Kommt jetzt der Strafzins auf mein Sparbuch?

Tagesgespräch zu Wirtschaftsthemen wie Geldmarkt, Börse, Währung, Finanzkrise, Inflation aus Deutschland und der Welt

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Beitrag 11.08.2016, 11:47

regenbogendieb
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Negativzinsen für normale Bankkunden kann sich keine Bank leisten. Dann holen die ihr Geld ab. Banken die ihren eigenen Bankrun provozieren wären ja auch mal ein Novum.
Mir persönlich ohnehin egal, ich hebe immer alles über 1000 Euro ab und bunkere die Euros Hause, zusammen mit Schweizer Franken. Das Einbruchsrisiko (abgefedert durch eine Hausratversicherung) halte ich für geringer als das Risiko vom Staat oder von Bankstern bestohlen zu werden.

Beitrag 11.08.2016, 13:05

Thomasio
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regenbogendieb hat geschrieben:Negativzinsen für normale Bankkunden kann sich keine Bank leisten.
Darum gelten diese Negativzinsen ja auch erst bei Guthaben > 100.000€.
Denn in den Grössenordnungen findest du nur noch reiche Anleger, die keinerlei Antrieb haben ihr Geld unter die Matratze zu legen, sondern das Geld auf dem Konto haben wollen, damit sie jederzeit Aktien und Zeug davon kaufen können.

Beitrag 11.08.2016, 16:48

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Titan
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Thomasio hat geschrieben: ...Denn in den Grössenordnungen findest du nur noch reiche Anleger, die keinerlei Antrieb haben ihr Geld unter die Matratze zu legen, ...
Glaubst Du das oder kennst Du solche Typen ,die das so machen?
Eine Konkretisierung wäre da mal hilfreich.
T.
P.S.
Icke kenne niemand,der mehr als 100.000€ auf einem SPARBUCH hat--
da käme er nicht so schnell ans Geld,um was zu kaufen...
Im Faden geht es um Negativ-Zins auf Sparbuch.
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Beitrag 11.08.2016, 19:58

Thomasio
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Ich habe weder ein Sparbuch, noch über 100K flüssig, darum kann ich nicht wirklich mitreden.
Ich weiss aber z.B. dass die Banken seit Jahren versuchen die Inhaber alter Sparbücher mit festen Zinssätzen zu 3% oder 4% (aus einer Zeit als es noch so hohe Zinsen gab und die Banken blöd genug waren sich selber keine Möglichkeit zur Kündigung einzuräumen) dazu zu bewegen die Sparbücher von sich aus zu kündigen.
Ich kann mir absolut vorstellen, dass es da einige solche Sparbücher gibt, auf denen mittlerweile, auch durch die aufgelaufenen Zinsen mehr als 100K drauf sind.
Vermutlich haben diese Anleger das damals nur als vorübergehende Parkmöglichkeit fürs Geld gesehen, bis sie eine lohnende Investition gefunden haben, mittlerweile aber festgestellt, dass die lohnendste Investition die ist, das Geld dort liegen zu lassen.

Da gabs unlängst erst einen Bericht im TV darüber, mit was für Tricks die Banken versuchen diese Kunden zum Kündigen zu bewegen, wo das Ganze schon öfter vor Gericht gelandet ist und bisher die Gerichte alle geurteilt haben, dass die Bank die Zinsen weiter zahlen muss.

Beitrag 11.08.2016, 22:30

Herebordus
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Banken werben um Matratzengeld der Griechen

http://www.zeit.de/wirtschaft/geldanlag ... and-zinsen

Beitrag 11.08.2016, 23:31

Thomasio
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Was man halt heutzutage "hohe Zinsen" nennt.
Für 1,3% würde ich Geld noch nicht mal auf der Bank lassen, wenn es dort absolut sicher wäre und ich jederzeit uneingeschräkt abheben könnte.
Ich fürchte, um die Griechen zu bewegen ihr Geld wieder einzuzahlen, müssten die Banken schon deutlich über 5% anbieten, weil auch die Sparer mittlerweile eine Risikoabwägung betreiben und das Risiko, dass eine griechische Bank pleite machen könnte, deutlich höher eingeschätzt wird als ein Einbruch im Privathaus.

Beitrag 13.10.2016, 12:19

Herebordus
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Auch die Volksbank Stendal hat auf Negativzinsen für Privatkunden umgestellt.

http://www.faz.net/aktuell/finanzen/mei ... 79130.html

Beitrag 13.10.2016, 22:05

Herebordus
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Beitrag 13.10.2016, 23:55

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IrresDing
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Ihr kennt niemanden mit 100.000 aufm Tagesgeld? Doch, das geht ganz einfach. Ein Bankschließfach hat sowieso jeder, dann kommt das Geld eben da rein. 100.000 passt in zwei ausgebeulte Briefumschläge. Ohne 500er und nur mit 200er dann eben in 3 Umschläge. Nur Gewerbetreibende haben ein Problem.
"Gleich und gleich gesellt sich gern", sagt der Volksmund. Ich sehe wenig gleiches. LG und bye.

Beitrag 14.10.2016, 02:05

Thomasio
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Bankschliessfach? Ja bin ich denn wahnsinnig?
Meine Mutter hatte sowas, bei der Sparkasse, da hatte sie 5 Sparbücher drin, mit jeweils relativ kleinen Beträgen drauf (zu einer Zeit als es auf sowas noch Zinsen gab).
Da wurde eines Tages eingebrochen, alle Schliessfächer aufgebrochen und aller Inhalt entwendet.
Meine Mutter hatte noch Glück, weil ihre Sparbücher alle eine Sperrfrist hatten (fragt mich nicht nach dem technisch korrekten Wort, da musste halt 3 Monate in Voraus gekündigt werden, bevor sie das Geld haben konnte), darum hat sie ihr Geld zurück bekommen.
Ich kenne mich nu nicht aus, ob es da Versicherungen gibt und wie man denen gegenüber Bargeld beweisen soll, aber ich stelle mir vor, wer an dem Tag Bargeld in seinem Schliessfach hatte, hat in die Röhre geschaut.

