Zeit zum Immobilienkauf

Tagesgespräch zu Wirtschaftsthemen wie Geldmarkt, Börse, Währung, Finanzkrise, Inflation aus Deutschland und der Welt

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Beitrag 23.12.2012, 10:50

noname
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Wohnort: Nordrhein Westfalen
Jetzt mal meine Erfahrungen in Sachen Wohneigentum:
Meine erste Eigentumdwohnung habe ich erst sehr spät erworben, als mein Eigenkapital deutlich über den so sonst von führenden Finanzinstituten empfohlenen Eigenkapitalquoten lag. Zugegebenermaßen konnte ich einen Kredit von Papa bekommen, zu marktüblichen Zinsen, aber mit Flexirate.
Zwei Jahre habe ich nach der Immo gesucht, die zu mir passte. Bus in die Stadt alle 15 Minuten (tagsüber). Lebensmittel, Schule, Ärzte, alles fußläufig erreichbar. Felder und Wald auch in der Nähe, zu meiner und meines Hundes Freude.
Sieben Jahre habe ich da gewohnt. Dann kam der Arbeitsplatzwechsel. 120km pendeln (eine Richtung). Aber von der erzielten Gehaltserhöhung durch Arbeitsplatzwechsel müssen andere Leute leben. Das war mir die Sache wert.
Nachdem ich mich auf der neuen Arbeitstelle so richtig eingelebt hatte und der Wechsel sich als tragfähig erwies habe ich dann nach einer neuen Wohnung gesucht. Das hat wohl etwas gedauert, so etwa ein Jahr.
Umzug in eine Wohnung mit ähnlichen Qualitäten! Der Verkäufer meiner neuen Wohnung hat sie nur 14 Tage im Netz stehen gehabt, bis ich zugeschlagen habe. Erst danach habe ich meine alte Wohnung ins Netz gestellt:
Innerhalb einer Woche hatte ich 40 Zuschriften. 30 von Maklern, die sich gerne um den Verkauf meiner Wohnung gekümmert hätten. 10 Zuschriften von Privatleuten, wovon 5 potentielle Käufer die Wohnung besichtigt haben. Nachdem ich diesen ein wenig auf den Zahn gefühlt habe waren 2 Käufer auch flüssig. Und einer bekam den Zuschlag zu dem von mir angebotenen Preis, ohne Rabatt. Und das innerhalb von einem Monat, dabei hatte ich die Zwischenfinanzierung für wesentlich länger geplant.
Immobilien sind also doch relativ schnell verwertbar, wenn sie im richtigen Marktsegment liegen, und man nicht auf utopische Preise hofft.
Klar, ich habe nicht sehr lange in der esten Wohnung gelebt, Zinsen mussten gezahlt werden und die Erwerbsnebenkosten für die zweite Wohnung mussten auch bezahlt werden, aber für mich hat es sich gelohnt.

Beitrag 23.12.2012, 13:21

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Goldfriese
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"Ein Haus zu bauen liegt in der Natur des Menschen, Miete zahlen nicht." (Werbeslogan einer Bausparkasse, sehr treffend)

Ich wohne in einer Region Deutschlands, in der ein Haus noch bezahlbar ist. Meine Großeltern hatten Eigentum, meine Eltern ebenfalls, ich bin so aufgewachsen. Meiner Erfahrung nach haben "ewige Mieter" keinen Gegenwert an Erspartem vorzuweisen, so falsch kann Eigentum also nicht sein. Ich habe nie viel verdient, aber auch ich habe ein Haus. Klein aber Mein. Und Bezahlt.

Okay, ich war dafür noch nie im Leben in Urlaub, vermisse das aber auch nicht, im eigenen Bett schläft es sich bedeutend besser. My Home is my Castle.

Weshalb ich hier gelandet bin? Das Haus meiner Großeltern, später das meines Onkels, ist für Pflegekosten draufgegangen, seinen sonstigen Nachlass habe ich die letzten Monate in EM investiert. Ein eigenes Heim zu haben, ist schön, eine dem Staat nicht so direkt bekannte Reserve läßt einen noch besser schlafen smilie_03

Wenn schon das mit der eigenen Familie nicht geklappt hat.

