Griechen in Panik

Tagesgespräch zu Wirtschaftsthemen wie Geldmarkt, Börse, Währung, Finanzkrise, Inflation aus Deutschland und der Welt

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Beitrag 08.07.2015, 08:04

Knoxler
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Ladon hat geschrieben: -.... man muss nur die Plakate der Banken betrachten - dass "kleine Leute" und offenbar auch "kleine Staaten" gerne mal von den "Vorzügen" ausgeweiteter Kreditaufnahme "überzeugt" werden ...
Das geht im TV weiter. Gück mal 1h n-tv, der Lauterbach läßt alle 1/4h die Hosen runter, die 2 Bekloppten von check 24 drehen auf der Straße durch, weil sie wieder "flüssig" sind usw.
Nur noch krank.

Knoxler
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Beitrag 08.07.2015, 08:14

Gladius
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Uh,...Griechenland bekommt wieder eine "letzte Frist".
Aber diesmal wohl die alleralleralleralleralleralleralleralleraller-letzte. smilie_13

Beitrag 08.07.2015, 08:57

olso
Gladius hat geschrieben:Uh,...Griechenland bekommt wieder eine "letzte Frist".
Aber diesmal wohl die alleralleralleralleralleralleralleralleraller-letzte. smilie_13

....und werden bekommen was sie wollen.

Gestern hat ja Obama noch mit Merkel telefoniert.

Man redet immer von Kosten für die EU. Vergisst aber, das US-Banken auch Milliarden finanziert haben.

Die Griechen werden mal ein Kurzprogramm für ein paar Jahre bekommen, dann sind sie Pleite, dann erhalten sie ein längeres Programm, dann sind sie Pleite dann.....
Geht doch über 100 Jahre so. Warum soll das enden??

Die Party geht weiter


smilie_15

Beitrag 09.07.2015, 00:15

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Sparer müssen zittern
Griechenland: Banken-Crash auch bei Einigung mit EU wahrscheinlich

Die griechischen Sparer müssen um ihre Guthaben zittern. Auch bei einer Einigung mit der EU dürften nicht alle Banken überleben. Es ist äußerst fraglich, ob der griechische Staat die Einlagen sichern kann.

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten ... cheinlich/

Beitrag 09.07.2015, 14:23

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Zahl der Pass-Anträge steigt

Reiche Griechen packen ihre Koffer

Mehr als 200.000 Griechen haben ihr Land seit Beginn der Krise verlassen. Jetzt bereiten auch reiche Familien ihre Ausreise vor:

http://www.n-tv.de/politik/Reiche-Griec ... 78611.html
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Beitrag 10.07.2015, 18:26

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Banken bleiben geschlossen
Griechische Banken brauchen mindestens 14 Milliarden Euro

Die griechischen Banken bleiben offenbar noch mindestens eine Woche geschlossen. Zugleich müssen sie mit mindestens 14 Milliarden Euro kapitalisiert werden. Diese Summe muss von privaten Investoren oder aus dem ESM kommen. Sie ist in den neuen Kredit-Anträgen noch nicht enthalten.

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten ... rden-euro/

Beitrag 11.07.2015, 03:09

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PaulaU
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Heute Nacht bekam ich Durst bei der Hitze, stand noch mal auf und wollte 1 Glas Wasser trinken. Dann den Fernseher eingeschaltet.
RTL, ca. 2:30 Uhr:
Griechischer Rentner beschwert sich, es ginge ihnen ja soo schlecht: „Zuvor habe ich 3.400 Euro Rente erhalten, nun nur noch 1.500 Euro. Wie soll ich damit leben???“ *schenkelklopfundheul*
Ich musste mich mal kneifen, denn ich dachte ich (alb)träume noch.
Wie viele Rentner bekommen in De 3400 Euro Rente, selbst nach jahrzehntelanger harter Arbeit?
Neeeiiiiin, der feine Grieche kann nicht den Gürtel enger schnallen, selbst wenn er bis zum Olymp verschuldet ist. Das sollen gefälligst die anderen machen und schnellstmöglich 54 Mrd. Euro rüber schieben!

Und geheult wird viel: „60,- Euro am Tag und pro Person!!! Wie sollen wir damit leben???“ *schenkelklopfundheulllll!*
60,- Euro am Tag und pro Person sind immerhin 1800,- Euro im Monat.
Wie viele Menschen in De bekommen im Teurozeitalter noch 1800,- Euro Netto im Monat?
*schenkelklopfundwiederinsbettgeh* in der Hoffnung, die in Brüssel verschlafen nicht diese Auswüchse.

