griechenland dieses wochenende haircut?

Tagesgespräch zu Wirtschaftsthemen wie Geldmarkt, Börse, Währung, Finanzkrise, Inflation aus Deutschland und der Welt

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Beitrag 21.05.2011, 06:19

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Ladon
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"Zwischen den Zeilen" war gestern und heute morgen einiges "Interessantes" zum Thema zu hören:

So hat der Weidmann z.B. gesagt, dass eine Umschuldung Griechenlands ("sanft" nach Uruguay-Vorbild oder mit mehr Getöse wie meinetwegen in Argentinien) nicht der richtige Weg wäre weil - sinngemäß - man dann auch weniger Einfluss ausüben könnte.
Ähnliches war auch von der franz. Finanzministerin zu hören.
Dann gab es einen Kommentar, dass man sowieso erst privatisieren müsste was nur geht ... hm ... das klingt zunächst gar nicht dumm. Wenn die was haben, sollen sie es doch erst mal verkaufen. Oder? Die andere Seite ist: WER kauft das denn? Richtig! Internationale Konzerne und Banken. Das ist dann - obwohl vordergründig sinnvoll - Umverteilung nach oben im ganz großen Stil.

Griechenland als "Experiment", wie der Einfluss internationaler Organisationen auf Staaten ausgeweitet werden kann? Und wenn die Filetstücke (die es wohl schon noch gibt) dann in der Hand des "richtigen" Großkapitals sind ... naja, dann kann man ja immer noch "Umschulden". Lohnt sich dann auch mehr (das gilt natürlich nicht für den Steuerzahler - egal wo)
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Beitrag 21.05.2011, 06:37

peter
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ich orientiere mich da an den Zahlen Euro 330 Milliarden Schulden weniger Euro 50 Milliarden Tafelsilber
bleiben immer noch Euro 280 Milliarden Schulden somit kann Griecheneland niemals aus eignener Kraft
seine Verbindlichkeiten erfuellen.

Verteilung nach oben ja und zwar an unser EU-Parlament also eine neue Form der Eurokratendiktatur.

MFG
Peter
peter24

Beitrag 21.05.2011, 07:02

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Ladon
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Es ist schon klar, dass das EU Parlament mehr "Macht" möchte - aus ihrer Sicht legitim. Aus anderer Sicht eine bürokratische "Krakenentwicklung". Aber das ist nicht, was ich meinte. Die Übertragung staatlicher Hoheitsrechte an ein neues Gebilde ist zwar im Falle der EU mit einem ganzen Bündel "handwerklicher" und "konzeptioneller" Fehler verbunden, aber an sich ja mal nichts Verwerfliches.

"Verwerflich" (meine Meinung natürlich nur) ist, dass staatliche Strukturen "kalt" entmachtet werden: Wenn der IWF und die Weltbank bestimmt (oder zu großen Teilen darauf Einfluss nimmt), was getan werden "muss", wenn (amerikanische) Rating-Agentur über Wohl und Wehe europäischer Staaten bestimmen, wenn internationale Banken (wie die "Deutsche") Staaten und Staatenbünde erpressen können.

Denn auch wenn wir (Wie hieß es so treffend?) in unseren "westlichen Postdemokratien" längst nicht mehr den Ursprungsgeist von "Demokratie" oder "Res Publica" erkennen, immerhin gibt es wenigstens auf dem Papier Gewaltenteilung und Wahlen ... oft ad absurdum geführt, aber immerhin ...
Die o.a. exemplarisch genannten Organisationen entziehen sich aber jeglicher Kontrolle! Die Leute von Attac sagen dazu: Eine "Demokratisierung des Geldes" hätte nie stattgefunden - und jetzt drängt es (das "große Geld") mit erheblicher Dynamik zurück an die offensichtlichen Schalthebel der Macht. Das halte ich für den wahren Hintergrund der Privatisierungsforderungen (siehe auch das "Privatarmeewesen" in den USA). Denn, wie peter richtig angemerkt hat, zur Problemlösung trägt das ja nicht bei.
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Beitrag 21.05.2011, 08:12

Suedwester
Ziel von EU und Euro war und ist doch, die Nationalstaaten handlungsunfaehig zu machen. Die Probleme des Euro waren doch schon vor Einfuehrung fuer Befuerworter und Gegner klar ersichtlich. Ich tippe also darauf, dass genau das jetzt eintritt, was von manchen Kreisen von langer Hand geplant war.