Beitrag 05.11.2016, 19:27

Herebordus
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Erste Bank erhebt generelle Gebühren auf das Tagesgeldkonto


http://www.focus.de/finanzen/banken/sch ... 64774.html

Beitrag 07.11.2016, 17:38

noname
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Zu."Erste Bank erhebt generelle Gebühren auf das Tagesgeldkonto"
Erste Bank erhebt keine Dispo Zinsen:
http://www.focus.de/finanzen/banken/rad ... 94872.html
Ist doch klar, daß die ersten Banken so reagieren, wenn man das Gels schon "umsonst" bekommt.

[/quote]

Beitrag 07.11.2016, 21:44

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Titan
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Gehts hier ums Sparbuch oder um Tagegeld- oder Giro- oder Wertdepot-Konto?

Icke habe folgende Überschrift gelesen:
Kommt jetzt der Strafzins auf mein Sparbuch?

Lesen Andere was anderes? Oder treibt die Ignoranz neue Blüten?
Oder noch was anderes?

Eins ist auf alle Fälle Fakt:
Wer KEIN Sparbuch hat,der bekommt mit an Sicherheit grenzende Wahrscheinlichkeit
auch keine sogenannten Un-Wörter aufgebrummt.
smilie_16
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Pythagoras von Samos

Beitrag 08.02.2017, 13:55

Herebordus
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Die größte Sparkasse Deutschlands führt jetzt Negativzinsen ein

http://www.focus.de/finanzen/banken/hoh ... 14927.html

Beitrag 08.02.2017, 15:12

limey
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Das gilt für Firmenkunden.

Als Privatmann bietet einem die Haspa 0,03% p.a., d.h. von Negativzinsen auf dem Sparbuch noch meilenweit entfernt -- obwohl, wenn ich mir das jetzt einmal durchrechne, Kontoführungsgebühr (zwingend, da sonst kein Haspa-Sparbuch) von 5 € mtl., macht 60 € jährlich. Da man wg der Einlagenversicherung nur 100.000 € einem Kreditinstitut anvertrauen sollte, stehen bei dieser Investitionshöhe 30 € Zinsen 60 € Kontoführungsgebühr ggü.

Ok, ich verzichte.
Schweigen Ist

Beitrag 09.02.2017, 05:04

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MaciejP
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limey hat geschrieben:obwohl, wenn ich mir das jetzt einmal durchrechne, Kontoführungsgebühr (zwingend, da sonst kein Haspa-Sparbuch) von 5 € mtl., macht 60 € jährlich.
Diese Kontoführungsgebühren sind ja quasi ein Negativzins durch die Hintertür. Und dazu noch unfairer, als wenn man direkt negative Zinsen auf die Einlagen berechnen würde. Egal ob man nur 100 oder 100.000 Euro auf dem Konto hat, die Gebühren sind in beiden Fällen gleich, obwohl die 100.000 für die Bank das größere Problem sind. Da subventionieren die Kleinsparer also auch wieder die großen mit.
„Wenn der Durchschnittsmichel Gold kauft, kann er keine Fehler machen.“ – „Gold fliegt nicht weg.“

Beitrag 09.02.2017, 13:57

Krümel
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LOL
bist Du schon mal auf den Gedanken gekommen, daß man mit der Kontoführungsgebühr den Aufwand bezahlt, den man als Kunde verursachst??

Beitrag 10.02.2017, 06:09

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MaciejP
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Das meine ich ja eben, die Leute mit den großen Vermögen verursachen den Banken momentan mehr Kosten als die Leute, die fast nichts auf dem Konto haben. Entsprechend sollten die auch mehr Gebühren zahlen müssen, finde ich.
„Wenn der Durchschnittsmichel Gold kauft, kann er keine Fehler machen.“ – „Gold fliegt nicht weg.“

Beitrag 10.02.2017, 07:57

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MaciejP hat geschrieben:Das meine ich ja eben, die Leute mit den großen Vermögen verursachen den Banken momentan mehr Kosten als die Leute, die fast nichts auf dem Konto haben. Entsprechend sollten die auch mehr Gebühren zahlen müssen, finde ich.
Aber "am Ende des Tages" hat sich diese "Investition" in die großen Kunden verhältnismäßig mehr gelohnt (zumindest wenn die Bank solide arbeitet).
Andere gibt es schon genug

Beitrag 10.02.2017, 10:35

Krümel
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MaciejP hat geschrieben:Das meine ich ja eben, die Leute mit den großen Vermögen verursachen den Banken momentan mehr Kosten als die Leute, die fast nichts auf dem Konto haben. Entsprechend sollten die auch mehr Gebühren zahlen müssen, finde ich.
tun sie ja auch. Ich habe noch nicht davon gehört, daß ein weniger betuchter Sparer mit vielleicht 5000 Euro auf dem Konto Strafzinsen zahlt. Bisher geht es an die großen Vermögen, die auf dem Tagesgeld vor sich hin schimmeln. Würde jeder Kunde den Aufwand bezahlen, für den er verantwortlich ist, dann gäbe es wohlmöglich manche Probleme nicht. Rechtfertigte mir bitte mal ein kostenfreies Konto.

Viele Grüße

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