Erklärungsversuche zu tagesaktuellen Goldpreisschwankungen

Tagesgespräch zu Wirtschaftsthemen wie Geldmarkt, Börse, Währung, Finanzkrise, Inflation aus Deutschland und der Welt

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Beitrag 11.10.2013, 09:52

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Der Goldene Kiel
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Goldhamster79 hat geschrieben:
Der Goldene Kiel hat geschrieben:Folmel
Wil suche immel noch die Folmel für lichtig leckele Flühlingslolle smilie_20
Oops. Mein Beitrag sieht ja grauselig aus.
Ich glaube, ich muß das Schreiben mit dem Handy nochmal üben. :oops:

smilie_13

Beitrag 11.10.2013, 18:29

sw_trade
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Wer drückt Gold?

http://www.wallstreet-online.de/nachric ... ueckt-gold

Eine Verkaufsorder von 2 Mio Unzen???? :shock:
"Aus Furcht zu weit zu gehen, gehen wir oft nicht weit genug."
(Reinhard K. Sprenger)

Beitrag 11.10.2013, 18:55

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prowler
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Jo, die Charts von Gold und Silber heut sagen auch wieder alles...sieht original aus wie mitm Stift abgerutscht...
"1984" wasn´t supposed to be an instruction manual

Beitrag 12.10.2013, 10:56

sw_trade
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Massive Sell Order Takes Out Gold Bidstack, Sends Metal To Three Month Lows

In what world is it rational to decide that dumping 800,000 ounces of notional gold into the London Fix (or COMEX open) makes sense? In the space of 4 minutes, almost 2 million ounces notional were flushed into the gold futures markets dumping the price of gold to 3-month lows.


[img]http://www.zerohedge.com/sites/default/ ... 1_gold.jpg[/img]

http://investmentwatchblog.com/1260-gol ... ng-halted/
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Beitrag 12.10.2013, 11:20

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Goldistan
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Beitrag 12.10.2013, 17:31

sw_trade
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@ Goldistan

Hier mal ein Erklärungsversuch von Stop Logic:

"Crash-Spiralen

Doch zum Glück ist die elektronische Handelsplattform, auf der diese index futures gekauft und verkauft wurden – das Chicago Mercantile Exchange Globex System – derart programmiert, daß sie eine derartige Spirale entdeckt. Ihre stop logic functionality ist dazu bestimmt, sich selbst fortsetzende Crashs und Kursspitzen nach oben zu stoppen. Ein stop ist eine Order, die erst dann automatisch ausgelöst wird, wenn die Kurse unter ein voreingestelltes Niveau fallen. Käufer von index futures zum Beispiel werden manchmal versuchen, sich vor katastrophalen Verlusten zu schützen, indem sie stop-Orders plazieren, die diese Futures verkaufen werden, wenn ihre Kurse unter ein gegebenes Niveau fallen. Jedoch können diese Verkäufe potentiell zu einer Kaskade führen, indem sie einen weiteren Verfall der Kurse verursachen, der weitere stop-Orders auslöst. Das Ziel der stop logic functionality ist, diesen Prozeß anzuhalten, indem sie Menschen als Händlern Zeit gibt festzustellen, was vor sich geht, und in den Handel einzugreifen.

Um 14 Uhr 45 und 28 Sekunden löste der Kursverfall die stop logic functionality von Globex aus, die dem Handel eine fünfsekündige Pause auferlegte. Es funktionierte. Wie Alison Crosthwait von Instinet (einem der ältesten elektronischen Handelsplätze) in einem Internet-Diskussionsforum erklärte, das von der TABB-Gruppe betrieben wird, verschaffte die Fünf-Sekunden-Pause „den Marktteilnehmern genügend Zeit, um ihre Positionen zu prüfen und zum Markt zurückzukehren oder nicht, je nach den Schlußfolgerungen, zu denen sie gelangt sind … [Es] erlaubte den Marktteilnehmern, Vertrauen wiederzuerlangen.“ Ihre Käufe beendeten die Abwärtsspirale des Kurses für index futures, als der Handel fünf Sekunden später wieder begann."


