lang haltbare Nahrungsmittel

Tagesgespräch zu Wirtschaftsthemen wie Geldmarkt, Börse, Währung, Finanzkrise, Inflation aus Deutschland und der Welt

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Beitrag 07.09.2016, 17:49

Mehrgoldfüralle
Habe ich irgendwie aus den Augen verloren, den Faden, da stehen noch Antworten aus.

@ Thomasio

Wie lange, glaubst du, wird bei einem Ereignis, das die Banken außer Gefecht setzt, eine staatliche Autorität existieren? Erinnere dich mal an die Bilder von New Orleans nach dem Wirbelsturm, ich glaube Katarina. Das war nur eine Stadt, übertrage das mal auf ein ganzes Land oder Europa.Da ist die Tapete der Zivilisation bei vielen Menschen ganz schnell ab. Der Staat und seine Organe werden sehr schnell hilflos sein, von den Politikern ganz zu schweigen, die werden, so sie können, sich in Sicherheit bringen.

Natürlich wird es Tauschhandel geben, größere Firmen können sich aber an sowas nicht beteiligen aus den verschiedensten Gründen wie Lagermöglichkeiten, Logistik und Sachkenntnis. Der Bauer mit seinen 200 Schweinen wird sicher die wenigsten Probleme haben, die kann er leicht verkaufen gegen Wertgegenstände. Gerade auf dem Land gibt es noch genug Leute, die ein Schwein schlachten können, die Städter kommen ohnehin dahin, falls sie mobil genug sind.

Beitrag 07.09.2016, 19:38

Herebordus
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Sage ich doch Bauern hungern selten. Ein eigener Garten und etwas im Keller bringt mehr. Alkohol hält sich ewig ab bestimmten %. Damit kannst du dir im Notfall Lebensmittel eintauschen. Trinken geht auch. Kalorien sind auch drin.

Beitrag 07.09.2016, 22:04

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KROESUS
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@thomasio: das Beispiel mit den Schweinen zeigt dass du von Schweinemast keine Ahnung hast

wenn es kein Geld mehr gibt bzw es wertlos ist bringt der Bauer de Schweine nicht zum Schlachthof um sie gegen wertloses Geld einzutauschen sondern lässt sie solange am Leben bis einer etwas anständiges dafür gibt

eine Sau kann 20 Jahre alt werden, warum soll er sie mit 7 Monaten schlachten wenn es nichts dafür gibt?

solnage er genug Futter hat hält er die Schweine auf Diät und wartet bis einer mit realen Werten rüberkommt
Sei es Heizöl, Futter, ein stromgenerator, meinetwegen Gold, all dieses wird der Bauer eintauschen wenn er es brauhen kann und wenn es ein Stück ungenutztes Land im Tausch gegen ein paar Schweine ist...

Beitrag 08.09.2016, 16:07

Mehrgoldfüralle
@ Herebordus

Ganz Recht, vorsorgen. Selber trinken würde ich den Schnaps lieber nicht, das ist ein prima Tauschmittel. Rein vorsorglich sag ich aber trotzdem smilie_29 Prost

@Krösus

Seh ich im Prinzip genauso, wenngleich ich keine 20 Jahre alte Sau essen wollte, aber der Hunger treibts rein....... smilie_24

Beitrag 09.09.2016, 16:48

Thomasio
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KROESUS hat geschrieben:wenn es kein Geld mehr gibt bzw es wertlos ist bringt der Bauer de Schweine nicht zum Schlachthof um sie gegen wertloses Geld einzutauschen sondern lässt sie solange am Leben bis einer etwas anständiges dafür gibt
(Sorry für späte Antwort, war ein paar Tage im Urlaub.)

Das ist halt eine derartig völlige Verkehrung dessen was auf uns zu kommt, dass alles was du daraus folgerst nur falsch sein kann.
Geld wird nicht wertlos werden, im Gegenteil.
Wenn die Banken pleite machen, wird sich 90% allen Geldes in Luft auflösen, das Giralgeld halt.
Die verbleibenden 10% vom existierenden Geld, nämlich das Bargeld, was in Form von Münzen und Scheinen tatsächlich im Umlauf ist, muss dann nicht nur die 100% Produktion kaufen, sondern auch noch die 50% Überproduktion, die bisher exportiert werden.
Da musst du einfach nur umrechnen, das schlichte Gesetz von Angebot und Nachfrage.
1/10 vom Geld muss 150% Güter kaufen, da MUSS der Preis von ALLEM im Schnitt auf 1/15 fallen, oder anders gesagt, Bargeld wird den 15fachen Wert haben.

