Crash Time?

Tagesgespräch zu Wirtschaftsthemen wie Geldmarkt, Börse, Währung, Finanzkrise, Inflation aus Deutschland und der Welt

Moderatoren: Ladon, Forum-Team

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Beitrag 25.10.2016, 11:43

silbersammler2010
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Thomasio hat geschrieben:
Kapitalismus ist die Vermehrung von Profiten durch Investition in Automatisierung, wo höhere Stückzahlen billiger hergestellt werden können, so dass bei kleineren Preisen mehr Verbraucher die Produkte kaufen können und der Hersteller durch die höheren Stückzahlen auch bei kleineren Preisen noch mehr Profit macht.
oh je, das scheint mir eine extrem freie und reduzierte Definition zu sein.

Den Artikel auf Grund dieser eigenen Definition des Kapitalismus als fehlerhaft zu bezeichnen hat schon was von ....

Beitrag 25.10.2016, 12:15

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Indiana Jones
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glaubnix hat geschrieben:
Thomasio hat geschrieben:Da steht wörtlich:
Mit einer Volkswirtschaft ohne wachsendes BIP haben sich die wenigsten Ökonomen je befasst. Das rächt sich jetzt.
In einer Welt wo der Kuchen bereits verteilt ist ( sehen wir mal von den Entwicklungsländern ab ) funktioniert Wachstum des einen doch nur mit dem Schrumpfen d.h. auf Kosten des anderen.

Und da offenbart sich das General-Problem des Kapitalismus...
Womit sich die „Ökonomen“ befassen ist nicht wichtig, da Ökonomen keine Entscheidungsträger sind.

Die Finanzelite wird keinen Professor der Ökonomie bemühen, bevor sie die Kurse von Währungen, Aktien und Gold mit einem einzigen Knopfdruck um 10 % in die eine oder andere Richtung bewegt.

Das ist Kapitalismus.

Und das ist auch gut so.

Politiker haften für Steuerverschwendung nicht.

Aber die Elite bezahlt für Fehlentscheidungen mit dem eigenem Vermögen.

Deshalb ist der Kapitalismus dem Kommunismus überlegen.

Auf dem Tagesordnungspunkt steht übrigens jeden Tag die „Neubewertung des Gold“.

Das nennt man Goldhandel.

Und das ist auch gut so.


Anmerkung zum Moderator Ladon:

Hier im Forum werde ich seit Jahr und Tag von dem Forums Moderator Namens Ladon belästigt und wurde sogar willkürlich gesperrt. Trotz meiner sachlicher posts werde ich von diesem Mann als "Schnarch" "0 Beitrag" oder "Besserwisser" beschimpft. Dort einige Scrrenshots zu den Beleidigungen.

[img]https://forum.gold.de/userpix/8312_schn ... on_2_1.jpg[/img]
[img]https://forum.gold.de/userpix/8312_b_la ... lend_1.jpg[/img]
[img]https://forum.gold.de/userpix/8312_b_la ... itik_1.jpg[/img]
[img]https://forum.gold.de/userpix/8312_b_la ... lend_2.jpg[/img]
Zuletzt geändert von Indiana Jones am 19.02.2018, 18:12, insgesamt 1-mal geändert.

Beitrag 25.10.2016, 14:16

Thomasio
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silbersammler2010 hat geschrieben:oh je, das scheint mir eine extrem freie und reduzierte Definition zu sein.
Es ist nicht meine Definition, sondern das was tatsächlich passiert.
Schau dir das in meinem Beitrag verlinkte Video von Ulrike Herrmann in ganz an.
Sie erklärt und begründet das ausführlich, von der Entstehung des Kapitalismus bis heute.

Beitrag 25.10.2016, 20:55

Mehrgoldfüralle
Auch das
http://der-klare-blick.com/?p=36537
ist lesenswert.

