. etc. etc. Herz, Lunge, Niere....
Das hat man bei HIV nicht gewust. Das weis man nur bedingt bei neuen Influeza Viren. Und das weis man vor allem nicht bei neuen Viren wie dem Covid19.

Und zu dem Satz... ADMIN KOTZ SMILYS BITTE

"Die momentan geltenden Verbote und Pflichten, sowie die Strafen bei Nichteinhaltung, sind absolut Natur- und Menschen-verachtend."

Menschenverachtend ist die alten sterben zu lassen weil sie ja sowieso nicht mehr gebraucht werden.. ist ja nur die "natürliche Selektion"
Menschenverachten ist.. ich will keine Maske aufsetzen und wenn es andere erwischt und die daran sterben ist es mir wurscht.


Naturverachten... man man man.. was soll das denn bitte.
In der Natur ist es so .... jeder schützt Sich und die Seinen sowie das seine so gut wie irgendmöglich...

DAS ist die Natur.

Du wirst keine Bienen finden die eine Hornisse in ihren Bienenstock einladen.
Die Natur ist sogar viel Brutaler. Infantizid sag ich nur...
Tiegerhaie bei denen der eine Tigerhai eigene Geschwisterchen im Bauch der Mama frisst.
Krähen welche Kranke Artgenossen fressen.
aktiven Kannibalismus sowie passiver Kannibalismus ist in der Natur keine Seltenheit.


Corona.
Meine Meinung zu dem ganzen war und ist .....
Das vor Jahren der Katastrophenschutz in diese Richtung hin nicht abgebaut werden hätte sollen (Mehrwegmasken wurden weggeworfen weil brauchts nicht mehr, Lagerbestände abgebaut, Privatisiert etc. FINLAND hat es da viel besser gemacht.)
Und das sofort eine Maskenpflicht und eine Desinfektionspflicht zwangsweise eingeführt hätte werden sollen. ( wie in Hongkong). Und das es bei uns vieeelll zu lasch ist.

Beitrag 14.05.2020, 10:47

cb.david
1 Unze Mitglied
Beiträge: 17
Registriert: 09.12.2014, 23:13
Alteisen hat geschrieben:
14.05.2020, 07:00
Hallo Klecks,
danke für Deine Meinung.
Natürlich ist es für den einzelnen, der etwas schwerer erkrankt, nicht lustig, das wünsche ich natürlich niemanden, auch Dir oder mir nicht.

Eines sollte man nie vergessen: unsere Flatten-the-curve Strategie bedeutet nur, dass das unweigerliche hinausgezögert wird! Egal wie man es anstellt, am Ende werden 70-80% infiziert gewesen sein.
Sich einzusperren (Lockdown), und auf einen Impfstoff zu hoffen, der vielleicht in 2 Jahren kommt, ist Blödsinn - bis dahin ist das ganze Land, d.h. die Volkswirtschaft und die Gesellschaft, kaputt.

Einzelfälle als Totschlagargument zu benutzen, wie es auch die Sensations-Medien machen, lasse ich da nicht gelten. Stattdessen sollte man das Grundwissen in Naturkunde (Biologie) auffrischen.

Risikofaktoren für schere Verläufe einer Infektion durch Corona-Viren (oder andere Atemwegsinfekte) sind hinlänglich bekannt:
* schwaches Immunsystem durch Hohes alter
* schwaches Immunsystem durch entsprechende Vorerkrankungen
* schwaches Immunsystem durch entsprechende Medikation
* direkter Infektionsweg (z.B. tiefes Einatmen infektiöser Tröpfchen)
* große Menge in kurzer Zeit aufgenommener Viren
* nicht auf den Körper hören (Sport oder schwere Arbeit, wenn angeschlagen)
* fehlende Grundimmunisierung (nicht-vertrautheit des Immunsystems mit ähnlichen Viren)

Das Hauptproblem bei Covid19 ist, dass sich dieser Virenstamm etwas mehr von den bekannten unterscheidet, und daher die Grundimmunisierung oft nicht ausreicht um die Krankheit asymptomatisch zu überstehen. Aber wirklich aggressiv-tödlich ist er nicht.

Es gibt immer wieder solche Krankheiten. Zum Jahreswechsel - ganz ohne Corona - hatten wir hier eine Hustenwelle, bei mir hat es etwa 10 Wochen gedauert, bis ich die lästigen Symptome los war.
Das trifft einen halt alle paar Jahre mal (oder sogar öfter) - allgemeines Lebensrisiko halt.
Am Ende gilt besonders für's Immunsystem: was uns nicht umbringt macht uns stark.

