Riester Rente ja oder nein ?

Tagesgespräch zu Wirtschaftsthemen wie Geldmarkt, Börse, Währung, Finanzkrise, Inflation aus Deutschland und der Welt

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Beitrag 26.01.2012, 16:14

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Fata.Sibyllina hat geschrieben:Viele "gewöhnen" sich mit der Zeit an die mtl. Darlehensrate ihres Hauses und betrachten sie quasi als Pendant zur Miete. Aber gerade in der derzeitigen Situation bietet sich die Abwägung an, die Kredittilgung zu erhöhen anstatt der Sparquote. Die eingesparten Zinsen übersteigen bestimmt in vielen Fällen die staatliche Förderung oder Steuerersparnis diverser Verträge.
Schuldentilgung war schon immer die beste Geldanlage.

Beitrag 26.01.2012, 16:34

Fata.Sibyllina
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"Kredittilgung war schon immer die beste Geldanlage."

'smilie_01'

Gerade diese Tatsache bleibt aber bei vielen "Beratungen" zum Thema Geldanlage zu schwach gewichtet! Warum sonst haben so viele Jüngere gleichzeitig Darlehensraten und Sparverträge mit 40-jähriger Laufzeit am Hals??

Außerdem etablierte sich ja in den 90ern der gegenläufige Trend, Eigenkapital in Investmentprodukte zu stecken (zweistellige Renditeerwartung) und die laufend benötigten Mittel aus (angeblich billigerem - z.B. "Carry Trades"!) Fremdkapital zu bestreiten. Die Unternehmen nannten das "Leverage Effekt", und viele Privatleute wurden ebenfalls "angesteckt". Dass das kein Königsweg war, hat sich heute ja herumgesprochen, aber trotzdem wird der Vorzug der Liquidität aus meiner Sicht immer noch nicht deutlich genug hervorgehoben!
Sapere aude, incipe!

Beitrag 26.01.2012, 17:07

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psychonaut-hh
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Datenreisender hat geschrieben:
Nehmen wir an, ein Durchschnittsverdiener spart 30 Jahre lang einen Betrag
in heutiger Kaufkraft zwischen 500 und 1.000 € monatlich.
Ich möchte mal behaupten, der [Durchschnittsverdiener/Durchschnittsmensch/größte Teil der Bevölkerung]
ist gar nicht in der Lage auch nur 300,- regelmäßig jeden Monat dafür beiseite zu legen.

Beitrag 26.01.2012, 17:34

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Deichgraf
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Das können wohl viele nicht. Familie mit 2 Kindern bekommt (nach den Angaben hier) bummelig 40 Euro vom Staat mtl. als Zuschuss. Das sind dann oft die Menschen, die eine Altersversorgungsaufstockung (bitte mal die Buchstaben nachzählen) für 2 Personen bitter nötig hätten, aber die nötigen Rücklagen garnicht tätigen können. Das wird dann auch mit den 40 Euro nichts mehr. es ist auch m.E. richtig, wie hier angesprochen, dass man für die Altersversorgung richtig abdrücken muss, damit "hinten was rauskommt" (frei nach Birne). Wenn die Einkommensdecke zu kurz ist, bringen auch die 40 Euro nichts. Das wird -leider- zur Erbsenzählerei mit Beruhigungseffekt. Über das, was in 40 Jahren dann Sache ist, macht sich unsere Führung keine Gedanken. dann sind die längst weg.
Um so erfreulicher, wenn junge Menschen, zu denen der Fragesteller offensichtlich zählt, die Augen öffnen und z.B. hier bei uns auf "Erkenntnissuche" gehen. Wer zu lange die staatlichen Beruhigungspillen brav geschluckt hat, ist vlt. nicht mehr so kritisch.
Von daher empfehle ich dem Fragesteller, sich verantwortungsbewusst und umsichtig selbst um die Altersversorgung zu bemühen und sich nicht den Wind aus den Segeln nehmen zu lassen.

Beitrag 27.01.2012, 08:45

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Goldhamster79
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Deichgraf hat geschrieben:es ist auch m.E. richtig, wie hier angesprochen, dass man für die Altersversorgung richtig abdrücken muss, damit "hinten was rauskommt" (frei nach Birne).
Was hinten rauskommt ist beim Fiat-Money wie bei der Verdauung das selbe smilie_13
Falls Sie in einem Land leben, in dem Sie für das Fischen ohne Anglerschein bestraft werden,
jedoch nicht für den illegalen Grenzübertritt ohne gültigen Reisepass,
dann haben Sie das volle Recht zu sagen, dieses Land wird von Idioten regiert.
M. Zeman

Beitrag 27.01.2012, 09:21

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Ladon
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Goldhamster79 hat geschrieben:...
Was hinten rauskommt ist beim Fiat-Money wie bei der Verdauung das selbe ...
Nicht pauschal. Das kommt auf die "Rahmenbedingungen" und die Umstände an - und auch darauf, wie wir alle ja nicht müde werden zu betonen, wie "alt" das System ist.
Wir alle zehren noch davon was in den 50er und 60ern (und auch noch den 70ern) "raus" kam.