Beitrag 21.05.2011, 09:15

Goldmade
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Deshalb auch die hastige Ausweitung der EU und der Euro-Zone. Ein Geld, sie zu knechten... :twisted:

Eine wirtschaftliche Macht ist der Euro bereits, zumindest in den Händen derer, die genug davon haben, weil sie ihrer Bevölkerung schon seit dem Fall der Berliner Mauer Stückchen für Stückchen von Lohn und Leistungen weggeknappst haben. Verweigerung eines allgemeinen Mindestlohns, lautes Geschrei, sobald eine Gewerkschaft Lohnerhöhungen fordert, die über der Inflationsrate stehen, Ausweitung des Billiglohnsektors mit Öffnung der Grenzen, damit noch mehr Billiglöhner kommen, Hartz-Gesetze, Erhöhung der Rentenalter usw. Der nächste logische Schritt ist der Griff nach der politischen Macht in den Euro-Ländern.

Beitrag 21.05.2011, 09:32

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Ladon
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Suedwester hat geschrieben:Ziel von EU und Euro war und ist doch, die Nationalstaaten handlungsunfaehig zu machen. Die Probleme des Euro waren doch schon vor Einfuehrung fuer Befuerworter und Gegner klar ersichtlich. Ich tippe also darauf, dass genau das jetzt eintritt, was von manchen Kreisen von langer Hand geplant war.
Euro und EU sehe ich nicht als die eigentliche "Gefahr".
Beides sind Entwicklungen, die (etwa so wie "parlamentarische Demokratie") im Grunde eine positive Basis haben. Durchführung und Handhabung sind dabei mangelhaft und von zum Teil sehr gegenläufigen Interessen geprägt.

Skandalöser noch ist aber die "Machtübernahme" von völlig der ... sagen wir mal demokratischen Kontrolle (im positiven, eigentlichen Sinne) entzogenen Institutionen und Konzernen.
Dabei widerspreche ich keinesfalls der Tatsache dass es wiederum zwischen den beiden Einflusssphären Schnittmengen und Interessensüberlagerungen gibt.

Aber davon abgesehen: Glaubst Du nicht auch, dass Griechenland ein Art "Experiment" ist. Natürlich haben die sich durch ihre Misswirtschaft sozusagen aufgedrängt, aber jetzt wird ziemlich unverhohlen ausprobiert, wie man "Hoheitsrechte" an Institutionen (!) übertragen kann - und eben nicht an wenigstens noch marginal demokratisch legitimierte Konstrukte wie die EU, sondern z.B. an den IWF oder die Weltbank - Konstrukte, die aus der Bretton-Woods Ära stammen (Das ist so ähnlich wie in der Kath. Kirche die "Heilige Inquisition" unter dem Namen "Glaubenskongregation" bis heute weiter besteht.)
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Beitrag 21.05.2011, 12:37

Suedwester
EU und Euro sind Mittel zum Zweck. Vor 10 Jahren hatte ich die Euro-Einfuehrung noch als Dummheit angesehen (nachdem ich Buecher von Hankel usw. gelesen hatte), heute glaube ich hingegen, dass diejenigen, die die Gemeinschaftswaehrung um jeden Preis durchsetzen wollten, ganz genau wussten, was sie taten.

Ein riesiges multikulturelles Gebilde wie die EU kann man nicht mehr "demokratisch" regieren. Ein EU "Volk" gibt es ja nicht. Die Entwicklung hin zu einer Diktatur der Buerokraten war also vorgezeichnet.