Quelle: http://www.lettre.de/beitrag/mackenzie- ... %C3%B6rsen

Was rot markiert ist wundert mich etwas. 5 Sekunden?
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Beitrag 12.10.2013, 17:55

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Goldistan
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Beitrag 12.10.2013, 18:14

sw_trade
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500.000 Unzen. Evtl. die autom. Anschlussverkaufe anderer Parkettteilnehmer? Bei Goldreporter hieß es ein Auftrag. ??
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Beitrag 12.10.2013, 21:42

capazo
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die EM kurse werden zuerst "geschlachtet" um später mehr gewinne zu erreichen.

es geht aber eigentlich um die interessen und das ziel der neuen weltordnung.

smilie_24
Zuletzt geändert von capazo am 15.10.2013, 11:31, insgesamt 1-mal geändert.

Beitrag 13.10.2013, 21:29

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goldjunge01
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sw_trade hat geschrieben:500.000 Unzen. Evtl. die autom. Anschlussverkaufe anderer Parkettteilnehmer? Bei Goldreporter hieß es ein Auftrag. ??
Hier dazu der Artikel zum Nachlesen:

Goldpreis-Crash am Freitag: Wieder ein großer Verkaufsauftrag

Am gestrigen Freitag war ein großer Verkaufsauftrag am US-Terminmarkt einmal mehr Auslöser eines plötzlichen Kursrutsches bei Gold. Und erneut wurde der Handel kurzzeitig ausgesetzt.

http://www.goldreporter.de/goldpreis-cr ... old/36703/

Beitrag 13.10.2013, 23:19

sw_trade
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@ Goldjunge

Der Artikel ist schon am Freitag gepostet wurden (anderer Faden). Darüber hinaus noch ein anderer Artikel, aus dem andere Zahlen hervorgehen. Also wenn du des Rätsels Lösung hast???
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Beitrag 14.10.2013, 11:59

herakles
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Wer handelt denn an der COMEX?

Rohstoffhändler, Produzenten die Förderer und die Spekulanten. Letztere können jedoch mit deutlich weniger Risiken (keine Margin Calls) auf dem Zertifikatenmarkt mit deutlich größere Hebeln agieren.

Also sind es primär die Händler die Produzenten und die Förderer die Ihre Positionen hedgen.

Händler könne agieren als Verkäufer:
NACH dem sie einen Verkaufsvertrag geschlossen haben mit Lieferung in Zeit Z, müssen sie den heutigen Preis sichern. Also gehen sie long, falls der Preis bis zu Lieferung steigt.

Oder als Käufer in Zeit Z. Dann gehen sie umgekehrt short, NACH einem Kaufvertra, um eine künftigen niedrigen Preis abzusichern wenn sie verkaufen.

Sie leben von der Margen die sie sichern müssen. Der absolute Preis ist ihnen egal, der relative Preis (die Marge) muss gesichert werden.

Die Förderer haben i.d.R. nur shorts um den Preis vo "heute" zu sichern.
Egal wie Tief der rutscht, sie sind auf der Sicheren Seite. Außerdem sind sie logischerweise grundsätzlich nicht an dauerhaft tiefe Preise interessiert.

Die Produzenten gehen nur long, um später nicht mehr zu zahlen als heute.

Sobald sie umgekehrt handeln, werden sie zu Spekulanten.

Man könnte also sagen, dass den Händlern, den Produzenten und den Förderern relativ egal ist wie der Preis schwankt.

Übrig bleiben also die Spekulanten, die ausschließlich an der Schwankung interessiert sind, wobei ihnen der absolute Preis egal ist.


Nehmen wir an, sie wollen den Preis beeinflussen um spätere Gewinne zu generieren.
Da Händler und Fördere nur einen Bruchteil des Gesamtmarktes ausmachen (der Rest ist bekannterweise Papier) kommt es also auf den Papierpreis der beeinflusst werden muss.


Die Idee dahinter ist, den Markt in eine bestimmte Richtung (in diesem Falle nach unten) zu schubsen damit er von allein fällt, um einzusteigen wenn er unten ist, und und den Gewinn einzufahren wenn er wieder oben ist.