Jaja, ich verstehe schon dass Du von der langfristigen Entwicklung von sprichst - trotzdem ist mir lieber, wenn man das nicht am "intrinsischen" Wert des Geldes oder der "Schöpfung aus dem Nichts" festmacht, sondern die Geldschöpfung auf zinsbasierter Schuldbasis betont. DAS ist des Pudels Kern.
Höflichkeit ist keine Schwäche - Empathie ist keine Dummheit - Moral ist nicht moralinsauer

Beitrag 27.01.2012, 09:32

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2plus3
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Hab hier mal einen interessanten Artikel zum Thema Zinsverbot:

http://de.wikipedia.org/wiki/Zinsverbot

Beitrag 27.01.2012, 10:07

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Goldhamster79
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Ladon hat geschrieben: Jaja, ich verstehe schon dass Du von der langfristigen Entwicklung von sprichst - trotzdem ist mir lieber, wenn man das nicht am "intrinsischen" Wert des Geldes oder der "Schöpfung aus dem Nichts" festmacht, sondern die Geldschöpfung auf zinsbasierter Schuldbasis betont. DAS ist des Pudels Kern.
Richtig, es ging ums "hinten" und für die Hinweise auf die Ursache habe ich bei vorliegendem Fehlen ja Dich als ergänzenden "Prinzipienreiter" smilie_01 - und hast natürlich Recht, wobei meine Intention gerade mehr an der plakativ-komparatorischen Metapher lag. smilie_02

Auf die wahren Ursachen kann man nicht oft genug hinweisen, das ist richtig.

Es grüßt
Goldhamster
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M. Zeman

Beitrag 27.01.2012, 10:08

annamaus1annamaus
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Ein Riestervertrag ist sicherlich zumindest eine Überlegung wert.
Ein pauschales Dagegen ist nicht richtig, es kommt immer auf die persönlichen Familienverhältnisse an. smilie_24

Beitrag 27.01.2012, 13:17

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annamaus1annamaus hat geschrieben:Ein Riestervertrag ist sicherlich zumindest eine Überlegung wert.
So schnell wie meine Überlegungen dazu abschlägig beendet sind, kannst Du allerdings noch nicht einmal blinzeln.
annamaus1annamaus hat geschrieben:Ein pauschales Dagegen ist nicht richtig, es kommt immer auf die persönlichen Familienverhältnisse an. smilie_24
Ob jemand von dem herrschenden Fiat-Schuldgeldsystem und dem Zins- und Zinseszinssystem profitiert, hängt in der Tat davon ab, welcher Familie er angehört (Rothschild, Rockefeller, Illuminaten, Bilderberger usw. usf.). Weiterhin profitieren alle, die aus dem herrschenden Zins- und Zinseszinssystem ein leistungsloses Einkommen beziehen (Umverteilung von fleissig nach reich, funktioniert wenn die Familie pro Kopf ein paar Milliönchen auf dem Konto liegen hat). Alle aus Familienverhältnissen mit einem Anspruch auf staatl. Riester-Förderung gehören aber in jedem Fall nicht dazu.

Beitrag 27.01.2012, 13:48

michi852
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Eine staatliche Riesterförderung bekommt grds jeder, der ein rentenversicherungspflichtiges Einkommen hat (Ausnahmen bestätigen die Regel)
Erfolgreich gehandelt mit: waopme, Silberjohann, goldundsilber, boleo, Spitzley

Beitrag 27.01.2012, 18:20

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Wofür Deutsche ihr Geld ausgeben
Luxus toppt Altersvorsorge

Wer jung und gesund ist, denkt oft ungern an später. Doch mittlerweile müsste jedem klar sein, dass ein schönes Leben im Alter ohne zusätzliche Vorsorge kaum möglich sein wird. Trotzdem interessieren sich die Deutschen immer weniger für dieses Thema, wie eine neue Studie zeigt.

http://www.n-tv.de/mediathek/videos/rat ... 26896.html

Beitrag 31.01.2012, 02:11

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Zum Thema Riester und geplante Finanztransaktionssteuer:

14 000 Euro Steuer für einen durchschnittlichen Riestervertrag
"So würde ein durchschnittlicher Riester-Fondssparer, der 40 Jahre lang monatlich 100 Euro einzahlt, nach Berechnungen des Fondsanbieters Union Investment mehr als 14 000 Euro Finanztransaktionssteuer zahlen."
Quelle: http://www.handelsblatt.com/politik/int ... 660-4.html

Wenn Merkel und Sarkozy mit ihren Steuerplänen durchkommen, wird das ja eine tolle "staatliche Förderung" ... :roll:
Und wer kann schon einigermassen seriös abschätzen, auf welche Besteuerungs- und Gesetzesänderungsideen "unsere" Politiker in der jahrzehntelangen Laufzeit so eines Riester-Vertrages noch so kommen werden?

Beitrag 31.01.2012, 04:21

liam
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Ich möchte mal meine Erfahrungen mitteilen und warum ich mich bei Anlagen (Versicherungen)
auf das nötigste beschränke. Brauche jetzt auch keine DDR-Diskussion. Es geht mir nur
darum, wer weiß schon was in 30 Jahren ist. Gibt es dann dieses System noch? Deutschland?
Sind wir vielleicht EU mit einheitlichen Gesetzen?

Ich habe mal zur DDR-Rente jeden Monat 100 Mark gezahlt. (15 Jahre) Nannte sich Zusatzrente.
Wurde im neuen System nicht übernommen. Gerecht oder ungerecht soll hier nicht zur
Diskussion stehen. Ich will nur sagen, wie es auch passieren kann.
Versicherungen zur Hälfte reduziert. Gesparte wurde anschließend sehr angekratzt - wegen
Zusammenbruch der gesamte Wirtschaft. Es hatte mehrere Jahre gedauert, um wieder in
"normale Verhältnisse" zu kommen. Euro-Umstellung wollen wir mal unerwähnt lassen.
Der ganzen Situation jetzt kann auch nichts so recht was abgewinnen. Ich kann es nicht
so eindeutig begründen (es machen die vielen kleinen Veränderungen), aber mich beschleicht
ein sehr ungutes Gefühl.

Ich setze auf Haus, was bald bezahlt ist, EM und Geld (was man immer holen) kann.
Ob richtig oder nicht, wird nur die Zukunft zeigen.

Liam

Beitrag 31.01.2012, 07:17

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Silberhamster
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Die ZVR oder Zusatzrentenversicherung in der DDR-Zeit führte zu einer Erhöhung der Rentepunkte und damit im Rentenalter zu einer höheren Rente, da mehr Bewertungspunkte gesammelt werden, In dieser allgemeinen Form stimmt diese Aussage leider NICHT. Die Frage, ob dann in 10-20 oder 30 Jahren vom wem auch immer noch Renten bezahlt werden ist dabei nicht der Kernpunkt. (steht so im sog. Einigugnsvertrag)
Bei Riester müßte man die Frage versicherungsmathematisch oder betriebswirtschaftlich betrachten: Frau 30 Jahre, 2 Kinder, brutto 1.500,00 € monatlich 4 % = 60,00 € abzüglichZulage eigene ( 154 : 12 = 12,83) und 2 Kinder (185:12 = 15,42 x 2 = 30,84 ) Förderung gesamt mtl. 43,67 Eigenaufwand 16,33 Förderquote 72,8 %) ( Quellennachweis: Rentenreform 2001/2002 Haufe ISBN 3-448-04542-X) selbst bei einem Währungsschnitt 2:1 noch kein Verlustgeschäft. Ob Riester aus versicherungsmathematischer Sicht sinnvoll ist, wird von der Förderquote abhängen, liegt diese über 60% macht es Sinn, bei unter 50% eher weniger. Übrigens: Ich habe keinen Riestervertrag, wollte damit nur nachrechnen, daß die allgemeine Aussage, es sei nicht sinnvoll in der Form nicht aussagekräftig und begründet ist.
Natürlich wissen wir a l l e nicht, was in 10-20 Jahren mit dem Geld - welche Währung auch mmer - ist und wie Inflation, Währungsschnitt etc. aussieht. Zu einer Diversifizierung gehört sicher auch ein Riestervertrag wenn er passt, ein alter Bausparvertrag ( vor 2009-frei verfügbatr Auszahlungssumme, EInkommen steuerpflichtig unter 17.800 Singel, Paar 2 x, wenn keine Förderung eher nicht sinnvoll) eine Lebens,- oder Rentenversicherung vor 2005 (steuerfreie Auszahlung ohne Rücksicht auf Endalter, bei Laufzeit mindestens 12 Jahre und Beitragszahlungsdauer 5 Jahre, auch nach dieser Zeit ohne größere Nachteile kündbar) aber alles in einem subjektiv vernünftigem Ausmaß. Als Familienabsicherung ist eine Risiko-LV mit 60,00 € im Jahr für einen 30 jährigen Nichtraucher ( ca 40.000.-- Summe) sicher die preiswerte Alternative. Man sollte auch immer etwas Liquidität besitzen, bei Deflation gut, bei Inflation .... das wissen wir ja alle.
Nichts ist nur schwarz oder weiß, alles hat je nach Situation seine Vorteile und Nachteile, auch EM kann man nicht
essen und unter Umständen einige Zeit nicht gut verkaufen ( nur mit Verlust) aber Sicherheit und Rendite gleichzeitig geht nicht immer.
Grüße Silberhamster smilie_24
Wahre Worte sind nicht schön, schöne Worte sind nicht wahr ( Laotse)