Die momentan geltenden Verbote und Pflichten, sowie die Strafen bei Nichteinhaltung, sind absolut Natur- und Menschen-verachtend. Jeder sollte sich eigenverantwortlich um seine Gesundheit kümmern dürfen. Und wenn einer sich Sorgen macht, weil er sich gerade nicht stark genug fühlt eine Krankheit gut zu überstehen, dann soll er gerne seine "Maske" aufsetzen, und die anderen sollen darauf einfach Rücksicht nehmen. Ein bisschen Anstand und Vorsicht im Bezug auf bekannte Risikofaktoren, mehr braucht es eigentlich nicht.
Dazu muss man allerdings sachlich informieren anstatt Panik zu schüren.
Aber die Angst in der Bevölkerung hat halt ihren Reiz für die Mächtigen bzw Machtgeilen. Ob es nun die Angst vor dem bösen Flüchtling (2015..2019), vor dem bösen Juden (~1940), oder dem bösen Corona-Superspreader (2020) ist, die Masche ist immer dieselbe: Angst schüren, mit Einzelfällen belegen, Fakten verdrehen, Trugschlüsse wiederholen, die Menschen misstrauisch machen gegenüger einander, Freiheiten einschränken und Macht ausüben, Krieg führen....
Wie immer gibt es etliche Lobbys, die die Situation für sich ausnutzen wollen. Da braucht es keine Verschörungstheorien. Die größte Verschwörungstheorie ist sowieso jene, die besagt dass es keine Verschwörungen gibt ;-)
smilie_01 vollste Zustimmung smilie_01
Es ist immer hart wenn es einen nahe stehenden Angehörigen/Freund/bekannten trifft. Aber das ist leider die natürliche Auslese. Schaut euch die Tierwelt an. Der starke überlebt, der schwache wird gefressen.
P.S. das soll jetzt nicht heißen das wir niemanden helfen sollen. Aber 99,? % deshalb die Grundrechte zu nehmen...
Suche Gold & Silber im Raum Cottbus (Barzahlung) - einfach per PN melden

Beitrag 14.05.2020, 10:54

cb.david
1 Unze Mitglied
Beiträge: 17
Registriert: 09.12.2014, 23:13
rcp48 hat geschrieben:
14.05.2020, 10:43
Zu dem Satzt: "Jeder sollte sich eigenverantwortlich um seine Gesundheit kümmern dürfen."
Jeder der die Meinung vertritt sollte mit sofortger Wirkung vom Gesundheitssystem ausgeschlossen werden.

Wenn man sich selbst kümmert ist man bittschön auch selbst dafür verantwortlich und zahlt auch selbst.

Das heist. In Zukunft zahlt er alle Behandlungen selbst. Nur noch das absolut nötigste wird bezahlt. (so wie in den USA). Wenn er andere nachgewiesenermaßen ansteckt kann er auch auf Schadensersatz verklagt werden. :-)

Menschen mit dieser einstellung belasten seit Jahren unser Gesundheitssystem. WIR ALLE zahlen für die mit. "ich weis was ich tu"....
Ja liebend gern wenn man (ich) dafür auch keine Beiträge zur Kranken-, Pflege- & Rentenversicherung zahlen muss! Da ist eine eigene Vorsorge wesentlich besser...
Suche Gold & Silber im Raum Cottbus (Barzahlung) - einfach per PN melden

Beitrag 14.05.2020, 11:04

Benutzeravatar
lifesgood
Gold-Guru
Beiträge: 2808
Registriert: 07.10.2012, 10:27
Wohnort: zwei
Aha!
Du weißt aber schon was das bedeuten würde?

Hast Du eine Ahnung was eine Krebstherapie kostet? Hast Du eine Ahnung was eine Bandscheiben-OP mit anschließender REHA kostet?
Es gibt chronische Krankheiten, bei denen man jedes Monat Medikamente für etliche Tausend Euro einschmeißen muss.
Gleiches gilt für Pflege.

Klar, wenn man von schwerwiegenden Krankheiten und Pflegebedürftigkeit verschont bleibt, kann man einen guten Schnitt machen. Aber wenn´s anders läuft, kann man gar nicht so viel vorsorgen, dass man das auch nur ansatzweise bezahlen könnte. Und dann? Verrecken lassen?

Nicht mal mit ein paar Mios auf dem Konto hätte ich den Mut, auf diese Versicherungen zu verzichten.

