Crash Time?

Tagesgespräch zu Wirtschaftsthemen wie Geldmarkt, Börse, Währung, Finanzkrise, Inflation aus Deutschland und der Welt

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Beitrag 20.10.2011, 21:08

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German Government Speaker Speaks
http://www.zerohedge.com/news/german-pa ... ker-speaks
Siebert on the tape:

GERMANY'S SEIBERT SAYS MORE WORK IS REQUIRED ON EURO PACKAGE
GERMANY'S SEIBERT SAYS EU AIMS TO REACH ACCORD IN TWO STAGES
GERMANY'S SEIBERT SAYS EU AIMS FOR EURO AGREEMENT `NEXT WEEK'
SEIBERT SAYS `APPROPRIATE' GERMAN LAWMAKER PARTICIPATION NEEDED

And this, because the German parliament is not worthy:

SEIBERT SAYS MERKEL TO INFORM PARLIAMENT AT `APPROPRIATE TIME'

More promises; more future tense, more uncertainty and more complete chaos. Should be good for 50 EURUSD pips higher.

Beitrag 24.10.2011, 09:51

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Gipfel-Halbzeit in Brüssel
Europa bleiben gut 60 Stunden zur Rettung des Euro

Europa kämpft gegen den wirtschaftlichen Untergang. Bis zur Börsenöffnung am Donnerstag in Asien muss sich der Kontinent auf eine Lösung der Schuldenkrise geeinigt haben.

http://www.welt.de/wirtschaft/article13 ... -Euro.html

Beitrag 24.10.2011, 10:29

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Ladon
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Also ich weiß ja nicht. Mir wird dieses Untergangsgetöse echt langsam zuviel. "Wirtschaftlicher Untergang"? So ein Quatsch.

Ja, Krisen gibt es und Gefahren und was weiß ich. Aber die Firmen, Fabriken, Arbeitskraft, Technologien, Maschinenparks und und und, die in Europa stehen werden doch von der Bankenkrise (ich sag' einfach mal "Bankenkrise" - wir sind uns hier ja weitgehend einig darüber, dass es eine solche ist) nicht pulverisiert.
Die Wortwahl scheint mir eher deswegen so gewählt, um die Akzeptanz für den "Schnitt" zu erhöhen (wie immer er aussehen mag). Den ganzen Untergangspropheten sei dringend geraten sich mal ein wenig in die Geschichte von Wirtschaftskrisen zu befassen. Selbstverständlich kommt es in der Krise IMMER zu Härtefällen und Problemen für einzelne oder Gruppen - aber "Untergang" ist doch eine ziemlich starke Vokabel ... selbst wenn einiges "untergehen" sollte.
Höflichkeit ist keine Schwäche - Empathie ist keine Dummheit - Moral ist nicht moralinsauer

Beitrag 24.10.2011, 10:43

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simones
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Aber die Firmen, Fabriken, Arbeitskraft, Technologien, Maschinenparks und und und, die in Europa stehen werden doch von der Bankenkrise (ich sag' einfach mal "Bankenkrise" - wir sind uns hier ja weitgehend einig darüber, dass es eine solche ist) nicht pulverisiert.


Richtig, nur dieser Produktion stehen immer mehr Menschen gegenüber, die unproduktiv sind und heiße Luft erzeugen.

In der Vergangenheit konnte das aufgefangen werden, jetzt wirds langsam heiß!!!

Es funktioniert einfach nicht mehr, daß ein Facharbeiter am Fließband zwar am Tag ne unglaubliche Produktion hat, wenn aber Oma und Opa, Student und Schüler, Kind und Baby, Politiker und Banker, versicherungsmakler und Wertpapierspezialist, Arbeitslosenvermittler und Wirtschaftsweise .... und und und, dahinter stehen, geht dem Arbeiter die Luft aus.

Auch spannend in der Praxis zu sehen :

Krankenpflegeheim, Oma besucht, absolut unterbesetzt, da schuftet ein Pfleger für 50 Omas und Opas ...

Eine Stunde später auf ein Amt gefahren, sitzen die Damen und Herren duzendweise hinter Ihrem Schreibtisch. Für jede Fachabteilung genug Personal, nur daß die auch zu Hause sitzen könnten, denn faktisch wird da nur heiße Luft erzeut.

