Riester Rente ja oder nein ?

Tagesgespräch zu Wirtschaftsthemen wie Geldmarkt, Börse, Währung, Finanzkrise, Inflation aus Deutschland und der Welt

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Beitrag 26.01.2012, 11:29

michi852
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Datenreisender hat geschrieben:
michi852 hat geschrieben:Altersarmut gibts heute ohne ende. Und vielleicht weil damal auch schon Leute gedacht haben " Der deutsche Staat lässt keinen verhungern"
Verhungern lassen darf der deutsche Staat wohl niemanden (s. Art. 20 Abs. 1 GG Sozialstaat).
Aber er ist auch kein Wohlfahrtsstaat nach skandinavischem Vorbild.

Wenn ich an dieser Stelle noch einmal Volker Pispers zitieren darf:
Sie haben für den Ar*** geriestert.
Und zwar für den Ar***, der Ihnen das verkauft hat.
Aber gibts diesess Gesetz auch noch in x Jahren.
Ich halte es für gefährlich, solche Ansichten zu verbreiten.
Natürlich gibts Verträge, die en Arsch an Gebühren kosten, aber dann informier ich mich VORHER!
Wir bekommen immer mehr amerikanische Verhältnisse. Da dort darft du auch gerne noch mit 75 arbeiten, wenn dir die Kohle nicht reicht. Und wenn ich nichts glaube, dann aber das, dass dies bei uns auch kommen wird. Und dann will ich nicht der sein, der gesagt, Riester ist doof!
Und nur Silber und Gold ist kein Allheilmittel
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Beitrag 26.01.2012, 11:33

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michi852 hat geschrieben:Und nur Silber und Gold ist kein Allheilmittel
Warum nicht?
(vorausgesetzt es ist genug davon vorhanden)

Und was sagst Du zu dem Drei-Speichen-Modell (Edelmetalle, Immobilien, Unternehmen),
in dem weder schwindelige Verträge (z. B. Riester) noch Fiat-Währungen vorkommen?

Beitrag 26.01.2012, 11:38

michi852
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Ok, bei Silber kennen wir die Auswirkungen,
Weißt du ob die Unze nicht mal irgendwann wieder zu 5 $, oder was weiss ich was für ne gehandelt wird.
Wenn jemand über jahre 35 dafür bezahlt hat nicht schön.

Gold: nicht jeder hat soviel übrig, dass er sich mit Gold Kiloweise eindecken kann,

(Sofern es AUSREICHEND vorhanden ist, ist es natürlich ein Allheilmittel)

Aber wie denkst du über eine gute Streung der Vorsorge?
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Beitrag 26.01.2012, 11:41

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Goldhamster79
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Datenreisender hat geschrieben: Und was sagst Du zu dem Drei-Speichen-Modell (Edelmetalle, Immobilien, Unternehmen),
in dem weder schwindelige Verträge (z. B. Riester) noch Fiat-Währungen vorkommen?
Bin zwar nicht gefragt, aber derartige Anlagekonzepte passen nicht mehr in das Papiergeldsystem und die Vertriebszwänge der heutigen Drückerkolonnen, damit lässt sich für die Hochfinanz ja zu wenig verdienen... :wink:
Falls Sie in einem Land leben, in dem Sie für das Fischen ohne Anglerschein bestraft werden,
jedoch nicht für den illegalen Grenzübertritt ohne gültigen Reisepass,
dann haben Sie das volle Recht zu sagen, dieses Land wird von Idioten regiert.
M. Zeman

Beitrag 26.01.2012, 12:03

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michi852 hat geschrieben:Aber wie denkst du über eine gute Streung der Vorsorge?
Immer noch das Drei-Speichen-Modell.

Für mich lehne ich eine Altersvorsorge in Euro ab, der Euro ist für mich nicht mehr als ein Zahlungsmittel für das Hier und Jetzt, nicht aber ein dauerhaftes Wertaufbewahrungsmittel.

