Crash Time?

Tagesgespräch zu Wirtschaftsthemen wie Geldmarkt, Börse, Währung, Finanzkrise, Inflation aus Deutschland und der Welt

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Beitrag 02.08.2017, 20:36

Mehrgoldfüralle
Der Herr Eichelburg verbreitet keine Verschwörungstheorien, sondern handelt mit blühendem Nonsens, sozusagen als Geschäftsidee. Ich würde mir bei dem Thema etwas mehr Ernsthaftigkeit wünschen.

Beitrag 02.08.2017, 20:37

sw_trade
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amabhuku hat geschrieben:Alles Kinderkram.
DAS ist eine echte Austria Katastrophenseite, da habe ich heute einen Kommentar gelesen, also schmeisst schon mal alle euer Geld weg:

"Neu: 2017-08-02:

[17:50] Insider-Info: die Flutung des Systems mit gigantischen Geldmengen soll heute begonnen haben. Der wirkliche Systemabbruch dürfte also gestartet sein. Erwartet alle anderen Sachen wie Gross- und Massenterror noch diese Woche.WE.

[19:45] Auch wenn man an den Märkten noch nichts sieht. Es geht los. In 4 Wochen soll die Sache wohl "gegessen" sein und wir sind im neuen Kaiserreich. Auch andere osteuropäische Armeen werden uns retten, nicht nur Russland. Österreicher, bereitet Blumen für die glorreichen, ungarischen Retter vor!WE."


smilie_15 smilie_11
smilie_20 Was und wieviel davon muss man nehmen, um so einen gequirlten Haufen zu fabrizieren?
"Aus Furcht zu weit zu gehen, gehen wir oft nicht weit genug."
(Reinhard K. Sprenger)

Beitrag 02.08.2017, 20:44

Mehrgoldfüralle
Geld muss man nehmen. Der Vogel lebt davon.

Beitrag 02.08.2017, 22:14

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amabhuku
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sw_trade hat geschrieben: smilie_20 Was und wieviel davon muss man nehmen, um so einen gequirlten Haufen zu fabrizieren?
Ottakringer Bier und 2 Packungen Mozartkugeln.
Da sitzt er dann stundenlang auf dem Topf; die Ideen purzeln nur so....
8)

Den Eichelburch habe ich vor Jahren life auf der Muenchner EM Messe (!) an einem Stand gesehen.
Da hat er zwei abgerissene Gestalten zugenuschelt.
Hab nix verstanden und bin weitergewandelt.

Beitrag 03.08.2017, 14:57

Goldfreund84
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Die EZB soll angeblich die Zinsen erhöhen wollen. Und laut dem Bericht ist jede zehnte Firma eine Zombie-Firma, die dann pleite machen würde.

https://norddeutsche-edelmetall.de/ezb- ... ie-firmen/

Beitrag 04.08.2017, 05:55

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Ladon
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Danke für den Link!
Trotz des "brisanten" Themas keine Scheuklappen und auch kein wohlfeiles Runterbeten der üblichen Sprüche der Fanatics.

Kurz die Kernaussagen:

Es gibt viel zu viele "Zombie-Firmen", die nur aufgrund der niedrigen Zinsen überleben, aber keine wirtschaftlich gesunde Grundlage haben.

Die EZB, wird vermutet, schwenkt in der Zinspolitik ab 2018 um.
(Wir sollten mal in einem eigenen Thread so Prophezeiungen sammeln - wäre lustig)

Ein krisenhaftes Aussterben vieler Firmen (nicht nur Zombies, auch deren "Zulieferer" in jeder Form) geraten in Schieflage und würden verschwinden.
Das ist das hohe Lied der Selbstheilungskräfte der Wirtschaft, das hier gesungen wird. Nicht so radikal, wie es "Österreicher" formuliert haben, aber doch sehr deutlich wird da z.B. ein Banker diesbezüglich zitiert.
Somit bleibt dann das Grundproblem bestehen: ein "Gesundschrumpfen" mag auf lange Sicht wirtschaftlich klug, aber die (negativ) Betroffenen werden darüber gar nicht glücklich sein ...
Leute der Wirtschaft, erfahre ich aus dem Artikel, halten das "reihenweise" Aussterben von Firmen für "gesund". Aber das ist es nur theoretisch und auch nur für einen Teil der Menschen um die es geht.
In einer auch nur ansatzweisen demokratischen Struktur, dürfte das ziemlich schwer durchsetzbar sein. Die Forderung danach ist plakativ (im Falle von (Un-) Sinn wahrscheinlich Promotion für das nächste Buch).
Höflichkeit ist keine Schwäche - Empathie ist keine Dummheit - Moral ist nicht moralinsauer

