Deutschlands Rentner verarmen

Tagesgespräch zu Wirtschaftsthemen wie Geldmarkt, Börse, Währung, Finanzkrise, Inflation aus Deutschland und der Welt

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Beitrag 23.10.2013, 15:13

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thEMa
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thEMa hat geschrieben:Kann mir mal jemand schlüssig erklären, warum niedrige Löhne zu zu niedrigen Renten führen müssen. smilie_08
Man hat irgendwie den Eindruck als wären die Rentengesetze Naturgesetze. Selbstverständlich kann auch jemand, der jetzt ein Einkommen nur knapp über der Existenzgrenze hat, später eine Rente mit der gleichen Kaufkraft, also über der Existenzgrenze erhalten. Was zukünftig im Rententopf ist hat nichts, aber auch gar nichts, damit zu tun, wieviel die zukünftigen Rentner heute selbst in diesen Topf einzahlen, sondern nur von den zukünftigen Beitragszahlern. Wenn man was für die Renten von morgen tun will, dann muss man für potente Beitragszahler in der Zukunft sorgen. Irgendwie werde ich den Verdacht nicht los, als hätte kaum jemand kapiert, wie eine Umlagerente funktioniert.
Ceterum censeo anatocismum esse delendum

Der Zins, sie zu knechten, sie alle zu finden,
ins Dunkel zu treiben und ewig zu binden.

Beitrag 23.10.2013, 15:35

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Goldistan
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Zuletzt geändert von Goldistan am 04.06.2014, 12:56, insgesamt 1-mal geändert.

Beitrag 23.10.2013, 16:03

donnyflame
Zu dem Thema fällt mir ein etwas älterer Beitrag von Volker Pispers ein. Ich finde er ist nicht nur besonders amüsant ( man sollte immer etwas Humor haben :) ) ,sondern auch durchaus passend.



http://www.youtube.com/watch?v=ZRoMP_V3zDU

Für alle die keine Zeit für den vollen Beitrag haben, ab ca. 4:25 gehts los zum Thema Rente.


Viel Spaß damit :)

Grüße
DF

Beitrag 23.10.2013, 16:47

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IrresDing
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Goldinho hat geschrieben:
IrresDing hat geschrieben:Dafür habe ich wenig Verständnis und auch wenig Mitgefühl.

Ist es doch so, dass seit Jahrzehnten schon gepredigt wird, dass die staatliche Rente nicht reicht und man zusätzlich vorsorgen muss.

Es gibt eigentlich nur 3 Gruppen:

Entweder die Rentner haben vorher nur knapp unter oder über der Existenzsicherung/Hartz verdient. Dass dann im Alter nicht viel mehr drin sein kann, erklärt sich von selbst.

Die zweite Gruppe sind die, die eigentlich genug hatten, es aber aufgrund von Schwarzarbeit, Selbstständigkeit, etc. nicht angespart haben. Diese haben das Geld schon verbraucht, welches sie eigentlich hätten sparen müssen. Warum sollen diese also durch meine Einzahlungen in staatliche Kassen alimentiert werden, insbesondere mehr als die Grundsicherung?

Die dritte Gruppe sind Einzelfälle, insbesondere ausgeschlachtet von unseren Medien. Da sieht man die hart arbeitende Klofrau, die mit 70 noch nicht in Rente geht, weil sie nicht ausreichen würde. Aber die Wahrheit sieht doch dann bei genauem Hinsehen anders aus. So ist unser Sozialsystem in Rentenfragen zum Glück immer noch mit den Einzahlungen gekoppelt, zumindest mittelbar. Es wäre ein weiterer Rückschritt in Richtung Sozialismus und staatlicher Bevormundung, wenn dieses Prinzip fallen würde.

LG
Es spielt eigentlich keine Rolle ob man dafür Verständnis hat, es kommt lediglich auf das Ergebnis an und das sieht eher düster aus.

Einzelfälle? Das Heer der Leiharbeiter, Fleischereifachverkäufer, Saisonarbeiter, Frisöre ect. ist riesig. Von diesen braucht sich keiner große Hoffnungen machen viel mehr als Grundsicherung zu erhalten. Und das bei durchgängiger Arbeitszeit von 40-45 Jahren.

Nicht zu vergessen, all diejenigen, die durch betrügerische Investments um ihr Erspartes gebracht wurden, oder meinst Du ein Hr. Maschmeyer ist Milliardär durch ach so tolle Finanzprodukte geworden? Es gibt eine ganze Industrie, die nichts anderes macht, als zu versuchen, an das Ersparte der Bevölkerung zu gelangen, legal wie illegal.

