Erfahrungen mit euren Hausbanken

Tagesgespräch zu Wirtschaftsthemen wie Geldmarkt, Börse, Währung, Finanzkrise, Inflation aus Deutschland und der Welt

Moderatoren: Ladon, Forum-Team

Beitrag 01.04.2010, 12:53

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999.9 hat geschrieben:Alle bei der SCHUFA gespeicherten Daten kann man nun umsonst abrufen.
Meinst du tatsächlich umsonst oder kostenlos? :wink:

Beitrag 01.04.2010, 12:55

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999.9
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Naja, 55 Cent muss man dann aber doch für eine Briefmarke investieren. smilie_02

Also doch nix mit gratis, umsonst oder kostenlos. smilie_16
Nichts hasst der im Denken geschulte mehr als die Negation der Logik.
Eine Unze bleibt eine Unze bleibt eine Unze! Mittler zwischen Hirn und H�nden muss das Herz sein!

Beitrag 01.04.2010, 15:20

nameschonweg
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@999.9 & leonardo:

Wenn man nur Sachen kauft, für die man die Kohle in bar bereits zur Verfügung hat, schadet auch ein Ratenkauf nix. Bei sowas wirds nur gefährlich, wenn man solche Darlehen mit Einnahmen aus der Zukunft decken will. Macht man ja auch nicht oder nur in Notfällen :)

Deshalb sind auch Leerverkäufe von Optionen, für deren Erfüllung man entweder die Aktien oder die Barschaft hat - quasi gedeckt - kein Problem. Nur muss man erstmal einen Banker finden, der das versteht :)

Beitrag 01.04.2010, 15:28

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nameschonweg hat geschrieben:Wenn man nur Sachen kauft, für die man die Kohle in bar bereits zur Verfügung hat, schadet auch ein Ratenkauf nix. Bei sowas wirds nur gefährlich, wenn man solche Darlehen mit Einnahmen aus der Zukunft decken will. Macht man ja auch nicht oder nur in Notfällen :)
Das nützt aber nur was, wenn man die dadurch gewonnene Liquidität in dieser Zeit auch gewinnbringend anlegen kann. Meine Spasskasse zahlt aktuell nur noch 0,25 % Zinsen auf Spareinlagen mit gesetzlicher Kündigungsfrist (ich glaube, die wollen ihre Kunden wegekeln).

Ich habe das einmal gemacht: Ich wollte mir bei einem Möbelhändler einen Kleiderschrank für 2.000 DM kaufen und hatte das Geld in bar dabei. Über dem Kleiderschrank hing ein Finanzierungsangebot zu 0,00 % auf 12 Raten. Da habe ich das Geld wieder eingesteckt und über den Möbelhändler einen Finanzierungsvertrag bei der mittlerweile untergegangenen Citibank abgeschlossen. Das hätte ich besser nicht tun sollen, denn nach planmässiger Rückzahlung des Darlehens wurde ich von denen noch jahrelang mit unerbetenen und nicht besonders seriösen Kreditangeboten bombardiert. Zusätzlich speichert die SCHUFA den Einkauf für 4 Jahre (Löschung 3 Jahre nach Rückzahlung).

Beitrag 01.04.2010, 21:44

pandafan
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999.9 hat geschrieben: Also doch nix mit gratis, umsonst oder kostenlos. smilie_16
Umsonst ist nur der Tod, doch der kostet das Leben...so ein Mist :mrgreen:

Ich war heute ehrlichgesagt etwas überrascht, das jeder Bundesbürger in den Datenbanken dieser "Ratingagenturen" gespeichert ist.

Wird denn wirklich JEDER Ratenkauf an die Schufa weitergeleitet oder gibt es da bestimmte Begrenzungen/Mindesteinkäufe, die nicht weitergeleitet werden?