Der Wegfall jeglicher Grenzen und die Schaffung eines riesigen, einheitlichen Waehrungsraums ohne Kontrollen hat ermoeglicht, was Sinn und Ziel war: Die Macht liegt nicht mehr bei starken Nationalregierungen, sondern bei einer Handvoll multinational agierender Konzerne (inklusive Banken und Medienimperien), die sich jeglicher demokratischer Kontrolle entziehen.

Dies war kein Zufall.

Ebensowenig ist es Zufall, dass die Laender Suedeuropas jetzt als erste "umfallen". (Zu) billiges Geld fuehrt eben zu einer Ausweitung der Kreditnachfrage, das ist ueberall so, und zu Spekulation. Leider waren es diese Staaten gewohnt, dass die Bombe explodierender Verschuldung regelmaessig durch eine etwas hoehere Inflationsrate entschaerft wurde. Man konnte notfalls eben einfach ein bisschen mehr Geld in der Nationalwaehrung in Umlauf bringen. Eine Geldentwertung wie bei Drachme, Escudo, Peseta oder Lira gab es aber bislang beim Euro nicht. Eventuell wird dies jetzt nachgeholt...

Auch wenn EU und Euro gewisse Vorteile haben, die ich gar nicht leugnen will, glaube ich doch, dass unterm Strich ein Europa der Vaterlaender mit eigenen Nationalwaehrungen und demokratischer Kontrolle besser gewesen waere als das, was wir jetzt haben. Aber das waere natuerlich nicht im Sinne der Grosskonzerne.
Zuletzt geändert von Suedwester am 21.05.2011, 12:43, insgesamt 1-mal geändert.

Beitrag 21.05.2011, 12:42

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Ladon
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So ist es. Seh' ich auch so ähnlich.
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Beitrag 21.05.2011, 22:45

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Suedwester hat geschrieben:Eine Geldentwertung wie bei Drachme, Escudo, Peseta oder Lira gab es aber bislang beim Euro nicht. Eventuell wird dies jetzt nachgeholt...
Das werden sich die Bürger der "Starkwährungsländer" aber wohl nicht bieten lassen.

Beitrag 22.05.2011, 17:31

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Umschuldung
Was kosten uns die Griechen?
Wenn sich Griechenland für zahlungsunfähig erklärt, kostet das Milliarden für Deutschland. Immer noch günstiger, als weiterzumachen wie bisher. Das hat das DIW für die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung errechnet.
http://www.faz.net/s/Rub3ADB8A210E754E7 ... ezial.html

Beitrag 24.05.2011, 17:36

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HerrHansen
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Soviel zum Thema, dass die Griechen mit ihrem Barvermögen schnell verschwinden, weil sie das dicke Ende fürchten:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/sozial ... 29,00.html

Im Übrigen glaube ich persönlich nicht, dass das Geld in den Kosum gegangen ist...
bisher >40 erfolgreich abgeschlossene Transaktionen

Beitrag 24.05.2011, 19:07

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Goldprofi
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Guten Abend

An diesem wochenende wird es voraussichtlich passieren,
habe dazu einen Artikel von Heute entdeckt. macht Euch auf etwas gefasst.

Die Europäische Schuldenkrise spitzt sich zu– Umschuldung Griechenlands naht
http://www.boersen-zeitung.de/index.php ... 13222&j=ov

Gruß
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Beitrag 24.05.2011, 19:35

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Argentum13
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Goldprofi hat geschrieben: An diesem wochenende wird es voraussichtlich passieren,
habe dazu einen Artikel von Heute entdeckt. macht Euch auf etwas gefasst.

