Gold verschwindet in der Bedeutunglosigkeit

Tagesgespräch zu Wirtschaftsthemen wie Geldmarkt, Börse, Währung, Finanzkrise, Inflation aus Deutschland und der Welt

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Beitrag 29.05.2013, 16:24

domrepp
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Ein interessantes Interview, das ich euch nicht vorenthalten möchte.

http://www.daf.fm/video/rohstoffmonitor ... 62469.html

Die Ansicht - "Gold verschwindet in der Bedeutungslosigkeit" (ausgedrückt ganz zu Anfang des Interviews) - hatte ich so auch noch nicht gehört. Die sogenannten Expertenmeinungen gehen ja durchaus auseinander was die Entwicklung von EM angeht, aber so extrem hat es noch keiner vertreten, zumindest soweit ich es weiß.

Beitrag 29.05.2013, 16:46

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AuCluster
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Der Grüner ist der einzige Analyst, der von seinem Fach wirklich etwas versteht! smilie_21

http://www.daf.fm/video/thomas-gruener- ... 61686.html

http://www.gruener-fisher.de/
Within our mandate, the ECB is ready to do whatever it takes to preserve the euro. And believe me, it will be enough.

Beitrag 29.05.2013, 16:56

domrepp
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Den Herrn kannte ich noch nicht. Hat aber nachvollziehbare Ansichten.

Beitrag 29.05.2013, 17:50

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winterherz
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Der Begriff der "Bedeutungslosgkeit" wird sehr inflationär, dramatisch und theatralisch benutzt in diesem Beitrag. Aber naja gut, ..... jeder wie er meint.
Interessant dürfte die Ansicht sein, dass Silber charttechnisch Potential zugetraut wird....
winterherz

Beitrag 30.05.2013, 10:02

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prowler
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Mir reicht die Feststellung des "Experten" am Anfang:
Die Realität sieht allerdings völlig anders aus, seit dem Jahr 2011 sehen wir sowohl in Deutschland als auch in Europa abnehmende Inflationsraten.
Der kriegt von mir schonmal den "Lautsprecher des Kapitals"-Preis, den Rest der Zettelzocker-Weisheiten spar ich mir und mach mir lieber noch n Kaffee
smilie_13

Und warum wird immer noch von einer Goldblase geredet? Wo ist denn die, bitte, bei $350, die wir vom lezten ATH entfernt sind? Aktienindizes erklimmen mitten in der weltweiten Krise trotz schwächelnder Wirtschaft und Rekordarbeitslosigkeit neues Höchststände (ohne jeglichen reellen Grund!); das ist OK und bei Gold auf gut 1000€ die Unze wird von einer geplatzten Blase gesprochen?!
Lächerlich!
Ich hoffe nur, daß die ganze Betrugsmaschinerie bald zusammenfällt; schlimm, zu sehen, wieviele Leute sich mit $-Zeichen in den Augen immer noch dran beteiligen; muß da an den anderen Thread denken, in dem erörtert wird, mit welchen wahnwitzigen Casino-Papieren man auf fallende Preise wetten kann...
solange der Großteil der Leute so gierig ist, wird der ganze Lügenzirkus mit manipulierten Preisen und hin- und herschieben von nicht vorhandenen Werten weitergehen.
Hab grad nochmal die URL gecheckt: doch, ist ein EM-Forum hier, eigentlich. Hm.

EDIT: lese gerade nen Artikel vom Silberjungen von heute, passendes Zitat:
Wenn die jeweils breiteste Geldmenge in den 34 alten Industriestaaten und den Schwellenländern (Brasilien, Russland, Indien, Indonesien, Südafrika) 1990 bei 13.336 Mrd. US-Dollar, 1999 bei 21.427 Mrd. und Ende 2012 bei 66.017 Mrd. US-Dollar lag, sollte dies doch für uns Silberinvestoren klar machen, wo die Blasen sind. Ich bin immer wieder aufs Neue erstaunt, wie viele Edelmetallinvestoren sich derzeit von den teilweise mehr als dümmlichen Aussagen in den Mainstreammedien beeinflussen lassen.
"1984" wasn´t supposed to be an instruction manual

Beitrag 31.05.2013, 08:30

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thEMa
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Ehrlich gesagt ist mir die Vorstellung, dass Gold in der Bedeutungslosigkeit verschwindet, gar nicht so unsympatisch. Zumindest dann, wenn man wie in den Interview etwas "mehr" Bedeutungslosigkeit für die Spekulation meint.

