Versandkosten teilweise unverschämt hoch

Tagesgespräch zu Wirtschaftsthemen wie Geldmarkt, Börse, Währung, Finanzkrise, Inflation aus Deutschland und der Welt

Moderatoren: Ladon, Forum-Team

Beitrag 16.10.2011, 22:35

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CSchnuffi5
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Kommt es nur mit so vor oder ist es so das einige Shops ihre günstigen Preise durch die Versandkosten wieder reinholen wollen.

Das bei Ausländischen Anbietern die Versandkosten hoch sind OK.
Aber bei einen Inländischen Anbieter kann ich es nicht verstehen das es 15€ oder 17€ kosten soll für ein 0815 Paket.

Verstehe die Händler nicht warum sie nicht auf Versandkosten anbieten die Realistischer sind.
Nicht jeder Bestellt gleich mal bis zu 5000€ wo sich dann die Versandkosten vielleicht lohnen.

Die Händler sollten schon so Realistisch sein und auch Normale Tarife im Programm haben.

Den jeder Versandservice hat Versicherte Pakete für recht kleines Geld.

Aber nun zu euch.
Was ist eure Meinung dazu?

Beitrag 16.10.2011, 23:56

TimoStyleZ
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Hohe Versandkosten verleiten eher dazu die Anzahl der Bestellung zu minimieren und die Menge an Ware zu maximieren. Das wiederum ist ein positiver Nebeneffekt für die Händler.
Weiterer Vorteil: Viele Käufer kaufen verschiedene Artikel ein, bestellen z.B. neben ihren Bullions noch einen Drachen, Kooka, Koala, Panda, ..., für die Sammlung dazu. Bei diesen Münzen schwanken die Aufschläge von Händler zu Händler schon recht deutlich. Doch einfacher und versandkostensparender ist dann der Kauf bei einem Händler, statt bei den jeweils günstigsten Anbietern. Damit sind die Gewinnspannen im Endeffekt erhöht.

Alles nur Vermutung und Theorie ^^

Beitrag 17.10.2011, 10:40

silverlion
Wie und warum ein Händler das so macht/machen muss ist
mir eigentlich egal und es steht mir auch nicht zu, darüber zu
spekulieren.
Ich ziehe halt als Kunde meine Konsequenz
daraus.

Beitrag 17.10.2011, 11:04

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Goldhamster79
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Manche Händler arbeiten mit Mindestbestellmengen, andere mit höheren Versandkosten, beides liegt wohl darin die nach Kosten und Aufwand unrentablen Kleinstbestellungen von 2 Silberunzen zu reduzieren.
Nicht weil sie nicht wollen oder es nicht nötig haben, sondern weil auch deren Tag nicht mehr Stunden hat, ich hab durchaus Verständnis wenn ein Händler wegen Verzögerungen aus 5 Silberphils-Bestellungen nicht die interessanteren Kunden vergraulen will und solche unrentable Mehrarbeit in diesen Zeiten auch nicht mehr bewältigen kann.

Disclaimer: Nein, ich bin kein Händler, kenne nur einige und möchte auch nicht tauschen.
Falls Sie in einem Land leben, in dem Sie für das Fischen ohne Anglerschein bestraft werden,
jedoch nicht für den illegalen Grenzübertritt ohne gültigen Reisepass,
dann haben Sie das volle Recht zu sagen, dieses Land wird von Idioten regiert.
M. Zeman

Beitrag 17.10.2011, 11:44

wolleblockshop
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silverlion hat geschrieben,

"Wie und warum ein Händler das so macht/machen muss ist
mir eigentlich egal und es steht mir auch nicht zu, darüber zu
spekulieren.
Ich ziehe halt als Kunde meine Konsequenz
daraus."

Genauso sehe ich das auch, wenn ich eben seh der andere Händler hat gute Versandkosten,dann kaufe ich eben die Münze bei diesem. smilie_01
Also mache ich niemanden ein Vorwurf und bekomme meine Münze auch. Es ist aber auch so das viele der bekannten Händler erst garnicht so hoch mit den Versandkosten arbeiten. smilie_23
Natürlich möchte ich jetzt niemanden hier aufzählen, ( Keine Werbung ) machen.
Sehr viele Händler lesen auch mit. :lol:

lg wolleblockshop

*** Kluge Leute lernen auch von ihren Feinden ***

Sokrates

Beitrag 17.10.2011, 11:49

rorschach
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CSchnuffi5 hat geschrieben:Kommt es nur mit so vor oder ist es so das einige Shops ihre günstigen Preise durch die Versandkosten wieder reinholen wollen.
Kannst du ein paar Beispiele nennen? Wo liegt bei dir die Grenze für den Stein des Anstoßes?