Also wissen die hundsgemeine Gänseschlachter (Manipulatoren)wie Soros z.B., dass sie in die "falsche" Marktrichtung schubsen müssen, um sicher zu sein, dass der Preis von allein wieder zurückkehrt wenn die Manipulation beendet ist und so die Gewinne realisiert werden können.

Also könne wir davon ausgehen dass die "Otto Normal Manipulatoren" nie in die "richtige" Richtung schubsen!

Also werden Manipulatoren in einem Bärenmarkt nie nach unten manipulieren und in einem Bullenmarkt nie nach oben manipulieren. Die Gefahr dass es weiter in die richtige Richtung geht ist zu große, und entsprechen Ihre Verluste.

Vor allem aber werden sie versuchen mit möglichst wenig Einsatz eine Große Wirkung zu erzielen.
Sie wollen schließlich nicht zu viel riskieren.

Im Falle der Gold- und Silbermanipulation läuft es aber anders herum.

Die Manipulatoren werfen Unmengen an Kontrakten auf den Markt ohne Limit und hoffen, dass Andere einsteigen und der Kurs ohne ihre Hilfen weiter nach unten geht.

Das tut er aber nicht.

Die Volumina für solche Aktionen sind kontinuierlich gestiegene und haben zum Zeitpunkt des Gold-Hochs Beträge erreicht die kaum vorstellbar sind.

Man sieht an den Charts dass es einfach Wasserfall artige Kurseinbrüche sind. Danach geht der Kurs ne Weile seitwärts. Der Markt macht also kaum mit. Sie handeln offensichtlich unvernünftig aus Sicht eines Spekulanten der manipulieren will. Deren Risiko ist imens. Die die an der COMEX handeln sind ja alle nicht blöd und von gestern. Sie wissen ganz genau was vor sich geht. Sie profitieren schließlich von dieser Unvernunft.

Wer kann denn wirtschaftlich unvernünftig handeln?
Der der über Geld ohne Limit verfügt und ohnehin schon unvernünftig handelt.

Die Zentralbank und die Regierung der USA.

Sie könnte sogar mit sich handeln und den Preis so drücken. Eine Behörde verkauft, die Andere Kauft und umgekehrt.

Den Händlern ist es egal, den Produzenten die die Rohstoffe brauchen spielt es in die Hände. Den Minen und den Horter (die schon viel haben) ist es nicht egal. Sie wollen höhere Preise. Die Minen werden staatlich kontrolliert, also ist das Thema auch durch.

Übrig bleiben die Horter. Sie wollen physisches Gold. Also ist das Kartell einerseits bemüht die Marktwahrnehmung zu manipulieren andererseits genug Metall zur Verfügung zu stellen, der zum "Spotpreis" gekauft werden kann.

Das geht nur in dem sowohl das eigene und wenn es nicht mehr reicht das Gold der Anderen illegal veräußert wird. Irgendwann ist es so weit wie 1971.Damals wurden die Goldansprüche der Dollarhalter nicht mehr erfüllt! Heute werden die Ansprüche der Halter von Goldforderungen aller Art unerfüllt bleiben.

Beitrag 14.10.2013, 12:34

Normalo
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herakles hat geschrieben:
Das geht nur in dem sowohl das eigene und wenn es nicht mehr reicht das Gold der Anderen illegal veräußert wird. Irgendwann ist es so weit wie 1971.Damals wurden die Goldansprüche der Dollarhalter nicht mehr erfüllt! Heute werden die Ansprüche der Halter von Goldforderungen aller Art unerfüllt bleiben.
Schöne Analyse!
Das dumme ist nur, dass Spekulanten ihre Papiergoldforderungen so gut wie nie in physischem Gold begleichen lassen, sondern in Dollar, Euro etc.
Daher wird es von dieser Seite zu keiner Verknappung kommen. :(

Die ist meiner Meinung nach bei einem Börsencrash, oder einem anderen negativen Ereignis (Black Swan) zu erwarten. Eine weitere Möglichkeit für einen andauernden Anstieg sehe ich wenn der Preis so tief fällt, dass eine höhere Nachfrage einsetzt (Menschen, Zentralbanken...) und/oder die Spekulanten den Preis wieder in die steigende Richtung manipulieren. Da kann dann evtl. auch eine US-Notenbank nicht gegen an.