Weiterhin mag ich keine Papierversprechen irgendwelcher unseriösen Firmen (Banken, Versicherungen) in Form von unverständlichen daumendicken kleingedruckten Vertragsunterlagen, mit denen ganze Rechtsabteilungen und Herden von Finanzmathematikern gegen einen einzelnen Kunden antreten.

Beitrag 26.01.2012, 12:05

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Goldhamster79 hat geschrieben:
Datenreisender hat geschrieben: Und was sagst Du zu dem Drei-Speichen-Modell (Edelmetalle, Immobilien, Unternehmen),
in dem weder schwindelige Verträge (z. B. Riester) noch Fiat-Währungen vorkommen?
Bin zwar nicht gefragt, aber derartige Anlagekonzepte passen nicht mehr in das Papiergeldsystem und die Vertriebszwänge der heutigen Drückerkolonnen, damit lässt sich für die Hochfinanz ja zu wenig verdienen... :wink:
smilie_20 smilie_01

Beitrag 26.01.2012, 12:13

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Goldhamster79
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Ich ergänze mal:
Datenreisender hat geschrieben:
Für mich lehne ich eine Altersvorsorge in Euro ab, der Euro ist für mich nicht mehr als ein Zahlungsmittel für das Hier und Jetzt
und Heute, Morgen vielleicht auch noch, aber für Übermorgen sind Prognosen nicht mehr seriös möglich!

Datenreisender hat geschrieben: Weiterhin mag ich keine Papierversprechen irgendwelcher unseriösen Firmen (Banken, Versicherungen) in Form von unverständlichen daumendicken kleingedruckten Vertragsunterlagen, mit denen ganze Rechtsabteilungen und Herden von Finanzmathematikern gegen einen einzelnen Kunden antreten.
Man beachte den ausgetrockneten Inter-Banken-Markt, Banken leihen sich gegenseitig kein Geld mehr, weil sie sich nicht mehr über den Weg trauen.
Warum soll also ein Kunde dies tun, der die Bonität und Vertrauenswürdigkeit einer Bank viel weniger beurteilen kann als dies andere Banken können? Verstehe ich nicht und werde ich nie verstehen!

Goldhamster
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Beitrag 26.01.2012, 12:33

annamaus1annamaus
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wichtig ist, die Altervorsorge auf möglichst viele Beine zu stellen.
Dazu gehört auch, sich über die Riesterrente zu informieren und dann zu entscheiden. smilie_01
Ein pauschales Pro oder Kontra gibt es nicht.

Beitrag 26.01.2012, 12:46

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michi852 hat geschrieben:Gold: nicht jeder hat soviel übrig, dass er sich mit Gold Kiloweise eindecken kann,

(Sofern es AUSREICHEND vorhanden ist, ist es natürlich ein Allheilmittel)

Aber wie denkst du über eine gute Streung der Vorsorge?
Rechne doch spasseshalber mal selbst überschlagsmässig nach:

Nehmen wir an, ein Durchschnittsverdiener spart 30 Jahre lang einen Betrag in heutiger Kaufkraft zwischen 500 und 1.000 € monatlich.

Nach 30 Jahren hätte er irgendwo zwischen 10 und 20 kg Gold (langjährige Durchschnittspreise beachten).

Alternativ hätte er ein bezahltes Einfamilienhäuschen, 100.000 bis 200.000 € in Aktien und 5 kg Gold.

Alternativ meinetwegen auch ein 6-Familien-Haus, eine Wohnung zur Selbstnutzung und 5 Wohnungen für monatliche Mieteinnahmen.

In keinem Fall aber hätte er NULL. Diese Option besteht aber bei einem langlaufenden Sparvertrag in einer Fiat-Währung, wenn die Währung inflationiert, wenn die Währung untergeht oder wenn der Vertragspartner (Bank, Versicherung) untergeht. Diese Gefahr ist über einen Zeitraum von 30 und mehr Jahren definitiv gegeben.

