Griechen in Panik

Tagesgespräch zu Wirtschaftsthemen wie Geldmarkt, Börse, Währung, Finanzkrise, Inflation aus Deutschland und der Welt

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Beitrag 28.06.2015, 02:35

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Geldautomaten und Tankstellen leergeräumt
Griechen in Panik

Leere Geldautomaten und Hamsterkäufe in Supermärkten und an Tankstellen: Die Griechen glauben nicht mehr an eine Rettung und geraten in Panik. Das schadet auch dem Tourismus – der letzte Wirtschaftsmotor wird abgewürgt.

http://www.handelsblatt.com/politik/int ... 77538.html

Beitrag 28.06.2015, 18:58

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Greek banks to close from Monday

Greece will shut its banks Monday to avert a financial collapse after the European Central Bank froze emergency loans to the nation’s lenders.

Piraeus Bank SA Chief Executive Officer Anthimos Thomopoulos disclosed the decision to reporters after a meeting of the government’s financial-stability panel on Sunday.

As he left the same session, Finance Minister Yanis Varoufakis said an announcement would be made after a Cabinet meeting due to start imminently in Athens.

Banks will remain shut until at least after a July 5 referendum called by Prime Minister Alexis Tsipras on whether to accept austerity in exchange for a European bailout, Kathimerini newspaper reported, citing unnamed sources.

http://www.ekathimerini.com/4dcgi/_w_ar ... 015_551629

Beitrag 28.06.2015, 20:47

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VfL Bochum 1848
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Datenreisender hat geschrieben:Angst vor Bank-Run
Griechische Banken sollen mindestens eine Woche geschlossen bleiben

Aus Angst vor einem Bank-Run sollen die Banken in Griechenland mindestens eine Woche geschlossen bleiben. Die griechische Regierung will demnach erst das Referendum am kommenden Sonntag abwarten.

http://www.focus.de/finanzen/news/staat ... 81481.html
Mindestens 1 Woche?
Das kommt mir sehr lang vor, andererseits verstehe ich nach dem ganzen Drama in der letzten Zeit aber auch nicht welche Schlafmützen dort jetzt noch Unmengen Bargeld auf den Konten haben?!

Hätte ich schon längst abgehoben oder in Edelmetalle umgewandelt.
VfL Bochum? -Find ich gut!

Beitrag 29.06.2015, 04:04

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Datenreisender
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Humanitäre Katastrophe
Brutale Zeiten für die Griechen: Banken bleiben geschlossen, nur noch 100 Euro pro Tag

Griechenland schlittert in eine dramatische humanitäre Katastrophe: Die Banken bleiben bis 6. Juli geschlossen. An den Bankomaten bekommen die Griechen nur noch 100 Euro pro Tag. Für die Griechen wird der Alltag damit zum brutalen Überlebenskampf.

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten ... o-pro-tag/

Beitrag 29.06.2015, 09:42

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PaulaU
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Menschenrecht ist unübertragbar,
d.h. man kann nicht einem Menschen das Menschenrecht abnehmen und auf andere Menschen übertragen. Das wäre großes Unrecht.
Diese ganzen Hilfspakete, die wir seit Jahren zahlen, sind Übertragung von Menschenrecht.

Seit Jahren arbeitet und lebt nicht nur die griechische Bevölkerung zum Nutzen ihrer Super-Reichen, die nur absahnen und keine Steuern zahlen, sondern auch die Menschen in anderen europäischen Ländern, allem voran die Menschen in unserem Lande. Das ist Unrecht.
Wir halten viel von Freiheit, nur darf Freiheit nicht bedeuten, sich gegen andere kriminell verhalten zu dürfen, sondern frei von kriminellen Angriffen zu sein.
Die griechische Bevölkerung und ihre Regierung müssen daher zu aller erst was dagegen tun.

Ich rate zu Geldsteuer: Steuern auf Geld erheben und zwar ab der 1. Euro und jedes Jahr das Gelddesign und die Bezeichnung ändern, also jedes Jahr eine neue Währungsreform, wobei jeder gleich am Anfang eines Jahres das alte Geld abgibt, die Steuern darauf gleich beim Wechsel abgezogen und die neue Währung des neuen Jahres steuerbereinigt wieder ausbezahlt wird.

Was mich noch wundert: Warum ruft Frau Merkel bei Präsident Obama an, wenn bei uns in Europa was nicht stimmt?