Allerdings muss ich auch sagen, dass die Garage so mancher Neubauten größer ist, als meine Hütte smilie_24
Erfolgreich gehandelt: http://www.gold.de/forum/goldfriese-t5990.html

Beitrag 23.12.2012, 13:23

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Oscar
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Schönen vierten Advent an alle!
Ich selber habe privat genutztes Wohneigentum, vor zehn Jahren erworben, in zehn Jahren abbezahlt. Da für mich damals beruflich bedingte Veränderungen nahezu ausgeschlossen waren, machte ich es. Ein vernünftiges Limit gesetzt, DESWEGEN lange gesucht und dann doch gefunden. Ich hätte immer eine vergleichbare Miete zahlen müssen, deswegen sehe ich mich nicht als Banksklave, da die Summe eh hätte bezahlt werden müssen. Problematisch sehe ich es an, Immobilien zu erwerben und dann zu vermieten. Ich muß immer einen Totalausfall einkalkulieren und diesen verschmerzen und tragen können, dann kann man das durchaus machen. Da mir das zu Risikobehaftet ist und "mein Vermögen" dann gläsern wäre, investiere ich in EM von denen keiner was weiß... :)
Fülle die Jahre mit Leben und nicht das Leben mit Jahren!

Beitrag 23.12.2012, 17:58

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Goldmärker
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t-bony hat geschrieben:
Goldmärker hat geschrieben: p.s. wer in den 70, 80 oder 90ern ein haus nach dem neusten stand der technik gebaut hatt, hätte sich doch nie die neuesten dämm- und energievorschriften für heutige häuser vorstellen können.
und wer heute sagt ich bau ein haus was auch in 20-30 jahren noch top ist, den muß ich an die häuslebauer der 70, 80, 90er jahre erinnern. die genau dasselbe gedacht haben.
was in 10-20 jahren ist kann heute niemand sagen. die erfahrung zeigt jedenfalls das es eher teurer als billiger wird (im negativen sinne) ;)
Dazu folgendes: Wer in den 70, 80 oder 90 Jahren gebaut hat, hatte doch überhaupt keinen Grund an Energieeffizienz zu denken. Damals haben die Energiekosten eben nur eine untergeordnete Rolle gespielt. Die heutigen, hohen Energie (Gas, Öl, Strom) Preise zwingen doch nun jeden Bauherren automatisch dazu, hier alle Möglichkeiten zum Sparen (im Neubau) zu nutzen.
so wie sich in den 70ern und 80ern noch keiner die heutigen dämm- & energievorschriften und richtlinien vorstellen konnten, können wir uns die vorschriften in 20-30 jahren nicht vorstellen.
vielleicht gibt es dann eine luftverdrängungssteuer auf häuser. und du baust dir heut ein supermodernes großes haus. alles nach dem neuesten stand aber luft verdrängt es ne menge. ist heute ja auch egal. in 30 jahren vielleicht nicht mehr!
das ist genauso unvorstellbar wie in den 70ern die heutigen vorschriften und energiekosten für häuser.

oder der klimawandel kehrt sich um. der golfstrom verändert sich, die nordhalbkugel friert ein. alle häuser müssen ihre dämmung abreißen damit die abwärme der häuser die erde wieder erwährmt smilie_23 *grins*
klingt absurd? wir machen das heute doch. nur halt umgekehrt. also wer weiß was die zukunft bringt.