Gut, dann sinkt der nominale Wert der EM, die ich schon habe, aber für meine Altersvorsorge muss ich noch viel Gold kaufen. Da können mir fallende Preise jetzt und anschließend eine inflationsausgleichende Preissteigerung gerade recht sein.
Ceterum censeo anatocismum esse delendum

Der Zins, sie zu knechten, sie alle zu finden,
ins Dunkel zu treiben und ewig zu binden.

Beitrag 31.05.2013, 13:47

Ginsterkatze
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War Gold schon mal geschichtlich bedeutungslos?

Bevor es entdeckt wurde denke ich.Aber,wenn später,bitte um Nennung WANN und WIELANGE!!

Beitrag 31.05.2013, 13:52

tobi-nb
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thEMa hat geschrieben:Ehrlich gesagt ist mir die Vorstellung, dass Gold in der Bedeutungslosigkeit verschwindet, gar nicht so unsympatisch. Zumindest dann, wenn man wie in den Interview etwas "mehr" Bedeutungslosigkeit für die Spekulation meint.

Gut, dann sinkt der nominale Wert der EM, die ich schon habe, aber für meine Altersvorsorge muss ich noch viel Gold kaufen. Da können mir fallende Preise jetzt und anschließend eine inflationsausgleichende Preissteigerung gerade recht sein.
Welche Bedeutung hat Gold denn noch, wenn es kein Spekulationsobjekt mehr ist? Und ich meine nicht, welche Bedeutung Gold FÜR DICH hat, sondern objektiv, und ohne Goldbrille auf der Nase?

Beitrag 31.05.2013, 14:13

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Ladon
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tobi-nb hat geschrieben:...
Welche Bedeutung hat Gold denn noch, wenn es kein Spekulationsobjekt mehr ist?
...
Eine "Ware" kann doch - theoretisch zumindest - auch einfach eine "Ware" sein. Mit einem "Preis", der aufgrund von Marktmechanismen entsteht, weil es Nachfrage und Angebot gibt - warum muss damit "spekuliert" werden, wodurch stets die Preisbildung verzerrt wird?
Das hat doch mit "Goldbrille" nichts zu tun. Es gibt schließlich eine ganze Reihe von Waren (Nahrungsmittel als heraus ragendes Beispiel), bei denen man sich wünschen würde, dass sie kein Spekulationsobjekt mehr wären.

Deine Sicht scheint mir auch irgendwie durch eine Brille eingefärbt zu sein, sorry.
Höflichkeit ist keine Schwäche - Empathie ist keine Dummheit - Moral ist nicht moralinsauer

Beitrag 31.05.2013, 14:15

Ginsterkatze
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tobi-nb hat geschrieben:
thEMa hat geschrieben:Ehrlich gesagt ist mir die Vorstellung, dass Gold in der Bedeutungslosigkeit verschwindet, gar nicht so unsympatisch. Zumindest dann, wenn man wie in den Interview etwas "mehr" Bedeutungslosigkeit für die Spekulation meint.

Gut, dann sinkt der nominale Wert der EM, die ich schon habe, aber für meine Altersvorsorge muss ich noch viel Gold kaufen. Da können mir fallende Preise jetzt und anschließend eine inflationsausgleichende Preissteigerung gerade recht sein.
Welche Bedeutung hat Gold denn noch, wenn es kein Spekulationsobjekt mehr ist? Und ich meine nicht, welche Bedeutung Gold FÜR DICH hat, sondern objektiv, und ohne Goldbrille auf der Nase?
Sagen wir mal so:Menschen haben ihren Heimatkontinent verlassen und mörderische Fahrten über den Atlantik/Pazifik usw. in NUSSSCHALEN auf sich genommen um es zu finden!
Oder die Ostküste bis Westküste Amerikas durchquert um es zu finden.
Oder im Winter über die Berge nach Alaska marschiert um es zu finden!