Wenn wir erst einmal 20-30 Millionen Hartz-IV Rentner haben, wird hier der Binnenmarkt zusammenbrechen. Da kannst Du dann noch so mit dem Finger auf die, Deiner Ansicht nach, gerechtfertigt Armen zeigen, es wird dann auch für jene mit etwas mehr Rente nicht sehr rosig aussehen. Nur diejenigen, mit richtig viel Vermögen, die ihren Standort frei wählen können, sollten aus dem Schneider sein.
Goldhino, ich reagiere relativ allergisch darauf, wenn mir jemand Worte in den Mund legt, die ich nie gesagt habe.

Natürlich ist es nicht in Ordnung, wenn man Menschen durch Werkverträge, etc. ausbeutet. Aber auch das ist kein primäres Rentenproblem. Willst du, dass es ein Ausnahmetatbestand für die Rente besteht, bei dem solche Menschen mehr aus der staatlichen Rente bekommen? Ist das die Lösung? Nein, denn dann zahlen wieder alle für das ekelhafte Ausbeuten von einem Teil der Wirtschaft. Wer ist der Profiteur? Langfristig nur die Firma, die ausbeutet, denn sie kann weiterhin ausbeuten. Man muss die Probleme da anpacken, wo sie entstehen. Wenn eine Fr. Gausepohl ihren Fleischern das Gehalt kürzen will oder andere Firmen Leiharbeiter einsetzen, muss man daran etwas ändern. Denn ein Job, so toll er auch ist, bringt nichts, wenn er durch die Gemeinschaft alimentiert werden muss. Hier gehts nicht um Wiedereingliederung, etc. Hier gehts um Ausbeutung. Also muss man diese Ausbeutung stoppen. Dann gibts dadurch auch keine Grundsicherung und die Problematik in der Rente.

Ich wehre mich dagegen, dass der Staat immer wieder tolle Sonderregelungen, etc. für die Renten einführt. Denn so zieht sich der Staat aus der Schlinge. Während die Mindestsicherung den Staatshaushalt belastet (und damit grundsätzlich alle Steuerzahler. Auch Firmen, Selbstständige, etc.), belastet ein Ausnahmetatbestand bei langjährigen Versicherten mit Minieinkommen die Rentenkasse. Und damit nur wieder die, die schon jetzt völlig in Schieflage geraten ist (Alterspyramide). Natürlich, es ist eben Medienwirksam, wenn eine Ministerin sich dann vor die Kamera stellt und es als großen Erfolg verbucht nun die Rentenkasse noch mehr zu belasten.

Wobei die heutige Rentenkasse ja offen und ehrlich gesagt dank Bundeszuschuss eh kein wirklicher Generationenvertrag mit abgesteckten Bezugsberechtigten ist. Daher gehen die Lasten, wenn auch nur zu einem kleinen Teil, nicht nur auf die Schultern der gesetzlichen Rentenversicherten.

LG
smilie_06

Beitrag 23.10.2013, 16:49

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thEMa
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@Goldistan
Du hast natürlich in allem Recht, was Du schreibst.
Mein Punkt war aber, dass die heutigen Beiträge in die Rentenkasse ausschließlich die Renten der heutigen Rentner terminieren.
Es wird aber immer so getan, als könne man das Problem der Altersarmut von morgen damit lösen, dass die Leute heute höhere Beiträge zahlen. Das hört man allenthalben aus Politikermund und zeigt doch nur, dass hier entweder etwas ganz grundsätzlich nicht verstanden wurde oder dass man nicht will, dass das verstanden wird. Verstanden? smilie_16
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Beitrag 23.10.2013, 17:06

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IrresDing
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Wohnort: im Grabe ruht sie
Als Ergänzung zu meinem Beitrag, eben zufällig gesehen:

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/r ... -1.1801237

Ein Paradebeispiel.
smilie_06

Beitrag 24.10.2013, 11:20

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thEMa
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Registriert: 19.10.2010, 15:04
Ein Paradebeispiel wofür?