Beitrag 31.01.2012, 09:03

annamaus1annamaus
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Bravo Silberhamster,
bin voll Deiner Meinung, sehr gut geschrieben. smilie_01

Beitrag 31.01.2012, 10:19

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Silberhamster hat geschrieben:Bei Riester müßte man die Frage versicherungsmathematisch oder betriebswirtschaftlich betrachten: Frau 30 Jahre, 2 Kinder, brutto 1.500,00 € monatlich 4 % = 60,00 € abzüglichZulage eigene ( 154 : 12 = 12,83) und 2 Kinder (185:12 = 15,42 x 2 = 30,84 ) Förderung gesamt mtl. 43,67 Eigenaufwand 16,33 Förderquote 72,8 %) ( Quellennachweis: Rentenreform 2001/2002 Haufe ISBN 3-448-04542-X) selbst bei einem Währungsschnitt 2:1 noch kein Verlustgeschäft. Ob Riester aus versicherungsmathematischer Sicht sinnvoll ist, wird von der Förderquote abhängen, liegt diese über 60% macht es Sinn, bei unter 50% eher weniger. Übrigens: Ich habe keinen Riestervertrag, wollte damit nur nachrechnen, daß die allgemeine Aussage, es sei nicht sinnvoll in der Form nicht aussagekräftig und begründet ist.
Natürlich wissen wir a l l e nicht, was in 10-20 Jahren mit dem Geld - welche Währung auch mmer - ist und wie Inflation, Währungsschnitt etc. aussieht. Zu einer Diversifizierung gehört sicher auch ein Riestervertrag wenn er passt, ein alter Bausparvertrag ( vor 2009-frei verfügbatr Auszahlungssumme, EInkommen steuerpflichtig unter 17.800 Singel, Paar 2 x, wenn keine Förderung eher nicht sinnvoll) eine Lebens,- oder Rentenversicherung vor 2005 (steuerfreie Auszahlung ohne Rücksicht auf Endalter, bei Laufzeit mindestens 12 Jahre und Beitragszahlungsdauer 5 Jahre, auch nach dieser Zeit ohne größere Nachteile kündbar) aber alles in einem subjektiv vernünftigem Ausmaß. Als Familienabsicherung ist eine Risiko-LV mit 60,00 € im Jahr für einen 30 jährigen Nichtraucher ( ca 40.000.-- Summe) sicher die preiswerte Alternative. Man sollte auch immer etwas Liquidität besitzen, bei Deflation gut, bei Inflation .... das wissen wir ja alle.
Nichts ist nur schwarz oder weiß, alles hat je nach Situation seine Vorteile und Nachteile, auch EM kann man nicht
essen und unter Umständen einige Zeit nicht gut verkaufen ( nur mit Verlust) aber Sicherheit und Rendite gleichzeitig geht nicht immer.
Wer unter 17.800 € brutto jährlich verdient oder eine Risikolebensversicherung zur Absicherung einer Familie über 40.000 € abschliesst, der wird von Altersarmut ohnehin betroffen sein, den rettet doch auch kein Riester-Vertrag.
annamaus1annamaus hat geschrieben:bin voll Deiner Meinung, sehr gut geschrieben. smilie_01
Und nüchtern?