Oder oder oder...................

Also ich habe immer im Kopf,wenn ich eine Münze Gold/Silber in die Hand nehme,wie alt ist dieses Gold?
Was haben Menschen für Strapazen auf sich genommen um es zu schürfen?
Wer starb dafür?
Das macht den Wert aus!Denkt mal daran,wenn ihr die Teile aus dem Tresor holt. smilie_24

So gesehen ist es eine Frechheit es als Papierwerte zu handeln!Eine regelrechte Beleidigung gegenüber den Diggern.Etwas mehr Respekt bitte.Keiner von uns weiss wie oft dieses Metall schon wiederverwendet wurde.Es könnten Menschen vor 5000 Jahren schon geschürft haben!

Beitrag 31.05.2013, 14:37

AL1B1
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Registriert: 07.05.2013, 18:38
[quote="Ginsterkatze"


So gesehen ist es eine Frechheit es als Papierwerte zu handeln!Eine regelrechte Beleidigung gegenüber den Diggern.Etwas mehr Respekt bitte.Keiner von uns weiss wie oft dieses Metall schon wiederverwendet wurde.Es könnten Menschen vor 5000 Jahren schon geschürft haben![/quote]



das ist auf molekularer ebene nicht mal etwas besonders... wie oft wurde dein wasser schon getrunken, bevor du es trinkst und vor allem von wem? die luft die du atmest könnte auch von cäsar geatmet worden sein.... da gibt es unzählige beispiele.

nur glänzt das alles nicht so schön smilie_15

Beitrag 31.05.2013, 14:52

tobi-nb
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Ladon hat geschrieben:
tobi-nb hat geschrieben:...
Welche Bedeutung hat Gold denn noch, wenn es kein Spekulationsobjekt mehr ist?
...
Eine "Ware" kann doch - theoretisch zumindest - auch einfach eine "Ware" sein. Mit einem "Preis", der aufgrund von Marktmechanismen entsteht, weil es Nachfrage und Angebot gibt - warum muss damit "spekuliert" werden, wodurch stets die Preisbildung verzerrt wird?
Das hat doch mit "Goldbrille" nichts zu tun. Es gibt schließlich eine ganze Reihe von Waren (Nahrungsmittel als heraus ragendes Beispiel), bei denen man sich wünschen würde, dass sie kein Spekulationsobjekt mehr wären.

Deine Sicht scheint mir auch irgendwie durch eine Brille eingefärbt zu sein, sorry.
Na als Ware ist's doch super.

Für mich ist's halt ein Widerspruch, einerseits Zu "fordern" das Gold nicht als Spekulationsobjekt herhalten soll, wenn man sich gleichzeitig heute Gold kauft, um darauf zu spekulieren, dass es später als Altersvorsorge und Werterhalt dient.

Mein Sicht ist gegen Gold keineswegs einseitig,ganz im Gegenteil. Nur viele der Argumente die hier vorgetragen werden, lassen ein hohes Mass an Objektivität missen, und das stört mich.