Grüße

Beitrag 17.10.2011, 12:08

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Friedrich 3
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Münze in den Briefumschlag geworfen...55cent Marke draufgeklebt und wech damit in den Briefkasten... smilie_10
So und nicht anders!

Erfolgreich gehandelt: ja klar..

Beitrag 17.10.2011, 12:10

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stargate
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Hi,

ich denke auch das die Händler durch höhere Versandkosten, die Preise für einzelne Münzen ein bischen niedriger halten können und somit auch in den Preisvergleichseiten weiter oben stehen.. Viele kaufen ja nur beim günstigsten ein und berücksichtigen die Versandkosten nicht, obwohl Sie beim 2. günstigen mit Versand günstiger gefahren wären..

mfg stargate

Beitrag 17.10.2011, 12:40

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plutokrat
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Also ich gucke immer auf den Endpreis mit Versandkosten in der Liste und da sticht ein Händler immer besonders raus... smilie_24

Die Gedanken die uns lenken führen oft in ein großes Nichts
Wir illusionieren das Vollkommene und vergessen die Welt in der wir leben

Beitrag 17.10.2011, 12:50

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ebsas
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Wie ist der Gold.de Tipp bezüglich der Preise und Versandkosten zu verstehen ?

Gruß
ebsas smilie_24

Beitrag 17.10.2011, 13:13

Silber100
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Den jeder Versandservice hat Versicherte Pakete für recht kleines Geld.
Die meisten Versender versichern Münzen nur bis 500 Euro im Paket. z.B. auch DHL. Das wurde ja schon gefühlte 1756x hier im Forum diskutiert... darüber hinaus müsste der Händler dann entweder eine separate Valorenversicherung abschliessen (bei einem Drittanbieter) oder per Werttransport versenden (die alle über 15 Euro kosten)

Insoweit mag das bei dem einen oder anderen Versender eine Mischkalkulation sein... außerdem kann man mit hohen Versandkosten bei kleinen Bestellsummen natürlich auch die Kleinbesteller abschrecken und von Bestellungen abhalten oder dazu animieren, mehr zu bestellen, damit die Versandkosten geringer werden...

Beitrag 17.10.2011, 14:48

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Datenreisender
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Friedrich 3 hat geschrieben:Münze in den Briefumschlag geworfen...55cent Marke draufgeklebt und wech damit in den Briefkasten... smilie_10
Das ist mir sogar schon passiert (bei Ebay) ... smilie_40

Beitrag 17.10.2011, 15:14

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Frankenstein
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Ich weiß nicht, vielleicht hat jeder eine andere Schmerzgrenze was hoch ist.
Wenn ich Münzen bestelle, so rechne ich immer den Versandpreis auf den Stückpreis der Münzen drauf.
So kann es passieren das hier in Gold.de eine Münze ein paar Cent billiger ist, aber dann mit Versandpreis teuerer.

Aus meiner Erfahrung heraus sind zwischen 6-8 € angemessene Versandkosten.
Ab 6,90€ ist ein Paket bis 500€ versichert. Rechne ich dann noch die Verpakungskosten dazu komme ich auf 7,95€.
Mein Stammlieferant berechnet nur 3,90€, wie er das macht weiß ich nicht, ist mir aber egal, da bisher alles angekommen ist.

Bei EBay werden tatsächlich aufgrund des hohen Konkurrezkampfes die Münzen z.T. für 0,55Cent im Brief verschickt.
Naja letztendlich profitiert der Endkunde davon (wenn die Sendung denn auch ankommt)

Beitrag 17.10.2011, 15:51

waopme
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Hallo,

Versandkosten 4,90 € bei DHL bis 500 € versichert für kleinere Sendungen, wäre der Nettopreis für den Händler.

Kaufmännisch gesehen + 1 € Verpackung und 5 € Personalkosten für 15 Minuten sorgfältig verpacken und zur Post bringen bei einem Stundenlohn von 20 € ( mit allen Nebenkosten für den Arbeitgeber).