Beitrag 04.08.2017, 09:58

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Dragonh3art
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Ich glaube man braucht garnicht so auf die Firmen schauen. Sollte die EZB die Zinsen wirklich wieder anheben. Werden wir wohl in einigen Jahren sehen wie die ersten Leute ihre Immobilien verkaufen müssen. Welche Sie momentan zu erhöten Preisen aber auf Grund des niedrigen Zins kaufen können. Wenn die Ihre Planung nicht vernünftig aufgezogen haben werden viele Baden gehen.

Beitrag 04.08.2017, 12:08

kribelboble
Ich glaube es werden wenige sein die Baden gehen.
Die meisten Finanzierungen sind gesund, die Zinsen meist für 15/20 Jahre gesichert.
Die "Fallhöhe" ist aber natürlich eine größere bei hohem Verschuldungsniveau.

Beitrag 04.08.2017, 16:47

lifesgood
Ob es die meisten sind weiß ich nicht.

Wer mit einem soliden Eigenkapitalstock von rund 30% finanziert und die günstigen Zinsen nutzt, um mehr zu tilgen, wird keine Probleme bekommen.

Schwierig wird es für die Glücksritter, die glauben alleine mit der gesparten Miete eine eigene Immo finanzieren zu können und meist gerade mal die Erwerbsnebenkosten an Eigenkapital aufbringen können.

lifesgood

Beitrag 05.08.2017, 13:41

Herebordus
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Neue Finanzkrise? In den USA platzen reihenweise Kredite

https://www.welt.de/finanzen/article167 ... edite.html

Beitrag 05.08.2017, 17:01

Mehrgoldfüralle
Nein, es ist immer noch die Alte. Die Freunde des schnellen Dollar haben rein gar nichts gelernt.

Beitrag 09.08.2017, 17:55

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VfL Bochum 1848
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Alan Greenspan: Der Crash wird alle überraschen

Der ehemalige Chef der US-Notenbank warnt vor den Folgen des langanhaltenden „abartig niedrigen“ Zinsniveaus. Auf das Platzen der Bondblase werde eine lange Phase der wirtschaftlichen Kontraktion folgen. Die Geldpolitiker hätten keinen Plan über die langfristigen Folgen ihres Handelns:

http://www.goldreporter.de/alan-greensp ... old/67365/


============================================================================


Riesige Cash-Position: Wartet Warren Buffet auf den großen Crash?

http://www.goldreporter.de/riesige-cash ... nks/67380/
VfL Bochum? -Find ich gut!

Beitrag 11.08.2017, 09:12

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Ladon
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Was mich daran erinnert, dass der olle Greenspan nahezu immer mit seinen Prognosen falsch lag. Eine Liste seiner größten Irrtümer hat Taibbi in seinem höchst unterhaltsamen Buch Kleptopia zusammengetragen. Es besteht also Hoffnung!
Noch dazu, weil er gelegentlich als Verfechter des Goldes angeführt wird. Für manchen genügt dies, um ihm Kompetenz zu unterstellen. Dabei ist sein "Plan" oder Vorschlag dieser:
Individuelle Goldbesitzer werden [...] dazu gebracht, ihr Gold in einer Bank einzulegen, worauf sie Schecks ziehen können. Und da in den seltensten Fällen alle Einleger ihr Gold zur gleichen Zeit abziehen wollen, muss der Bankier nur einen Teil der gesamten Einlage in Gold als Reserve vorhalten. Dies ermöglicht es dem Banker, mehr als seine Goldanlagen auszuleihen ...
(Auszeichnungen von mir)

Zurück zum (Banken-) System der Goldschmiede? Hurra, das ist doch mal eine tolle Idee.