Beitrag 01.04.2010, 22:49

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999.9
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Soweit ich weiß wird sogar nahezu jedes Kaufverhalten z.B. bei großen Versandhäusern gespeichert.
Unabhängig ob Ratenkauf, Überweisung, Kontoabbuchung. Es macht sogar einen Unterschied ob man sofort die Rechnung begleicht oder erst nach 14 Tagen innerhalb der gesetzlichen Frist: je schneller, je besser!

:wink:
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Beitrag 02.04.2010, 02:28

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pandafan hat geschrieben:Ich war heute ehrlichgesagt etwas überrascht, das jeder Bundesbürger in den Datenbanken dieser "Ratingagenturen" gespeichert ist.
Laut Tagesschau von gestern hat die SCHUFA Daten über 65 Millionen von 82 Millionen Bundesbürgern. Kinder sind natürlich noch nicht dabei, aber in dem Moment, wo das erste eigene Girokonto eröffnet oder der erste eigene Handy-Vertrag abgeschlossen wird, ist man normalerweise erfasst. Erschreckend fand ich auch die von der Tagesschau genannte Fehlerquote von 45 %. Ich kann das aus eigener Erfahrung leider nur bestätigen, weshalb jeder regelmässig seine Daten überprüfen und aufräumen lassen sollte. Ich habe da schon "Versandhandelskonten" von Versandhäusern löschen lassen, die es nicht mehr gibt oder bei denen ich jahrelang nichts mehr gekauft hatte, oder Kreditkarten, die ich bereits Jahre zuvor gekündigt hatte. Viele Vertragspartner der SCHUFA sind schnell beim Eintragen und äusserst träge/nachlässig beim Löschen.
pandafan hat geschrieben:Wird denn wirklich JEDER Ratenkauf an die Schufa weitergeleitet oder gibt es da bestimmte Begrenzungen/Mindesteinkäufe, die nicht weitergeleitet werden?
Bei einem Ratenkauf von Autos, Möbeln, Unterhaltungselektronik, Computern usw. vermittelt der verkaufende Händler meist einen Vertrag mit einem externen Finanzierungspartner (einer Bank), und der Kreditvertrag enthält dann üblicherweise eine SCHUFA-Klausel. SCHUFA-Klauseln finden sich mittlerweile auch in den Verträgen von Telekommunikationsanbietern (Telefon, Handy, Internet), zumindest wenn man nicht Kunde der ehem. Post ist. Grosse Versandhäuser, die auf Rechnung liefern, tragen Kundenkonten bei der SCHUFA ein, auch führt der Handel über die SCHUFA Identitäts- und Altersverifikationen durch (auch das bleibt 1 Jahr lang gespeichert).

Beitrag 02.04.2010, 02:35

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999.9 hat geschrieben:Soweit ich weiß wird sogar nahezu jedes Kaufverhalten z.B. bei großen Versandhäusern gespeichert.
Unabhängig ob Ratenkauf, Überweisung, Kontoabbuchung. Es macht sogar einen Unterschied ob man sofort die Rechnung begleicht oder erst nach 14 Tagen innerhalb der gesetzlichen Frist: je schneller, je besser!

:wink:
Ja, die Vertragspartner der Auskunfteien können das Zahlungsverhalten ihrer Kunden zurückmelden (Dauer des Rechnungsausgleichs in Tagen). Liegen Meldungen in ausreichender Zahl von verschiedenen Vertragspartnern vor, fliessen diese Werte in den sog. Bonitätsindex mit ein. Das betrifft allerdings weniger Endverbraucher, als vielmehr Firmenauskunfteien wie zum Beispiel Creditreform, Bürgel oder Hoppenstedt.

