Die Presse: Geldsystem: Das Endspiel nimmt Form an

Tagesgespräch zu Wirtschaftsthemen wie Geldmarkt, Börse, Währung, Finanzkrise, Inflation aus Deutschland und der Welt

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Beitrag 20.01.2012, 09:27

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Waschel
2 Unzen Mitglied
Beiträge: 30
Registriert: 02.02.2011, 14:24
Morgen,
Habe heute voll Verwunderung eine wirklich interessanten und "offenen" Artikel gelesen. Für eine Mainstreamzeitung eine ziemliche Überraschung:
Die Gelddruckprogramme der Zentralbanken werden immer größer. Laut Credit Suisse könnte die EZB demnächst bis zu zehn Billionen Dollar in den Markt pumpen, um Zeit für das Finanzsystem zu kaufen.
Artikel

Sehr amüsant finde ich ja die drei Regeln, die eine Zentralbank befolgt, wenn es nicht so traurig wie auch wahr ist:

Die erste Regel der Notenbanken lautet: Brauchst du Zeit, drucke Geld.

Die zweite Regel der Notenbanken lautet: Du musst immer mehr Geld drucken als beim letzten Mal.

[...]Denn die dritte Regel der Notenbanken wird selten bedacht: Irgendwann kannst du keine Zeit mehr kaufen, egal, wie viel Geld du druckst. Oder, wie die Credit Suisse meint: „Wir bleiben überzeugt, dass die entscheidende Krise noch bevorsteht.“

Beitrag 20.01.2012, 10:29

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Sapnovela
1 kg Barren Mitglied
Beiträge: 1415
Registriert: 05.11.2011, 21:59
Erstaunlich ist auch in welcher Offenheit inzwischen selbst konservative Blätter wie die FAZ z.B. vermelden, wie den armen Banken Milliarden zugescheffelt werden (1% für 500 Mrd bei der EZB, verleihen an Spanien oder Italien für >3% Zinsen, zur Not Rettungsschirm). Stellt sich die Frage, warum die EZB das Geld nicht direkt gegen Auflagen an Spanien & Co vergibt?

Beitrag 20.01.2012, 10:36

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camillo
10 Unzen Mitglied
Beiträge: 164
Registriert: 05.04.2011, 14:44
Hallo,

habe beim Deutschen Anleger Fernsehen den Bericht eben gefunden

Philipp Vorandran von Flossbach von Storch rechnet fest mit einem Auseinanderbrechen der Euro-Zone und der Entwicklung hin zu einem "Kerneuro". An "Qualitätsaktien", so Vorndran, führe kein Weg vorbei.
Vorndran in der Sendung "Börsenplatz 5" bei Andreas Scholz: "Die Euro-Zone wird auseinanderbrechen, das ist sicher. Griechenland ist pleite und wird innerhalb der nächsten 18 Monate den Euro-Währungsraum verlassen." Nach Ansicht von Vorndran wird dies nicht das "Verderben" der Griechen sein. Im Gegenteil: Weitere Südländer werden, so Vorndran, den Griechen in Sachen Austritt folgen. Vorndran glaubt an eine neuen "Kerneuro" aus dann verbliebenen stabilen Mitgliedsländern, wobei auch neue Länder, wie Polen oder Tschechien, beitreten könnten. Gold, so Vorndran, sollten Anleger in physischer Form weiterhin halten. An "Qualitätsaktien" mit "guten Gewinnaussichten" kämen Anleger auch in 2012 nicht vorbei. Auf welche Titel Anleger u. a. setzen sollten, verrät Vorndran im Talk am Börsenplatz.


Grüße Camillo

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