Beitrag 24.10.2011, 10:50

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Ladon
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Magst ja - wenn auch etwas "plakativ" formuliert - durchaus recht haben. Trotzdem: "Untergang" heißt für mich "ausradieren", "weg", "futsch", "kaputt" ... hier geht es aber nur (und, wie gesagt, für einige/viele wird das einige Zeit lang Härten bedeuten) um das "Schmiermittel" (vulgo: Geld), nicht aber um die "Werte".
Und, so wage ich nun zu behaupten, in der Geschichte bedeuteten kollabierende Geldsysteme immer nur ziemlich kurzfristiges "Chaos", weil ALLE (oben und unten, arm und reich, mächtig und machtlos) ein vitales Interesse daran haben, dass "es" wieder funktioniert. DAS aber, diese seltene Einigkeit, sorgt dafür, dass die Phasen des Umbruchs im Rückblick gesehen "kurz" sind.

Ich kann einfach "Untergang" nicht mehr hören, sorry. smilie_16
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Beitrag 24.10.2011, 11:00

GBP
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Ladon hat geschrieben:Ich kann einfach "Untergang" nicht mehr hören, sorry. smilie_16
*Gefällt mir*

Wenn man hier und in anderen EM-Foren so liest, ist der Weltuntergang nah, jeder braucht ne Knarre, jeder muss auch in der Wildnis überleben können. So wie in den Mad Max-Filmen.

Naja... smilie_08

Beitrag 24.10.2011, 11:03

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goldjunge01
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GBP hat geschrieben: Wenn man hier und in anderen EM-Foren so liest, ist der Weltuntergang nah, jeder braucht ne Knarre, jeder muss auch in der Wildnis überleben können.
Es wird bestimmt so kommen, ich hab es euch gesagt.
Keiner kann sich hinterher rausreden!

smilie_21

Beitrag 24.10.2011, 11:25

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simones
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Da Geld bedrucktes Papier ist, kann es nicht die Ursache für einen Crash sein.

Es wird auch keinen Crash geben.

Was kommen wird, sind jahrelanger Abstieg und Verarmung, wegbruch der Mittelschicht.

Durch die Verarmung könnten Bürgerkriege entstehen.


Wenn ich sehe, daß der Großteil der Arbeiter sich mit dem Lohn die 2 ZimmerMietwohnung und Essen leisten kann, sehe ich keinen großen Unterschied mehr zu Sklaven.

Nur gibt es immer weniger produktive Sklaven.

Beitrag 24.10.2011, 11:41

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KROESUS
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auch ich glaube nur an einen schleichenden Verfall der Kaufkraft des deutschen arbeiters, nicht an einen Geldcrash

sprich, der Lohn wird weiterhin gezahlt, er ist nur immer weniger Waren wert...

erhöht werden die Vergütungen der 'Staatsträger', also der Beamte, Polizisten, öffentlicher Dienst, Sozailfälle, quasi alle die nahe beim Staat sind verdienen mehr, die freien werden gemolken

in der Konsequenz eine Art staatssozialismus mit steigenden preisen und allgemeinem Kaufkraftverfall

kein Crash, denn der € richtet sich nach dem schwächsten Mitglied, auch in den südeuropäischen Ländern gab es keinen Crash, nur Infla

und das wird jetzt auf ganz Europa ausgedehnt

wenigstens kein Crash wie nach den Weltkriegen

Beitrag 24.10.2011, 14:54

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Funakoshi
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Na, wer weiß? Wenn schon in den MSM solche Artikel gepostet werden, kann "Der Untergang" nicht mehr weit weg sein smilie_16

http://www.derwesten.de/nachrichten/im- ... 89816.html

Ansonsten lasst euch gesagt sein. Aufgrund des Alimentationsprinzipes hält uns der Dienstherr lediglich in kontrollierter "Armut" und wir müssen darüber noch dankbar sein. Aber egal, jeder sucht sich ja bekanntlich seinen "Sklaventreiber" selbst aus!

Kleinere "Haircuts" gab's in den letzten 20 Jahren genug bei uns:
- Arbeitszeiterhöhung von 38,5 bis auf 42h/W ohne irgendeinen Ausgleich
- Absenkung der irgendwann gesetzlich festgelegten Versorgungsbezüge
- Streichung oder sogar kompletter Wegfall des 13. Monatsgehaltes (nennt man i.d.
Privatwirtschaft "Weihnachtsgeld)
- Anhebung des Pensionsalters von 63 auf 67 (eigentl. versteckte Pensionskürzung)
- Wegfall des sog. Urlaubsgeldes

Daneben noch so Kleinigkeiten, wie Preissteigerungen um 100%, da kann man sogar als "treuer" Staatsdiener schon mal verdammt kritisch werden und ich bewege mich bestimmt nicht in Regionen von BesGr. A9/A10 herum, welches statistisch gesehen der Besoldungsdurchschnitt sein soll (irgendwo mal gelesen).