Beitrag 02.04.2010, 04:12

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Neue Regeln bei Kreditprüfung
Sag mir, wie viel ich wert bin!
Alter, Job, Wohngegend, und, und, und: Firmen wie die Schufa sammeln Daten von Millionen Deutschen und bewerten deren Kreditwürdigkeit - doch oft sind die gespeicherten Angaben falsch. Jetzt können die Bürger ihre Einträge ganz einfach überprüfen.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/servic ... 83,00.html


Was verstecken eigentlich Auskunfteien vor Ihnen?
http://www.bfdi.bund.de/cln_136/DE/Oeff ... ?nn=408908

Beitrag 05.04.2010, 15:16

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GOLDsammler
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Ich habe meiner Bank schon lange meine Reserven entzogen! smilie_02
Ich besuche den freundlichen Mann jeden Freitag um die Scheine abzuholen.
Es ist nur soweit gedeckt, wie es sein muss.
Danach gehts ab zum Umwechseln, in echtes Geld.
Anonym und ohne Ausweis!
smilie_01

Beitrag 05.04.2010, 16:03

nameschonweg
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Hallo Goldsammler,

hast DU noch eine Quelle, bei der Du ohne Ausweis umtauschen kannst? Meine ist seit dem Jahreswechsel und der Novelle des GWG leider versiegt :)

Infors gerne auch vertraulich als PN smilie_24

Beitrag 05.04.2010, 16:11

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Na, in den Kleinanzeigen smilie_01
Bei Sammler Freunden smilie_01
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Beitrag 06.04.2010, 07:32

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Wobei ein Goldverbot o.ä. heutzutage überhaupt nicht mehr durchführbar ist. Deutschland ist ein globalisierter Wirtschaftsstandort, hier investieren jetzt auch viele reiche Investoren aus diversen Scheichtümern, denen kann man am Airport auch nicht ihre Goldbestände (mit denen sie z.B. auf der Düsseldorfer Königsallee "einkaufen" gehen, kenne einen Uhrenhändler, der Goldbarren und -münzen sehr gerne annimmt.) konfiszieren, wenn sie gerade keinen Diplomatenausweis vorlegen können. smilie_07 Das ist ein "Kaninchen", welches von Verschwörungstheoretikern gerne immer wieder aus dem Hut gezaubert wird. Der Engländer würde sagen: "That´s rubbish!"

In den USA war es ja auch lange verboten, Gold zu besitzen. Allerdings waren das auch völlig andere Zeiten. Man muss immer den Kontext sehen, heutzutage sind Länder auf regem, internationalem Handel angewiesen, dazu gehört mittleweile auch der Goldmarkt und die hohe Privatnachfrage nach Gold.
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Beitrag 06.04.2010, 07:59

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Mag ja richtig sein, aber haben wir nicht schon genug unserer Daten FREI im Umlauf?
Sollen wir auch noch unsere Goldbestände frei zugänglich machen?
Wie bitte sollte, im Falle eines Falles, eine Währung wieder zu Vertrauen kommen?
Ich würde NUR einer Goldgedeckten (wenigstens teilweise) Währung vertrauen.
Hat dies nicht auch der DM mitunter so geholfen?

Beitrag 06.04.2010, 08:04

nameschonweg
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An ein regelrechtes Goldverbot glaube ich auch nicht, aber dennoch hat die (fast vergangene) Anonymität des Goldkaufes große Vorteile in Sachen Vermögensabgaben/Besteuerung (bin mir sicher, das da was Neues kommt), Erbschaften, Bezug von Sozialleistungen, etc.
Der eigentliche Witz an der Abgeltungssteuer ist doch, dass damit nahezu jegliche Kapitalanlage automatisch bei den Behörden registriert wird. Somit ist jedem Steuerkonto de facto eine Vermögensaufstellung hinterlegt.

smilie_15 "Partymodus im Finanzministerium : ON"

Beitrag 06.04.2010, 08:18

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999.9
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Ich denke da ein wenig fatalistischer: ob wir Vertrauen in den €uro haben oder nicht spielt an sich so gut wie gar keine Rolle mehr. Bankruns, also Massenanstürme auf Banken wird es in Zukunft nicht mehr geben. Der Notfallplan der Deutschen Bundesbank sieht vor, im Falle eines Falles zuerst das EC-System (electronic cash) und das POS (point of sale, Kartenzahlung) runterzufahren, Überweisungen einzuschränken und die Bargeldversorgung auf ein niedrigeres Level herabzusetzen. Somit wären Bankruns gar nicht mehr möglich, da die Banken nicht mehr soviel Bargeld geliefert bekommen.