Beitrag 23.12.2012, 18:45

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AuCluster
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t-bony hat geschrieben:
Goldmärker hat geschrieben: p.s. wer in den 70, 80 oder 90ern ein haus nach dem neusten stand der technik gebaut hatt, hätte sich doch nie die neuesten dämm- und energievorschriften für heutige häuser vorstellen können.
und wer heute sagt ich bau ein haus was auch in 20-30 jahren noch top ist, den muß ich an die häuslebauer der 70, 80, 90er jahre erinnern. die genau dasselbe gedacht haben.
was in 10-20 jahren ist kann heute niemand sagen. die erfahrung zeigt jedenfalls das es eher teurer als billiger wird (im negativen sinne) ;)
Dazu folgendes: Wer in den 70, 80 oder 90 Jahren gebaut hat, hatte doch überhaupt keinen Grund an Energieeffizienz zu denken. Damals haben die Energiekosten eben nur eine untergeordnete Rolle gespielt. Die heutigen, hohen Energie (Gas, Öl, Strom) Preise zwingen doch nun jeden Bauherren automatisch dazu, hier alle Möglichkeiten zum Sparen (im Neubau) zu nutzen.
Um Energieeffizienz ging es seinerzeit nicht. Das Thema war Emissionsschutz. War der CO-Gehalt im Abgas zu hoch, musste die Heizungsanlage erneuert werden. Zuerst reichte es, nur den Brenner auszutauschen um einige Jahre später die komplette Heizung rauszuschmeißen.
Weiterhin kam jemand, der sehr schlau war, auf die Idee, die Heizöltanks zu überprüfen. "Oh, Sie haben da einen schönen Bodentank, das ist nicht mehr erlaubt." Also, es musste einer neuer Tank her! Aber wo aufstellen. Keller war nicht vorhanden, Heizungsraum zu klein. In der Garage fand sich Platz. Und das Auto? Stand dann immer draußen! smilie_18
Within our mandate, the ECB is ready to do whatever it takes to preserve the euro. And believe me, it will be enough.

Beitrag 23.12.2012, 22:16

t-bony
AuCluster hat geschrieben:
Um Energieeffizienz ging es seinerzeit nicht. Das Thema war Emissionsschutz. War der CO-Gehalt im Abgas zu hoch, musste die Heizungsanlage erneuert werden. Zuerst reichte es, nur den Brenner auszutauschen um einige Jahre später die komplette Heizung rauszuschmeißen.
Weiterhin kam jemand, der sehr schlau war, auf die Idee, die Heizöltanks zu überprüfen. "Oh, Sie haben da einen schönen Bodentank, das ist nicht mehr erlaubt." Also, es musste einer neuer Tank her! Aber wo aufstellen. Keller war nicht vorhanden, Heizungsraum zu klein. In der Garage fand sich Platz. Und das Auto? Stand dann immer draußen! smilie_18
Das sehe ich im Prinzip ähnlich, aber ist Energieeffizienz und Emissionsschutz nicht das gleiche? Ich meine dass alle Fossilen Brennstoffe in ihrer Entstehungsphase CO² gebunden haben. Wenn ich also in 1970 oder heute 1000 Liter Heizöl verbrenne, wurde und wird immer die gleiche Menge CO² freigesetzt. Will ich diese Emissionen verringern muss ich den Wirkungsgrad erhöhen, die Effizienz der Anlage verbessern oder bei PKW Motor den Verbrauch verringern.
Im Haushalt wird doch kein CO² abgeschieden.

Beitrag 24.12.2012, 05:17

Chinese
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Gegen eine selbstgenutzte Wohnung spricht wenig.

Alleine das Lebensgefuehl in den eigenen Waenden zu wohnen ist es das wert.

Man sollte aber aufpassen, dass es die eigenen Waende sind und nicht die Waende der Bank gehoeren.

Eine zeitlich und von der Summe ueberschaubare Finanzierung geht noch, bedeutet aber immer ein Risiko.
»Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muss man vor allem ein Schaf sein.« Albert Einstein

Beitrag 28.12.2012, 09:10

chrom
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Zuletzt geändert von chrom am 03.10.2013, 04:32, insgesamt 1-mal geändert.

Beitrag 28.12.2012, 09:44

chrom
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Beitrag 28.12.2012, 09:53

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Goldhamster79
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Wohnort: EUdSSR
chrom hat geschrieben:Immobilienverband Deutschland IVD Bundesverband der Immobilienberater,
Makler, Verwalter und Sachverständigen e.V. :


(...) Die Empfehlung des IVD lautet: Jetzt in einem der nachgefragten Wohnungsmärkte wegen der gestiegenen Werte verkaufen und das frei werdende Kapital in einer kleineren Stadt mit positiver Wachstumsprognose, guter Infrastruktur und stabilen Wirtschaftsdaten reinvestieren.
Is ja logisch, dass ein Maklerverband dazu rät, die Erwerbsnebenkosten der neuen müssen erst mal wieder reinkommen. Wenn raus dann raus, aber rumspringen wird sich m.E. nicht ohne weiteres vernünftig rechnen bzw. vor allem für Makler ;)

Wie heißts so schön: Hin und her macht Taschen leer...