Meiner Meinung nach sollte man nach und nach zu einer Steuerfinanzierung der Sozialsysteme gelangen. um nicht nur einseitig den Faktor Arbeit zu belasten.
Zuletzt geändert von thEMa am 24.10.2013, 13:23, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag 24.10.2013, 11:44

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Hellweg
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Registriert: 03.04.2013, 12:27
Wer 45 Jahre gearbeitet hat und in dieser Zeit ein normales Arbeitergehalt, oder Angestelltengehalt bekommen hat, wird Grundsicherung benötigen.
Durch die Absenkung der Rentenhöhe und der Anhebung des Renteneintrittsalters, wird dieses für viele unvermeidlich sein.
Wer Geld erübrigen kann, sollte es zur Altersabsicherung einsetzen.
Riester Rente?
Lebensversicherung?
Meiner Meinung nach am besten in Goldmünzen.
Rente und Grundsicherung erhalten und bei Bedarf eine Goldmünze verkaufen.
Dieses ist meine persönliche Meinung und begründet sich auf mein mangelndes Vertrauen in der aktuellen und kommenden Regierungen, sowie der EURO Problematik.

Gruß Hellweg

Beitrag 24.10.2013, 13:41

Goldinho
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IrresDing hat geschrieben:
Goldhino, ich reagiere relativ allergisch darauf, wenn mir jemand Worte in den Mund legt, die ich nie gesagt habe.

LG
Wie käme ich dazu? Das passt schon so.

Beitrag 24.10.2013, 14:08

Goldinho
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Registriert: 30.05.2013, 18:46
Hellweg hat geschrieben:Wer 45 Jahre gearbeitet hat und in dieser Zeit ein normales Arbeitergehalt, oder Angestelltengehalt bekommen hat, wird Grundsicherung benötigen.
Durch die Absenkung der Rentenhöhe und der Anhebung des Renteneintrittsalters, wird dieses für viele unvermeidlich sein.
Wer Geld erübrigen kann, sollte es zur Altersabsicherung einsetzen.
Riester Rente?
Lebensversicherung?
Meiner Meinung nach am besten in Goldmünzen.
Rente und Grundsicherung erhalten und bei Bedarf eine Goldmünze verkaufen.
Dieses ist meine persönliche Meinung und begründet sich auf mein mangelndes Vertrauen in der aktuellen und kommenden Regierungen, sowie der EURO Problematik.

Gruß Hellweg
Das volle Rentenalter schafft doch in Zukunft kaum jemand. Mein Vater war noch Staatlich angestellt und war nicht kündbar, aber verliere heute in der freien Wirtschaft mit 45+ deinen Job und du bekommst ein Gefühl wie zäh das Leben werden kann.

Meinem Vater wurde auch ordentlich von der Rente abgezwackt, weil die letzten zwei Jahre nicht mehr gingen, weder körperlich noch psychisch. Und das ist nahezu noch ein perfekter Lebenslauf.

Wenn man kann, sollte man in seinem Bereich Unternehmer werden, weiterhin in die Arbeitslosenkasse einzahlen und die gesparten Renteneinzahlungen anderweitig Investieren.

Beitrag 25.10.2013, 08:57

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Sapnovela
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Goldinho hat geschrieben: Wenn man kann, sollte man in seinem Bereich Unternehmer werden, weiterhin in die Arbeitslosenkasse einzahlen und die gesparten Renteneinzahlungen anderweitig Investieren.
Die Sache mit der Arbeitslosenversicherung würde ich mir dann auch noch sparen. Als Selbständiger zahlt man den Arbeitgaberanteil natürlich mit...

Wichtig ist ein vernünftiges Krankengeld ab dem 42. Tag, denn kann einem den Allerwertesten sichern.

Beitrag 25.10.2013, 10:10

herakles
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Goldinho hat geschrieben:
Das volle Rentenalter schafft doch in Zukunft kaum jemand. Mein Vater war noch Staatlich angestellt und war nicht kündbar, aber verliere heute in der freien Wirtschaft mit 45+ deinen Job und du bekommst ein Gefühl wie zäh das Leben werden kann.

Meinem Vater wurde auch ordentlich von der Rente abgezwackt, weil die letzten zwei Jahre nicht mehr gingen, weder körperlich noch psychisch. Und das ist nahezu noch ein perfekter Lebenslauf.

Wenn man kann, sollte man in seinem Bereich Unternehmer werden, weiterhin in die Arbeitslosenkasse einzahlen und die gesparten Renteneinzahlungen anderweitig Investieren.
Die Entwicklung geht ganz klar (zunächst) in Richtung "Staatswirtschaft" (in welcher Form auch immer). Für die Selbständigkeit nicht jeder geeignet. Selbst wenn es so wäre, ginge das gar nicht.