Also die Füße ruhig halten, auf mittlere Sicht steigen die Preise meiner Meinung nach.
Das wenigste ist wie es auf den ersten Blick scheint.

Beitrag 14.10.2013, 13:46

herakles
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Normalo hat geschrieben: Schöne Analyse!
Das dumme ist nur, dass Spekulanten ihre Papiergoldforderungen so gut wie nie in physischem Gold begleichen lassen, sondern in Dollar, Euro etc.
Daher wird es von dieser Seite zu keiner Verknappung kommen. :(

Die ist meiner Meinung nach bei einem Börsencrash, oder einem anderen negativen Ereignis (Black Swan) zu erwarten. Eine weitere Möglichkeit für einen andauernden Anstieg sehe ich wenn der Preis so tief fällt, dass eine höhere Nachfrage einsetzt (Menschen, Zentralbanken...) und/oder die Spekulanten den Preis wieder in die steigende Richtung manipulieren. Da kann dann evtl. auch eine US-Notenbank nicht gegen an.

Also die Füße ruhig halten, auf mittlere Sicht steigen die Preise meiner Meinung nach.
Ich glaube eben nicht, dass die meisten Halter von Goldforderungen im Fall des Falles Dollar(Fiat) wollen. Es macht nämlich gar keinen Sinn, Goldforderungen zu halten, wenn man es irgendwann nicht haben (mit deutlichen Gewinnen verkaufen) will. Außerdem ist es mehr als fraglich, ob der Kontrahent den Ausgleich in Fiat überhaupt machen kann, wenn die OZ 10k kostet.
Die Verknappung tritt auf dem physischen Markt ein. Sie ist schon da, sonst würde z.B. die indische Regierung nicht Amok laufen. Wir stellen fest, dass die physische Nachfrage kontinuierlich steigt. Private und die Zentralbanken von China und Russland kaufen. Irgendeiner muss also das Zeug verkaufen.

Und weil wir wissen wie die USA schon Mal agiert haben (bis 1971 ca 16.k Tonnen verkauft), wissen wir was heute los ist.

Die Fed will "keine" Nachfrage und niedrige Goldpreise.Immer. Das Gegenteil ist für den $ tödlich.

Eine Nation die viel produziert und exportiert hat eine starke Währung aufgrund der Nachfrage nach ihren Produkten. Also ist ihr der Goldpreis Jacke wie Hose.

Wer aber nur Schulden ($) und Kriege exportiert, hat ein massives Problem mit dem Gold als "Ersatz"währung.

Man sollte jetzt kaufen, solange die Preise niedrig sind. Irgendwann ist die Blase geplatzt. Dann ist es an der Zeit mit dem Gold einkaufen zu gehen. Wenn "das Blut auf den Straßen fließt".

Beitrag 14.10.2013, 15:59

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Goldistan
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Beitrag 14.10.2013, 18:33

donnyflame
Irgendwann, da geh ich jede Wette ein, wird es ein Buch geben, in dem ein Beteiligter selbst einräumen wird, dass diese Interventionen ein Fehler waren, da sie den Abfluss physischer Goldbestände Richtung Asien zu viel zu günstigen Preisen (Comex als Referenzpreis) ermöglichte. Dieser spätere Preis wird für die USA möglicherweise viel höher sein, als der heutige Gewinn des günstigen Goldpreises in der öffentlichen/medialen Wahrnehmung, weil es verschiedene Konstellationen gibt, die die Akzeptanz des US-Dollars als Reservewährung schwächen. Das wäre dann der Black Swan. Vielleicht gibt es ja schon eine ganze Kleinfamilie kleiner schwarzer Schwanküken...
Was ist der auschlaggebende Punkt in deiner Annahme das Gold "zu günstig" sei ?

Wenn man diesem etwas älteren Artikel glauben schenken mag bewegen sich die Föderkosten in ziemlich Tiefen Regionen im Vergleich zu den Spot Bewegungen. Es handelt sich dabei um die reinen Cashcosts, aber die sog. "all-in" costs sind auch nicht viel höher, wenn man zB auf der Barrick Gold Seite nachschaut. Wobei zu erwähnen ist, dass die Offenlegung dieser "echten" Kosten erst kürzlich umgesetzt wurde und nicht alle Minen diese Kosten preisgeben.