Beitrag 26.01.2012, 13:01

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AuCluster
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Datenreisender hat geschrieben:
michi852 hat geschrieben:Gold: nicht jeder hat soviel übrig, dass er sich mit Gold Kiloweise eindecken kann,

(Sofern es AUSREICHEND vorhanden ist, ist es natürlich ein Allheilmittel)

Aber wie denkst du über eine gute Streung der Vorsorge?
Rechne doch spasseshalber mal selbst überschlagsmässig nach:

Nehmen wir an, ein Durchschnittsverdiener spart 30 Jahre lang einen Betrag in heutiger Kaufkraft zwischen 500 und 1.000 € monatlich.

Nach 30 Jahren hätte er irgendwo zwischen 10 und 20 kg Gold (langjährige Durchschnittspreise beachten).

Alternativ hätte er ein bezahltes Einfamilienhäuschen, 100.000 bis 200.000 € in Aktien und 5 kg Gold.

Alternativ meinetwegen auch ein 6-Familien-Haus, eine Wohnung zur Selbstnutzung und 5 Wohnungen für monatliche Mieteinnahmen.

In keinem Fall aber hätte er NULL. Diese Option besteht aber bei einem langlaufenden Sparvertrag in einer Fiat-Währung, wenn die Währung inflationiert, wenn die Währung untergeht oder wenn der Vertragspartner (Bank, Versicherung) untergeht. Diese Gefahr ist über einen Zeitraum von 30 und mehr Jahren definitiv gegeben.
Das Problem bei der Rechnung ist der Durchschnittsverdiener. Im Durchschnitt wäre eine so hohe Sparquote denkbar, aber im Median sind die Zahlen viel zu hoch angesetzt. Die unteren 50% der arbeitenden Bevölkerung können niemals 500€ oder sogar 1000€ pro Monat "abzweigen".

Beitrag 26.01.2012, 13:15

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AuCluster hat geschrieben:Das Problem bei der Rechnung ist der Durchschnittsverdiener. Im Durchschnitt wäre eine so hohe Sparquote denkbar, aber im Median sind die Zahlen viel zu hoch angesetzt. Die unteren 50% der arbeitenden Bevölkerung können niemals 500€ oder sogar 1000€ pro Monat "abzweigen".
Das war doch nur ein Beispiel.

Dann nimm meinetwegen eine Sparrate von 250 bis 300 € monatlich (darunter würde ich es dann nicht mehr als Altersvorsorge bezeichnen wollen), die in Gold angelegt wird. Zu manchen Zeiten gibt es dafür eine ganze Unze pro Monat, zu manchen Zeiten eine halbe Unze, zu manchen Zeiten eine viertel Unze und aktuell vielleicht 2x 1/10 Unze pro Monat. Über 30 Jahre sollte man damit auf ca. 5 bis 6 kg Gold kommen.

Beitrag 26.01.2012, 13:16

michi852
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Richtig, wer kann denn schon 1000 € montl sparen?
Nicht der Durchschnitt. Und dass man ich bei solchen langen Verträgen seine Vertragspartner
genau ansehen sollte, nach Kosten und Gebühren, nach Bonität, das ist nicht die Frage.
Dass EM, Immo, und Aktien, gute Bausteine in der Vorsorge sind, auch nicht.