Alleine die Tatsache, dass ich zu Zeiten der DM einen Betrag von rd. 340 DM für meinen Anteil an PKV & Pflegeversicherung zahlen durfte, der jetzt mal locker bei über 360 € liegt, lässt gelegentlich meine Magengeschwüre Salsa tanzen. Über den Rest braucht man ja nicht reden. Da wisst ihr genau so wie ich, wie uns in die Patte gegriffen wurde bzw. wird.

Deswegen entwickelt man nach über 25 Dienstjahren als kritischer Staatsbürger im öffentlich-rechtlichen Dienst- und "Treueverhältnis" einen gewissen Zynismus bzw. äußerst kritischen Standpunkt zu vielen Dingen.
"Wer über dir steht, den beneide nicht. Wer unter dir steht, den verachte nicht."


Erfolgreich gehandelt/getauscht mit: Tankist, Goldschatz, Lillith2, Klaus-Peter

Beitrag 24.10.2011, 15:39

kelly
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Was machst du sonst außer gemütlich vor dem PC zu sitzen , hier im Forum zu schreiben?

Beitrag 24.10.2011, 15:49

Venya
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Was kommen wird, sind jahrelanger Abstieg und Verarmung, wegbruch der Mittelschicht.
Tja, die spannende Frage ist: WIRD das kommen - oder ist es schon längst passiert?

Meine Wahrnehmung geht eher auf Letzteres...



ABER: ein Aspekt wird selten erwähnt - eigentlich (bei den ganzen Untergangs-Szenarien) gar nicht: durch die demographische Veränderung steht uns auch ein ziemlicher Wandel so ab ca 2017 bevor, der sich jetzt durchaus schon spürbar ankündigt. Durch das, was immer als "Problem" beleuchtet wird, nämlich den PillenKnick und die Vergreisung der Gesellschaft, wird es mittelfristig einen Arbeitskräftemangel geben. Arbeitskraft wird ein kostbares Gut, was der Mittelschicht über kurz oder lang zu neuem Aufschwung verhelfen wird. Und vor allem Leute mit ins Boot holt, die bisher eher aussen vor standen. Frauenquote? Schnee von gestern... Sonstige Integrations- oder Inklusionsmassnahmen? Ausgesprochen wichtig.

Grosse Unternehmen stellen doch bereits jetzt schon ihr "System" um, damit junge Menschen sich, trotz zunehmender "Ansprüche" möglichst lebenslang an ein Unternehmen binden, selbst wenn sich die Lebensumstände verändern. Mit "Ansprüchen" meine ich: die derzeitig junge Generation ist wohl die erste, die zum Vorstellungsgespräch geht und irgendwas von "Raum für persönliche Entfaltung" und "Zeit für Privates" erzählt - wenn die Unternehmen nicht die Backen zusammen kneifen und genug BIETEN, um verlockender zu sein, als ein Leben auf Staatskosten, können wir schon jetzt eindrucksvoll beobachten, wie sich viele junge Menschen, die DERZEIT noch verächtlich ausgegrenzt werden, schlicht gegen "Arbeit" entscheiden...
Und das wird man sich wirtschaftlich nicht mehr lange leisten können...

Insofern: "Umbruch"?
Oh ja - gewaltig. Und an viel mehr Ecken und Enden, als "nur" an der Börse. Vieles wird ja nicht mal wahrgenommen. Aber es passiert.
"Untergang"???
Nein, absolut nicht. Nur in dem Sinn, dass bisher, seit der Steinzeit, jede Generation immer Probleme mit Veränderungen hatte und davon ausging: "Es kann nur schlimmer kommen."
Es gibt ja sogar die Leute, die morgens unter der Dusche stehen, wo dann ASTREINES Trinkwasser aus der Wand kommt, und die allen Ernstes behaupten: "So schlimm wie jetzt stand es noch nie!"
smilie_11

Für mich wäre übrigens und in dem Zusammenhang gar nicht der "Zusammenbruch" das einschneidenste Ereignis, sondern viel mehr die Entwicklung eines "Wohlstandsbewusstseins". Wenn sich rumsprechen würde, wie gut es uns geht und wenn sich da mal die "Scham" darüber in ein bisschen "Stolz" (im besten Sinn) verändern würde, wäre irgendwann auch das "Horten" nicht mehr so ein Thema. Das entsteht nämlich nur aus diesem steinzeitlichen Denken, dass die Hand vom Himmel greift und dem bösen Sünder alles wieder weg nimmt... In Deutschland verstehe ich das sogar - wir haben beinahe 500 Jahre hinter uns, in deenen annähernd JEDE Generation Traumata und Verluste wegstecken musste. Sowas brennt sich eben doch ins kollektive Bewusstsein. Wenn sich in der deutschen Mentalität verankert hat, dass man in der Zeit für die Not sparen muss, dann verstehe ich das wirklich. Dennoch: Traumata sind dazu da, überwunden zu werden *s*
Und ich sehe gute Chancen, dass wir das auch schaffen können.