Wer „OXI !“ sagt und trotzdem im Euro bleiben will, der hat schon seine Gründe.

Beitrag 11.07.2015, 04:08

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PaulaU
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Sie bekommen anscheinend nicht 54 Mrd. Euro, wie gewünscht, sondern gleich 74 Mrd., was für den Rest Europas so viel bedeutet, wie: "Den Gürtel noch enger schnallen."

Die Griechen sollen die Steuern im Tourismus-Sektor anheben. Das wird bedeuten, dass die Preise in dem Sektor angehoben werden und damit weniger Touristen das Land beehren. Weiss nicht, wer diese netten Ideen in Brüssel verzapft, denn die Idee kam anfänglich aus Brüssel, aber auf dem Weg werden die Griechen ihre Schulden auch nicht zurück zahlen können, eher im Gegenteil.

Siehe: http://www.welt.de/wirtschaft/article14 ... n-Weg.html

Beitrag 11.07.2015, 07:14

olso
PaulaU hat geschrieben:
Griechischer Rentner beschwert sich, es ginge ihnen ja soo schlecht: „Zuvor habe ich 3.400 Euro Rente erhalten, nun nur noch 1.500 Euro. Wie soll ich damit leben???“ *schenkelklopfundheul*.
Das sind Rentner die im Staatsdienst waren. Müllabfuhr bis Zoll.
Bekommen ab 3.500.-€. Nach deren Tod bekommt die volle Summe die Ehefrau. Nach deren Tod die 1/2 Rente eine Tochter !

Staatsdiener hat es reichlich. Bei 11 Millionen Bürgern hat es 1.350.000 Beamte und Staatsbedienstete.(Googelt mal was die kosten)

So sind an der kleinen Grenze nördlich Igoumenitsa nach Albanien 220 !! Zöllner beschäftigt.
Autoverkehr am Tag max. 10 Fahrzeuge.Albaner haben Piste und kein Zollgebäude.(wird Zeit das die in die EU kommen).

Normale Rentner haben ca. 20 % mehr Rente als Deutsche. Gehen spätestens mit 56 in Rente.

Aber das ist den deutschen Politaffen ja bekannt. Und werden brav wiedergewählt!!

In einer Behörde in Thessaloniki wurde Feueralarm geübt. In dem Amt sind 320 Personen beschäftigt.

"Geflüchtet" sind 70 Personen aus dem Gebäude. Nun rätselt man, wo die restlichen Personen sind.

In Athen wurde der alte Flughafen im Rahmen der Zwangsprivatisierung verkauft.Es kann ein neues Stadtviertel entstehen. Wert ca. 8 Milliarden.
Verkauft wurde er für 60 Millionen. An wen?? Ratet mal. AN einen Eskimo, Isländer oder Griechen?


smilie_20

Mit Touristen ist auch nicht mehr viel zu holen. Vor ca. 4 Jahren wurden Hotelausbauten mit 40% der Baukosten von der EU bezuschusst.
Rechnungen wurden von ortsansässigen Behörden überprüft, dann ausbezahlt.
Somit haben fast alle großen Hotels auf Allinkl. umgestellt. Die griechischen Tavernenbesitzer schauen in die Röhre.

Diese Hotels gehören zum Großteil Unternehmen aus D und F. Der Rest reichen Griechen.

Googelt mal unter Hotels in Santorin was da gute Hotels kosten. Meist Ausgebucht.Und die bezahlen keine Steuer !!

Wobei der durchschnittliche Griechenhotelbesitzer schon gerne Anfang September die Tore schließt und das Personal entlässt. 4 Monate Betrieb und Stress reichen.Geld vermutlich auch.


Ich könnte euch noch viele nette Geschichten erzählen, über die Brücke von Rio, Autobahnen ohne Auffahrt in den Bergen, Inseln mit vielen Blinden, 20m Brücke über einen Bach mit 1,7 Mio PLANUNGSKOSTEN, Kosten für Hafenerweiterungen wo Schiffe dann kostenlos anlegen.....



Aber das sprengt den Rahmen und interessiert niemanden. Wir zahlen lieber.
UND WERDEN UNS HÜTEN ZU ÜBERPRÜFEN WOHIN DIE GELDER FLIESEN




smilie_24

Beitrag 11.07.2015, 07:49

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Ladon
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[img]https://forum.gold.de/userpix/402_tab_i ... _age_1.jpg[/img]

(The 2015 Ageing Report: Economic and budgetary projections for the 28 EU Member States)
EL = Ellás = Griechenland

Statistiken sind "dehnbar". Die OECD geht von einem Renteintrittsalter in "EL" von 61,9 (gegenüber 62,1 in DE) im Jahr 2012 aus.