Das Problem wird nur sein, dass die allermeisten Privatleute und auch die allermeisten Hersteller von egal was überhaupt kein Bargeld haben werden, was dann zu Tauschhandel führt, aber wertlos wird Geld deswegen absolut nicht.

Die Regierung hat dabei überhaupt kein Problem, denn die müssen ja nichts weiter tun als "echtes" Geld drucken.
Die werden ein paar Monate brauchen, bis sie genug gedruckt haben um den Wert des Geldes wenigstens halbwegs aus der wahnwitzigen Deflation direkt nach dem Zusammenbruch der Banken heraus zu bekommen, aber die werden ganz schlicht den Rentnern und HartzIV-Empfängern ihr Geld in bar via Einschreiben zustellen, wodurch jeden Monat ein paar Milliarden mehr an "echtem" Geld in Umlauf kommen.

Auch der Goldpreis wird beim Zusammenbruch der Banken massiv fallen, weil die Menge Gold die Käufer sucht vorher und nachher gleich ist, die Menge Geld die gerne Gold kaufen würde aber um 90% schrumpft, auch wieder das ganz einfache Gesetz von Angebot und Nachfrage.

Beitrag 09.09.2016, 17:51

Mehrgoldfüralle
Dafür gibt es überhaupt keinen Präzedenzfall, jedenfalls kenne ich keinen. Beim Staat liegt allenfalls das Münzregal, Banknoten kann er keine drucken. Sollte wie durch ein Wunder bei einem vollständigen Zusammenbruch des Bankensystems die Währung und staatliche Autorität überleben, dann kommt es wie es bisher immer kam: Drucken bis es qualmt und Hyperinflation.

Beitrag 09.09.2016, 18:23

Thomasio
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Mehrgoldfüralle hat geschrieben:Drucken bis es qualmt und Hyperinflation.
Hallo?
Die gesamte Welt leidet unter DEflation, angefangen in Japan, über die USA bis zur Eurozone wird mit massenhaft Anleihekäufen durch die Zentralbanken versucht wenigstens ein kleines bisschen Inflation zu erzeugen, völlig ohne jeden Erfolg.
Die Japaner haben jetzt seit 25 Jahren andauernde Rezession und Deflation.

Wie kommst du darauf, dass wenn da obendrauf auch noch 90% allen Geldes einfach verschwindet, da plötzlich Hyperinflation draus wird?
Überleg mal, wenn 90% vom Geld verschwinden, dann müsste die Zentralbank mindestens das 10fache von dem was zur Zeit an Münzen und Scheinen existiert drucken und prägen bevor durch Angebot und Nachfrage überhaupt mal wieder das Preisniveau von heute erreicht würde.
Hyperinflation könnte erst entstehen, wenn sie danach nochmal eine zigmillionenfache Menge an weiteren Münzen und Scheinen prägen und drucken würden UND diese zusätzliche Menge den Normalverbrauchern als Geschenk überlassen würden.

Beitrag 09.09.2016, 19:54

Mehrgoldfüralle
Wenn bei einem Zusammenbruch der Banken 90 % allen Geldes verschwinden ( ganz recht, das gesamte Giralgeld ), dann verschwindet auch ein Großteil der angebotenen Waren, nämlich so gut wie die gesamte Industrieproduktion und das wars dann mit der Deflation. Die Industrie wird alle Leute entlassen und die Tore zuschieben, bis es wieder ein funktionierendes System gibt. Wenn dann Geldscheine gedruckt werden, kein Problem, die Nullen kosten nichts. So war es bisher immer und so wird es auch diesmal sein.

Wir werden in dem Punkt nicht einig, darum schlage ich vor, wir warten es ab. Wir können ja wetten. Schau doch, was aktuell in Venezuela läuft, keine Sau produziert irgend was ohne Kohle.

Beitrag 09.09.2016, 20:28

Thomasio
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Klar können wir das auch abwarten, aber vorher drum diskutieren ist doch der halbe Spass, denn hinterher ist meistens nicht mehr so lustig.
Drum wetten, naja, solange es um einen Einsatz in Form von "um die Ehre recht gehabt zu haben" oder so geht, ok, sonst nicht.