Beitrag 28.12.2012, 10:22

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Milly
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Registriert: 02.04.2011, 16:38
5% Grunderwerbsteuer (BaWü seit Grünrotz-Re-GIER-ung) plus Notarkosten (ca. 1,5%) plus Makler + Mwst. auf den Makler, das sind oft über 10% Transaktionskosten. Und die sind weg für nüscht ... anderthalb Jahresmieten oder so ... das ist natürlich Unfug daß das mit geschickter Kauf- und Verkaufspolitik wieder schnell reinkommt.

6,5% also für den Staat für jeden Besitzerwechsel, nicht etwa nur einmalig beim Hausbau. So in etwa wie bei der Silbermünze, wo die 7% Märchensteuer auch jedes Mal aufs Neue fällig werden.

Ach ja, Umzugskosten ... :roll:

Die hohen Transaktionskosten beim Immozeuchs widersprechen auch dem herausgeblökten Mantra der "beruflichen Mobilität".

Beitrag 31.03.2013, 11:52

Aurargint
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Registriert: 24.09.2012, 16:10
Goldfriese hat geschrieben:"Ein Haus zu bauen liegt in der Natur des Menschen, Miete zahlen nicht." (Werbeslogan einer Bausparkasse, sehr treffend)

Ich wohne in einer Region Deutschlands, in der ein Haus noch bezahlbar ist. Meine Großeltern hatten Eigentum, meine Eltern ebenfalls, ich bin so aufgewachsen. Meiner Erfahrung nach haben "ewige Mieter" keinen Gegenwert an Erspartem vorzuweisen, so falsch kann Eigentum also nicht sein. Ich habe nie viel verdient, aber auch ich habe ein Haus. Klein aber Mein. Und Bezahlt.

Okay, ich war dafür noch nie im Leben in Urlaub, vermisse das aber auch nicht, im eigenen Bett schläft es sich bedeutend besser. My Home is my Castle.

Weshalb ich hier gelandet bin? Das Haus meiner Großeltern, später das meines Onkels, ist für Pflegekosten draufgegangen, seinen sonstigen Nachlass habe ich die letzten Monate in EM investiert. Ein eigenes Heim zu haben, ist schön, eine dem Staat nicht so direkt bekannte Reserve läßt einen noch besser schlafen smilie_03

Wenn schon das mit der eigenen Familie nicht geklappt hat.

Allerdings muss ich auch sagen, dass die Garage so mancher Neubauten größer ist, als meine Hütte smilie_24


Hallo! Habe da mal eine Frage, die vielleicht nicht ganz hierher paßt. Habe aber leider in der Forensuche nichts besseres gefunden. Möchte mit meiner Familie (Frau & Tochter) ein gebrauchtes Haus kaufen. Es ist sehr günstig zu erwerben, hat aber (natürlich) einen Haken: Stromheizung... Hat jemand im Forum Erfahrung mit Stromheizungen? Weiß jemand (ob als Fachmann &/oder aus eigener Erfahrung), was eine Umrüstung auf Holz, Öl oder Pellets kosten würde? Gas kommt nicht in Frage, Erdwärme fällt aus geologischen Gründen aus.
Danke schon mal im Voraus! smilie_14
Aurargint

Beitrag 31.03.2013, 13:18

mini_me
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Registriert: 23.06.2012, 19:53
@Aurargint

vielleicht kann ich dir da etwas bei der entscheidungsfindung behilflich sein.

ich hatte eine weile in nrw gewohnt und hatte dort 2 mietwohnungen für mich angemietet, um micht ständig pendeln zu müssen.

waren 2 große städte in nrw -gibt auch einen fußball verein. jedoch war die miete + nk günstiger, als der morgendliche streß auf der autobahn.

die eine wohnung. ca 36m². einraum. hatte eine stromheizung. holzfenster.
in nrw ist der winter nicht so hart, wie an der küste oder in oberfranken, nähe der CZ.

trotzdessen, gab es mit der stromheizung immer mal wieder probleme. ich hatte zwar einen angeblich günstigen nachtspeicherheizung. allerdings, ist das nur augenwischerei.

denn:
die nachtspeicherheizung, braucht einen 2ten stromzähler. dieser kostet im jahr genausoviel, wie der erste zähler. weiteres manko, diesen zähler kann nur der heimstromanbieter speisen. keiner sonst. ergo, bringen dir preisvergleiche in punkto stromkostenersparniss schonmal nichts.