LG
Paula

Beitrag 29.06.2015, 10:22

EM_Sammler
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bin sprachlos .... :shock:

hab noch nie soviel unsinn in einem Beitrag gelesen. Da lohnt es sich nicht mal eine Diskussion zu beginnen.

smilie_13

Ich versuche es trotzdem mal, weshalb sind die Hilfspakte Übertragung von Menschenrechte?

Beitrag 29.06.2015, 10:31

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PaulaU
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weil niemand arbeiten geht, um andere, die eh einige Milliönchen auf dem Bankkonto haben, noch reicher zu machen.
Seit Jahren arbeiten nicht nur die griechischen Arbeitnehmer für ihre Super-Reichen, sondern auch wir.
Das halte ich für ein großes Unrecht und nichts anderes sonst, als das, ist Unsinn.

Demokratie bedeutet nicht, dass nur die Einen kassieren dürfen und andere ständig zahlen, sondern die, die zahlen sollen, auch gefragt werden, ob sie das auch wollen.

Beitrag 29.06.2015, 11:14

goldddollar
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im Moment 4 Grossveranstaltungen

Grexit,Prexit, Ukainix, LINKNIX, was gibt es zurueck garnix, wofuer noch rechnen.

MfG
goldddollar
golddollar

Beitrag 29.06.2015, 12:37

EM_Sammler
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hmm, ich weiss immer noch nicht was dies mit Menschenrechten zutun hat ....

Umso mehr ich über deine Ansichten nachdenke, umso mehr merke ich, dass wir zuweit für eine Diskussion von einander entfernt sind. Es würde nichts bringen jedem deiner Sätze Kontra zu geben.

Nur mal am Rande mit deiner erwähnten Geldsteuer. Hast du mal mit einem Betriebswirtschaftler darüber diskutiert, wie ein solches System in der heutigen Weltwirtschaft funktionieren soll?

Ich bin hier raus, das wäre für mich ein Fass ohne Boden.

Beitrag 29.06.2015, 13:49

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PaulaU
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Nach 2 Wirtschaftsschulen brauche ich nicht mit einem Betriebswirt über die Geldssteuer zu diskutieren.
Sie ist die einzige Alternative für Europa, wenn nicht gewollt wird, dass wegen Gier, Steuerhinterziehung und Schulden die breite Bevölkerung immer mehr verarmt und damit die Wirtschaft, die auf Käufer angewiesen ist, restlos in die Knie zwingt.
Die Geldsteuer ist nicht schwer zu verstehen, ch beschrieb sie ja bereits.

Siehe:
https://www.youtube.com/watch?v=QIlqJbLdB78

So kann keine vernünftige Wirtschaft für alle entstehen, sondern nur eine Moral wie: "Nach mir die Sintflut!"

Beitrag 29.06.2015, 16:14

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Titan
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PaulaU hat geschrieben:...Fazit: Man kann nicht die verdienten Früchte von fairer Arbeit den Menschen wegnehmen und damit die Gier anderer bedienen.
Mein Fazit zum Fazit:
Man (wer ist das überhaupt?)kann sehr wohl und es wird seit Menschengedenken
auch getan smilie_22
Die Deklaration der Menschenrechte ist eine tolle Errungenschaft der Moderne.
NUR: Wer setzt dieses Recht denn durch??
Etwa "demokratische Rechts-statt-Links-Staaten"?
Hast Du eventuell einen "Arbeitsvertrag"--DAS ist mit Sicherheit KEIN Vertrag...
T.
"Das Leben ist Schwingung.Verändere Deine Schwingungen--
und Du veränderst Dein Leben"
"Die kürzesten Wörter ( ja,nein ) erfordern das meiste
Nachdenken"
Pythagoras von Samos

Beitrag 29.06.2015, 16:36

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PaulaU
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Der Mensch ist so erschaffen, dass er sich fügt, wenn die Masse auf ihn schaut.
Wenn nicht, gibts meist auch keine Menschenrechte, denn der Mensch schaut sich in dem Fall einmal um, ob wer da ist, der ihn beobachten und gegen ihn aussagen könnte und reagiert entsprechend egoistisch. Das ist natürlich kein Naturgesetz. Es soll auch Menschen geben, die wirklich fair sind.....auch wenn keiner hinschaut.

Daher ist es so wichtig, dass Politik öffentlich (gläsern) gemacht wird, damit keine unbeobachteten Momente zurück bleiben, die Tür und Tor für egoistische Reaktionen werden.