Es ist aber in der Geschichte der Welt NOCH NIE irgendwo so gewesen, dass durch Entlassungen und Schliessung von Unternehmen Inflation entstanden wäre, von Hyperinflation gar nicht zu reden, auch in Venezuela gibt es die Inflation NICHT, weil die nichts mehr herstellen, sondern weil der Staat versucht schneller Geld an die Bevölkerung zu verschenken als im Lande Konsumgüter produziert werden.
Die Hyperinflation am Ende vom zweiten Weltkrieg kam nur dadurch zustande, dass der Staat Millionen von Soldaten einen Sold, sowie Millionen von Fabrikarbeitern einen Lohn für die Herstellung von Waffen bezahlt hat, wodurch Geld in gigantischen Grössenordnungen in die Hände der Normalverbraucher kam, während gleichzeitig so gut wie keine Konsumgüter mehr hergestellt wurden.
Also in anderen Worten, genau das, was ich oben geschrieben habe: "... wenn sie danach nochmal eine zigmillionenfache Menge an weiteren Münzen und Scheinen prägen und drucken würden UND diese zusätzliche Menge den Normalverbrauchern als Geschenk überlassen würden."
Oder in anderen Worten: Nichts mehr herstellen und Arbeiter entlassen, ohne gleichzeitige massive Schenkungen vom Staat an die Bürger, führt immer noch zu Deflation.

Die Preise und damit die Inflation wird ganz grundsätzlich immer ausschliesslich durch die Kaufkraft der Bevölkerung im Verhältnis zur Menge produzierter Konsumgüter bestimmt.
Wenn also Millionen von Menschen ihre Jobs verlieren, weil 1000de von Gewerben dicht machen, dann entsteht dabei immer noch Deflation, einfach weil diese Millionen von Arbeitern nicht nur die Güter ihrer eigenen Firma, sondern auch keinerlei Güter von anderen Firmen mehr kaufen, keine Dienstleistungen nachfragen, usw.
Da kann der Staat gar nicht so schnell Renten und Sozialhilfe bezahlen, wie der Kaufkraftverlust der Bevölkerung die Preise in den Keller treibt, einfach weil Rente und Sozialhilfe immer weniger Geld ist als dieselben Leute vorher an Arbeitslohn bekommen haben, ergo die Kaufkraft schneller sinkt als das Angebot an Konsumgütern und damit logischerweise die Preise fallen müssen.

Versuchs mal mit einem Blick in ein Geschichtsbuch.
Was gab es zwischen 1929 und dem zweiten Weltkrieg? Hyperinflation oder weltweite Deflation?
Warum?
Vielleicht weil bis zu dem Moment wo alle Welt anfing Soldaten und Arbeiter für die Benutzung und Herstellung von Waffen zu bezahlen, ganz schlicht immer weniger Geld im Umlauf war, weil die Kaufkraft der Bevölkerung mangels Jobs die Schwindsucht hatte?
Was also passiert, wenn die Kaufkraft der Bevölkerung um 90% fällt und der Staat es nicht schafft, oder nicht schaffen will, die Sozialhilfe und die Renten zu ver10fachen?

Beitrag 09.09.2016, 20:46

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IrresDing
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Wohnort: im Grabe ruht sie
Um mal wieder zum Thema zu kommen:

Was ich nicht verstehe ist, warum hier so lange Diskussionen entstehen. Vorsorge ist so einfach, wenn man sich auf das Nötigste besinnt. Und ich halte nichts von rollierender Bevorratung bei der ich dann jeden Monat immer das selbe essen darf nur um nichts verkommen zu lassen.

Eine kleine Lidl-Palette (also diese Kartons) Rapsöl, Milch, Teigwaren und 5-max 10 kg Mehl sowie ein paar Kilo Salz und Zucker sind ohne Probleme zu bevorraten. Das geht auch ohne weiteres mit diesen Lebensmitteln da sie in einer frischen Küche sowieso täglich benötigt werden. 40l Sprudel in durchsichtigen Plastikflaschen pro Familienmitglied ebenso völlig unspektakulär. Gut, wer nur süße Brause trinkt, da kenne ich mich nicht aus.

Was braucht man noch darüber hinaus?

Einen Karton NRG5 (140 EUR/Karton), eine 100er Packung Katadyn Micropur Forte (20 EUR) für die Familie (für Ängstliche pro Familienmitglied). Ein Wasserfilter kann auch für den Rucksackurlaub gut sein, meines Erachtens aber nicht notwendig. Und gut ist. Wo liegt nun das Problem? Wer gaaanz ängstlich ist, kauft sich noch eine ABC Maske, entsprechende Filter und einen Ganzkörperanzug. Finde ich persönlich etwas lächerlich, aber gut, jeder nach seiner Facon.