Aber ob ich jemande raten würde, seinen Riestervertrag nach einingen Jahren zu löschen, oder den BSV zu kündigen, ab das sinnvoll ist.(Ist der Versicherung oder Bausparkasse dann eh egal, das du schon fast alle Gebühren gezahlthat) Das ist die Frage.
Oder ob es nicht viele Menschen gibt, bei denen solche Verträge in die Mischung passt.
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Beitrag 26.01.2012, 13:28

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michi852 hat geschrieben:Richtig, wer kann denn schon 1000 € montl sparen?
Nicht der Durchschnitt.
Die meisten, zumindest wenn sie mindestens 1.800 € netto verdienen. Doppelverdienerhaushalte können auch ein komplettes Gehalt wegsparen. Das geht mit Konsumverzicht. Lernen, zwischen Bedarf und Bedürfnis zu unterscheiden.
michi852 hat geschrieben:Aber ob ich jemande raten würde, seinen Riestervertrag nach einingen Jahren zu löschen, oder den BSV zu kündigen, ab das sinnvoll ist.(Ist der Versicherung oder Bausparkasse dann eh egal, das du schon fast alle Gebühren gezahlthat) Das ist die Frage.
Wenn Du merkst, dass Du ein totes Pferd reitest, solltest Du absteigen.

Beitrag 26.01.2012, 13:33

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DerGoldhamster
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Die Frage ist doch wie ich Sparen definiere. Wenn ich monatlich meine Rate für Haus, vermietete Wohnung oder Firma zahle spare ich auch. Denn irgendwann sind alle Kredite getilgt und dann habe ich Einnahmen oder beim eigenem Haus nur noch die Nebenkosten. Ich finde so kommt man schon bei einem größeren Anteil der Bevölkerung auf sehr hohe "Sparbeträge". Wer dann noch das Glück hat in Gold, Aktien etc zu sparen kann sich meiner Meinung nach schon zu den besser verdienenden zählen.

DerGoldhamster
Fortschritt ist der Übergang von Situationen, deren Nachteile man schon kennt, zu Situationen,
deren Nachteile man noch nicht kennt.

(Arnold Gehlen)

Beitrag 26.01.2012, 13:34

michi852
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Datenreisender hat geschrieben:
michi852 hat geschrieben:Richtig, wer kann denn schon 1000 € montl sparen?
Nicht der Durchschnitt.
Die meisten, zumindest wenn sie mindestens 1.800 € netto verdienen. Doppelverdienerhaushalte können auch ein komplettes Gehalt wegsparen. Das geht mit Konsumverzicht. Lernen, zwischen Bedarf und Bedürfnis zu unterscheiden.

Respekt, wenn du das so sieht, gebe ich dir fast recht. Wobei ich da nicht ganz deiner Meinung bin. Wie heißt es doch, das leben ist zu kurz für schlechten wein.
michi852 hat geschrieben:Aber ob ich jemande raten würde, seinen Riestervertrag nach einingen Jahren zu löschen, oder den BSV zu kündigen, ab das sinnvoll ist.(Ist der Versicherung oder Bausparkasse dann eh egal, das du schon fast alle Gebühren gezahlthat) Das ist die Frage.
Wenn Du merkst, dass Du ein totes Pferd reitest, solltest Du absteigen.
Ist es das wirklich?
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Beitrag 26.01.2012, 13:39

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michi852 hat geschrieben:Respekt, wenn du das so sieht, gebe ich dir fast recht. Wobei ich da nicht ganz deiner Meinung bin. Wie heißt es doch, das leben ist zu kurz für schlechten wein.
Diese Entscheidung muss halt jeder für sich selbst treffen. Manche stört es nicht, das Haus vielleicht eine Nummer kleiner zu bauen oder eine kleinere Wohnung zu mieten, auf ein Auto zu verzichten oder nicht drei Mal im Jahr mit dem Kreuzfahrtschiff irgendwelche Inseln im Mittelmeer zu rammen. Wenn Du lieber prasst, nur zu. Dann tust Du wenigstens etwas für das Wirtschaftswachstum und die Steuereinnahmen. :wink:

Beitrag 26.01.2012, 13:47

michi852
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Das letzte Hemd hat keine Taschen... Auch nicht schlecht.