Man kann nicht sagen, dass es Menschenrechte nicht gibt. Es ist viel mehr bedeutend, was jeder darunter versteht?

Beitrag 29.06.2015, 19:39

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IrresDing
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Wohnort: im Grabe ruht sie
Geldsteuer ist Diebstahl.

Ganz einfach.

Leider hast du mit deinen 2 Wirtschaftsschulbesuchen nicht begriffen, dass in einer kapitalistischen Wirtschaftsordnung der Weg der Rendite gewählt wird. Moral ist dann die Wahl, wenn der unmoralische Weg die Gefahr einer öffentlichen Empörung in sich bergen würde. Und was würde dann geschehen? Umsatzeinbußen, Strafen, etc. Also wieder weniger Rendite. Außen vor sind hier Non-Profit Organisationen.

Andere Wege wurden in der Geschichte stets begangen worden und endeten ausnahmslos alle früher oder später entweder in der Pleite oder in der Unfreiheit. Meistens sogar beides.

Menschen machen nichts ohne für sich oder ihre Sippe einen Vorteil zu erringen. Es ist ein wesentlicher Bestandteil dessen, was die Triebfeder unserer Wirtschaftskraft darstellt. Jeder kann reich werden, nur nicht alle.

Anscheinend vertrittst du aber eine Ansicht, die mir oft bei den Wahlplakaten der Linken auffällt. "Reichtum für alle" z.B. Leider ist dies nicht möglich. Der pisper'sche Traum klingt gut, keiner weiß jedoch wie er durchzuführen wäre.

Was würde bei einer Geldsteuer passieren? Das Geld würde auf einen Schlag seine wichtigste Funktion verlieren, nämlich die des Wertspeichers. Was passiert mit Währungen, die diese Funktion verloren haben? Schau dir es doch an, das kannst du in vielen Ländern alle paar Jahre erleben: Die Menschen geben das Geld aus, die Geldumlaufgeschwindigkeit nimmt zu. Dadurch wird die Inflation angeheizt, welche wiederum das Geld entwertet. Die Menschen mit Hab und Gut wollen aber Vermögen fürs Alter, die Kinder, kommende Zeiten, Vorsoge, etc. aufbewahren. Kann dieses Vermögen nicht mehr mit Giral- oder Bargeld gewährleistet werden, flüchten die Menschen in Realwerte die da sind: Edelmetalle, Edelsteine, Immobilien, Grund und Boden, Kunst, Aktien, Devisen, Wertpapiere, etc. Sogar Weine können ein Wertspeicher sein, leider etwas wenig fungibel. Das wiederum heizt weitere Blasen an. Und noch wichtiger: Da Bargeld als geringwertig angesehen wird, verlierte es langsam aber sicher auch eine weitere Geldfunktion. Die des überall akzepierten udn gern gesehenen Zahlungsmittels. Wem verkauf ich mein Auto? Einem der mir ein paar Lappen anbietet die morgen schon weniger wert sind oder einem der mir Schweizer Franken anbietet? Ich bitte um Antwort, wem DU dein Auto verkaufen würdest...

Die Menschen gehen insbesondere in Devisen, der Euro würde abwerten, die Importwaren würden teurer werden, dadurch wieder die Inflation steigen. Es würden sich Parallelwährungen bilden. Schau dir Kuba an, erkläre mir warum es einen Peso Convertible gibt? Darauf bin ich noch viel mehr gespannt, als auf die Antwort mit dem Auto.

Letztlich kann ein Staat nur verhindern, dass die Menschen in andere Werte oder Parallelwährungen gehen, wenn er Kapitalverkehrskontrollen für jeden Bürger einführt und gleichzeitig das Horten von Eigentum verbietet. Der kommunistische Traum, der Eigentum als generelles Verbrechen ansieht.

Leute die das träumen müssen sich immer der Konsequenz bewusst sein: Unfreiheit, Kontrolle und Willkür (wie soll der Staat beweisen, dass ich den Wein nicht versoffen habe? Daher gilt hier auch immer gleich eine Beweislastumkehr. I.d.R. muss ich in solchen Staaten beweisen, dass ich den Wein geköpft habe. Das ist aber unmöglich). Ist das das Ziel? Wenn es dein Ziel ist, dann bist du bei der extremen Linken (die Partei "die Linke" sind dagegen Waisenknaben). Und ja, auch diese haben irgendwelche kruden "Hochschulbesucher" welche diese Theorien verfechten. Ein Studium war noch nie eine Auszeichnung, unter uns.