Beitrag 31.01.2012, 10:50

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psychonaut-hh
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Datenreisender hat geschrieben:
14 000 Euro Steuer für einen durchschnittlichen Riestervertrag
"So würde ein durchschnittlicher Riester-Fondssparer, der 40 Jahre lang monatlich 100 Euro einzahlt, nach Berechnungen des Fondsanbieters Union Investment mehr als 14 000 Euro Finanztransaktionssteuer zahlen."
Quelle: http://www.handelsblatt.com/politik/int ... 660-4.html
14.000,- Finanztransaktionssteuer? Bei 48.000,- die insgesamt eingezahlt werden?
Das ist doch absoluter Blödsinn.

Beitrag 31.01.2012, 10:54

michi852
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Datenreisender hat geschrieben:
Silberhamster hat geschrieben:Bei Riester müßte man die Frage versicherungsmathematisch oder betriebswirtschaftlich betrachten: Frau 30 Jahre, 2 Kinder, brutto 1.500,00 € monatlich 4 % = 60,00 € abzüglichZulage eigene ( 154 : 12 = 12,83) und 2 Kinder (185:12 = 15,42 x 2 = 30,84 ) Förderung gesamt mtl. 43,67 Eigenaufwand 16,33 Förderquote 72,8 %) ( Quellennachweis: Rentenreform 2001/2002 Haufe ISBN 3-448-04542-X) selbst bei einem Währungsschnitt 2:1 noch kein Verlustgeschäft. Ob Riester aus versicherungsmathematischer Sicht sinnvoll ist, wird von der Förderquote abhängen, liegt diese über 60% macht es Sinn, bei unter 50% eher weniger. Übrigens: Ich habe keinen Riestervertrag, wollte damit nur nachrechnen, daß die allgemeine Aussage, es sei nicht sinnvoll in der Form nicht aussagekräftig und begründet ist.
Natürlich wissen wir a l l e nicht, was in 10-20 Jahren mit dem Geld - welche Währung auch mmer - ist und wie Inflation, Währungsschnitt etc. aussieht. Zu einer Diversifizierung gehört sicher auch ein Riestervertrag wenn er passt, ein alter Bausparvertrag ( vor 2009-frei verfügbatr Auszahlungssumme, EInkommen steuerpflichtig unter 17.800 Singel, Paar 2 x, wenn keine Förderung eher nicht sinnvoll) eine Lebens,- oder Rentenversicherung vor 2005 (steuerfreie Auszahlung ohne Rücksicht auf Endalter, bei Laufzeit mindestens 12 Jahre und Beitragszahlungsdauer 5 Jahre, auch nach dieser Zeit ohne größere Nachteile kündbar) aber alles in einem subjektiv vernünftigem Ausmaß. Als Familienabsicherung ist eine Risiko-LV mit 60,00 € im Jahr für einen 30 jährigen Nichtraucher ( ca 40.000.-- Summe) sicher die preiswerte Alternative. Man sollte auch immer etwas Liquidität besitzen, bei Deflation gut, bei Inflation .... das wissen wir ja alle.
Nichts ist nur schwarz oder weiß, alles hat je nach Situation seine Vorteile und Nachteile, auch EM kann man nicht
essen und unter Umständen einige Zeit nicht gut verkaufen ( nur mit Verlust) aber Sicherheit und Rendite gleichzeitig geht nicht immer.
Wer unter 17.800 € brutto jährlich verdient oder eine Risikolebensversicherung zur Absicherung einer Familie über 40.000 € abschliesst, der wird von Altersarmut ohnehin betroffen sein, den rettet doch auch kein Riester-Vertrag.
annamaus1annamaus hat geschrieben:bin voll Deiner Meinung, sehr gut geschrieben. smilie_01
Und nüchtern?
Und wer lesen und verstehen kann ist klar im Vorteil, sorry
Erfolgreich gehandelt mit: waopme, Silberjohann, goldundsilber, boleo, Spitzley

Beitrag 31.01.2012, 12:56

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Datenreisender hat geschrieben:Zum Thema Riester und geplante Finanztransaktionssteuer:

14 000 Euro Steuer für einen durchschnittlichen Riestervertrag
"So würde ein durchschnittlicher Riester-Fondssparer, der 40 Jahre lang monatlich 100 Euro einzahlt, nach Berechnungen des Fondsanbieters Union Investment mehr als 14 000 Euro Finanztransaktionssteuer zahlen."
Quelle: http://www.handelsblatt.com/politik/int ... 660-4.html
40 Jahre lang 100 Euro im Monat ergibt eine Gesamteinzahlung von 48.000,00 Euro. Bei 0,1 Prozent Finanztransaktionssteuer ergibt das eine Steuer von 48,00 Euro. Deren Rechnung würde ich gerne mal sehen. Offensichtlich wird da auch permanent umgeschichtet. Zu wessen Wohle das wohl ist?

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