Die USA mal wieder vor der Klippe - wird Merkel sie retten?

Tagesgespräch zu Wirtschaftsthemen wie Geldmarkt, Börse, Währung, Finanzkrise, Inflation aus Deutschland und der Welt

Moderatoren: Ladon, Forum-Team

Beitrag 04.01.2013, 23:06

Knoxler
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1000kg ?
Nach meinem Rechenverständnis smilie_08 bei 50000 $/kg Pt müßte der Klopper 20000t wiegen oder die Oz Pt wär eben dann im preislichen Jenseits, wenns ein Einunzer wird.

Na falls 16 St. geprägt werden, ich bestell eine. smilie_20

Knoxler
wunderbar gehandelt: mit Ratatoeskr, rosab2000, DuraAce, Eligius, d.pust, kintaro

Beitrag 04.01.2013, 23:31

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Milly
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Es geht doch um den "Münzgewinn", sogenannte Seignorage.

Jeder ausgegebene Geldschein wird bei der Zentralbank als Verbindlichkeit gebucht, einzig Münzen (und Gold!) sind schuldfreies Nettogeld.

Allerdings ist bei Kleingeld-Münzen der "Gewinn" für den Staat nicht hoch, zumal die Herstellungskosten vergleichsweise hoch sind (im Unterschied zu Scheinen!).

Okok, bin "vorgeschädigt" durch Mitlesen :shock: im "Gelben Forum". Von der geldtechnischen Bilanzbuchhalterei daselbst kriegt man gern mal nen Knoten im Hirn.

Achja - wenn das Münzdingens niemand kauft, dann wird es halt "beliehen" als "mündelsicheres Pfand" und beim Staat auf Habenseite verbucht. Widewidewitt, schon ist ne Billion Staatsschulden wech smilie_02 . Der "Euklid" (aus diversen Finanzforen) mutmaßte schon vor 10+ Jahren, daß die Notenbanken irgendwann Unterhosen als "Sicherheit" reinnehmen würden.

Dient alles nur der Verlängerung des Hütchenspiels.
Frauen kosten nunmal Geld, kurzfristig wie langfristig, fremde wie eigene... (Goldhamster79)

Beitrag 05.01.2013, 01:00

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MaciejP
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Milly hat geschrieben:Jeder ausgegebene Geldschein wird bei der Zentralbank als Verbindlichkeit gebucht, einzig Münzen (und Gold!) sind schuldfreies Nettogeld.
Was bedeutet das denn? Wem gegenüber hat die Zentralbank da eine Verbindlichkeit? Und wieso ist das bei Münzen nicht so? smilie_08

Beitrag 05.01.2013, 09:24

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Milly
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"Verbindlichkeit" nunja, wird halt bei der Bilanz auf der Passivseite gebucht und als Teil der bekannten Staatsschulden ausgewiesen.

Ist halt so, hat sich so ergeben, weil alternativ siehe die "Zimbabwe School of Economics" smilie_10 (unbegrenztes Gelddrucken ohne Feigenblatt -> Hyperinflation).

Ist bei allen modernen Zentralbanken so. Im Ostblock war es anders.

Kannst mir schon glauben, wurde im Gelben Forum von kompetenteren Leuten :shock: meterlang diskutiert.
Wir leben im Schuldgeldsystem, Schulden = Guthaben, jedem Böshaben :wink: steht ein Schuldner gegenüber (und wenn's der Staat ist ...)

Deswegen läßt sich Staatsverschuldung auch nicht ohne Vermögensvernichtung abbauen. Darüber spricht "man" (= Mainstreammedien) aber schon nicht gerne ...
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Beitrag 05.01.2013, 18:25

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MaciejP
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Hhm, ja, wie das mit dem Schuldgeld funktioniert ist mir prinzipiell klar. Ich dachte bei der Zentralbank läuft das irgendwie anders, weil die ja die "oberste" Bank ist. Aber anscheinend wird das ausgegebene Bargeld da auch ganz normal als Kredit ausgezahlt. Was mir nur nicht klar ist, wie das nun mit dem Münzgeld funktioniert bzw. warum das da überhaupt anders läuft.