Beitrag 25.10.2016, 22:20

Thomasio
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Die Idee von Gold als Geld hat ja was für sich, aber sie hat einen Haken.
Wie wir alleine aus den Statistiken von diesem Jahr wissen, sparen die Deutschen selbst bei Nullzinsen 300 Mrd. Euro von ihrem Einkommen in diesem Jahr, sprich sie geben 300 Mrd. weniger aus als sie einnehmen.
Mit Gold als Geld und mit dem aktuellen Preis von Gold in Euro (37611€/kg) hiesse das, jedes Jahr würden alleine in Deutschland knappe 8000 Tonnen an Gold in den Tresoren der Sparer verschwinden und da nie wieder rauskommen, denn egal wie viele Sparer ihre Ersparnisse auflösen um ein Haus zu bauen oder so, unterm Strich kommen jedes Jahr noch 300 Mrd. neue Ersparnisse dazu.
3.000 Tonnen werden pro Jahr weltweit gefördert, 177.000 Tonnen gibt es auf der Welt, sprich in 35 Jahren wäre alles Gold der Welt in den Tresoren der Deutschen verschwunden.

Die Alternative wäre eine permanente Aufwertung der Kaufkraft von Gold, oder andersrum eine permanente Abwertung vom Wert der produzierten Güter, also massive Deflation.
Damit sind wir aber zum Einen wieder bei Ulrike Herrmann und der Annahme, dass Kapitalismus bei Deflation nicht funktionieren kann.
Zum Anderen bedeutet permanente Deflation auch, dass das Gold der Reichen in den Tresoren von ganz alleine, risikofrei, viel mehr an Wert gewinnt als die Reichen mit Krediten an Zinsen einnehmen können, sprich ein Verleih vom Gold gar nicht mehr nötig ist, weil die Reichen ihre "Zinsen" beim Nichtstun verdienen.

Oder anders gesagt, mit Gold als Geld würde kein Mensch mehr auch nur einen Cent an Kredit geben und alle heutigen Investitionen in die Zukunft wären nicht möglich.
Praktisch alle Geschäftsmodelle die heute im Kapitalismus existieren wären nicht mehr möglich.
Junge Leute, die 10 Jahre oder so sparen und dann mit 50/50 Finanzierung ein Haus bauen, wäre nicht mehr möglich.

Beitrag 26.10.2016, 00:15

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Indiana Jones
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Na so was. Wahrscheinlich könnte man sich nicht einmal mehr eine Armee leisten und Kriege könnte man auch nicht mehr führen weil einem keiner sein Gold für einen solchen Unsinn geben würde, thomasio?

Beitrag 26.10.2016, 00:53

Thomasio
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Im Gegenteil, man wäre zurück in der Zeit der ägyptischen Pharaonen oder so, nur mit modernen Waffen.
Pharaonen wären dann nicht mehr die Politiker, also keine Könige oder Kaiser oder sowas, sondern schlicht die, mit dem meisten Gold.
Eine Handvoll ganz Weniger besässe ALLEN Reichtum der Welt und würde eine vollkommen verarmte Bevölkerung in den Krieg mit den Nachbarn schicken, im Versuch deren Gold zu rauben.
99,9% der Menschen wären Sklaven, ein Menschenleben wäre wertlos und zur Machterweiterung eines Einzelnen wären auch ein paar Millionen Tote jederzeit akzeptabel.

Beitrag 19.07.2017, 11:48

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VfL Bochum 1848
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Warnung aus England: Systemische Risiken höher als 2008

Die Regulierungstochter der Bank of England warnt. Viele Banken machten derzeit die gleichen Fehler, die zur Finanzkrise im Jahr 2008 geführt hätten. Und die damit verbundenen Risiken seien sogar höher als damals. Es geht vor allem um gefährliche Bilanzierungstricks und Unternehmensanleihen:

http://www.goldreporter.de/warnung-aus- ... ews/66949/
VfL Bochum? -Find ich gut!