LG
Venya
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Beitrag 24.10.2011, 15:59

kelly
Newcomer
Beiträge: 3
Registriert: 24.10.2011, 15:30
Ja Venya, würde ich einen neuen Fred eröffnen wäre die Überschrift "NICHTS"

Es passiert absolut nichts. Keine Börsen werden ausbrechen, keine EMs explodieren.

NIchts.

Nichts? Doch, eine Kleinigkeit. Der kleine Depp läßt sich noch mehr ausnehmen.

Was er dagegen unternimmt?

NICHTS !

Kauft EM. Wann ihr da Geld verdient? Nichts passt nun nicht, erhöhe auf NIE.

Da passen die Banken schon auf.

Beitrag 24.10.2011, 16:09

Venya
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@Kelly

Ochjeh - ich will ja nix von Reissäcken in China erzählen, aber wenn ETWAS völlig ausgeschlossen ist, dann das NICHTS bzw dass NICHTS passiert. Ist ein Widerspruch in sich - das NICHTS ist nicht in der Lage, zu passieren smilie_02

LG
Venya
If you see somebody without a smile - give them yours

Beitrag 24.10.2011, 16:25

kelly
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Registriert: 24.10.2011, 15:30
Venya hat geschrieben:@Kelly

Ochjeh - ich will ja nix von Reissäcken in China erzählen, aber wenn ETWAS völlig ausgeschlossen ist, dann das NICHTS bzw dass NICHTS passiert. Ist ein Widerspruch in sich - das NICHTS ist nicht in der Lage, zu passieren smilie_02

LG
Venya
Lasse mich in meine Glaskugel sehen.

Zufällig Oktober 2021

Es hat sich nichts geänder.
Griechenland vor Schuldenberg.Aber auch 8 EU-Staaten pleite. Silvio gibt Hasenparty zu seinem 85.ten
Der Bürger kämpft um Arbeit und Überleben.
Die Banken, voran DB haben, haben die Oberhand.

Wahlen-Rot oder Schwarz.Suche es dir aus.

Achja, du haust in einer 2 Zimmerabsteige. Auto kannst du dir schon lange nicht mehr leisten. Würde dir aber bei deinen 5 Arbeitsplätzen helfen.

Dagegen unternommen hast du bisher NICHTS.

Beitrag 24.10.2011, 17:32

Biturboman
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Registriert: 24.10.2011, 06:04
Leute, die Situation ist schlimmer, als ihr eudch das denkt.
Galubt ihr den verlogenen Politikernn noch etwas`?

....denkt mal genauer nach....

das Ende naht

Beitrag 24.10.2011, 17:36

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Kilimutu
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Registriert: 06.03.2011, 09:44
Biturboman hat geschrieben:Leute, die Situation ist schlimmer, als ihr eudch das denkt.
Galubt ihr den verlogenen Politikernn noch etwas`?

....denkt mal genauer nach....

das Ende naht
Genau,

denn die Erde ist eine Scheibe, wir driften auf die Kante zu und landen alle im schwarzen Nichts des Orcus.

Ojeh ...
Letzte Woche war die Atomkraft so sicher wie das Amen in der Kirche - heute ist sie so sicher wie die Renten (Sven Lorig im ARD Morgenmagazin, nach Fukushima)

Beitrag 24.10.2011, 18:10

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Argentum13
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Registriert: 18.05.2010, 20:50
Wohnort: Ostwestfalen
@Funakoshi

Kenne die Situation aus dem privaten Umfeld und habe keinen Grund, an der Darstellung zu zweifeln. Die bestätigt genau das von dir Dargestellte. Während in der privaten Wirtschaft Lohnrunden zwischenzeitlich auch mal eine 3, 4 oder 5 vor dem Komma sahen, steckten die Beamten immer eine 1 oder 2 vor dem Komma ein - manchmal auch Nullrunden. Immer mit demselben Argument: Opfer für den Arbeitsmarkt: Ihr seid ja unkündbar; außerdem hat der Staat kein Geld.