lifesgood

Beitrag 14.05.2020, 11:50

Benutzeravatar
Sinjawski
10 Unzen Mitglied
Beiträge: 399
Registriert: 17.11.2012, 23:44
Desweiteren schadet es auch nicht, mal ueber den Horizont von ein paar Wochen hinauszuschauen.
Immunisierung ist eine tolle Idee - noch besser wird es, wenn ich aufgrund einer Impfung immunisiere und keine Spaetschaeden riskiere, oder es dadurch gelingt, eine Krankheit quasi auszurotten.
Ich werde mich nicht auf Diskussionen mit militanten Impfgegnern einlassen, aber Tatsache ist, dass ohne die Standard Impfungen heute bei jedem Kind und auch frueher erfolgreiche Impfkampagnen einige Prozent der Bevoelkerung und der hier Lesenden
- evtl. an Pocken, Masern, Röteln usw. bereits in ihrer Kindheit gestorben waeren oder Spaetschaeden davongetragen haetten
- die meisten hier genauso froh sein duerften, nicht an Kinderlaehmung erkrankt zu sein
- die Entwicklung dieser Impfstoffe Geld gekostet haben, und je gefaehrlicher diese Krankheiten sind, und je ansteckender, desto mehr muss es im gesamten nationalen und globalen Interesse sein, diese Krankheiten erfolgreich zu bekaempfen, und nicht permanentes Wiederaufflammen zu riskieren. Und das war auch in der Vergangenheit so: auch unsere Eltern haben ueber Ihre Steuern und KV Abgaben vl. mehr Geld in medizinische Forschung gesteckt, s.d. wir heute gesuender leben koennen, und nicht schon als Kinder an diesen "einfachen" Krankheiten lebenslange Schaeden davongetragen haben.
Und das Beispiel Krebstherapie oben ist ebenso geeignet. Ein CA ist heutzutage kein Todesurteil mehr, und das auch nur, weil man am Ball geblieben ist, und ueber Jahrzehnte therapeutische Verbesserungen entwickelt wurden.
Und zwar nicht zuletzt mit einer funktionierenden Marktwirtschaft, sprich konkurrierenden Unternehmen, die verschiedene Forschungsansaetze verfolgen. Und ja: Krebs ist kein Fake, und frueher sind daran jaehrlich Millionen gestorben, was die meisten von uns nicht gut fanden. Wo ich das so schreibe: warum gingen denn nicht permanent Tausende auf die Strassen und demonstrieren gegen steigende KV Kosten und "Stoppt Krebstherapien", "Lasst der Natur ihren Lauf"? Meine KV waere sicher 20 € guenstiger im Monat, wenn diese Therapien nicht mehr bezahlt werden wuerden. Soziale Sicherheit bedeutet nun einmal auch Einschraenkungen im Geldbeutel.

Und in 10 oder 20 Jahren mag es mal retrospektiv so aussehen. Covid-19 und moegliche Mutationen, weitere Corona-Viren zu bekaempfen wird Geld kosten, auch die aktuellen Hygienemassnahmen kosten Geld, ist mir aber lieber als die Perspektive, Zustaende wie waehrend der Pest im Mittelalter zu bekommen, oder meine Kinder als Waisen aufwachsen zu lassen. Und wenn es nicht meine Kinder sind, sind es die von jemandem anderen; das ist mir nicht egal, weil es unnoetig waere. Vl. finden wir einen Weg mit oder ohne die Krankheit zu leben, aber wir werden es nicht geschenkt bekommen.

Zu frueheren Zeiten waere man froh gewesen, ueber die heutigen wissenschaftlichen und technischen Moeglichkeiten zu verfuegen, um Krankheiten zu bekaempfen, und wir wollen ein Luxus- oder Glaubensproblem daraus machen, weil es uns zu teuer wird, oder gar die "natuerliche Auslese" wirken lassen, wenn Milliarden Menschen weltweit sich keine Krankenversicherung leisten koennen? Die momentane Situation ist sicher nicht geeignet, Parolen der Art, "jeder soll fuer seine eigene Gesundheit sorgen und zahlen" zu reaktivieren.
Was das bedeutet sieht man dann in Brasilien, oder auch USA usw.
Half of what he said meant something else,
and the other half didn't mean anything at all.
(Rosencrantz And Guildenstern Are Dead)

Beitrag 14.05.2020, 12:15

rcp48
10 Unzen Mitglied
Beiträge: 169
Registriert: 16.06.2015, 10:53
lifesgood hat geschrieben:
14.05.2020, 11:04
Aha!
Du weißt aber schon was das bedeuten würde?

Hast Du eine Ahnung was eine Krebstherapie kostet? Hast Du eine Ahnung was eine Bandscheiben-OP mit anschließender REHA kostet?
Es gibt chronische Krankheiten, bei denen man jedes Monat Medikamente für etliche Tausend Euro einschmeißen muss.
Gleiches gilt für Pflege.

Klar, wenn man von schwerwiegenden Krankheiten und Pflegebedürftigkeit verschont bleibt, kann man einen guten Schnitt machen. Aber wenn´s anders läuft, kann man gar nicht so viel vorsorgen, dass man das auch nur ansatzweise bezahlen könnte. Und dann? Verrecken lassen?

Nicht mal mit ein paar Mios auf dem Konto hätte ich den Mut, auf diese Versicherungen zu verzichten.

lifesgood

Das derzeit teuerste Medikament liegt bei 2,1 mio$.

Antworten