Artikel:

http://www.wallstreet-online.de/nachric ... rderkosten


Barrick Gold:

http://www.barrick.com/operations/north ... fault.aspx


Barrick sei hierbei nur als Beispiel angegeben. Man müsste nun die Produktionsmengen, die Nachfrage und die Kosten (je nach Menge,Kontinent,Firma etc) betrachten und könnte sich so ein besseres Bild des Goldpreises ( als Rohstoff in einem Markt ) machen.


Ein niedrigerer Goldpreis ist somit durchaus vorstellbar und würde zu teuren Minenprojekten und Betreibern das Leben schwer machen, aber der Rest (vorallem Nord Amerika, Asien etc.) könnte mit ein paar Sparprogrammen durchaus wirtschaftlich bleiben.


Mein Beitrag bezieht sich hierbei nur auf den Goldpreis, nicht auf die Gründe der aktuellen Verkaufsorders/Eingriffe am Markt.


Grüße
DF

Beitrag 14.10.2013, 20:27

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Goldistan
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Beitrag 14.10.2013, 20:55

donnyflame
Danke für deine doch sehr detallierte und ausfühliche Erklärung.

Ich habe bei meinem Argument bewusst den Faktor "Gold als Wertanlage" ausgelassen, um mal nur für einen Moment den Blick auf Gold als einfachen Rohstoff ( welches es nicht ist ) zu wagen.

Die Petrodollar-Problematik ist mir bekannt und ich verfolge mit großer Spannung die Entwicklung
in dieser Richtung. Vorallem weil dem Euro so eine "ablösende" Funktion als Leitwährung zugesprochen wurde. Aber nach dem ganzen "Dilemma" in Europa muss man die Erwartungen da etwas zurückschrauben.

Mal ausgehend davon das die These stimmt, dass der Goldpreis bewusst gedrückt wird um den Dollar stark aussehen zu lassen, dann schießt sich die Fed ins eigene Bein. Da ein niedriger Goldpreis genutzt werden kann, um Positionen aufzubauen. Sowohl die Großbanken als auch der Großteil der Analysten zeichnen für Gold ein düsteres Bild, dass von Charttechniken usw. unterschrieben wird. Zumindest die kurz- bis mittelfristigen Anleger kann man damit zum Verkauf/Leerverkauf bewegen, langfirstig sieht das ganze dann wieder anders aus. Die Frage ist ob man sich damit Zeit kauft bis man durch eine Zinsanhebung die eigene Währung wieder erstarken lässt oder eine ganz andere Intetion dahinter steckt.

Das geht dann denke ich zu weit ins Thema "Spekulation für Anfänger" :)


Im Nachhinein ist man immer schlauer...

Grüße
DF

Beitrag 14.10.2013, 20:55

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MaciejP
Gold-Guru
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Registriert: 08.03.2012, 05:49
Ich würde gern noch ergänzen, wie "günstig" Gold aus charttechnischer Sicht bzw. im Vergleich zu den historischen Kursen ist. Dabei lägen wir (nach meiner Interpretation) momentan auf einem ähnlichen Niveau wie die Kurse 1976 oder 1992, also nicht überteuert, aber auch nicht günstig. Um so günstig wie im Jahre 2000 einkaufen zu können, müsste der Preis aus meiner Sicht in den Bereich 700-800 USD fallen. Hoffen wir mal - sollte es dazu kommen - dass dies kurz und schmerzlos geschieht, und sich nicht langsam über die nächsten 30 Jahre hinzieht. :D

Beitrag 15.10.2013, 09:56

lifesgood
... ist ja im Tageschart wieder schön zu sehen, wie ausgehend von rund 1.270 $ die charttechnische Marke von 1.265 $ in Angriff genommen wurde. Im zweiten Schritt dann drunter gedrückt und nun ist der Weg wieder ein Stück nach unten frei.

Die Jungs haben´s schon drauf.

lifesgood

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