Die Europäische Schuldenkrise spitzt sich zu– Umschuldung Griechenlands naht
http://www.boersen-zeitung.de/index.php ... 13222&j=ov

Gruß
Goldprofi
Kann gut sein. Wundere mich sowieso über das lange Zappeln und Hinauszögern.
Würde dann aber von griech. Seite aus vor dem Cut nichts mehr veräußern - das fließt doch dann sofort ab und ist weg. Das wäre doch wichtiger für die Zeit danach, oder? Wahrscheinlich nur Show - die verschleudern vorher nichts mehr. Den Cut können sie von den Gläubigern auch so haben, da bin ich sicher.

Spannend wird's in jedem Fall...
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Beitrag 25.05.2011, 06:50

dobby
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Zuletzt geändert von dobby am 15.12.2012, 12:40, insgesamt 1-mal geändert.

Beitrag 25.05.2011, 07:46

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Goldprofi
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dobby hat geschrieben:http://www.ftd.de/finanzen/maerkte/:sch ... 56330.html

"Das Nachrichtenmagazin bringt die Geschichte vom möglichen Verlustrisiko bei der Zentralbank in Höhe mehrerer Hundert Milliarden Euro. Die Bundesbank soll zu einem guten Viertel mit drinhängen. Doch statt des erwarteten Dementis heißt es bei der EZB: "Kein Kommentar."

Alles wird gut....oder....??? smilie_04

ich hoffe es, sonst sieht es mit dem Euro gar nicht gut aus. :cry:

mfg
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Beitrag 25.05.2011, 07:51

Harvey4139
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Ob nun dieses Wochenende, nächstes oder erst in 13 Wochen - Griechenland wird in naher Zukunft einen Haircut bekommen, gar keine Frage. Aber nicht nur Griechenland sondern alle Staaten werden in naher Zukunft dem Staatsbankrott gegenüberstehen. Das ist nun einmal so in einem ungedeckten Zinseszins-Geldsystem. Es geht eine Weile gut - so zwischen 60 und 80 Jahren - und dann eben nicht mehr. Das hat man aber schon bei Einführung dieses Geldsystems gewusst. Es ist ein Schneeballsystem, das jetzt vor dem Zusammenbruch steht.

Beitrag 25.05.2011, 07:57

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Ladon
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Hm.

Sollte nicht eigentlich ein forscher Schnitt dem Euro gut tun?
Naja, aber da diese Dinge ja von amerikanischen Ratingagenturen festgelegt werden und die Europäer allesamt (und vielleicht sogar gemeinsam) da nicht mal "auf den Tisch hauen" ob dieser Anmaßung ...

Nochmal zur Erinnerung:
Es gibt wohl ein Gerichtsurteil in den USA, das die Einschätzungen von Ratingagenturen eindeutig als nicht objektiv einstuft (was man auch ohne Richter mit gesundem Menschenverstand erkennen könnte)

Mit Vokabeln wie "entschlossenem Handeln", "deutliche Signale", "Stabilitätssicherung des Gesamtraumes" könnten (!) die sicher schon geplanten Schuldenschnitte (die ja auch nötig sind) trotzdem letztlich "gefühlt" positive Wirkung haben. Ich bin gespannt.
(Die wöchentliche Prophezeihung des Untergangs ist aber ein schönes Ritual, das manche (Ich meine nicht hier und in diesem Thread) durchaus zum Geschäftsmodell ausbauen konnten ;-) )