Beitrag 19.07.2017, 13:11

delaboetie
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....und dann kommt dann noch das Fleisch gewordene Rezessionsversprechen Trump und dereguliert die Banken. So sad!
Hell is empty-all the devils are here!
Shakespeare

Beitrag 19.07.2017, 19:06

Mehrgoldfüralle
@delaboetie

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Fleisch gewordene Rezessionsversprechen Trump
Ein echter delaboetie. Nach "im Arsch der Finanzindustrie". Klasse smilie_12

Beitrag 20.07.2017, 04:41

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MaciejP
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Kluncker hat geschrieben:Dass diesmal alles anders sein wird, glaube ich nicht.
Wo hörst du diesen Spruch denn? Mir ist der in den letzten Monaten nicht ein einziges Mal "in freier Wildbahn" über den Weg gelaufen. Im Gegenteil, das lese ich immer nur bei solchen Spezialisten wie Claus Vogt, die darauf beharren, dass aktuell wieder alle dieser Meinung seien und dass dies doch ein deutliches Warnsignal sei. Wenn man in Aktienforen liest, da ist die Stimmung querdurch long, aber skeptisch bis außerhalb des Marktes auf Korrekturen wartend. Und selbst so absolute Perma-Bullen wie Tim Schäfer schreiben in letzter Zeit immer häufiger, dass der Bullenmarkt schon lange läuft und eine Korrektur überfällig wäre. Das ist m.E. noch nicht mal in der Nähe von "diesmal ist alles anders".
„Wenn der Durchschnittsmichel Gold kauft, kann er keine Fehler machen.“ – „Gold fliegt nicht weg.“

Beitrag 20.07.2017, 06:15

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Ladon
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Nun, selbst hier im Forum hörst Du doch die ganze Zeit die Hoffnung/Prognose, dass es "diesmal anders" wird und nach dem Crash ein gerechtes, vorzugsweise auf Gold basierendes, Geldsystem Einzug hält, weil "niemand mehr an die Zettel glaubt".

Und auf der anderen Seite hoffen die Akteure der Finanzwelt (auch die kleinen!) doch gerade auch auf ein "anders" - nämlich in dem Sinne, dass sie diesmal auf der Gewinnerseite stehen wollen.
Die Erkenntnis, dass der Bullenmarkt nicht ewig währen kann, ändert daran nichts, denke ich. Der Grundtenor ist überall: diesmal sind wir klüger.
Andere gibt es schon genug

Beitrag 20.07.2017, 07:58

Mehrgoldfüralle
@Ladon
Der Grundtenor ist �berall: diesmal sind wir kl�ger.
Und wer ist wir? Die großen Zampanos einschliesslich der Notenbanken sind nicht klüger geworden, nur korrupter und gieriger. Demnächst werden sie wieder versuchen müssen den Schafen zu erklären, wieso die Herstellung und Verteilung von Geld so verlustreich sein kann und dass, leider leider, die Schafe wieder die Wölfe retten müssen. Ob das nochmal klappt?

Ein weiterer, schon oft erfolgreicher Ausweg wäre das anzetteln eines größeren Krieges. Die USA stellen gerade mit Entsetzen fest, dass der böse Iran zwar nicht gegen die Bestimmungen, aber gegen den "Geist" des Atomabkommens verstößt.

Beitrag 20.07.2017, 17:06

Mehrgoldfüralle
@kluncker

Der Volkswirt aus Bremen, Folker Hellmeyer, hat das nach meiner Einschätzung ironisch gemeint. Allerdings sieht er die Eurozone und China durchaus mit einer rosaroten Brille an, die Zustände in den USA betrachtet er eher realistisch.

Der deutsche Michel ist -vor allem in seiner Eigenschaft als Sparer- im Durchschnitt ein Depp. Ein Schaf, und Schafe wollen geschoren werden. Woher soll er aber auch wissen, was er tun soll? Heerscharen von Bankberatern und Versicherungsvertretern "beraten" ihn und bringen ihn um das bisschen, was er gutmachen könnte, wäre er nur kundig. Das ist ihm aber zu anstrengend. Ich erinnere mich noch an die Telekomaktie und Manfred Krugs vollmundige Werbung. Auch daraus hat kaum einer was gelernt, und so geht es halt seinen Weg.