Beitrag 31.05.2013, 17:01

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Titan
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tobi-nb hat geschrieben: Für mich ist's halt ein Widerspruch, einerseits Zu "fordern" das Gold nicht als Spekulationsobjekt herhalten soll, wenn man sich gleichzeitig heute Gold kauft, um darauf zu spekulieren, dass es später als Altersvorsorge und Werterhalt dient.
Mein Sicht ist gegen Gold keineswegs einseitig,ganz im Gegenteil. Nur viele der Argumente die hier vorgetragen werden, lassen ein hohes Mass an Objektivität missen, und das stört mich.
Mal meine Meinung....
Es werden in der Diskussion wieder verschiedene Dinge vermischt...
Erklärung "bedeutungslos": gleichgültig, nebensächlich, sekundär, unbedeutend, unerheblich, uninteressant, unmaßgeblich, untergeordnet, unwichtig, nicht erwähnenswert....
Diese Erklärung zeigt sogar den tatsächlichen Zusammenhang zw. Besitz und Nichtbesitz von EM--aha
Seit Jahrtausenden ist der EM-Besitz bedeutungslos für die Masse der arbeitenden Teile der Bevölkerung.
Erst mit der veränderten Technik per Internet u.a. wird über EM öffentlich diskutiert--aha...
Hat sich deswegen etwa ein Paradigmenwechsel auf die Sicht von EM ergeben---nein
Der physische Besitz ist KEINE Spekulation...die Spekulation ist IMMER an ZWEI DINGE gekoppelt:
An die Ware und WIE die Preisgestaltung an welchem Markt auch immer wie geregelt ist.
d.h. :jede Wette auf steigenden/fallenden SPOTPREIS einer Ware hat NIX mit dem physischen Kauf/Verkauf der Ware zu tun.
Beim Kauf einer Aktie BETEILIGt sich der Besitzer am Risiko eines Unternehmens--in beide Richtungen...
das ist ein gewinnorientiertes Verhalten...und es ist nur ein Stück Papier.
Dabei unterscheidet sich der Investor vom Spekulanten nur geringfügig....es geht um ein Stück Papier,
das in verschiedenen Währungseinheiten seinen Ausdruck findet.
Beim Papiergold kommt jedoch ein wichtiger Aspekt hinzu:
An der Börse sind nämlich ZWEI WETTEN GLEICHZEITIG einzugehen...
steigender Goldpreis vs. sinkender US-Dollar oder umgekehrt.
Bei Derivaten,die von Banken ausgegeben werden,wird auch nur auf entsprechende Gewinne gewettet.
Dazu kommen natürlich die entsprechenden internationalen Verflechtungen an den Märkten rund um den Globus.
Fazit:Der gemeine Horter (physischer Besitzer) ist eine Winzigkeit gegenüber dem aufgeblähten Finanzmarkt...bedeutungslos.
Dazu kommt aber noch ein Unterschied: Eine Ware,die in die Hand zu nehmen ist könnte ja gegen eine
andere Ware getauscht werden....als Hilsmittel gibt es deswegen ja Geld....und DAS war AUCH mal aus Gold,
aber eben als Bargeld.Denn früher war auch schon Giralgeld vorhanden,nannte sich halt anders.
Also,jede Art von Spekulation ist IMMER subjektiv...und jede Art von "horten" ist auch subjektiv
(egal ob Schnaps,Autos,Immobilien, Frauen..--wohl besser streichen smilie_08--)
Übrigens---solange die ganz Großen dem goldigen Metall hold sind,um es zu horten,was macht da der kleine Mann ? smilie_24
Der nächste Punkt in diesem Zusammenhang ist die öffentliche Wahrnehmung bestimmter Entwicklungen--
und WIE die durch MANIPULATION seit Jahrzehnten beeinflusst wird....auch wegen den gesetzlichen Regularien.
Das geht aber über den Faden weit hinaus....
T.

Beitrag 31.05.2013, 21:12

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thEMa
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tobi-nb hat geschrieben:Welche Bedeutung hat Gold denn noch, wenn es kein Spekulationsobjekt mehr ist? Und ich meine nicht, welche Bedeutung Gold FÜR DICH hat, sondern objektiv, und ohne Goldbrille auf der Nase?
Wenn Du meinen Post nochmal liest, wirst Du sehen das ich von
etwas "mehr" Bedeutungslosigkeit für die Spekulation
geschrieben habe. Weil mehr Nichts immer noch Nichts ist, habe ich das mehr auch in Anführungszeichen gesetzt. smilie_16

Was ich also sagen wollte ist, dass ich Gold als langfristiges Investment sehe und daher am rasanten Preisansieg der letzten Jahre ebensowenig Interesse habe, wie an den daraus resultierenden Preisabstürzen. Und woher kommen die? Doch wohl daher, dass sich Gold in den vergangenen Jahren so wunderbar "bedeutungsvoll" als Vehikel zur Gewinnerzielung gezeigt hat.