Beitrag 05.01.2013, 22:43

smilelover
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MaciejP hat geschrieben:Hhm, ja, wie das mit dem Schuldgeld funktioniert ist mir prinzipiell klar. Ich dachte bei der Zentralbank läuft das irgendwie anders, weil die ja die "oberste" Bank ist. Aber anscheinend wird das ausgegebene Bargeld da auch ganz normal als Kredit ausgezahlt. Was mir nur nicht klar ist, wie das nun mit dem Münzgeld funktioniert bzw. warum das da überhaupt anders läuft.
Du musst den Staat und die FED komplett trennen. Nur die Notenbank (FED) darf Geld ausgeben, außer dem einen Fall, so ähnlich wie unsere Zehner, das Finanzministerium darf Platin-Münzen prägen lassen und das Aussehen und den Nennwert bestimmen.

Per Definition wären diese Münzen Geld, und zwar schuldfreies Geld, vergleichbar wäre kostenfreies (Förder- und Herstellkosten freies) Gold, das dem Staat plötzlich vom Himmel in den Schoss fällt.
res ipsa loquitur

Beitrag 06.01.2013, 19:09

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MaciejP
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Also betrifft das nur diese "Sondermünzen", wie z.B. bei uns die Silberzehner oder Goldhunderter, die ganz normalen Umlaufmünzen sind wie die Euro-Scheine Schuldgeld der Zentralbank?

Beitrag 07.01.2013, 10:40

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Ladon
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Ganz formalistisch ist es so:

Das "Privileg" Banknoten zu drucken und in Umlauf zu bringen ist ein "hoheitliches" Recht, das einer Bank übertragen wird, die damit zur "Notenbank" wird. Per Gesetz erklärt der Staat dann diese Noten zum Zahlungsmittel (ob alleinig oder nicht, ob mit Umtauschgarantie in Gold versehen oder einfach nur Zettel). Der wichtigste Schritt dabei war, dass der Staat dieses Zahlungsmittel "schuldmiondernd" akzeptiert. Zu Deutsch: Dass man seine Steuern damit bezahlen kann!
(Immer daran denken: heute sind viele Notenbanken in irgendeiner Form "staatlich" (seltener in Staatsbesitz, aber viel auch noch immer in privatem Besitz und wenn man sie (aus historischer Warte beobachtet) daher als einen Trieb des "Bankenstammbaums" begreift, wird diese Übertragung eines Hoheitsrechts deutlicher)

Belassen wir es mal dabei und gehen nicht auf EInzelheiten ein. Klar wird jetzt schon, warum "Münzen" auch in moderner Zeit einen anderen Status haben als Banknoten: Das Recht Münzen zu schlagen wurde vielerorts jedenfalls NICHT übertragen. Die Staaten behielten die "Münzhoheit", manchmal wird das "In-Verkehr-bringen" der Münzen der Zentralbank überlassen.
Anders als die Euro-Banknoten fallen die Münzen der Gemeinschaftswährung in den Zuständigkeitsbereich der einzelnen Länder und nicht in den der EZB.
(Auf der Webseite der EZB)

Es stimmt also NICHT, dass nur die Notenbank "Geld" ausgeben darf! Eine Notenbank übt ein Hoheitsrecht aus, das durch hoheitliche Gewalt geschützt wird: Akzeptierte "Banknoten" ausgeben, die vom Staat für Zahlungen an ihn angenommen werden - bzw. heutzutage wird nicht nur akzeptiert, sondern per Annahmezwang die Benutzung dieser Banknoten mehr oder weniger erzwungen.