desweiteren, heizt so eine heizung immer um 24 stunden verzögert. wenn du die heizung also verstellst und über nacht wirds plötzlich wärmer. wie den 24ten dezember letzten jahres, als wir +12 °c schrieben, heizt du umsonst und es wird einfach zu warm. folglich, reißt du die fenster auf und die energie geht flöten.

dann war es bei mir so, dass der regler manuell einstellbarwar. ohne skala. also ließ sich das ganze nur pi mal daumen einstellen.

und... worauf ich eigentlich hinauswollte. das heizsystem war über 15jahre alt und somit nicht ökönomisch. überleg mal.. was würdest du mit einem 15 jahre alten kühlschrank tun? mit nehmen oder einen neuen kaufen, beim umzug?

aber das ist noch nicht alles. da der regler oder irgendwas kaputt war, zog meine fußbodenheizung am tag über 30kw strom!

jetzte rechne mal 30kw * 30 tage = 900kw im monat!

so und da die wohnung nicht richtig warm wurde, verzogen sich die holzfenster nochmehr. anfänglich waren sie dies schon. hatte einen spezialisten kommen lassen, der meinte was von kältebrücke, feuchtigkeit etc.

außerdem hat 1kw strom auch nur 1kw heizleistung. holz,kohle siehts schon anders aus.

was genau eine heizungssanierung kostet, musst du für dich entscheiden, was alles betrieben werden soll.

am effektivsten sind fußbödenheizungen. holz ist immer noch die günstigeste befeuerungsart (schau mal im web nach heizkostenrechnern).

weil... wärme ist von sovielen abhängig. von der zu beheizenden fläche (m²) und natürlich dem raumvolumen in m³ und natürlich, deiner wohlfühltemperatur.