Natürlich "spekuliere" ich darauf, das ich mit Gold die Kaufkraft aus meinem jetzigen Konsumverzicht in die Zeit retten kann, wo ich vom Ersparten leben muss. Aber das ist doch nicht das Gleiche wie Spekulation zur Gewinnerzielung. Das sieht der Gesetzgeber ja auch so, denn warum wohl fällt Spekulationssteuer nur an, wenn kurzfristig wieder verkauft wird?
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Beitrag 31.05.2013, 22:33

Goldinho
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http://www.wallstreet-online.de/nachric ... -erreichen

Wir sind sowieso ein kleines Licht gegenüber den Schwellenländern in Zukunft.

Beitrag 31.05.2013, 22:53

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TimmThaler
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Gold ist zwar eine ganz banale Ware, aber WAS FÜR EINE! Unvergänglich, goldgelb glänzend, hohe Wertdichte, ideales Schmuckmetall, also hervorragend verarbeitbar und hauchdünn auswalzbar, reaktionsträge, oxydationsfest, ein edles Metall eben. Seit tausenden Jahren bei allen Menschen begehrt, in unzähligen Märchen und Mythen verewigt, man denke nur an die Grimmschen Hausmärchen, und eben nicht beliebig vermehrbar und zudem selten.

Diese Ware wird auch in 50 oder 100 Jahren noch begehrt sein, wenn der Euro längst Geschichte ist smilie_01
Manche sagen, die Regierung sei unfähig. Das stimmt nicht. Die sind zu allem fähig!
*
Erfolgreich gehandelt mit: Joschi, silverlion, Horst, MelXX, Wetterfrosch, nameschonweg, Jimpanse, Todeja, Edelmetallinvestor, xmio, Robin8888, Goldschürfer, eugene

Beitrag 01.06.2013, 22:33

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Deichgraf
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domrepp hat geschrieben: Die Ansicht - "Gold verschwindet in der Bedeutungslosigkeit" (ausgedrückt ganz zu Anfang des Interviews) - hatte ich so auch noch nicht gehört.
Das glaube ich dir. Die Ansicht ist ja auch falsch. Oder Migrantendeutsch.

"Bedeuten" meint, auf etwas Großes, welches hinter einer Sache steht, deuten, "zeigen".
Im Allgemeinen bezieht sich das auf große, schöne Werte des Geistes oder des Gefühls.
Bei Geld spricht man eher von einer "erheblichen" Summe, so sie sich über das Übliche oder das Erwartete erhebt. Bei einer großen Spende, die von Herzen kommt, kann man von einer bedeutenden Summe sprechen, weil sie eben auf die Güte des Spenders deutet (zeigt).
Eine Rede nennt man "bedeutend", wenn sie z.B. auf ein großes Herz des Redners deutet. Diese Rede muss weder wichtig (d.h. Folgen nach sich ziehend) noch interessant sein.

Solange Gold als Ring/Geschenk noch z.B. auf eine große Liebe zum Beschenkten deutet, damit diese Liebe "be-deutet", gleichsam ein Ausdruck dieser Liebe ist, kann Gold nicht in der Bedeutungslosigkeit verschwinden, und die Aussage ist Käse.

Im ernsthaft betrachteten Anlagebereich sollte der Begriff "Bedeutend" bzw. "Bedeutungslos" eher keine Verwendung finden. Den Reiz, der vom Golde ausgeht, darf man allerdings schon erwähnen.

Da diese Käseseite schon in deiner Vorankündigung jeglichen Anklick-Wusch unterdrückt, habe ich sie nicht besucht, obwohl ich Käse eigentlich sehr gern mag.

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