Rentenniveau: Man muss wissen, wie das berechnet wird:
"Die Rentenausgabequote setzt sich wie jede Quote aus zwei Größen zusammen: Den Rentenausgaben und der Wirtschaftsleistung. Der Wert dieser Quote kann steigen, wenn der Zähler – die Rentenzahlungen – größer wird oder wenn der Nenner – die Wirtschaftsleistung – sinkt. Und in den vergangenen Jahren ist die Wirtschaftsleistung in Griechenland wegen der Rezession sogar ziemlich extrem gesunken. Entsprechend ist die Quote insgesamt größer geworden, obwohl bei den Renten gekürzt wurde." (ZEIT Wirtschaftsblog)

Auch bekommt man nicht 60,- Euro am Tag geschenkt (1.800 im Monat), sondern kann sie dem eigenen Guthaben abheben ... ein nicht ganz unerheblicher Unterschied.


Ich ahne, dass dies nun wieder als Verharmlosung oder gar Rechtfertigung des griechischen Schlamassel gesehen wird.
Nein.
Aber ich drehe "den Griechen" keinen Strick, weil sie sich Renten haben auszahlen lassen, Steuerschlupflöcher gesucht haben und so weiter.
Wer hier würde das denn nicht tun? Oder: Wer tut das denn nicht? Also ich schon. Wäre ich je sozialversicherungspflichtig gewesen, würde ich auch so bald wie möglich in Rente gehen.
Genauso hat die Regierung Tsirpas nicht eine der betrügerischen Aktionen ihrer Vorgänger zu verantworten. Nur auszubaden.

Am Ende des Tages bleibt nun mal bei allem Ärger,den man natürlich empfindet, wenn's an den eigenen Geldbeutel geht:
Hier wird ein "souveräner" Staat durch Banken, Konzerne und mit Hilfe der internationalen Geldherren in IWF, Weltbank usw., vor aller Augen demontiert.
Das Budgetrecht war das "vornehmste" Recht, das den Fürsten am Ende des Feudalismus abgerungen wurde. Jetzt holen sich die neuen Feudalherren die politische Macht zurück.
Griechenland ist nur ein Beispiel. Aber nicht für das Scheitern weiterer Staaten, sondern für die Demontage der Demokratie- und Republik-Idee an sich.
Geschickt unter geschürten (und überdies aber REALEN) Ängsten verborgen und wegen dieser Ängste mit großer "Zustimmung" versehen, erleben wir das Ende eines Nationalstaats. Es wird nur der erste sein.
Andere gibt es schon genug

Beitrag 11.07.2015, 08:57

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PaulaU
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Ladon hat geschrieben:
Statistiken sind "dehnbar". Die OECD geht von einem Renteintrittsalter in "EL" von 61,9 (gegenüber 62,1 in DE) im Jahr 2012 aus.