Zusatz @ Harvey4139

Du hast völlig recht - allerdings übersiehst Du dabei, dass "das System" den einen oder anderen Breakdown auch schon "überlebt" hat.
Und - ein Punkt, der viel zu selten beachtet wird - das Ganze ist eine historisch gesehen recht junge Sache. Je nach Interpretation besteht das System jetzt gerade mal zwischen 100 und 200 Jahren. Fast jede Situation ist "neuartig". Und immer wieder wurden auch "neue" Wege ausprobiert. So auch heute.
Da der Zahlenraum ja mal nach oben unbegrenzt ist und das Geld keine "materiellen" Fesseln mehr hat ... ist eigentlich nicht garantiert, dass es "so wie schon mal" ablaufen muss. Und was ist denn überhaupt "so wie schon mal"? Wie gesagt: Das Ganze ist eine junge Sache. Mathematische Modelle versuchen die Wirklichkeit zu beschreiben - in der Physik ist es akzeptiertes Allgemeinwissen, dass solche Modelle nicht immer mit der Wirklichkeit in Deckung zu bringen sind. In der Volkswirtschaft wird aber so getan, als ob es die Wirklichkeit wäre.
Ja, Zinseszinssysteme müssen "durch die Decke gehen" (ob exponentiell oder hyperbolisch ist völlig unwichtig und letztlich eine Frage der Metrik der Zeitachse) - aber heute sind Möglichkeiten geschaffen worden, die "Decke" immer höher zu legen.
Naja, und wie gesagt, bislang hat das System jeden Crash überstanden - es steht also zu befürchten, dass es möglicherweise einfach "wurst" ist, ob Dollar und/oder Euro abgeschafft werden.

... ach, das ist deprimierend smilie_24
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Beitrag 25.05.2011, 09:26

nameschonweg
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dobby hat geschrieben:http://www.ftd.de/finanzen/maerkte/:sch ... 56330.html

"Das Nachrichtenmagazin bringt die Geschichte vom möglichen Verlustrisiko bei der Zentralbank in Höhe mehrerer Hundert Milliarden Euro. Die Bundesbank soll zu einem guten Viertel mit drinhängen. Doch statt des erwarteten Dementis heißt es bei der EZB: "Kein Kommentar."

Alles wird gut....oder....??? smilie_04

Nach der ersten Trauerzeit über diese Umstände (gut, etwas vorgezogen vielleicht) kann ich der Sache inzwischen durchaus etwas Komik abgewinnen. Mich erinnert das irgendwie an das Hütchenspiel eines Vietnamesen, welches ich mal bei einem Berlin-Besuch beobachten durfte. Man fragt sich immer, unter welches Hütchen er das Ding jetzt so unsichtbar verschoben hat. Das scheint irgendwie als Vorbild für unserer Finanzwirtschaft hergehalten zu haben - wohin sind die Milliarden-Schulden und Risiken denn diesmal verschoben worden?! Man hat ja schon Angst, irgendwo mal drunter zu schauen.

Ich hab nur die Befürchtung, das irgendwann die Hütchen zu klein werden ...
“The greatest tragedy in mankind's entire history may be the hijacking of morality by religion.”, Arthur C. Clarke
"Papierwährungen sind die Glasperlen des Industriezeitalters"

Beitrag 25.05.2011, 12:14

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Goldprofi
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Goldprofi hat geschrieben:Guten Abend

An diesem wochenende wird es voraussichtlich passieren,
habe dazu einen Artikel von Heute entdeckt. macht Euch auf etwas gefasst.

Die Europäische Schuldenkrise spitzt sich zu– Umschuldung Griechenlands naht
http://www.boersen-zeitung.de/index.php ... 13222&j=ov

Gruß
Goldprofi
Man sieht es deutlich wie Silber und Gold heute steigen und der Euro nichts mehr zu bieten hat.
Für alle EM-Besitzer, kann die Party heute beginnen.
Der Goldpreis wird bis zum Jahresende die 2000 Dollar überschreiten, da bin ich fest überzeugt.
Ebenso Silber wird die 50 Dollar überschreiten. Natürlich wird es immer wieder zu Rückschlägen kommen,
aber der Trend zeigt nach oben.

mfg
Goldprofi
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Beitrag 25.05.2011, 13:50

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Goldprofi hat geschrieben:...
Für alle EM-Besitzer, kann die Party heute beginnen.
...
smilie_08

Kann ich nicht nachvollziehen.
Kommt es zu einer echten Crisis, dann bekomme ich garantiert weniger "Semmeln" für mein Gold als heute.
Und sollte der Euro "hyperinflationieren" nutzt es mir auch nix, wenn ich für ein Gramm Au 'ne Million oder mehr bekomme.
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