Also, sage mir: Ich habe ein Konto in der Schweiz. Der dt. Fiskus weiß davon, die "Gewinne" (haha, Zins praktisch null) werden jedes Jahr ordentlich in der Einkommensteuererklärung angegeben und versteuert. Sollte ich es abheben, werde ich auch die Wechselkursgewinne ordentlich versteuern. Darf mir dieser deutsche Staat dieses Geld weg nehmen? Es wurde hart im Schweiße meines Angesichts ehrlich erarbeitet, einmal durch die Steuer gejagt, die Sozialversicherungen haben auch ihr Kuchenstück bekommen. Warum soll der deutsche Staat nun ein Anrecht haben dieses Geld mir weg zu nehmen? Du schreibst hier in anderen Beiträgen, dass du Edelmetalle kaufst. Warum machst du das? Was sagst du, wenn dir der Staat diese weg nehmen würde?

Warum sollte ein Unternehmen in Deutschland bleiben, wenn es einfach in das EU-Ausland (ohne Euro) ziehen kann und dort in Fremdwährung die Geschäfte weiter führt? Dann bekommt der deutsche Staat nicht mal die Steuern auf den Gewinn des Unternehmens und blutet wirtschaftlich aus.

Eine Geldsteuer ist undurchführbar, willkürlich, wirtschaftsschädigend und schafft Unfreiheit. Weiter bestraft es Menschen die für sich selbst vorsorgen und belohnt diejenigen, die unverantwortlich mit der Zukunft umgehen. Es setzt daher falsche Impulse und schafft Strohfeuer, welche schnell wieder verglühen.

Und nebenbei gibt es doch längst eine Art der Geldsteuer. Nennt sich Inflation und finanzielle Repression.
"Gleich und gleich gesellt sich gern", sagt der Volksmund. Ich sehe wenig gleiches. LG und bye.

Beitrag 29.06.2015, 22:33

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PaulaU
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Geldsteuer ist Diebstahl.
Ganz einfach.

Demnach müssten alle Steuerarten Diebstahl sein und du müsstest dich gegen sie alle stellen.
Wie sonst willst du in dem Fall den Staat mit allen Ausgaben finanzieren?
Leider hast du mit deinen 2 Wirtschaftsschulbesuchen nicht begriffen, dass in einer kapitalistischen Wirtschaftsordnung der Weg der Rendite gewählt wird. Moral ist dann die Wahl, wenn der unmoralische Weg die Gefahr einer öffentlichen Empörung in sich bergen würde. Und was würde dann geschehen? Umsatzeinbußen, Strafen, etc. Also wieder weniger Rendite. Außen vor sind hier Non-Profit Organisationen.

Andere Wege wurden in der Geschichte stets begangen worden und endeten ausnahmslos alle früher oder später entweder in der Pleite oder in der Unfreiheit. Meistens sogar beides.