Rentenniveau: Man muss wissen, wie das berechnet wird:
"Die Rentenausgabequote setzt sich wie jede Quote aus zwei Größen zusammen: Den Rentenausgaben und der Wirtschaftsleistung. Der Wert dieser Quote kann steigen, wenn der Zähler – die Rentenzahlungen – größer wird oder wenn der Nenner – die Wirtschaftsleistung – sinkt. Und in den vergangenen Jahren ist die Wirtschaftsleistung in Griechenland wegen der Rezession sogar ziemlich extrem gesunken. Entsprechend ist die Quote insgesamt größer geworden, obwohl bei den Renten gekürzt wurde." (ZEIT Wirtschaftsblog)
Grundsätzlich finde ich es falsch, den Rentenantrittsalter ständig zu erhöhen.
Wenn in einem Land ca. 30-60 % der jungen Menschen arbeitslos sind, erhöht man doch nicht den Rentenantrittsalter. Was soll damit erreicht werden?
Die Alten arbeiten sich fast tot und die Jungen bleiben auf der Strasse?
Besser ist es doch in so einem Fall, die älteren Menschen eher schneller in die Rente zu schicken, damit mehr Arbeitsplätze für die jungen Menschen übrig bleiben.
Ladon hat geschrieben:Auch bekommt man nicht 60,- Euro am Tag geschenkt (1.800 im Monat), sondern kann sie dem eigenen Guthaben abheben ... ein nicht ganz unerheblicher Unterschied.
In De gibt es immer mehr Familien, die von 60,- Euro am Tag gemeinsam leben müssen. Da kann doch ein einzelner Grieche auch damit auskommen, ganz besonders in so schwierigen Zeiten.
Ladon hat geschrieben:Ich ahne, dass dies nun wieder als Verharmlosung oder gar Rechtfertigung des griechischen Schlamassel gesehen wird.
Nein.
Aber ich drehe "den Griechen" keinen Strick, weil sie sich Renten haben auszahlen lassen, Steuerschlupflöcher gesucht haben und so weiter.
Wer hier würde das denn nicht tun? Oder: Wer tut das denn nicht? Also ich schon. Wäre ich je sozialversicherungspflichtig gewesen, würde ich auch so bald wie möglich in Rente gehen.
Genauso hat die Regierung Tsirpas nicht eine der betrügerischen Aktionen ihrer Vorgänger zu verantworten. Nur auszubaden.
Wenn ein Mensch sich das Recht heraus nimmt, einen Anderen über den Tisch zu ziehen, muss der Andere ja nicht so dumm sein und sich auf den Tisch legen.
Ladon hat geschrieben:Am Ende des Tages bleibt nun mal bei allem Ärger,den man natürlich empfindet, wenn's an den eigenen Geldbeutel geht:
Hier wird ein "souveräner" Staat durch Banken, Konzerne und mit Hilfe der internationalen Geldherren in IWF, Weltbank usw., vor aller Augen demontiert.
Das Budgetrecht war das "vornehmste" Recht, das den Fürsten am Ende des Feudalismus abgerungen wurde. Jetzt holen sich die neuen Feudalherren die politische Macht zurück.
Griechenland ist nur ein Beispiel. Aber nicht für das Scheitern weiterer Staaten, sondern für die Demontage der Demokratie- und Republik-Idee an sich.
Geschickt unter geschürten (und überdies aber REALEN) Ängsten verborgen und wegen dieser Ängste mit großer "Zustimmung" versehen, erleben wir das Ende eines Nationalstaats. Es wird nur der erste sein.
Da stimme ich dir gerne zu, denn diese Übertreibung wird ja nicht einseitig von den Griechen getragen, sondern von den anderen in Brüssel sogar noch unterstützt.
Da fragt man sich: Wohin wollen sie Europa führen?

Anfang des Monats wurde über die Medien viel über Griechenland berichtet. Überall wurden Schlangen vor Banken gezeigt und so getan, als würde der arme Grieche vor der Bank überwintern wollen, um ja an ein paar müde Euros dranzukommen.
Wie gesagt: Es war Anfang des Monats.
Bei uns in der Sparkasse stehen Anfang des Monats viel mehr Menschen an der Kasse, um an die Einkommen zu gelangen.

Es wird hier viel übertrieben und falsch gespielt.
Du stelltest mal ein paar sehr gute Fragen, u.a.: Zu wessen Gunsten.
Ich würde sagen, da sind viel mehr dran beteiligt, an der Rupfaktion der arbeitenden , europäischen Hühner, als die üblichen Verdächtigen in der Oberschicht und der Staatsführung.
Da ist auch unter der Bevölkerung, wie man das in Griechenland gut beobachten kann, viel Vetternwirtschaft inbegriffen.

Beitrag 11.07.2015, 09:22

Knoxler
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olso hat geschrieben:

Aber das sprengt den Rahmen und interessiert niemanden. Wir zahlen lieber.
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smilie_24
Das ist doch auch so eine Welt für sich, gehört das Areal auch noch zur EU?

http://www.mountathosinfos.gr/pages/agi ... fo.de.html

Knoxler smilie_08
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Beitrag 11.07.2015, 09:38

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Geht es Griechen besser als Osteuropäern?