Wenn Deutschland z.B. Goldmünzen prägt, dann geschieht das durch den Finanzminister. Und das Ministerium kauft für diesen Zweck tatsächlich Gold bei der Bundesbank. Die Münzen werden dann von der BuBa "in Verkehr gebracht" - wie Kursmünzen auch.

Ob Münzen "Schulden frei" sind, ist aber eine komplett andere Frage! Das ist nämlich durchaus nicht gesagt! Das Schuld-Forderung Paar, durch das FIAT-Geld entsteht, ist nämlich keine Frage der Herstellung von Zahlungsmitteln oder dem dabei verwendeten Material, sondern des Prozesses des In-Verkehr-bringen!:
Eine Euro-Note ist nichts außer Papier, so lange sie bei der Zentralbank liegt. Wenn jetzt aber ein Kunde der Bundesbank (z.B.), also eine Geschäftsbank, "Bargeld" haben will, so braucht sie ein Guthaben bei der Bundesbank. Dieses wiederum ist ein "Kredit", der irgendwie besichert wird (was im Detail hier jetzt nicht relevant ist). Ein solches Guthaben kann sich die Geschäftsbank in "Zahlungsmitteln" auszahlen lassen (bis auf die sog. Mindestreserve). Sie bekommt also "Bargeld" geliefert: In dem Augenblick, wo der Euro-Schein die Zentralbank verlässt, wird er zum Zahlungsmittel. Weil er aufgrund einer zinsbelasteten Forderung in Verkehr kam, sprechen wir von "Schuldgeld". Aber auf gleichem Weg gelangt auch eine Münze in den Umlauf! D.h. auch sie gelangt aufgrund eines basalen Forderung-Schuld-Paares in den Wirtschaftskreislauf.
Der Unterschied liegt bei: Geld-HERSTELLUNG und Geld-SCHÖPFUNG sind zwei verschiedene Sachen.
Höflichkeit ist keine Schwäche - Empathie ist keine Dummheit - Moral ist nicht moralinsauer

Beitrag 02.03.2013, 14:32

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Goldmärker
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So das Kind ist in den Brunne gefallen. Relativ leise und unbemerkt! Mal sehen was passiert!

US-Präsident Obama setzt die "Sparbombe" in Kraft

http://www.welt.de/politik/ausland/arti ... Kraft.html




USA im Kürzungs-IrrsinnGefängnisse entlassen schon Häftlinge, um zu sparen

http://www.focus.de/finanzen/news/usa-i ... 30621.html

Beitrag 02.03.2013, 15:09

dr.exe
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wundere warum man diese mal nix (sehr wenig) in der presse ließt. als immer verschoben wurde, wars überall DIE Schlagzeile.

Beitrag 02.03.2013, 15:29

sw_trade
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Tja, evtl. muss die FED noch eine 1 vor die 85 hängen. smilie_20
"Aus Furcht zu weit zu gehen, gehen wir oft nicht weit genug."
(Reinhard K. Sprenger)

Beitrag 02.03.2013, 16:41

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Deichgraf
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Titan hat geschrieben:
KLIPPE:
...ist ein Felsenriff , ein Fels im Wasser , der über dem Niveau des umgebenden Meer-oder Seebodens
liegt und dabei wenig über die Wasseroberfläche hinausragt...
Armes Deutsch(land), was ist das denn?

"Fels" bezeichnet nur das Material. Man kann beim Schatzsuchen auf "Fels" stoßen.
"Klippe" bezeichnet die Form/Gestalt desselben und meint scharf gekanteten und steilen Fels, bzw. solche Felswände.
Einen Sprung von einer Klippe will ich niemandem empfehlen, trotzdem wäre er eine geeignete Möglichkeit, zu erfahren, dass solche kühnen Sprünge nicht unbedingt im kühlen Nass enden. "Meer" ist für "Klippe" keine notwendige Bedingung.

Beim Sprung von einem Felsen oder Berg mag man "Hals- und Beinbruch" wünschen, beim Sprung von der Klippe wäre "guten Flug" treffender.

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