In der "freien Marktwirtschaft" können kleine bis mittlere Betriebe kaum noch überleben, geschweige denn neue Gegründet werden. Die meisten Gründer sind doch nur "Opfer" von Betrügern und Halsabschneider. Da wird einem Handwerker Mal schnell das "Geschäft des Lebens" angeboten, zu dem leider viele Ahnungslose zugreifen, und Ihr Angespartes verbrennen. Selbst wenn sie nicht gleich pleite gehen, überleben sie gerade so, schlimmer als ihre Angestellten falls sie welche haben, und türmen Schulden auf, die event. noch mit dem Haus abgesichert werden etc. Am Ende das böse Erwachen.

Der Einzelhandel ist durch die großen Konzerne und durch das Internet quasi tot für Gründer. Wer hier anfängt ist Selbstmörder.
Handwerk ist privat fast nur noch schwarz rentabel, gewerblich nur mit langfristige Verträge oder mit Bestechung. Oft sind die großen Hersteller auch im Handwerk unterwegs. In der Gastronomie ist die Konkurrenz irrsinnig.

Die Großkonzerne dominieren alles. Sie drücken die Einkaufspreise, nutzen das Lohndumping, wissen welche Gesetze benötig werden, wie man an Subventionen kommt etc. Ein Wettbewerb durch Kleine ist fast unmöglich.

Apropos Mindestlohn. Die meisten Kleinbetriebe kommen nicht an das Personal für 3/4 €, das können nur die Größeren organisieren.

Wer 45 Jahre arbeiten will, muss sich an Großkonzernen halten und am Staat.

Erst wenn das Ganze zusammenbricht und der Staat kaum noch Steuern von unten eintreiben kann (alles nur noch Schwarz) wird sich die Situation ändern.

Beitrag 25.10.2013, 10:38

Normalo
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Registriert: 25.09.2013, 19:53
Moin!
Viele kleine Selbstständige, die sich gerade so über Wasser halten werden Probleme im Alter mit ihrer Rente und Krankenversicherung bekommen, da sie es a)finanziell nicht schaffen vorzusorgen oder b)das Geld lieber ausgeben (mangelnde Selbstdisziplin).

Trotzdem: Um viel Geld zu verdienen, muß man sich wohl selbstständig machen. Es gibt meiner Meinung nach immer noch einige Möglichkeiten.

Eine Hürde sehe ich dabei in unserer Bürokratie: Monatliche USt-Voranmeldung, Lohnsteuer und Sozialabgaben für die Angestellten, BG, Intrastatt, Steuerberater, Gesundheitsamt, Anträge für jeden Scheiß ...
Man kann in manchen Branchen mit 30-40% Arbeitszeitansatz für die oben aufgeführten Dinge rechnen, dass ist Zeit, die man besser zum Geldverdienen/Arbeiten/Verkaufen nutzen könnte.

Mein Rentenwunschziel: Gold und Silber als Zusatzabsicherung bis zu 50% meiner gewünschten Rente, auf 25 Jahre geplant. Das besteuert mir keiner, das wird auch hoffentlich nicht durch Inflation aufgefressen smilie_15 .

smilie_24
Das wenigste ist wie es auf den ersten Blick scheint.

Beitrag 25.10.2013, 11:15

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Oscar
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Wohnort: Thüringen; A4/A9
Da pflichte ich normalo bei smilie_01 , immer etwas in EM zur Seite gelegt und das mit einem langen Anlagehorizont erachte auch ich als gutes Mittel. Und, keine der öffentlichen Stellen weiß davon..., zumindest noch nicht...
Fülle die Jahre mit Leben und nicht das Leben mit Jahren!

Beitrag 25.10.2013, 13:06

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Ladon
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Wohnort: Terra
Oscar hat geschrieben:...
Und, keine der öffentlichen Stellen weiß davon ..., zumindest noch nicht...
JETZT schon ;-)

Dein Posting dürfte ca. 6-15 Tsd. Kilometer "zurückgelegt" haben, bevor es auf dem Server gespeichert wurde. Wie unser Innenminister sagte: Auf deutschem Boden wird nichts Unrechtes getan.
Höflichkeit ist keine Schwäche - Empathie ist keine Dummheit - Moral ist nicht moralinsauer

Beitrag 25.10.2013, 14:02

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AuCluster
Gold-Guru
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Registriert: 13.12.2011, 22:46
Wohnort: Auf Schalke
und er gibt sogar ein Foto von seinem Depot dazu. Da hätten wir:

3 * 10 kg Ag
50 * 10 Oz Ag
30 * 2 Oz Au
10 * 1 Oz Au

Solche Foristen liebt das BMF. smilie_07

Zum Thema:

Wenn Politiker und Wirtschaftslobbyisten die Löhne und Gehälter in das Bodenlose drücken, dann brauch man sich nicht zu wundern, dass die Altersarmut steigt.
Wenn die Inflationsrate heruntergerechnet wird und die Rentner noch nicht einmal Inflationsausgleich bekommen, dann muss man sich nicht wundern, dass die Altersarmut steigt.
Within our mandate, the ECB is ready to do whatever it takes to preserve the euro. And believe me, it will be enough.