Ist der Lebensstandard in Griechenland wirklich höher als in den osteuropäischen Ländern, die den Euro eingeführt haben?

http://www.n-tv.de/politik/Geht-es-Grie ... 79211.html
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Beitrag 12.07.2015, 00:58

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Griechenland ist nur ein Beispiel. Aber nicht für das Scheitern weiterer Staaten, sondern für die Demontage der Demokratie- und Republik-Idee an sich.
Hallo ? Das meinst`e jetzt aber nicht wirklich ??? Wenn, dann durch die Geiselnahme durch die eigene Regierung ( Stichwort : Befrage die Frösche über die Trochenlegung des Sumpfes...Oxi ??? ) smilie_40
Oder ist eine rasante, populistische,letztlich alternativlose, um nicht zu sagen alberne Volksbefragung relevant ?
Aber ich drehe "den Griechen" keinen Strick, weil sie sich Renten haben auszahlen lassen, Steuerschlupflöcher gesucht haben und so weiter.
DA hast'e jetzt wiederrum definitiv recht - DAS macht jeder in D genauso, wenn er kann...smilie_21
Hier wird ein "souveräner" Staat durch Banken, Konzerne und mit Hilfe der internationalen Geldherren in IWF, Weltbank usw., vor aller Augen demontiert.
Naja, mal im Ernst- hat er das nicht , zum eigenen Vorteil und ohne jegliche moralische Skrupel,selbst getan, ohne wesentliche Ermutigung unsererseits ?
Sind wir ( oder die über uns ? ) wirklich ganz alleine für die Kacke verantwortlich ?

Ich kann es nicht mehr hören !

Kinder, Kinder, inzwischen reden die schon über 82 Milliarden...

smilie_18
Gold ist schön....schönes Gold ist schöner !
BAZINGA !

Beitrag 12.07.2015, 05:24

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Ladon
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Siehst Du? Das ist genau, was ich meine:

ES STIMMT JA! Die haben uns beschissen, tun es immer noch und um eine falsch konstruierte Union aufrecht zu erhalten, müssen "wir" "die" bezahlen.
Alles richtig.
Und "wir" (ich nehme mich ausdrücklich nicht aus) applaudieren daher, wie Institutionen (!), denen wir alle - gelinde gesagt - misstrauisch gegenüber stehen, einen Staat dekonstruieren.

Das meine ich doch! Diese "günstige Gelegenheit" haben die (EU, IWF, Weltbank, EZB ...) nämlich schlichtweg GENUTZT.
Dieser Coup gelingt, WEIL die Griechen irgendwie selber Schuld sind. Das ist doch klar. Glaubst Du wirklich ich marginalisiere das? Nein, ich habe das nur mal beiseite gelassen, bin über meinen eigenen Schatten gesprungen und habe versucht die "Zornbrille" mal abzunehmen. Sch... mal auf "die Griechen" und ihr Unvermögen! Sieh Dir mal an, was da bezüglich staatlicher Souveränität abläuft!
Und weil es offenbar missverstanden werden kann nochmal:
Hier greifen INSTITUTIONEN zur politischen Macht in einem Staat. So unzulänglich parlamentarische Demokratien nun mal sind ... in Griechenland wird das Parlament in Zukunft vielleicht noch EU-Bestimmungen zustimmen dürfen.
Und wenn dann TTIP kommt, müssen eh alle erst bei Konzernen nachfragen, ob eine innenpolitische Entscheidung nicht etwa "Umsatz schädigend" ist.

Und ich meine zu erkennen, dass genau DAS passiert: Die Organe des Geldsystems greifen zur politischen Macht.
Und weil es gerade im Augenblick die "Schlamperer" aus Hellas erwischt, finden wir das gar nicht so schlimm, nein, im Gegenteil: die sind doch selber Schuld.
Andere gibt es schon genug

Beitrag 12.07.2015, 07:11

olso
Ladon hat geschrieben:@ Historix

Siehst Du? Das ist genau, was ich meine:

ES STIMMT JA! Die haben uns beschissen, tun es immer noch und um eine falsch konstruierte Union aufrecht zu erhalten, müssen "wir" "die" bezahlen..
Nunja, beschissen wurden doch in erster Linie mal die Griechen durch-allen voran-deutsche Banken.
Mit Wucherzinsen.

Was haben die Banken abgesahnt!!! Jetzt noch! Denn nun Bezahlt sie der Deutsche Bürger.
Aber es stört ihn nicht.

Als die Banken merkten, ihre Finanzierungen gegen den Bach runter, gab es ein Gespräch zwischen Merkel und Achermann, und die Schulden haben nun die dummen Michels. Also wurden nun "die Deutschen" beschissen. Aber nicht von den Griechen,sondern vom eigenen Staat.

Meine Meinung, wenn ein Geldgeber jemand der Pleite ist weiter Geld leiht, ist das seine Sache. Wenn er dann Pleite geht, auch seine Sache da selbst verschuldet. Noch wenn der Schuldner schon 140 Jahre ständig "insolvent" ist

Aber zu Griechenland. Die wirklichen Probleme konzentrieren sich auf die Großstädte.