Menschen machen nichts ohne für sich oder ihre Sippe einen Vorteil zu erringen. Es ist ein wesentlicher Bestandteil dessen, was die Triebfeder unserer Wirtschaftskraft darstellt. Jeder kann reich werden, nur nicht alle.
Das ist nicht richtig. Man kann auch andere Dinge als Zahlungsmittel benutzen, die mit der Zeit ebenfalls an Wert gewinnen und damit Profit bringen können, z.B.: Edel- und andere Metalle, Wertpapiere, Häuser und Grundstücke, etc.
Anscheinend vertrittst du aber eine Ansicht, die mir oft bei den Wahlplakaten der Linken auffällt. "Reichtum für alle" z.B. Leider ist dies nicht möglich. Der pisper'sche Traum klingt gut, keiner weiß jedoch wie er durchzuführen wäre.
Nein, ich vertrete nicht die Meinung. Um Reichtum anzuhäufen, muss man ihn auch anstreben und was dafür tun. Das ist in jeder Systemart der Fall, ausnahmslos.
Wie man an sein Ziel gelangt, ist eine andere Frage. Fair ist m.A.n. immer noch am Besten.
Was würde bei einer Geldsteuer passieren? Das Geld würde auf einen Schlag seine wichtigste Funktion verlieren, nämlich die des Wertspeichers.
Es gibt bessere Wertspeicher, z.B.: Edel-&Metalle, Haus und Grundstücke, Wertpapiere, etc.
Was passiert mit Währungen, die diese Funktion verloren haben? Schau dir es doch an, das kannst du in vielen Ländern alle paar Jahre erleben: Die Menschen geben das Geld aus, die Geldumlaufgeschwindigkeit nimmt zu. Dadurch wird die Inflation angeheizt, welche wiederum das Geld entwertet.
Inflation nimmt dann zu, wenn mehr Geld als Waren und Dienstleistungen im Güter-Geld-Kreislauf auftaucht. Das passiert, wenn immer mehr Geld gedruckt wird, als Waren und Dienstleistungen im Kreislauf auftauchen, was neulich erst der Fall war.
http://www.welt.de/wirtschaft/article13 ... zooka.html
Die Menschen mit Hab und Gut wollen aber Vermögen fürs Alter, die Kinder, kommende Zeiten, Vorsoge, etc. aufbewahren. Kann dieses Vermögen nicht mehr mit Giral- oder Bargeld gewährleistet werden, flüchten die Menschen in Realwerte die da sind: Edelmetalle, Edelsteine, Immobilien, Grund und Boden, Kunst, Aktien, Devisen, Wertpapiere, etc. Sogar Weine können ein Wertspeicher sein, leider etwas wenig fungibel.
Eben.
Das wiederum heizt weitere Blasen an.
Nein.
Und noch wichtiger: Da Bargeld als geringwertig angesehen wird, verlierte es langsam aber sicher auch eine weitere Geldfunktion. Die des überall akzepierten udn gern gesehenen Zahlungsmittels. Wem verkauf ich mein Auto? Einem der mir ein paar Lappen anbietet die morgen schon weniger wert sind oder einem der mir Schweizer Franken anbietet? Ich bitte um Antwort, wem DU dein Auto verkaufen würdest...
Du könntest dein Auto einem anbieten, der dir dafür 1 Gramm Gold oder 10 Gramm Silber für bieten kann, nur mal so als Beispiel.
Was nicht unbegrenzt vermehrt werden kann, ist dann immer wertvoll, SEHR wertvoll!
Das Geld verliert doch ständig an Wert, weil damit so viel Unfug getrieben wird und ständig neues Geld auf dem Markt geworfen und auf die Art andere, wertvollere Werte entwertet wird. Dadurch wird das Wort „Wert“ doch erst ad absurdum geführt.
Stell dir vor, du besitzt 10 Kg Gold, das wegen Inflationsgeld immer mehr an Wert verliert. Ein Stück Lappen entwertet in dem Fall ein Edelmetall, das im Wesen wirklich was wert und obendrein nicht so günstig nachproduzierbar ist.
Was man nicht auf die Schnelle nachproduzieren kann, damit kann man kein Unfug treiben und das so ganz und gar gegen andere Menschen, wie wir das zurzeit in Griechenland beobachten können, missbrauchen.
Schau was zurzeit mit den Edelmetallen künstlich getrieben wird. Sie verlieren ständig an Wert gegenüber von Lappen, die man glatt zum Zigarettendrehen verwenden könnte.
Die Menschen gehen insbesondere in Devisen, der Euro würde abwerten, die Importwaren würden teurer werden, dadurch wieder die Inflation steigen. Es würden sich Parallelwährungen bilden. Schau dir Kuba an, erkläre mir warum es einen Peso Convertible gibt? Darauf bin ich noch viel mehr gespannt, als auf die Antwort mit dem Auto.
Stattdessen kannst du mehr exportieren, weil in dem Fall deine Währung etwas entwertet und genau daher deine Waren im Ausland begehrenswerter wären, was wiederum zu mehr Arbeitsplätzen führen würde. Arbeitende Menschen mit gutem Einkommen können sich mehr leisten, als Arbeitslose, was wiederum die Wirtschaft ankurbeln wird.
Ein flinker Geld-Waren-Investions-Kreislauf wird die Wirtschaft boomen lassen.