Beitrag 20.07.2017, 20:30

Mehrgoldfüralle
@kluncker
Letztens musste ich mich hier mit einigen Leuten streiten, die ETF´s für die neue Wunderwaffe der kleinen Leute halten. Dass die im Fall der Fälle pauschal rasiert werden ohne einen Ausweg zu haben, begreifen sie nicht. Die Zuwachsraten dieser "Instrumente" sind gigantisch, die Risiken auch.

Beitrag 20.07.2017, 22:48

Mehrgoldfüralle
@kluncker

Hast du meinen Text wirklich zu Ende gelesen?

Beitrag 21.07.2017, 05:47

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MaciejP
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Ladon hat geschrieben:Nun, selbst hier im Forum hörst Du doch die ganze Zeit die Hoffnung/Prognose, dass es "diesmal anders" wird [...] Der Grundtenor ist überall: diesmal sind wir klüger.
Das ist aber nicht, was speziell diesen Bullenmarkt betrifft, sondern diese Grundhaltung herrscht immer vor. Die Permabullen sind immer davon überzeugt, mit ihrer Lieblingsanlageklasse schlauer als die anderen zu sein. Gab es hier im Forum eigentlich mal eine Zeit, wo durchweg eine pessimistische Haltung vorherrschte? Hier ist der Grundtenor doch quasi definitionsgemäß bullisch für Gold. Entsprechend die Situation bei den Aktienforen/-blogs.

Interessanter wird es, wenn man in "gemischte" Foren schaut. Da ist meiner Wahrnehmung nach die Stimmung für Aktien überhaupt nicht bullisch, sondern wie schon geschrieben eher misstrauisch. Das ist aber nicht das überzeugte "diesmal ist alles anders" der breiten Masse, das für eine Blase charakteristisch ist. Vielleicht könnte man Yellens "keine Finanzkrise zu unseren Lebzeiten" in diese Richtung deuten, beim Publikum scheint das aber auch eher etwas absurd rübergekommen zu sein, statt dass alle einstimmig nicken "Recht hat sie". Mir fehlt da die überschwängliche Stimmung auf der Käuferseite.
Kluncker hat geschrieben:Tatsache ist, dass fast alle einschlägigen Publikationen derzeit dem deutschen Michel weis machen möchten, dass er jetzt Aktien kaufen sollte.
Hast du mal ein konkretes Beispiel für solch eine "einschlägige Publikation"?
Kluncker hat geschrieben:Schon allein die Tatsache, wie sich die Banken bei Käufen von ETF`s seitens der Anleger vorher absichern, müsste im höchsten Maße Bedenken auslösen.
Was für eine Absicherung meinst du hier? Banken vermitteln ETFs nur, wogegen sollten da Absicherungen getroffen werden?

Zum Thema Schafe rasieren: Verkäufer versuchen immer den Leuten ihre Produkte anzudrehen, damit verdienen sie schließlich Geld. Banken verkaufen u.a. Fonds, also werden sie auch die den Leuten immer andrehen wollen. Das scheint unsinnigerweise besser zu funktionieren, wenn die Kurse schon weit gelaufen sind, ist aber nichts, was nur an Höchstständen stattfindet. Für fallende Kurse gibt's dann auch passende Absicherungsprodukte, praktischerweise bei der gleichen Bank erwerbbar.

Und was Banken mit Fonds oder Wertpapieren versuchen, machen Goldbugs genau so mit ihren Produkten. Hier mal ein Focus-Money-Artikel aus dem Jahr 2011, also in etwa zum Höhepunkt des Bullenmarktes: Gold: DAS SOLLTE JEDER HABEN. Die Argumentation ist 1 zu 1 dieselbe wie bei Aktien: Kurse sind schon weit gelaufen, langfristig sollte man trotzdem kaufen; Risiken lauern bei anderen Anlageklassen. (Mein Lieblingssatz daraus: "Goldaktien etwa sind derzeit stark unterbewertet und bieten hohe Gewinnchancen"). Ein aktueller Beitrag vom gleichen "Experten": Gold absurd günstig: Experte prophezeit Gold-Rausch wie in den 70ern. Der Grundtenor ist derselbe, nur etwas dramatischer: Gold kaufen weil noch günstiger geworden und "[auf] die Börsen warte ein neuer Crash".