mein schwiegervater hat ne eigene firma (gas, wasser,sch***e) der schwört auf mitzubi*hi wärmepumpen oder eben holz.

~~~~~~

hab da auch ein anliegen.

was erscheint euch am sinnvollsten, um schnelles geld zu machen?

immo's (zwangsversteigerungen in münchen > sanieren > vermieten) welche kosten kommen auf mich zu?
silber > 7% mwst

andere vorschläge?

Beitrag 31.03.2013, 13:19

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Deichgraf
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Registriert: 18.07.2011, 18:49
Mein ehemaliger Nachbar hatte eine Stromheizung in Form von Radiatoren. Das soll soviel wie eine Miete gekostet haben. Muss man wohl nicht drüber diskutieren.
Du meinst sicher die Nachtspeicherheizung.
Die hatte ich in den 80ern selbst. Die Meinungen darüber gingen auseinander, und auch die persönlichen Erfahrungen waren sehr unterschiedlich.
Unterm Strich lief es darauf hinaus, dass a) die Anlage selbst und b) die richtige Bedienung entscheidend waren.
Zu a)
Eine Anlage musste unbedingt einen Außentemperaturfühler und einen Restwärmefühler im Heizkörper haben, um die Aufladung anpassen zu können, statt immer Vollgas zu laden.
Zu b)
Wer den Heizkörper wie einen strahlenden Kachelofen verwendete, hatte eine irre Stromrechnung. Der aufgeladene Heizkörper strahlte nämlich 24Std. am Tag Wärme ab. Eine Temperaturabsenkung während der Nacht oder der Abwesenheitszeiten war so nicht möglich.
Wenn man aber nur wenig lud und die Wärme mittels Puster in den Raum leitete, konnte man natürlich am Thermostaten für die Nacht und Abwesenheit auch die Temperatur effektiv absenken. Der Heizkörper strahlte nur wenig und der Puster blieb off.
Im nächsten Schritt konnte man mit einer Zeitschaltuhr diese Vorgänge automatisieren, z.B. das Bad 15min vor dem Aufstehen kurz anheizen und 15min danach wieder ausschalten lassen.

Mit einem solchen "guten" System habe ich -abhängig von den Ölpreisen- höchstens das gleiche bezahlt wie die Ölverheizer, oft sogar weniger. Als ich das Haus dann verkaufen wollte, war die Nachtspeicherheizung für den Käufer schon ein Knackpunkt. Ich habe ihm aber den richtigen Umgang damit erläutert und meine Stromrechnungen der letzten Jahre vorgelegt. Nachtstrom wurde gesondert ausgewiesen, so dass die Heizkosten eindeutig ermittelbar waren.
Der Interessent fand die Kosten ganz in Ordnung und kaufte das Haus.
Ich hatte noch einige Jahre guten freundschaftlichen Kontakt zu ihm, und er war immer zufrieden mit der Rechnung. Dabei verglich er die Kosten mit denen seiner Arbeitskollegen, die fast alle auf Öl waren.
Im Schnitt sei es auch nicht mehr , manchmal etwas weniger gewesen. Langfristig etwa +/- 0.
Erst um 2008 herum meinte er, dass das Heizen ganz schön teuer geworden sei. Vermutlich sind die Nachtstromtarife nicht mehr das, was sie einmal waren.
Jede Heizung hängt am Preis ihrer Energiequelle. So banal das klingt, ist doch jede Entscheidung betreffs einer Heizung immer eine Spekulation auf künftige Preisentwicklungen.

Vielleicht gibt es bald die Tesla-Heizung.

Freie Energie für freie Bürger!

Beitrag 31.03.2013, 15:37

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Sapnovela
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Aurargint hat geschrieben:Hallo! Habe da mal eine Frage, die vielleicht nicht ganz hierher paßt. Habe aber leider in der Forensuche nichts besseres gefunden. Möchte mit meiner Familie (Frau & Tochter) ein gebrauchtes Haus kaufen. Es ist sehr günstig zu erwerben, hat aber (natürlich) einen Haken: Stromheizung... Hat jemand im Forum Erfahrung mit Stromheizungen? Weiß jemand (ob als Fachmann &/oder aus eigener Erfahrung), was eine Umrüstung auf Holz, Öl oder Pellets kosten würde? Gas kommt nicht in Frage, Erdwärme fällt aus geologischen Gründen aus.
Danke schon mal im Voraus! smilie_14
Aurargint
Stromheizung ist auf Dauer der Ruin für jeden Geldbeutel...

Sieh Dir mal die Entwicklung des Strompreises an... http://de.wikipedia.org/wiki/Strompreis. Da die EEG-Umlage bald wieder steigen wird (und im Kielwassser dann auch die MwSt) sind wir bald bei 30 ct pro kWh. Gas liegt dagegen bei ca. 6,5 Ct (was international schon teuer ist). Wenn Du die Differenz bei einem unsanierten Haus mit ca. 300 kWh pro m² pro Jahr ausrechnest, bist Du bei ca. 70 Euro pro m² Mehrkosten für eine Stromheizung pro Jahr!