Warum sagt Prof. Sinn z.B., dass die Griechen zu ihrer Drachme zurück kehren und abwerten sollen?
Damit sie wieder exportieren und profitieren können.
Mit Geldsteuer kann man das auch erreichen.
Letztlich kann ein Staat nur verhindern, dass die Menschen in andere Werte oder Parallelwährungen gehen, wenn er Kapitalverkehrskontrollen für jeden Bürger einführt und gleichzeitig das Horten von Eigentum verbietet. Der kommunistische Traum, der Eigentum als generelles Verbrechen ansieht.
Das wollen die Griechen doch jetzt, so ganz ohne Geldsteuer, machen.
Das wird ihnen aber wenig einbringen, wenn das Geld trotzdem gehortet wird.
Horten kann man nur dann verhindern, wenn man das Geld versteuert und damit unattraktiv im Vergleich zu wahren Werten macht. Der eigentliche Wert ist ja nicht das Geld selbst, sondern das, was man dafür alles bekommen kann.
Mit einem Lappen in der Hand kann man schwer glücklich werden, eher aber mit was, das man dafür kaufen kann. Nur ist Geldwertstabilität bei Lappen, die mal schnell beliebig und günstig vermehrt werden können, von Menschen abhängig, die damit auch Unfug treiben können. Siehe Griechenland.
Leute die das träumen müssen sich immer der Konsequenz bewusst sein: Unfreiheit, Kontrolle und Willkür (wie soll der Staat beweisen, dass ich den Wein nicht versoffen habe? Daher gilt hier auch immer gleich eine Beweislastumkehr. I.d.R. muss ich in solchen Staaten beweisen, dass ich den Wein geköpft habe. Das ist aber unmöglich). Ist das das Ziel? Wenn es dein Ziel ist, dann bist du bei der extremen Linken (die Partei "die Linke" sind dagegen Waisenknaben). Und ja, auch diese haben irgendwelche kruden "Hochschulbesucher" welche diese Theorien verfechten. Ein Studium war noch nie eine Auszeichnung, unter uns.
Du kannst Wein trinken, so oft und viel du willst. Ich bin gegen die Umsatzsteuer. Mit Geldsteuer und einige andere Steuerarten kann man mehr finanzieren, als mit Umsatzsteuer, die man erst einmal den Händlern nachweisen muss, wie du oben gut beschrieben hast.
Nun stell dir ein Unternehmen vor, das keine Umsatzsteuer bezahlen muss. Kannst du dir vorstellen, welch ein Gewinn das für die Unternehmen bedeuten kann? Sie können besser gegen ausländische Unternehmen konkurrieren, weil sie entsprechend die Preise senken können.
Umsatzsteuer ist eine Absatzbremse, während die Geldsteuer die Exporte antreiben und die Konkurrenzfähigkeit der Unternehmen stärken kann.
So kurbelt man die Wirtschaft an.
Also, sage mir: Ich habe ein Konto in der Schweiz. Der dt. Fiskus weiß davon, die "Gewinne" (haha, Zins praktisch null) werden jedes Jahr ordentlich in der Lohnsteuererklärung angegeben und versteuert. Sollte ich es abheben, werde ich auch die Wechselkursgewinne ordentlich versteuern. Darf mir dieser deutsche Staat dieses Geld weg nehmen? Es wurde hart im Schweiße meines Angesichts ehrlich erarbeitet, einmal durch die Steuer gejagt, die Sozialversicherungen haben auch ihr Kuchenstück bekommen. Warum soll der deutsche Staat nun ein Anrecht haben dieses Geld mir weg zu nehmen?
Fast ein jeder Mensch zahlt Steuern und nicht nur du. Steuern sind notwendig, wenn du in einem Land mit Ausgaben, die nun mal finanziert werden müssen, leben willst. Würdest du dich auf einer Wüste wohler fühlen, wo du keine Steuern bezahlen müsstest?
Du schreibst hier in anderen Beiträgen, dass du Edelmetalle kaufst. Warum machst du das? Was sagst du, wenn dir der Staat diese weg nehmen würde?
Da du hier schreibst, nehme ich an, dass du auch Edelmetalle kaufst.
Warum sollte ein Unternehmen in Deutschland bleiben, wenn es einfach in das EU-Ausland (ohne Euro) ziehen kann und dort in Fremdwährung die Geschäfte weiter führt? Dann bekommt der deutsche Staat nicht mal die Steuern auf den Gewinn des Unternehmens und blutet wirtschaftlich aus.
Weil das Unternehmen in dem Fall Einfuhrsteuer (Importsteuer) zahlen müsste, wenn er seine im Ausland produzierten Waren im Inland wieder verkaufen will. An den Staat, in dem er produziert, müsste es obendrein auch Steuern zahlen, u.a. Umsatzsteuer. Ist mit USt. besser als ohne USt.?
Eine Geldsteuer ist undurchführbar, willkürlich, wirtschaftsschädigend und schafft Unfreiheit. Weiter bestraft es Menschen die für sich selbst vorsorgen und belohnt diejenigen, die unverantwortlich mit der Zukunft umgehen. Es setzt daher falsche Impulse und schafft Strohfeuer, welche schnell wieder verglühen.
Falsch. Leider verkennst du die Wirkung einer guten Geldsteuer, daher dein Misstrauen.
Geldsteuer und die Abschaffung der Umsatzsteuer ist für die Mehrheit in einem Land profitabel, während ohne Geldsteuer nur sehr, sehr Wenige ihr Profit an Land ziehen und das Wohl anderer diesen Menschen egal ist.
Ich persönlich würde mich in einem Land, in dem es den meisten Menschen gut geht, viel wohler fühlen.