Beitrag 25.10.2013, 22:14

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Sinjawski
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Registriert: 17.11.2012, 23:44
Wenn die Inflationsrate heruntergerechnet wird und die Rentner noch nicht einmal Inflationsausgleich bekommen, dann muss man sich nicht wundern, dass die Altersarmut steigt.
und wie seltsam, dass die Renten und Pensionen hier immer weiter auseindanderdriften - wurde gerade mal wieder durch den BdSt nachgerechnet. Von daher ist fuer unsere Beamteten Staatsdiener ja alles in Ordnung mit der Inflation.

Noch was zu den Sonderregeln: ich wuerde mir das auch so wuenschen, dass Arbeit soviel einbringt, dass jeder sich seine Rente selbst verdienen mag. Ich denke da an den vielkolportierten Dachdecker, der ja - oh je - nicht mehr mit 67 aufs Dach kraxeln soll. In diesem Fall muss seine Arbeitsstunde eben 20% teurer sein, als die eines Verputzers oder Malers, damit er auch ohne 45 - 47 Jahre, sondern bestenfalls in 40 Jahren ein notwendiges Rentenniveau erreicht. Dies ist aber nicht die wirtschaftliche Realitaet - zumindest keinstenfalls fuer Angestellte Dachdecker. Selbstaendige koennen hier mit Ersatzgeschaeft (momentan ganz guter Zuverdienst mit Energieberatung) ausgleichen, aber das kann halt auch nicht jeder.
Vielleicht muessen die Menschen wieder lernen, sich fuer Ihre eigenen Interessen einzusetzen, um eben nicht im Alter nackt dazustehen. Die Handwerkerstunde kostet den Kunden ca 40 €. Die Politik streitet um wohltaetige Mindestloehne von 10 €. Kann es nicht sein, dass dazwischen auch noch etwas Spielraum ist, der die "Verarmung ganzer Schichten" vermeiden hilft, ohne die grosszuegige Fuersorge des Staates. Was ist mit Unternehmerethik und Fuersorgepflicht des Arbeitgebers? Aber wahrscheinlich stehe ich da naiv im Fantasialand, und die vollstaendige Freizuegigkeit in der EU wird die Probleme ab 2014 nicht geringer werden lassen.
Half of what he said meant something else,
and the other half didn't mean anything at all.
(Rosencrantz And Guildenstern Are Dead)

Beitrag 26.10.2013, 06:49

Metaller
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Registriert: 13.04.2011, 07:07
Wohnort: im Haus
Sinjawski hat geschrieben:[quote
...
Noch was zu den Sonderregeln: ich wuerde mir das auch so wuenschen, dass Arbeit soviel einbringt, dass jeder sich seine Rente selbst verdienen mag. Ich denke da an den vielkolportierten Dachdecker, der ja - oh je - nicht mehr mit 67 aufs Dach kraxeln soll. In diesem Fall muss seine Arbeitsstunde eben 20% teurer sein, als die eines Verputzers oder Malers, damit er auch ohne 45 - 47 Jahre, sondern bestenfalls in 40 Jahren ein notwendiges Rentenniveau erreicht. Dies ist aber nicht die wirtschaftliche Realitaet - zumindest keinstenfalls fuer Angestellte Dachdecker. Selbstaendige koennen hier mit Ersatzgeschaeft (momentan ganz guter Zuverdienst mit Energieberatung) ausgleichen, aber das kann halt auch nicht jeder.
...
Glaubst du, dass ein ANGESTELLTER Dachdecker nicht in der Lage ist, seinen Lebensunterhalt mit anderen Tätigkeiten als mit dachdecken zu verdienen, während ein SELBSTÄNDIGER Dachdecker dazu in der Lage ist?

Wenn ein Beruf meine Knochen ruiniert, dann suche ich mir VORHER einen anderen und warte nicht, bis ich ein körperliches Wrack bin.

Ich gestehe aber zu, dass Selbständige eher gewohnt sind, nach neuen/weiteren/alternativen Einkünften zu suchen.
Der Kopf ist rund damit das Denken die Richtung ändern kann

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