Dass die Staatsdiener mit der Einführung des Euro mindestens genauso betrogen worden sind wie die übrigen Bürger, sei nur mal am Rande erwähnt: Gehalt halbiert - Kosten für die Lebenshaltung DM = Euro bzw. noch weiter erhöht, z.B. im Energiebereich, öffentliche Abgaben usw.

Die Reallohnverluste führen dazu, dass auch Beamte in den unteren und z.T. auch mittleren Gehaltsgruppen in Hinblick auf die Lebensführung kaum noch klarkommen und ein zweiter Verdienst durch den Ehepartner unerlässlich ist. Eigentlich ist der Staat nach Beamtenrecht verpflichtet, eine "Alimentierung" seiner Beamten vorzunehmen, die seine Existenzsicherung und ggfs. die seiner Familie sicherstellt - das gilt auch für die Alterssicherung. Auch diesbezüglich wird es schon bald eine neue Armut auch für die gen. Beamtenschaft geben.

Beamte haben kein Streikrecht und sie stehen unter besonderen rechtlichen Beschränkungen, z.B. folgt auf ein Verkehrsdelikt mit Alkohol i.d.R. noch ein Disziplinarverfahren.

@Kelly
Dein Einwurf ist bestimmt witzig und bedient verbreitete Vorurteile - aber mit der Realität - so wie ich sie im Bekanntenkreis wahrnehme - hat das nichts zu tun.

Auch Beamte - von denen der Staat eine besondere Treuepflicht erwartet - werden von diesem nach allen Regeln der Kunst über den Löffel barbiert - wie die meisten Bürger dieses Landes.
Erfolgreich gehandelt mit über 10 Forum-Nutzern
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Beitrag 24.10.2011, 18:12

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simones
5 Unzen Mitglied
Beiträge: 95
Registriert: 12.10.2011, 17:18
Deutschland 2020 :

Mehrere Renter schauen zu, wie Bürokraten und Buchhalter die letzten Schriftwechsel des Jahrzehntes kopieren und archivieren, während Statistiker errechnen, in wie vielen Jahren die Archivierung abgschlossen ist.

Die Hausfrau sitzt beim Amt um sich den Meldeschein für die Regestrierung im Amt 32 aus stellen zu lassen, währe Bernd, der arbeitslose Rechtsanwalt Formalitäten ausfüllt, die das Amt zur Buchhaltung seiner Arbeistlosigkeit benötigt.

Der Behördenleiter dokumentiert in der Zwischenzeit die baufällig gewordene Behördenimmobilie und kratzt sich am Kopft, warum immer noch keiner die Zeit gefunden hat, diese zu sanieren.

Ääähm, 2020, ich könnte schwören, daß ist die Gegenwart.

Beitrag 24.10.2011, 18:21

chrishel4142
2 Unzen Mitglied
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Registriert: 21.08.2011, 08:48
KROESUS schrieb:

"auch ich glaube nur an einen schleichenden Verfall der Kaufkraft des deutschen arbeiters, nicht an einen Geldcrash"

Der schleichende Verfall hat doch längst eingesetzt! Stellt Euch den vor, der den 1-Kilo-Gold-Barren im August für 42T gekauft hat. Heute ist der Barren nur noch 38,5T Wert. Das ist ein Wertverlust von 3500 Euro in 10 Wochen! Und so wird das weitergehen! Jeder, der glaubt, irgendeinen Wert zu besitzen, sei es EM oder Immo, wird feststellen, daß sein vermeintlicher Wertbesitz immer wertloser wird. Schaut Euch mal den heutigen Goldchart in Euro an! Gleich nach der Mittagspause hat einer erstaunt auf die steigende Goldkurve geschaut und gewußt, daß er wieder mal dran drehen muß. Und abwärts gings.

Der EM-Besitzer wird genau wie der Immobesitzer in 2 Jahren noch genau die gleiche Menge haben, wie er heute hat. 1 Unze bleibt 1 Unze, aber der Wert sinkt ständig. Auch eine Möglichkeit, die Kaufkraft der Bürger - und das sind wir alle - zu verringern. Wo sind die 3,5 T nun hin? Wer hat sie?

Im Übrigen bin ich der Meinung, daß wir keine Eurokrise sondern eine systembedingte Schuldenkrise haben. Das mit der Eurokrise reden uns die Politiker und Medien nur immer wieder ein, um von der eigentlichen Ursache abzulenken.

chrishel

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