So viel zu Allan Greenspan, dem Speichellecker der Banker und Manager.
Höflichkeit ist keine Schwäche - Empathie ist keine Dummheit - Moral ist nicht moralinsauer

Beitrag 11.08.2017, 12:58

Krümel
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VfL Bochum 1848 hat geschrieben:Alan Greenspan: Der Crash wird alle überraschen

Der ehemalige Chef der US-Notenbank warnt vor den Folgen des langanhaltenden „abartig niedrigen“ Zinsniveaus.

die Japanesen leben seit 30 Jahren damit. smilie_08

Außerdem haben doch all diejenigen ihren Willen bekommen, die den Zins als Todfeind des Systems ansehen. Also immer mit der Ruhe.

Beitrag 11.08.2017, 13:08

Mehrgoldfüralle
@Krümel
Im Fiatgeldsystem sind Zins und Zinseszins nicht Todfeind, sondern Todesursache. Und zwar immer und zwangsläufig. Tatsächlich kein Grund zur Beunruhigung. Sich panzern, abwarten und Tee trinken ist die Devise.

Beitrag 11.08.2017, 14:46

lifesgood
... aber bei dem aktuellen Zinsniveau kann es zu einem langen Siechtum kommen bis der Tod eintritt.

lifesgood

Beitrag 11.08.2017, 16:25

Mehrgoldfüralle
Jein. Die Zinsen werden in zunehmendem Ausmaß durch Einnahmen der Finanzindustrie ersetzt. Stichwort leistungslose Einkommen. So lang muss das Siechtum also nicht sein.

Japan kann nicht als Beispiel dienen, weil dort die Einkommensunterschiede nicht so hoch sind wie in den großen westlichen Volkswirtschaften. Dort kann das Spiel noch lange laufen.

Beitrag 11.08.2017, 19:12

wondahbwoy
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Es wird Zeit für einen großen Knall - je eher desto besser, wegen geringerer Fallhöhe.

Ich vermute ihn eher aus dem sozialpolitischen Bereich, als aus dem Finanzsektor. Vielleicht findet beides zur gleichen Zeit statt...bzw. bedingt eines das andere. Und ja, ich meine unsere "Bereicherer". Es gab hier mal eine. Thread namens "Der große Austausch". Ich persönlich denke, die kühnsten negativen Erwartungen wurden übertroffen.

Ich wohne in einer bayrischen Stadt, die noch ein verdammt starker Wirtschaftsstandort ist. Auch, wenn gerade dunkle Wolken aufziehen. Da möchte/kann ich nicht näher darauf eingehen.

Jedenfalls gab es bei uns jetzt auch einige Vergewaltigungen durch sogenannte Bereicherter. Es hängt in der Stadt ein Fandungsplakat eines schwarzafrikanischen Sex-Serientäters (5000 €) Belohnung. Menschen die ich kenne, die bei Polizei und Justiz arbeiten, erzählen weiterhin phantastische Geschichten.
Das hat mit Normalität nichts mehr zu tun...es ist ein Alptraum.

Meine Prognose für nach der Wahl...uneingeschränkter Familiennachzug...noch mehr Vergewaltigungen, Messerattacken...das ganze Programm eben.

Ich frage mich, wie lange die Menschen hier das hinnehmen werden...vielleicht ist auch das entscheidend für Crash or not.

Lesenswert in diesem Zusammenhang:
https://philosophia-perennis.com/2017/0 ... es-denken/

Beitrag 11.08.2017, 20:27

Mehrgoldfüralle
Immer dieselbe alte blöde Leier, statt die Ursachen zu suchen und dafür einzutreten, dass sie benannt und eingedämmt werden. Mit zwei rechten Hirnhälften ist man dabei halt sehr behindert.

Beitrag 12.08.2017, 04:05

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MaciejP
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Mehrgoldfüralle hat geschrieben:Japan kann nicht als Beispiel dienen, weil dort die Einkommensunterschiede nicht so hoch sind wie in den großen westlichen Volkswirtschaften. Dort kann das Spiel noch lange laufen.
Insbesondere zwischen Europa und Japan scheinen sich die Einkommensunterschiede allerdings nicht besonders zu unterscheiden: Liste der Länder nach Einkommensverteilung
„Wenn der Durchschnittsmichel Gold kauft, kann er keine Fehler machen.“ – „Gold fliegt nicht weg.“

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