Beitrag 30.06.2015, 00:15

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Schulden-Krise
Griechenland: Banken-Crash droht

Alexis Tsipras hat EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker um eine Verlängerung der Kredite gebeten. So soll die Liquidität des Bankensystems wiederhergestellt werden. Dieses steht kurz vor dem Kollaps: Mittlerweile wird jeder zweite Kredit der griechischen Banken nicht mehr bedient.

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten ... ash-droht/

Beitrag 30.06.2015, 09:10

keinschönesland
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Wohnort: Erde
Tsipras und Co sind in meinen Augen miese Gauner die sich auf Kosten anderer so durchs Leben ziehen lassen.
Das Mündel Griechenland kann alles machen und wir haben dem im Grunde nichts entgegen zu setzen.
Es kann ausgehen wie es will,wir zahlen immer und sei es für den Aufbau der Drachme.Wenn Tsipras in der Kamera lacht dann nicht ohne Grund,er ist eben auf der sicheren Seite.
Der wird das aussitzen und lässt uns im moralischen Sinn die köpfe einschlagen.
Er könnte doch im Notstand von den fast Billionären in Grichenland das nötige Geld ran schaffen.
Nur die Frage die er sich dann wohl stellt,beschlagnahme ich das Geld von den Superreichen werden die sich das nicht so einfach gefallen lassen.
In Zukunft nur noch in Angst und schrecken leben, um sein leben, hat der wohl auch kein Bock.
Da ist doch einfacher sich mit der ganzen EU anlegen,die werden Ihm wohl nicht nach seinem Leben trachten.
Wie soll von heute auf Morgen die nötige Infrastruktur aus dem Hut gezaubert werden,was sollen die in der heutigen Welt herstellen was es schon in zig Varianten gibt.
Autobau Maschinenbau sind so verteilt auf der Welt das die mit Anfangsversuchen direkt scheitern würden.
Das ist eben der Punkt womit sollen die Moneten verdienen um sich über Wasser zu halten,jede Idee gibt es einfach schon,es sei denn die erfinden ein Saft der unser Leben um 20 zig Jahre verlängert.
Wir werden Grichenland als ewiges Mündel an der Backe haben.Problematisch wird es wenn ein 2 tes Mündel dazu kommt dann ist das System am Ende.
mfG-old
Es gibt nichts falsches im richtigem Leben.

Beitrag 30.06.2015, 09:43

Knoxler
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Wohnort: bei Fort Knox
@keinschönesland

Es kann ausgehen wie es will,wir zahlen immer und sei es für den Aufbau der Drachme.

Die gibt es doch schon. https://shop.degussa-goldhandel.de/20-d ... 0in%20Gold

Knoxler smilie_02
wunderbar gehandelt: mit Ratatoeskr, rosab2000, DuraAce, Eligius, d.pust, kintaro

Beitrag 30.06.2015, 11:02

Klecks
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PaulaU hat geschrieben: Ich rate zu Geldsteuer: Steuern auf Geld erheben und zwar ab der 1. Euro und jedes Jahr das Gelddesign und die Bezeichnung ändern, also jedes Jahr eine neue Währungsreform, wobei jeder gleich am Anfang eines Jahres das alte Geld abgibt, die Steuern darauf gleich beim Wechsel abgezogen und die neue Währung des neuen Jahres steuerbereinigt wieder ausbezahlt wird.
Na dann möchte ich mal sehen, wie du das Design der Bits und Bytes in den Rechenzentren deiner Bank änderst smilie_20

Psst... Ich verrate dir ein Geheimnis.... Die Werbung lügt! Strom ist NICHT gelb! Und deswegen können Bits und Bytes als Stromzustände auch nicht umlackiert werden. Die sind und bleiben farblos. und das Gelddesign ist denen sowas von sch...egal, das glaubst du gar nicht!
PaulaU hat geschrieben:Nach 2 Wirtschaftsschulen brauche ich nicht mit einem Betriebswirt über die Geldssteuer zu diskutieren.
Vielleicht hättest du wenigsten eine von beiden (wieso warst du eigentlich auf zweien? smilie_08 ) erfolgreich abschließen sollen....