--> Finger WEG!

Möglich ist der Einsatz einer Wärmepumpe, die Strom in einem Verhältnis von etwa 4,5 in Wärme verwandelt. Allerdings sind die Kisten auch nciht gerade billig Für Öl brauchst Du einen Tank, für Pellets einen Lagerraum... beides verringert den Wohnraum / die Nutzfäche (Keller vorhanden?). .... und Du brauchst Heizungsleitungen oder häßliche dicke Rohre für Warmluft.

Am besten Du holst Dir für das Haus einen Kostenvoranschlag für eine Umrüstung der Heizung von einem (oer mehreren) Handwerkern ein, dann wirst Du sehen, was auf Dich zukommen könnte. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Häuser nicht ohne Grund billig sind.

Beitrag 31.03.2013, 18:59

Aurargint
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Ein großzügiger Keller mit mehreren Räumen ist vorhanden. Ich werde den Rat beherzigen & mal verschiedene Handwerker befragen. smilie_14 für die vielen Antworten!

Grüße von der rauhen Schwäbischen Alb

Aurargint

Beitrag 31.03.2013, 20:38

ghel
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Aurargint hat geschrieben:Hallo! Habe da mal eine Frage, die vielleicht nicht ganz hierher paßt. Habe aber leider in der Forensuche nichts besseres gefunden. Möchte mit meiner Familie (Frau & Tochter) ein gebrauchtes Haus kaufen. Es ist sehr günstig zu erwerben, hat aber (natürlich) einen Haken: Stromheizung... Hat jemand im Forum Erfahrung mit Stromheizungen? Weiß jemand (ob als Fachmann &/oder aus eigener Erfahrung), was eine Umrüstung auf Holz, Öl oder Pellets kosten würde? Gas kommt nicht in Frage, Erdwärme fällt aus geologischen Gründen aus.
Danke schon mal im Voraus! smilie_14
Aurargint
Das kann man aus der Ferne nicht sagen. Die Dinger sind natürlich richtig übel, beim Heizen wird man arm. Aber eine Umrüstung kostet:

- 11.000 Euro für einen modernen Öl-Brennwertkessel mit Warmwasser-Speicher (wenn die Bude relativ groß und ungedämmt ist, wird es teurer, da mehr Leistung)
- Abfluss für das Kondensat (irgendwas zwischen 50 Euro für Abfluss in den Kanal unter dem Haus bis zu 1000 für eine Kondensatpumpe und Rohre zu einem schlecht gelegenen Abfluss)
- Öltank
- grob 500 Euro pro Heizkörper mit Thermostat
- Verrohrung, aber das kommt komplett auf die Gegebenheiten an.

Das Ganze mit Gas kostet praktisch dasselbe, dafür verbraucht man noch etwas weniger. Und ein NT-Kessel statt Brennwert ist zwar etwas billiger, aber das macht den Kohl nicht fett. Wie auch immer, unter 25.000 wird das Ganze kaum zu bekommen sein, wenn es ordentlich werden soll.

Wenn noch gedämmt werden soll: der Kessel sollte so weit wie möglich zum Wärmebedarf passen. Da auch Brennwert-Ölkessel nicht modulieren (ok, es gibt ein paar Ausnahmen, würde ich persönlich aber nicht empfehlen) ist dann ein Kessel, der jetzt passt, später viel zu groß. Bei Gas ist das weit weniger interessant, die modulieren schön weit runter.

Beitrag 14.04.2013, 01:05

atze
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Hallo Forum,

ich komme gerade von einer Geburtstagsfeier und habe, wie auf Feiern üblich, wieder einmal Leute getroffen die man eben nur ein oder zweimal im Jahr sieht.
Und natürlich unterhält man sich bei solchen Gelegenheiten über „Gott und die Welt“.

Das Thema EM und den Preisverfall den wir zurzeit erleben habe ich nur am Rand angeschnitten.

Wir hatten aber auch einen Steuerberater in der Runde.

Und der hat zu mir, fast wörtlich, gesagt:

das du dein Haus Schuldenfrei gemacht hast und nun auch noch die Grundschuld austragen lässt ist einfach nur dumm! Aber, du bist halt, ein guter Bürger!

Im weiteren Gesprächsverlauf wollte ich seine Gründe für diese Bemerkung erfragen.
Der Tenor seiner Antworten war:

Die Zensus Abfrage vor zwei Jahren war erst der Anfang.
Er vermutet, ab ca. 2014, eine ähnlich gelagerte Abfrage zu den Vermögensverhältnissen.
Er vermutet, dass in dieser „Abfrage“ alle Vermögen, inkl. evtl. Schulden darauf, abgefragt werden.
Er glaubt, das Schulden gegen Eigentum aufgerechnet werden.
Er sagt, das das verschweigen von EM Besitz (bei einer solchen Abfrage) eine Straftat darstellen wird. (Wenn auch schwer zu beweisen)

Soll also heißen, dass ich dumm gehandelt habe, meine eigene Immobilie, so schnell, Schuldenfrei gemacht zu haben. smilie_08