Beitrag 21.07.2017, 06:35

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Ladon
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...
Irgendwann sei die Entwicklung nicht mehr aufzuhalten – Stöferle erwartet einen regelrechten Gold-Rausch. „Ein Edelmetall-Bullenmarkt kann viele Jahre dauern“, betont der Ökonom. Seine Prognose: Kommt Gold erst mal so in Fahrt wie in den 1970er-Jahren, kann sich der Kurs verdreifachen.

Hinweis: In den 70er Jahren zerbrach das Währungssystem von Bretton-Woods, das alle Währungen an den Goldpreis gekoppelt hatte. Danach explodierte der Kurs der Feinunze geradezu: von 50 Dollar im Jahr 1970 auf mehr als 800 Dollar im Jahr 1980.
Kein Bankberater, der mir ein Produkt seines Arbeitgebers verkaufen will, kann so einen Stuss daher reden.
Das grenzt an absichtlichem Für-dumm-verkaufen des Lesers!
Eine Parallele zu den 70ern ist idiotisch (ja, ich benutze diese Vokabel mit Absicht). Da hatte sich der Goldpreis über Jahrzehnte "angestaut", um dann - "von der Leine gelassen" - in die Höhe katapultiert zu werden; mit anschließender Korrektur über viele, viele Jahre übrigens, die der Herr S mal kurz unerwähnt lässt.
Tatsächlich folgte auf 1980 (wo die Betrachtung günstigerweise für das gewünschte Ergebnis abgebrochen wird) bis 2005 praktisch permanent eine Abwärtsbewegung. Ja, Herr S, auch "Bärenphasen" können Jahre dauern beim EM.
Vielleicht steigt Gold weiter. Aber ganz bestimmt nicht vergleichbar mit den 1970ern. Es gibt einfach keine Parallele bezüglich der Gesamtsituation.

Absurd günstig? So ein Unfug. So vermiest man den Goldbesitz, denn die Enttäuschung wird ohne Zweifel kommen.

Mich ärgert es am meisten, dass ich als überzeugte Goldbesitzer (ich habe augenscheinlich anteilsmäßig sehr viel mehr EM in meiner "Alterssicherung" als die meisten hier), immer wieder solchem Unfug widersprechen muss.


Übrigens empfinde ich es auch so, dass auf jeder Wirtschaftsseite jeder Zeitung momentan Aktien als Alternativ-Geldanlage gehypet werden. Vielleicht eher Finanzprodukte anderer Art ...
Andere gibt es schon genug

Beitrag 21.07.2017, 10:00

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lifesgood
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Nun die klassischen Edelmetallbugs wie Bergold, Schulte, Stöferle oder wie sie alle heissen, hatten natürlich ab Mitte der 2000er Jahre und dann nochmal nach dem Rücksetzer 2008 einen gigantischen Lauf.

Daher singen sie weiter einen Hochgesang auf die Edelmetalle und werden irgendwann auch wieder richtig liegen.

Ich kann das auch nachvollziehen, wer schon frühzeitig dabei war, sitzt auch heute noch bei Gold auf 3-stelligen und bei Silber auf kleinen 2-stelligen Gewinnen. Da fällt es schwer der Anlageklasse skeptisch gegenüberzustehen.

Diejenigen die erst später gekauft haben und auf kleinen Gewinnen oder Verlusten sitzen, sind deutlich skeptischer ... ;)

Sicherlich hat der Zins auch Einfluss auf die Metallpreise, weil er eben die Opportunitätskosten beeinflußt.

Aber die maßgebliche Größe ist hier nicht der Nominalzins sondern der Realzins (Zins abzügl. Inflation).

lifesgood

Beitrag 21.07.2017, 10:58

heppus123
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Wohnort: Sachsen
@Klunker smilie_01 smilie_01

Klunker hat den Nagel so was von auf den Kopf getroffen! Besser gehts nicht! (Meine Meinung)

smilie_12
ford ( Jeder Kunde kann seinen Wagen beliebig anstreichen lassen, die Farbe muss nur Schwarz sein.)

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