Wegen 160 EUR in der Grundvorsorge 21 Seiten füllen? Verstehe ich nicht.

LG
"Gleich und gleich gesellt sich gern", sagt der Volksmund. Ich sehe wenig gleiches. LG und bye.

Beitrag 09.09.2016, 21:08

Thomasio
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IrresDing hat geschrieben:Was ich nicht verstehe ist, warum hier so lange Diskussionen entstehen. Vorsorge ist so einfach, wenn man sich auf das Nötigste besinnt.
Ich denke der Punkt ist, dass "das Nötigste" für halbwegs logisch denkende Menschen ziemlich genau bei NULL liegt.
Vorräte, die mir 1-2 Wochen reichen habe ich schon alleine deshalb immer im Haus, weil ich nur 2x im Monat zum Supermarkt am Stadtrand fahre und eine Grosspackung Spaghetti billiger ist als lauter kleine Packungen.
Darüber hinaus sind die Szenarien die nötig wären um eine Bevorratung an lange haltbaren Lebensmitteln zu rechtfertigen für mich alle so gravierend, dass ich davon ausgehe, dass WENN etwas derartig heftiges passiert, ich entweder selber tot bin und keine Lebensmittel mehr brauche, oder so viele andere Menschen tot sind, dass deren Häuser samt Inhalt, inkl. vieler (ehemaliger) Shops zu herrenlosen Vorratslagern werden, in denen es zigfach mehr Zeug geben wird als die Überlebenden brauchen können.
In allen weniger gravierenden Fällen wird es (meiner Meinung nach) vollkommen ausreichen sich z.B. im Falle einer weltweiten Welle von Bankenpleiten, die eigene Kaufkraft über den Crash hinaus zu erhalten, wobei nach reiner Logik Bargeld schon reichen sollte, ganz Vorsichtige halt Edelmetalle kaufen und meinereiner das so etwa halb und halb macht, weil ich mir nicht absolut sicher bin, was am Ende besser sein wird.

Einen (Umkehrosmose-)Wasserfilter habe ich allerdings ganz ohne Crash schon seit 5 Jahren im Haus, einfach weil ich es satt hatte, wegen der extremen Verkalkung vom Wasser in meiner Gegend, alle 3 Tage die Kaffeemaschine entkalken zu müssen.
Zuletzt geändert von Thomasio am 09.09.2016, 21:11, insgesamt 2-mal geändert.

Beitrag 09.09.2016, 21:09

fragnet
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IrresDing hat geschrieben:
Wegen 160 EUR in der Grundvorsorge 21 Seiten füllen? Verstehe ich nicht.

LG
Naja, Thomasio meint, dass er nur mit Bargeld durch die nächste Krise kommt, weil er sich damit dann alles kaufen kann, was er an Lebensmitteln braucht. Ich und andere Forenmitglieder sind da anderer Meinung, weil wir denken, dass Bargeld im Krisenfall bestenfalls als Ergänzung zur vorhandenen Krisenvorsorge geeignet ist.

Beitrag 09.09.2016, 21:12

Mehrgoldfüralle
Ok, ich versuchs. Wir wollen wissen, warum wir das Zeug brauchen. In einer Welt, die von allem Überfluss produziert sich solche Gedanken machen zu müssen, erfordert Erklärungen. Lebensmittel zu bevorraten, war schon immer vernünftig. NRG 5 ( ich lagere auch welches ), Wasserfilter und EM bunkern ist eine andere Liga.

@ Thomasio

Jetzt mach ich mich auf den Weg in den Urlaub. Nächste Woche streiten wir weiter smilie_24

Beitrag 09.09.2016, 21:58

Thomasio
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Na dann wünsche ich dir gutes Wetter, ich bin gerade heute erst zurück gekommen, auch wenns bei mir eher Erledigung von Papierkram als Urlaub war, aber wir hatten das perfekte Reisewetter.

Beitrag 10.09.2016, 09:07

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IrresDing hat geschrieben:Um mal wieder zum Thema zu kommen:

Was ich nicht verstehe ist, warum hier so lange Diskussionen entstehen. Vorsorge ist so einfach, wenn man sich auf das Nötigste besinnt. ......