Ich wollte natürlich mehr wissen und habe weiter gebohrt, wie er auf all das kommt und ob sein Haus noch finanziert ist. Allerdings war sein (eigenes) Haus dann gar kein Thema mehr sondern nur sein voll vermietetes MFH. Und genau dieses Mehrfamilienhaus wollte er jetzt neu beleihen.

Und nun ist es doch tatsächlich so, dass die Bank gerne bereit ist das MFH neu zu beleihen, aber unbedingt wissen will, wozu er das Geld einsetzt.
Soll heißen, die Banken finanzieren zwar gerne alles, aber er muss zwingend einen Verwendungszweck angeben und evtl. auch belegen.

Ich finde das sehr interessant:

Also würde ich mein fast neues EFH erneut beleihen wollen, müsste ich der Bank vermutlich detailliert darlegen wofür ich das Geld verwende. Obwohl mein Ansatz eher darin läge, in mobile Sachwerte zu investieren.

Die eigentliche Frage ist, muss man wirklich Schuldenfrei sein, oder ist man mit den richtigen Schulden eher besser dran?

Beitrag 14.04.2013, 02:56

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Datenreisender
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atze hat geschrieben:Die eigentliche Frage ist, muss man wirklich Schuldenfrei sein, oder ist man mit den richtigen Schulden eher besser dran?
Kann es denn etwas besseres geben als die Freiheit von Schuld?

Beitrag 14.04.2013, 05:36

ghel
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Ich habe aktuell täglich mit Steuerberatern und Bankern zu tun. Und zwar nicht den Bankern, die man so am Schalter sieht, sondern diejenigen, die jeden Werktag aus einem System, das zig Millionen Zahlen generiert, die wichtigsten paar 1000 analysieren. Querbeet über alle Geschäftsbereiche.
atze hat geschrieben:Wir hatten aber auch einen Steuerberater in der Runde.

Und der hat zu mir, fast wörtlich, gesagt:
Meine Meinung: das ist reiner Glaube. Die wissen genauso wenig über die Zukunft wie wir. So ein kleiner Verschwörungstheoretiker sitzt in jedem von uns, gerade hier im Forum :)
atze hat geschrieben:das du dein Haus Schuldenfrei gemacht hast und nun auch noch die Grundschuld austragen lässt ist einfach nur dumm! Aber, du bist halt, ein guter Bürger!
Mit der Grundschuld hat er mMn recht. Das austragen und irgendwann vielleicht neu eintragen zu lassen kostet Geld. Kann man machen, muss man aber nicht.

Im weiteren Gesprächsverlauf wollte ich seine Gründe für diese Bemerkung erfragen.
Der Tenor seiner Antworten war:
atze hat geschrieben:Er sagt, das das verschweigen von EM Besitz (bei einer solchen Abfrage) eine Straftat darstellen wird. (Wenn auch schwer zu beweisen)
MMn: no f*ing way. Nicht mal wenn eine Vermögenssteuer kommt. Falls ich falsch liege könnt ihr später gern über mich herziehen :)
atze hat geschrieben:Und nun ist es doch tatsächlich so, dass die Bank gerne bereit ist das MFH neu zu beleihen, aber unbedingt wissen will, wozu er das Geld einsetzt.
Soll heißen, die Banken finanzieren zwar gerne alles, aber er muss zwingend einen Verwendungszweck angeben und evtl. auch belegen.
Ja, natürlich! Klar, die Bank hat die Bude als Sicherheit, aber das ist nur im absoluten Notfall interessant. Viel wichtiger ist der Bank dass der Kreditnehmer Zins und Tilgung (wenn getilgt wird) sicher leisten kann - die Bank verdient an den Zinsen, nicht an den paar Kröten aus der Zwangsversteigerung.

Wenn jemand ein Haus erwirbt und klassisch finanziert ist klar, wozu er das Geld braucht: um es dem Verkäufer, dem Staat, dem Notar und dem Makler zu geben. Und die Bank schaut idR seit ca. 9 Jahren _sehr_ genau hin, ob die Schuld getragen werden kann. Die Bank weiß also wer vor ihr sitzt, was der vor hat und dass er die nächsten zig Jahre die Raten zahlen kann (und meist auch wird).

Aber nu will einer eine halbe Mio für ein Haus. Nicht aus einem Verkauf, sondern als Kredit. Huh? Was hat er mit dem Geld vor? Investieren? Dass da viel mehr als 3% nach Steuern rumkommt ist nicht sicher - und es ist gut möglich dass sich der Gute verspekuliert. Der Freundin, von der die Ehefrau nichts weiß, eine Eigentumswohnung kaufen? Verjubeln? Also schaut die Bank wieder sehr, sehr genau hin. Schließlich hat sie gerade jemanden in der Beratung sitzen, der meint, dass er sein Geld besser anlegen kann als sie selbst. Und, unter uns: das kann er höchstwahrscheinlich nicht. Ich habe in den letzten Jahren genügend interne Treasury Reports gesehen um das beurteilen zu können.

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