Sorry aber wer eine mittelalterliche Steuerform nicht nur allen Ernstes vorschlägt sondern in Zeiten, in den Geldvermögen zu 95% rein digital vorhanden sind, auch noch mittels simplen Geldeinzug und Neudesign für durchführbar hält, der ist einfach nicht mehr ernst zu nehmen.

Warum eigentlich nur die Steuerform? Nehmen wir doch gleich wieder das gesamte mittelalterliche Rechtsystem, war doch echt klasse: Dieben und Betrügern wird die Hand abgehackt, bei Majestätsbeleidigung wird entmannt und gerädert und für anhaltende Lernresistenz gibt's die Narrenkappe smilie_10

Edit: Du schreibst einerseits, dass die Geldsteuer so gerecht wäre weil dadurch jeder Euro gleich besteuert würde. Gleichzeitig schreibst du, dass man als Wertspeicher eben auf werthaltige Güter wie z.B. EM ausweichen müsse und man sein Auto auch gegen Gold und Silber verkaufen könnte, womit du de facto zur Steuerhinterziehung rätst (weil kein Bargeld fließt und damit die Geldsteuer vermieden wird). Wer würde denn deiner Meinung nach in einem solchen Steuersystem die Hauptsteuerlast tragen? Derjenige, dem nach Abzug aller Lebensunterhaltskosten kaum genug bleibt um EM zu kaufen oder derjenige, der über genügend Vermögen verfügt um 90% davon in Gold und Silber umzuwandeln und sich überall im Ausland EM-Depots anlegen zu können? Denk mal nach!!!!
Zuletzt geändert von Klecks am 30.06.2015, 11:11, insgesamt 1-mal geändert.
Das Leben ist zu kurz, um alle Fehler selber zu machen.

Beitrag 30.06.2015, 12:42

EM_Sammler
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@Klecks @IrresDing
Ich würde es lassen in einem Forum zu versuchen so etwas zu diskutieren. Jeder Satz und jedes Wort kann umgedreht, verdreht, anders interpretiert und wieder in einer neuen Bedeutung wieder ausgespuckt werden. Ich musste mich beherrschen, so ausführlich, wie ihr es getan habt zu antworten, damit dann jeder Satz erneut auseinandergenommen wird. Wenn Meinungen so gegensätzlich sind, ist es nicht sinnvoll eine Diskussion schriftlich zu führen.

smilie_10
Ach ja nach erfolgreich abgeschlossener Wirtschaftsschule hatte ich keinen Bedarf, den gleichen Abschluss nochmal zu machen und bin dann lieber auf den nächst höheren Bildungsweg gegangen. Aber möglicherweise sind die sehr links gerichteten Ansichten zu Steuersystem und Realität der Grund, sicher gehen zu müssen, ob wirklich alle Wirtschaftsschulen den gleichen Lehrstoff haben.

Beitrag 30.06.2015, 12:45

Louisdor
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Registriert: 04.03.2012, 00:53
Die Bundesregierung hat in erster Linie die Aufgabe, ungedeckte Kredite zu verantworten, auch wenn sich
jetzt einzelne Bürger mit dem Anliegen sozialisieren. Das Ansinnen der Griechen ist doch nicht schlecht,
wenn es sich weigert, EU und IWF Schulden mit Maßnahmen über die Bevölkerung einzutreiben. Es geht
darum, dass der Vorgang durchführbar ist und der gesamte EU-Verwaltungsapparat davor zittert, weil er
unmöglich gegen eine staatlichen Souveränität agieren kann. Umgekehrt, wer jetzt für die Abschaffung des
Euros ist, sollte unbedingt für die griechische Vorgehensweise eintreten, da auf jedem Euro eine ungedeckte
Schuld steht, die sonst jeder Bürger für die EU Kreditgeber unweigerlich begleichen darf. Der Euro ist für
die meisten Kontoinhaber mehr eine Illusion, dass es sich dabei wirklich um ein reales Guthaben handelt.
Diese Währung besteht leider nur noch aus einer gescheiterten Subventionspolitik und die Abschaffung
würde lediglich die entsprechenden Kanäle trocken legen. Eine Revolution beginnt oft im Keinen! smilie_01

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