Was braucht man noch darüber hinaus?
....
Darüber hinaus braucht man, jedenfalls mindestens in der Worst-Case-Krise, noch was Wichtiges:

Die entsprechenden Mittel, um seinen Vorrat und seine Wertsachen entsprechend gegen andere verteidigen zu können. Meiner Meinung nach ist es dann mit dem humanen Umgang untereinander aber so was von vorbei wie wir es uns heute schwerlich vorstellen können, allein Hunger oder Durst (ich meine nicht den Hunger den wir heutzutage haben wenn wir mal 3 Stunden nichts gegessen haben) werden Menschen dann zum äußersten treiben.

Trotzdem allen ein schönes hunger- und durstfreies Wochenende smilie_45 smilie_29 .

smilie_24
VfL Bochum? -Find ich gut!

Beitrag 10.09.2016, 09:37

Thomasio
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Das hat ja in den USA heftig Konjunktur, bei den sogenannten Preppers.
Wohin das führt sieht man, wenn man sich anschaut, wie es den Preppers mittlerweile geht, die schon vor Jahren damit angefangen haben.
Da kommt eins zum Anderen, denn wenn man erstmal damit anfängt seinen Nachbarn zu misstrauen, dann kommt man schnell zu der Notwendigkeit im Falle einer Krise von daheim weg zu müssen.
Darum haben sich viele dieser Preppers rollende Festungen angeschafft, mit denen sie sich im Krisenfall zu einer "sicheren" Unterkunft irgendwo am Ende von Nirgendwo durchschlagen wollen.
Die Kosten all dieser Vorbereitungen führen in vielen Fällen dazu, dass die Prepper sich die doppelte Haushaltsführung nicht mehr leisten können, gezwungen sind eins von beidem aufzugeben, dann die sichere Unterkunft im Nirgendwo wählen und dafür ihre Heimat samt Job aufgeben, in der Erwartung, dass die Krise ganz sicher eher kommt als ihnen im Nirgendwo das Geld ausgeht.
Dummerweise kam die Krise aber nicht so schnell wie erwartet und mittlerweile sind die Ersten im Nirgendwo schon so pleite, dass sie gezwungen sind in die Zivilisation zurück zu gehen um neues Geld zu verdienen.
Effektiv haben diese Leute im Versuch ihren Wohlstand zu "retten" genau diesen Wohlstand vollständig verloren, ganz ohne dass die gefürchtete Krise überhaupt kam.

Beitrag 10.09.2016, 15:49

fragnet
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Klar, niemand kann auf alles vorbereitet sein und es will auch niemand immer mit dem schlimmsten rechnen müssen.

Stromausfall für ein paar Tage
Zusammenbruch der Lierferketten
Finanzkrise
Krieg, Weltkrieg, Bürgerkrieg, Anarchie
Kometen- oder Astroideneinschlag
EMP (Elektromagnetischer Puls)
Vuikanausbruch mit anschließendem Temperatursturz und Missernten global oder lokal
extremes Wetter wie Eisregen, sehr starker Schneefall, Orkan, Tornado, Dürre, etc
freisetzung biologischer, chemischer Kampfstoffe.
Cyberattacken auf unsere Infrastruktur, Computerviren etc.
künstliche Intelligenz ausser Kontrolle, Terminator :-)
und natürlich Terroranschläge

Die Liste lässt sich natürlich noch weiter fortsetzen mit mehr oder weniger unwarscheinlichen Szenarien. Für die meisten der genannten Katastrophen reicht es aus, wenn man sich mit genügend Nahrungsmitteln für ein paar Wochen über Wasser halten kann.

Beitrag 30.11.2016, 23:50

Herebordus
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Bundesregierung beschließt Enteignungen im Notfall

https://www.welt.de/politik/deutschland ... tfall.html

Beitrag 01.12.2016, 08:29

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Ladon
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Nicht wirklich was neues.
Gibt es praktisch überall, solche Gesetze, Regelungen etc.

Im Extremfall nehmen sie Dir Deinen Garten eben weg, wenn da die Pershing hin muss



... oder die neue Umgehungsstraße
Andere gibt es schon genug

Beitrag 01.12.2016, 08:33

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VfL Bochum 1848
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Mich wundert ja doch, dass das Thema durch die Regierung seit einiger Zeit wieder so auf die Tagesordnung gebracht und gesetzlich präzisiert wird.
Will man hier die Bevölkerung weiter verunsichern oder rückt ein entsprechendes Ereignis immer näher, bzw. steigt dessen Wahrscheinlichkeit?
VfL Bochum? -Find ich gut!

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