Wichtig ist heutzutage nur noch, ob die Euro-Länder von den Ratingagenturen ihr "Triple-A" (AAA) bekommen oder nicht. Das Volk ist nur noch zur reinen Konsumenten-Herde verkommen, Vertrauen ist irrelevant, was zählt ist das Konsumentenverhalten. Für dessen Erforschung werden Aber-Millionen ausgegeben.

Datenschutz kann es in Zukunft nahezu nicht mehr geben, es sei denn man will auf Handy, GPS-Navigationsgerät, Internet-Nutzung, soziale Netzwerke etc. etc. verzichten. Aber dann stellt man sich selbst ein Stück weit ins Abseits. Wichtig ist aber, dass man seine hochsensiblen Daten schützt bzw. gar nicht erst preisgibt. Ob man jetzt den Erwerb von Edelmetall dazu zählen möchte kann jeder selbst entscheiden. Ich persönlich halte diese Datensätze für nicht problematisch, solange man kein Schwarzgeld mit dem EM-Kauf wäscht. Etwas anderes möchte das Finanzministerium sowieso nicht erfahren, eher im Gegenteil: sie springen ja auf den Edelmetall-Zug mit der 100€-Goldmünze und der neuen 20€-Goldmünze mit auf und würden sich ins eigene Fleisch schneiden bei einem Goldverbot.
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Beitrag 06.04.2010, 09:04

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Leonardo da Vinci
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Goldverbote sind schwierig durchzuführen bzw. sowas zu kontrollieren ist doch eigentlich unmöglich. Wir haben auch Verwandte in den USA, gut die konnten natürlich kein neues Gold erwerben, aber ihren teueren Schmuck oder ihre Bullions haben die deswegen auch nie verkauft. Zig Millionen Haushalte kann man einfach gar nicht überprüfen.

Die globalisierte Welt macht es heute möglich, dass sich ein westeuropäisches Land einfach gar nicht mehr so abschotten kann, ein Verbot in ganz Europa wäre eigentlich undenkbar, dafür verdienen die Länder mit ihren Münzprägungen einfach zu viel an dem Schlagschatz, dem Gewinn der dem Staat und der Münzprägestätte zufällt durch das Prägen von Münzen. Im Sammlerbereich ist dieser Schlagschatz natürlich sehr hoch, aber auch bei den Bullions ist er alleine durch die enorme Masse an Münzen nicht gerade unerheblich.

Datenschutz wird immer wichtiger, deshalb sollte man sich auch hüten, Karten mit RFID-Chips (bald auch der neue Perso ab November!!) ohne Schutzhülle, die ein ungewolltes, drahtloses Auslesen der Karte verhindert mitzuführen.
"So wie das Eisen außer Gebrauch rostet und das stillstehende Wasser verdirbt oder bei Kälte gefriert, so verkommt der Geist ohne Übung."

Beitrag 01.02.2011, 17:56

MapleHF
ups falsch

Beitrag 01.02.2011, 18:02

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MapleHF hat geschrieben:... mein Score liegt bei 99,41% und da war ich noch enttäuscht, weil ich der Ansicht bin, dass es eigentlich 100 sein müßten :wink:

MapleHF
Man kann den Score nur bedingt durch das eigene Verhalten beeinflussen, da da auch Faktoren wie Alter, Geschlecht, Wohnort usw. mit reinspielen. Gehen Deine Nachbarn reihenweise pleite, hast auch Du ein Problem. Außerdem steigt der Score nur bis zu einem bestimmten Lebensalter an und nimmt dann bei Erreichen eines höheren Lebensalters automatisch wieder ab.

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