Ich bin halt ein Mixer. :D
Nicht alles auf eine Karte, nicht alles sparen, nicht alles ausgeben...
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Beitrag 26.01.2012, 13:48

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Goldhamster79
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DerGoldhamster hat geschrieben:Die Frage ist doch wie ich Sparen definiere. Wenn ich monatlich meine Rate für Haus, vermietete Wohnung oder Firma zahle spare ich auch.
Das ist nicht sparen, das ist Sklaverei.

Meine Eltern haben mir mal beigebracht nur zu kaufen, was man sich leisten kann. Alles andere ist Leben über die eigenen Verhältnisse.

Beim Eigenheim sehe ichs noch ein bei vernünftigem eingesetzten Eigenkapital...

Genau aus dem von Dir genannten vom System benannten "Sparen" macht das System sein Geld und treibt die Leute in Abhängigkeit und Schuldsklaverei.
Natürlich kann das gut gehen, aber genauso fallen einige damit sauber auf die Schnauze...

Warten wir mal die nächsten Jahre ab, manche werden sich da wundern was das Politpack sich alles wird einfallen lassen und da sind rückwirkende Gesetzesänderungen beim Riester sicher noch das geringste...

Nur weil nicht sein darf was nicht sein sollte, heißt das noch lange nicht, dass nicht kommt, was nicht geplant...
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Beitrag 26.01.2012, 14:06

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DerGoldhamster
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@ Goldhamster79

Stimme ich dir zu.
Aber eine solide Finanzierung muß nicht immer das schlechteste sein. Ich z.B. habe eine Firma übernommen und natürlich finanziert. Diese Finanzierung steht auf soliden Beinen und ich muß mir über die Tilgung keine großen Gedanken machen. Hab aber auch Jahre gesucht und überlegt was machbar ist und was nicht. Mit schnellen und voreiligen Kreditabschlüssen egal für was muß man immer vorsichtig sein. Ich glaube auch das in den nächsten Jahren viele ihr blaues Wunder erleben werden die sich mit vielen tausend € für was auch immer verschuldet haben.

Gruß vom anderen Hamster. smilie_24
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deren Nachteile man noch nicht kennt.

(Arnold Gehlen)

Beitrag 26.01.2012, 16:06

Fata.Sibyllina
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Registriert: 02.01.2012, 11:01
Ich denke, dass in Bezug auf Geldanlage grundsätzlich Rentabilität gegen Liquidität abgewogen werden sollte. Rentenversicherungen zeichnen sich neben der bereits umfassend beleuchteten Festlegung auf das Fiat-Moneysystem auch dadurch aus, dass die Gelder bspw. aus Sicht eines 25-jährigen viele Jahrzehnte lang unerreichbar sind oder nur mit Verlust vorzeitig aufgelöst werden können. Man sollte sich also beim Abschluss einer Police mit hohem Eigenbeitrag nahezu sicher sein, dass man in Zukunft keinen größeren Kredit aufnehmen wird, z.B.für eine Wohnung oder ein Auto. Ansonsten wäre es rentabler flexibel zu sparen und zunächst auf die Kredite zu verzichten oder sie um das Angesparte zu reduzieren.

Viele "gewöhnen" sich mit der Zeit an die mtl. Darlehensrate ihres Hauses und betrachten sie quasi als Pendant zur Miete. Aber gerade in der derzeitigen Situation bietet sich die Abwägung an, die Kredittilgung zu erhöhen anstatt der Sparquote. Die eingesparten Zinsen übersteigen bestimmt in vielen Fällen die staatliche Förderung oder Steuerersparnis diverser Verträge.

Als Alternative bietet sich EM aus meiner Sicht vorzüglich an, denn ich halte nicht nur die Wertaufbewahrungsfunktion unserer Währung für diskreditiert, sondern auch ein Szenario des Einfrierens von Sichtguthaben, o.ä. für nicht ausgeschlossen - der unten stehende Beitrag zu diesem Thema ist zwar schon alt, aber vielsagend:

http://www.goldseitenblog.com/peter_boe ... en-illegal
Sapere aude, incipe!

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