Der Rest der Griechen lebt nach dem Motto "Athen ist weit". Es fehlt nur Fiat.

Aber man sieht, wie wichtig Fiat ist, erstaunlich.

Aber das wird sich wieder legen, da die EU weiter brav bezahlt, egal in welcher Form.

Den letztendlich wollen die D., F., und USA Banken ihr Geld inkl. 15% Zins. Entsprechend der Verträge.


smilie_20

Beitrag 12.07.2015, 10:26

Fata.Sibyllina
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Kinder, Kinder, inzwischen reden die schon über 82 Milliarden...

smilie_18
Bin ich jetzt Schelm, wenn ich denke, dass es durchaus in Schäubles Interesse sein kann, wenn die Summen immer schneller immer astronomischer werden? Da bis jetzt für jeden Griechen (ohne Binnen-I) schon 25.000€ geflossen sind, ohne dass ein sichtbares Gedeihen zu beobachten ist, piekst das Ende der Fahnenstange der CDU empfindlich in den Po.

Wenn bald nicht mehr der halbe, sondern der ganze Euroraum an der Nabelschnur deutscher Steuergelder bzw. der Bonität deutscher Mittelständler hängt, bliebe letztendlich nur die Option, dass Deutschland den Euroraum verlässt, um mit "harter" neuer DM die Schulden der Anderen zu garantieren bzw. zu zahlen. (Es sei denn, Draghi spült mit der Druckerpresse nicht nur die Schulden, sondern die Wertaufbewahrungsfunktion gleich mit in den Gully.)
smilie_07

Bitte komme mir jetzt keiner mit der Propaganda über herbe Verluste der deutschen Exporteure. Es handelt sich dabei mehrheitlich nicht um Konsumartikler, die "Zugpferde" sind innovativ, kreditunabhängig und fakturieren heute schon in mehreren Währungen. Dass ihre Kosten mehrheitlich in deutscher Währung anfallen, kann man so pauschal wie früher nicht mehr sagen. Zudem würde eine "starke DM" endlich eine höherverzinsliche Anlagemöglichkeit für die hohen Bestände an flüssigen Mitteln bieten, ganz zu schweigen von den Einsparungen bei der Kursabsicherung, die heute ein Vermögen kosten.
Sapere aude, incipe!

Beitrag 12.07.2015, 10:31

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Fata.Sibyllina hat geschrieben:(Es sei denn, Draghi spült mit der Druckerpresse nicht nur die Schulden, sondern die Wertaufbewahrungsfunktion gleich mit in den Gully.)
Das hat er doch bereits getan?
(keine Zinsen + Geldmengenausweitung)

Beitrag 12.07.2015, 11:42

Fata.Sibyllina
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Das hat sich aber noch nicht herumgesprochen. Warum sonst sparen so viele Leute noch in Giralgeld, wie Dein soeben verlinkter Artikel zu den Lebensversicherungen belegt? Wenn die Stornoquote, nicht aber das -volumen zurückgegangen ist, heißt das doch, dass entweder weniger (dafür große) Verträge gekündigt wurden, oder dass es einen Zuwachs an Neuverträgen gibt!?

Außerdem wird allgemein moniert, dass Draghi derzeit keine griechischen Staatsanleihen kauft. Wahrscheinlich wird er es in Zukunft tun und auch Kassenkredite aus Bremen oder Duisburg kaufen (müssen), weil die Stadt- und Landräte hinter den Kulissen mit Wahlwerbungsstreik drohen. Wie sollte man es dem deutschen Wähler vermitteln, dass wegen der Schuldenbremse auch bald das letzte Schwimmbad und Kreiskrankenhaus schließt, während Andere ihren "Binnenkonsum" (schönes Laienfachchinesisch, so wirtschaftet frau besonders gern!) mit neuen Schulden stärken dürfen?

Ich behaupte, die 'Dicke Bertha' und ihre Schwester sind anorektische Nymphen im Vergleich zu dem, was bald noch kommen müsste, um eine Zersplitterung mittels Druckerpresse zu verhindern. Und das vergleichsweise hohe Giralgeldvermögen der DM-verwöhnten Deutschen wäre hart betroffen. smilie_04

Zudem wird eine (finale?) Schuldenmonetisierung die globalen Carrytrader auf den Plan rufen, und spätestens dann wird's unkalkulierbar.
Sapere aude, incipe!

Beitrag 12.07.2015, 13:43

Gladius
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anorektische
und wieder ein neues Wort gelernt smilie_02 *Duden zur Seite leg*

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