Wenn jemand für 100 € Münzen kauft, wie hoch ist etwa die Handelsspanne für den Händler ???
Einkauf 90 € ??? Verkauf 100 € . Bei 100 € und 6 € Versand blieben dem Händler von der Handelsspanne 10 € nur noch 5 € Gewinn.
Deutschland, 53340 Meckenheim bei Bonn

Beitrag 17.10.2011, 16:11

waopme
2 Unzen Mitglied
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Wohnort: 53340 Meckenheim
hallo,

sehr hoch kann die Handelsspanne nicht sein. ! Unze 23,33 € + 7 % MwSt = 24,96 € Händlerkosten.
Verkaufspreis 26,83 € für die Wiener Philharmoniker. 1,87 Mehrpreis zu 24,96 € = 7,4 % Aufpreis ohne Prägekosten.
Deutschland, 53340 Meckenheim bei Bonn

Beitrag 09.11.2011, 10:00

bigo94
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die Verpackungskosten sind aber auch noch zu beachten...

Beitrag 09.11.2011, 10:32

nameschonweg
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Die meisten Händler arbeiten wohl im Schnitt mit 1,5-2% Marge beim Verkauf von Münzen. Die Aussage stammt von mehreren Händlern, mit denen das Gespräch mal unabhängig voneinender auf das Thema gekommen ist.

Zumindest gilt dies bei durchlaufenden Posten. Bei Lagerware oder dunklen Kellern mit "verschollener" Sammlerware gehts auch mal höher, aber bei Standards die nur kurze Stehzeiten im Lager haben, haben die Händler meist nicht mehr Marge. Es sein denn, der Kurs läuft in sehr kurzer Zeit stark nach oben, dann darfs auch mal a bisserl mehr sein :)

PS: Bei Distributoren oder anderen Großhändlern sieht das ein wenig besser aus, aber auch da gibts in der Regel auch keine zweistelligen Gewinnprozente.
Zuletzt geändert von nameschonweg am 09.11.2011, 10:35, insgesamt 1-mal geändert.
“The greatest tragedy in mankind's entire history may be the hijacking of morality by religion.”, Arthur C. Clarke
"Papierwährungen sind die Glasperlen des Industriezeitalters"

Beitrag 09.11.2011, 10:34

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K
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waopme hat geschrieben: . . . . Einkauf 90 € ??? Verkauf 100 € .
Bei 100 € und 6 € Versand blieben dem Händler von der Handelsspanne 10 € nur noch 5 € Gewinn.
Würde Adam Riese nicht so sehen.

.

Beitrag 09.11.2011, 13:19

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Sq_bn
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Ich glaube hier gibt es ein Ansichtsproblem. Meines Erachtens muss man zwischen Massenware (reinen Bullionmünzen) und "Sammler"münzen differenzieren. Hierbei gibt es sicherlich unterschiedliche Gewinnspannen.

Wenn man Marge als prozentuale Gewinnspanne zwischen EK und VK definiert, halte ich 1-2 % für viel zu gering.
Das würde nicht zur Deckung der Fix- und variable Kosten ausreichen. Bedenkt man, dass der Händler/Angestellte bezahlt, die Kosten für den Onlineshop (Wartungs- und Änderungsarbeiten) einkalkuliert werden müssen, die Lager- und Logistikkosten (selbst bei kurzer Verweildauer) berücksichtigt werden wollen.... Realistischer finde ich eher 15 - 20 Prozent (und nein ich bin kein Händler *g).

Beitrag 09.11.2011, 14:03

dr.exe
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Sq_bn hat geschrieben:Ich glaube hier gibt es ein Ansichtsproblem. Meines Erachtens muss man zwischen Massenware (reinen Bullionmünzen) und "Sammler"münzen differenzieren. Hierbei gibt es sicherlich unterschiedliche Gewinnspannen.

Wenn man Marge als prozentuale Gewinnspanne zwischen EK und VK definiert, halte ich 1-2 % für viel zu gering.
Das würde nicht zur Deckung der Fix- und variable Kosten ausreichen. Bedenkt man, dass der Händler/Angestellte bezahlt, die Kosten für den Onlineshop (Wartungs- und Änderungsarbeiten) einkalkuliert werden müssen, die Lager- und Logistikkosten (selbst bei kurzer Verweildauer) berücksichtigt werden wollen.... Realistischer finde ich eher 15 - 20 Prozent (und nein ich bin kein Händler *g).
15-20% würde bei ner 30€ bullion 4-6€ bedeuten, glaubste wirklich die kriegen die soooooooooo billig? sicher net

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